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Redlight Street #154: Sie besiegte einen Casanova

©2021 97 Seiten

Zusammenfassung

Dietmar Hitzig, ein junger Student, braucht etwas zum Schmusen, wie er sich bei seinem Freund Ludwig beklagt. Er war bereits auf Suche, konnte aber keine Frau finden, die ihm gefiel. Außerdem hält er strikt daran fest, dass er – wenn er eine finden sollte – sie niemals heiraten wird.
Als Ludwig das von seinem Freund hört, muss er lachen und schlägt ihm vor: »Dann bleibt dir nur eins übrig: Du musst dich an Verheiratete heranmachen.«
Und dabei ist ihm der gute Ludwig gern behilflich …

Leseprobe

Table of Contents

Sie besiegte einen Casanova

Copyright

1

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7

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9

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Sie besiegte einen Casanova

Redlight Street #154

von G. S. Friebel

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 97 Taschenbuchseiten.

 

Dietmar Hitzig, ein junger Student, braucht etwas zum Schmusen, wie er sich bei seinem Freund Ludwig beklagt. Er war bereits auf Suche, konnte aber keine Frau finden, die ihm gefiel. Außerdem hält er strikt daran fest, dass er – wenn er eine finden sollte – sie niemals heiraten wird.

Als Ludwig das von seinem Freund hört, muss er lachen und schlägt ihm vor: »Dann bleibt dir nur eins übrig: Du musst dich an Verheiratete heranmachen.«

Und dabei ist ihm der gute Ludwig gern behilflich …

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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1

Onkel Fridolin hatte gesagt: »Ich hab für alles gesorgt. Du brauchst dich um nichts zu kümmern, Jungchen. Sei nur schön brav und studiere fein! Mehr verlange ich gar nicht von dir.« Ja, und dann hatte er noch gesagt: »Ach, ich beneide dich ja brennend. Du erinnerst mich an meine eigene Studienzeit; ja, ja, so vergehen die Jahre und man wird alt.«

Als zukünftiger einziger Erbe blieb man in solchen Situationen natürlich höflich und stand stillschweigend irgendwo im Hintergrund herum.

Er sollte Rechtswissenschaft studieren, und hatte jetzt auch schon ein paar Semesterchen auf dem Buckel. Nun befand er sich in dieser Uni-Stadt.

Onkel hatte also gesorgt! Das hieß mit anderen Worten: Er sollte die alte Studentenbude des Onkels beziehen.

Dabei hatten dem Alten ganz mächtig die Augen geleuchtet, und er hatte eine ganze Zeit von einer Röschen Schönrock gesprochen.

»Du wirst sehen, besser kannst du es gar nicht haben, mein Junge. Sie hat sich direkt gefreut, die Gute, als ich ihr schrieb. Sie fand es nur ein wenig schade, dass du nicht mein eigener Sohn bist. Aber das macht auch nichts, du bist ja ganz gut hingeraten.«

»Sag mal, Onkel, du und Röschen, ich frag nur bescheiden an, wie war das denn? Es wäre doch gut, wenn man alles wüsste, oder?«

Da begann der Onkel glucksend zu lachen.

»Jungchen, Jungchen, glaubst du, wir waren damals Mönche?« Und dann hatte er von dieser Röschen zu schwärmen angefangen. Nur Milch und Blut, knusprig und süß, so zart und schlank, kastanienbraune Lokken. Sie musste ein Wunder der Natur gewesen sein!

Nach vorsichtigen Anfragen hatte er dann erfahren, dass der Onkel Röschen vor fünfundzwanzig Jahren zum letzten Mal gesehen hatte.

Und nun sollte er bei ihr als Student einziehen, Drosselgasse 7. Er stand vor dem Haus und machte ein missmutiges Gesicht. Berühmt sah die Gegend eigentlich nicht aus, ziemlich einfach sogar. Na ja, dachte er missmutig, wie ich den Onkel kenne, hat er bestimmt auch noch den Preis gedrückt. Das wird ja was geben.

Obwohl er eines Tages sowieso die kleine Fabrik erben würde, also alles Geld bekam, hieß das noch lange nicht, dass er jetzt schon üppig leben durfte.

»Damals, da hab’ ich auch wenig in der Tasche gehabt, Jungchen. Du wirst genug zum Leben haben. Aber Luxus muss nicht sein.«

Irgendwann muss ich doch raufgehen, also gleich. Er klingelte, und wenig später stand eine Frau vor ihm. Wenn er sie auf zwei Zentner schätzte, dann war das noch höflich von ihm. Die roten Haare standen wie Strohhalme vom Kopf und die kleinen Äuglein verschwanden hinter einer Speckfalte. Der Busen wogte wie ein Hefeteig.

»Ich kaufe nichts«, schnarrte sie. »Haben Sie das Schild nicht gelesen?«

»Ich heiße Dietmar Hitzig, der Onkel schickt mich. Sind Sie Frau Röschen Schönrock?«

Das Gesicht wurde durch das Grinsen noch breiter.

»Ach nee, der Junge ist da, nein, welch eine Freude! Aber Sie sehen dem Onkel gar nicht ähnlich! Du meine Güte, Sie müssen mir alles von ihm erzählen. Das war damals ein toller Bursche gewesen.« Sie kicherte verschämt.

Dietmar fragte höflich, ob er jetzt sein Zimmer sehen könne. Ja, er durfte.

O Gott, so stupide und nüchtern, da konnte einem das Grausen ankommen. Aber eines war gut: Es lag sofort neben der Treppe, und er konnte sich fortstehlen, ohne ständig der Wirtin in die Arme zu laufen. Als er den Koffer ins Zimmer schieben wollte, kam ihm ein Individuum entgegen. Er wurde als Otto, der Sohn von Frau Schönrock, vorgestellt. Dietmar taxierte ihn ab und überlegte, ob es wohl eine kleine Sünde seines Onkels sei; aber er war jünger als fünfundzwanzig Jahre. Befriedigt über diesen Umstand fühlte er sich schon ein wenig wohler.

Er hatte sich so einigermaßen eingerichtet, als er sich an das Fenster stellte und überlegte. Seine Barschaft war wirklich ziemlich dürftig.

Als junger Student war es äußerst wichtig, möglichst schnell ein nettes, munteres Mädchen zum Liebhaben kennenzulernen. Also nahm er seine Jacke und verließ die Studentenbude. Am besten hatte man die Gelegenheit dazu wohl in einer Diskothek. Aber wo fand er eine solche, wo er sich in der Stadt noch nicht auskannte? Ein Taxifahrer, den er um Rat fragte, nannte ihm eine Adresse in der Nähe.

Aber es war eine Enttäuschung. Von den paar Mädchen, die er in dem verräucherten Lokal sitzen sah, gefiel ihm keine, so dass er sie auch nur zum Tanz auffordern wollte. Missmutig trank er sein Bier, bezahlte und ging wieder.

Auch in den nächsten Tanzlokalen und Bars, in die er hineinschaute, hatte er kein Glück. Es war überall das gleiche Bild. Wenn einmal ein nettes Mädchen zu sehen war, saß mit absoluter Gewissheit schon ein junger Mann daneben. Und für Bardamen wollte er sein Geld nicht zum Fenster hinauswerfen.

Dietmar verfiel schon leicht dem Trübsinn. Das konnte ja heiter werden. Was sollte er tun? Er war, wie der Onkel schon mal so treffend erwähnte, auch kein Mönch. Ob er ihm mal auf den Busch klopfen sollte? Vielleicht rückte er mehr heraus, damit man sich wenigstens ein Auto leisten konnte. Damit stiegen die Chancen sicher.

Der Onkel hatte sein Röschen gehabt. Wieso hatte sie diesen pickeligen Otto in die Welt gesetzt? Wieso hatte sie nicht eine Tochter, die die Tradition der Mutter aufrechterhielt?

Seine Gedanken wurden schon rabenschwarz und er sah, dass das Studium schon halb gefährdet war. Wie konnte man sich konzentrieren, wenn ...

In seine Überlegungen hinein stieß ein Mann mit ihm zusammen.

»Verzeihung«, murmelte er und wollte zur Seite treten.

Sein Arm wurde in einen Schraubstock gezwängt und herumgedreht.

»Ja mei, das nenn ich ein Glück, Mensch, Dietmar, ich hab’ ja gar nicht gewusst, dass du auch hier bist.«

Dietmar hob den Kopf und sah seinen Freund Ludwig Berger vor sich, noch immer so groß und breit wie ein Bär. Der Kinnbart noch genauso verwildert wie vor vier Monaten.

Dietmar grinste zurück. »Sag bloß, du studierst jetzt auch hier?«

»Klar, mein Alter hat das angeordnet. Er meint, wenn ich näher in seiner Gegend bin, dann würd ich mich besser konzentrieren können.«

Ludwig sollte Arzt werden und die Praxis des Vaters übernehmen. Dietmar hatte noch nie einen so faulen Studenten wie Ludwig kennengelernt. Er war ein wunderbarer Kumpel.

»Komm, das müssen wir feiern! Gehen wir in eine Eckkneipe und gießen wir uns einen hinter die Binde!«

Dietmar hatte nichts dagegen, er musste sowieso seinen Kummer runterspülen. Nach dem dritten Glas fiel es sogar dem Freund auf, dass er ziemlich still war.

»Was ist denn los? Haste noch keine Bude?«

»Doch!«

»Was ist es dann? «

»Ich wollte für heute Abend noch etwas Nettes zum Schmusen finden, aber überall war es Essig.«

Ludwig grinste. »Mann, du gehst aber ran, Täubchen.«

»In den Tanzschuppen ist nichts los, sage ich dir, lohnt sich wirklich nicht. Nur Pärchen oder hässliche Ziegen, da soll man nicht verrückt werden.«

»Mit anderen Worten, du bist auf der Suche nach einem flotten Käfer? Soll ich dir einen besorgen? Du weißt doch, ich hab’ immer ein paar im Hintergrund und bin immer ganz froh, sie elegant loszuwerden.«

»Hör mal, dafür fühl ich mich zu schade, deine abgelegten Freundinnen zu nehmen. Nein, und außerdem ist das viel zu riskant!«

»Was ist zu riskant?«

»Die Freundin, die du mir verschaffst, hängt sich vielleicht wie eine Klette an einen und zum guten Schluss kriegt man sie nicht mehr los und heiratet sie. Nee, meine Freiheit ist mir zu kostbar, Ludwig. Die nächsten zehn Jahre habe ich nicht vor zu heiraten.«

»Das Argument zieht, mein Lieber. Man hat wirklich hin und wieder seine Schwierigkeiten mit ihnen. Aber ich sage dir, es ist auch gut, man hat sie immer zur Hand, wenn man sie mal braucht. Sie kennen die Wünsche, man muss nicht immer wieder von vorn anfangen und so weiter.«

»Ich bin zu sanft eingestellt«, klagte Dietmar. »Wenn ich eine hab’ und sie heult mir was vor, wenn ich sie verlassen will, weil mich eine andere interessiert, dann bleib ich, und ich ärgere mich anschließend mächtig darüber.«

Der Freund trank das Glas in einem Zug leer.

»Du bist also ein hoffnungsloser Fall. Ja, aber wir müssen was unternehmen, Kumpel. Ich sehe schon, allein wirst du mit dem Problem nicht fertig. Ich muss dir helfen. Ich sehe dir doch deine Nöte an.«

»Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll. Vielleicht sollte ich mal versuchen, im Lotto zu gewinnen. Wenn ich dann eine halbe Million habe, könnte ich mir so etwas wie eine Konkubine oder ähnliches halten. Sie weiß von Anfang an, dass ich sie bezahle und sie fortschicken kann, wann es mir passt. So etwas schwebt mir vor. Ich such ein fesches Mädchen, mit dem es sich lustig leben lässt, aber das nicht die wahnwitzige Idee hat, mich zu heiraten.«

Ludwig lachte: »Dann bleibt dir nur eins übrig: Du musst dich an Verheiratete heranmachen.«

Dietmar riss seine Augen auf.

»Na klar doch, da gibt es eine Menge, wo der Ehemann keine Zeit mehr hat oder zu müde ist, du verstehst schon ...! Die werden dann mit der Zeit unzufrieden, klar, und solche musst du dir suchen. Du tust ihnen direkt noch einen Gefallen, ehrlich. Früher hab’ ich das mal gemacht, im Anfang, aber dann hatte ich keine Lust mehr. Ich will auch meine Puppe mitnehmen, wenn wir ein Festchen machen und so. Das kann man mit den Verheirateten natürlich nicht. Aber für deine Zwecke sind sie wie geschaffen. Und ich sage dir, manchmal werden sie direkt mütterlich und wollen dich noch rausfüttern. Und du hast das ja wirklich nötig.« Dietmar hatte sich beinahe verschluckt. Ludwig klopfte ihm auf den Rücken und grinste ihn an. »Du hast deine Freude, sie die ihren, aber sie sind ja schon vergeben, und es kostet dich noch nicht mal etwas! Was sagst du zu diesem Vorschlag?«

»O Gott«, keuchte Dietmar und ihm wurde fast schwindelig. In dieser Stadt lebten bestimmt an die zweihunderttausend Menschen. Und wenn nur ein Bruchteil davon auf die verheirateten Frauen kam, so war das noch übergenug. Selbst das würde für ihn reichen.

»Ich versteh gar nicht, dass du diese Marktlücke der Liebe noch nicht entdeckt hast, wo du doch sonst so ein schlaues Bürschchen bist, Dietmar.«

»Ja, weißt du«, röchelte der, noch immer nach Luft ringend. »Damals, da hatte ich doch die Lisa, und ich kann dir sagen, sie war hinter mir her wie ein Gerichtsvollzieher. Deswegen bin ich ja auch hier.«

»Du hast es wirklich nicht leicht, Dietmar. Ich sehe schon, ich werde dich ein wenig beschützen müssen.«

Dietmars Gedanken hatten sich noch immer an das Wort Marktlücke der Liebe festgekrallt.

»Wie meinst du das?«

»Trösten und getröstet werden, ohne Schaden anzurichten. Und die Männer, auch wenn sie uns nicht kennen, sind uns sehr dankbar, wirklich. Denn stell dir mal vor, du arbeitest den ganzen Tag, bist geschafft am Abend, willst nur noch deine Ruhe und sonst nichts! Liegst also schlapp wie sonst einer in der Ecke. Und jetzt kommt dein Frauchen und pocht auf die ehelichen Pflichten. Dass da so mancher Mann sauer reagiert, ist doch klar, und wir verhindern so manchen Herzinfarkt, bestimmt! Unter diesem Aspekt musst du das nun sehen, Freundchen.« Aber dann setzte er lachend hinzu: »Natürlich darfst du dich nie vom Mann erwischen lassen, das ist doch klar! Denn sonst könnte es sein, dass man Hackfleisch aus dir macht.«

Dietmar lachte auf.

»Das verstehe sogar ich.«

»Und deswegen brauchst du deiner Angebeteten auch nie Geschenke zu machen, denn wie soll sie das dem Mann erklären? «

»Weißt du was, ich fange langsam an, mich für diese Sache zu begeistern.« Dann machte Dietmar eine Pause. »Das Dumme aber ist nur, wie zum Teufel lernt man sie kennen? Ich hab’ noch keine Frau mit einem Schild auf der Brust gesehen: Ich bin verheiratet und suche lustige Stunden!«

»Mit der Zeit kriegst du einen Blick dafür, verlass dich darauf. Und was ich noch hinzufügen kann: Wenn du an eine Erfahrene kommst, du meine Güte, da kannst du noch eine Menge lernen, Freundchen, mehr als auf der Uni!«

Dietmar wurde es schon vor lauter Vorfreude ein wenig schwindelig.

»Hör mal, jetzt gib mir ganz schnell einen Tipp, wie ich eine kennenlernen kann. Ich werde dir dafür auch den Rest meines Lebens dankbar sein, und wenn du es verlangst, komm ich später sogar zu dir in die Praxis«, rief er überschwänglich.

Ludwig lachte brüllend auf. »Das würd ich dir nicht raten, mein Junge.«

»Wieso nicht?«

»Weißt du es denn noch nicht? Ich will doch Tierarzt werden. Darin liegt im Augenblick meine Zukunft!«

»War es das letzte Mal nicht Zahnarzt?«, wunderte sich Dietmar.

»Kann sein!« Dietmar musste mitlachen. »Wenn mich mein Alter noch mehr triezt, werde ich noch Hebamme!«

Dietmar prustete laut heraus.

»Könntet ihr euch denn nicht vertragen?«

»Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Ich hab’ schon mal gedacht, mir eine Negerin anzulachen und sie als zukünftige Schwiegertochter vorzustellen.«

»Und? Was hat dich daran gehindert?«

»Ich hab’ noch keine kennengelernt. Nur eine aus Korea, und die war so klein, dass ich sie immer im Bett suchen musste. Das war anstrengend!«

»Ludwig, hör auf oder ich werd verrückt!«

»Also, kommen wir auch wieder auf deine Nöte zu sprechen. Ich kenne da ein Weibchen, mein Lieber, ganz hübsch, ich hab’ noch nichts mit ihr gehabt, wirklich nicht, ich schwöre es dir. Ich bin zur Zeit mit Bianca gut versorgt. Das ist ein Rassegeschöpf. Ich hab’ sie übrigens über Bianca kennengelernt. Sind Freundinnen, weißt du, und die andere ist nur verheiratet. Nettes Frauchen! Also, wenn du willst, mach ich euch bekannt.«

»Wann?«, fragte Dietmar begierig.

»Hör mal, ein wenig Zeit musst du mir schon lassen, und wenn es bei dir so brennt, dann mach dir doch traurige Gedanken. Für eine gewisse Zeit hilft das immer.«

»Morgen?«

»Na schön, deinetwegen lauf ich mir sogar die Beine in den Bauch. Also, morgen um die gleiche Zeit treffen wir uns hier.«

»Du hast mir das Leben gerettet«, sagte Dietmar dankbar.

»Sag das erst, wenn du die Kleine näher kennengelernt hast.«

»Sie wird mir schon gefallen.«

Die beiden Freunde trennten sich.

Dietmar spazierte frohen Mutes durch die Straßen. Nun sah alles schon nicht mehr so trüb aus. Als er seine Behausung erreicht hatte, fand er diese so unmöglich, dass er stets einen wundervollen Grund hatte, warum er seine Angebetete hierher nicht mitnehmen konnte. Wenn sie nicht wusste, wo er wohnte, dann konnte sie ihm auch nicht zur Last fallen. Und was ihm der Ludwig da erzählte ...

Ihm wurde schon richtig schwindelig, und ein jähes Gefühl regte sich in ihm.

»Ich soll an was Trauriges denken? Das ist gar nicht so einfach.«

Im Flur stieß er mit Otto, dem Pickeljüngling, zusammen. Das machte ihn sofort wieder nüchtern.

 

 

2

Dietmar Hitzig lief auf Hochtouren. Zuerst einmal hatte er sich häuslich niedergelassen. Zum Glück war das Bett ganz gut und Ruhe hatte er auch. Das Frühstück würde er von Röschen erhalten, für die anderen Mahlzeiten musste er selbst aufkommen.

Am nächsten Morgen war er mit der Kleiderfrage beschäftigt. Er wusste aus Erfahrung, dass Frauen sehr viel aufs Äußere hielten, und er wollte doch einen guten Eindruck machen.

Dietmar stellte sich vor den Spiegel und musterte sich. Er konnte sich wirklich sehen lassen. Alles war so, wie es sein musste. Ein properes Kerlchen! Mittelgroß, schlank, gute Figur, lebhafte Augen und noch keine Glatze. Zudem besaß er ausgezeichnete Manieren, was auch sehr wichtig war. Alles in allem sah er wie aus dem Ei gepellt aus. Ja, man hätte sogar bissig sein und behaupten können, wie ein Musterschüler, aber das stimmte wiederum nicht ganz. Dazu trat er viel zu forsch auf. Überhaupt, er war ein Mann, wie ihn sich eine Frau nur wünschen konnte - zum Heiraten selbstverständlich.

Da seine finanziellen Mittel ziemlich im Argen lagen, hatte er beschlossen, sich selbst zu beköstigen. Er besaß eine kleine Kochplatte, eine Pfanne, einen Topf, einen Teller, eine Tasse und Besteck. Das war seine Kücheneinrichtung. Bis jetzt hatte es bei ihm nur immer Fischstäbchen gegeben, erstens weil sie billig waren und zweitens weil man dabei wirklich nichts falsch machen konnte.

Dietmar hatte sich gründlich gewaschen, frische Unterwäsche angezogen und die Socken auf Löcher untersucht. Dann ein Hemd, einen verwegenen Schlips, noch einmal über die Schuhe und fertig war er zum Ausgehen.

Röschen, seine Wirtin, stand im Flur.

»Jesses, haben Sie sich fein gemacht! Wohl Vorstellung bei der Uni?«

»Ganz recht«, sagte Dietmar höflich. Er widersprach Damen nie, auch wenn es nicht stimmte, was sie sagten.

»Dann wünsche ich Ihnen viel Glück.«

»Danke, das kann ich gut brauchen«, erwiderte er und dachte an die Frau, mit der Ludwig ihn bekannt machen wollte.

Auf der Straße war reger Verkehr.

Ohne Auto ist man doch ganz schön aufgeschmissen, dachte er. Der Onkel fährt in seinem dicken Mercedes herum, und ich lauf mir die Füße wund. Dabei müsste er abspecken und nicht ich.

Unterwegs bezwang er seine Gelüste, sich eine Blume zu kaufen, um sie sich ins Knopfloch zu stecken. Nein, dachte er, das würde vielleicht zu verwegen wirken oder zu arrogant. Oh, du mein Gott, hoffentlich werde ich nicht rot, fange an zu stottern, stolpere über die Schwelle, kippe das Bier um. Was zum Teufel soll ich denn bloß tun, wenn er sie mir vorgestellt hat? Soll ich vielleicht sagen: »Verzeihung, gnädige Frau, fühlen Sie sich auch so einsam wie ich?«

Gestern, da hatte alles so einfach ausgesehen, so wundervoll. Vielleicht sollte er umkehren. Das war alles Mist, so würde er nie zu einem flotten Käfer kommen. Und dann fiel ihm mit Schrecken ein, dass er Ludwig gar nicht nach dem Alter der jungen Frau gefragt hatte. Vielleicht war sie schon Mittelalter? Nun, er hatte nichts dagegen, wenn sie zehn Jahre älter war, aber mehr ganz bestimmt nicht. Dann konnte er sich ja gleich an ein Altersheim wenden.

Dann stand er vor der Kneipe. Er wollte es sich noch einmal überlegen, aber dazu kam er gar nicht mehr. Ludwig war schon da und winkte ihm zu. Er hatte ganz schwache Puddingbeine. Ihm war so elendig zumute, als würde man ihn jetzt zum Richtblock führen.

»Da bist du ja endlich. Nachdem, was du mir gestern vorgejammert hast, kommst du ja heute wie eine lahme Ente angekrochen.«

Dietmar hätte ihn ermorden können. Nur die Aussicht auf eine Zuchthauszelle und dass es dort ganz bestimmt keine Mädchen gab, hielt ihn dann doch davon ab.

Perlendes Lachen folgte.

Er fühlte, wie ihm das Rot über den Kragen zu kriechen begann.

»Darf ich bekanntmachen, das ist mein Freund Dietmar Hitzig. Wie Sie sehen, verspricht der Name schon allerhand. Und soweit ich gehört habe, soll er ihm alle Ehre machen.«

Dietmar wollte dem Freund gegen das Schienbein treten, traf aber nur den Tisch, was sehr weh tat.

Wieder perlendes Lachen.

»Das ist Bianca, mein Mäuschen. Also Hände weg von ihr, Dietmar! Und das ist Jane Jank, die darauf brennt, dich kennenzulernen. Ich hab’ von deinen Nöten gesprochen.«

Dietmar dachte: Ich sterbe gleich vor Scham, ich halt das nicht mehr aus, und das soll ein Freund sein? Weiter kam er nicht mit seinen Gedanken. Ein Stoß in seinen Rücken ließ ihn auf die Bank fallen und direkt neben Jane. Er wagte kaum zu atmen.

Ludwig übernahm die Unterhaltung: »Mein Freund kann sehr wohl sprechen. Er braucht nur eine kleine Anlaufzeit, meine Damen. Hin und wieder muss man seine Batterie aufladen, aber dafür wird jetzt hoffentlich Jane zuständig sein.« Dietmar blickte ihn an. »Komm«, sagte Ludwig munter. »Spiel jetzt nicht den Ritter aus dem 14. Jahrhundert! Wir sind freie offene Menschen. Ich habe Jane alles erklärt, und sie hat vollstes Verständnis für dich. Jetzt musst du dich nur entscheiden, ob sie dir gefällt oder nicht.«

Dietmar blickte unwillkürlich zur Seite. Neben ihm saß eine junge Frau mit nussbraunen Augen und denselben Haaren. Sie war schlank und genauso groß wie er selbst, was er erleichtert zur Kenntnis nahm. Sie hatte kleine goldene Pünktchen in den Augen und einen lachenden Mund. Es war ein sehr hübsches junges Mädchen, und er schätzte sie auf fünfundzwanzig, was auch stimmte.

Dietmar lächelte sie an. Sein Herz begann zu rasen, das Blut zu kochen. Unwillkürlich gingen seine Augen weiter und blieben an dem kleinen engen Pulli hängen. Er war wirklich verdammt eng, und wenn sie Atem holte, dann musste man damit rechnen, dass sie jeden Augenblick ein paar von den kleinen lustigen Knöpfchen lossprengte. Und dann die Schenkel, die unter dem Rock hervorlugten! Du meine Güte, er hatte schon rote Schleier vor den Augen.

An ihrer rechten Seite lehnte eine Stofftasche. Er blickte unwillkürlich hin.

»Jane geht sehr viel schwimmen, weißt du!« Dietmar kapierte nicht sofort. »Ist doch klar, sie muss ihrem Mann doch irgendetwas sagen.«

Wenig später erfuhr er dann, dass dieser Offizier war, und ihm wurde ein wenig mulmig zumute.

»Seine Waffe bringt er nie mit nach Hause«, sagte Jane fröhlich.

Dietmar lachte, und jetzt war der Bann gebrochen.

»Ihr mögt euch also, na, ich hab’ es doch gleich gesagt. Jane, er ist ein dufter Kerl. Du wirst ihn direkt liebhaben, den Bubi.«

Ihre Augen plinkerten lustig hin und her.

Dietmar erfuhr auch, dass ihr Gatte schon erheblich älter war, und darum auch nicht mehr so viel auf seine ehelichen Pflichten hielt. Jane war jung und knusprig. Sie durfte nicht mehr arbeiten, als Offiziersfrau, nein, das war unmöglich. Sie besaß eine hübsche Wohnung, hatte ein gutes Taschengeld und langweilte sich jetzt zu Tode. Kinder hatten sie nicht, wollten auch keine haben. So streunte sie entweder lustlos in der Stadt herum, besah sich die Auslagen, ging in die Geschäfte und probierte Kleider an, die sie dann doch nicht kaufte, oder sie traf sich mit Bianca. Dieser hatte sie auch einmal ihre Nöte geklagt.

Bianca wiederum hatte ihr gestern von Dietmar erzählt. Jane hatte sich das einen kurzen Augenblick überlegt und dann gelacht.

»Mir kann ja nichts passieren. Ansehen verpflichtet zu nichts, und ein kleiner Flirt, du liebe Güte, dafür bin ich schon lange wieder mal reif.«

Sie hatte schon ein paar mal ihrem Mann Hörner aufgesetzt. Also deswegen brauchte sich Dietmar keine grauen Haare wachsen zu lassen.

Man bestellte Bier und wurde ungeheuer fröhlich. Jane war glücklich, dass Dietmar kein langmähniger Jüngling war, und es dauerte auch nicht lange, da hatten sie das Gefühl, als würden sie sich schon viele Jahre kennen.

Dietmar fühlte sich wie im siebten Himmel. Es war einfach wundervoll.

Jane ging es ähnlich. Man kam sich immer näher. Er himmelte sie an und zeigte ihr unverhohlen, wie gern er sie hatte. Dietmar ließ sich ja so leicht entzünden, was das weibliche Geschlecht anbetraf.

»Und wie hast du dir das jetzt vorgestellt?«, sagte da Ludwig.

»Wieso?«, fragte Dietmar verdattert.

»Hast du eine sturmfreie Bude?«

Dietmar dachte an sein Röschen und an die Tristigkeit seines Zimmers. Und überhaupt hatte er sich ja vorgenommen, seine Adresse nie preiszugeben.

»Nein, sie ist einfach schauderhaft. Mein Onkel hat das Billigste herausgesucht. Und außerdem hab’ ich einen Drachen als Wirtin. Bestimmt lässt sie Damenbesuche nicht zu.«

»Tja, dann dürfte das nicht so einfach sein, mein Lieber. Ein Auto hast du auch nicht. Nun, und Jane kann dich bestimmt auch nicht mit zu sich nehmen, oder?«

»Seid ihr wahnsinnig! Da müsst ihr mal meine Nachbarin kennenlernen. Die erzählt doch meinem Mann alles brühwarm. Sie hat nämlich ein Auge auf ihn geworfen. Nein, zu mir können wir auch nicht gehen.«

»Bleiben nur noch die Anlagen der Stadt. Davon besitzen wir zum Glück eine ganze Menge.«

Dietmar blickte ihn entgeistert ah.

»Für ein öffentliches Ärgernis bin ich mir zu schade«, japste er.

Jane und Bianca lachten herzlich auf.

»Doch nicht am Tage«, sagte Ludwig und drohte ihm mit dem Finger.

Dietmar wollte sagen, soll ich vielleicht warten, bis es dunkel wird? Dann ist all meine tolle Lust vergangen, und außerdem ist es ungemütlich und die Nieren kann man sich auch noch erkälten.

»Er hat recht«, sagte Jane. »So lange kann ich auch nicht fortbleiben. Wenn, dann muss ich gegen sechs wieder daheim sein. Dann ist nämlich Dienstschluss. Bleib ich noch länger fort, könnte es Ärger geben.«

»Außerdem ist es mir zu kühl«, sagte Dietmar.

»Das ist mir ein fideles Paar«, rief Ludwig. »Wie die Kinder! Also, du solltest dir wirklich bald einen Wagen anschaffen, Dietmar, das würde alle Probleme beheben. Dann könntet ihr 'raus in den Wald fahren und dort habt ihr dann Ruhe genug.«

»Ich hab’ aber keinen Wagen.«

»Ich weiß!«

Für einen Augenblick war bedrücktes Schweigen. Jetzt hatte er tatsächlich ein Frauchen gefunden, das ihm ganz nach dem Sinn war, und nun schien das ganze Unternehmen an der richtigen Umgebung scheitern zu wollen.

Da mischte sich Bianca ein.

»Ich will ja nicht so sein, ich leih euch meine Bude. Aber bildet euch bloß nicht ein, dass das ein Dauerzustand wird.«

Jane sprang auf und fiel ihr um den Hals.

»Du bist wirklich eine tolle Freundin.«

»Na, worauf wartet ihr noch«, sagte Ludwig. »Nur zu, und nachher bringt ihr uns den Schlüssel wieder, verstanden. Wir wollen nämlich nicht im Freien übernachten.«

»Selbstverständlich werde ich das tun«, erwiderte Dietmar dankbar.

Dann zogen sie los. Dietmar musste immer ein paar Schritte hinter ihr gehen und so tun, als würde er sie gar nicht kennen. Es könnte ja sein, Jane würde einer Bekannten begegnen und dann war der Ärger da.

Dietmar fand alles jetzt schon furchtbar prickelnd. Verbotene Früchte sind ja angeblich viel süßer als normale. Dann standen sie vor dem Haus, Jane warf einen schnellen Blick in die Runde, vergewisserte sich, dass niemand zu sehen war und schlüpfte hinein.

Dietmar war vor der letzten Schaufensterscheibe stehengeblieben und betrachtete die Auslagen. Als er sie nicht mehr sah, ging er pfeifend weiter, blieb dann auch vor der Tür stehen und tat so, als würde er irgendwo den Klingelknopf drücken. Er wartete einen Augenblick, obwohl Jane die Tür nur angelehnt hatte.

Sein Herz klopfte wie rasend, als er die Treppe hinaufstieg. Ihm wurde richtig ein wenig schwindelig. Wie sollte er jetzt beginnen? Er war so schrecklich erregt. Und wenn jetzt er versagte, weil er schon fast überdreht war? Die Blamage würde er nicht überleben.

Er wollte gerade auf den Klingelknopf drücken, als von innen die Tür aufgerissen wurde und zwei schlanke Arme ihn mit einen Ruck hereinzogen. Er überflog sozusagen die Schwelle und wäre gleich zu Boden gegangen, wenn sich die Arme nicht um ihn geschlungen und ihn jetzt an ihren kleinen festen Busen gedrückt hätten. Ihm blieb für einen kurzen Augenblick die Luft weg. So eine stürmische Diana hatte er noch nie erlebt. Aber lange ließ er sich nicht bitten, und ein kleines bisschen Erfahrung besaß er schließlich auch.

Jane seufzte und schob ihn rückwärts in das Wohnzimmer. Dort war ein üppiges Sofa.

»Oder sollen wir ins Schlafzimmer gehen?«, wisperte sie an seinem Ohr, das sie langsam anzuknabbern begann.

»Warum?«, sagte er mit belegter Stimme und nestelte an ihrem Pulli herum. Für sein Leben gern knöpfte er Blusen und Kleider auf. Ach, und dann sah er die kleinen niedlichen Brüste. Wie ein Ertrinkender griff er nach ihnen und drückte sie, küsste sie leidenschaftlich.

»Gott, wie haben die mir gefehlt«, stöhnte er auf. »Oh, du meine Güte, hast du hübsche kleine Brüstchen.«

Jane gurgelte lachend und zog ihn auf das Sofa.

»Du gefällst mir, Liebling. Du bist genauso, wie ich mir die Männer wünsche, stürmisch und doch zärtlich, verwegen und doch Kavalier. Komm, machen wir es uns gemütlich!«

Er küsste sie leidenschaftlich und vergaß um sich herum die Welt. Dietmar war toll vor Vorfreude und konnte bald nicht mehr an sich halten.

»Komm, ziehen wir uns aus, dann macht es noch viel mehr Spaß.«

Dietmar zog sich in Windeseile aus, und dasselbe tat auch Jane. Er verschlang sie mit den Augen und konnte einfach nicht begreifen, wieso ihr Mann sie so vernachlässigte. Jane war wirklich eine Augenweide. Sie hatte einen tollen Körper, und dann die Wärme und Leidenschaft, die von ihr ausgingen.

Sie fielen sich gegenseitig in die Arme und stöhnten und dachten jetzt nur noch an die Liebe. Das Sofa, so groß und breit es auch war, genügte ihnen schon nicht mehr, sie purzelten herunter und merkten es noch nicht mal. Sie liebten sich mit einer wilden heißen Leidenschaft. Dietmar vergaß Raum und Zeit und Wirklichkeit. So schön hatte er schon lange nicht mehr geliebt. Er fühlte nur ihre weichen Arme und Beine, sie umschlangen ihn, und ihr Mund saugte sich fest. Überall küsste sie ihn und er tat es ihr nach.

Irgendwann, für sie schienen inzwischen tausend Stunden vergangen zu sein, fanden sie die Erlösung. Danach lagen sie erschöpft auf dem Teppich.

»War es schön?«

Er rollte sich auf die Seite, sah die kleinen festen Brüste vor sich und streichelte sie.

»Es war sehr schön«, sagte er und lächelte sie an.

»Wir werden uns jetzt also sehr oft sehen?«

»Aber sicher, das Studium fängt doch erst an.«

»Ach«, seufzte sie.

Nach einer weiteren Zeit der Entspannung dachten sie an die Freunde.

»Ich glaube, wir sollten jetzt aufbrechen, sonst sind sie noch böse.«

Details

Seiten
97
Jahr
2021
ISBN (eBook)
9783738950120
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (Februar)
Schlagworte
redlight street casanova
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