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Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt

2018 100 Seiten

Leseprobe

Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt

Tomos Forrest

Published by BEKKERpublishing, 2018.

Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt

Tomos Forrest

––––––––

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author

© Cover: 123 RF mit Steve Mayer, 2018

Created by Thomas Ostwald mit Jörg Martin Munsonius, 2018

Lektorat: Kerstin Peschel

© dieser Ausgabe 2018 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

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Klappentext:

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Bolthar ist fest entschlossen, die zu dieser Jahreszeit äußerst gefährliche Reise nach Helluland zu machen, um durch Felle, Zähne der Walrösser und Tran sein Vermögen aufzubessern. Dann kann er endlich ein Heer aufstellen, das König Harald verjagen soll. Aber sein Vorhaben stößt auf ungeahnte Hindernisse. Unter anderem begegnet er auf sehr unangenehme Weise seinem Todfeind Garpur, mit dem seine Tochter Fringa zusammenlebt. Dieses Zusammentreffen kann kein gutes Ende nehmen ...

***

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1.

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Das stolze Langboot erregte großes Aufsehen, als es in den Hafen von Aarhus einlief. Zum einen bewunderte man die ungewöhnliche Größe des halffertugt skip, dann aber auch die kräftigen Männer, die auf den Ruderbänken saßen und sich schon durch ihre Kleidung von vielen gewöhnlichen Kriegern unterschieden. Sie alle trugen Felle über den breiten Schultern, neue Tuniken aus guten Stoffen, Wurflanzen in den Händen und an der Seite ihren Sax, als sie den Kapitän an Land begleiteten. Eine solche Schar von siebzig Kriegern musste selbst in einer Stadt wie Aarhus auffallen, noch dazu  dieser Jahreszeit.

Vom Meer wehte eine eiskalte Brise über die Häuser und ließ die Menschen frösteln, wenn sie aus dem Haus traten, um den Markt aufzusuchen oder im Hafen noch etwas Fisch zu erstehen. Niemand unternahm jetzt noch weite Fahrten, denn die Winterstürme waren gefürchtet und brachten die Seefahrt fast vollständig zum Erliegen. Nur in Küstennähe waren noch ein paar Händler unterwegs, die an Bord ihrer breiten Knorr-Schiffe Waren in die entfernten Dörfer brachten.

Aber ein Halffertugt mit fünfunddreißig Ruderplätzen auf jeder Seite, einem prächtigen Segel aus Wolle und einer derart gut ausgerüsteten Mannschaft war schon etwas Besonderes und lockte immer mehr Menschen in den Hafen. Der Kapitän war ein riesiger, breitschultriger Mann in vornehmer Kleidung. Über der Tunika trug er eine aufwendig gefertigte brynja, ein Kettenhemd, in deren eisernen Ringen sich auch eingeflochtene goldene befanden. Sein sorgfältig geschnittener und in Zöpfen geflochtener Bart wies silberne und goldene Ringe auf, ebenso sein zu zwei dicken Zöpfen geflochtenes Haupthaar.

Das Erstaunlichste an diesem Mann war jedoch sein golden glänzender Helm, und als er mit hoch erhobenem Haupt durch die schmalen Straßen ging, gefolgt von seinen finster blickenden Kriegern, da raunten sich die Menschen zu, dass dieser Mann wohl ein sehr mächtiger König aus einem der anderen Nordländer sein musste, denn König Harald war das nicht – den hatte man erst vor wenigen Monaten in Aarhus gesehen.

Der Helm hatte einen reich verzierten oberen Bereich mit einem dicken Mittelstreifen, auf dem sich ein kleiner Rabe befand. An den Seiten sowie im Nackenbereich gab es ebenfalls verzierte, herabhängende Bleche, die dazu dienten, die empfindlichen Kopfbereiche zu schützen.

Der Zug bewegte sich durch die Stadt bis zum Marktplatz, wo sich die Männer um ein Haus verteilten, das als Schenke diente. Hier gab es nicht nur Sitzbänke an den Wänden, sondern auch massive Holztische und -bänke in der Mitte des Raumes. Eine Besonderheit bestand aus einer Fensteröffnung zur Marktseite, die mit einem massiven Holzladen und einem Riegel von innen verschlossen werden konnte.

Bolthar, der Jarle aus Skagen im Norden von Jylland, genoss seinen Auftritt, den er ganz bewusst so inszeniert hatte. Er rechnete damit, dass man unverzüglich dem König berichten würde, wie er in der Stadt auftrat. Wenn ihm Thor wohl gesonnen war, sorgte der Gott dafür, dass sie sich noch vor Antritt seiner Reise begegneten.

Noch einen Grund hatte der Jarle für diesen Auftritt ausgewählt.

In diesen Tagen waren die Skalden nach Aarhus gekommen, eine Tradition, die in jedem Jahr zu dieser Zeit gepflegt wurde. Man liebte die Sänger und Geschichtenerzähler, weil damit die langen, dunklen Abende in den Langhäusern der Familien und Clans verkürzt wurden. Die Skalden liebten diese Zeit ebenfalls, denn sie wurden gut bewirtet und verbrachten eine angenehme Winterzeit.

Bent und der wieder genesende Gulkollur (vgl. Bolthar, der Wikingerfürst Band 8, Das Geheimnis des Sonnensteins) begleiteten ihren Jarle in die Schenke, in der bereits am Vormittag ein Feuer in der Herdstelle brannte und ein darüber gehängter, schwerer Kessel einen verführerischen Geruch verbreitete. Bjor blieb bei den Kriegern und hielt ein wachsames Auge auf die wilde Schar, denn Bolthar hatte ihnen klare Befehle erteilt. Keiner der Städter sollte belästigt werden oder Grund haben, sich über die Anwesenheit der Männer zu beschweren. Der Jarle aus Skaden wollte keine neuen Feinde, sondern Sympathien für sich einwerben. Schließlich hatte er König Harald den Krieg erklärt und wusste eine große Anzahl Fürsten der Nordmänner hinter sich. Doch er kannte diese Männer zum großen Teil seit vielen Jahren, und wusste deshalb auch, wie hoch die Treue einzuschätzen war, wenn sie mit gehacktem Silber aufgewogen wurde.

Beim Eintreten der drei kräftigen Männer sahen die Anwesenden erstaunt auf, und als Bolthar seinen goldglänzenden Helm abnahm und ihn mit einer lässigen Bewegung vor sich auf den Tisch stellte, an dem er Platz nahm, ging ein Raunen durch den Raum. Ganz hinten in einer Ecke stimmte ein Skalde gerade sein Instrument und warf einen erstaunten Blick auf den vornehm gekleideten Krieger.

Er legte seine dreisaitige Rubeba beiseite und erhob sich, um die neuen Gäste mit einer eleganten Verbeugung zu begrüßen.

Bolthar gab sich leutselig, grüßte ihn ebenfalls und befahl dem Wirt, dem Skalden ein frisches Bier zu bringen. „Spiel für uns, skáld, mach uns die Freude. Essen und Trinken sollst du dafür haben, so viel du willst!“

Der Mann verbeugte sich ein weiteres Mal, griff sein Instrument auf, strich kurz darüber und trug dann in einer Art Sprechgesang vor:

œgir Eydana, stóð und árhjálmi – Da stand Dänenvolks Kämpfer im Erzhelm,

aus dem Heergewand huschte, hinwarf er die Brünne, der Führer des Volkes,

eh zur Fehde er schritt. Er lachte mit den Leuten: Das Land sollt er schützen.

Gutlaunig der Göttliche unterm Goldhelme stand.“

Der Mann kam offenbar aus Island, wie seine Sprache verriet. Aber die vorgetragenen Verse waren sehr mutig, denn natürlich waren sie nicht rasch für Bolthar geschrieben, was viele der Skalden tatsächlich spontan gekonnt hätten.

Schuld an dieser Huldigung war natürlich der beeindruckende Helm, der jetzt mitten auf der Tafel stand und die Blicke der Anwesenden magisch anzog.

Bolthar klopfte auf den Tisch, als der Skalde schwieg, gab Bent ein großes Stück Silber und belohnte damit den Mann. Mehr Aufsehen konnte er kaum erreichen, und zufrieden genoss der Jarle seinen Becher mit dem frisch gebrauten Bier, während der Wirt wie ein aufgescheuchtes Huhn um ihn herumwuselte und versprach, die besten Fleischstücke aufzutragen, die es in ganz Aarhus geben würde.

„Gut so, Wirt, und den Kessel dort über dem Feuer kaufe ich dir vollständig ab. Lass ihn nach draußen auf den Marktplatz tragen, damit meine Krieger ebenfalls essen können.“

„Ja, Herr, aber ... verzeiht, es ist so ...“, stotterte der Mann herum, weil er damit für seine übrigen Gäste kein Essen mehr anbieten konnte.

„Was noch? Bezahle ich nicht gut und ausreichend?“, polterte Bolthar los, und der Wirt verbeugte sich schweigend, gab zwei seiner Knechte die Anweisungen und beeilte sich, frisches Bier in einem Krug an den Tisch zu bringen.

„Wann erwartest du den Navigator, Wirt?“

Der schien von dieser unerwarteten Frage vollkommen überrascht zu sein und erkundigte sich stotternd: „Den ... den Navigator, Herr? Ihr meint ...“

„Ganz richtig, ich meine den alten Efstur. Er kommt doch zu euch, um etwas zu essen, oder bin ich da falsch unterrichtet worden?“

„Efstur, ganz recht, Herr, der wird immer um die Mittagszeit kommen. Sicher trifft er gleich ein!“

Damit eilte der Wirt zu seinem Schanktisch zurück, um aus der Nähe dieses mächtigen Kriegers zu kommen. Wie auf ein Zauberwort trat in diesem Augenblick der alte Efstur ein, blieb kurz in der Tür stehen, bis sich seine Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatte, das hier trotz der Fensteröffnung herrschte. Er wollte an dem Tisch in der Mitte vorübergehen und sich neben den Skalden setzen, als sein Blick auf Bolthar fiel.

Efstur hatte ein von Wind und Wetter gegerbtes Gesicht, das von einem inzwischen überwiegend grau verfärbten Vollbart umrahmt wurde. Einige dunkle Strähnen im Haupthaar zeigten, dass er ursprünglich schwarzhaarig war. In zwei sorgfältig geflochtenen, langen Zöpfen hing ihm das Haar bis fast auf die Schultern, seinen Bart hatte er nach Art der Krieger ebenfalls in mehrere Zöpfe geflochten, die von silbernen und goldenen Ringen gehalten wurden. Wenn er seine Arme bewegte, klirrten zahlreiche Armreifen, die von seinen Erfolgen als ausgezeichneter Krieger kündeten. Damit unterschied er sich kaum von Bolthar, sah man einmal von dessen Statur und dem Altersunterschied ab.

„Efstur, besitzt du noch deinen Sonnenstein?“, begrüßte ihn der Wikingerfürst.

Der alte Navigator blinzelte, als könne er die Stimme nicht dem Mann zuordnen und müsse erst nachdenken, wen er da in so vornehmer Kleidung vor sich hatte. Dann aber nickte er mit ernster Miene und sagte mit einer angenehm klingenden Stimme: „Du musst Bolthar sein, aber bei allem, was ich weiß, ist das wohl mehr als erstaunlich!“

„Sei mein Gast, Efstur!“, antwortete Bolthar und wies auf die Bank ihm gegenüber. Der Navigator zögerte, warf einen raschen Blick über die Köpfe der Anwesenden, die jetzt alle schwiegen, um diesem Gespräch zu folgen. Die Leute aus Aarhus kannten Efstur seit vielen Jahren und wussten, dass der alte Seemann längst nicht mehr zu einem Viking ausfuhr, sondern seinen Reichtum mit gelegentlichen Handelsfahrten auf seiner kleinen Knorr vermehrte.

Schließlich zuckte er gleichgültig die Schultern und nahm Platz.

„Dank für die Einladung, Bolthar, aber ich bin durchaus in der Lage, mein Essen selbst zu bezahlen.“ Wie zur Untermalung dieser Behauptung klingelten die zahlreichen Armreifen gegeneinander, als der Alte seine Unterarme auf die Tischplatte legte.

„Das freut mich für dich, Efstur, aber ich erinnere mich an Zeiten, in denen das nicht der Fall war.“

Ein rascher Blick in die dunklen Augen des Fürsten, und Efstur richtete seinen Oberkörper auf. In diesem Augenblick trat der Wirt an den Tisch, stellte einen neuen Becher vor Efstur und einen großen, mit Bier gefüllten Krug dazu.

„Das mag alles sein, Bolthar, aber das ist sehr lange her und selbst die Skalden berichten nicht mehr von diesem Leben.“

Bolthar stieß einen seltsamen Grunzlaut aus und beugte sich etwas über den Tisch.

„Es ist gut, wenn die Götter gnädig zu dir waren, Efstur. Aber ich bin nicht nur zum Essen und Trinken nach Aarhus gekommen. Heute fordere ich eine alte Schuld von dir ein!“

Mit diesen Worten nickte er seinem Unterführer Bent zu, der während des bisherigen Gesprächs den Navigator mit finsterer Miene betrachtete. Jetzt zog er ein kleines Ledersäckchen hervor und kippte den Inhalt auf den Tisch. Efstur blickte erstaunt darauf und musste sich zusammenreißen, um nicht sofort aufzuspringen. Aber ein keuchender Laut entwich seinen Lippen.

Vor ihm lag ein schwarz angelaufener, dicker Armreifen.

Und ein weiterer, schwarzer, länglicher Gegenstand.

Vertrocknet, mumifiziert.

Efstur musste nicht zweimal hinsehen, um darin einen menschlichen Finger zu erkennen. Plötzlich schien sich alles um ihn zu drehen, ihm wurde schwarz vor den Augen, in den Ohren rauschte das Blut so gewaltig wie das Meer im Sturm. Er hielt sich mit beiden Händen an der Tischkante fest, und als der Moment vorüber war, sah er in das nun geradezu dämonische Grinsen seines Gegenübers.

„Nun, Efstur, wie ich sehe, erinnerst du dich gut. Also, um es kurz zu machen, wir fahren nach Helluland. Ich hoffe für dich, dass du noch deinen Sonnenstein besitzt, sonst könnte es unerfreulich auf dem großen Meer werden.“

„Helluland?“, keuchte der Navigator. Er hatte noch immer nicht seine alte Stärke zurückerlangt, atmete mehrfach tief ein und aus und stürzte dann den Rest seines Bechers hinunter.

Bolthar ließ ihn keinen Moment aus den Augen und antwortete jetzt nur kurz und knapp: „Helluland. Wir brechen morgen mit dem Sonnenaufgang auf. Du musst keine Sachen packen, wir haben alles, was wir benötigen, an Bord unseres Halffertug. Ich erwarte dich morgen in aller Frühe am Hafen.“

Fassungslos sah der wie erstarrt sitzende Efstur zu, wie die beiden Krieger aufstanden, dem Wirt Silberstücke in die Hand drückten, und unter beifälligem Gemurmel der anderen Gäste aus der Schenke ins Freie traten.

„Soll ich ihm folgen, wenn er sein Haus aufsucht, Jarle?“, erkundigte sich Bent mit leiser Stimme.

„Nicht nötig. Er wird kommen, glaube mir, Bent.“

An der großen Tafel saß indessen weiterhin Efstur und starrte vor sich hin, als würde er noch immer Silberreifen und Finger dort sehen. Aber die beiden seltsamen Dinge hatte Bolthar aufgenommen, als er sich erhob, und die Bilder, die damit verbunden waren, jagten jetzt dem alten Navigator durch den Kopf.

„Ist alles in Ordnung mit dir?“, erkundigte sich leise eine Stimme an seinem rechten Ohr. Er schrak auf und sah den Skalden vor sich, der seit einigen Tagen in dieser Schenke seine Geschichten vortrug.

„Ja, natürlich, danke. Ich war nur ... vollkommen überrascht von diesem ... Auftrag, den ich gerade erhalten habe.“

„Oh, und ich dachte, du hast dich längst zur Ruhe gesetzt und betreibst nur noch ein wenig Handel, Efstur – so hast du es mir erst gestern erzählt!“

Der Navigator erhob sich etwas schwankend und nickte dem Skalden zu.

„Die Zeiten ändern sich rasch. Wer kann da noch widerstehen, wenn man nach so langer Zeit wieder einmal nach Helluland reisen kann!“

„Nach Helluland? Zu dieser Jahreszeit?“

Der Skalde starrte ihn ungläubig mit offenem Mund an.

Doch als Efstur sich umwandte, blieb er die Antwort schuldig.

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2.

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Der Nebel lag in einer einzigen, dicken Schwade direkt über dem Wasser, aber die Masten der hier am Strand oder im Wasser liegenden Schiffe ragten darüber hinaus. Und wie eine bleiche, kalte Scheibe stieg die Sonne langsam auf und bemühte sich, die letzten Nebelbänke zu vertreiben.

Bolthar stand mit vor der Brust verschränkten Armen am Strand und starrte hinüber zur eben erwachenden Stadt. Die ersten Handkarren wurden zu den Schiffen gefahren, ein paar Lastenträger keuchten bereits unter den dick verschnürten Paketen heran, und auch die Fischer machten sich bereit, ihre kleinen skúta für eine Ausfahrt klar zu machen.

Bent wartete auf den Befehl seines Jarle, aber der starrte mit versteinerter Miene auf die niedrigen Häuser der Stadt Aarhus. Schließlich gab er sich einen Ruck, stieß eine Verwünschung aus, die sich wieder um irgendwelche Níð drehten, die sich mit Tieren vergnügten, und stapfte schließlich, ohne einen Blick auf seine Männer zu werfen, hinauf in die Stadt.

Bent gab den anderen ein Zeichen, und eine zehn Mann starke Kriegerschar, Bolthars neu zusammengestellte Leibgarde, folgte ihm, während die anderen mit den Speeren in der Rechten und dem Rundschild in der Linken einen Halbkreis um ihr Langboot zogen. Dieser Anblick wirkte dermaßen einschüchternd, dass keiner der Männer im Hafen auch nur wagte, auf eine kürzere Distanz an das beeindruckende Schiff heranzutreten.

„Ist das hier das Haus des Navigators?“, herrschte Bolthar eine Frau an, die eben an ihm vorübereilen wollte. Von dem scharfen Ton betroffen, zuckte sie zusammen und starrte erschrocken in das finstere Gesicht des großen Bärtigen.

„Ja, Herr, hier wohnt Efstur, der früher als Navigator zur See fuhr!“

Schon eilte sie weiter, huschte in eine schmale Seitengasse und atmete erst erleichtert auf, als sie ihr Haus betrat und sogleich einen massiven Holzbalken vor die Tür schob.

Bolthar trat mit einem kräftigen Tritt die Haustür des Navigators ein und stand im Dämmerlicht eines einzigen, kleinen Raumes. Hier gab es nicht viel zu sehen, neben der Lagerstatt des Mannes, den er suchte, gab es einen kleinen, hölzernen Tisch und zwei Stühle dazu. Nichts deutete darauf hin, dass hier ein wohlhabender Mann wohnte, aber jeder in Aarhus wusste über Efstur Bescheid. Er war ein freundlicher, aber zurückhaltender Mann, der nie mit seinem Reichtum protzte. Und wer sein Haus kannte, vermutete dahinter ebenfalls keinen vermögenden Bewohner. Doch in den vielen Jahren als Navigator war Efstur häufiger nach Helluland gereist und hatte auf diesen langen, gefährlichen Fahrten sein Vermögen mit den Walrosszähnen, Fellen und in Fässern abgefüllten Tran gemacht.

Bolthar warf den nächsten Stuhl beiseite und riss dann das Lager auseinander.

Nichts deutete auf Efstur hin, es gab weder ein Kleidungsstück noch etwas anderes Persönliches. Eine kleine Feuerstelle war offenbar seit längerer Zeit nicht mehr benutzt worden, und fluchend drehte sich Bolthar auf dem Absatz herum und verließ das Haus wieder.

„Schick Boten aus, Bent, und spare nicht mit meinem Silber. Wer mir den Aufenthaltsort dieses Mannes verrät, wird reich belohnt werden. Und Bent“, hielt er den schon davoneilenden Unterführer noch einmal zurück, „lass auch verbreiten, dass ich jeden töten werde, der Efstur hilft, ihm zu essen und zu trinken gibt oder ihn in seinem Haus aufnimmt!“

„Jarle, es soll alles, wie du befohlen hast, ausgeführt werden!“

Mit wütenden, weit ausgreifenden Schritten eilte Bolthar zurück zu seinem Schiff, von seinen zehn Kriegern umringt, als fürchteten sie in jedem Augenblick einen Anschlag auf ihren Herrn. Und diese Maßnahme sollte sich gleich darauf als richtig erweisen. Sie waren gerade in den Fuhrweg eingetreten, der hinunter zum Hafen führte, als ihnen eine Gruppe Bewaffneter entgegentrat.

Sie trugen keine Schilde, aber Kurzschwerter und Speere, waren mit einfachen Helmen ausgestattet, trugen jedoch keine Kettenhemden. Es handelte sich zwar um die doppelte Anzahl von Männern unter einem sehr jungen, schwarzhaarigen und blassen Anführer, aber das ließ die Krieger um Bolthar unbeeindruckt. Dicht um den Fürsten geschart, starrten sie die andere Gruppe mit finsteren Blicken an.

„Nun, was soll das? Gebt mir den Weg frei!“, donnerte Bolthar mit Stentorstimme über die Straße hinweg, sodass ein paar Männer aus ihren Häusern traten und sich sogleich eilig wieder zurückzogen, als sie die Schar vor sich erblickten.

„Jarle Bolthar aus Skagen?“, erkundigte sich der Anführer mit einer geradezu dünnen Stimme.

Bolthar lachte verächtlich und antwortete:

„So ist es, Junge. Geh mir aus den Weg, nimm deine Männer und spielt meinetwegen vor der Stadt weiter.“

„Im Namen König Haralds, ihr seid unsere Gefangenen!“, rief der Anführer und zog sein Sax-Schwert aus der Scheide, und die anderen senkten ihre Speere in Richtung der Männer um Bolthar. Der schüttelte nur grimmig den Kopf, sodass seine Zöpfe nach beiden Seiten flogen, lachte einmal belustigt auf und packte im nächsten Moment den Anführer an der Tunica und hob ihn hoch über seinen Kopf. Der Jüngling ließ vor Schreck seinen Sax fallen und schrie auf. Bolthar schleuderte ihn in die Reihe seiner Männer, wobei mehrere von ihnen gemeinsam mit ihrem Anführer zu Boden gingen.

Zugleich waren die beiden gegnerischen Seiten im Kampfgetümmel. Doch während Bolthars Krieger hart und unbarmherzig zuschlugen, war die Gegenseite wenig kampferfahren und gab nach kurzer Zeit auf. Die Ersten warfen ihre Speere weg, drehten sich um und verschwanden sehr schnell in den kleinen Seitengassen. Hier fiel noch ein vernichtender Hieb auf einen Nasalhelm, dort erhielt einer der noch Standhaltenden einen Stich mitten in die Brust – dann war der Kampf schon beendet. Fünf Krieger des jungen Anführers lagen in ihrem Blut, er selbst hatte sich offenbar bei dem Sturz zwischen seine Männer etwas gebrochen und lag schmerzverkrümmt neben einem Toten, dabei leise vor sich hin jammernd.

Bolthar schob den Sax in die Scheide, und gleich darauf waren sie bei ihrem Schiff angekommen. Hier beratschlagte er mit den Unterführern und den Kriegern. Schließlich verkündete der Jarle, dass sie sich in Aarhus über verschiedene Quartiere verteilen mussten, bis sie Nachricht über den Aufenthaltsort Efsturs erhielten. Eine so große Anzahl von Kriegern kam in keiner Schenke gemeinsam unter. Aber für eine ausreichende Menge Silber waren zwei Kaufleute bereit, ihnen am Hafen ihre Lagerhäuser zu vermieten, die groß genug waren, um die Krieger aufzunehmen.

Missmutig ging Bolthar hinüber zu einer Schenke, die in unmittelbarer Nähe zu den Lagerhäusern lag und ihm sowie Bent als Verbindungsmann Unterkunft anbieten konnte. Hier warf er sich in voller Bekleidung auf die Lagerstatt und wartete ab, ob sich einer der ausgeschickten Boten bei ihm melden würde. Darüber wurde es Abend und gegen seinen Willen war der Jarle eingenickt. Er schrak auf, als jemand in seine Kammer trat und ihn an der Schulter berührte. Sofort hatte er den Sax in der Hand und richtete sich auf.

„Gelbkopf! Warum schleichst du dich hier herein? Ich hätte dich töten können!“

„Jarle, wir haben sichere Nachricht vom Navigator!“

„So schnell?“, antwortete Bolthar, erhob sich von seinem Lager und strich seine Tunica glatt, gürtete das Wehrgehänge um und nahm seinen Helm in die Hand. „Wohin müssen wir?“

„So genau kann ich das auch nicht sagen“, antwortete ihm der Unterführer. „Aber Efstur war gerade vor Tagen zurück von einem Ausflug in den Norden. Man erzählt sich in der Stadt noch immer von der großen Schar, die er begleitet hat. Ein großer, blonder Mann und eine Frau, gekleidet wie eine Kriegerin und mit kupferfarbenem Haar, hatten eine Gruppe Siedler um sich versammelt. Sie wollten eine neue Stadt gründen, und der Navigator begleitete sie.“

„Eine Frau mit kupferfarbenen Haaren und gekleidet wie eine Kriegerin? Gelbhaar, weißt du, was du da gerade gesagt hast?“

„Natürlich, Jarle! Fringa ist mit dem blonden Jarle Garpur unterwegs, um irgendwo im Landesinneren eine neue Stadt zu gründen!“

„Die vermutlich an einem Fluss liegt!“

„Das von dir zerstörte Brønderslev (vgl. Bolthar, der Wikingerfürst Band 3, Odin oder Jahwe) soll neu entstehen. An einem Fluss, der allerdings nicht sehr viel Wasser führt. Es ist der Rya, und Efstur kannte die Gegend, deshalb hat er die Leute begleitet!“

Bolthar schlug mit der Faust auf die linke Hand.

„Das ist gut, Gelbhaar, sehr gut! Die beste Nachricht seit Langem, und dafür danke ich dir, Odin, du weiser Allvater! Du hast es so gefügt, dass ich endlich meine Rache bekomme! Oh ihr Götter, ihr spielt mit uns Menschen, aber wen ihr liebt, dem gebt ihr am Ende auch seinen Lohn. Lasst uns sofort aufbrechen!“

Gulkollur lächelte verlegen.

„Noch nicht, Jarle. Wir warten noch auf die Rückkehr eines Boten, der oben am Fluss gewesen ist und uns berichten kann, was dort geschieht. Ein Langhaus und mehrere Hütten sollen schon stehen, und die Siedlung ist ausschließlich von Christen bewohnt. Aber der Mann kennt nicht nur den Weg, sondern er hat auch Nachrichten von dort, die nicht älter als einen Tag sind.“

Bei diesen Worten horchte Bolthar auf.

„Was hat das zu bedeuten, Gulkollur? Welche Nachrichten erwarten wir?“

„Es gab Gerüchte, dass Garpur die Siedlung mit zwei Ochsenkarren verlassen hat, um weiteres Material aus Aarhus zu holen. Man will dort eine Mühle errichten, und außerdem gibt es hier, keinen halben Tagesritt entfernt, ein Kloster, das Mönche in die neue Siedlung entsenden will. Dort soll eine Kirche gebaut werden!“

Bolthar war bei den letzten Worten aufgesprungen und starrte seinen Unterführer mit weit aufgerissenen Augen an. Dann verzog er sein Gesicht zu einer finsteren Grimasse.

„Das ist alles gut zusammengefügt und kommt mir sehr entgegen. Dann wollen wir diesem Garpur den Weg ein wenig erleichtern und ihm entgegenziehen!“

„Der Bote wird morgen gegen Mittag hier eintreffen, dann wissen wir Genaueres!“

„Gut, ich danke dir, Gulkollur. Es fügt sich alles bestens, wir werden Garpur zu empfangen wissen!“

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3.

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Aber wieder einmal hatten die Götter anders entschieden.

Oder sie hatten gewürfelt und setzten die Figuren auf ihrem Spielfeld neu.

Es war nur noch nicht klar, wo beim Hnefatafl-Spiel die Figur des Königs stand.

Doch das würde allen Beteiligten sehr bald deutlich werden.

Der Bote kehrte noch vor der Mittagszeit auf einem schweißbedeckten Pferd zurück und lieferte seinen Bericht direkt an Bolthar ab. Demnach war Garpur wirklich mit den beiden Ochsenkarren aufgebrochen, weil man sich mit weiteren Siedlern treffen wollte. Diese Leute sollten nach Aarhus kommen, dort die fehlenden Materialien zum Bau einer Mühle kaufen und gleich zur neuen Siedlung mitnehmen.

Die Neusiedler waren Bolthar gleichgültig.

Er wollte mit seinen Kriegern dem verhassten Mann entgegenziehen, um ihn in seine Gewalt zu bekommen. Der Fluss verlief in einer Entfernung von gut zwei Tagesmärschen, und es gab nur einen sehr schlechten Weg nach Aarhus herunter. Bolthar schäumte bei dem Gedanken, dass seine Tochter Fringa zusammen mit diesem Garpur eine Stadt im Norden gründen wollte, die nur zwei Tagesmärsche von Skagen entfernt lag. Diese Herausforderung nahm er an, koste es, was es wolle.

Die Krieger waren unterwegs, Bolthar trieb sie an und war noch am Nachmittag aufgebrochen. Ein kalter Wind wehte vom Meer über das Land herüber, die Männer zogen ihre Felle über den Schultern zusammen und marschierten rasch, um warm zu werden. Schlimm würde es für alle erst in der Nacht werden, denn gegen Abend setzte ein dünner Regen ein, der aber ununterbrochen fiel.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten sie die Reste eines zerstörten Klosters. Es war einmal eine große Anlage mit einer Kirche, die aus Stein erbaut wurde, und einem einfachen Holzbau, vermutlich von den Mönchen als Schlafsaal und Schreibraum benutzt. Die alles umgebende Mauer war kaum mannshoch, als das Kloster überfallen, niedergebrannt und zerstört wurde. Bolthar konnte sich ein hämisches Grinsen nicht verkneifen, denn so ähnlich hatte er auch mehrfach gewütet (vgl. Bolthar, der Wikingerfürst Band 1, Blutspur der Nordmänner).

„Wir bleiben hier die Nacht über!“, erklärte er seinen Unterführern. „Wenn wir die mitgeführten Zeltbahnen über die noch stehenden Balken des Holzhauses spannen, haben wir zumindest einen Schutz vor dem ekelhaften Regen.“

„Was ist mit dem Dach der Kirche?“, wollte Bent wissen, und Bolthar fuhr ihn harsch an:

„Ich werde dort niemanden meiner Männer unterbringen! Mal abgesehen davon, dass ein Teil des Daches eingestürzt ist, wie du von dieser Stelle aus gut erkennen kannst, werde ich nicht zulassen, dass jemand im Haus der Götter-Leugner schläft! Lieber lasse ich mich bis auf die Haut nassregnen und friere, als dass ich Schutz in einem solchen Bau suchen würde!“

Mit zusammengekniffenen Lippen entfernte sich Bolthar, um die Anlage näher zu untersuchen. Seine Unterführer beeilten sich, ihm dabei zu folgen, denn es mussten zu ihrer Sicherheit Wachen aufgestellt werden.

Wenig später hatten die Krieger auf dem Klosterhof ein wärmendes Feuer entzündet und nährten es zum Teil mit den noch nicht vollständig verbrannten Brettern und Balken des Klosters. Ein großer Kessel nahm alles auf, was man für eine kräftigende Mahlzeit benötigte. Das Wasser wurde aus dem intakten Klosterbrunnen geschöpft, Getreide gemahlen und anschließend das Mehl zusammen mit ein paar Stücken getrockneten Fleisches von einer Ziege und Karotten sowie Pastinak verrührt. Das Gemüse wurde in einem kleinen Behälter zerstampft und sorgte nicht nur für eine Abwechslung im Geschmack, sondern auch für die Andickung des Gekochten zu einem Brei, den jeder anschließend aus seinen Schalen mit großem Behagen und lautem Schmatzen herausleckte und mit den Händen nachwischte.

„Ich kenne diese Anlage ganz gut“, begann jetzt Bjor zu erzählen. „Sie wurde vor gut fünf Wintern von meinem Onkel überfallen und zerstört!“

„Du hast einen Onkel?“, warf Gulkollur ein und brachte damit die anderen zum Lachen. Bjor war im Dorf von Bolthar aufgewachsen, aber sein Onkel lebte an der Westküste bei Løkken und war ein Lehensmann des Jarle. Er durfte aber auch mit seinen Kriegern auf eigene Viking ziehen, wenn ihn Bolthar nicht benötigte.

„Mein Onkel Brimnir machte seinem Namen alle Ehre. Er war so unruhig wie das Meer, bis ihn eines Tages ein Speer in die Hüfte traf und er zu ausgedehnten Viking nicht mehr in der Lage war. Er erzählte mir, wie er mit einer Handvoll seiner Gefolgsleute dieses Kloster brandschatzte, aber außer einer Menge Spaß hatte der Überfall nur einen Sinn erbracht: Ein Kloster verschwand wieder von unserem Boden, den wir den Asen geweiht haben.“

Bolthar starrte nachdenklich in die Glut des Feuers, dann räusperte er sich vernehmlich und antwortete: „Dein Onkel hat mir nie etwas von dem Silber aus diesem Kloster erzählt!“

Das war ein deutlicher Vorwurf, denn natürlich war Brimnir verpflichtet, einen Teil seiner Beute dem Jarle zu überlassen.

„Er hatte auch keinen Erfolg, Jarle. Die Mönche waren nicht zu bewegen, das Versteck zu verraten, in das sie wohl rechtzeitig noch ihre Kreuze und Becher schaffen konnten, als das Haupthaus schon brannte. Jedenfalls fanden die Krieger trotz gründlicher Suche nichts von Wert, die Mönche starben lieber einen grausamen Tod, als zu verraten, wo sie ihre Sachen versteckt hatten.“

Bolthars Interesse war geweckt.

„Das Haupthaus brannte bereits, und die Mönche haben noch ihr Silber verstecken können?“

„So erzählte es mir mein Onkel, Jarle. Ich war darüber genauso erstaunt wie du, aber Onkel meinte, dass die Mönche es wohl irgendwo in einem vorbereiteten Versteck unterbrachten, als die Krieger alles überrannten.“

Bolthar starrte durch die Dunkelheit des Klosterhofes. Die Flammen des Kochfeuers waren zusammengesunken, ihr Schein reichte kaum aus, die nähere Umgebung zu erhellen. Plötzlich fiel sein Blick auf den Brunnen, der ihnen das Wasser für ihre Mahlzeit geliefert hatte. Bolthar erhob sich, nahm einen brennenden Ast aus dem Feuer und ging damit zu der Einfassung, die aus Bruchsteinen gemauert war.

Neugierig folgte ihm Bjor und sah, wie Bolthar den Ast in den dunklen Schacht hielt und langsam im Kreis herumging. Dann sah er auf und rief zum Feuer hinüber: „Bringt weitere Brände hier herüber! Ich will mir mal einen genauen Überblick verschaffen!“

Dem Befehl wurde sofort Folge geleistet, und innerhalb kürzester Zeit standen mehrere Krieger mit ihren Unterführern am Brunnenrand und versuchten, den dunklen Schacht zu erhellen. Bolthar nahm mehrere Äste in die Hand und ließ sie hinunterfallen. Sie fielen lodernd in die Tiefe und erloschen dann zischend. Bolthar ließ ein leises Lachen ertönen und rief zu den anderen am Kochfeuer hinüber: „Schafft mir mal Seile herüber und noch mehr dicke, brennende Äste! Ihr könnt auch das Feuer hoch schüren, damit man hier mehr erkennen kann!“

Als er sich jedoch auf die niedrige Einfassung des Brunnenschachtes stützte, brachen ein paar Steine heraus und polterten hinunter. Bolthar verharrte nur einen kurzen Moment und starrte in die Dunkelheit, dann schüttelte er den Kopf.

Kaum reichte einer der Männer ihm ein kräftiges Seil, das man für das Verschnüren der Vorräte verwendete, als er es auch gleich auf seine Haltbarkeit untersuchte und gleich darauf über den Brunnenrand hängen ließ.

„Was hast du vor, Jarle?“, rief Bent erstaunt aus, denn offenbar wollte ihr Anführer in den dunklen Brunnenschacht hinuntersteigen.

Details

Seiten
100
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783738925340
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v454963
Schlagworte
bolthar wikingerfürst band garpurs gewalt

Autor

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Titel: Bolthar, der Wikingerfürst Band 9: In Garpurs Gewalt