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Die Raumflotte von Axarabor #43: Landung unerwünscht

2018 80 Seiten

Leseprobe

Die Raumflotte von Axarabor #43: Landung unerwünscht

Roland Heller

Published by BEKKERpublishing, 2018.

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Landung unerwünscht!

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Die Raumflotte von Axarabor -  Band 43

von Roland Heller

Der Umfang dieses Buchs entspricht 83 Taschenbuchseiten.

Zehntausend Jahre sind seit den ersten Schritten der Menschheit ins All vergangen. In vielen aufeinanderfolgenden Expansionswellen haben die Menschen den Kosmos besiedelt. Die Erde ist inzwischen nichts weiter als eine Legende. Die neue Hauptwelt der Menschheit ist Axarabor, das Zentrum eines ausgedehnten Sternenreichs und Sitz der Regierung des Gewählten Hochadmirals. Aber von vielen Siedlern und Raumfahrern vergangener Expansionswellen hat man nie wieder etwas gehört. Sie sind in der Unendlichkeit der Raumzeit verschollen. Manche errichteten eigene Zivilisationen, andere gerieten unter die Herrschaft von Aliens oder strandeten im Nichts. Die Raumflotte von Axarabor hat die Aufgabe, diese versprengten Zweige der menschlichen Zivilisation zu finden - und die Menschheit vor den tödlichen Bedrohungen zu schützen, auf die die Verschollenen gestoßen sind.

Das Volk von Rufus 3 hütet ein Geheimnis.

Die Eingeborenen sorgen dafür, dass mithilfe ihrer natürlichen Kräfte der Suggestion kein Raumschiff sich ihrem Planeten nähert. Mit der Neugierde der Menschen haben sie allerdings nicht gerechnet.

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Copyright

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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / COVER 3000AD 123rf Steve Mayer

© Serienidee Alfred Bekker und Marten Munsonius

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

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Millie Crcowizc war eine typische Büromaus. Stundenlang konnte sie sich mit ihren Daten und Tabellen  beschäftigen und sie studieren. Datenreihen, die ich mit einem Blick übersehen konnte, widmete sie Stunden ihrer Aufmerksamkeit. Gerade weil sie so eine Büromaus war, entdeckte sie etwas, das aus irgendeinem Grund bislang keinem Rechner aufgefallen war.

Ich bin übrigens Schlauköpfchen – und ein Roboter, deshalb kann ich relativ unsentimental an die folgende Erzählung des Fiaskos herangehen, für das indirekt Millie Crcowizc verantwortlich ist.

Übrigens: Ich hoffe, Sie wissen, was man unter einer sogenannten Büromaus versteht.

Millie war eine strenge Realistin. Phantasie und alles, was sich außerhalb einer mathematisch fassbaren Regel bewegte, war ihr ein Gräuel. Sie benötigte Tatsachen und Fakten als Grundlage. Spekulative Gedanken verdammte sie bis in die tiefste Hölle. Etwas, das sie nicht nachvollziehen konnte, verabscheute sie. Wie gesagt, alles, was nach Abenteuer roch, hatte in ihrer Geisteswelt keinen Platz. Phantasie war etwas für Träumer, die mit dem wirklichen Leben in der Realität nicht klar kamen.

Dabei sah sie durchaus gut aus. Die Männer standen sozusagen Schlange bei ihr, um einen Termin für ein Treffen zu ergattern. Groß gewachsen und schlank und mit Kurven dort, wo Kurven sein sollten. Es machte auch gar nichts aus, dass ihre rechte Brust deutlich größer war als ihre ....

Energisch wurde ich unterbrochen.

"Den letzten Satz kannst du streichen." Jane Deal sagte es sehr deutlich und laut.

"Weshalb denn?"

"Das interessiert niemanden, außerdem ist es nicht notwendig, sie so genau zu beschreiben."

"Auch wenn es den Tatsachen entspricht?"

"Dass du Millie attraktiv empfindest?" Jane Deal lachte höhnisch auf.

"Mach dich nur lustig über mich. Ich bin das Ergebnis eines Programms."

"Eines fehlgeleiteten Programms. Also, wo waren wir stehen geblieben?"

"Bei ihrer Figur."

"Was du nicht sagst."

"Dass ihre Figur nicht exakt spiegelbildlich geformt ist. Im Übrigen bist du sehr wohl im Bilde, dass ich eine Attraktivität mathematisch beurteilen kann, mir aber die persönliche Beurteilung des Geschmacks eines Menschen nach wie vor ein Rätsel ist. Du weigerst dich ja standhaft, mir Anschauungsmaterial aus erster Hand zu liefern."

"Halte dich an die wesentlichen Fakten bei deinem Bericht."

"Na, immerhin weiß jetzt schon jeder, dass wir überlebt haben. Sonst könnten wir ja nicht über unsere Erlebnisse berichten"

"Schlauköpfchen, halte dich an die Fakten – wie Millie."

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2

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In Millie Crcowizc' Händen lag die gesamte Verwaltung der ACCOUNT, oder eigentlich besser gesagt in den Rechnern an Bord des Trägerschiffes, die unter Millies Obhut standen. So sehr die Automation fortgeschritten war, manchmal bedurfte es einer menschlichen Hand. Dieser Job verlangte viel Fingerspitzengefühl und die Fähigkeit, sich in die mathematische Logik einzufühlen.  Dafür lebte Millie. Ihre Aufgabe ließ ihr sogar noch genügend Zeit, dass sie sich mit zahlreichen anderen Dingen beschäftigen konnten.

Eines ihrer Hobbys war die Siedlungsgeschichte Axarabors. Immer wieder hatte es Siedlungswellen von der Heimatwelt des Sternenreiches weg gegeben. In den Speichern der KI der ACCOUNT befand sich ein wahres Archiv an Informationen zu diesem Thema. Millie besaß Zugang zu diesen Daten und immer wieder stöberte sie in ihnen.

In letzter Zeit sogar öfters, denn sie war einer großen Sache auf der Spur. Sie hatte etwas entdeckt, das eine unheimliche Faszination auf sie ausübte, und sie glaubte felsenfest daran, damit jede Künstliche Intelligenz austricksen zu können. Wie sonst konnte es geschehen, dass ein kompletter Datensatz einfach ignoriert wurde?

Sie hatte eine Welt entdeckt, die seit ihrer Besiedlung nicht ein einziges Mal mehr von einem Raumschiff angeflogen worden war. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Doch die Fakten sprachen eine deutliche Sprache.

Sie konnte in den Rechnern der Sache auf den Grund gehen. Im Weltraum mussten diesen Job andere übernehmen. Aber dass diese Sache überprüft wurde, lag ihr am Herzen. Zuerst musste sie  Commander Eneim von diesem Fall davon überzeugen.

Ihrer Bitte nach einer Besprechung kam er rasch nach. Als er ihr dann zuhörte, glaubte er nach den ersten Worten, dass er sie spätestens nach fünf weiteren Sekunden hinauswerfen würde. Zu unsinnig klang das, was sie in ihrer etwas umständlichen Ausdrucksweise ihm mitzuteilen hatte.

"Wie kann das möglich sein?", mutmaßte Eneim trotzdem.

"Ganz genau kann ich es selbst nicht erklären, ich kann nur feststellen, dass es sich so verhält. Vor circa 2.300 Jahren meldete das Siedlerschiff NEBULA ordnungsgemäß die Landung auf dem 3. Planeten der Sonne Rufus. Die Meldung wurde bestätigt und in das Planetenregister eingetragen. Doch seit dieser ersten Eintragung erfolgte kein weiterer Kontakt mehr mit Rufus."

"Das ist tatsächlich ungewöhnlich. Und die Daten lassen sich so ohne Weiteres abrufen?"

"Jeder kann sie abrufen und überprüfen. Es steckt absolut kein Geheimnis dahinter."

"Vielleicht ist das der Grund, dass das System vergessen worden ist?"

"Commander, hier handelt es sich nicht um ein vergessenes System, da es offiziell im Katalog eingetragen ist." Das klang wieder typisch nach Millie, die jede Abweichung von der Realität gnadenlos verfolgt.

"Einmal angenommen, unsere Rechner suchen nach verlorenen Welten“, überlegte Eneim, denn so schnell wollte er sich Millies Realismus nicht geschlagen geben, „dann übersehen sie bei ihrer Suche dieses System natürlich ständig, da es in dem Katalog eingetragen ist, das ist mir schon verständlich. Aber unsere Rechner sichern ihre Suche ja nicht nur mit einem Fakt ab, sondern ziehen zahlreiche Faktoren ein. Da müsste es doch aufgefallen sein, dass kein Schiff dieses System seit mehr als zweitausend Jahren angelaufen hat. Es müsste aufgefallen sein..."

"Müsste", sagte Millie mit einem befriedigten Unterton in der Stimme. Erwartungsvoll blickte sie den Commander an, als müsste er zwangsläufig zu demselben Ergebnis wie sie gelangen.

Eneim blickte seine Analystin skeptisch an.  "Bist du plötzlich abenteuerlustig geworden?"

"Gott bewahre, nein, ich bleibe auf der ACCOUNT. Aber eine deiner Besatzungen hat sicherlich ein wenig Freiraum, um RUFUS anzufliegen."

"Wo befindet sich RUFUS denn?"

"Ganz in der Nähe. Ein Scoutschiff sollte es in drei Tagen erreichen können."

"Das bedeutet fünf Tage für die ACCOUNT. Das ist es, was du mir einreden wolltest?"

"Ich habe diesen Planeten quasi wiederentdeckt. Da interessiert es mich schon, was es damit auf sich hat."

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Fünf Scoutschiffe hatten zu dieser Zeit an der ACCOUNT angedockt und jede der fünf Besatzungen meldete sich gleich freiwillig für diesen Einsatz. Leider kamen Jane Deal und ich nicht sofort zum Zug. Wer weiß, ob sich diese Geschichte dann nicht anders entwickelt hätte. Jetzt ist es jedoch zu spät zum Jammern, die Entscheidung des Commanders fiel auf Horald Tajcow, der Scoutschiff drei befehligte.

Unsere Schiffe waren an dem langen Mittelteil der ACCOUNT angedockt. Von Ferne sah die ACCOUNT wie eine riesengroße Hantel aus. Die Spitze bildete eine 60 Meter durchmessende Kugel, welche die Kommandodecks und eine Reihe von Vergnügungsstätten beherbergte. Das andere Ende bestand ebenfalls aus einer sechzig Meter durchmessenden Kugel. Diese Kugel beherbergte alles, was für den Schiffsbetrieb notwendig war, vor allem den Antrieb.

Zwischen diesen beiden Kugeln verlief ein zwanzig bis dreißig Meter breiter - je nachdem, was er beherbergte – Zwischenteil, der in drei Stockwerke geteilt war.

Das mittlere Stockwerk stellte die Verbindung zwischen den Kugeln und den angedockten Schiffen dar. Hier konnten die Besatzungen von da nach dort wechseln. Nach dem Motto, dass es sinnlos war, für jedes Besatzungsmitglied zwei Wohnräume zur Verfügung zu stellen, befanden sich die Wohneinheiten der Menschen auf ihren Schiffen. Hier konnten sich die Besatzungen frei bewegen – wie im übrigen Schiff natürlich auch – und ihren Freuden nachgehen. Das obere Stockwerk bot hierzu verschiedene Varianten. Die größeren Etablissements befanden sich ja in der Kommandokugel. Das untere Deck wurde als Werkstatt genutzt.

Wenn man sich das alles vor Augen hielt, war es kein Wunder, dass sich alle Besatzungen freiwillig meldeten. Ein wenig Abwechslung schadete nie.

Horald Tajcow verließ also mit seinem Boot und seinem robotischen Begleiter, einem Standardmodell ohne besondere Eigenschaften, das Schiff bereits zwei Stunden später. Wir alle dachten natürlich, ihn vermutlich für mindestens zwei Wochen nicht mehr zu sehen.

Doch wir alle hatten uns ziemlich getäuscht.

Bereits drei Tage später – genau jene Zeitspanne, die man für einen einfachen Flug nach Rufus benötigte – kündigte Horald Tajcow bereits seine Rückkehr an.

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"Was soll das heißen?", rief Commander Eneim. Diesmal klang seine Stimme wütend und scharf, zudem in einer Lautstärke, welche nur die wenigsten Männer ihm zutrauten.

"Ich hatte einfach keine Lust mehr, Rufus anzufliegen."

„Verdammt noch 'mal. Das traust du dich einfach zu sagen?“

„Sie können so viel fluchen, wie Sie wollen. Ja, das getraue ich mich zu sagen!“

"Mehr hast du nicht zu sagen?"

"Was soll ich mehr sagen, es ist bereits die ganze Wahrheit!" 

Horald Tajcow blieb äußerlich ganz ruhig, ganz im Gegensatz zu Commander Einem, der am liebsten aus seiner Haut gesprungen wäre. So etwas war ihm noch nie untergekommen. Einfach einen Befehl missachten, einen Einsatzbefehl ignorieren. Es war wirklich aus der Haut zu fahren.

Commander Eneim stieß einen lauten Schrei aus. Er musste seine innere Erregung irgendwie loswerden, ehe er handgreiflich wurde.

Was er jetzt benötigte, war eine Minute der Ruhe. Er zwang sich dazu, ruhig und tief ein- und auszuatmen.

Tajcow und sein Roboter standen ihm gegenüber und ließen stoisch seine Beschimpfung über sich ergehen. Gerade die Tatsache, dass selbst der Robot die Gemütsstimmung seines Herrn als solche akzeptierte, half Eneim, emotional wieder auf den Boden zu kommen, denn das war etwas, das es eigentlich nicht geben durfte.

Wie die Tatsache, dass Rufus ...

„Verflixt und zugenäht“, entfuhr es dem Commander.

Die Parallele schoss Eneim plötzlich durch den Kopf.

Plötzlich wurde der Commander ruhig. Er sah Tajcow in die Augen. Weder an seinen Pupillen noch an seiner Iris ließ sich irgendeine Absonderlichkeit entdecken. Tajcow war weder betrunken noch stand er unter Drogen. Äußerlich wirkte er ruhig, so, als könnte er kein Wässerchen trüben.

Es wäre doch gelacht, wenn sich der Grund für dieses Verhalten nicht herausfinden ließ, überlegte Eneim. Wenn er jetzt logisch vorging, sollte sich diese paradoxe Situation lösen lassen.

"Dich hat es also plötzlich nicht mehr gefreut, Rufus anzufliegen und den gegebenen Befehl auszuführen?", vergewisserte er sich jetzt in einem ruhigen Ton, der dem Verhalten seines Gegenübers entsprach.

"So kann man es bezeichnen, obwohl es nicht so plötzlich gekommen ist. Aber dann erschien mir alles so sinnlos. Weshalb sollte ich auf Rufus landen?"

"Du hast nichts dagegen unternommen, Roboter?"

"Ich bin nur ein Diener, Commander. Es steht mir nicht zu, die Entscheidungen meines Herrn zu kommentieren. Das wurde mir deutlich Befohlen."

"Verdammt, Roboter, du besitzt eigenständige Entscheidungskreise ..."

"Ich erinnere mich, dass das einmal so gewesen ist. Jedoch hat Tajcow entschieden, dass wir umkehren."

„Hat er dich umprogrammiert?“

„Das war gar nicht notwendig. Ich bin ja zu demselben Entschluss gekommen.“

Eneim nickte verstehend. Diese paar wenigen Worte genügten ihm, die Lage neu einzuschätzen. Sowohl der Roboter wie auch Tajcow standen ganz eindeutig unter einem fremden Einfluss. Das hieß, dass ein Handeln notwendig war.

In seiner ersten Erregung hatte er sich bereits eine martialische Bestrafung überlegt, die neuesten Erkenntnisse ließen dies aber als sinnlos und falsch erkennen. Sowohl Tajcow wie auch der Roboter waren als Opfer anzusehen.

"Roboter, du gehst sofort zur internen Überprüfung zu Dr. Borchert."

Der Roboter vollführte eine militärisch exakte Kehrtwendung und stapfte aus dem Raum. Zu einer anderen Zeit hätte dies Eneim vielleicht ein Schmunzeln entlockt, denn keiner der Roboter war militärisch programmiert. Eine zackige militärisch korrekte Kehrtwendung entsprach zudem nicht dem natürlichen Bewegungsablauf eines Roboter seines Trägerschiffs.

Wer konnte aus der Distanz in seine Datenspeicher eingegriffen haben? Wer besaß die technischen Voraussetzungen dafür? Es war eine Sache, einen Menschen zu manipulieren, eine andere Sache war es, einen Roboter aus der Ferne umzuprogrammieren.

Oder war alles doch ganz anders abgelaufen?

Konnte er sich dessen so sicher sein, dass das Schiff nicht doch gekapert worden war? Es musste auf jeden Fall einer gründlichen Untersuchung unterzogen werden.

Keine der möglichen Antworten durfte er von vorneherein ausschließen.

"Du bist garantiert nicht gelandet?", vergewisserte er sich.

"Ich bin Rufus nicht nahe gekommen", antwortete Tajcow, dann gestand er ein: "Ich merke, dass etwas nicht mit uns stimmt. Ich will ständig versuchen, es zu fassen, aber es schwindet immer."

"Der Doktor soll sich um dich kümmern", bestimmte Eneim. "Ansonsten kann ich dich beruhigen, du bist nicht gelandet, denn dazu hattest du gar keine Zeit. Der Weg nach Rufus und zurück hätte zumindest sechs Tage in Anspruch genommen, du bist aber bereits nach drei Tagen zurückgekehrt."

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Die ACCOUNT ging auf Kurs Richtung Rufus.

In der großen Messe war einhellig die Entscheidung getroffen worden, dieses Phänomen zu untersuchen. Zuallererst galt es, die Beeinflussung, die offensichtlich weit in den Raum hinaus reichte, nach Möglichkeit auszuschalten.  Ein Viertel der Entscheidungsträger, dazu zählten neben der Stammbesatzung sämtliche Scouts und Piloten der Lander, erklärte sich bereit, sich in abgestufter Intensität Psychopharmaka eingeben zu lassen, um festzustellen, in welcher Intensität und ab welcher Entfernung die Beeinflussung einsetzte. Als Kontrollorgane dienten die begleitenden Roboter. Die Steuerung des Schiffes selbst wurde mittels Autopilot vorprogrammiert.

Da Tajcows Robot ebenfalls Anzeichen von Beeinflussung gezeigt hatte, war jedermann klar, dass die Sache nicht unbedingt zu hundert Prozent funktionieren musste. Wie das Entscheidungsgehirn eines Roboter gegen äußere Einflüsse absolut unbeeinflussbar gemacht werden konnte, wusste an Bord der ACCOUNT allerdings niemand.

Man ließ es darauf ankommen. Sollte das Schiffsgehirn bis dahin ebenfalls manipuliert worden sein, gab es ohnehin kaum noch eine Chance, den dritten Planeten von Rufus zu erreichen.

Der erste Tag der Annäherung verlief wie vermutet ereignislos. Doch schon am zweiten Tag ertappte sich Eneim, dass er ins Grübeln kam über Sinn und Unsinn seiner Arbeit hier an Bord des Schiffes.

Eneim und die erste Arbeitsschicht hatte auf jegliche Unterstützung durch Medikamente verzichtet, um möglichst exakt feststellen zu können, ab welcher Entfernung die Beeinflussung einsetzte.

"Verdammt!", fluchte er hemmungslos darauf los und ließ einen Stapel weiterer Flüche folgen.

"Es freut mich, dass es Ihnen genau so geht wie mir", sagte da Perkins, der zweite Funkoffizier der ACCOUNT. Irgendwie hatte er es wieder geschafft, seinen Dienst mit der ersten Gruppe zu versehen. Zweiter Funkoffizier bedeutete im Prinzip ja nicht, dass er schlechter war als der erste Funkoffizier, sondern dass er zur Mannschaft der zweiten Dienststaffel gehörte. Da die Brücke ständig besetzt sein musste, gab es drei Dienstschichten zu je acht Stunden und da es im Ernstfall darauf ankam, dass ein eingespieltes Team das Schiff führte, achtete man eigentlich darauf, dass die Teams beieinander blieben. "Ich würde am liebsten ebenfalls alles hinschmeißen!"

"Was hindert dich daran?"

"Der Doktor da draußen und sein robotischer Begleiter. Sie passen ja auf, dass wir brav unsere Pflicht erfüllen."

Die Worte des Funkoffiziers wirkten wie ein Signal auf Eneim, sie erinnerten ihn eigentlich erst an seinen Befehl, die Mannschaft ständig zu überwachen, und plötzlich sah er die Zusammenhänge wieder klar.

Er drückte den Alarmknopf, ehe er wieder in seine Lethargie zurücksinken konnte.

Der von Perkins als der Doktor da draußen bezeichnete, reagierte augenblicklich. In Sekundenschnelle stand er neben Eneim. Zu allererst achtete er darauf, dass der Commander keinen weiteren Knopf mehr drücken konnte. Fast gleichzeitig mit dem Doktor strömte bereits die zweite Crew in die Zentrale, die nur leichte Medikamente eingenommen hatte. Sie übernahm augenblicklich die Befehlsgewalt in der Zentrale.

Eneim, Perkins und die restlichen Besatzungsmitglieder der Zentrale, die bereits ähnliche Symptome zeigten, wurden zu Beobachtung in die Krankenstation begleitet. Seltsamerweise gingen sie fast dankbar mit. Es wirkte fast so, als wären sie froh, dass ihnen jemand die Verantwortung abgenommen hatte.

Und dort verhielten sie sich merkwürdig passiv.

Das dauerte solange, bis das Schiff in einen Orbit um den dritten Planeten der Sonne Rufus einschwenkte. Dann schien es für alle Beeinflusste wie ein plötzliches Erwachen.

Bis es allerdings soweit war, wechselte fast im Vierstundentakt die Crew der ACCOUNT. Anfangs zeigten lediglich die Menschen in der Zentrale Zeichen der Beeinflussung, doch je näher das Schiff dem Ziel kam, umso stärker bemerkten auch die restlichen Besatzungsmitglieder und selbst die Roboter die Beeinflussung.

Den letzten Teil des Fluges übernahmen all jene Roboter, die der Baureihe entstammten, zu der auch Schlauköpfchen gehörte. Tatsächlich war es Schlauköpfchen, der gerade das Schiff flog, als die ACCOUNT jene imaginäre Grenze überflog, die man allerdings erst später als solche entdeckte und welche die Grenze der Beeinflussung markierte.

Dahinter hörte jegliche Beeinflussung schlagartig auf.

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"Es ist weg!"

"Als ob ein Vorhang plötzlich beiseite geschoben wird", bestätigte Dr. Borchert. Im nächsten Moment erfüllte ihn emsige Betriebsamkeit und er ergriff das Mikro der Bordkommunikation.

Eine Reihe von Befehlen hallte durch das Schiff. Die Daten, die von Menschen und Maschinen gesammelt worden waren, mussten nun geordnet und ausgewertet werden.

Die Roboter zeigten sich als erste einsatzbereit. Die Menschen hinkten ihnen zeitlich nur um wenige Minuten nach. Gute zehn Minuten später, nachdem die Beeinflussung nicht mehr feststellbar war, herrschten an Bord der ACCOUNT wieder normale Zustände.

Die folgenden Besprechungen zogen sich über mehrere Stunden dahin, dann wurden Howard Gable als Pilot eines Landers und zehn Mann des Begleitschutzes die Landeorder erteilt.

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Die erste Umkreisung fand kein einziges eindeutiges Anzeichen einer Besiedlung durch Menschen, obwohl es mehrere Hinweise gab, die darauf hindeuteten. Das erschwerte natürlich die Festsetzung eines Landesplatzes. Irgendwo aber musste es eine Siedlung geben. Eine Landung auf gut Glück erschien von vorneherein sinnlos, also galt es, die Oberfläche genauer zu untersuchen. Diese Untersuchung erbrachte jedoch erst dann Ergebnisse, als die zu beobachtende Fläche auf unter 50 Quadratmeter beschränkt wurde.

Gewundene Pfade ließen sich ausmachen, bebaute Ackerflächen erkennen, die durch ihre Regelmäßigkeit hervorstachen, aber alle irgendwie merkwürdig getarnt, so dass sie nicht auf den ersten Blick zu erkennen waren.

Das Ergebnis ließ Raum für weite Spekulationen offen. Konnte man unter diesen Umständen überhaupt von einer fortgeschrittenen Zivilisation sprechen? Oder gerade deswegen?

Von der ACCOUNT kam die Anweisung, dennoch zu landen.

Howard Gable fand eine Ebene, die sich zur Landung eignete und die nicht allzu weit von einer der landwirtschaftlich genutzten Flächen entfernt war.

Im langsamen Sinkflug kam der Lander herunter und drehte zuerst eine Erkundungsrunde über dem Landegebiet, ehe er zur Landung ansetzte. Obwohl zahlreiche Augen das Landegebiet ausgiebig musterten, entdeckte keiner der Beobachter auch nur irgendein lebendes Wesen. Diese Welt erschien auf den ersten Blick fast steril.

Laut dröhnten die Triebwerke. Das Getöse hatte vermutlich auch sämtliche Tiere vertrieben, die sich sonst üblicherweise dort aufhielten.

Was jedoch nach der Landung den Augen sich offenbarte, war eine idyllische, von grünen Pflanzen beherrschte Umgebung, die irgendwie den Eindruck eines gepflegten Parks widerspiegelte. Von einer Wildnis konnte  man hier keinesfalls sprechen.

Die Maschinen liefen aus.

Die Außensensoren lieferten Werte einer atembaren Atmosphäre, nahezu eine identische Schwerkraft zu Axarabor und Temperaturen, die einem milden Frühlingstag entsprachen. Mit einem Wort: ein friedliches Bild.

Howard Gable hielt die üblichen Sicherheitsvorschriften ein. Eine halbe Stunde harrten er und

seine Männer in dem Schiff aus, während dessen sämtliche Außenmessungen vorgenommen wurden.

Draußen rührte sich nichts.

Gable hielt einen Ausstieg für unbedenklich.

Er wartete sogar einige Minuten über die halbe Stunde, ehe er seinen Leuten die erlösende Erlaubnis zum Aussteigen gab.

Das Außenschott des Landers öffnete sich nahezu lautlos, da draußen ähnliche Druckverhältnisse herrschten. Die Rampe des Schotts öffnete und neigte sich dem Boden zu. Nur mehr wenige Zentimeter fehlten zur Bodenberührung. Diese Distanz konnten die Männer mit Leichtigkeit überwinden.

Obwohl alles friedlich wirkte, hielten die Männer ihre Waffen in Schusshaltung. Die Arme waren angewinkelt und die Läufe der Waffen zeigten im rechten Winkel von ihrem Körper in das Niemandsland.

Die Männer bildeten einen Halbkreis um die Rampe. Howard Gable trat in die Mitte dieses Halbkreises.

Das Schiff war am Ende einer länglich geformten Lichtung gelandet, einem unregelmäßigen Rechteck nicht unähnlich. Die Entfernung bis zu den nächsten Bäumen betrug ungefähr fünfzig Meter. Dazwischen gab es kaum einen nennenswerten Bewuchs, der sich als Deckung eignete. Nichts deutete darauf hin, dass sie mitten in einem Hinterhalt gelandet waren.

"Wir stoßen bis zum Waldrand vor!", bestimmte Gable und trat an die Spitze seiner Leute. Die rechte Hand hielt er in die Höhe, während er noch einmal aufmerksam den Waldrand musterte, dann winkte er mit der erhobenen Hand und setzte sich gleichzeitig in Bewegung. Er hielt direkt auf den Waldrand zu.

Drei Meter trennten ihn noch von den ersten Bäumen, als Gable die wie aus dem Nichts auftauchenden Eingeborenen bemerkte. Er kam jedoch nicht mehr dazu, sich Einzelheiten ihrer Erscheinung einzuprägen. Alles, was er in der Geschwindigkeit der Ereignisse feststellen konnte, war, dass sie einen humanoiden Eindruck machten, auch wenn die vorherrschende Farbe ihrer Körper ein sattes Blau war. Dazu er sah die Waffen in ihren Händen. Wie eine Armbrust erschienen sie. Und irgendwie bemerkte er den kleinen Pfeil, der aus der Waffe hervorschoss und direkt auf ihn zugeflogen kam.

Howard Gable und fünf seiner Männer starben in diesen Sekunden, ehe eine erste Kontaktaufnahme zustande kam.

2

Vergangenheit

Nach der jahrelangen eintönigen Reise drängten sich die Siedler um die Monitore, die den Blick aus der Zentrale auf die dritte Welt der Sonne Rufus wiedergaben. Die Vorfreude stand den Siedlern ins Gesicht geschrieben. Alle ihre Erwartungen hatten sich auf diese Welt konzentriert – und nun lag das Ziel in erreichbarer Nähe, sowohl räumlich wie auch zeitlich.

Noch zeigten die Monitore nur eine zwischen grün und blau schimmernde Kugel, die noch keine Einzelheiten verriet. Mit jeder Stunde verringerte sich jedoch die Entfernung und ermöglichte, immer mehr Einzelheiten zu erkennen. Bald schon war eine deutliche Trennung zwischen Land und Wasser zu erkennen. Die eisbedeckten Polkappen glänzten, warfen ihren Schein in die umgebende Schwärze des Alls. Immer mehr Einzelheiten ließen erkennen, dass die Welt gut bewohnbar war.

Das Siedlerschiff NEBULA ging schließlich in einen engen Orbit um Rufus 3.

Gestochen scharfe Bilder der Oberfläche ließen die Siedler an Bord der NEBULA erstarren.

Deutliche Anzeichen einer vorhandenen Zivilisation ließen sich erkennen.

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Der gewählte Sprecher der Siedler, Aaron Duck, und seine Stellvertreterin Hermine Sönderström hatten sich bei Schiffsführer Tojon Shing eingefunden.

Solange sich das Schiff im Weltraum befand, besaß Shing die absolute Befehlsgewalt. Eigentlich hätte er die beiden nicht konsultieren müssen, aber da der Planet bereits so nahe lag, war es ihm opportun erschienen, die beiden bereits in die Planung der kommenden Tage einzubeziehen. Außerdem dachte er an die Tage nach der Landung. Die NEBULA war nicht für eine Rückreise konzipiert. Das Schiff war gedacht als riesiges Einzelteillager, das den Siedlern die ersten Überlebensschritte auf der neuen Welt erleichtern sollte. Schiffsführer Shing und seine Mannschaft sollten sich nahtlos in die Reihe der Siedler eingliedern. Aus dieser Sicht war es nicht gerade sinnvoll, so kurz vor der Landung auf Konfrontation zu gehen, denn viel Ausweichmöglichkeiten außer einer Landung boten sich der NEBULA nicht.

"Mit diesem Problem haben wir nicht gerechnet", begann Shing das Gespräch.

"Das Kolonisationsamt hat schlampig gearbeitet", sagte Sönderström. "Wir sollten eine jungfräuliche Welt besiedeln, und die stellt sich jetzt bewohnt heraus."

"Verdammt!", sagte Aaron Duck.

"Sonst noch etwas?", meinte Sönderström schnippisch und ärgerte sich im Geheimen wieder einmal darüber, dass Duck von der Mehrheit der Siedler zum Führer gewählt worden war, obwohl er außer einer großen Klappe keine Qualifikationen aufwies. Dass sie sich für diesen Posten besser qualifiziert hielt, rieb sie ohnehin jedem unter die Nase, ob er es wissen wollte oder nicht.

"Eine besiedelte Welt dürfen wir nicht gegen den Willen der Ureinwohner in Besitz nehmen", gab Shing zu bedenken. "Unsere Entscheidung, landen ja oder nein, müssen wir moralisch und vor allem vor unserem Gewissen entscheiden."

"Axarabor ist weit entfernt", meinte Duck. "Bis das nächste Schiff Rufus erreicht, können wir vollendete Tatsachen schaffen!"

"Aaron!", rief Sönderström entsetzt, "du willst doch nicht ..."

"Ich will überhaupt nichts! Vorerst nichts. Wir wissen ja nicht einmal, auf welcher Stufe diese Zivilisation steht. Und versuche nicht, mir ein Verbrechen anzuhängen, bevor ich eines begangen habe."

"Du ziehst es in Erwägung!", rief sie schrill.

"Wir sind jahrelang durch das All gereist. Soll das umsonst gewesen sein?"

"Es gibt noch eine Option", rief Shing in Erinnerung.

"Natürlich, es gibt tausende Sonnen im Universum. Aber ich will auf dem Boden eines Planeten stehen, wenn ich sterbe."

In gespielter Verzweiflung hob Sönderström ihre Arme in die Höhe und schüttelte die Fäuste neben ihrem Gesicht. "Musst du immer alles so dramatisieren?"

"Es besteht die Möglichkeit, in die Schlafkammern zurückzukehren", meinte Shing. "Wir sollten uns diese Option zumindest freihalten und nicht gleich damit beginnen, die NEBULA auszuschlachten."

Shing blickte die beiden an. "Wir haben bislang festgestellt, dass diese Welt von intelligenten Bewohnern besiedelt sein muss, denn es gibt eindeutig zu sehende Siedlungen und Straßen, welche diese Siedlungen verbinden. Funktechnisch ist diese Welt still. Auch auf den Meeren zeigt sich kein Schiffsverkehr. Siedlungen lassen sich jedoch auf allen Kontinenten feststellen. Das alles deutet auf eine Kultur hin, die zumindest so weit fortgeschritten ist, dass ein organisiertes Staatswesen existieren muss, denn zum Bau von Straßen braucht es zumindest eine koordinierende Hand."

"Was also schlägst du vor?", erkundigte sich Duck, wobei man aus seiner Stimme seinen Unmut heraushören konnte. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er diese Welt mit ihren vermutlich überlegenen Waffen einfach in Besitz genommen – der Stärkere setzte sich durch, nach diesem Motto lebte er. Eine Zivilisation, die es noch nicht einmal zu einer überregionalen Kommunikation geschafft hatte, die keinen Funk kannte, konnte in seinen Augen jederzeit unterdrückt werden.

Er sagte es jedoch nicht. Vorerst wartete er ab, was seine Stellvertreterin vorschlagen würde.

"Das liegt auf der Hand", meinte Sönderström. "Wir müssen ein Kontaktteam aussenden. Erst wenn wir wissen, auf welcher Stufe die Eingeborenen stehen, können wir weiterreden."

"Stimmt", sagte Shing.

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Die NEBULA verfügte lediglich über zwei kleinere Beiboote, die auch für eine Landung und einen Wiederstart auf einem Planeten geeignet waren. Das größere der beiden Boote, das zwanzig Menschen Platz bot, wollte Shing zurückhalten, sollte es notwendig sein, die Siedler mit diesem kleinen Boot auf den Planeten zu bringen.

Also blieb nur mehr das kleinere Boot über, das fünf Mann aufnahm. Da neben Shing Aaron Duck ebenfalls unbedingt dabei sein wollte, blieben Shing nur mehr drei Mann zur Auswahl, dabei achtete er auf eine möglichst breite Wissensbasis. Elene Peskalidis deckte die sprachwissenschaftlichen Bereiche ab, während Runa Dorn die naturwissenschaftlichen Belange untersuchen sollte. Schließlich blieb noch Valentin Sams in seiner Eigenschaft als Allgemeinmediziner über.

Shing, der das Boot steuerte, suchte sich einen geeigneten Landeplatz in der Nähe eines der ausgemachten Gebäude aus. Während des Landeanfluges zog er mehrere Kreise über das Gebiet, in dem er eine Siedlung vermutete. Vom Weltall aus waren die Formen eindeutig erkennbar, jetzt, in geringer Höhe über das meist bewaldete Gebiet fliegend, konnte Shing kaum ein Anzeichen einer Ansiedlung erkennen. Und das, was er erkennen konnte, sah er nur deshalb, weil er wusste, dass es hier eine Siedlung gab. Die Bewohner hatten ihre Bauwerke mustergültig getarnt, musste er neidlos zugestehen.

Habe ich für genügend Aufsehen gesorgt?, fragte er sich.

Die Maschine landete problemlos und rollte noch vor den ersten Baumreihen aus. Shing konnte das Schiff gemütlich wenden und in jene Stellung bringen, die ihm einen schnellen Start ermöglichte, sollte es sich als notwenduig erweisen.

Details

Seiten
80
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783738923766
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v449801
Schlagworte
raumflotte axarabor landung

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Titel: Die Raumflotte von Axarabor #43: Landung unerwünscht