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Sun Koh – Neue Abenteuer #2: Alles nur ein großer Irrtum?

2020 91 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Sun Koh – Alles nur ein großer Irrtum?

Copyright

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Sun Koh – Alles nur ein großer Irrtum?

Sun Koh – Neue Abenteuer #2

von Tomos Forrest

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 91 Taschenbuchseiten.

 

Sun Koh, der Erbe von Atlantis, scheint am Ziel zu sein. Atlantis taucht auf, allerdings mit katastrophalen Folgen für die umliegenden Staaten, das Klima, letztlich – die ganze Welt. Die Nordsee fällt trocken, die Ostsee wird zu einem kleinen Binnenteich, Vulkane brechen aus, Stürme fegen über die Erde und vernichten Millionenwerte. Das alles für einen Traum? Weil sich eine uralte Prophezeiung der Mayas erfüllt? Oder steckt da noch etwas anderes dahinter? Eine unglaubliche, weltzerstörende Erfindung? Ein neuer Diktator, der unter allen Umständen seine Ziele erreichen will? Oder ein riesiger Konzern, der mit dem neuen Land noch mehr Geld verdienen will?

Alles scheint Lug und Trug zu sein, und die Variante, die Sun Koh seinen Getreuen aufzeigt, ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Dann aber tritt neben dem ehemaligen Mitarbeiter Steve Richards noch der Aztekenhäuptling Ichtaca auf den Plan, der ebenfalls von einer alten Prophezeiung erfahren hat, die den Azteken die Macht über Mexiko zurückgeben könnte …

 

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martini Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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1

Das Deckenlicht wurde angeschaltet, und nach der langen Filmvorführung rieben sich die Menschen in dem Raum die Augen. Etwas verlegen blickten sie sich dann an, während der groß gewachsene, blonde Hüne zur Leinwand ging und sich lächelnd zu den Zuschauern umdrehte.

„Was Ihr gesehen habt, liebe Freunde, war eine sehr lebendige Vorführung. Fragt mich jetzt bitte nicht, wie ich das ermöglicht habe, denn die technischen Voraussetzungen für solche Projektionen gibt es schon sehr lange. Sie wurden nur nicht in ausreichender Weise weiter verfolgt und technisch verbessert. Das verdanken wir nun unseren eigenen Wissenschaftlern, denen ich an dieser Stelle herzlich dafür danken möchte. Es war die Abteilung V, die sich um diese Projektion einer möglichen Zukunftsvariante sehr bemüht hat.“

Ein glatzköpfiger, etwas beleibter Mann in der zweiten Reihe erhob seine Hand.

„Oh, Dr. Wismuth, bitte, sprechen Sie frei heraus! Sie sind einer der Männer, die dieses Projekt über einen langen Zeitraum betreut und immer wieder verbessert haben!“, forderte ihn Sun Koh auf.

„Sir, meine Damen und Herren, das Beste steht Ihnen ja noch bevor! Seit ich vor vielen Jahren einen Roman gelesen habe, ließ mich die Idee einer plastischen Projektion zusammen mit einer Tonmöglichkeit nicht mehr los.“

Ein leises Raunen ging durch den Raum, aber Dr. Wismuth, der deutsche Wissenschaftler, ließ sich dadurch nicht beirren. Er hob nur leicht die Hand und sprach weiter.

„Ja, ein Roman war es, und zwar der Roman Le Château des Carpathes des französischen Romanciers Jules Verne. Ich habe den Roman in seiner deutschen Übersetzung von 1893 unter dem Titel Das Karpatenschloss gelesen und nie wieder vergessen. Über die Entwicklung hochwertiger Filmprojektoren muss ich Ihnen nichts weiter erzählen, letztlich arbeitet auch unser Sichtschutz, mit dem wir bei Gefahr die Sonnenstadt tarnen können, auf ähnliche Weise.“

Es wurde unruhig unter den Anwesenden, die wohl gern nach der langen Vorführung einmal aufgestanden wären, um sich die Beine zu vertreten. Aber Sun Kohs Haltung ließ das nicht zu. Der Herrscher über die Anlagen auf Yukatan und Erbe von Atlantis lauschte gebannt den Ausführungen seines Experten Dr. Wismuth.

„Diesen Kinderkram bekam ich einfach nicht mehr aus dem Kopf, und ich überlegte, wie ich Vernes Erfinder Orfanik eines Tages übertreffen konnte. Übrigens – für alle, die den Roman nicht gelesen haben: Für Baron von Gortz hat Orfanik auf dessen Karpatenschloss die Möglichkeit geschaffen, die über den Tod so heiß geliebte Sängerin La Stilla plastisch erscheinen zu lassen und dabei auch ihre Stimme hören zu können.“

„Ich bin beeindruckt, lieber Dr. Wismuth, dass eine solche Geschichte Sie nicht mehr ruhen ließ, Sie zu Ihrer Arbeit antrieb. Ihre optischen Erfindungen in der Sonnenstadt werden von allen geschätzt, ganz besonders von denjenigen, die über unsere Sicherheit zu wachen haben. Wie aber ist es Ihnen gelungen, uns räumliche Bilder zu schaffen, die so echt wirken, dass man sie berühren möchte?“

Dr. Wismuth kam aus seiner Sitzreihe nach vorn, und alle konnten nun erkennen, wie mühsam der Mann auf seinen verkrüppelten Füßen ging, um nur ein paar Schritte vorwärts zu kommen. Aber wer den Wissenschaftler näher kannte, wusste, dass er so gut wie nie schlechter Laune war. Stets probierte er etwas mit Linsen, Objektiven, Rohren und vor allem – dem Sonnenlicht aus, und im Verlauf des letzten Jahres war die Sonnenstadt durch zahlreiche Geräte vor jeglicher Annäherung Unbefugter gut geschützt. So zeigte sich zum Beispiel die Lage der Stadt aus der Luft als ein dichter, undurchdringlich wirkender Urwald – eine geschickte Projektion.

„Wenn Sie gestatten, Sir, möchte ich jetzt allen ein plastisches Bild vermitteln, das den eben gezeigten Film unterstützen wird. Ich setze an der Stelle ein, an der Sie alle mit der Besatzung der Jacht Julienne gelitten haben, denn bis dahin ist alles, was Sie gesehen und wohl auch in dem Bericht gelesen haben, nur ein schwacher Abzug dessen, was wirklich geschehen wird.“

Schweigend hörten ihm alle zu, und nun nickte der Wissenschaftler Sun Koh zu, der mit einem Schalter den Raum erneut verdunkelte.

Dr. Wismuth stand an einem schwarzen, rechteckigen Kasten, der leise summte und mit einem Kabel aus der Wand gespeist wurde. Er drückte mehrere Knöpfe, und plötzlich erschien in einem bläulichen Licht vor der ersten Zuschauerreihe eine Frauengestalt. Sie trug ein einfaches, bodenlanges Kleid und hatte die Haare auf eine altertümliche Art aufgesteckt. Kaum war sie vollständig zu sehen, drehte sie sich zu Sun Koh, lächelte, und begann, ein sanftes Lied zu singen. Es war eine italienische Arie, und niemand verstand in diesem Augenblick, weshalb Dr. Wismuth so fröhlich grinste. Sein Gesicht war durch das bläuliche Licht, das von drei Linsen in die Raummitte gestrahlt wurde, hell erleuchtet.

Nach ganz kurzer Zeit war die Projektion schon wieder beendet, das Licht erlosch, und Dr. Wismuth sagte in die Dunkelheit mit glucksender Stimme: „Ich bitte um Verzeihung, Sir. Das war nur ein Spaß, denn ich bin sehr stolz darauf, meine Jugenderinnerung nun in die Realität umsetzen zu können. Aber jetzt starte ich die Projektion, die Sie sehen sollen, auf ausdrücklichen Wunsch unseres Sun Koh.“

Erneut war das bläuliche Licht zu sehen, dann fühlten sich die Zuschauer plötzlich mitten in die Wogen eines aufgewühlten Meeres versetzt. Die Darstellung erfüllte ein Drittel des Raumes, und verwundert schauten die Menschen an sich herunter, ob nicht tatsächlich eben der Raum voller Wasser lief.

„Phantastisch!“, flüsterte der erste von ihnen, ein weiterer ergänzte: „Traumhafte Bilder!“

Das Wasser bewegte sich heftig vor den Augen der Zuschauer, die jetzt schaumgekrönte Wellen vor sich sahen und meinten, sogar den Sturm dazu heulen zu hören. Doch das war keine Einbildung, Lautsprecher unterstützten die Projektion und gaben allen die Illusion, mitten im Meer zu stehen.

Dann bildete sich ein gigantischer Strudel, der sich immer schneller und schneller drehte wie ein Mahlstrom, der alles mit sich in die Tiefe reißt. Plötzlich schoben sich gewaltige Erdmassen durch das Wasser, Gestein wurde an die Oberfläche geschleudert, ein Vulkan brach unter Wasser aus und spie seine gewaltige Ladung an die Oberfläche, wo sie bereits in erstarrtem Zustand ankam.

Mächtiger wurde die Landmasse, drängte das Wasser zurück und stieg weiter an.

Plötzlich wechselte die Perspektive, die Zuschauer konnten nun das Geschehen aus der Vogelperspektive sehen und erkannten dabei eine langgezogene, schroffe Gesteinsformation, in deren Bereich sich mehrere Vulkane zeigten. Brodelnde Lava stieg aus dem Inneren auf und floss zischend in das umgebende Wasser. Durch die plastische Präsentation wirkte alles auf die Zuschauer sehr beeindruckend, und schweigend verfolgten sie den erneuten Szenenwechsel, bei dem nun aus der Luft Bilder gezeigt wurden, die alle eines gemeinsam hatten: Es handelte sich durchweg um furchtbare Naturschauspiele, bei denen sich Stürme, Starkregen, Überschwemmungen, Bergrutsche und Tsunami in rascher Folge abwechselten. Als plötzlich das bläuliche Licht erlosch, und damit auch die Projektionen, waren alle beim Aufflammen des Deckenlichtes erneut geblendet, aber nun schwirrten die Kommentare durch den Raum, bis Sun Koh erneut lächelnd nach vorn trat und mit einem Handzeichen um Ruhe bat.

„Meine Kameraden der letzten Jahre, liebe Freunde, möchte ich hinzufügen“, begann er seine Rede. „Jeder von Euch hat in den vergangenen Stunden meine Zusammenfassung mit dem Titel Atlantis steigt auf erhalten. Darin ist, wie wir zu Beginn auch als Film sehen konnten, ein Szenario zusammengestellt, wie es hätte sein können, wenn sich die alte Prophezeiung meiner Vorfahren bestätigt (vgl. dazu den gleichnamigen Titel aus unserer Serie Sun Koh, Bd. 37). Und Ihr habt gesehen, was passiert, wenn das alte Reich tatsächlich wieder an die Erdoberfläche zurückkehrt. Denkt darüber nach, meine Freunde. Mehr möchte ich heute und an dieser Stelle nicht sagen. Lasst die Bilder auf Euch wirken, lest noch einmal die Ereignisse nach, die ich mir in der Form, wie es in dem Manuskript steht, ausgemalt habe. Einiges wird Euch unbekannt sein, aber es entspricht den Tatsachen. Mit dem Eintreffen der Männer, die mich seit meiner Kindheit behütet und überwacht haben, endet der realistische Bericht. Das nachfolgende Szenario mit der Jacht und der Beschreibung des Auftauchens von Atlantis beschreibt den Teil, der Euch zeigen soll, wie weitreichend die Folgen eines solchen Ereignisses für die gesamte alte Welt wären. Ich danke Euch für Eure Aufmerksamkeit. Morgen, um die gleiche Stunde, treffen wir uns wieder hier. Gute Nacht!“

Als sich Sun Koh umwandte, um zur Tür zu gehen, geschah etwas vollkommen Unerwartetes. Plötzlich stürmten etwa zehn Soldaten den Raum, umringten den Prinzen und richteten ihre Gewehre auf seinen Kopf. Die Soldaten wirkten selbst schon durch ihre schwarze Uniformierung erschreckend. Dazu trugen sie ebenfalls schwarz lackierte Stahlhelme mit einem seltsamen, geschwungenen Rand, an denen ein glänzendes Visier befestigt war, das ihre Gesichter vollkommen verbarg. Die Gewehre wirkten sehr modern und in ihrer schlanken Ausführung ungewöhnlich.

Alle Anwesenden erstarrten bei ihrem Anblick auf den Plätzen, nur Hal Mervins Hand zuckte automatisch zur Waffe an seiner Seite, aber er wagte es nicht, sie zu ziehen.

„Im Namen aller Nationen, Sie sind verhaftet, Sun Koh!“, rief eine laute, aber dumpf klingende Stimme. „Sie werden des Hochverrats angeklagt und sind Schuld am Tod von Millionen Ihrer Mitmenschen. Heben Sie sofort die Hände, wir sind angewiesen, Sie anderenfalls sofort zu erschießen!“

Zugleich wurde der Lärm von angreifenden Flugzeugen laut, erste Bomben explodierten vor der Sonnenpyramide, von fern grollte Artilleriedonner zu ihnen in den Vorführraum.

Ein lauter Schrei von den Zuschauern, ein erster von ihnen sprang auf, andere folgten.

„Rettet Sun Koh! Alarm!“, riefen die Stimmen durcheinander, aber Sun Koh blieb inmitten der Soldaten vollkommen gelassen stehen. Als er langsam die Hand hob, war der ganze Spuk wie mit einem Zauberschlag verschwunden, und nur Sun Koh stand lächelnd vor Ihnen.

„Auch das bitte ich, gut im Gedächtnis zu behalten, meine Freunde. Das war natürlich eine weitere Animation unseres hervorragenden Dr. Wismuth, dem ich dafür herzlich danke!“

Damit ging Sun Koh aus dem Raum, rasch gefolgt von Hal Mervin, der die ganze Zeit schweigend in seiner Nähe gestanden hatte und ein verblüfftes Gesicht zeigte.

 

 

2

Der alte George Norke, der vor achtzig Jahren in Dorset, England, geboren wurde und sein Leben der Erforschung alter Maya-Schriften gewidmet hatte, war es, der die Versammlung am nächsten Tag eröffnete.

„Alle in der Sonnenstadt kennen die alte Maya-Überlieferung, nach der dem letzten Prinzen aus dem Geschlecht der alten Könige an seinem 28. Geburtstag eine Inschrift erscheint, die ihm den Zeitpunkt des Aufstiegs von Atlantis anzeigt. Unser Herr, Sun Koh, ist dieser Prinz, daran besteht kein Zweifel. Allerdings behauptete mein Landsmann Evans, der das Bruchstück des Troano-Manuskriptes übersetzte, dass die Schrift auf der Brust des Prinzen erscheinen würde. Aber er täuschte sich, denn leider verstand er zu wenig von der alten Sprache. Ich wiederhole deshalb heute noch einmal, was alle von Euch in dem Manuskript Atlantis steigt auf nachlesen können: Evans dachte bei seiner Übersetzung an einen richtigen Spiegel, gemeint ist aber ein Wasserspiegel. Der See liegt genau auf dem gleichen Breitengrad wie die Sonnenstadt. Die zweite Bestimmungslinie hängt allerdings eng mit den Achsen eines Viertelkreises zusammen. Die Angabe steht im Manuskript zweimal. Evans hat beide gleichgesetzt. Um die eine zu verstehen, muss man die Bedeutung des Wendekreises für die Maya berücksichtigen. Eine Sehne zwischen dem See und der Stadt, das Lot auf der Mitte und den Schnittpunkt mit dem Wendekreis als Kreismittelpunkt angenommen, ergibt, dass der See in dem einen Achsenendpunkt des Kreises liegt, während die Sonnenstadt im andern liegt. Der erwähnte Wasserspiegel befindet sich im Innern des Popocatépetl, des großen Berges der Stadt Mexiko, es ist der Kratersee dieses Berges. Und den werden wir in der kommenden Woche, am Geburtstag Sun Kohs, mit ihm aufsuchen.“

Ein Arm aus der hinteren Reihe erhob sich, und Norke erteilte dem Mann, den er als einen der Geologen aus dem Team der Wissenschaftler erkannte, das Wort.

„Warum hat sich denn der Engländer Evans so weit von der Übersetzung Le Plongeons entfernt? Wem ist denn nun die beste Übersetzung gelungen, wem darf man bei diesen Angaben trauen?“

„Bevor ich darauf konkret antworte, zitiere ich einmal einen anderen Wissenschaftler, der sich mit dem Werk Le Plongeons ausführlich beschäftigt hat: Er erklärte, dass das Wort Akkad ursprünglich aus der Sprache der Maya stamme. Er wandelt das Wort ‚Akkad zu ‚Akal‘ ab, um es mit dem Maya-Begriff mit der Bedeutung ‚Weiher‘ oder ‚Marschland‘ in Verbindung zu bringen. ‚Akil‘, auch ein Maya-Wort, bedeute, wie er sagt, ‚Marschland mit Schilf und Binsen‘ und es war und sei eine Beschreibung Nieder-Mesopotamiens und der Gegenden in der Nähe des Euphrat. Tatsächlich wissen wir heute, dass es im Sinne von Aufschießen bei Lichtstrahlen zu übersetzen ist. Ein weiterer, bedeutender Irrtum des Franzosen war es zu behaupten, das Wort Akkadier sei die Ursprungsbezeichnung für die Chaldäer und das Volk von Atlantis vor mehr als 8.000 Jahren daher an den Euphrat gezogen. Mir gefallen seine Verbiegungen nicht, kann er ein Wort nicht zuordnen, fügt er einen Buchstaben dazu oder lässt einen fort und versucht so, eine Erklärung zu bringen.“

„Ich verstehe!“, antwortete der Geologe. „Dann ist es allerdings zweifelhaft, wem wir überhaupt bei den Übersetzungen trauen können!“

„Vielleicht noch Ignatius Donelly und seinem Atlantis - the Antediluvian World . Am besten aber einem königlichen Nachkommen der Maya-Herrscher, die die alte Sprache auch in der Schriftform beherrscht.“

Damit verbeugte sich der alte Mann vor Sun Koh, der sich erhob, Norke herzlich beide Hände drückte und dann in kurzen Worten das Geschehen umriss. Er hatte von seinen Wegbegleitern einiges nach den Projektionen des Vortages bereits gehört und endete schließlich die Aussprache nach einer guten Stunde mit der folgenden Bemerkung:

„Wir werden also mit einem unserer Luftschiffe aufbrechen und uns an den Ort der Verkündung zu meinem Geburtstag begeben. In jedem Fall ist es uns damit möglich, den Kratersee des Popocatépetl zu erkunden, wenn der Lichtstrahl vom Ixtaccihuatl hinüber zum See fällt. Dann werden die letzten Geheimnisse dem Prinzen enthüllt werden.“

Alle erhoben sich und applaudierten Sun Koh, als plötzlich mit schrillem Geräusch die Alarmsirenen losgingen und von den Decken ein flackerndes, rotes Licht kam, das alles in eine unwirkliche Beleuchtung versetzte.

„Alarm – das ist keine Übung – begeben Sie sich umgehend in die Schutzräume – Alarm – das ist keine Übung!“, wiederholte monoton eine Lautsprecherstimme die Warnung.

Sun Koh bewahrte die Ruhe, hatte seine Sprechdose in der Hand und erhielt von der Zentrale die Mitteilung, dass ein Nurflügel-Flugzeug direkt auf sie zugeflogen käme. Zwar stand der Sichtschutz, aber es war zu befürchten, dass diese Angreifer ihn ausgeblendet hatten, wie einst die Beschützer Sun Kohs, die mit einem gleichen Flugzeug gekommen waren (vgl. Sun Koh, Bd. 37, Atlantis steigt auf).

War es möglich, dass eines dieser Geräte einem Verbrecher in die Hände gefallen war? Auf dem Flur standen zwei Flitzer, die Sun Koh und Hal Mervin jetzt nutzten, um mit den schnellen Geräten, die eigentlich für die Straßen gedacht waren, durch die große Pyramide zur Zentrale zu fahren.

Dort angekommen, bremsten beide scharf, warfen die Flitzer beiseite und standen im nächsten Augenblick vor den großen Bildschirmen, auf denen es nur ein einziges Bild gab: Einen Nurflügler, der im Tiefflug heranjagte und unter der Maschine deutlich erkennbar mehrere Raketen aufwies, und ein bombenähnliches Gebilde in einer Vorrichtung, die an einen großen Metallkorb erinnerte.

„Wie ist das möglich?“, rief Sun Koh seinem Sicherungsoffizier zu. „Wer hat eines unserer Flugzeuge erbeutet?“

„Es kann sich nur um jemanden handeln, der Insiderwissen besitzt, Sir! Immerhin handelt es sich um Nurf 1, Ihre Maschine, die auf dem Außenposten an der Küste abgestellt war“, antwortete der Mann und deutete auf kleine Bildschirme, deren Darstellung den Nurflügler in verschiedenen Positionen zeigte.

„Wüsste ich es nicht besser, würde ich auf Manuel Garcia tippen, aber der ist ja kürzlich verstorben!“, sagte Sun Koh und beobachtete das Flugobjekt. „So aber bleibt nur noch einer übrig, der in der Lage ist, in eine unserer Außenstellen einzudringen und einen der Nurf zu stehlen. Ich hätte Steve Richards aber niemals zugetraut, dass er in der Lage sein könnte, sie auch zu fliegen. Offenbar habe ich ihn unterschätzt.“

„Sir? Sie meinen den Steve Richards, der einige Monate in unserem Team gearbeitet und dann spurlos verschwunden ist?“, erkundigte sich der Maya-Offizier der Garde mit erstaunter Miene.

„Spurlos ist er nicht verschwunden“, antwortete Sun Koh und starrte auf den Bildschirm. „Ich bin ihm erst kürzlich begegnet. Aber davon erzähle ich später einmal (vgl. dazu Henry Logan, Band 5, Sun Koh – in letzter Sekunde). „Jetzt gilt es, das Flugzeug abzufangen, bevor …“

Eine unglaublich laute Detonation unterbrach Sun Koh.

Der Nurflügler hatte eine seiner Raketen abgeschossen und sie mitten in die Pyramide der Sonnenstadt geschickt, wo sie explodierte.

„Sofortige Schadenskontrolle! Bericht direkt an mich!“, befahl Sun Koh und wartete beobachtend ab, was als nächstes geschehen würde. Ihm war nicht wohl bei dem Gedanken, dass ausgerechnet dieser schurkische Engländer über eines seiner Nurf nebst entsprechenden Raketen verfügte. Rasch und mit leiser Stimme sprach er seine Anweisungen in eine Sprechdose, als eine zweite Rakete in die Pyramide einschlug.

Diesmal war die Explosion so heftig, dass in der Zentrale kurz das Licht flackerte und etwas Staub von der Decke auf die hier versammelte Garde rieselte. Doch Sun Koh ließ sich davon nicht beeindrucken. Mit ruhiger, gleichmäßig klingender Stimme gab er seine Anweisungen über die Sprechdose, die dann entweder per Funk oder über die Lautsprecheranlage an die Abteilungen weiter geleitet wurden.

Zunächst war es wichtig, dass der Schutz für die Zentrale ausgefahren war und auch funktionierte. Das geschah unmittelbar nach dem zweiten Raketeneinschlag, und durch die verschiedenen Platten, die sich zum Teil übereinander schoben, war der dritte Einschlag nebst anschließend erfolgter Explosion schon deutlich schwächer. Dann mussten die Systeme aktiviert werden, die den Nurf bremsten.

„In Bereitschaft!“, befahl Sun Koh dem Mann, der den Schalter mit dem Magnetfeld überwachte. „Achtung – in eins – zwei – drei – jetzt!“

Folgsam drückte der Maya den Knopf an der Gerätetafel vor ihm, und alle starrten gebannt auf die Monitore. Der Nurflügler schien kurz in der Luft zu stehen, dann verschwand er in einer steilen Kurve um die Pyramide und schlug gleich darauf im angrenzenden Urwald auf. Kein Geräusch drang zu den Männern in der Zentrale herüber, aber die rot-gelbe Stichflamme, die auf den Monitoren erkennbar war, zeigte den Absturz der Flugmaschine.

Doch schon drohte neue Gefahr am Haupteingang.

Hier hatte sich während des Raketenbeschusses eine Gruppe mit Rammgerät aufgestellt und setzte nun einen mittelalterlich aussehenden Rammbock ein. Im Gegensatz zu einem solchen Gerät bestand dieses jedoch aus einem mächtigen Stahlblock, der leicht vor und zurück schwingend in einer kräftigen Halterung hing und nun gegen die steinernen Tore dumpf und gefährlich klingend schlug. Das wiederholte sich ständig, und das hämmernde Geräusch war bis in die Zentrale zu vernehmen.

„Man will die Burg offenbar stürmen!“, sagte Sun Koh mit einem Lächeln in den edlen Gesichtszügen. „Gut, dann werden wir auch mit den Mitteln des Mittelalters antworten.“ Mit diesen Worten drückte er auf einen Knopf, und aus einer der zahlreichen Figuren über den Türen ergoss sich eine widerlich riechende Flüssigkeit über die Männer an dem modernen Rammbock.

Verblüfft starrten sie nach oben, ohne sich zu rühren.

Doch dann setzte die Wirkung ein.

Es war kein Pech oder gar siedendes Öl, wie es die Belagerten von den Burgzinnen herunter kippten. Hier war ein Gebräu auf die Angreifer gekippt, das sich erst jetzt entwickelte und durch die Kleidung der Männer fraß, die schreiend davon liefen, auf Arme und Beine schlugen und sich schließlich die verbliebenen Kleiderfetzen vom Körper rissen.

„Sir – ein weiterer Angriff vom Norden, hier auf dem Monitor!“

Sun Koh wandte sich sofort zu dem Maya-Krieger, der ihn auf eine seltsame Gruppe aufmerksam machte. Da näherte sich etwas sehr langsam der Pyramide, und keiner der Anwesenden konnte den Sinn des Gefährts sofort erkennen. Es bewegte sich auf Raupen und kletterte über alle Gesteinsbrocken und andere Hindernisse, um zielsicher eine der Schrägen zu erreichen. Auf einem ovalen Metallgehäuse war etwas Rundes befestigt, deren Sinn erst nach wenigen Minuten klar wurde. Was dort gerade vor einer Pyramidenwand anhielt und nun sein rundes Gerät ausfuhr, war so etwas wie ein fahrbarer, riesiger Bohrer. Gleich darauf begann er mit seiner Arbeit, und die Wände vibrierten erneut, allerdings diesmal für längere Zeit. Mit ungeheurer Kraft drehte sich eine Metallspirale und fraß sich Millimeter für Millimeter durch die dicken Steinquader der Pyramide.

„Ein riesiger, mit Diamanten besetzter Bohrer. Dagegen haben wir keine Abwehr. Hal, sofort die Garde zu dem Punkt dirigieren. Wir müssen vor Ort sein, wenn die Angreifer durchbrechen!“

Der junge Assistent zögerte keine Sekunde, nahm über seine Sprechdose Kontakt mit den Offizieren der Garde auf und sorgte dafür, dass die Abteilungen an der zu erwartenden Bohröffnung bereit standen.

„Ist der Panzerplattenbeschlag sicher eingerastet?“, rief Sun Koh den Offizieren in der Zentrale zu.

„Alles ordnungsgemäß ausgefahren und verankert, Herr, aber – der Bohrer hat bereits mit seiner Arbeit begonnen. Wir rechnen in zwanzig Minuten mit einem Durchbruch an der Stelle.“

„Sofort in dem entsprechenden Raum alles verschanzen und in Deckung gehen. Bei Durchbruch der Angreifer sofort Feuer eröffnen. Falls ein Rückzug erforderlich wird, die Gänge abschotten und beim Vordringen der Angreifer das Betäubungsgas auslösen.“

„Verstanden, Sir!“

Einen solchen Notfall hatte es in dieser Form bislang noch nicht gegeben. Sun Koh entnahm einem Schrank seine Pistole und eilte, dicht gefolgt von Hal Mervin, zu dem bedrohten Punkt in der Pyramide.

Doch es sollte alles anders kommen als geplant.

Die beiden Männer betraten gerade den Raum, durch dessen Außenwand sich mit einem höllischen Kreischen der diamantenbesetzte Bohrer eine Bahn brach. Fast gleichzeitig erfolgte eine laute Detonation, deren Druckwelle die beiden Ankommenden erfasste, zurückwarf und sie zugleich betäubte.

Niemand wusste später zu sagen, was da alles gleichzeitig geschah. Aber im Moment des Durchbruchs wurde entweder von den Feinden eine Granate mit Betäubungsgas gezündet, oder aber die in den Decken eingebauten Vorrichtungen lösten automatisch aus.

Jedenfalls wurden alle Maya-Krieger im Raum betäubt, noch ehe an eine Gegenwehr zu denken war. Als sie inmitten von Geröll und Staub nach und nach wieder zu sich kamen, weil das Gas rasch durch die Maueröffnung abzog, stellte es sich heraus, dass sowohl Sun Koh als auch Hal Mervin verschwunden waren. Die Angreifer selbst konnten nicht weiter vordringen, weil die Garde der Maya-Krieger nun ihren Gegenangriff von außen startete und dabei das gepanzerte Fahrzeug binnen kurzer Zeit in hellen Flammen stand.

Einer der hünenhaften Krieger war auf das Hinterteil gesprungen und hatte etwas in die Lüftungsschlitze des Motors geworfen, das sich sofort entzündete und anschließend auch zur Explosion des Kettenfahrzeuges führte.

Die Mannschaft hatte Mühe, aus dem brennenden Wrack zu gelangen, zumal jetzt die Krieger von allen Seiten auf sie einstürmten. Auf kurze Entfernung schossen sie ihre halbautomatischen Pistolen auf die Feinde ab, die sich nach und nach zurückzogen.

Als die Schüsse endlich verklungen waren und über dem Platz eine Wolke von Staub niedersank und alles mit einem grauen Schleier überzog, wurde es still in der Sonnenstadt. Überall lagen Tote und Verwundete herum, die von den Angreifern bei ihrem Rückzug einfach liegen gelassen waren.

„Eine Katastrophe!“, sagte der alte Norke kopfschüttelnd, als er auf dem Monitor den Weg der Kamera verfolgte, die von ihrem Standort auf der Pyramide langsam das gesamte Gelände nach versteckten Feinden suchte und die Bilder in die Zentrale übertrug. „Wer sind diese Menschen? Ich sehe alle Hautschattierungen, fast könnte man meinen, dass sich die Völker der Erde gegen uns verbündet haben!“

Das Gesicht des alten Mannes war schmerzverzerrt, als Ryken zu ihm trat.

„So abwegig ist der Gedanke nicht, Norke!“, sagte er leise und deutete auf die Szenerie, die sich ihnen auf dem Monitor bot. „Inzwischen wird es sich herumgesprochen haben, was hier geschieht und was wir erwarten. Spätestens seit der Flucht des Verräters Steve Richards aus unserem Gefängnis wird es die Welt erfahren haben. Ich wollte, dieser Mensch wäre schon damals unschädlich gemacht worden, als er die Sonnenstadt überfiel (vgl. Henry Logan, Bd. 5, Sun Koh – In letzter Sekunde). Er hat leider ein zu großes Wissen über die Sonnenstadt und ihre Geheimnisse.“

 

 

3

Mit dröhnenden Kopfschmerzen erwachte Hal Mervin.

Es pochte und hämmerte in seinem Hinterkopf, und stöhnend versuchte er, sich in der Dunkelheit aufzurichten. Trotz seiner Hand- und Fußfesseln gelang es schließlich nach mehreren Versuchen. Er hatte keine Ahnung, wo er sich befand, schloss aber aus den Steinplatten, die den Fußboden bildeten, dass er sich noch in der Sonnenstadt befand.

Das verlieh ihm neue Hoffnung.

Man könnte seinen Standort ausfindig machen, wenn er noch … natürlich nicht, als er seine Beine anzog, stellte er fest, dass die Sprechdose sich nicht mehr in der Beintasche befand.

Als nächstes begann Hal mit der Untersuchung seines Gefängnisses. Das war keine leichte Aufgabe, aber er schaffte es, auf die Knie zu kommen und begann dann, seine Umgebung abzutasten. Überall Steinplatten, wie man sie in zahlreichen alten Gebäuden fand.

Sun Koh!

Der Gedanke an seinen Herrn beflügelte ihn.

Er musste zusammen mit ihm und den anderen vom Gas betäubt worden sein. Aber wohin hatte man sie gebracht? Und wo war Sun Koh, wo die anderen?

Hal Mervin begann, mit den gefesselten Füßen auf den Boden zu stampfen, so lange, bis er erschöpft innehalten musste und nun in die Stille der ihn umgebenden Dunkelheit lauschte.

Nichts. Keine Reaktion, Kein Laut drang an sein Ohr.

Noch einmal wiederholte er seine Bemühung und lauschte erneut.

Da kam ganz schwach aus weiter Entfernung ein Geräusch an sein Ohr.

Hal lauschte angespannt und hätte plötzlich laut aufjubeln mögen vor Freude.

Das waren Morse-Signale!

Jemand hatte angefangen, ihm etwas mitzuteilen!

Rasch begann er erneut, mit den gefesselten Füßen auf den Boden zu hämmern und dabei seinen Namen zu Morsen.

Erneutes Lauschen, dann die Erleichterung. Er war verstanden worden!

Bin im Nordflügel. A-Pyramide.

Jetzt gab es kein Halten mehr für ihn.

Umgehend antwortete er, dass er die Zeichen zwar schwach, aber dennoch vernehmen könne. Das bedeutete, dass er sich im gleichen Bau befinden musste. Und noch etwas wurde ihm dabei klar. Dieser Teil war der unter den Pyramiden der alten Maya-Stadt, der den Namen Pyramide des Zauberers erhalten hatte. Und hier waren vor einigen Monaten Ausgrabungen begonnen wurden, bis eine seltsame Krankheit die Archäologen wieder zwang, abzureisen.

Hal hatte ein deutliches Bild seiner Umgebung vor Augen.

Von seinem Gefängnis musste ein Gang direkt zu dem Raum führen, in dem man Sun Koh gefangen hielt. Denn der war es, der die Morsezeichen sendete. Und wenn alles zusammentraf, was er sich gerade ausgemalt hatte, dann …

Seine Gedankengänge wurden jäh unterbrochen.

Auf dem Gang vor seinem Gefängnis wurden Schritte laut, Stiefel knallten auf die Steinplatten, und Hal schätzte, dass sich mindestens fünf Personen seinem Gefängnis näherten.

Jemand riss die Tür so schnell auf, dass sie krachend gegen eine Wand schlug und sich gleich darauf Licht verbreitete, das zu grell war, um die Augen offen zu halten.

„Das ist Hal Mervin, sein Assistent!“, sagte jemand mit einer lauten, dröhnenden Stimme. „Der junge Mann ist nicht ungefährlich!“

„Darauf kannst du dich verlassen, Richards! Komm du mir zwischen die Finger, und ich werde dir zeigen, was ich von dir halte! Du könntest es glatt bedauern, den Absturz der Nurf überlebt zu haben!“, knirschte Hal zwischen den Zähnen hindurch. Er hatte den Engländer sofort erkannt.

„Nun werde mal nicht gleich frech, Bürschchen!“, schnauzte ihn der andere an und trat ihm mit der Schuhspitze zwischen die Rippen. „Du solltest dir genau überlegen, wie du mit den Leuten sprichst, die in den nächsten Stunden über Leben und Tod entscheiden werden! Und überhaupt – welchen Absturz meinst du?“

„Mach dich nicht lächerlich, Richards! Nur weil du ein paar Geheimnisse der Sonnenstadt kennst, wirst du dadurch nicht unbesiegbar! Sieh dich vor, wenn du mir zu nahe kommst, reiße ich dir mit den bloßen Zähnen dein Herz heraus!“, antwortete Hal verächtlich und erhielt dafür einen weiteren Tritt.

„Du hast ein ziemlich großes Mundwerk, mein Lieber. Aber keine Sorge, das wird dir in Kürze vergehen, wenn du erlebst, wie jämmerlich dein großer Meister zugrunde geht! Ich lasse dich so lange am Leben, damit du jeden seiner letzten Atemzüge genau beobachtest und in jeder Sekunde weißt, dass du ihm folgen wirst!“

„Was willst du von uns, Richards? Du glaubst nicht im Ernst, dass du jemals hier lebend herauskommen wirst! Schon jetzt sind unsere Männer auf deiner Spur und werden dich töten, noch ehe du überhaupt begriffen hast, dass jemand hinter dir steht. Also – überlege du dir lieber, was du sagst!“

Details

Seiten
91
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783738940909
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v888576
Schlagworte
abenteuer alles irrtum neue

Autor

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Titel: Sun Koh – Neue Abenteuer #2: Alles nur ein großer Irrtum?