Lade Inhalt...

Ein Jack Braden Thriller #22: Ein Toter für Mister Finch

2020 116 Seiten

Zusammenfassung


Eine Leiche im Wohnzimmer. Stuart Finch, der berühmte Schauspieler will nicht die Polizei rufen, um einen Skandal zu vermeiden. Stattdessen versucht er Privatdetektiv Jack Braden zu engagieren. Doch dann ist die Leiche wieder verschwunden, nur ein Feuerzeug bleibt zurück. Jack ist plötzlich interessiert und kommt einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur.

Leseprobe

Table of Contents

Ein Toter für Mister Finch

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

Ein Toter für Mister Finch

Ein Jack Braden Thriller #22

von Cedric Balmore

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 116 Taschenbuchseiten.

Eine Leiche im Wohnzimmer. Stuart Finch, der berühmte Schauspieler will nicht die Polizei rufen, um einen Skandal zu vermeiden. Stattdessen versucht er Privatdetektiv Jack Braden zu engagieren. Doch dann ist die Leiche wieder verschwunden, nur ein Feuerzeug bleibt zurück. Jack ist plötzlich interessiert und kommt einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur.

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© by Author

© COVER FIRUZ ASKIN

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Folge auf Twitter

https://twitter.com/BekkerAlfred

 

Zum Blog des Verlags geht es hier

https://cassiopeia.press

Alles rund um Belletristik!

Sei informiert über Neuerscheinungen und Hintergründe!

 

 

 

Die Hauptpersonen des Romans:

Stuart Finch – Schauspieler, doch eine Rolle als Mörder mag er nicht.

Cynthia Fairfield – seine Frau, leider auch seine Rivalin um Ruhm und Geld.

Melvin Douglas – ein Toter, der aber wenigstens sein Feuerzeug noch zurückhaben möchte.

Mike Flapper – ein Gangster, dem zu viel daneben geht.

Prof. Hugh Brendan – mit Raketentechnik beschäftigt, bis man ihn selber abschießt.

Jack Braden und sein Team stecken diesmal allerhand ein. Inklusive eines gesalzenen Honorars.

 

 

1

Der Mann hatte einen Goldzahn.

Der Zahn war nicht das einzige Stück Metall in seinem Körper.

Sieben Zentimeter oberhalb des Goldes befand sich ein Klumpen Blei. Er war noch nicht sehr lange dort, aber er hatte seine Wirkung getan.

Der Mann war tot.

Als Stuart Finch ihn entdeckte, war der Mann schon steif und starr. Der Tote hatte die Augen und den Mund geöffnet. Er sah ein wenig erstaunt aus, als begriffe er nicht, wie er in diese Lage gekommen sei.

Stuart Finch zog sich einen Stuhl heran. Er setzte sich.

Er hatte nicht erwartet, beim Nachhausekommen einen Toten in seiner Wohnung vorzufinden. So etwas passiert in Romanen. Oder im Film. Aber nicht im Leben.

In dem Goldzahn fing sich der Widerschein der Deckenbeleuchtung. Die Spiegelung war real, der Zahn war real, und der Tote war es auch. Stuart wurde es übel. Als er daran dachte, dass er jetzt die Polizei rufen musste, nahm seine Übelkeit zu.

Nein, das ging nicht. Nicht die Polizei!

Aber wie, zum Teufel, war der Tote in die Wohnung gekommen?

Hatte man ihn hier umgebracht?

Stuart schaute sich um. Alles stand und lag an seinem Platz. Keine Kampfspuren, nichts.

Gerechter Himmel, dachte Stuart. Das muss ausgerechnet mir passieren! Ein Toter in meiner Wohnung.

Er schaute auf seine Uhr.

Drei Uhr. Bald würde der Morgen heraufdämmern.

Seit wann lag der Tote hier?

Gegen acht bin ich weggegangen, überlegte Stuart. Im Unterbewusstsein registrierte er erleichtert, dass seine Ruhe zurückkehrte. Der Schock flaute ab. Niemand hatte ihn beim Betreten des Hauses gesehen. Er konnte also seine Entschlüsse mit klarem Verstand fassen. Die Zeit drängte nicht.

Plötzlich schrillte das Telefon.

Stuart zuckte zusammen. Er starrte den Apparat an. Wer rief ihn frühmorgens um drei an? Was hatte das zu bedeuten?

Er stand auf. Seine Knie waren zittrig. Das ärgerte ihn. Ehe er den Hörer abnahm, umwickelte er ihn mit seinem Taschentuch. Das hatte er mal im Film gesehen.

„Ja?“, meldete er sich mit belegter Stimme.

„Bist du endlich zu Hause?“ fragte am anderen Ende der Leitung eine ungeduldige, leicht verärgert klingende weibliche Stimme. „Seit Stunden versuche ich, dich zu erreichen!“

Stuart schluckte. Cynthia, seine Frau! Das hatte ihm gerade noch gefehlt. „Ich war mit Jack unterwegs“, log er.

„Mit Jack Brinkley?“

„Ja“, sagte er.

Schließlich konnte er ihr nicht erklären, dass er Grace Burns ausgeführt hatte.

Grace, Cynthias schärfste Rivalin!

Und ausgeführt war auch kaum der richtige Ausdruck; er hatte Grace in ihrer Wohnung besucht. Sie hatten eine Tasse Tee getrunken, und ein paar Whiskys – eigentlich war es sehr nett gewesen. Viel zu nett.

„Jack Brinkley, so, so“, sagte Cynthia.

Er hörte es ihrer Stimme an, dass sie ihm nicht glaubte.

Ihm dämmerte, dass es falsch gewesen war, Jack Brinkleys Namen zu nennen. Jack Brinkley würde ein miserabler Lügner sein. Er konnte nicht schwindeln. Im Übrigen war er Wachs in Cynthias Händen, er liebte und bewunderte sie.

Cynthia wusste das. Sie war eifersüchtig. Ganz gewiss würde sie Jack fragen. Sie würde wissen wollen, was Jack und er unternommen hatten, wo sie gewesen waren, und was sie an der Bar getrunken hatten.

„Sag mal – rufst du an, um mich zu kontrollieren?“, fragte er und war bemüht, seine Stimme heiter-ironisch klingen zu lassen. Er merkte, dass ihm das nur unvollkommen gelang.

„Unsinn“, erwiderte Cynthia. „Ich wollte dich nur informieren, dass ich schon heute zurückkomme.“

„Heute?“ Er hatte Mühe, nicht ins Stottern zu geraten.

„Du scheinst dich ja mächtig auf meine Rückkehr zu freuen!“, sagte sie.

„Aber Schätzchen!“, sagte er vorwurfsvoll. „Da gibt es doch gar keine Frage! Ich bin nur überrascht. Ich denke, du wolltest zwei Wochen bei deiner Mutter bleiben?“

„Ja, das war meine Absicht. Ich habe es mir anders überlegt. Ich langweile mich hier. Eine Woche Land ist bereits zu viel für mich.“

„Du weißt, wie deine Mutter sich auf deinen Besuch gefreut hat!“

„Mama versteht mich. Im Übrigen war es unklug von mir, gerade jetzt von New York wegzugehen. Du weißt, wie scharf Grace Burns hinter meiner Rolle her ist.“

Sein Mund wurde trocken. „Das kannst du ihr nicht verübeln. Sie ist jung und talentiert.“

„Du verteidigst sie noch?“, unterbrach Cynthia wütend. „Sie ist ein intrigantes und gefährliches Geschöpf!“

„Am Theater intrigieren alle“, meinte er. „Das gehört nun mal dazu – leider!“

„Ich habe niemals intrigiert“, sagte Cynthia.

„Du bist anders“, bescheinigte er ihr. Er blickte auf den Toten. Lieber Himmel – die Zeit verstrich! Fast schien es ihm so, als hätte sich der Gesichtsausdruck des unbekannten Toten verändert. Grinste er höhnisch? Unsinn, dachte Stuart, das liegt nur an dem verdammten Goldzahn.

„Wirst du mich vom Flugplatz abholen?“, fragte Cynthia.

„Aber das ist doch selbstverständlich!“

„Ich komme mit der Nachmittagsmaschine der PAA von Cincinnati. Sie trifft um sechzehn Uhr dreizehn in Idlewild ein.“

„Ich bin pünktlich zur Stelle.“

„Es kann nicht schaden, wenn du ein paar Reportern Bescheid sagst“, meinte sie.

Stuart grinste matt. Cynthia vergaß nie, an die Publicity zu denken. Klappern gehört zum Handwerk. Das hatte sie von ihrem Manager gelernt. „Liebling – schließlich kommst du von keiner Weltreise zurück“, sagte er.

„Was spielt das für eine Rolle? Tu, worum ich dich bitte.“

„Okay“, seufzte er.

„Sag, dass du dich freust!“

„Ich freue mich.“

„Ich auch, Liebling – bis heute Nachmittag. Schlaf gut!“

Er legte auf.

Schlaf gut – damit würde es noch ein Weilchen Zeit haben.

Zehn Minuten nach drei. Die Zeiger rückten unbarmherzig vorwärts. Stuart spürte, dass er nervös wurde. In einer halben Stunde würde es hell sein. Wenn er den Toten aus der Wohnung schaffen wollte, musste er es jetzt tun.

Stopp, erst musste er Jack anrufen.

Bei Cynthia konnte man nie wissen, wozu sie sich entschließen würde. Vielleicht rief sie noch jetzt bei Jack an. Er musste ihr zuvorkommen.

Er wählte Brinkleys Nummer. Es dauerte einige Zeit, bevor Jack sich meldete. Seine Stimme klang verschlafen, als er seinen Namen murmelte.

„Ich bin‘s Stuart. Du musst mir einen Gefallen tun.“

„Bist du noch zu retten?“, unterbrach ihn Jack. „Weißt du, wie spät es ist?“

„Ich bin gerade nach Haus gekommen. Cynthia hat angerufen. Ich habe ihr gesagt, dass ich mit dir aus war.“

„Na, und? Wo warst du wirklich?“

„Das erzähl ich dir später. Du darfst dich nicht verquatschen, hörst du?“

„Na, erlaube mal!“, meinte Jack beleidigt. „Habe ich dich schon einmal im Stich gelassen?“

„Nein, deshalb habe ich mich ja auf dich berufen. Wir waren zusammen im Stork Club, okay?“

„Okay, im Stork Club.“

„Vorher haben wir bei Pattieux gegessen. Ein Chateaubriand, klar?“

„Klar.“

„Kannst du dir das merken?“

„Du scheinst mich für einen Kretin zu halten!“, sagte Jack vorwurfsvoll.

„Erst bei Pattieux und dann im Stork Club“, wiederholte Stuart. „Vielen Dank und gute Nacht.“

„He, Moment mal!“, rief Jack. „Weshalb hast du‘s denn auf einmal so eilig?“

„Ich möchte noch eine Mütze voll Schlaf bekommen.“

„Du machst mir Spaß!“, sagte Jack. „Erst trommelst du mich aus dem Schlaf, und dann denkst du an deine eigene Bequemlichkeit.“ Er kicherte. „Das werde ich dir versalzen! Jetzt halte ich dich ein wenig wach.“

Stuart unterdrückte den aufsteigenden Ärger. Lief denn alles schief? „Willst du mir Witze erzählen?“ fragte er.

„Kein übler Gedanke“, meinte Jack Brinkley. „Vielleicht kennst du den noch nicht.“

„Deine Witze kenne ich alle“, sagte Stuart grob. „Gute Nacht.“ Er legte auf.

Dann holte er tief Luft. Viertel nach drei. Hatte er vor wenigen Minuten noch geglaubt, dass die Zeit nicht drängte? Das war ein Irrtum gewesen. Jetzt galt es zu handeln. Und zwar rasch.

Dabei gab es so viele Fragen, die zu berücksichtigen waren!

Wohin mit dem Toten?

Ich lege ihn irgendwo ab, dachte er. Am Straßenrand, das ist am einfachsten.

War es wirklich so einfach?

Erst musste er den Toten aus dem Haus tragen. Damit begannen die Schwierigkeiten. Der Unbekannte war groß und schwer. Man konnte ihn bei dem Transport beobachten … Die Stadt hatte tausend Augen. Hier und anderswo. An jeder Stelle. Zur Tages- und Nachtzeit.

Und im Übrigen war er ein Mann, den man kannte.

Lächelte sein markantes Profil nicht gerade jetzt von unzähligen Plakaten herab? Seine letzte Filmrolle war ein Erfolg gewesen.

Ein großer Erfolg.

Er konnte jetzt, wo es aufwärts ging, keinen Skandal brauchen.

Natürlich bestand die Möglichkeit, den Toten in einen seiner großen Koffer zu packen – obwohl das, wie ihm klar war, im Zustand der Leichenstarre ein schwieriges Unterfangen sein würde.

Außerdem konnte er den Toten nicht in dem Koffer lassen.

Sollte er an einer Straßenecke im Morgengrauen einen Toten aus dem Koffer packen?

Kalter Schweiß trat auf seine Stirn.

Oder sollte er den Toten aufs Land fahren?

Aber dort würde man ihn vielleicht erst nach Wochen entdecken, und die Polizei hatte dann kaum eine Chance, den Mörder zu finden.

Der Mörder!

Stuart atmete schwer. Warum hatte er ganz vergessen, an den Täter zu denken?

Wenn die Polizei den Mörder eines Tages verhaften und zu einem Geständnis veranlassen sollte – was würde dann aus ihm und seiner Karriere werden?

Er meinte die Schlagzeilen förmlich vor Augen zu sehen.

Stuart Finch versteckte Ermordeten.

Stuart Finch tarnte Verbrechen.

Schauspieler oder Komplice eines Mörders?

Ihm wurde es erneut übel. Nein, er konnte es sich nicht leisten, den Toten aus dem Haus zu schaffen. Das konnte zum Bumerang werden.

Andererseits konnte der Tote nicht hier bleiben!

Das Telefon schrillte.

Stuart nahm den Hörer ab und meldete sich.

„Hast du schon geschlafen?“, fragte Jack Brinkley kichernd.

„Idiot!“, knurrte Stuart und schmetterte den Hörer auf die Gabel zurück.

In diesem Moment hatte er einen Einfall.

Er war es gewohnt, andere für sich arbeiten zu lassen. Warum sollte er in diesem diffizilsten Fall, dem er jemals begegnet war, die Entscheidung selber übernehmen?

Wozu gab es tüchtige Privatdetektive, die einem die Sorgen abnahmen?

Er legte die Stirn in Falten. Er erinnerte sich, erst kürzlich bei einem Gespräch den Namen eines solchen Mannes gehört zu haben. Man hatte die enorme Tüchtigkeit des Burschen gelobt – es war ein Name gewesen, der sich leicht einprägte.

Jetzt hatte er ihn. Jack Braden!

Stuart durchblätterte das Telefonbuch. Dann wählte er die Privatnummer des Detektivs.

Jack Braden meldete sich sofort mit einer frischen, elastischen Stimme.

„Haben Sie nicht geschlafen?“, wunderte sich Stuart, überrascht von der prompten und munteren Reaktion.

„Doch – warum?“

„Sie machen den Eindruck, als wären Sie seit vielen Stunden munter.“

„Ich bin ein besonders munterer Knabe, wissen Sie“, sagte Jack Braden spöttisch. „Wer spricht dort?“

„Den Namen kann ich Ihnen jetzt nicht nennen. Ich habe einen Fall für Sie.“

„Nicht zu machen.“

„Sie wissen ja noch gar nicht, worum es geht“, meinte Stuart enttäuscht.

„Mit anonymen Anrufern verhandle ich nicht“, sagte Jack Braden freundlich.

„Kann ich zu Ihnen kommen?“

„Das steht Ihnen frei. Sie erreichen mich ab neun Uhr in meinem Büro. Ich würde Ihnen empfehlen, sich vorher anzumelden. Sie wenden sich am besten an Miss Barris. Das ist meine Sekretärin.“

„Ist sie wenigstens hübsch?“, fragte Stuart spöttisch. „Ich bin beim Film, wissen Sie. Wir haben erst kürzlich eine Privatdetektiv-Serie abgedreht. Die Sekretärin hätten Sie sehen müssen! Einfach unwahrscheinlich.“

„Nicht halb so unwahrscheinlich wie Sunny“, sagte Jack Braden.

„Wie bitte?“

„Nichts. Ich hoffe, es macht Ihnen nichts aus, wenn ich das Gespräch jetzt abbreche.“

„He, einen Augenblick noch!“, rief Stuart erschrocken. „Ich kann nicht bis neun Uhr warten. Ich muss Sie jetzt sprechen!“

„Wie ist Ihr Name?“

„Finch“, sagte Stuart zögernd.

„Stuart Finch?“

„Ja.“

„Mein Beileid“, sagte Jack. „Sie sind ein miserabler Schauspieler.“

„Vielen Dank – hoffentlich habe ich mich nicht an einen miserablen Detektiv gewandt“, konterte Stuart wütend.

„Wenn Sie die Höhe des Honorars erfahren, für das ich zu arbeiten gewillt bin, werden Sie mir zugestehen, dass ich Sonderklasse sein muss.“

Stuart Finch lachte kurz und unlustig. „Wenn es darum ginge, hätte ich für meinen letzten Film einen Oscar verdient. Ich habe für die Hauptrolle immerhin eine halbe Million Dollar kassiert.“

„Ganz so teuer bin ich nicht.“

„Wie beruhigend! Wo wohnen Sie?“

„241 East 74th Straße.“

„Das ist nicht weit von mir entfernt. In zehn Minuten bin ich bei Ihnen. Einverstanden?“

„Einverstanden“, sagte Jack Braden.

 

 

2

Stuart Finch schaffte es tatsächlich in genau zehn Minuten, das achtgeschossige Apartmenthaus zu erreichen, wo Jack Braden im dritten Stockwerk ein Büro und in der vierten Etage eine ultramoderne Wohnung besaß. Jack empfing den Besucher in seiner Wohnung.

Er war fix und fertig angezogen. Die jungenhafte Liebenswürdigkeit, mit der er Finch begrüßte und in das große Wohnzimmer geleitete, schien keine Verbindung zu der ironischen Kratzbürstigkeit zu haben, die er am Telefon gezeigt hatte.

Finch blickte sich kurz im Wohnzimmer um. Er musterte die geschickte Zusammenstellung von Alt und Modern. Die sachlich gehaltenen Teakmöbel bildeten einen angenehmen Kontrast zu einigen wertvollen Antiquitäten. In einem gläsernen Eckschrank befand sich kostbares Porzellan. An einer Wand war eine Pistolensammlung aufgehängt.

„Sie haben einen guten Innenarchitekten“, stellte Finch fest.

„Er ist nicht gerade billig“, sagte Jack.

„Wie heißt er?“

„Jack Braden.“

„Meinen Glückwunsch. Sie haben Geschmack.“ Finch schaute Braden an. „Leider haben Sie keine Ahnung, wie man rasch zu Geld kommt.“

„Das müssen Sie mir schon näher erklären.“

„Sie sehen blendend aus. Sie haben einen wirklich guten Kopf. Genau wie ich.“

„Sie sind kein bisschen eitel, was?“

Stuart zuckte die Schultern. „Sie haben vorhin am Telefon behauptet, dass ich ein miserabler Schauspieler sei. Das stimmt. Ich habe kein Talent. Aber ich habe einen Kopf, der den Frauen gefällt. Ich bin kein übler Sprecher. Und mein Lächeln verkauft sich gut. Wenn Sie auf Draht wären, mein Lieber, würden Sie auf die gleiche Weise Geld machen. Es ist wirklich nicht schwer. Als Detektiv können Sie nicht annähernd soviel verdienen.“

„Ich will es mir überlegen“, sagte Jack. „Wollen Sie nicht Platz nehmen?“

Stuart setzte sich. Er stellte fest, dass Braden ihm gefiel. Ein Mann mit Lebensart und Witz; offensichtlich selbstsicher und recht gewandt – vielleicht war er genau der Richtige, um mit dem Problem fertig zu werden.

„Was würden Sie tun, wenn Sie nach Hause kämen, und in Ihrer Wohnung läge ein Toter?“

„Ich würde vermutlich die Polizei anrufen“, sagte Jack. „Einen Whisky gefällig?“

„Nur wenn Sie mir versprechen, ihn nicht mit Wasser zu ruinieren“, meinte Stuart.

Jack füllte zwei Gläser. Eines davon reichte er dem Besucher. „Kennen Sie den Toten?“, fragte er.

„Nein“, erwiderte Stuart.

„Haben Sie sich seine Papiere angeschaut?“

Stuart schüttelte sich. „Wo denken Sie hin? Ich habe den Burschen nicht angefasst!“

„Hat er viel Blut verloren?“

„Nein – das nicht“, sagte Stuart.

„Eigentlich merkwürdig, was? Es sei denn, die Blutlache befindet sich dort, wo man ihn erschossen hat.“

„Sie glauben, der Tote wurde erst nach der Tat in Ihre Wohnung gebracht?“, fragte Jack und setzte sich dem Besucher gegenüber.

„Ich weiß nicht, was ich glauben soll“, seufzte Stuart. „Es ist alles so verworren, so absurd, so sinnlos – und gleichzeitig so schrecklich! Eine Leiche im Wohnzimmer gehört nicht zu den Dingen, mit denen ich mich anzufreunden vermag.“

„Wann sind Sie nach Hause gekommen?“

„Gegen drei Uhr. Der Bursche war zu dieser Zeit schon tot. Steif wie ein Brett.“

„Eine Frage: weshalb haben Sie die Polizei nicht benachrichtigt?“

„Aus zwei Gründen“, erwiderte Finch. „Erstens bin ich Stuart Finch, der beliebte jugendliche Held. Bei einem Mann meines Rufs sollten keine Leichen in der Wohnung liegen, wissen Sie. Und zweitens: ich bin verheiratet.“

„Mit wem?“

„Mit meiner Frau.“

„Sehr witzig. Ist sie prominent?“

„Ich denke, ja. Cynthia Fairfield ist ihr Künstlername.“

„Ich habe sie schon mal gesehen“, erinnerte sich Jack. „Sie kann etwas.“

„Vor allem kann sie Szenen machen“, nickte Finch. „Und nicht alle davon sind gespielt! Sie darf einfach nicht erfahren, dass ich in der Nacht mit einer anderen Frau zusammen war.“

„Eine ernste Geschichte?“

„Ich bin ein bisschen verliebt, das ist alles.“

„Und Ihre Frau?“

„Die hat davon keine Ahnung.“

„Okay, Sie haben immerhin ein Alibi. Ich werde es überprüfen müssen“, sagte Jack. „Wo haben Sie sich aufgehalten?“

„Sie wollen doch nicht etwa Grace in diese Geschichte hineinziehen?“, fragte Stuart Finch erschreckt.

„Es geht um einen Mord“, sagte Jack geduldig. „Gesellschaftliche Rücksichten sind hier fehl am Platze.“

„Aber ich habe mich doch gerade an Sie gewandt, um diese Rücksichten nicht verletzen zu müssen!“

„Dann sind Sie an der falschen Adresse.“

„Schade“, meinte Stuart Finch. „Es ist wohl besser, ich suche mir einen anderen Detektiv.“

„Niemand hält Sie davon zurück.“

„Aber Ihnen vertraue ich!“, meinte Stuart. Es klang fast ein wenig kläglich.

„Vertrauen kann man nicht teilen und auf Raten abgeben“, sagte Jack. „Entweder Sie übertragen mir den Fall und überlassen es mir, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen, oder Sie vergessen, mich aufgesucht zu haben.“

„Verstehen Sie doch!“, sagte Stuart Finch. „Ich bin ein prominenter Schauspieler. Ich bin verheiratet. Ich kann es mir nicht leisten, wegen dieser Geschichte in einen rufmordenden Skandal verwickelt zu werden!“

„Sie denken nur an Ihren Ruf und an die Gefahr eines Skandals. Beschäftigen Sie sich der Abwechslung halber doch mal mit dem Toten. Er ist das Opfer eines Mörders geworden. Wollen Sie, dass der Täter frei ausgeht?“

„Natürlich nicht.“

„Was haben Sie sich von Ihrem Besuch erhofft?“, fragte Jack geradezu. „Dass ich Ihnen die Leiche aus dem Weg räume?“

Stuart senkte schuldbewusst den Blick. „Ich weiß nicht, was ich gedacht habe“, murmelte er. „Ich versprach mir Hilfe von Ihnen. Das ist alles.“

Jack erhob sich. „Wir fahren jetzt zu Ihnen. Sind Sie mit dem Wagen gekommen?“

„Nein, mit einem Taxi.“

„Mein Wagen steht unten vor dem Haus. Kommen Sie.“

Stuart Finch stemmte sich in die Höhe. Er nahm rasch noch einen Schluck aus dem Whiskyglas. „Pfui Teufel“, sagte er und verzog das Gesicht. „Schmeckt miserabel!“

„Tut mir leid, Ihren Geschmack nicht getroffen zu haben“, meinte Jack. „Der Bourbon ist sieben Jahre gelagert.“

„Sie dürfen mich nicht falsch verstehen. Der Whisky ist gewiss ausgezeichnet. Aber wenn man meine Sorgen hat, schmeckt einem nicht mal Kaviar.“

Sie verließen die Wohnung und fuhren mit dem Lift nach unten.

„Donnerwetter“, sagte Stuart Finch, als sie vor dem Wagen standen. „Ein schneller kleiner Flitzer. Ein Porsche, was?“

„Hm, ein Carrera“, sagte Jack und öffnete Stuart den Schlag.

Finch setzte sich hinein. „Mit Telefon!“, stellte er anerkennend fest. „Sie sind nicht übel ausgerüstet“, fuhr er fort, als Jack am Volant saß.

„Wenn man eine Chance gegen die Verbrecher haben will, darf man nicht schlechter ausgerüstet sein als die Syndikate“, meinte Jack und startete den Motor.

Sie fuhren los.

Wenige Minuten später kletterten sie vor dem zwölfgeschossigen Haus, in dem die Finchs wohnten, aus dem Wagen.

„Wo ist Ihre Frau?“, fragte Jack.

„Auf dem Lande, bei ihrer Mutter. Sie hat mich vorhin angerufen. Heute Nachmittag kommt sie zurück.“

„Sie machen kein sehr glückliches Gesicht.“

„Ich liebe Cynthia“, sagte Stuart. „Wirklich! Das mit Grace hat nichts auf sich. Gerade, weil ich Cynthia liebe, darf sie nicht erfahren, dass ich mit Grace zusammen war.“

Sie fuhren mit dem Lift ins dritte Stockwerk.

„Sie bewohnen die Etage allein?“, fragte Jack Braden.

„Ja.“

Jack betrachtete das Schloss der Wohnungstür. Es wies keinerlei Kratzspuren auf. „Wer außer Ihnen hat noch einen Schlüssel?“, fragte er.

„Nur Cynthia – und der Hausmeister, vermute ich.“

„Schließen Sie auf“, sagte Jack.

Stuart Finch folgte der Aufforderung. Sie betraten die Diele. Finch drückte die Wohnungstür hinter sich mit dem Ellbogen ins Schloss. „Geradeaus“, sagte er. „Das ist die Wohnzimmertür.“

Jack ging darauf zu. Er öffnete die Tür, indem er die Klinke mit dem Taschentuch anfasste.

Dann trat er ein.

Stuart folgte ihm.

„Wo ist der Tote?“, fragte Jack.

Stuart starrte über Jacks Schulter.

Die Leiche war verschwunden.

„Das wirft mich um!“, sagte Finch.

 

 

3

Sie gingen durch sämtliche Räume. Sie blickten in die Schränke und unter die Betten.

Nirgendwo fand sich eine Spur des Toten.

Dafür fand sich etwas anderes: ein kleines, silbernes Feuerzeug. Es lag in der Diele, unweit der Tür.

„Gehört das Ihnen?“, fragte Jack.

„Nein.“

Jack betrachtete das Feuerzeug. Es war eine gute Marke, von Ronson. An der Seite war ein Name eingraviert. Er lautete MELVIN DOUGLAS. Jack las den Namen laut vor. „Kennen Sie den Besitzer?“, fragte er.

„Nie von ihm gehört.“

Jack ließ das Feuerzeug in seine Tasche gleiten. Sie gingen zurück ins Wohnzimmer. „Jetzt brauche ich einen doppelstöckigen Whisky“, sagte Finch und trat an die Hausbar. „Und wenn er drei oder vierstöckig ausfallen sollte, kann‘s auch nicht schaden. Halten Sie mit?“

„Wie viele Whiskys haben Sie heute Abend schon getrunken?“, fragte Jack.

Stuart Finch, der gerade die Flasche entkorkte, hielt in seinen Bewegungen inne. Er blickte Jack an. „Ich verstehe, was Sie meinen. Sie denken, ich hätte vorhin weiße Mäuse gesehen. Ich schwöre Ihnen, dass ich stocknüchtern war …“

„Wie viele?“, unterbrach Jack geduldig.

„Höchstens vier. Vielleicht auch fünf.“

„Hm“, machte Jack.

„Ich kann die dreifache Menge vertragen – zumindest, wenn ich die ganze Nacht Zeit dazu habe, sie zu vertilgen. Hier lag ein Toter.“

Jack holte das Feuerzeug aus der Tasche. „Melvin Douglas“, sagte er nachdenklich. „Es kann natürlich sein, dass dem Toten beim Abtransport das Feuerzeug aus der Tasche gefallen ist.“

„Oder dem Mann, der die Leiche wegtrug“, meinte Finch.

„Das ist wenig wahrscheinlich.“

„Sie haben recht. Wenn ich jemanden wie einen Sack über die Schulter lege, kann dem leicht etwas aus der Tasche rutschen.“

„Eben.“

„Sie trinken doch einen Whisky mit?“, fragte Stuart noch einmal.

„Nein, danke.“

„Kann ich Ihnen etwas anderes anbieten?“

„Einen Orangensaft würde ich nicht ablehnen.“

„Okay, ich bin sofort zurück.“

Finch verließ das Zimmer, um in die Küche zu gehen.

Jack schaute sich im Zimmer um. Der Raum war ein wenig bombastisch eingerichtet. An jedem Detail erkannte man das Bestreben der Wohnungsbesitzer, durch ausgefallene Farben und Formen einen besonderen Geschmack zu dokumentieren. Das Ergebnis war nicht unbefriedigend. Die Finchs hatten es verstanden, den Luxus wohnlich zu gestalten.

Stuart Finch kehrte mit einem Glas Orangensaft zurück.

„Vielen Dank“, sagte Jack, als er das Glas entgegennahm.

„Hier hat er gelegen“, meinte Finch und wies mit der Fußspitze auf den Teppich. Dann trat er hinter die Hausbar und hob sein Glas. „Trinken wir auf den Toten, der sich liebenswürdigerweise in Luft auflöste“, sagte er.

„Ich meine, es besteht kein Anlass, darüber Genugtuung zu empfinden“, sagte Jack.

Finch trank und stellte das Glas ab. Er wischte sich mit dem Handrücken über die Lippen. „Genugtuung?“, fragte er dann. „Das ist gar kein Ausdruck! Mir ist ein ganzes Felsmassiv vom Herzen gefallen. Der Tote ist verschwunden. Für mich ist das so, als wäre er nie hier gewesen.“

„Sie machen es sich reichlich bequem.“

„Das entspricht meiner Lebenseinstellung.“

„Wenn das, was Sie mir berichtet haben, stimmt, ist hier ein Mord passiert.“

„Hier oder irgendwo anders“, nickte Finch. „Der Teufel mag wissen, weshalb der Mörder die Leiche ausgerechnet in meiner Wohnung deponierte. Darüber will ich gar nicht erst nachdenken. Es käme doch nichts dabei heraus. Oder haben Sie eine befriedigende Erklärung für das Geschehen?“

„Für Mord gibt es keine befriedigende Erklärung.“

„Sie wissen, was ich meine“, sagte Finch ungeduldig. „Warum hat man den Toten in die Wohnung gelegt? Warum hat man ihn wieder weggebracht? Das ist doch sinnlos!“

„So sieht es aus.“

„Ist das alles, was Sie dazu sagen können?“

„Ich bin kein Hellseher.“

„Stimmt. Jedenfalls haben Sie mir Glück gebracht. Selbstverständlich werde ich Sie für die Störung Ihrer Nachtruhe entsprechend honorieren. Wollen Sie den Scheck gleich mitnehmen?“

„Danke, Sie können mich bezahlen, sobald ich den Fall aufgeklärt habe.“

Finchs Augen weiteten sich erschreckt. „Sie wollen der Sache doch nicht etwa nachgehen?“

„Genau das habe ich vor.“

„Aber ich verzichte auf eine Untersuchung!“

„Das würde ich Ihnen nicht empfehlen.“

„Warum?“

„Der Mörder gehört zu Ihrem näheren Bekanntenkreis. Vermutlich hat er damit gerechnet, dass Sie die ganze Nacht bei Grace verbringen – wer auch immer diese Grace sein mag. Gefällt Ihnen der Gedanke, einen Mörder unter Ihren Freunden zu haben?“

„Nicht ein bisschen.“

„Wollen Sie dem Burschen einen Freifahrschein für Mord ausstellen?“

Finch verzog das Gesicht. Er sah nicht gerade glücklich aus. „Das ist doch Unsinn! Ich will einen Skandal vermeiden, das ist alles“, sagte er.

„Okay, ich will Ihnen entgegenkommen“, meinte Jack. „Da es keine Leiche mehr gibt, können wir auf eine Anzeige verzichten. Aber ich finde, der Fall ist damit für Sie keineswegs abgeschlossen.“

Finch überlegte. Dann nickte er. „Sie haben recht. Wir können es dem Burschen nicht durchgehen lassen, mit Recht und Gesetz Ball zu spielen. Hiermit beauftrage ich Sie, der Geschichte nachzugehen. Allerdings muss ich Sie ersuchen, dabei mit größtmöglicher Diskretion aufzutreten. Vor allem Cynthia, meine Frau, darf unter keinen Umständen erfahren, was sich in dieser Nacht ereignet hat. Es könnte das Ende bedeuten.“

„Das Ende?“, fragte Jack verblüfft.

„Das Ende unserer Ehe“, sagte Finch rasch. „Cynthia neigt leider zur Eifersucht.“

„Dazu hat sie allen Grund – oder?“

„Darüber wollen wir jetzt nicht sprechen. Werden Sie die Spielregeln einhalten?“

„Ja“, sagte Jack. „Ich will es versuchen. Wie sah der Tote aus?“

„Ich neige zu der Ansicht, dass er zu der mittleren Einkommensschicht gezählt werden muss. So gegen achttausend im Jahr – jedenfalls war er gutbürgerlich gekleidet. Sauber und adrett, jedoch keineswegs elegant. Er trug einen dunklen Anzug. Dazu hatte er einen rotweiß gepunkteten Schlips gewählt.“

„Wie groß war er?“

„Schwer zu sagen – etwa meine Größe.“

„Wie alt war er?“

„So um die vierzig herum.“

„Würden Sie ihn auf einem Foto wiedererkennen?“

„Hm – vielleicht, wenn es eine Brustaufnahme wäre“, sagte Stuart Finch.

„Sie sind sicher, den Unbekannten nie vorher gesehen zu haben?“, fragte Jack.

„Ganz sicher. Er war kein Mann vom Theater. Er gehörte nicht unserem Kreis an. Dafür entwickelt man im Laufe der Jahre ein Gespür, wissen Sie.“

„Sie haben vermutlich einen großen Bekanntenkreis?“

„O ja “

„Können Sie mir eine Liste dieser Leute anfertigen?“

„Gerechter Himmel“, sagte Finch. „Dafür brauche ich mindestens zwei Tage.“

„Am besten, Sie fangen gleich an“, riet Jack.

 

 

4

Um sechs Uhr lag Jack wieder im Bett. Gerade, als er eingeschlafen war, klingelte das Telefon.

Jack schreckte hoch, nahm den Hörer ab und meldete sich.

„Ich bin überfallen worden, man hat mich niedergeschlagen!“, sagte eine erregte, männliche Stimme am Telefon.

„Wer spricht dort?“

„Ich bin‘s – Stuart Finch!“

„Wer hat Sie überfallen?“

„Ein Mann mit einer Gesichtsmaske. Ich lag im Bett, als es plötzlich im Schlafzimmer hell wurde. Ich wachte auf und sah ihn am Bett stehen. Ich kriegte den Schreck meines Lebens, das dürfen Sie mir glauben.“

„Weiter. Was wollte er?“

„Das Feuerzeug!“

„Hat er das gesagt?“

„Ja – er forderte mich auf, das Feuerzeug herauszugeben!“

„Was haben Sie ihm geantwortet?“

„Ich habe mich natürlich dumm gestellt. Da hat er mir ein paar Kinnhaken verpasst.“

„Und dann?“

Details

Seiten
116
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783738944785
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (September)
Schlagworte
jack braden thriller toter mister finch

Autor

Zurück

Titel: Ein Jack Braden Thriller #22: Ein Toter für Mister Finch