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Circle-C-Ranch #44: Die Letzten von Fort Wells

2020 104 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Die Letzten von Fort Wells

Copyright

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Die Letzten von Fort Wells

Circle-C-Ranch Band 44

Western von Bill Garrett

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

 

Buster Tom und seine Männer von der Circle-C-Ranch werden in ein Gefecht mit Apachen unter ihrem Häuptling Red Cloud verwickelt und müssen fliehen. In Fort Wells hoffen sie auf Schutz und Hilfe. Dort herrscht jedoch gerade das Chaos, denn ein Offizier und eine ganze Anzahl von Soldaten wollen meutern. Der Kommandant des Forts muss eine Entscheidung treffen.

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author / Cover: Steve Mayer nach Motiven

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

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1

Red Cloud war im Begriff, das Land zwischen Tuba City und Prescott in Blut und Tränen zu ersticken. Die fünf Reiter von der Circle-C-Ranch, die eine kleine Herde nach Tuba City getrieben hatten und sich inzwischen wieder auf dem Rückritt befanden, starrten betroffen auf die noch rauchenden Trümmer der überfallenen Siedlung.

„Hier brauchen wir uns gar nicht aufzuhalten“, sagte Tom Copper, der Boss der Circle-C. Er war ein großer Mann von fünfzig Jahren, schon weiß, aber er saß immer noch so gerade im Sattel wie vor dreißig Jahren. Sein Gesicht war braun und von der Sonne gebrannt. Die Haut glich rissigem Leder. Tom Copper war sein Name. Doch in Arizona war er bei Weißen wie bei Roten als Buster Tom bekannt. Als Buster Tom, der allgewaltige Boss der Circle-C-Ranch.

„Das ist Red Clouds Handschrift“, sagte sein jüngster Sohn Jimmy wütend. „Warum die Armee diesen Bluthund nicht schafft? Wenn er nur wenigstens mit dem Red Cloud der Sioux etwas gemeinsam hätte. Der hier hat sogar den Namen gestohlen.“

Jimmy ähnelte seinem Vater. Bis auf das Haar. Im Gegensatz zu dem Alten besaß der Junge noch seine volle blonde Löwenmähne.

„Da fragst du besser mal die Armee“, erwiderte der Rancher rau. „Vielleicht ist der Sioux Red Cloud für diesen hier ein Vorbild, dass er sich selbst auch so genannt hat.“ Er brachte seinen Braunen in Gang. „Reiten wir weiter. Ich bin nicht scharf darauf, mich an einem tollwütigen Kerl wie diesem Red Cloud zu reiben. Im Gegensatz zum Red Cloud der Sioux, der ein wirklicher Indianerfürst ist, benimmt sich dieser hier wie ein Bandit.“

Jimmy und die drei Cowboys der Circle-C schlossen auf. Jimmy schaute immer wieder zurück. Erschlagene und erschossene Männer, Frauen und Kinder lagen wie hingemäht zwischen den Trümmern. Alle waren skalpiert worden. Aus den Leibern der Männer ragten Pfeile. Bis zu zwanzig Stück. Dabei waren sie zuvor von Red Clouds Horde gefesselt worden.

Buster Tom hielt plötzlich an. Er fiel seinem Braunen so hart in die Zügel, dass die Pferde der anderen erschrocken zur Seite sprangen, um den Braunen nicht zu rammen.

Keine halbe Meile von ihnen entfernt stand auf einmal ein Rudel Apachen. Eine Horde von über zwanzig Kriegern.

„Hui!“, raunte Hep, der untersetzte irische Feuerkopf. „Hier gibt es ja auf der Quadratmeile mehr Indianer, als ein räudiger Bastardhund Flöhe haben kann.“

„Well!“, brummte Jimmy. „Und die sind alle auf deine roten Locken verrückt.“

Hep Waller, Sohn irischer Einwanderer, und Jimmy Copper waren ein geradezu unzertrennliches Gespann auf der Ranch. Hep zog den Mund noch schiefer, als er ihm ohnehin gewachsen war, und sah seinen Freund grinsend an.

„Was ich auf der Birne habe, ist irisch-rot“, sagte er. „Und das ist teuer. Aber was ich im Rohr habe, das ist Staubzucker, und der ist billig und von mir preiswert zu vergeben.“ Er hob die Winchester und klopfte auf den Schaft.

„Hört auf, dummes Zeug zu reden!“, polterte Buster Tom. „Wenn ihr es noch nicht begriffen habt, es geht gleich ums Leben.“

Jimmy kochte vor Zorn, weil er den Anblick der massakrierten Siedlung nicht aus dem Kopf bekam. „Schwärmen wir aus und fassen diese Hundesöhne im Sitzen.“

Buster Tom sah sich um und blickte Jimmy in die Augen. „Das sind über zwanzig Mann. Und was die in den Schießprügeln haben, sind keine Pfannkuchen. du Narr.“

„Achtung!“, raunte Hep grimmig.

„Rührt euch nicht!“, zischte Buster Tom. „Die haben längst erkannt, dass wir ihnen die Entscheidung überlassen, ob gekämpft werden muss oder nicht. Wir greifen nicht an. Tun sie es, wenden wir uns nach Westen und versuchen, uns zum Fort Wells durchzuschlagen.“

Hep lud als erster die Winchester durch. „Die wollen sich etwas holen kommen“, knurrte er.

Jimmy grinste dürr. „Ja, irisch-rot!“ Sten und Mexico, die anderen beiden Cowboys, verloren kein Wort, blickten auf die Krieger und den breiten Rücken des Ranchers und hielten die Gewehre schussbereit in den Fäusten.

Da ritt einer der Apachen ein Stück auf sie zu und schüttelte drohend eine schwere Wurflanze gegen sie. Es war ein großer Kerl mit wilder Bemalung im Gesicht. Er ritt einen kleinen, verrückt gefleckten Pinto.

„Der wartet auf deine Antwort“, raunte Jimmy. „Er will, dass du dein Gewehr hebst.“

Buster Tom spie wütend aus und schaute aus schmalen Augen hinüber. „Genau das werde ich nicht tun. Wir sind schließlich nicht hier, weil wir Heldenruhm ernten wollen. Wir wollen nach Hause. Und zwar auf dem direktesten Weg.“

Er starrte spähend zu dem großen Krieger hinüber. In dessen langem schwarzen Schopf steckte eine einzelne Adlerfeder. Das war sein ganzer Schmuck. Er trug schenkelhohe Mokassins und lederne, fransenbesetzte Hosen. Sein eingefetteter nackter Oberkörper glänzte im Licht der aufgehenden Sonne.

„Red Cloud!“, sagte da Mexico leise. „Verdammt, das ist dieser Apachen Red Cloud, der den Sioux-Häuptling nachäfft!“

Buster Tom zuckte herum. „Bist du sicher?“

„Ja!“, zischte Mexico.

Buster Tom blickte wieder auf den Krieger und hob die Hand.

Doch die Apachen waren in der Übermacht und auf eine Geste des Friedens nicht angewiesen. Zudem hatten Red Clouds Horden jedem Weißauge den Tod geschworen.

Auf einen Schrei des großen Kriegers warfen sie ihre Mustangs vorwärts.

„Nach Westen!“, rief Buster Tom und trieb seinen Falben mit einem harten Schlag um die Hand.

Im gestreckten Galopp flohen die fünf Männer der Circle-C-Ranch vor den heranstürmenden Kriegern nach Westen. Die Indianer feuerten mit Gewehren, neuen Winchestern und alten Vorderladern, und sie schossen auch Pfeile ab. Dazu gellte den Weißen ihr Kriegsgeschrei in den Ohren. Die Hufe der jagenden Pferde weckten ein dumpfes trommelndes Geräusch aus dem von der Sonne hart gebackenen Sandboden. Staub stieg auf.

Die großen Rinderpferde der weißen Männer waren in den letzten Tagen und Wochen stark beansprucht worden. Die Ponys der Roten waren ausgeruht. Aber sie waren trotzdem nicht schnell genug.

So ließ der Elan der Verfolger bald nach. Zuerst hörten die Roten auf zu schreien. Dann stellten sie das Schießen ein. Bald hatten sie mächtig zu tun, um den Abstand zu ihren Feinden nicht ins Uferlose anwachsen zu lassen. Sie schlugen erbarmungslos auf ihre Mustangs ein, um den verhassten Weißen auf den Fersen zu bleiben.

Buster Tom sah sich immer wieder um. Die Roten waren fast außer Schussweite, und sie fielen noch weiter zurück.

„Dicht zusammenbleiben, Jungs!“, rief er den Männern zu. „Wir sind sie bald los. Wenn es wirklich dieser Red Cloud ist, wird er auch merken, dass der Wichtigeres zu tun hat, als uns bis nach Südarizona zu folgen.“

Aber da krachte noch einmal ein einsamer Schuss aus der Meute der Verfolger, und dieses Geschoss traf Jimmys Pferd.

Der Graue brach aus vollem Galopp heraus tot zusammen, und Jimmy ging kopfüber aus dem Sattel.

Die Apachen begannen sofort zu schreien und spornten ihre Mustangs noch einmal kräftig an.

Buster Tom, Hep, Mexico und Sten sahen Jimmy durch den Sand fliegen, rissen die Pferde herum und sprangen aus den Sätteln. Buster Tom rannte bis zu seinem Jungen zurück. Hep wich nach links aus. Mexico und Sten warfen sich hinter einen flachen Felsbrocken.

Mit einem Schlag begannen die Winchestergewehre der Weißen zu krachen. Auch Jimmy feuerte. Er hatte sich bei dem Sturz nicht verletzt.

Von Red Clouds Leuten stürzten sofort vier getroffen aus den Sätteln. Die anderen schwenkten nach links und rechts ab, brüllten wie die Teufel und schossen wie verrückt. Im Abreiten schlossen sie sich wieder zusammen. Dabei verloren sie noch einmal zwei Krieger. Hinter einer Felsgruppe hielten sie an, glitten von den Mustangs und schwärmten gegen die Stellung der Weißen aus. Von Deckung zu Deckung springend kamen sie zu Fuß wieder heran.

„Ich nehme Jimmy aufs Pferd!“, rief Hep.

Doch davon wollte Buster Tom nichts wissen. Heps erschöpfter Wallach würde das Tempo mit der doppelten Belastung nicht lange durchhalten. Er richtete sich auf und sah sich nach einem günstigeren Platz um.

Vierhundert Yard von ihnen entfernt ragte ein einsamer Talwächter aus dem Sand. Der Felsen war nicht sehr hoch. Aber die Wand, auf die Buster Tom blickte, hing über, so dass sie von oben her nicht angegriffen werden konnten, sollten sie dort Schutz suchen.

Buster Tom wies auf den Felsen. „Los, dort hinüber! Mexico, nimm die Pferde! Wir decken dich.“

Die Indianer erkannten die Absicht der Weißen. Sie bewegten sich schneller. Eine Gruppe von sechs Kriegern wich zur Seite aus, um die Weißen in der Flanke zu packen. Aber sie kamen zu spät.

Als einer von ihnen hinter dem toten Wallach in Deckung ging, hatten die Weißen die Felswand erreicht. Ein wütender Schusswechsel fand statt. Doch dann brach das Schießen von einem Augenblick zum anderen ab.

„Sie sind nur noch zwölf Mann“, sagte Jimmy zu seinem Vater. „Lassen wir sie getrost kommen. Wenn wir noch zwei von ihnen erwischen, werden die schon bemerken, wie hoch wir die Trauben gehängt haben.“

Buster Tom sah sich unbehaglich um. Sie hatten den Tag noch vor sich. Red Cloud war mit diesen Leuten nicht allein in der Gegend. Schon kurz nach Sonnenaufgang hatten sie Rauchsignale im Osten und Süden beobachten können. Der Rancher glaubte deshalb, dass es Red Cloud nicht schwerfallen würde, in kürzester Zeit Verstärkung heranzuholen. Außerdem konnte er sich sehr gut vorstellen, dass Red Cloud sie haben wollte, schon allein, um seinem Volk seine Starke zu beweisen. Es hatte ihn viel Mühe gekostet, einige Apachen-Stämme auf seine Seite und gegen die Weißen auf die Beine zu bekommen. Wenn er seinen Anhängern nicht fortgesetzt die eigene Kraft bewies, war sein Ruhm gefährdet. Fünf Weiße durften ihm deshalb schon gar nicht entkommen.

Buster Tom schätzte Red Clouds Situation jedenfalls so ein. Erst als er sich darüber klar geworden war, begann er über die eigene Lage nachzudenken.

Da stieg im Osten eine dünne Staubwand über die Hügel. Kurz darauf jagte ein Trupp von einem Dutzend Krieger von da oben herunter zu jener Felsformation herab, hinter der die Mustangs von Red Clouds Horde standen.

„Jetzt ist unsere Lage aber ziemlich mies“, sagte Jimmy zu seinem Vater.

Buster Tom fluchte. Mehr sagte er nicht.

 

 

2

Agenin lag auf dem Feldbett. Draußen schmetterten die Trompeten das Signal zum Appell. Aus allen Baracken strömten die Soldaten im Laufschritt heraus und rannten zum Flaggenmast, an dem die Fahne der Union im Morgenwind flatterte.

Lieutenant John Forster zog sich an.

Als er in die Jacke fuhr, trat er vor den Spiegel.

Er hatte das Kommando über eine Kompanie erhalten. Das hatte er gefeiert. Zuerst mit den Kameraden. Dann auf seine Weise. Mit Agenin.

„Du solltest jetzt gehen“, sagte er, während er im Spiegel ihren makellosen Körper betrachtete. „Die Ordonnanz wird gleich kommen, um hier aufzuräumen. Willst du, dass der Kerl dich mit hinausfegt?“

Sie lachte nur. „Das wäre vielleicht auch mal etwas.“

John Forster drehte sich gereizt um. „Du hast mich wohl nicht verstanden? Willst du mich um meinen Ruf bringen?“

„Ach!“, sagte sie und zog einen Schmollmund. „Und wer denkt an meinen Ruf? Dafür bist du wohl nicht zuständig, was?“

„Also bitte!“, brauste er auf. „Tu, was ich dir sage! Zieh dich an! Zieh dich an und verschwinde von hier!“

Sie schwang die ranken und schlanken Beine vom Feldbett und stand auf. „Du schmeißt mich also hinaus. Bin ich eine Dirne? – Das hätte ich wissen müssen.“

„Rede nicht solches Zeug! Ich will nur nicht, dass man dich hier sieht.“

Agenin zog sich an.

John Forster strich den Feldrock glatt und setzte den Hut auf. „Na also! Es geht nicht um mich. Um deinen Ruf geht es. Oder hast du nichts zu verlieren?“

Sie zog als letztes das Kleid über und trat auf ihn zu. „Ich liebe dich, John“, flüsterte sie und legte ihm von hinten die Arme um die Schultern. „Ich liebe dich mehr, als ich jemals einen Mann zuvor geliebt habe.“

Er machte sich von ihr frei. „Na, das waren wohl eine ganze Menge“, sagte er lächelnd.

Da ging die Tür auf. Captain McDaniel, der Kommandant von Fort Wells, betrat die Unterkunft. Als er die Frau erblickte, blieb er überrascht stehen.

„Eine Dame ist anwesend“, sagte Lieutenant Forster.

Der Captain salutierte. Agenin knickste spöttisch und ging an ihm vorbei aus dem Raum.

„Es tut mir leid, dass Sie das sehen mussten“, lächelte John Forster.

Sie waren Jahrgangskameraden. Zweifellos war der Captain der fähigere Soldat. Doch der Lieutenant war geistig reger, einfach intelligenter. Der Captain hatte es auf der Akademie mächtig schwer gehabt. Dort hatte Forster als der Gescheitere, als der Absolvent mit den besseren Leistungen, immer auf ihn herabgesehen. Hinzu kam der Standesunterschied. Der Lieutenant stammte aus einer reichen Washingtoner Familie. Der Vater des Captains war ein kleiner Farmer. Militärische Tradition zeichnete die Familie des Lieutenants aus. Der Vater des Captains allerdings war als hochdekorierter Sergeant aus dem Bürgerkrieg heimgekehrt. Nur deshalb hatte sein Sohn mit Hilfe eines Stipendiums die Akademie besuchen können.

Doch das waren nicht die einzigen Gegensätze, die zwischen ihnen standen. Agenin gehörte dazu.

Der Captain war in Agenin verliebt. Doch Agenin war dieser Mann zu still und zu ernst. Sie fühlte sich zu dem leichtlebigen Offizier aus gutem Haus hingezogen, ohne zu begreifen, dass er nur mit ihr spielte – sich mit ihr amüsierte, um das stinklangweilige Garnisonsleben in Fort Wells überhaupt ertragen zu können. Jedenfalls drückte er sich den Offizierskameraden gegenüber so aus. Ob der Captain anwesend war oder nicht.

Lieutenant John Forster ging zum Bett, um es zuzuschlagen, erwischte dabei – wie rein zufällig – Agenins Kopftuch, ließ es fallen, hob es auf und warf es dann achtlos auf einen Stuhl.

„Agenin ist nur eben mal auf einen Sprung hier gewesen“, erklärte er und grinste hämisch.

„Die Kompanien sind draußen angetreten!“, sagte Captain Dan McDaniel und verschränkte die Hände auf dem Rücken.

„Ich war im Begriff zu gehen, Captain, um meine Kompanie zu übernehmen!“, erwiderte Lieutenant Forster, trat auf die Tür zu und blieb vor seinem Kommandeur stehen.

„Ich habe mit Ihnen zu reden, Forster“, sagte Captain Dan McDaniel und trat ans Fenster.

„Zu Befehl, Captain!“

Der Captain sah sich kurz nach ihm um und blickte dann wieder hinaus. „Ich habe vor einer Stunde von unseren Spähern die Meldung erhalten, dass sich dieser Häuptling, der sich Red Cloud nennt, mit einer großen Streitmacht auf das Fort zu bewegt. Mit über tausend Mann. Doch alle Angaben sind zu vage. Ich muss eine Patrouille aussenden. Ich habe dabei an Sie gedacht, Forster. Sie sind immer noch Lieutenant. Es wäre eine Chance, sich auszuzeichnen. Ich lasse Ihnen freie Hand, wenn Sie mir nur eine exakte Meldung bringen. Die Stärke der Patrouille bestimmen Sie selbst. Sie können mit der gesamten C-Kompanie reiten.“

„Jetzt weiß ich, weshalb Sie mir die Kompanie gegeben haben“, lächelte Lieutenant John Forster eisig.

„Sie müssen den Auftrag nicht annehmen. Ich wollte nur …“

„Ich weiß, was Sie wollen, McDaniel!“, zischte der Lieutenant. „Sie wollen mich weg haben.“ Er wies zum Bett. „Damit so etwas nie wieder geschieht. Und vielleicht erwische ich auch eine Kugel. Direkt in den Kopf.“

Der Captain wandte sich um und starrte ihm in die Augen.

„Dann wäre der Weg zu Agenin für Sie frei!“, rief der Lieutenant mit rauer Stimme. „Aber so leicht, Captain, werde ich es Ihnen nicht machen.“

Wieder blickte ihm der Captain in die Augen. „Keiner ist so wie Sie dazu imstande, Agenins Ruf zu ruinieren. Deshalb wäre es vielleicht wirklich besser, Sie bekämen eine Kugel.“

Er wandte sich um und stapfte über die Schwelle.

„Captain!“, zischte Lieutenant John Forster und riss die Hacken zusammen. „Ich habe eine Meldung zu machen.“ Der Captain blieb stehen und machte noch einmal kehrt.

„Die Dame, Sir, ist von selbst und vollkommen freiwillig zu mir in die Unterkunft gekommen“, meldete Lieutenant John Forster mit spöttisch-schneidiger Stimme.

Der Captain holte Luft. Dabei wurden seine grauen Augen dunkel. „Ich sollte Sie hinausschicken, Lieutenant. Mit den miesesten drei Pfeifen aus Colemans Zug sollte ich Sie auf Patrouille schicken.“

„Sie sind der Kommandeur, Sir!“

„Das werde ich nicht tun“, krächzte die Stimme des Captains. „Aber ich werde in Ihre Akte eintragen, dass ich Ihnen in einem vertraulichen Gespräch die Führung dieser Patrouille angeboten habe, Sie es jedoch ablehnten, den gefährlichen Auftrag zu übernehmen. Ich werde auch noch hinzufügen, dass Sie mir keine Begründung angaben, und ich vermute, dass Sie Angst hatten.“

Damit wäre jeder Offizier in der Armee selbstverständlich erledigt gewesen. Doch das ließ den Lieutenant kalt. Er lächelte bloß.

„Ich muss bei der Armee nicht Karriere machen, wenn Sie das glauben, Captain. Mein Vater ist kein armer alter Farmer.“

„Sie verletzten meinen alten Vater und Agenin“, sagte Captain Dan McDaniel. „Dabei wollen Sie nur mich treffen. Aber um das offen zuzugeben, dazu sind Sie wirklich zu feige. Ich sage ja: Feigheit. Sie stammen aus einer großen Familie, Forster. Zugegeben! Aber das ist auch das einzige, dessen Sie sich rühmen können. In meinen Augen sind Sie der größte Versager, den diese große Familie jemals hervorgebracht hat, Lieutenant. Sie wissen, dass ich jetzt zum Revolver greifen könnte. Das Reglement gesteht es mir zu. Mit geschlossenen Augen ziehe ich meinen Dienstrevolver zehnmal schneller als Sie. Und mit geschlossenen Augen würde ich Sie auch treffen. Aber nein, Forster. Ich warte auf Red Cloud, denn ich will Sie kämpfen sehen. Sollte Red Cloud Fort Wells angreifen, erhalten Sie ein Kommando an meiner Seite, damit ich sehen kann, was passieren muss, damit Sie Ihr bisschen Leben mal wagen.“

Der Captain machte kehrt und stapfte über den Appellplatz auf Captain Varga zu, der schon bereit stand, um ihm das Bataillon zu melden, dessen A-Kompanie die Strafkompanie des Armeekorps war. Forster rannte über den Platz, überholte ihn und reihte sich ein.

Der schnauzbärtige Varga sah sich um, wartete, bis Forster seinen Platz eingenommen hatte, und riss dann die Hacken zusammen. Sein Kommando hallte über den Platz. Er wirbelte herum, stapfte dem Kommandeur entgegen und meldete das Strafbataillon und die Rekrutenkompanie angetreten.

Captain Dan McDaniel bedankte sich, ließ die Soldaten rühren und rief die acht Offiziere zu sich.

„Ich habe die Nachricht erhalten, dass Red Cloud auf das Fort im Anmarsch ist“, eröffnete er den versammelten Offizieren. „Das sind aber auch schon alle Angaben, die ich besitze. Ich bin entschlossen, Red Cloud eine Patrouille entgegenzuschicken, um genaue Informationen zu bekommen. Es ist keine leichte Aufgabe. Ich rechne deshalb damit, dass sich einer von Ihnen dazu freiwillig meldet.“

Bewegung entstand. Aber die Offiziere sahen sich nur an. Keiner meldete sich. Lieutenant John Forster starrte dem Captain in die Augen – und grinste.

Der Blick des Kommandeurs glitt über seine Offiziere. „Mir können Sie das antun, aber nicht der Armee!“, zischte er.

„Ich würde das Kommando sofort übernehmen“, schnarrte Captain Varga gereizt. „Aber die Hundesöhne, die ich in der Company habe, würden mich alle im Stich lassen. Ich wäre noch nicht einmal außer Sichtweite des Forts, da hätte ich nur noch die halbe Kompanie um mich versammelt. Vielleicht nicht einmal das.“

Ein vierzigjähriger, aus dem Mannschaftsstand kommender Lieutenant stand stramm. „Ich übernehme den Auftrag mit meinen Rekruten.“

„Sie sind ja verrückt!“, zischte Captain Dan McDaniel. „Die Rekruten sind bei dem derzeitigen Ausbildungsstand allenfalls auf den Wehrgängen über den Palisaden zu gebrauchen. – Varga, haben Sie nicht eine Handvoll zuverlässiger Leute?“

„Nein, ich verfüge nur über Tagediebe und Strauchritter. Aber ich kann eine Patrouille aus Unteroffizieren zusammenstellen. Mehr als sechs Mann würde ich nicht brauchen. Doch die Züge, die ohne Vorgesetzte zurückbleiben, müsste ich geschlossen in die Arrestzellen sperren.“

„Die zuverlässigsten Leute stecken in der C-Kompanie“, sagte einer.

Alle blickten John Forster an. Nur Captain Dan McDaniel nicht. „Die C-Kompanie ist der Kern des Bataillons“, schnarrte er. „Deshalb bleibt sie im Fort. – Varga, versetzen Sie das Fort in Verteidigungsbereitschaft. Wir werden eben auf Red Cloud warten.“

„Das ist etwas anderes“, sagte Varga. „Hier, eingeschlossen, und wenn es um die eigene Haut geht werden meine Leute schon kämpfen. – Das hoffe ich jedenfalls.“

„Lassen Sie die Mannschaften wegtreten“, sagte Captain McDaniel. „Melden Sie mir in einer Stunde Vollzug.“

Varga salutierte. „Zu Befehl, Sir! Was ist mit den Siedlern? Wir müssen ja das Tor schließen.“

Captain McDaniel sah John Forster an. „Die Siedler können ins Fort und bekommen einen Platz auf dem Schießstand zugewiesen. Aber das werde ich selbst verfügen. Die C-Kompanie stellt die Wachen zur Absperrung, damit sich nicht einer unserer Männer an die Frauen heranmacht. Sie erteilen den Posten Schießbefehl, Lieutenant.“

Lieutenant John Forster salutierte, ein spöttisches Grinsen in den Augenwinkeln. „Zu Befehl, Sir!“

Captain Dan McDaniel wandte sich ab, ging zur Kommandantur, ließ sich von einer Ordonnanz sein Pferd satteln und verließ das Fort.

Die Siedler, die sich vor Red Cloud in den Schatten des Forts geflüchtet hatten, lagerten unterhalb des Forts am Ufer des Creeks, der das kleine Tal in seiner ganzen Länge zerschnitt.

Captain Dan McDaniel ritt an Sam Huskins Wagen und stieg aus dem Sattel. Die Ankunft des Fortkommandanten war niemandem verborgen geblieben. Auch Agenin nicht. Die Leute strömten zusammen und warteten in respektvoller Entfernung vor Huskins Wagen.

Agenin kam aus dem Zelt und nahm ihm das Pferd ab. Dabei vermied sie es, ihn anzusehen.

„Guten Morgen“, sagte er und nahm die Hand kurz an den Feldhut. „Ich muss mit Ihrem Vater reden.“

Da erschien der alte Huskin schon. „Welche Ehre, Captain!“, rief er lachend.

„Lassen Sie das, Mr. Huskin! Die Apachen sind mit tausend Kriegern im Anmarsch auf das Fort. Lassen Sie zusammenpacken!“

Huskin starrte ihn erschrocken an. „Sind sie schon nah?“

Der Captain zuckte die Schultern. „Es wird wohl besser sein. Sie beeilen sich!“ Er trat auf ihn zu und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Huskin, Sie wissen, aus welchen Männern die Besatzung besteht. Ich werde Ihnen und Ihren Leuten einen Fleck auf dem Schießplatz anweisen. Sie bekommen eine eigene Wasserleitung. Heben Sie eine Latrine für Ihre Leute aus. Ich möchte nicht, dass die Soldaten mit Ihren Leuten in Berührung kommen.“

„Wegen der Mädchen und Frauen, ich verstehe.“

„Eben!“, nickte der Captain. „Gehen Sie jetzt, und informieren Sie die Leute.“

Sam Huskin wandte sich sofort ab. Der Captain ging zu seinem Pferd, das Agenin immer noch hielt.

„Denken Sie nicht zu schlecht von mir“, sagte sie und sah ihn offen an. „Ich liebe den Lieutenant, und wir werden heiraten.“

Captain Dan McDaniel blickte mitleidig auf das kleine Zelt und den alten Wagen. Dabei dachte er an John Forsters große und traditionsreiche Familie, von der das Mädchen nicht die geringste Vorstellung besaß.

Er nahm ihr die Zügel aus den Händen, schmale braune Hände mit glatter Haut, und sah sie an. „Dieser Lieutenant … lassen wir das. Ich wünsche Ihnen jedenfalls Glück, Agenin. Ich danke Ihnen auch für die Stunden, die Sie mir gewidmet haben.“

„Ach, das war doch nicht der Rede wert.“

„Leider!“, sagte er und schwang sich aufs Pferd.

Da fielen Alarmschüsse im Fort. Der Captain reckte sich im Sattel und blickte nach Westen. Doch die Schüsse galten nicht Red Cloud.

Ein Meldereiter kam angesprengt, riss das Pferd vor dem Kommandeur in den Stand und salutierte. „Meuterei, Sir! Meuterei im Fort. Die A-Kompanie rebelliert. Die Männer haben ihren Captain und sämtliche Dienstgrade in den Unterkünften überwältigt und sie dort als Geiseln festgenommen. Die Kompanie will das Fort verlassen. Sir, bevor Red Cloud da ist.“

Wieder fielen Schüsse. Im Fort wurde gekämpft.

Der Captain setzte dem Braunen die Sporen ein und jagte ihn vorwärts.

Der alte Lieutenant empfing ihn am Tor. Ein Wachsoldat nahm ihm das Pferd ab. Der Captain blickte in das Fort hinein. Die Rekruten des Lieutenants hatten die Baracken der A-Kompanie umstellt.

„Wenn ihr schießt, ihr Schweine, drehen wir euch die Hälse um!“, riefen die Meuterer den Rekruten zu, die ausnahmslos mit klopfenden Herzen dastanden und nicht wussten, wie sie sich zu verhalten hatten. Den Befehl hatten sie von ihrem Offizier bekommen. Doch die Männer in den Baracken der A-Kompanie waren schließlich ihre Kameraden.

„Soll ich feuern lassen?“, fragte der Lieutenant, nachdem er Meldung gemacht halte.

„Wo ist Lieutenant Forster?“, wollte Captain McDaniel wissen. „Hat er seine Kompanie noch in der Hand?“

„Lieutenant Forster geht von Unterkunft zu Unterkunft, um seine Männer zu beruhigen!“, meldete einer der umstehenden Sergeanten.

„Wer wird als Geisel festgehalten?“

„Captain Varga und Lieutenant Benson, Sir!“, meldete der alte Lieutenant. „Und die Sergeanten und Corporals der Kompanie, soweit sie nicht beteiligt sind.“

Nicht Lieutenant Forster war erledigt, den er mit einer tadelnden Eintragung in die Personalakte hatte vernichten wollen, sondern er. Meuterei unter seinem Kommando! Das war der Karriere eines Offiziers noch abträglicher als Feigheit vor dem Feind.

„Wer ist der Anführer der Meuterer?“

„Ein ehemaliger Sergeant, der wegen Trunkenheit degradiert worden ist“, gab der alte Lieutenant Auskunft. „Er heißt Blood.“

Der Captain schnallte das Koppel samt Degen und Dienstrevolver ab und reichte es dem Lieutenant.

„Ziehen Sie die Rekruten zurück, Lieutenant, ich werde mit Blood reden.“

Da kam John Forster. „Wollen Sie verhandeln, Sir?“

„Ja!“, erwiderte der Captain.

„Mit Meuterern verhandelt ein Offizier nicht!“, zischte John Forster.

Der Captain starrte ihn wütend an. „Hier unterliegt das nicht Ihrer Entscheidung.“

„Die C-Kompanie gehorcht!“, sagte Lieutenant John Forster. „Die Männer wollen zwar nicht auf die eigenen Kameraden schießen. Aber sie halten die Ställe besetzt und feuern, wenn sie angegriffen werden. Ich habe den Leuten klarmachen können, dass wir gegen Red Cloud nur im Fort eine Chance haben. Die Meuterer sind damit erledigt. Handeln Sie nicht im Übereifer!“

„Sollte mir etwas zustoßen“, wandte sich Captain McDaniel an den alten Lieutenant, „dann übernehmen Sie das Kommando über Fort Wells, Baker.“

„Zu Befehl!“, schnarrte Baker und salutierte.

Captain Dan McDaniel setzte sich langsam auf die Baracken der A-Kompanie zu in Bewegung. Hinter Türen und Fenstern konnte er die Soldaten stehen sehen. Sie blickten ihm entgegen, gespannt, die Gewehre in den Fäusten.

Plötzlich krachte ein Schuss. Dem Captain flog der Feldhut vom Kopf. Er blieb sofort stehen.

„Halt!“, bellte ihm eine Stimme entgegen. „Das ist weit genug.“

„Blood, kommen Sie heraus!“, rief der Captain.

Eine Tür ging. Ein alter Soldat trat ins Freie. Er grinste und zog sich die Mütze in die Stirn.

„Wir wollen raus hier, Captain. Bevor Red Cloud kommt. Fort Wells ist ein verdammt altes Fort. Wenn tausend Rote angreifen, ist es nicht zu halten. Und Sie wissen das so gut wie wir.“

„Lassen Sie die Banditen zusammenschießen!“, schrie da Captain Varga in der Baracke. „Nehmen Sie auf uns keine Rücksicht. Lassen Sie …“

Der Captain starrte Blood in die Augen.

Blood grinste und wies über die Schulter. „Sie haben ihm schon das Maul gestopft.“

„Sie scheinen verdammt sicher zu sein, dass ich auf das Leben der Geiseln Rücksicht nehme!“, bellte der Captain. „Wir werden kämpfen!“

„Die anderen Kompanien stehen nach wie vor unter dem Kommando ihrer Offiziere.“

„Wir werden kämpfen!“, fauchte Blood. „Es ist Wahnsinn, sich Red Cloud hier stellen zu wollen.“

„Das können Sie nicht entscheiden, Blood!“

„Ich habe in der Armee genug Erfahrung gesammelt. Ich habe alle großen Indianerkriege mitgemacht, McDaniel.“

„Sprechen Sie mich gefälligst mit meinem Rang an!“

„Auf Ihren Rang pfeife ich! Lassen Sie die Ställe der A-Kompanie räumen, oder wir werden alle Offiziere und Dienstgrade erschießen, die wir gefangen halten.“

„Danach werden wir euch hängen!“, versetzte der Captain.

„Wir sind alles altgediente Soldaten. Aus den Rekruten, auf die Sie so zu setzen scheinen, aus denen machen wir Hackfleisch. Aber die werden sich wohl zuvor alle in die Hosen machen.“

„Blood, nehmen Sie Vernunft an!“

„Sie werden Vernunft annehmen, McDaniel!“, bellte Blood. „Räumen Sie die Ställe, damit wir satteln und ausrücken können, oder Sie werden alles Weitere zu verantworten haben. Und ich schwöre Ihnen, es wird verdammt schweres Marschgepäck für Sie sein.“

„Wie viel Gefangene haben Sie?“

„Zehn!“

„Gut! Lassen Sie die Männer frei. Dann kann die Kompanie abrücken.“

„Zu Pferde?“

„Zu Pferde!“

„Ich habe Ihr Wort als Offizier?“

„Sie haben es.“

Blood drehte sich um. „Jesse, lasst sie heraus!“

Im Fort herrschte eine Ruhe, als wäre es ein Friedhof. Jetzt schon. Nach einer Weile tauchte Captain Varga auf. Mit gefesselten Händen und zerfetzter Uniformjacke. Die Meuterer hatten ihm die Rangabzeichen heruntergerissen. Hinter ihm kam der Lieutenant zum Vorschein.

Dann erschienen die Sergeanten und Corporals.

Captain McDaniel machte auf der Stelle kehrt und lief zum Wachlokal zurück. „Lieutenant Forster, ziehen Sie Ihre Männer von den Ställen der A-Kompanie zurück.“

„Sie werden sich doch nicht an Ihr Wort, das Ihnen abgepresst worden ist, gebunden fühlen, Captain?“, zischte Lieutenant John Forster.

Details

Seiten
104
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783738947328
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (November)
Schlagworte
circle-c-ranch letzten fort wells

Autor

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Titel: Circle-C-Ranch #44: Die Letzten von Fort Wells