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Redlight Street #108: Süchtig auf das süße Leben

2019 90 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Süchtig auf das süße Leben

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

1

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Süchtig auf das süße Leben

Redlight Street #108

von G. S. Friebel

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 90 Taschenbuchseiten.

 

»Rien ne va plus«, so beginnt das Spiel ums große Geld. Gabriele ist begeistert, als sie das erste Mal im Casino spielt. Gleich am ersten Abend gewinnt sie viel Geld und für den Mann, der ihr den ersten Einsatz geschenkt hat, scheint es das Natürlichste der Welt zu sein, auf diese Weise sein Geld zu verdienen. Er bietet ihr an mit ihm zu kommen und malt ihr ein Leben in Schönheit und Luxus aus. Zu spät erkennt sie, dass das Leben an Werners Seite nicht nur Gewinn, sondern auch Verlust bedeutet. So muss sie Dinge tun, die ihr zutiefst zuwider sind.

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© dieser Ausgabe 2019 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Die Hauptpersonen des Romans:

Gabriele Ehrlich - junges Mädchen, schnuppert am süßen Leben und bekommt Hunger.

Werner Hambach - Zuhälter und Hoteldieb, findet ein williges Opfer.

Theo Marquardt - Kriminalbeamter auf richtiger Spur.

Paul Reimers - skrupelloser Gangster, will sich einer unliebsamen Mitwisserin entledigen.

 

 

1

Sie alle waren jung und voller Lebensfreude. Diese Gruppe von jungen Menschen hielt zusammen und machte sich eine Menge Spaß. Auch wenn man auf dem Lande lebte, dachten sie nicht daran, zu versauern. Das brauchten sie auch ganz und gar nicht. Peter und Johannes hatten nicht nur jeder einen Führerschein, sie besaßen auch ein Auto.

Sie hatten sich nach Feierabend wieder alle getroffen und eine Weile über alles mögliche geredet, bis Peter meinte:

»Kommt, wollen wir etwas unternehmen, oder sollen wir stundenlang hier nur stehen und quatschen?«

»Was steht denn an?«, wollte Johannes wissen.

Es war Samstagabend, und sie hatten eine Menge Ideen.

»Macht mal Vorschläge.«

»Tanzen?«

Dagegen hatte prinzipiell niemand etwas. Doch sie wollten auch mal etwas erleben. Tanzen war ja nicht außergewöhnlich.

»Ich hätte da einen Vorschlag zu machen«, meinte Tina.

»Na, dann raus damit!«

»Fahren wir doch mal nach Bentheim!«

»Was sollen wir denn in diesem verschlafenen Nest? Also wirklich, dort sagen sich doch sogar Hase und Igel um diese Zeit schon gute Nacht. Da gibt es doch noch nicht mal eine schicke Disco. Also ehrlich, Tina, ich glaube, du wirst alt.«

»Nein, eine Disco ist dort nicht, aber ein Casino!«

Die jungen Leute horchten auf.

»Casino? Was sollen wir denn da? Ist das nicht für reiche Leute?«

»Nicht nur!«

Allmählich wurden alle neugierig.

»Erzähl mal!«

»Ein Bekannter aus dem Betrieb war neulich dort. Der sagt, das ist mal ganz was anderes. Und die Preise sind auch nicht so, dass man sie nicht bezahlen könnte. Ich finde, wir sollten wirklich mal hindüsen und uns das ansehen.«

»Wer ist dagegen?«, fragte Wolfgang.

Keiner meldete sich.

Also starteten sie. Das kleine Städtchen lag nicht weit entfernt, aber es machte wirklich einen verschlafenen Eindruck.

»Hier werden schon um sieben die Bürgersteige hochgeklappt!«, meinte Elke lachend.

Sie entdeckten das Casino rasch. Es lag ein wenig abseits und wirkte von außen wie ein ganz gewöhnliches Hotel. Während sie ausstiegen, sagte Gabriele: »Wir brauchen aber einen Ausweis. Sonst kommen wir nicht rein! Die Volljährigkeit steht nicht jedem von uns auf der Stirn geschrieben.«

»Haben wir!«

»Dann also rein ins wilde Nachtleben!« Johannes lachte und schob die Mädchen vor sich her. Den jungen Burschen war es Ehrensache, sie im Auge zu behalten. Man kam mit ihnen und man achtete auf sie. Niemand durfte sich ungebeten an die Begleiterinnen heranwagen.

Sie zahlten ihren Eintritt; gleich neben der Kasse befand sich der Saal mit den vielen Automaten. Hier ging es sehr hoch her. Lichter, Musik, schrille Töne, wenn das Geld rasselte. Überall roch es nach Geld. Viele Spieler hockten mit starren Blicken vor diesen Geräten und konnten sich nicht von ihnen lösen. Mit einer Hand hielten sie das Bierglas und mit der anderen Hand betätigten sie den Hebel.

»Einarmige Banditen nennt man die Spielautomaten«, sagte Peter leise.

Sie schlenderten umher und besahen sich alles genau.

Natürlich erwachte auch bei ihnen bald die Lust zum Spielen, und als dann einige Geräte frei wurden, setzten sie sich davor. Nur Gabriele nicht.

Irgendwie war sie tief im Herzen maßlos enttäuscht. Ein Casino hatte sie sich ganz anders vorgestellt. Die Freunde waren bereits mitten im Spielen und hatten ihren Spaß daran. Sie lachten, stießen sich an und freuten sich, wenn sie auch mal gewannen.

Gabriele schlenderte weiter. Sie setzte sich in einen Sessel und maß mit fast verächtlichen Augen dieses Treiben. Sie konnte die Gesichter dieser Spieler nicht mehr ertragen. Sie wirkten so dumm, so grenzenlos leer.

Sie erhob sich und ging in die Vorhalle hinaus.

Dort wurde sie sofort angesprochen; schließlich war sie ein sehr hübsches Mädchen.

»Macht Ihnen das hier unten auch keinen Spaß?«

»Wieso hier unten?«

Der Mann mit den grauen Schläfen lachte amüsiert. »Sie sind wohl zum ersten Mal hier, wie?«

Gabriele wurde ein wenig wütend.

»Ist das vielleicht ein Verbrechen?«

»Aber nein! Sicher nicht. Aber ich könnte Ihnen mehr zeigen. Wenn Sie wollen.«

Gabriele spürte ein leichtes Prickeln auf ihrem Rücken. Noch niemals war sie von einem vornehmen Mann angesprochen worden. Hier im Casino konnte ihr nichts passieren; die Freunde würden auf sie warten und nicht ohne sie heimfahren. Hier konnte man nicht verlorengehen. Warum also sollte sie nicht mal neugierig sein?

»Nun gut, dann zeigen Sie mir doch mal das Casino.«

Noch einmal legte sie ihren Ausweis vor. Der Herr bezahlte den Eintritt. Sie bekam eine Karte, die sie unterschreiben musste. Erst dann durften sie die roten Teppichstufen betreten. Je höher sie stiegen, um so stiller und gedämpfter wurde es ringsum. Dann tat sich ein Saal auf, ein Saal mit den grünen Tischen.

Gabriele riss Mund und Augen auf. Jetzt befand sie sich also in einem richtigen SpielCasino!

»Na?« Der Mann schmunzelte.

»Toll«, sagte sie und musste schlucken.

»Gehen wir doch ein wenig herum. Sie können sich alles in Ruhe anschauen. Es ist nicht verboten. Nur sprechen Sie bitte nicht die Spieler an.«

Gabriele fühlte sich wie verzaubert. Sie schlenderte zwischen den Tischen umher und fand alles toll. Hier trug man normale und auch festliche Kleidung. Keiner achtete auf den anderen. Alle Blicke waren auf die grünen Tische fixiert. Unter den tiefhängenden Lampen sah sie nur die Hände der Spieler, die die bunten Wertmarken hielten und blieb stehen. Natürlich verstand sie nichts von den Spielen. Doch das störte sie nicht. Es war wundervoll! Für Gabriele war das die große weite Welt. Und das glaubte sie in diesem Augenblick tatsächlich ernsthaft.

Plötzlich war der Fremde wieder an ihrer Seite.

»Wollen Sie mal spielen?«

Sie blickte ihn erstaunt an.

»Ah, was soll ich?«

»Roulette spielen. Sicher haben Sie Glück. Legen Sie den Jeton auf das rote Feld.« Er gab ihr eine Spielmarke. »Machen Sie schon, gleich ist es zu spät.«

Ihre Finger glitten über die Plastikmarke. Gabriele wusste nicht, wie viel Geld sie anzeigte.

»Wenn Sie gewinnen, gehört es Ihnen.«

Sie schluckte. Dann tat sie, was der Mann ihr geheißen hatte, und legte das kleine Plastikmärkchen auf die angegebene Farbe. Jetzt begann die Kugel zu rollen. Gabriele war von dem Spiel völlig gefangen, und nicht mehr in der Lage, ihre Augen von dieser Kugel abzuwenden.

»Rot!«

»Sie haben gewonnen!«

Gabriele sah nur, wie alle Marken eingezogen wurden, und dann lag neben ihrer noch eine Marke.

»Wenn man auf Farbe spielt, verdoppelt sich der Wert. Sie haben tausend Mark gewonnen.«

»Was?« Gabriele war fassungslos.

»Nehmen Sie die Marken. Oder wollen Sie sie liegenlassen? Dann geht das Spiel weiter.«

Gabriele starrte immer noch fassungslos ihren Begleiter an.

»Ich verstehe nicht.«

»Sie haben wirklich Mut. Ich glaube, Sie sind mein guter Stern.«

Inzwischen rollte die Kugel bereits wieder.

»Jetzt sind Sie schon wieder in einem neuen Spiel. Sie haben also Mut bewiesen. Gratuliere.«

»Wie? Was? Oh, das wollte ich doch gar nicht. Ich meine, ich glaube, ich werde verrückt. Das kann ich doch nicht. Kann ich nicht...«

Er hielt ihre Hände fest.

»Halt, ruhig Blut bewahren. Sie können jetzt gar nichts tun. Bleiben Sie ruhig.«

Man drehte sich schon nach ihr um. Verächtlich bogen sich manche Mundwinkel nach unten. Die

halten mich alle für eine dämliche Gans, dachte sie wütend, nur weil ich keine Ahnung habe. Das stört mich aber nicht.

Klickklack, dann blieb die Kugel liegen, und alles war vorbei.

»Rot!«

»Zweitausend Mark! Gratuliere!«

»Was? Ich habe zweitausend Mark gewonnen?«

»Sicher.«

Sie fiel ihm um den Hals und lachte voller Freude. Die Spieler im Saal zuckten zusammen. So etwas hatte es noch nie gegeben, dass einer seine Freude so laut kundtat. Schon machte man sie darauf aufmerksam.

»Wieso? Wir sind doch nicht in einer Kirche. Darf man hier nicht einmal lachen und sich freuen?«

»Sicher, aber nicht so laut.«

Der Mann zog sie zur Bar.

»Darauf müssen wir einen trinken«, sagte er lächelnd.

Gabriele hielt die gewonnenen Jetons immer noch in der Hand und starrte darauf.

»Das soll wirklich Geld sein? Ich kann es gar nicht glauben. Sagen Sie es mir. Nicht wahr, das ist alles nur Spaß?«

»Sie glauben mir nicht?«

Sie schüttelte den Kopf.

»Nun, dann kommen Sie.«

Sie gingen zu einem kleinen Schalter. Der Mann legte die Wertmarken auf den grünen Filz, und wenig später lag dafür Geld da. Er gab es Gabriele.

»Ihr Gewinn!«

Nun erst erschrak sie. Beinahe totenblass flüsterte sie: »Nein, nein, das ist Ihr Geld. Sie haben es mir doch gegeben.«

»Ich habe Ihnen nur fünfhundert geliehen. Sehen wir es mal so.« Und er nahm fünfhundert Mark. »So, das ist Ihr Geld. Damit habe ich wirklich nichts zu tun.«

Gabriele starrte ihn fassungslos an.

»Ich kann es einfach nicht glauben. Nein, das geht nicht mit rechten Dingen zu.«

»Warum nicht? Sie haben nur Glück gehabt, das ist alles. Wir können das Glück morgen ja wiederholen. Was halten Sie davon?«

»Morgen?«

»Haben Sie denn keine Lust weiterzuspielen? «

Gabriele starrte immer noch auf das Geld. Es schien in ihren Handflächen zu brennen.

»Ja, schon ...«, meinte sie zögernd. »Ja, ich meine, ach, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich denke...«

Er nahm ihre Hände und drückte sie über dem Geld zusammen.

»Es gehört wirklich Ihnen. Sie können es annehmen; Sie haben es sich verdient. Sie brauchen nicht einmal Danke zu sagen. Na, ist das was?«

Plötzlich hatte sie Tränen in den Augen.

»Sind Sie ein Engel?«, flüsterte sie leise.

Die grauen Augen des Mannes lachten sie an.

»Ich glaube nicht.«

»Aber ich, ich schwebe wie auf Wolken.«

»Kommen Sie, trinken wir etwas. Ich freue mich mit Ihnen. Machen wir uns eine gemütliche Stunde hier oben.«

Gabriele nippte an dem Drink und betrachtete den Mann erst jetzt ganz bewusst. Groß, schlank ja, um die vierzig musste er sein. Er wirkte wie ein smarter Geschäftsmann. Sein Anzug war von hervorragender Qualität. Seriosität strahlte er aus.

»Warum haben Sie das getan?«

»Was?«, fragte er zurück.

»Mich hierher mitgenommen, mir das Geld geliehen. Ich verstehe das nicht.«

»Aus Neugier, wie Sie reagieren werden. Es hat mir einfach Spaß gemacht.«

»Wenn man reich ist, langweilt man sich wohl sehr, nicht wahr?«, meinte Gabriele ein wenig naiv.

Er lächelte.

»So kann man es auch sehen.«

»Und, wie noch?«

»Ich mochte einfach nicht allein sein, verstehen Sie. Wir hatten doch Spaß, oder? Sie haben dabei sogar noch profitiert und eine Menge gelernt.«

Gabriele lachte auf.

»Ja, das stimmt!«

Zufällig sah sie auf die Uhr und erschrak. »Herje! Ich muss fort! Hoffentlich kriege ich keinen Ärger. Das wäre zu dumm.«

»Wieso?« Der Mann war ein wenig ungehalten, als sie aufsprang und davonlaufen wollte.

»Ich bin mit meinen Freunden hier; sicher wollen sie nach Hause. Ich kann wirklich nicht mehr bleiben.«

»Oh, das ist sehr schade. Könnten wir uns denn nicht wiedersehen?«

Gabriele blickte ihn erstaunt an.

»Das wollen Sie wirklich?«

Er nahm ihre Hand und hielt sie fest.

»Nächsten Samstag bin ich um die gleiche Zeit wieder hier. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir uns wiedersehen könnten.«

Sie lächelte ihn herzlich an.

»Ich kann es wirklich nicht versprechen.«

»Nun, ich werde warten. Das ist mein Risiko. Einverstanden?«

Rasch zog sie ihre Hand aus seiner und eilte die Treppe hinunter.

 

 

2

Wolfgang war außerordentlich ungehalten. Das zeigte sich, als er sie anknurrte. »Wir wären jetzt abgefahren. Du hättest wirklich etwas sagen können!«

Vor wenigen Sekunden noch wäre Gabriele vor Erwartung fast geplatzt, wie die Freunde auf ihren Gewinn reagieren würden. Doch mit einem mal empfand sie nur noch Ärger. Sie war doch kein Kind mehr! Sie konnte tun und lassen, wonach ihr zumute war. Und vor allen Dingen war sie Wolfgang keine Rechenschaft schuldig.

»Habt ihr wenigstens gewonnen?«, fragte sie ein wenig spitz.

Tina antwortete: »Eben nicht. Wolfgang hat am meisten verloren. Deshalb ist er ja auch so sauer.«

»Wir fahren jetzt.«

Gabriele saß neben Elke im Wagen. Vielleicht sollte ich etwas von meinem Gewinn abgeben, überlegte sie. Eintausendfünfhundert Mark! Sie konnte es immer noch nicht fassen.

Die Freunde besuchten noch ein kleines Restaurant, bevor sie zurückfuhren. Auf der Toilette überzeugte Gabriele sich noch einmal, dass sie auch wirklich nicht geträumt hatte. Nein, sie würde es nicht erzählen. Niemandem würde sie etwas davon berichten.

Die ganze Woche über ließen diese Gedanken sie nicht los. Ob sie am Samstag wieder dorthin fahren sollte? So einfach war das gar nicht, denn sie hatte ja kein Auto.

Am Freitag fragte man sie, ob sie einen Vorschlag für den Samstagabend hätte.

»Ich habe keine Zeit.« Gabriele war selbst erschrocken, als sie sich das sagen hörte. Jetzt waren die Würfel gefallen. Sie hatte sich entschieden, ohne es wirklich zu wollen.

Helen staunte.

»Du willst mir doch wohl nicht sagen, dass du in der Bude hocken willst?«

»Ich muss mich mit Leuten treffen. Wir wollen üben, weißt du. Ich habe doch bald eine Prüfung abzulegen.«

»Du mit deinem Sprachenfimmel! Du bist wirklich ein wenig dämlich.«

»Das geht euch nichts an!«

Helen hob die Schultern. »Wie du willst.«

»Sag den anderen Bescheid, ja?«

»Wolfgang wird ganz schön sauer sein.«

»Der soll bloß nicht glauben, er hätte mich gepachtet!«

Wieder war Helen erstaunt.

»Du bist aber gar nicht guter Laune, Gabriele.«

»Ich soll sauer sein? Jetzt hört aber wirklich alles auf! Ich fühle mich prächtig!«

Sie dachte an das Geld. Würde sie noch mehr bekommen? Würde es gelingen? Ein wenig hatte sie davon genommen und sich eine schicke Bluse gekauft, die sie zu Hause im Schrank versteckte. Die Mutter durfte es nicht wissen, sonst würde sie wieder tausend Fragen haben.

Als der Samstagabend kam, machte sich Gabriele zurecht, zog die Jacke über und rief bereits im Flur: »Ich gehe jetzt!«

Die Eltern mussten ja annehmen, dass sie sich gemeinsam mit den Freunden vergnügte. Wenn sie in der Gruppe ausgingen, hatte niemand Bedenken.

Gabriele achtete darauf, dass man sie im Dorf nicht sah. Über einen kleinen Weg gelangte sie zur Landstraße. Per Anhalter fuhr sie nach Bentheim. So einfach war das.

Als sie das Casino betrat, war ihr Mund völlig trocken. Und erst in diesem Augenblick wurde ihr bewusst, dass sie nicht einmal den Namen des Mannes kannte.

»Wie schön! Ich wagte nicht darauf zu hoffen, doch jetzt sind Sie da!«

Sie drehte sich um.

Da stand er in seinem glänzenden Anzug. Todschick sah er aus. Ihr Herz schlug wild. Mit strahlenden Augen blickte sie ihn an.

»Hallo«, sagte sie ein wenig verlegen.

»Ich bin Werner«, sagte der Mann, nahm ihre Hand und hielt sie einfach fest.

»Ich bin allein gekommen«, sagte sie hastig. »Ich brauche jetzt keine Rücksicht mehr zu nehmen.«

»Wie sind Sie denn hergekommen?«

»Per Anhalter. Es war ganz leicht.«

Er rügte sie und erzählte ihr, wie gefährlich das doch sei. Ob sie das denn nicht wisse.

Sie nickte.

»Sicher. Meine Eltern würden vor Schreck umfallen, wenn sie es wüssten. Aber sie sehen doch, es ist alles gut verlaufen.«

Er zahlte den Eintritt. Alles lief wie am letzten Samstag. Wieder gab er ihr einen Jeton, und sie setzte. Wieder gewann sie. Gabriele war entzückt und brachte es auch laut zum Ausdruck. Man schmunzelte. Nun begann sie ernsthaft zu spielen. Vorsichtig wie sie nun einmal war, setzte sie nicht mehr alles Geld. Hin und wieder verlor sie auch, aber insgesamt gesehen gewann sie auch diesmal. Bald hatte sie wieder zweitausend Mark zusammen. Mit fünfhundert hatte sie begonnen.

Dann saßen sie an der Bar. Vorsichtig sah sie ihren Begleiter an. Werner Hambach, wie er sich nannte, war sicher schon an die vierzig. Er sah wirklich gut aus. Nicht einen Augenblick lang gab er ihr das Gefühl, sie wäre ihm Dank schuldig. Schon das fand sie bewundernswert. Er behandelte sie, als wäre sie reich und auch nicht ganz so jung. Sie nippte an ihrem Drink und dachte, ich bin wirklich eine Närrin, wenn ich das nicht gründlich genieße. Von dem Geld mal ganz zu schweigen. Ich weiß ja gar nicht, was ich mir dafür alles kaufen soll! Mutti wird misstrauisch werden. Ich muss da ganz diplomatisch vorgehen.

»Haben Sie sich schon überlegt, was Sie für das Geld kaufen wollen?«, hörte sie Werner fragen.

Ihr wäre beinahe das Glas aus der Hand gefallen.

»Können Sie Gedanken lesen?«

»Vielleicht...«

Gabriele sah ihn erstaunt an.

»Sind Sie denn zu einem Entschluss gekommen?«, fragte er erneut.

»Noch nicht. Ich habe bisher nur beschlossen, das Leben jetzt wirklich zu genießen. Glauben Sie, dass man so weitermachen kann?«

»Sie meinen hierherkommen und spielen?«

Gabriele nickte und lächelte ihn heiter an. »Warum nicht? Ich finde es bombig hier! Ehrlich!«

»Nun, wenn das so ist, könnte ich Ihnen ein Casino zeigen, das wunderschön ist.«

Das junge Mädchen fragte naiv: »Sind denn nicht alle gleich?«

»O nein! Ganz gewiss nicht! In Deutschland gibt es ein sehr schönes Casino, das weltberühmt ist. Das muss man einfach gesehen haben. Haben Sie Lust, mich zu begleiten?«

Gabriele sah ihn groß an.

»Begleiten? Wohin denn?«

»Nach Baden-Baden!«

Das Mädchen überlegte kurz. »Äh, das liegt doch im Schwarzwald, nicht wahr?«

»Ja, am Fuße des nördlichen Schwarzwalds.«

»Ist das nicht ungeheuer weit?«

»Oh, nein! Mit dem Auto ist man in gut vier Stunden dort. Sicher, man kann nicht mehr zurückfahren, wenn man die halbe Nacht im Casino verbracht hat. Aber was hindert uns, dort zu übernachten? Nun, was halten Sie davon?«

Gabriele überlegte. Sie hatte Feuer gefangen, war süchtig geworden auf das süße Leben. Im Geist sah sie sich am Tag schon nicht mehr arbeiten. Wenn sie in einer Nacht so schnell Geld verdienen konnte, warum sollte sie dann noch ins Büro gehen? Heute hatte sie schon so viel gewonnen, wie sie in einem Monat brutto verdiente.

»Ich warte«, erinnerte Werner.

»Ist das wirklich unverfänglich?«

»Wie soll ich das verstehen?«, fragte der Mann zurück.

»Ich meine, verlangen Sie nichts dafür? Bin ich Ihnen wirklich nichts schuldig?«

»Aber nein! Sie geben mir ja das Startgeld immer wieder. Außerdem brauchen Sie das jetzt auch nicht mehr. Sie haben ja selbst Geld. Sie können sich also ein feines Kleidchen kaufen, denn das müssen Sie schon haben, wenn wir ins Baden-Badener SpielCasino wollen. Dann können Sie auch Ihr Hotelzimmer selbst bezahlen. Ich nehme Sie nur in meinem Wagen mit. Das ist alles.«

Gabriele überlegte immer noch.

»Warum tun Sie das alles für mich? Ich verstehe das nicht.«

»Weil ich einsam bin.«

Gabriele sah ihn ruhig an. »Und wenn ich nein sage?«, fragte sie zurück.

Werner lächelte vorsichtig.

»Nun, ich glaube, dann muss ich mich nach einer anderen Begleitung umsehen. Das ist alles.«

Ihr Herz begann wieder wild und heftig zu schlagen. Für diesen Mann käme sie dann also nicht mehr in Frage. Sie würde wieder zu ihren Freunden gehen müssen. War dann alles nur noch ein schöner Traum?

»Ich meine, ich denke, können wir damit nicht noch ein wenig warten?«

»Ich bin hier nur auf der Durchreise und beginne mich zu langweilen. Nächsten Samstag fahre ich Richtung Süden. Entweder Sie kommen mit, oder Sie lassen es bleiben.«

»Dann kann ich ja gar nicht zurück«, stotterte Gabriele verzweifelt. »Sie sagten doch soeben, Sie wollten im Süden bleiben, Werner.«

»Sicher! Wenn es Ihnen Spaß macht, können Sie auch bleiben. Oder Sie fahren mit dem IC zurück. Ich sagte doch. Sie haben vollkommen freien Willen. Sie können tun und lassen, was Ihnen beliebt.«

Sie biss sich auf die Lippe.

Der Weg zum Reichtum, zum glücklichen Leben war doch wohl nicht so einfach, wie sie sich das vorgestellt hatte. Sie dachte über das nächste Wochenende nach. Sie war volljährig; was also hielt sie eigentlich davon ab, mitzukommen. Herrje, das wären zwei Tage! Warum nicht!

Sie wollte diesen Mann nicht verärgern.

»Gut, ich werde mir Baden-Baden ansehen.«

Er küsste ihre Hand. »Wunderbar! Sie sind wirklich ein Mädchen der schnellen Entschlüsse. Sie werden Ihren Weg machen, davon bin ich fest überzeugt.«

»Ich möchte jetzt nach Hause.«

Sofort zahlte er die Rechnung und fuhr sie dann heim.

»Wann soll ich nächste Woche bereit sein?«, fragte sie.

Er nannte ihr Zeit und Ort und gab ihr dann die Hand. Gabriele war beinahe ein wenig enttäuscht. Er hatte nicht einen Augenblick lang versucht, sie zu küssen. Sie war froh und enttäuscht zugleich.

»Ich werde pünktlich sein.«

 

 

3

Die Freunde und Freundinnen merkten natürlich, dass Gabriele verändert war. Und sie wollten genauestens wissen, wo sie am Samstag gewesen war. Tina hatte sie abholen wollen, und die Mutter war erstaunt gewesen, dass Gabriele nicht bereits bei ihnen war. Gabriele sagte lässig: »Ich bin volljährig. Ich muss keine Rechenschaft ablegen. Das verlangt ihr doch wohl nicht, oder? Ich habe nun mal auch andere Freunde.«

Wolfgang machte ein langes Gesicht.

»Hör mal, das höre ich gar nicht gern! Schließlich möchte ich schon wissen, mit wem du dich triffst.«

Gabriele, die Wolfgang eigentlich auch mochte, fühlte sich damit gegängelt. »Du, ich bin nicht mit dir verheiratet! Das wird ja immer schöner! Soll ich jetzt vielleicht über jeden Schritt, den ich mache, Rechenschaft ablegen?« Ihre Stimme wurde schärfer. Das war eigentlich gar nicht beabsichtigt. Doch Wolfgang reizte sie.

Die anderen wollten schlichten. Doch das gelang nicht. Gabriele fand diesen Streit jetzt sogar richtig passend. Auf diese Weise hatte sie einen Grund, am nächsten Samstag wirklich fortzufahren. In ihrem Herzen brauchte sie dazu eine Bestätigung.

»Ich tue was ich will! Ich lasse mir nichts vorschreiben! Das wäre ja noch schöner!«

Wolfgang sagte: »Du bist kindisch.«

Das hätte er nicht sagen dürfen. Gabriele regte sich so sehr darüber auf, dass sie sich umdrehte und davonlief.

Damit war für sie die Sache entschieden.

 

 

4

Zwei Tage später kaufte Gabriele in der Mittagspause das Kleid, das für das SpielCasino von Baden-Baden bestimmt war. Es sah einfach wundervoll aus und war sündhaft teuer. Fünfhundert Mark hatte sie dafür bezahlt! Damit war es aber noch nicht getan. Sie brauchte dazu Schuhe, eine Abendtasche und Modeschmuck. Dann kaufte sie sich noch ein tolles Nachthemd, Unterwäsche und einen kleinen schicken Koffer. Sie wollte nicht, dass Werner sich ihretwegen schämte. Das würde sie nicht überleben.

Aussuchen und Kaufen waren nicht schwierig, aber sie war ja gezwungen, die Sachen zu verstecken. Schließlich kam sie auf die Idee, alles in den kleinen Koffer zu packen und diesen in der Stadt in einem Schließfach zu deponieren.

Nun konnte das große Abenteuer beginnen. Sie war schon richtig nervös.

Dann war das Wochenende gekommen.

Gabriele schaffte es, aus dem Haus zu gehen, ohne von der Mutter aufgehalten zu werden.

Gabriele stand am verabredeten Platz und wartete. Sie hatte plötzlich ein wenig Angst.

Dies war schon eine komische Situation. Im Grunde hasste sie Heimlichkeiten, und sie nahm sich fest vor, dass am nächsten Samstag alles ganz anders werden würde.

Da kam Werner Hambach.

»Da schau her, Sie sind pünktlich. Das liebe ich. Dann kann die große Reise beginnen.«

Als sie ihm erklärte, dass sie ihren Koffer noch abholen müsste, lächelte er.

»So weiß niemand, wohin Sie fahren?«

»Ich bin doch nicht kindisch und kann sehr gut für mich allein entscheiden!«, sagte sie wütend. »Ich nehme lediglich Rücksicht auf die Nerven meiner Mutter. Das ist alles.«

»Das ist nett von Ihnen«, meinte er galant.

Gabriele holte ihren Koffer, in dem dieses wundervolle Kleid verstaut war. Es war später Nachmittag, und sie fuhren in dem teuren Auto zügig Richtung Süden.

Der Mann betrachtete Gabriele immer wieder von der Seite und schien sehr zufrieden zu sein mit dem, was er sah. Er hatte also wieder einmal die richtige Nase gehabt. Jetzt konnte das große Geschäft beginnen.

Dieses Mädchen würde ein Superlockvögelchen abgeben. Sie würde staunen, wozu sie imstande war. Werner war zufrieden.

Auch Gabriele war zufrieden und malte sich schon die erstaunten Gesichter der Freundinnen aus. Ja, das würde sie ihnen erzählen! Vielleicht brachte sie auch für jede ein kleines Geschenk mit. Wenn sie auch in Baden-Baden wieder gewann, würde das für sie ein leichtes sein.

In Baden-Baden stieg Werner in einem noblen Hotel in der Nähe des Casinos ab. Baden-Baden ist eine kleine, aber exklusive Stadt. Gabriele hatte noch niemals so vornehm gewohnt. Mehr als zweihundert Mark kostete eine Übernachtung. Rasch zog sie sich um. Gleich darauf klopfte Werner bereits an die Tür.

»Du hast wirklich Geschmack«, lobte er. »Alle Achtung. Hätte ich dir gar nicht zugetraut.«

»Meinen Sie, auf dem Land lebt man hinter dem Mond?«, fragte sie kokett.

Er lachte.

»Nicht böse sein. Gleich wirst du wissen, weshalb ich so zufrieden bin.«

Er trug einen eleganten Anzug aus Seide. Todschick! Zu Fuß gingen sie durch die Geschäftspassage vor dem Kurhaus. Gabriele wollte immer wieder stehenbleiben und sich die exklusiven Auslagen ansehen.

»Dazu haben wir morgen noch Zeit genug«, sagte er und nahm ihren Arm. Kurz darauf waren sie im Casino. Ihr Begleiter erzählte, dass es bereits zu Kaiser Wilhelms Zeiten erbaut worden und seither beinahe unverändert geblieben war. Gabriele staunte wirklich über die Maßen. Diese Räumlichkeiten waren einfach phantastisch! Sie wagte gar nicht zu atmen. Ja, Werner hatte recht. Das kleine heimatliche Casino war ein Nichts dagegen. Gabriele schritt zunächst einmal alle Räume ab und versuchte, jede Kleinigkeit in sich aufzunehmen.

Viele verschiedene Menschentypen trafen hier zusammen. Auch aus dem nahen Frankreich waren sie gekommen. Das andere, französische Ufer des Rheins, war nicht weit.

»Habe ich zu viel versprochen?«

»Nein, nein«, flüsterte sie und blickte ihn ehrfürchtig an. »Das werde ich niemals vergessen. Es ist wundervoll.«

»Gehen wir etwas trinken«, bestimmte er.

Während sie an der Bar saßen, dachte das junge Mädchen: Hiervon will ich nicht länger abseits stehen. Ich will dazu gehören und nie mehr so trist leben wie bisher. Ich will auch alles haben und bin bereit, eine Menge zu tun, um mir dies hier leisten zu können.

Die Eltern, die Freundinnen, alles war weit weg. Gabriele fühlte sich, als lebte sie jetzt auf einem anderen Stern. Hier war das süße Leben! Sie ließ sich blenden und glaubte tatsächlich, wie so viele vor ihr, hier wäre das richtige, das echte Leben. Und alles andere sei nicht wert, gelebt zu werden.

»Auf gute Zusammenarbeit«, sagte Werner.

Sie hob ihr Glas.

»Ich bin ungeheuer beeindruckt. So schön habe ich es mir nicht vorgestellt.«

»Du bist also glücklich?«

Sie nickte.

»Dann wollen wir Freundschaft schließen, Gabriele. Du kannst ruhig du zu mir sagen. Wir sind doch jetzt Freunde.«

Ihre zarten Lippen begannen zu zittern.

»Ist das wirklich wahr?«

»Aber sicher. Wenn es nun einmal so sein soll. Ich glaube, wir passen recht gut zusammen.«

Sie sah ihn an. Dieser Mann könnte ihr Vater sein. Warum sagte sie ihm das nicht?

Wieder einmal schien Werner ihre Gedanken lesen zu können. »Ich meine das rein geschäftlich.«

»Ah, ja? Wie das denn?«

»Komm mit. Ich will dir mal einige Spielregeln erklären. Dann wirst du mich besser verstehen.«

Sie hielten sich ein wenig von den Tischen fern. Er sprach leise mit ihr, so dass niemand sie belauschen konnte.

»Hier gibt es sehr viele einsame Männer, verstehst du mich?«

Nein, sie verstand nicht. Er las es in ihren Augen.

»Hier ist sehr viel Geld zu machen. Hier fließt das Geld nur so über die Tische. Hier werden ganz andere Einsätze gemacht.«

Gabriele verstand ihn nicht.

»Sie brauchen einen Schutzengel; nur dann gelingt ihnen das Spiel. Verrückt; aber so sind nun einmal die Reichen. Verrückt und gelangweilt. Alles soll nur nach Wunsch verlaufen. Außerdem sind sie der Meinung, für Geld alles zu bekommen.«

Gabriele starrte ihn an.

»Du bist nicht reich?«, fragte sie irritiert.

»Wieso glaubst du, dass ich reich bin?«

»Das Auto, die Anzüge.« Enttäuschung stand in ihren Augen.

»Aber, aber, das ist doch nur der äußere Rahmen. Ich mache mit dir halbe-halbe, ist das klar?«

»Wobei halbe-halbe? Ich verstehe nicht.«

»Nun, du wirst das Maskottchen für einige Herren sein. Wir müssen nur immer den richtigen Typ herausfinden. Das ist äußerst wichtig. Alles andere wird dann von allein laufen. Und wenn du gut bist, kannst du eine Menge Geld machen. Wir bleiben zwar nicht immer hier in Baden-Baden, doch in Deutschland gibt es zahlreiche Casinos. Und auch im benachbarten Ausland stehen einige zur Verfügung. Wir werden also nicht arbeitslos werden.«

»Was soll ich tun?«

»Du brauchst den Spielern nur Glück zu bringen.«

»Das bekommt man bezahlt?«

»Alles auf dieser Welt muss bezahlt werden«, sagte Werner in sarkastischem Tonfall.

Werner Hambach hatte bereits ein Opfer für sie ausfindig gemacht.

Details

Seiten
90
Jahr
2019
ISBN (eBook)
9783738934083
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v505552
Schlagworte
redlight street süchtig leben

Autor

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Titel: Redlight Street #108: Süchtig auf das süße Leben