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Heroin für Hamburg

2020 86 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Heroin für Hamburg

Copyright

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Heroin für Hamburg

von Wolfgang Menge mit Bernd Teuber

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 86 Taschenbuchseiten.

 

Bevor der Frachter „Pasadona“ in den Hamburger Hafen einläuft, wird der Dritte Offizier Landorno ermordet. Zwei Wochen zuvor hatte er sich schriftlich an Kommissar Albert Engel gewandt und ihn darüber informiert, dass sich an Bord des Schiffes größere Mengen Rauschgift befindet. Obwohl sofort eine Großfahndung nach dem Mörder eingeleitet wird, gelingt es ihm, zu entkommen. Die Spur führt bis nach Hongkong.

EIN NEUER ROMAN VON WOLFGANG MENGE (1924 - 2012) NACH SEINEM DREHBUCH MIT BERND TEUBER.

 

Wolfgang Menge – Aus seiner Feder stammen sehr viele Drehbücher und Romane der TV-Kultkrimi-Serie „Stahlnetz“.

In der Wirtschaftswunderzeit der Bundesrepublik wurden viele Filme nach seinen Drehbüchern zu „Straßenfegern“. Sein größter Erfolg war die satirische TV-Familienserie „Ein Herz und eine Seele“, welche zwischen 1973 und 1976 im deutschen Fernsehen lief.

Sein ebenso gespenstisches wie visionäres Fernsehspiel „Das Millionenspiel“ von 1970 beschrieb eine sensationsgierige Quotenjagd und nahm inhaltlich die Erfindung des sogenannten Reality-TV vorweg. Ein Kandidat muss eine Woche lang der Verfolgung eines Killerkommandos entkommen, um eine Million D-Mark gewinnen zu können.

 

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author / Cover: Steve Mayer nach Motiven, 2020

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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1

Aus dem Lautsprecher des UKW-Empfängers im Funkraum des Schiffsmeldedienstes Cuxhaven ertönte ein leises Knacken.

„Motorschiff Pasadona nach Hamburg. Elbe 1. 16 Uhr 38 Minuten“, meldete der Funker des Feuerschiffs „Elbe 1“.

Uwe Andresen betätigte die Ruftaste des Funkgeräts. „Schiffsmeldedienst Cuxhaven. Wiederhole: Motorschiff Pasadona, 16 Uhr 38 Minuten Elbe 1 nach Hamburg“, sagte er. „Ende.“

Dann machte Andresen einen entsprechenden Eintrag in die Liste, die neben ihm lag.

„Hast du in Hamburg Bescheid gesagt?“, erkundigte sich sein Kollege Hans Tügel. „Wegen der Pasadona?“

„Hast du‘s nicht gehört?“, fragte Andresen.

„Ich meine Doktor Engel. Hast du ihn angerufen?“

„Wer ist Doktor Engel?“

„Aber du hast doch gesagt, er heißt Doktor Engel“, erwiderte Tügel.

„Ich?“

„Der von der Polizei. Du hast …“

„Ach der …“, winkte Andresen ab.

„Du hast doch gesagt, wenn die Pasadona gemeldet wird, sollst du ihn …“

„Weiß ich ja.“

„Und hieß der nicht Engel?“

„Doch“, bestätigte Andresen.

„Und? Hast du ihn angerufen?“, fragte Tügel.

„Wollte ich gerade“, antwortete Andresen, während er seine Hand nach dem Telefon ausstreckte.

 

 

2

Kommissar Dr. Alfred Engel saß am Schreibtisch seines Büros im Hamburger Polizeipräsidium am Berliner Tor und las noch einmal den Bericht, den er gerade verfasst hatte. Sorgfältig überprüfte er die Fakten auf ihre Richtigkeit. Im nächsten Moment klingelte das Telefon. Engel nahm den Hörer ab, meldete sich mit seinem Namen und hörte dem Anrufer aufmerksam zu.

„Und wann, sagen Sie?“, fragte er. „Gegen vier? Mein Gott, wie soll ich denn um diese Zeit … was? Na schön, wenn sie nicht vor sechs festmacht. Das würde gehen. Aber immerhin. Vielen Dank jedenfalls.“

Engel legte den Hörer auf und verstaute den Bericht, der vor ihm lag, in der Schreibtischschublade. Auf diese Nachricht hatte er schon die ganze Zeit gewartet. Endlich kam Bewegung in die Sache. Und wenn alles klappte, konnte er bald einen großen Erfolg verbuchen. Die Tür wurde geöffnet und seine Sekretärin Fräulein Ludwig betrat das Büro.

„Haben Sie gerufen, Herr Doktor?“, erkundigte sie sich.

Er schüttelte den Kopf. „Nein.“

„Ich dachte … Verzeihung …“

Sie wollte die Tür wieder schließen.

„Aber ich wollte Sie gerade rufen.“

Zögernd näherte sich die Sekretärin dem Schreibtisch. „Also doch.“

Engel blickte sie einem Moment schweigend an. „Wissen Sie, wann morgens die ersten U-Bahnen fahren?“, erkundigte er sich schließlich.

„Soviel ich weiß, fahren sie die ganze Nacht.“

Engel hob erstaunt die Augenbrauen. „Tatsächlich?“

„Ja.“

Engel blickte zum Telefon hinüber. „Die Pasadona läuft morgen früh ein“, murmelte er nachdenklich.“

„Bitte?“, fragte Fräulein Ludwig.

Engel blickte sie einen Moment an, dann griff er zum Telefonhörer, wählte eine Nummer und wartete, bis sich am anderen Ende jemand meldete.

„Doktor Engel hier. Ich wollte nur sagen, dass die Pasadona morgen früh einläuft.“ Sekunden lauschte er den Worten des anderen. „Bitte?“, fragte er dann. „Nein, hier ist Doktor Engel vom Rauschgiftdezernat. Spreche ich nicht mit Kriminaldirektor Dobbertin? Welche Nummer haben Sie denn?“

Engel legte auf und blickte seine Sekretärin fragend an. „Welche Nummer hat Kriminaldirektor Dobbertin?“

„Herr Direktor ist doch auf Urlaub“, lautete die Antwort.

„Heute geht aber auch alles schief. Auf alle Fälle suchen Sie mir einen Zug ‘raus, mit dem ich morgen früh zu den Landungsbrücken fahren kann.“

„Ist das wegen der Rauschgiftschmuggelei?“, erkundigte sich Fräulein Ludwig.

„Natürlich“, bestätigte Engel. „Der dritte Offizier – haben Sie den Brief nicht gelesen?“

„Doch. Ich habe ihn drüben im Schreibtisch.“

„Dann bringen Sie ihn her.“

Die Sekretärin wandte sich zum Gehen. Mitten in der Bewegung verharrte sie und drehte sich wieder um. „Meinen Sie nicht, dass Sie in einem solchen Fall einen Wagen kriegen würden? Der Mann hat doch geschrieben, es sind größere Mengen Rauschgift an Bord versteckt.“

Engel blickte sie erstaunt an. „Einen Wagen? Von hier?“

„Natürlich. Die anderen Dezernate beantragen andauernd Wagen.“

„Und so früh?“, fragte Engel. „Fahren die denn schon so früh?“

„Na gerade.“

 

 

3

Das rote, dreimastige Feuerschiff Elbe 1 mit dem schwarzen Dreieck am Großmast, das in Sturmnächten hinter seiner 220 Meter langen Kette die See abritt, gehörte zur Geschichte und zur Landschaft der Elbmündung. Es war noch stärker mit ihr verbunden, als der dicke, vierkantige alte Neuwerker Turm oder die breitbeinig auf Scharhörn stehende Scharhörn Barke, die von Süden her wie eine friesische Fischerfrau mit in die Seiten gestemmten Armen übers Wasser hinweg das Treiben auf der Nordsee überwachte.

Während die „Pasadona“ das Feuerschiff hinter sich ließ und die Elbmündung passierte, zauberte die Sonne mit den wenigen Wolken einen farbenprächtigen Sonnenuntergang am Himmel. Nicht weit vom Ufer entfernt ankerte eine Jacht von ungefähr acht Meter Wasserlinienlänge und drei Meter Schiffsbreite. An Deck war sie praktisch und gut ausgerüstet für Fahrten auf hoher See. Das Rettungsboot hing umgekehrt über dem Oberlicht der Kabine. Achtern hatte sie ein Cockpit, wohl geschützt durch die rechtwinkligen Anbauten des Kabinendaches.

Unten war sie sehr bequem eingerichtet. Die Back diente hauptsächlich als Aufbewahrungsraum. Dahinter lagen auf Steuerbord Waschraum und Toilette, auf Backbord Kombüse und Vorratskammer. Achtern gab es zwei Kojenräume. Dort führte eine Treppe zum Deck hinauf. Unter der Treppe befand sich der starke Benzinmotor. Es war eine jener Jachten, die zu Hunderten an der Nordseeküste kreuzten, allerdings besser ausgerüstet als die meisten. An Bord wirkte alles wie ausgestorben.

 

 

4

Doktor Engel griff abermals zum Telefon, wählte eine Nummer und wartete geduldig, bis sich jemand meldete.

„Ich habe gehört, Sie vertreten den Chef. Hier spricht Engel. Vom Rauschgiftdezernat … natürlich kennen wir uns. Ich kenne Sie … meine ich … auch, ich weiß nie, weil die Kollegen mich doch so selten sehen, da denke ich eben manchmal, man kennt mich nicht.“

Er machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr.

„Ja, also, folgender Fall. Ich habe hier vor zirka vierzehn Tagen – kann auch drei Wochen her sein – einen Brief bekommen. Von einem gewissen Orlando … Spanier, glaube ich, Dritter Offizier auf der Pasadona … nein, kürzer geht‘s nicht. Also er schrieb mir, dass auf seinem Schiff eine große Menge Rauschgift versteckt ist. Ich weiß nicht, ob Ihnen bekannt ist, dass die Belohnungen für solche Sachen manchmal höher sind als der Betrag, den die Leute erzielen. Na, das haben die Amerikaner wohl eingeführt …“

Abermals machte er eine kurze Pause.

„Immerhin … ja, die läuft nun morgen früh ein, gegen vier, der … nein, gegen sechs wird sie festmachen. Aber dann möchte ich auch gleich an Bord sein. Es geht eben darum, meine Sekretärin, Fräulein Ludwig, meinte vielleicht, dass es sich ermöglichen lassen würde, einen Wagen zu bekommen, der mich von zuhause zum Hafen … ich wohne in Horn … U-Bahn … so, das geht. Ich kann selbst anrufen? Meinen Sie? Na gut. Also dann … und der Wagen wird pünktlich sein? Hallo?“

Irritiert blickte Engel den Hörer an. „Er hat schon aufgehängt“, sagte er verständnislos.

„Manchmal“, begann Fräulein Ludwig. „Es geht mich ja nichts an, aber Sie sind doch selbst Kommissar.“

„Dem Namen nach schon“, erklärte Engel. Aber … in der Wirklichkeit bin ich ja Chemiker, und die anderen Herren … aber das ist ja auch ganz klar. Ich bin ja nicht mal bei der Verkehrspolizei gewesen. Immerhin, das mit dem Wagen klappt.“

„Übrigens heißt der Dritte Offizier nicht Orlando“, bemerkte seine Sekretärin.

„Sondern?“

„Landorno.“

Engel winkte ab. Er hatte doch ein gutes Namensgedächtnis. Und Orlando klang ja fast so ähnlich wie Landorno.

 

 

5

Nachdem der Elblotse die „Pasadona“ verlassen hatte, setzte das Schiff die Fahrt fort. Fast zeitgleich löste sich die Jacht vom Ufer und ließ hinter sich auf dem schwach bewegten Wasser eine feine Schaumspur. An Bord war immer noch niemand zu sehen. Die Sonne ging schnell unter. Ebenso schnell überzog sich der Himmel mit Sternen. Zu Tausenden funkelten sie über der See. Auf den Wellenkämmen schimmerte das weiße Licht des Mondes.

Die Jacht hatte keine Lichter gesetzt, nicht einmal Positionslampen. Im Schutz der Dunkelheit näherte sie sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit der „Pasadona“. Und sie tat es mit viel Geschick. Eine Zeitlang fuhr sie im Kielwasser des Frachters und wechselte dann zur Leeseite. Hier war die Kraft der Wellen kaum zu spüren. An Deck der Jacht erschien eine schattenhafte Gestalt. Der Mann trug weiche Turnschuhe und einen hautengen, schwarzen Lederanzug, in dem er mit der Dunkelheit verschmolz.

Seine Hände steckten in dünnen schwarzen Handschuhen. Mit einem Satz sprang er an die Strickleiter, die an der Bordwand hing, und kletterte mit sicheren Bewegungen daran empor. Eine geraume Weile liefen die beiden Schiffe nebeneinander. Dann drehte die Jacht ab und verschwand in der Dunkelheit.

Der Mann schwang sich über die Reling, um an Bord des Schiffes zu gelangen. Dort blieb er kurz stehen. Einige Kabinenfenster der Deckaufbauten warfen hellen Lichtschein. Am Vor- und Achterdeck brannten ebenfalls einige weiße Lampen, die nur einen Teil der Luken beleuchten konnten. Die Positionslampen waren gesetzt. Ein dünner Rauchfaden kam aus dem riesigen Schlot. Der Mann lauschte. Von irgendwoher ertönte leise Tanzmusik. An Bord war alles friedlich.

Aber dieser Friede täuschte. Der Mann wollte sich gerade wieder in Bewegung setzen, als vier Meter von seinem Standpunkt entfernt eine Tür geöffnet wurde. Ein Mann in einem ölverschmierten Overall trat ins Freie. Sofort verbarg sich der Schwarzgekleidete in einer Nische. Noch hatte ihn der Mann nicht bemerkt. Und wenn es nach ihm ging, sollte es auch so bleiben. Er beobachtete, wie der Mann an die Reling trat.

Er holte eine rechteckige Pappschachtel aus der Seitentasche, entnahm ihr eine Zigarette und entzündete sie mit einem Sturmfeuerzeug. Sein Blick richtete sich gen Himmel, während er ein paar Züge nahm. Der Schwarzgekleidete wartete. Er war angespannt. Mehrmals holte er tief Luft, um sich zu beruhigen. Schließlich gelang es ihm, die innere Spannung abzubauen. Es war wichtig, einen klaren Kopf zu haben. Nach fünf Minuten hatte der Mann die Zigarette aufgeraucht. Er warf den Stummel über Bord, kehrte ins Schiff zurück und schloss die Tür hinter sich.

Der Schwarzgekleidete wartete noch einige Zeit. Dann erhob er sich und schlich weiter. Mehrmals blickte er sich an allen Seiten um. Als er sicher war, dass ihn niemand bemerkt hatte, gelangte er mittschiffs nach unten. Hier begegnete ihm kein Mensch. Er kannte sich sehr gut aus. Zielstrebig näherte er sich der Kajüte am Ende des Ganges. Vorsichtig öffnete er die Tür und ging hinein. Drinnen war es vollkommen dunkel. Sofort schloss der Mann die Tür hinter sich. In der Kajüte waren die Arbeitsgeräusche der Schiffsmaschinen deutlich zu hören. Man konnte sie sogar fühlen.

Die Wände vibrierten leicht, und irgendwo klirrte ein Glas in einer Halterung. Die Luft in der Kajüte war warm und stickig. Es roch nach Maschinenöl, Desinfektionsmitteln, Schweiß, Knoblauch und Alkohol. Der Mann holte eine Taschenlampe hervor und schaltete sie ein. Langsam ließ er den grellen Lichtstrahl durch die Kajüte wandern. Nachdem sich der Mann davon überzeugt hatte, dass er allein war, begann er damit, sie zu durchsuchen.

Wahllos riss er Schubladen auf und öffnete Schranktüren. Kleidungsstücke und andere Gegenstände landeten auf dem Boden. Plötzlich wirbelte der Mann herum. An der Tür hatte er ein Geräusch gehört. Im nächsten Moment wurde sie geöffnet. Ein Mann erschien im Rahmen. Er trug eine weiße Uniform. Der Eindringling leuchtete ihm mit der Taschenlampe ins Gesicht. Geblendet schloss der Mann die Augen. Bevor er etwas unternehmen konnte, war der andere schon bei ihm.

In seiner Hand schnappte ein Klappmesser auf. Die lange, schmale Klinge schimmerte im Licht der künstlichen Beleuchtung, die aus dem Gang in die Kajüte drang. Das Messer war genau auf den Uniformierten gerichtet, und der Mann, der das Heft in der Hand hielt, wirkte wie jemand, der schon einem halben Dutzend Menschen den Bauch aufgeschlitzt hatte. Im nächsten Moment stieß der Eindringling ein heiseres Keuchen aus und stach zu. Der Uniformierte wollte ausweichen, doch er war nicht schnell genug. Die scharfe Klinge bohrte sich in seinen Leib. Der Mann stieß ein unterdrücktes Röcheln aus und begann zu taumeln. Abermals bohrte sich das Messer in seinen Bauch. Die Augen des Mannes weiteten sich.

Er presste seine Hände auf die Wunden. Blut quoll zwischen den Fingern hervor. Verzweifelt versuchte er, irgendwo Halt zu finden. Dann verlor er das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Ein dumpfer Lauf war zu hören, als er aufschlug. Seine Füße zuckten noch einmal, dann bewegte er sich nicht mehr. Ohne sich weiter um den Toten zu kümmern, rannte der Eindringling zur Treppe, stürmte an Deck und sprang mit einem gewaltigen Hechtsprung ins Wasser.

 

 

6

Doktor Alfred Engel trat ans Küchenfenster und schob die Gardine ein Stück zur Seite. Die Scheiben waren gefroren. Mit den Fingerspitzen wischte er am rechten Rand ein kleines, rundes Guckloch in das zarte filigrane Muster der Eisblumen. Dahinter wurde ein Außenthermometer sichtbar. Die schwarze Nadel stand einen Strich über der blauen 10. War schon lange nicht mehr so kalt, dachte Engel. Zehn Grad; kann mich nicht erinnern, wann das letzte Mal so ein Frost war.

Im Osten wurde es langsam hell. Der graue Streifen schob die Dunkelheit der Nacht immer weiter zurück und tauchte die Häuser in ein seltsames Zwielicht. So ruhig wie um diese Zeit erlebte man die Millionenstadt selten. Es war das große Atemholen vor dem frühmorgendlichen Chaos.

Engel füllte Wasser in die Wigomat-Kaffeemaschine auf dem Küchentisch und maß sorgfältig die notwendige Menge gemahlenen Kaffees ab, bevor er sie in den Filter gab. Dann setzte er den Deckel auf und schaltete das Gerät ein. In seine Gedanken versunken stand er da, die Augen auf einen Punkt irgendwo hinter dem roten Signallicht der Kaffeemaschine gerichtet, und wartete.

Es war tatsächlich eine Menge los in der letzten Zeit, mehr als sonst. Vorgestern hatte die Polizei in einem Abbruchhaus eine größere Menge Drogen beschlagnahmt. Vor vier Wochen hatte ein Teppichhändler aus der Speicherstadt 40 Kilo Haschisch aus Afghanistan geordert. Die Drogen waren in Mandeln eingearbeitet. Und vor acht Wochen wurde rund eine Tonne „Roter Libanese“ von einem Frachter in die Elbe gekippt, als sich der Zoll zu sehr für das Schiff interessierte. Es wurden sowieso immer mehr Schiffe verwendet, um die Drogen von Südamerika oder Asien nach Hamburg zu schmuggeln.

Engel blickte wieder zum Küchenfenster hinüber. Die Eisblumen auf den Scheiben hatten sich inzwischen mit einem dünnen Nässefilm überzogen und ihre brillante Pracht verloren. Mit einem Lappen wischte er das Glas frei. Die Straße lag eiskalt und unbelebt da, vom funkelnden Licht der Wintersonne in ihrer Kälte noch gesteigert.

Der Kaffee war fertig.

Er nahm die Kanne von der Heizplatte, goss etwas von der schwarzen Flüssigkeit in eine Tasse, gab etwas Milch und Zucker hinzu und trank einen Schluck. Sofort verzog er angewidert den Mund. Die Brühe schmeckte grauenhaft. Kaffeekochen war eines jener Dinge, die er nicht besonders gut konnte. Hinter ihm ertönte ein leises Schlurfen. Die Küchentür wurde geöffnet, und seine Mutter Elisabeth erschien im Rahmen. Sie trug einen dunkelroten Morgenmantel und karierte Pantoffeln.

„Alfred …“, sagte sie verschlafen.

„Guten Morgen, Mama.“

„Es ist fünf Uhr morgens …“

„Fünf Minuten nach fünf“, verbesserte er.

„Ja, und?“

„Ich muss los. Ich muss um sechs im Hafen sein.“

„Kann deine Polizei dir kein Auto geben?“, fragte sie vorwurfsvoll.

„Doch …schon … ich habe nur vergessen, eins zu bestellen.“ Er goss den restlichen Kaffee ins Spülbecken und ging zur Tür. „Bis heute Abend.“

„Was willst du denn überhaupt am Hafen?“, wollte seine Mutter wissen.

„Bis heute Abend.“ Er schloss die Wohnungstür hinter sich.

Seine Mutter rief hinter ihm her, doch er hörte sie schon gar nicht mehr. Mit seinen Gedanken war er bereits bei der „Pasadona“ und der illegalen Fracht, die sie an Bord hatte.

 

 

7

Inzwischen hatten an Bord der „Pasadona“ die Kriminaltechniker ihre Arbeit aufgenommen. Spuren wurden gesichert, Fingerabdrücke genommen und Fotos geschossen. Leiter der Mordkommission war Hauptkommissar Horst Pavelke, etwas über 40, mittelgroß, breitschultrig mit Bauchansatz, eine Spürnase ohne akademische Bildung, aber mit praktischer Intelligenz für die Polizeiarbeit. Seine äußere Erscheinung glich einem weichherzigen Mann, der es vor seinem Gewissen nicht einmal verantworten konnte, eine Fliege zu töten. Doch wenn es darauf ankam, konnte er unerbittlich sein.

Unterstützt wurde er von seinem Kollegen Kommissar Ernst Schmitz. Im Gegensatz zu Pavelke wirkte der schmächtige aber große Mann zerbrechlich. Obwohl nicht mit diesem Leiden behaftet, machte er den Eindruck eines Lungenkranken, dessen Tage bereits gezählt waren. Aber diese seltsamen, hervorstechenden Merkmale seines Gesichts mochten davon herrühren, dass er vor zwei Jahren seine Frau und seine Tochter durch einen tragischen Verkehrsunfall verloren hatte. Eine Garantie, dass er, der fünfunddreißigjährige Schmitz wieder zu familiärem Glück gelangen würde, schien nicht in Betracht zu kommen, weil er sich selbst nicht bemühte, irgendetwas an seinem jetzigen Status quo zu ändern.

Der Tote lag immer noch auf dem Boden. Eine Blutlache hatte sich unter seinem Körper gebildet. Da die Tatzeit noch nicht lange zurücklag, konnte der Rechtsmediziner bereits seine erste Diagnose treffen: Tod durch innere Verblutung infolge scharfer Gewalteinwirkung.

Die Frage nach der vorsätzlichen Herbeiführung der Verletzungen ließ sich anhand der überzeugenden Befunde an der Leiche rasch bejahen. Die Stiche wurden präzise durch das Hemd des Mannes ausgeführt. Bei der Waffe handelte es sich ganz eindeutig um ein Messer. Mehr konnte er im Augenblick nicht feststellen. Alles andere, insbesondere die Sicherung von Mikrospuren am Körper des Toten, gehörte in den Sektionssaal. Ein Kriminaltechniker fotografierte jede Phase der Untersuchung. Nachdenklich betrachtete Pavelke den Toten. Dann wandte er sich an seinen Kollegen.

„Gehen Sie mal nach oben und fragen Sie, ob wir ein paar Leute in der Messe vernehmen können.“

„Ich frag‘ am besten den Kapitän, was?“, erwiderte Schmitz.

„Wie‘s Ihnen beliebt.“

 

 

8

Die U-Bahn rollte unaufhaltsam durch die diesige Großstadt Richtung Landungsbrücken. An jeder Station kündigte ihr unverwechselbarer, zischender Atem das Schließen der Türen zur Weiterfahrt an. Die meisten Fahrgäste in den völlig überfüllten Waggons waren mit sich selbst beschäftigt. Einige blätterten in der Morgenzeitung, andere dösten oder starrten gedankenverloren durch die beschlagenen Scheiben nach draußen in den hereinbrechenden Morgen. Doktor Engel hatte einen freien Platz neben einem übergewichtigen Mann ergattert, der einen Bauarbeiterhelm auf dem Kopf trug. Der Schweißgeruch, den er verströmte, sorgte dafür, dass einige der Fahrgäste instinktiv die Luft anhielten. Engel kümmerte sich nicht weiter darum. Er war schon wieder ganz in Gedanken versunken.

Mit einem Ruck kam die Bahn zum stillstand. Engel hob den Kopf und blickte zu dem Schild hinüber, das an der Wand hing. LANDUNGSBRÜCKEN, stand dort in großen schwarzen Buchstaben. Engel sprang auf und drängelte sich zwischen den Passagieren hindurch Richtung Ausstieg. Es gelang ihm gerade noch, auf den Bahnsteig zu springen, bevor die Türen geschlossen wurden.

 

 

9

Nachdenklich betrachtete Hauptkommissar Horst Pavelke den Toten. Weshalb hatte man ihn umgebracht? War seine Ermordung die Folge eines Streits unter Seeleuten? Dann musste sich der Täter noch an Bord befinden. Es dürfte jedoch nicht so leicht sein, ihn ausfindig zu machen. Seeleute galten als verschworene Gemeinschaft. Sie hielten zusammen. Kommissar Schmitz kam die Treppe hinunter. Pavelke sah ihn fragend an.

„Die Messe steht zu unserer Verfügung“, sagte Schmitz.

Pavelke nickte.

 

 

10

Doktor Engel erreichte den Kai, wo die „Pasadona“ vor Anker lag. Er staunte, als er die Anzahl der Polizisten und Streifenwagen sah, die man hier aufgeboten hatte. Zögernd kam er näher und blickte auf die Schiffswand des Frachters. Er sah die Aufbauten und den hohen Schornstein. Die Aufbauten mussten ursprünglich einmal weiß gewesen sein. Aber das ließ sich nur erraten. Der Zahn der Zeit hatte an dem alten Frachter schon seine Spuren hinterlassen. Als Engel den Steg betreten wollte, wurde er von einem Polizeibeamten daran gehindert.

„Tut mir leid, mein Herr. Sie können hier noch nicht an Bord.“

„Wieso nicht?“, fragte Engel. „Ich muss …“

Der Polizist schüttelte den Kopf. „Tut mir leid.“

„Was ist denn los?“

„Tut mir leid, jetzt nicht“, wehrte der Beamte ab.

„Aber ich gehöre doch dazu. Ich bin Kommissar Engel.“

Er griff in die Innentasche seines Mantels und suchte nach seinem Ausweis, doch er fand ihn nicht. Dann überprüfte er die anderen Taschen. Der Beamte verlor allmählich die Geduld. Engels Bewegungen wurden immer hektischer. Hatte er seinen Ausweis zuhause vergessen? Noch einmal durchsuchte er sämtliche Taschen. Sein Blick wanderte wieder zu dem Polizisten. Der Mann starrte ihn aus zusammengekniffenen Augen an. Plötzlich kam Engel ein Gedanke. Jetzt wusste er, wo sich der Ausweis befand.

Er griff in die Innentasche seines Mantels, zog die Brieftasche hervor und klappte sie auf. Erleichterung spiegelte sich auf seinem Gesicht, als er den gesuchten Gegenstand in einem der Fächer fand. Er holte seinen Ausweis heraus und zeigte ihn dem Beamten. Der Polizist warf nur einen kurzen Blick darauf, dann ließ er Engel passieren.

 

 

11

Hauptkommissar Pavelke und sein Kollege Schmitz saßen in der Messe dem Ersten Offizier der „Pasadona“ gegenüber, um ihn einer ersten Befragung zu unterziehen. Bert Ellingsen war groß, breitschultrig und hatte ein scharf geschnittenes Gesicht mit wachen dunklen Augen.

„Nein“, sagte er. „Wir haben hier nach dem Dinner noch ein bisschen ‘rumgesessen, dann ist Carlos – ich glaube, er hieß nicht Carlos, aber wir haben ihn so genannt – er ging dann, wollte früh in die Koje.“

„Hat er einen Grund dafür angegeben?“, wollte Pavelke wissen.

„Nein“, antwortete Ellingsen, ohne zu zögern. „Kann mich jedenfalls nicht daran erinnern.“

„Hat er irgendwelche Freunde an Bord gehabt?“

Ellingsen überlegte einen Moment. „Freunde … ich weiß nicht. Wenn Sie darunter verstehen, was ich darunter … nee. Wissen Sie … diese Dampfer, die wir hier fahren, das … sie sind ja wohl nicht die Erfüllung von Seemannsträumen und …“

„Also, wenn er keine Freunde gehabt hat“, unterbrach ihn Pavelke, „wie steht‘s mit Feinden?“

„Carlos war ein ruhiger Zeitgenosse, leise … Feinde … nee. Kann ich mir nicht vorstellen.“

„Na, einen wird er wohl gehabt haben.“

Ellingsen schüttelte energisch den Kopf. „Ich sag doch, nein.“

„Dann meinen Sie, einer seiner Freunde hat ihn umgebracht?“, mischte Schmitz sich ein.

Bevor Ellingsen antworten konnte, wurde die Tür geöffnet und Doktor Engel betrat die Messe. Sofort richteten sich die Blicke aller Anwesenden auf ihn. Schmitz erhob sich und ging auf den Mann zu. Fast sah es so aus, als wolle er ihn hinauswerfen.

„Verzeihung“, sagte Engel. „Guten Morgen, Herr Pavelke.“

„Unser Engel“, sagte der Kommissar lächelnd. „Hallo, was machen Sie denn hier?“

„Ich bin eben gekommen.“

Pavelke erhob sich von seinem Stuhl, während Schmitz wieder Platz nahm.

„Sie haben sicher gehört, was passiert ist“, meinte Pavelke.

Engel nickte. „Deshalb hätte ich gerne mit Ihnen gesprochen.“

Pavelke zögerte. Dann deutete er mit dem Kopf in die Richtung, in der die Kajüte des Ermordeten lag. „Deshalb?“

Abermals nickte Engel. Pavelke ging auf ihn zu und schüttelte ihm die Hand.

„Wollten Sie denn hierher?“, erkundigte sich der Kommissar.

Engel antwortete nicht, sondern blickte stattdessen über Pavelkes Schulter zu Ellingsen hinüber. Unwillkürlich senkte der Erste Offizier den Kopf.

„Ich glaube, wir sollten …“, begann Engel.

Pavelke nickte und wandte sich an Schmitz. „Unterhalten Sie sich noch ein bisschen mit Herrn Ellingsen. Ich bin gleich wieder da.“

Er fasste Engel am Arm, führte ihn nach draußen und schloss die Tür. Sie gingen ein paar Schritte und blieben in einer Nische neben dem Treppenaufgang stehen.

„Nun schießen Sie mal los“, sagte Pavelke. „Ich habe gestern nicht so genau zugehört.“

Engel öffnete seine Aktentasche, zog einen Brief heraus und gab ihn Pavelke.

„Was ist das?“, wollte der Kommissar wissen. Er faltete das Blatt Papier auseinander, las den Inhalt und stutzte.

„Von Landorno“, meinte Engel.

„Von Landorno?“, wiederholte Pavelke.

„Ja.“

Pavelke überflog noch einmal den Inhalt. „… wo ich als Dritter Offizier fahre. Durch Zufall habe ich erfahren, dass hier an Bord eine sehr große Menge Heroin versteckt ist. Wir werden in zirka vierzehn Tagen in Hamburg eintreffen, und ich wäre Ihnen sehr dankbar …“ Er verstummte, hob den Kopf und blickte Engel fragend an.

„Deshalb wollte ich her.“

„Waren Sie schon in seiner Kajüte?“

Engel schüttelte den Kopf. „Nein.“

Pavelke gab ihm den Brief zurück und ging auf die offenstehende Tür zu. Engel folgte ihm in die Kajüte. Der Tote war inzwischen abtransportiert worden. Kreidestriche markierten die Stelle, wo er gelegen hatte.

„Zwei Messerstiche“, erklärte Pavelke. „Beide tödlich. Der Mann versteht etwas davon.“

Engel ließ seinen Blick umherschweifen und registrierte jedes Detail in dem Raum. „Ich möchte wissen, ob er gefunden hat, was er suchte.“

„Wie kommen Sie darauf, dass jemand was gesucht hat?“, fragte Pavelke.

Engel blickte ihn erstaunt an. War dieser Mann so naiv, oder wollte er sich einen Scherz mit ihm erlauben?

„Aber das sieht man doch“, sagte Engel. Er deutete auf die herausgerissenen Schubladen und die Kleidungsstücke, die auf dem Boden lagen. Auch das Bett war zerwühlt worden.

„Haben Sie mal ein Zimmer gesehen, in dem sich einer gewehrt hat, der ermordet werden sollte?“, fragte Pavelke.

„Nein, aber …“

„Aber ich. Ja. Hundert Zimmer. Die Opfer machen sich nicht die Brust frei und sagen, bitte bedienen Sie sich.“

„So meine ich das auch nicht“, widersprach Engel. „Aber die Schublade, die Matratze … diese Unordnung stammt doch nicht nur von einem Kampf.“

„Aber was soll der Mörder gesucht haben? Das Heroin etwa?“

„Das sicher nicht.“ Engel überlegte einen Moment und schüttelte dann den Kopf. „Das heißt, vermutlich nicht …“

„Aber ich bitte Sie, wenn der Mann Ihnen geschrieben hat, hier ist Heroin, dann wird er es ja nicht selbst versteckt haben. Wo wäre da der Sinn?“

„Das weiß man nie“, erwiderte Engel. „Die Belohnung ist sehr hoch. Es ist nicht sein Heroin. Die Belohnung kann höher sein als sein Verdienst, wenn, nehmen wir mal an, er nur der Transporteur ist.“

„Und wer soll ihn umgebracht haben?“, fragte Pavelke.

„Das einfachste von der Welt. Man fand heraus, dass er mir einen Brief geschrieben hat.“

„Reichlich …“ Pavelke senkte nachdenklich den Kopf. „Ich weiß nicht …“

„Oder die Ursache, die ihn überhaupt veranlasst hat, mir zu schreiben“, vermutete Engel. „Auf alle Fälle wäre es ein seltsamer Zufall, wenn dieser Mann da aus einem anderen Grund ermordet worden wäre.“

„Und wenn Sie so viel wissen, können Sie mir dann auch sagen, ob der Mörder noch an Bord ist?“, fragte Pavelke schärfer als beabsichtigt.

„Das leider nicht“, gab Engel zu. „Mich interessiert auch offengestanden viel mehr, ob das Heroin noch da ist.“

„Das Heroin?“ Pavelke lächelte.

„Heroin ist gefährlicher als ein Mörder.“

„Für Sie, lieber Engel“, winkte Pavelke ab. „Für Sie. Ich suche den Mörder. Suchen Sie Ihr Heroin.“

„Wollen Sie damit andeuten, dass Sie das Schiff nicht durchsuchen lassen?“

„Im Moment kann ich keinen Mann entbehren.“

„Aber wenn wir das Heroin haben …“, begann Engel.

„… dann liegt da eine Visitenkarte vom Mörder?“, vollendete Pavelke die Theorie seines Kollegen.

„Nein, aber …“

„Na also.“

„Aber ich kann doch nicht allein … Sie wissen doch, dass mein Dezernat nur aus Fräulein Ludwig und mir besteht.“

„Bin ich Polizeipräsident?“, fragte Pavelke.

„Ich werde mal beim Zoll nachfragen“, meinte Engel. „Da sind ja ein paar Leute, die so was gelernt haben.“

„Beim Zoll?“

Details

Seiten
86
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783738942903
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v917747
Schlagworte
hamburg heroin

Autoren

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Titel: Heroin für Hamburg