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SALTILLO #21: Der Mädchenhändler von El Paso

2020 105 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Der Mädchenhändler von El Paso

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

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Der Mädchenhändler von El Paso

SALTILLO Band 21

Roman von Franc Helgath

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 105 Taschenbuchseiten.

 

Mädchenhändler fahren über das Land von Saltillo, der mit seinen Männern die Mädchen befreit. Eine von ihnen versucht, sich an den Haziendero heranzumachen, der sie daraufhin vom Hof weist. In El Paso wird sie am darauffolgenden Tag tot aufgefunden, zu Tode gepeitscht. Saltillo steht im Verdacht, sie getötet zu haben und wird verhaftet.

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author / Cover: – Edward Martin

© dieser Ausgabe 2020 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Die Hauptpersonen des Romans:

Saltillo (30) – heißt eigentlich Sam O'Hara. Ihm gehört die Hazienda del Saltillo. Der Besitz ist das Erbe seines Vaters, des Alamo-Kämpfers Jim O'Hara. Saltillo ist ein halber Comanche. Er versteht mit Bullpeitsche und Paterson-Colt gleichermaßen virtuos umzugehen – was seine Gegner immer wieder schmerzhaft zu spüren bekommen.

Layla Sheen (28) – hat eine bewegte Vergangenheit im Rotlichtbezirk von New Orleans hinter sich. Die aparte, etwas zur Fülle neigende Kreolin betreibt die Cantina von Nuevo Saltillo, weil sie unabhängig bleiben will. Als gebranntes Kind scheut sie das Feuer, auch wenn Saltillo die Flamme der Leidenschaft in ihr immer wieder neu entfacht.

Tortilla-Buck Mercer – weiß selbst nicht genau, ob er Anfang Vierzig ist. Doch das ficht den schlitzohrigen, mit allen Wassern gewaschenen Haudegen nicht an. Auf den Vormann und seine »Betsy«, die Rifle, kann Saltillo sich auch in brenzligen Situationen blind verlassen. Denn auf der Hazienda glaubt Buck nach einem langen, rauchigen Trail jenen Platz gefunden zu haben, den es zu verteidigen lohnt.

 

 

1

Antonio lenkte sein Pferd aus der Bodensenke. Der jüngste Vaquero der Hazienda del Saltillo hatte die Gitarre am Band geschultert und starrte nun angestrengt hinab auf das im Mondlicht schimmernde Band des Rio Bravo.

Er gehörte in dieser Nacht zu den Herdenwächtern. Es herrschte noch immer eine dumpfe, schweißtreibende Wärme in der Flussniederung.

Dann rumpelte der Planwagen auf der mexikanischen Seite in die Furt. Er wurde von drei Männern begleitet.

Der junge Vaquero strich sich nervös durch das schwarze störrische Haar.

»Das können nur die Mädchenhändler sein«, murmelte er und presste die Lippen zu einem Strich zusammen.

Er fröstelte plötzlich trotz des warmen Windes. Einerseits hätte er jetzt sofort umkehren und Saltillo benachrichtigen müssen. Andererseits brannte er darauf, sich als ganzer Mann zu beweisen.

So redete er sich ein, dass die Mädchenhändler womöglich in den Hügeln untertauchten, wenn er nicht sofort etwas gegen sie unternahm.

Da fiel dem hitzköpfigen Jungen der Entschluss nicht schwer. Entgegen der ausdrücklichen Mahnung des Jefe wollte er auf eigene Faust vorgehen.

Drei Gegner erschienen ihm nicht unüberwindbar. Hatte er sich nicht schon in zahlreichen Kämpfen bewährt?

Antonio vergaß wieder einmal völlig, dass seine Tapferkeit in keinem Verhältnis zu seiner Kampfkraft stand. Er war ein sympathischer Träumer, ein Don Quichotte mit einer Gitarre auf dem Rücken.

Mit einem schrillen Schrei gab er seinem gescheckten Bronco die Sporen. Gleichzeitig zog er das Gewehr aus dem Sattelschuh, entsicherte und schoss ein paarmal unkontrolliert in die Luft. Er – hoffte, die Ballerei würde die Mädchenhändler einschüchtern.

Er erreichte das genaue Gegenteil.

Weder Jeff Clomstock noch Rico Arragon oder der ältere, kampferprobte Desperado Fagueras gehörten zu jenen Leuten, die sich von einem wild um sich schießenden Greenhorn ins Bockshorn jagen ließen.

Die drei Mädchenhändler griffen ebenfalls zu den Waffen, während der Wagen auf der texanischen Uferseite aus dem Wasser rollte.

Die Geschosse summten Antonio wie wild gewordene Hornissen um den Schädel.

Doch das focht den heißblütigen Vaquero nicht an. Tief beugte er sich über die Mähne seines Bronco, glaubte immer noch an eine reelle Chance.

Die Männer beim Planwagen waren hartgesottene Burschen.

Unter der Plane klangen spitze Schreie auf – die Schreie von Frauen.

Antonio machte sich noch ein bisschen kleiner im Sattel und sprengte wild schießend weiter.

Er hatte recht behalten – das waren die Mädchenhändler!

Antonio hatte auf der Hazienda ein paar Gerüchte aufgeschnappt: Neuerdings wurden immer wieder Planwagen beobachtet, in denen blutjunge mexikanische Mädchen über den Rio Bravo nach Texas geschafft wurden. In Frisco und anderen Häfen weiter östlich brachten sie ein lohnendes Kopfgeld, ehe sie in den Bordellen verschwanden.

Saltillo hatte es sich verbeten, dass die Transporte ausgerechnet über sein Land führten und die Grenzwachen verstärkt.

Der Wagen kam zum Halten.

Jeff Clomstock, der Boss der Begleiter, war weit davon entfernt, die Nerven zu verlieren. Er überlegte kühl.

Sie hatten es sichtlich nur mit einem Gegner zu tun.

Jeff griff nach seinem Gewehr. Bisher hatte er das Geballer des Vaqueros mit dem Colt erwidert.

Nun zielte er sorgfältig. Er ließ sich vom Gekreische der Frauen und Mädchen im Wagen nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Es war schließlich nicht der erste Transport dieser Art, den er von Hermansillo aus nach Texas begleitete.

Kimme und Korn kamen zur Deckung. Jeff Clomstock drückte erst ab, als er sich seiner Sache vollkommen sicher war. Er hatte diesen Verrückten genau im Visier.

Jeff zog den Stecher durch. Der Mündungsblitz blendete ihn, der Rückstoß des Gewehrschafts verursachte einen blauen Fleck an seiner Schulter.

Als er wieder sehen konnte, erkannte er, dass er getroffen hatte. Der Angreifer hing schief im Sattel, konnte sich kaum mehr auf seinem Pferd halten.

Dann drehte er ab, krallte sich dabei an der Mähne des Tiers fest.

Jeff Clomstock grinste und entblößte seine Zähne.

»Der kommt nicht weit«, sagte er und spuckte in den Sand der Uferböschung. »Die Geier mögen diesen Bastard fressen. Fahren wir weiter, Freunde. Wenn ich ehrlich bin, fühl ich mich nicht recht wohl auf Saltillos Land. Der Kerl ist fähig und macht uns Schwierigkeiten.«

»Hm«, brummte Rico Arragon, »einer sollte ihm endlich mal ‘ne Kugel in seinen Comanchenschädel jagen.«

 

 

2

Antonio blutete heftig aus der Schulterwunde. Er presste sein Halstuch darauf und biss die Zähne zusammen, dass sie knirschten. Er hatte höllische Schmerzen. Schwarze und rote Punkte kreisten vor seinen Augen.

Noch schlimmer war die Scham, die ihn in heißen Wellen durchflutete. Er hatte versagt. Er hatte eine klare Anweisung missachtet und postwendend die Quittung dafür bekommen.

Trotzdem musste er auf der Hazienda Meldung erstatten. Selbst wenn es das letzte war, was er in seinem Leben tat.

Antonio nahm die Sporen nicht mehr von den Weichen seines Pferds. Verzweifelt klammerte er sich fest, hüpfte im Sattel auf und ab wie beim Zureiten. Er hatte keine Kraft mehr in den Beinen. In seiner ganzen linken Seite tobte der Schmerz. Mit jedem Herzschlag pumpten die Adern seinen Lebenssaft aus der Wunde.

Das Halstuch war nass und klebrig. Süßlicher Geruch stieg ihm in die Nase. Ihm war speiübel.

Noch mindestens acht Meilen waren zur Hazienda zurückzulegen.

Er wusste später nicht zu sagen, wie er es schaffte. Jedenfalls tauchten irgendwann die Gebäude auf. Sein Pferd trabte in den quadratischen Innenhof. Hinter den Fenstern im Arkadengang des Erdgeschosses brannte noch Licht. Ein Zeichen dafür, dass Saltillo möglicherweise noch wach war.

Vor der Freitreppe verließen den jungen Vaquero die Kräfte endgültig. Er sah noch das Pflaster auf sich zukommen. Dann verlor er das Bewusstsein.

Er kam mit einem Brennen in Mund und Magen wieder zu sich. Der Gaumen fühlte sich pelzig an, aber er registrierte noch den weichen Geschmack eines milden Cognacs. Nur widerwillig öffneten sich die Augen.

Antonio bemerkte, dass er auf der breiten Ledercouch des Herrenhauses lag. Das Toben in seiner linken Schulter hatte nachgelassen. Die Wunde war verbunden.

»Da kommt er ja wieder zu sich.«

Das war die Stimme von Tortilla-Buck, Saltillos Vormann. Er war ein Haudegen, den so leicht nichts erschüttern konnte. Doch nun war spürbar, dass die Verletzung des Jungen ihm nahe ging. Es schlug eben ein weiches Herz unter der rauen Schale. Buck Mercer beugte sich über die Couch. Ein Grienen lag über seinem stoppelbärtigen Gesicht.

»Na, Compadre? Ich dachte schon, du gehst über den Jordan. War wohl nichts, eh?«

Das war Buck Mercers Art, seiner Erleichterung Ausdruck zu geben. Jeder auf der Hazienda mochte Antonio.

Und dann rückte Saltillo in das Gesichtsfeld des jungen Vaqueros. Aus seiner Miene war Besorgnis zu lesen.

»Dir geht es wieder besser, Antonio?«

Der Vaquero nickte schwach.

»Wo ist die Gitarre?«, flüsterte er.

»Der ist nichts passiert«, antwortete Saltillo. »Sie lehnt neben dir an der Wand. Aber hast du uns nicht mehr zu sagen?«

»Entschuldige, Jefe.« Antonio nickte. »Ich hab einen Fehler gemacht.«

»Das ist uns auch schon aufgefallen«, mischte Buck Mercer sich ein. Er kratzte sich am Schädel. »Dein Glück, dass ich ein Ass im Herausholen von Kugeln bin. So, wie‘s aussieht, stammte sie aus ‘ner Volcanic Rifle. Ein Steckschuss.«

Saltillo drängte Buck beiseite.

»Was ist denn nun wirklich geschehen?«

Der junge Vaquero beschönigte nichts.

»Es waren ganz bestimmt die Mädchenhändler«, schloss er seinen Bericht. »Ich hab ganz deutlich die Schreie von mehreren Frauen gehört.«

Saltillo war immer nachdenklicher geworden. Er kannte die Praktiken gewissenloser Geldverdiener, blutjunge Mexikanerinnen und auch Indianermädchen in die meist frauenarmen Städte des Westens zu verschleppen, wo sie den Männern dann zu Willen sein mussten. Niemand fragte die Mädchen, ob sie das auch wollten. Sie wurden ihren Eltern »abgekauft«, aus Bodegas abgeworben und aus den Tabernas, wo sie bedienten. Über ihre Zukunft blieben sie meist wohlweislich im Unklaren.

Der Haziendero ballte unwillkürlich die Fäuste. Sein Sinn für Gerechtigkeit rebellierte. Er durfte das nicht zulassen. Schon gar nicht, wenn sein Land dazu missbraucht wurde, diesen Schuften den Weg in den Norden zu öffnen.

Antonio war fürs Erste versorgt. Er würde bald genesen. Außerdem hatte er Saltillo alles mitgeteilt, was der Haziendero wissen musste.

Allzu weit konnten die Mädchenhändler noch nicht gekommen sein, denn an dieser Stelle des Nordufers des Rio Bravo wurde das Gelände hügelig und für einen Wagen schwer passierbar. Wege oder Straßen gab es nicht. Mit Pferden kam man wesentlich schneller voran.

Saltillo reckte sich zu seiner vollen imposanten Größe. Er trug bequeme Lederkleidung und Mokassins. Comanchenblut floss in seinen Adern. Der Vater, ein waschechter Ire, hatte nichts dabei gefunden, die Tochter eines Penateka-Häuptlings zur Frau zu nehmen. Er war glücklich mit ihr geworden, hatte ihr sogar seinen Namen gegeben – O'Hara.

So hieß auch Saltillo. Sam O'Hara, doch kaum jemand benutzte diesen Namen.

Abgesehen von Layla, seiner Freundin. Das Verhältnis mit der rassigen Kreolin hatte bisher freilich keines Trauscheins bedurft.

Layla Sheen befand sich derzeit nicht auf der Hazienda. Sie wollte erst am Morgen aus Nuevo herüberkommen.

Saltillo schaute zur Wanduhr hinüber, die zwischen zwei spanischen Rüstungen stand, die noch aus der Zeit der Conquistadores stammten.

»Gerade Mitternacht vorbei«, murmelte er. »Wir können sie noch abfangen.« Und laut fuhr er fort:. »Buck, trommle unsere Männer zusammen. Zehn sollten genügen. Ich möchte diese verdammten Mädchenhändler endlich mal kennenlernen.«

Tortilla-Buck zog sich die Hosen hoch.

»Sehr gut. Ich kann diese Hundsfotte nicht ausstehen.« Buck Mercer trat ein paar Schritte zur Seite. An der Wand lehnte seine »Betsy«. Er war unschlagbar mit dieser Harpers-Ferry-Rifle. »Wenn sie uns krumm kommen, werd ich ihnen ein paar zusätzliche Knopflöcher stanzen. Zehn Mann, hast du gesagt? Besorge ich auf der Stelle. Hey, das wird ein Fest.«

Tortilla-Buck stapfte aus der riesigen Eingangshalle. Seine »Betsy« trug er wie ein Baby liebevoll in der Armbeuge.

Saltillo hörte ihn draußen herumbrüllen. Buck war nicht unbedingt ein Freund der leisen Töne. Wo er auftauchte, gab es Gepolter, flogen die Fetzen.

Auch der Haziendero machte sich fertig. Aus dem Waffenschrank holte er den Gurt mit dem Paterson-Colt. Mit dieser Waffe konnte er ähnlich gut umgehen wie Buck Mercer mit seinem Gewehr. Zusammen bildeten die beiden ungleichen Männer ein Duo, das selbst dem Satan noch die Hölle heiß machen konnte.

Der Haziendero hatte nicht vor, die Banditen schonend zu behandeln. Mädchenhändler und ihre Helfershelfer waren ihm zuwider. Er achtete die Freiheit eines Menschen als dessen höchstes Gut.

Vor dem Haupthaus wurde es noch lauter. Lederzeug knarrte, Buck Mercer bellte Befehle. Bald darauf ritten sie los. Einer der Bluthunde rannte voraus. Saltillo hatte ihn aus dem Zwinger geholt, weil er sich eine langwierige Fährtensuche ersparen wollte.

 

 

3

Sie stießen auf die Fährte der Desperados.

Der Hund, ein breitbrüstiger starker Dobermann, bog hechelnd ab nach Norden. Ein Blick in den Sternenhimmel sagte Saltillo, dass es ungefähr zwei Uhr sein musste. Das Gelände stieg an.

Auf ihren Pferden kamen sie weit schneller voran als der Wagen, der jeden Hügel umfahren musste.

Im Osten kroch ein grauer Schleier über den Horizont. Die Banditen hatten keine Pause eingelegt und den direkten Weg in Richtung nach El Paso eingeschlagen.

Der Dobermann verbellte frischen Pferdedung.

Buck Mercer rutschte aus dem Sattel und bohrte den Finger in einen der Äpfel.

»Noch warm«, brummte er und säuberte sich mit etwas Sand.

»Wie weit sind sie noch vor uns?«, fragte Saltillo eher beiläufig.

»In einer halben Stunde spätestens können wir sie uns schnappen«, antwortete Tortilla-Buck und schielte zum Himmel, der immer heller wurde. »Dann haben wir auch genau das richtige Büchsenlicht.«

»Können sie den Hund gehört haben?«

»Möglich. Wir sollten ihn jetzt zurücklassen. Er bringt mich sonst noch um das Vergnügen, diesen Kerlen die Hutkrempen zu verbeulen. Lassen wir einen der Männer bei ihm?«

»Wird wohl das beste sein. Du hast recht.« Saltillo rief einen der Vaqueros zu sich. Es war Lonzo. Seine acht Kinder würden ohne Vater aufwachsen, wenn dem Mann etwas zustieß. Saltillo gab ihm den Befehl zurückzureiten. »Wir kommen bald nach«, meinte er. »Gib Paco Bescheid, dass er ein kräftiges Frühstück bereithält.«

Tortilla-Buck verzog die Miene zu einem säuerlichen Grinsen, denn seinen ungeliebten Spitznamen verdankte er dem pfiffigen Paco Perez, dem Koch der Hazienda. Paco hatte damit Bucks erstaunlicher Verfressenheit ein Denkmal gesetzt.

Lonzo fügte sich widerwillig in diesen Befehl. Genau wie alle anderen Vaqueros und Peones der Hazienda hätte er für den Jefe seine Hand in jedes erreichbare Feuer gelegt. Fast beleidigt zog er ab, den Hund an einer langen Leine.

In das Grau des Horizonts mischte sich nun ein blasses Rosa. Bis zu einem farbenprächtigen Sonnenaufgang würde es nicht mehr lange dauern. Die Männer ritten wieder an. Saltillo übernahm mit Buck Mercer die Spitze.

Saltillos Haar und sein knallrotes Halstuch flatterten im plötzlich aufkommenden Wind. Er brachte etwas Linderung in die dumpfe Wärme der zu Ende gehenden Nacht. In spätestens einer halben Stunde würde es glockenhell sein.

Die Männer legten jetzt eine schnellere Gangart vor, denn der Canyon war nicht sehr lang. Saltillo wollte die Mädchenhändler noch in diesem Arroyo stellen. Hier gab es kein Entrinnen – schon gar nicht mit einem Planwagen.

Doch tückisch war das Gelände trotzdem. Ab und zu mündeten Seitentäler in den Canyon, einzigartige Gelegenheiten für einen Hinterhalt. Saltillo lockerte den Paterson im Gurt. Buck zog die Rifle aus dem Scabbard und lenkte sein Pferd nur mit einer Hand. Die Vaqueros taten es ihnen nach.

Die Gefahr war fast körperlich spürbar. Der Wind fegte Tumbleweeds über den Sandboden, ausgedörrte und entwurzelte Dornensträucher. Die Sonne meldete sich mit einem Gemisch aus roten und gelben Strahlenbündeln, mit denen sie den Himmel und einige schmale Wolkenbänke verzauberte. Monoton klang das Getrappel der Pferde.

Die Radspuren waren deutlich zu erkennen, ebenso die Hufabdrücke.

»Noch ein paar Minuten«, rief Buck Mercer, »dann haben wir sie.«

»Oder sie uns. Sie können hinter jeder Biegung lauern. Sie müssen uns längst gehört haben.«

»Mal den Satan nicht an die Wand. Das vertrag ich nicht auf nüchternen Magen. O Lord, hab ich einen Hunger!«

»Schieß schneller, wenn‘s soweit ist. Dann kommst du zeitiger an den heißgeliebten Futternapf«, gab Saltillo zurück. Er hielt die Nase in den Wind, als würde er die Banditen wittern.

Vielleicht konnte er das sogar. Buck Mercer war nie zuvor einem Mann mit derart vielseitigen Fähigkeiten begegnet. Und bei ihm bedurfte es einiger Qualitäten, wenn ein Mann ihm imponieren sollte. Saltillo war so ein Mann. Ihn seinen Freund nennen zu dürfen, darauf war Buck nicht wenig stolz.

Sie holten rasch auf. Bald zeigte eine Staubfahne vor ihnen, dass sie sich dem Transport näherten. Saltillo wunderte sich lediglich, dass die Desperados nicht die geringsten Anstrengungen unternahmen, sich vor ihnen zu verbergen. Nach dem, was sie mit Antonio angestellt hatten, mussten sie sich doch ausrechnen, dass er sie nicht ungeschoren ziehen lassen würde.

»Nerven haben diese Bastarde«, rief Tortilla-Buck durch das Trommeln der Hufe. Mit seinem vollen Bass übertönte er noch ein Donnergrollen mühelos. Sein zotteliges Blondhaar, in dem bereits die ersten Silberfäden schimmerten, wehte wie eine Flagge im Reitwind.

In seinen Augen wetterleuchtete es.

Nur noch knapp dreihundert Yard trennten die heranstürmende Kavalkade von den Desperados, die nicht einmal ihr Tempo nennenswert erhöht hatten. Im Gegenteil, jetzt hielten sie sogar an.

»Bande, saufreche!«, knurrte Buck aufgebracht. Mit einem Fluch verhielt er sein Pferd, während Saltillo weitersprengte.

Tortilla-Buck riss den Schaft, seiner »Betsy« an die Wange. Erst dann ließ er sich Zeit. Die Entfernung zu den Banditen war selbst für einen guten Schützen gewaltig.

Sorgfältig zielte er. Die nachfolgenden Vaqueros jagten an ihm vorbei, blieben jedoch wohlweislich aus dem Schussfeld der großkalibrigen Waffe. Buck war bekannt dafür, dass er seine »Betsy« mit Spezialgeschossen fütterte und eine Pulvermischung benutzte, deren Zusammensetzung er nicht einmal Saltillo preisgab.

Das Pferd tänzelte nicht mehr, als Tortilla-Buck ihm die massigen Schenkel gegen den Bauch presste.

Und dann stach eine ellenlange Feuerlanze aus dem klobigen Lauf. Ein Donnern wie von einem Wintergewitter brach sich Bahn im engen Tal, rollte die Felswände entlang, um als grollendes Echo wiederzukommen. Die blaue Qualmwolke verzog sich. Buck Mercers Gesicht war von Rauchpartikeln geschwärzt. Er fletschte die kräftigen Zähne, als er sah, wie einer der Banditen eben aus dem Sattel gehoben wurde, sich einige Yards über dem Boden überschlug, hart aufprallte und reglos liegenblieb.

Er wollte eben auf einen zweiten Desperado anlegen, als ein scharfer Ruf ihn zurückhielt.

»Stopp, ihr verdammten Hunde! Oder es gibt ein Unglück.«

Einer der Mädchenhändler hatte das gebrüllt. Mit seinen Falkenaugen konnte Tortilla-Buck ihn taxieren.

Ein wuchtiger, untersetzter, breitschultriger Mann, der die untere Gesichtshälfte unter einem wild wuchernden schwarzen Bartgestrüpp versteckte. Beine wie zwei Säulen, so dick. Er hatte sie leicht gegrätscht, glich damit einem Bollwerk, gegen das eine halbe Kompanie Soldaten vergeblich anrennen konnte. Ein schwarzer Schlapphut fiel ihm in die Stirn. Um den massigen Körper flatterte ein offener Präriemantel.

»Noch mal so ‘nen Unsinn«, kreischte er, »und es gibt nur noch ein paar Weiberleichen, die ihr abtransportieren könnt.« Das Gewehr hatte er auf die Plane des Wagens gerichtet. »Compadres, überlegt euch gut, was ihr macht, verdammt nochmal.«

Tortilla-Buck hörte Saltillos Stimme. Die Kavalkade der Vaqueros war zum Stehen gekommen.

»Die Fehler habt ihr alle schon selbst begangen. Ihr solltet schon von mir gehört haben.«

Ein hässliches Lachen war die Antwort.

»Haben wir. Du bist doch dieses Großmaul Saltillo, nicht wahr? Ein Halbblut, das den weißen Siedlern in Texas das beste Land zwischen dem Pecos und dem Rio Bravo vorenthält. Du bist ein gehasster Mann, Saltillo. Jetzt willst du dir wohl auch noch das Blut von ein paar blutjungen Mädchen an die schmutzigen Finger schmieren?«

»Lasst die Kanonen fallen!«, fuhr Saltillo ungerührt fort. »Ich garantiere euch ‘ne ordentliche Gerichtsverhandlung, wenn ihr euch ergebt.«

»Sehen wir wirklich so blöd aus, Co manche? Wir wissen genau, auf was wir uns eingelassen haben. Du kannst uns nicht bluffen mit deiner Gerichtsverhandlung. Wir kennen das Urteil jetzt schon.«

Auf dieses Argument hatte auch Saltillo nichts zu entgegnen. Der Bärtige hatte ja recht. Der Haziendero musterte den zweiten Mann, der noch verblieben war, einen älteren, abgerissenen Burschen mit groben Zügen und gelblichem Teint. Ein Hängebart verunstaltete ihn mehr, als er ihn zierte. Speisereste klebten in den Enden.

Auch er hatte ein großkalibriges Gewehr auf die Plane gerichtet, hinter der es auf einmal still geworden war.

»Hört auf sie! Bitte!«, klang dann dumpf eine Stimme unter der staubigen Plane hervor. »Clomstock, Arragon und Fagueras tun, was sie sagen. Sie töten uns!«

Von den Mädchen selbst sah Saltillo auch weiterhin nichts. Sie hatten die Plane hinten zugezurrt.

»Wie viele sind es?«, fragte er, mehr um Zeit zu gewinnen.

Clomstock griente verzerrt.

»Endlich zurück auf dem Boden, Mann? Hast du eingesehen, dass wir unterm Strich die besseren Trümpfe in der Hand haben? Sechs, um genau zu sein, Compadre. Besser, ihr kehrt jetzt um und lasst euch hier nicht mehr sehen. Du hast ohnehin hier nichts zu suchen, Halbblut. Das ist nicht mehr dein Land. Außerdem hast du schon Schaden genug angerichtet.«

Vom Boden kam ein leises Wimmern. Rico Arragon hatte das Bewusstsein wiedererlangt. Er fluchte lästerlich.

»Wo steckt die verdammte Laus, die mir das Ding verpasst hat? Lasst sie mich zerquetschen.«

»Na, dann komm Schon, Freundchen«, meldete sich Tortilla-Buck, der inzwischen ebenfalls herangestapft war. »Mit halben Portionen wie dir nehm ich‘s noch mit geschlossenen Augen auf.«

Rico Arragon versuchte sich zu erheben, sank jedoch stöhnend zurück. Buck Mercer grinste. »Wie kämpft es sich mit ‘nem Streifschuss an den Rippen, hä?«

»Oh, du Misthund hast mich an der Seite erwischt.«

»Natürlich. Genau dorthin hab ich schließlich gezielt. Du kannst mir gelegentlich die Zehen dafür abschlecken, dass ich nicht auf deinen dummen Schädel angelegt hab.«

»Lasst das!«, fuhr Jeff Clomstock rau dazwischen. »Das bringt doch nichts. Die Verhandlungen laufen zwischen Saltillo und mir. Ihr anderen schweigt! Das gilt auch für dich, Rico. Um dich kümmere ich mich später. Wird schon nicht so schlimm sein mit der Verletzung. – Und jetzt wieder zu dir, Comanche.«

Saltillo stand breitbeinig und beherrscht da. Keine Geste, kein Blick verrieten, dass er sich wegen der Drohung des Banditen, die Mädchen niederzuschießen, Sorgen machte. Immerhin, Clomstock sah ganz so aus, als würde er seine Drohung wahrmachen.

Wenn die Desperados erst einmal gefasst wurden, war ihr Leben keinen Pfifferling mehr wert. Die Entführung von jungen Mädchen und Frauen galt gerade in diesem rauen Land als todeswürdige Schandtat.

»Du hast hier nichts verloren, Halbblut«, wiederholte Jeff Clomstock, »das ist dir inzwischen hoffentlich klar geworden.«

»Nichts ist klar«, antwortete Saltillo eisig, »außer einem: Wir hätten gar nicht erst mit euch verhandeln, sondern gleich schießen sollen.«

Tortilla-Buck schnaubte zufrieden. Er münzte Saltillos Einwand als dickes Lob auf sich um.

»Ganz meine Meinung«, brummte er. »Aber ist es denn wirklich schon zu spät dafür? Was wollen diese drei lächerlichen Figuren eigentlich gegen uns ausrichten?«

Der massige Mann setzte sich in Positur. Ein beeindruckender Brustkorb spannte sich unter dem Hemd.

»Du warst nicht gefragt!«, herrschte Clomstock ihn an.

Darauf hatte Saltillo nur gewartet. Der bärtige Desperado nahm die Mündung seines Gewehrs herum und legte auf Tortilla-Buck an, um seinen Unmut über die andauernden Unterbrechungen noch zu unterstreichen. Das war abzusehen gewesen, denn Buck Mercer hatte sein loses Mundwerk noch nie im Zaum halten können.

Und damit war endlich Saltillos Chance gekommen. Zwischen ihm und dem zweiten unverletzten Banditen befanden sich die Vaqueros. Der dritte Bandit war genug mit sich und seinen Schmerzen beschäftigt. Er wimmerte und stöhnte wie ein verlassenes Hündchen.

Der Griff zum Colt kam so blitzartig, dass die Bewegung nicht mehr mit bloßen Augen zu verfolgen war. Genauso blitzschnell hatte er auch gezielt. Der Colt und Saltillos Hand verschmolzen zu einer Einheit.

Schon fiel der Hammer auf die Patronenkammer. Der Colt krachte.

Clomstock bemerkte erst nach einer Schrecksekunde, dass sein Gewehr plötzlich kein Schloss mehr besaß. Die Kugel aus Saltillos Revolver hatte es zerfetzt und die Waffe damit unbrauchbar gemacht. Und seinen eigenen Colt zu ziehen, dazu kam Jeff Clomstock nicht mehr. Einige Vaqueros schalteten und warfen sich auf den Banditen, deckten ihn zu mit ihren Leibern und hieben auf ihn ein.

Der alte Fagueras kam da nicht mehr mit. Er sah nur, dass alles schief lief. Und weil er selten selbständig nachdachte, wollte er wenigstens tun, was ihm aufgetragen war. Den Lauf, mit einer tödlichen Schrotladung gefüllt, legte er auf den Aufbau des Planwagens an. Sein Finger krümmte sich um die beiden Abzüge.

Buck Mercer sah das Unheil voraus. Fagueras würde ein Blutbad anrichten, wenn er zum Schuss kam.

Da schoss Tortilla-Buck los wie eine chinesische Feuerwerksrakete. Er jaulte dabei auch so ähnlich und lenkte die Aufmerksamkeit des alten Desperados damit für den entscheidenden Sekundenbruchteil auf sich.

Dann hatte er die doppelläufige Flinte schon in den Pranken, entriss sie dem völlig verdatterten Fagueras und hieb ihm den Schaft um die Ohren.

Der Alte taumelte, presste die Hände seitlich gegen den Kopf, verdrehte die Augen und verlor das Gleichgewicht. Nach ein paar Drehungen stürzte er wie ein gefällter Baum zu Boden.

Buck Mercer sah sich um, ob seine Hilfe noch gebraucht wurde. Doch Saltillo und die Vaqueros hatten die Lage nun im Griff.

 

 

4

Es waren sechs Mädchen, die nacheinander aus dem Wagen kletterten, wo sie eng zusammengepfercht zwischen den Vorräten gesessen hatten.

Saltillo schnitt als erstes die Handfesseln durch, während sich Buck um das Einsammeln der Banditen kümmerte.

Die Mädchen stellten sich vor. Verschüchtert und ängstlich sahen sie aus. Bis auf eines, obwohl es ebenfalls noch keine Zwanzig sein konnte. Doch Maria Leto war unschwer anzumerken, dass sie längst zur Frau gereift war. Ihre Stimme klang rau und genau in jenem Grad sinnlich, wie viele Männer das bei Frauen schätzten.

»Endlich kommen wir aus diesem Mief raus«, seufzte sie. »Es war kaum mehr auszuhalten dort drinnen.« Sie fuhr sich mit den Fingern ordnend durch das pechschwarze Haar. Von einem Ohr baumelte ein tellergroßer Zigeunerring. Ihre Lippen leuchteten in einem natürlichen Rot. Glutäugig schaute sie Saltillo an.

»Du bist also der großartige Haziendero«, meinte sie, »jener Mann, von dem es bei uns in Mexiko schon Legenden und Lieder gibt. Wie schön, ausgerechnet von dir gerettet zu werden. Ich werde mich natürlich erkenntlich zeigen …«

Der Blick, den sie Saltillo dabei zuwarf, ließ keinen Zweifel darüber offen, wie sie sich diese »Dankabstattung« vorstellte. Sie wollte selbst auf ihre Kosten kommen.

Saltillo verzichtete gern darauf. Aufdringliche Frauen waren ihm von jeher ein Gräuel, auch wenn sie so blendend aussahen wie dieses frühreife Gör aus Mexiko, das wohl nur versehentlich in diesen Transport geraten sein konnte. Bestimmt hatte Maria keine Erinnerung mehr, vor wie vielen Jahren ihre Jungfräulichkeit noch intakt gewesen war. Sie hatte die einschlägigen Erfahrungen gewiss lange hinter sich.

Ganz im Gegensatz zu den anderen Mädchen aus dem Wagen. Rot übergossen und ihre Blößen schamhaft bedeckend standen sie vor den Männern. Sie wirkten eingeschüchtert, zitterten am ganzen Körper. Sie waren zwischen vierzehn und fünfzehn Jahren alt.

Saltillo sorgte dafür, dass ihnen Decken um die bebenden Schultern gelegt wurden, und als diese restlichen fünf Mädchen ihn dann anblickten, waren ihre Blicke von einer anderen Dankbarkeit geprägt als jene von Maria Leto.

Saltillo begann zu ahnen, dass er sich mit ihrer Rettung nichts als Schwierigkeiten eingehandelt hatte. Frauen wie Maria Leto zogen das Unglück an wie ein Magnet. Der Haziendero wich ihr und ihrem lasziven Geplapper aus, nachdem er sie einem beiläufigen Verhör unterzogen hatte.

Viel war dabei nicht herausgekommen. Er erfuhr lediglich die vollen Namen der Banditen und dazu noch einige schmutzige Details vom Verlauf ihrer einwöchigen Reise von Hermansillo herauf, die seinen Abscheu vor den drei Desperados nur noch bestärkte. Alle drei hatten sich nicht gescheut, sich die Mädchen unterwegs zu unterwerfen.

Keine der jugendlichen Mexikanerinnen war freiwillig mitgekommen. Sie wurden aus Kaschemmen geholt und aus Tabernas, zuerst gelockt, danach geschlagen. In vielen Fällen hatte ein Handgeld den Besitzer gewechselt.

»Das ist so üblich«, erklärte Maria Leto gleichmütig. »Fünfhundert Pesos haben sie für mich hingeblättert, weil ich auch singen und tanzen kann. Und dann lebt man bei den Gringos natürlich besser als in meinem dreckigen Kaff. In Santa Fé oder Frisco kann ich noch Karriere machen.«

»Und du bist nicht böse, dass wir dich nun befreit haben?«

»Wieso das? Ich hätte sonst gewiss einige Zeit für eine fremde Tasche arbeiten müssen. So aber kann ich meinen Lohn von der ersten Stunde selbst einstreichen.«

Saltillo hatte ob solcher Offenheit kopfschüttelnd auf weitere Fragen verzichtet.

Buck Mercer hatte es inzwischen nicht für notwendig gehalten, die drei Desperados zu fesseln. Fagueras war immer noch betäubt, Rico Arragon schwebte zwischen Bewusstsein und Ohnmacht. Jeff Clomstock war von den Vaqueros so verprügelt worden, dass er kaum mehr aus den Augen sehen konnte.

»Kann ich mit ihm reden?«, erkundigte sich der Haziendero.

Details

Seiten
105
Jahr
2020
ISBN (eBook)
9783738936810
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (Januar)
Schlagworte
saltillo mädchenhändler paso

Autor

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Titel: SALTILLO #21: Der Mädchenhändler von El Paso