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Die flambierte Frau

2018 105 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Die flambierte Frau

Copyright

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Die flambierte Frau

Roman von Wolfgang G. Fienhold

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 105 Taschenbuchseiten.

 

Frustriert und gelangweilt bricht Eva aus ihrer Ehe aus und trennt sich von ihrem Mann. Vor Eintönigkeit und Angepasstheit flüchtend, beschließt sie, Callgirl zu werden, um sich den Luxus zu gönnen, tun und lassen zu können, was sie will. Bald darauf lernt sie Chris kennen, in den sie sich sofort verliebt, das ändert sich auch nicht, als sie erfährt, dass er ein Gigolo ist, der seine Dienste Frauen wie Männern anbietet. Ihre geradezu obsessive Liebesbeziehung wird hart auf die Probe gestellt, als sie in eine gemeinsame Wohnung ziehen und dort unabhängig voneinander ihren Geschäften – Eva inzwischen als erfolgreiche Domina – nachgehen. Eifersucht, mangelndes Vertrauen und Enttäuschung auf beiden Seiten lassen die Situation schließlich eskalieren ...

Der Roman von Wolfgang Fienhold wurde 1983 von Robert van Ackeren verfilmt.

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© Cover nach Motiven von Pixabay, 2018

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

1

Das kleine Mädchen sprang fröhlich durch den Garten des elterlichen Anwesens. Plötzlich fielen ihm die schönen Bilder in Vaters Bibliothek ein. Es lieft auf die gepflegte Villa zu, hüpfte die breite Steintreppe hinauf und öffnete scheinbar mühelos die mächtige Eingangstür. Ihre trippelnden Schritte klangen etwas verloren in der großen Halle. Die blonden Löckchen umrahmten das leicht gerötete Gesicht. Das Mädchen blieb vor den Regalen an der Wand stehen und zog einige Bücher heraus. Hinter den Büchern befand sich ein flaches Kistchen. Das Mädchen griff danach, holte es hervor und setzte sich damit auf den Boden. Mit einem Ausdruck spannungsvoller, freudiger Erwartung öffnete das Mädchen den Deckel. Das kleine Kästchen war prall gefüllt mit Fotografien und Postkarten, und alle zeigten erotische Bilder und Motive. Doch die Motive faszinierten Eva lange nicht so wie die Menge der glänzenden Bilder, sie warf sie, immer erneut zupackend, in die Luft, dass sie auseinanderfielen und rings umher niederregneten. Nachdem sie dies mit großem Spaß einige Male wiederholt hatte, verlor das Spiel seinen Reiz. Eva eilte auf ihr eigenes Zimmer, um sich über ihre Bauklötze herzumachen.

Was sie nicht wusste, nicht ahnte, nicht fühlte, was sie erst sehr spät zu verwundern begann: Die Schönheit war es, die sie erregte. Entweder die Schönheit, die sie fürchtete zu entbehren, woraufhin sie feindselig reagierte - oder die Schönheit, die sie besaß als eine Macht, mit der sich arbeiten ließ. Wer diese ihre Schönheit begehrte, den unterwarf sie nicht weniger den vielfältigen Praktiken ihrer Feindschaft.

 

 

2

»Du hast schon wieder meinen Rasierapparat benutzt. Du hast dir wieder die Beine damit rasiert!«

Der Vorwurf, nebensächlich hingesprochen, verriet kaum die Wut, die viel Energie brauchte, verdeckt zu werden. Wenn Markus so zu ihr sprach, in diesem gebändigten Ton, wurde sie angesteckt von seiner Erregung.

Sie ignorierte den Vorwurf. Ja, es war ihre Schuld. Sie nahm jedes Mal den Apparat, der ihr zuerst in die Hände fiel.

Markus kontrollierte den Esstisch.

»Du musst dich noch umziehen«, sagte er.

Sie blickte an sich herab. Karierter Rock, weiße Bluse und Pullover, was passte davon nicht zu den Gästen, die sie erwarteten? Sie gab sich gern ein wenig brav, manchmal, wenn es angebracht war und wenn sie sich so fühlte. Es war der nötige seelische Ausgleich.

Markus, den Rasierapparat in der Hand, stand unzufrieden neben dem Esstisch.

»Wo hast du den Wein hingestellt?«

»Den Wein hab ich vergessen.«

»Vergessen? Was soll ich denn da anbieten?«

»Es ist doch noch genug von anderen Getränken da. Sonst sind nachher bloß wieder alle betrunken.«

Markus verzichtete auf die Zuspitzung der Situation. Entgegen seiner Devise, wonach eine Kontroverse die Luft reinige und eine Beziehung festige, legte er Eva flüchtig die Hand auf die Schulter.

Es wirkte vertraut und beschwichtigend. Ganz anders als seine Worte, als er fragte:

»Was hast du tagsüber eigentlich getan?«

Sie rückte auf ihrem Stuhl hin und her, es sah aus, als wolle sie nur bequem sitzen.

»Ungefähr dasselbe wie jeden Tag ... Platten gehört ... gelesen … mit Marion telefoniert ... und nachgedacht.«

Das Wort >nachgedacht< hätte ihn normalerweise zur Explosion gebracht. Aber er deckte nur den Tisch fertig. Eva entschloss sich, ihm dabei zu helfen. Zum Schluss zündete sie die Kerzen des großen Leuchters an, ihrer letzten Neuanschaffung.

Als die Kerzen brannten, blieb sie stehen und hielt eine für ihre Verhältnisse reichlich seltsame und lange Rede.

»Ich verstehe nicht, was du eigentlich noch von mir willst. Ich bin das glatte Gegenteil der Frau, die du brauchst. Du weißt, ich kann nicht mal richtig kochen. Ich kann den Tisch nicht decken, wie es sich gehört. Ich bin eine schlechte Partnerin beim Tanzen, weil ich den Takt nicht halten kann. Ich kann nicht Auto fahren. Den Führerschein schaffte ich nicht, weil ich jedes Mal in eine Einbahnstraße reingefahren bin, in der verbotenen Richtung. Das hast du sicher nicht vergessen, du hast es ja bezahlt. Ich bin auch nicht gerade sprachbegabt. Ich kann nicht rechnen, das konnte ich noch nie. In der Schule versuchte ich ein ärztliches Attest zu bekommen, das mir bescheinigt, dass ich nicht in der Lage bin, am Mathematikunterricht teilzunehmen, weil die Zahlen und Formeln mich schwindelig machten. Ich kann nichts. Jede andere Frau hat dir mehr zu bieten.«

Während sie sprach, sah sie zu Markus hin, der ihr den Rücken wandte und die Musik etwas lauter stellte.

Immerhin waren es seine Worte, die er nicht hören wollte.

Zumindest nicht aus ihrem Mund und nicht ironisch vorgetragen.

Er nahm diese Dinge sehr ernst.

Manchmal hatte sie das Gefühl, dass sie alle Eigenschaften besaß, die Markus an Frauen hasste. Er bemerkte es nur nicht, weil er beschlossen hatte, dass sie sich liebten.

Die Türglocke ertönte.

Keine Zeit für Analysen, Erörterungen und Streit.

Markus wandte sich endlich zu Eva um und musterte sie. Sie stand starr und stumm vor ihm. Er hob die Schultern und wusste nicht, wohin mit dem Rasierapparat. Er steckte ihn schnell in seine Hosentasche und federte dann in elastischen Schritten zur Tür, die Gäste gebührend zu empfangen.

Eva hörte die Begrüßungsfloskeln, wandte sich weg und eilte auf ihr Zimmer, wo sie den Koffer, den sie vor fünf Jahren mitgebracht hatte, vom Schrank hob, den Deckel aufklappte und rasch das Notwendigste hineinwarf: etwas Unterwäsche, Pullis, Hosen, Bücher, Schuhe, Kosmetika und ihre Lieblingsplatten.

Sie wollte schon durch die Tür, als sie zögerte, sich umwandte und auf einen Zettel schrieb: »Ich liebe dich nicht mehr - Kuss - Eva.«

Sie zog ihren grauen Trenchcoat an, ergriff den Koffer und schlich vorsichtig witternd zur Wohnungstür.

Ungesehen entkommen, verließ sie das Haus und betrat mit einem Gefühl plötzlich aufbrechender Freude die von einer Unzahl geparkter Autos gesäumte Straße.

Sie ging nicht einfach fort, sie lief mit schnellen, kurzen Schritten, den Koffer mal in der einen, dann in der anderen Hand. Sie lief, solange es nur anging und der Atem reichte, mehrere Straßenzüge hin, bis sie sich weit genug entfernt wähnte von Markus und ihrer gemeinsamen Wohnung und den vergangenen Jahren, die sie als Mann und Frau miteinander verbracht hatten.

 

 

3

Bevor Eva zur Schule kam, lebte sie in stolzer Einsamkeit. Allerdings wusste sie davon nichts. Manchmal hörte sie die Eltern von ihrem Wunschkind sprechen. Irgendwann begriff sie, dass sie das war, doch es langweilte sie.

Für ihren Vater, einen viel beschäftigten, angesehenen praktischen Arzt, stand fest, dass seine Tochter einmal Medizinerin werden würde. Der Einfachheit halber schloss die Mutter sich den Vorstellungen ihres Mannes an. Die Eltern erwarteten von ihrem Wunschkind, dass es keine eigenen Wünsche und Sehnsüchte entwickelte. Eva aber hatte sich in den Jahren des Alleinseins darin trainiert, eigenen Vorstellungen zu folgen. Sie konnte stundenlang still dasitzen, ganz gebannt und ohne zu ermüden.

Der Vater, der so viel zu tun hatte, erlebte das nie. Die Mutter wunderte sich manchmal, hielt ein, strich das Kleid über den straffen Oberschenkeln glatt und rief aus: »Kind, was ist mit dir?« Eine Antwort wartete die Mutter nicht ab. Eva gab auch nie eine Antwort darauf. Allerdings empfand sie den Ausruf der Mutter als störend. Eva hatte sich ein inneres Kino aufgebaut, ein Wunschkino. Sie war wirklich ein Wunschkind geworden, ein Kind, das seine eigenen Wünsche so stark und deutlich empfand, dass die Wünsche zu Bildern wurden. Eva konnte diese Bilder so genau sehen wie die Bilder auf dem Bildschirm. Schon morgens und an den Vormittagen, wenn noch kein Fernsehprogramm lief, saß Eva in ihrer Lieblingsecke.

So allein und einsam blieb sie auch während der Schulzeit. Die andern in der Klasse waren nur so vorhanden wie die Eltern, sie kamen und gingen und es wurde untereinander gesprochen und miteinander gelebt, doch Eva blieb unter den andern das, was sie vor der Schulzeit schon geworden war: ein auf sich selbst zurückgezogenes Wesen. In der Klasse galt sie als stolz und eingebildet. Sie wusste es und reagierte kaum darauf. In Wirklichkeit war sie weder stolz noch eingebildet. Sie brachte es fertig, jemandem die Hand zu geben und ihn freundlich anzulächeln, und dabei war sie dem andern fern als sähe sie ihn nicht.

Das Wunschkind enttäuschte den Vater abermals, als es eine Abiturnote von 2,3 nach Hause brachte. Damit war weder Staat zu machen noch ein Medizinstudium zu beginnen. Eva genoss die Enttäuschung der Eltern, ohne es zu zeigen. Ungerührt entschied sie sich für Germanistik und Theaterwissenschaften, es hätte aber auch Ornithologie oder Sinologie sein können. Das Studienfach war ihr vollkommen gleichgültig, sie studierte nur, weil die andern studierten. Im Übrigen war sie zu dieser Zeit nervös, gereizt und so widerspenstig, dass die Jungs ihr in ganzen Rudeln verfielen und nachliefen, was sie ihrerseits wiederum dazu brachte, mit provozierender Ablehnung zu reagieren. »Mein Gott, Kind, nimm dich doch zusammen!«, sagte die Mama. Der Papa bemerkte verdrießlich: »Mädchen in diesem Alter ...« Er beendete den Satz nicht. Schließlich beendete er in seiner Praxis auch viele Sätze nicht. Wollte ein vielbeschäftigter Arzt alle begonnenen Sätze beenden, müsste der Tag 48 Stunden haben.

Die ewigen kleinen Spannungen und Streitigkeiten mit den Eltern verletzten die Tochter nicht. Das hatte sich in den Jahren so ergeben und wäre auszuhalten gewesen. Ihre Unfähigkeit, eine Tochter im Haus und Umkreis der Eltern zu bleiben, resultierte mehr aus ihren körperlichen Bedrängnissen. Diese unklare wütende Heftigkeit, die Eva in sich spürte, hinderte sie daran, noch wie vordem in der zurückliegenden Kindheit still zu sitzen und das innere Fantasiekino zu genießen. Wenn sie es doch geschafft hatte und daheim in ihrem Zimmer im elterlichen Bungalow saß, auf ihrem angestammten Lieblingssessel, und wenn dann ihre Wünsche und Sehnsüchte Gestalt annahmen, dann hielt sie es nicht aus, sprang auf, lief gehetzt umher und war bald auf und davon. Die Mutter, wenn sie daheim war und es bemerkte, rief der Tochter mit schriller, bebender Stimme nach: »Ev - wo willst du hin?«

Als die Mutter es tausendmal gerufen hatte, kehrte Eva nicht zurück. Das geschah einen Monat nach ihrer Volljährigkeit. Mit achtzehn Jahren und einem Monat hatte sie die Nabelschnur der Erziehung durchtrennt. Die Geborgenheit daheim kotzte sie an, das hatte sie schon mehrere Dutzend Male laut gesagt. Zu oft, als dass es ihre Mutter noch ernst genommen hätte. Ein Grund mehr für Eva, es ernst zu nehmen und auf und davon zu gehen.

 

 

4

Zwei Frauen, die ein 1-Zimmer-Apartment bewohnen, sind auf ihre bewährte Freundschaft angewiesen, damit es nicht zu eng werde im Schneckenhaus.

Eva, die bei Markus aus und bei der Freundin eingezogen ist, liegt auf dem Bett und betrachtet Gisela, die Freundin, die seit Wochen an ihrer Doktorarbeit tippt. Mit dieser Energie könnten Berge versetzt werden, denkt Eva.

»Du siehst so verändert aus. Bist du anders geschminkt?«, fragt sie die angehende promovierte Akademikerin.

Gisela blickte lachend von der Maschine auf. Es sind diese Gespräche, die sie zugleich in der Arbeit bremsen und beflügeln. Sie hat sich noch nicht entschieden, ob die Anwesenheit der Freundin als gut oder schlecht zu bewerten sei. Ihre neu gewonnene Gefährtin lässt den verlorenen Gefährten leichter verschmerzen. »Als Andreas mich verlassen hat, kam ich mir plötzlich so hässlich vor«, sagt sie im Ton jener Vertraulichkeit, der an längst vergangene Tage erinnern soll. Und fügt schnell hinzu:

»Ich ließ mir die Nase beschneiden. Siehst du? Sie ist jetzt ganz gerade. Sie hat zweieinhalbtausend Mark gekostet, meine gerade Nase, und es hat nichts genützt. Andreas hat seine alte Freundin geheiratet. Deren Nase ist fast doppelt so groß. Und ich sitze hier und komme mit meiner Doktorarbeit nicht weiter.«

»Wer studiert, darf sich nicht wundern, wenn er auf der Stelle tritt. Als ich merkte, dass es in der Literaturwissenschaft streng verboten ist, eigene Gedanken zu formulieren, gab ich es auf.«

»Und geht es dir seitdem besser, Eva?«

»Nein. Das heißt, ich weiß nicht so recht. Vielleicht solltest du deine Arbeit am Frauenbild von Leonce in Büchners >Leonce und Lena< orientieren. Erinnerst du dich an die Textstelle, wo es heißt: >Ich habe das Ideal eines Frauenzimmers in mir und muss es suchen. Sie ist unendlich schön und unendlich geistlos ... Es ist ein köstlicher Kontrast: diese himmlisch stupiden Augen, dieser göttlich einfältige Mund ... dieses schafnasige griechische Profil, dieser geistige Tod in diesem geistlosen Leib.< Wär das nicht ein prachtvolles Motto für deine Doktorarbeit?«

Ihrer beider Gelächter verknotet sich zur altvertrauten Nähe. Die jüngst zwischen ihnen aufgebrochene Distanz ist weggewischt. Sie blicken einander an und begreifen, ihre Lebenswege führen aneinander vorbei und in völlig verschiedene Richtungen. Die eine ist auf das Leben der andern neugierig und möchte es doch nicht riskieren. Es ist leichter und sicherer, an den dürren Zitzen der Wissenschaften zu saugen, als das Wagnis des unbekannten und ungewohnten Weges auf sich zu nehmen.

Sie stehen und umarmen sich. Eva schiebt die Freundin sanft fort, setzt sich an die Schreibmaschine und sagt:

»Ich schreibe dir das zu Ende und du kochst mir was dafür.«

Gisela geht in die Küche, diesen Engpass mit Platz für anderthalb abgemagerte Personen.

»Du kannst dir aussuchen, was du möchtest. Es gibt allerdings nur Ölsardinen, Kartoffeln und Bangkok-Salat.«

Da sie keine Antwort erhält und stattdessen das Klappern der Schreibmaschine hört, gibt sie sich zufrieden und stellt das reichhaltige Menü einer einsamen Studentin für sich selbst und die aufgenommene abtrünnige Freundin zusammen.

Als sie ins Zimmer tritt und, hinter Eva stehend, deren Niederschrift liest, die Giselas Doktorarbeit inzwischen um zweieinhalb Seiten weitergeführt hat, sagt sie:

»Ich werde nie begreifen, wie du dein Studium aufgeben konntest, wo es dir doch so leichtfällt.«

»Es fällt mir nicht leicht, Gisela.«

»Doch, es fällt dir leicht, viel leichter als mir und den anderen, und darum habe ich dich früher gehasst.«

»Gehasst? Wirklich - es ist Hass gewesen?«

»Vielleicht nicht so ganz großer und richtiger Hass, vielleicht mehr Neid und bloße Feindschaft«

 

 

5

Es sind Sekunden und Minuten und Stunden oder doch nur Sekunden, die vergehen, und Eva sagt: »Darf ich mal kurz telefonieren? Nur ein Stadtgespräch.«

Sie verschwindet mit dem Telefon ins Bad. Verschließt die Tür hinter sich, was sie sonst voreinander nicht tun.

Da sitzt sie auf dem Wannenrand und wühlt die Nummer, die auf einem zerknitterten Zettel steht.

Die Stimme, die sich meldet, ist voll von routiniertem Charme: »Yvonne«

Eva zögert.

Legt auf.

Sitzt unschlüssig, unbequem, unsicher.

Wählt erneut.

Wieder die Frauenstimme mit dem dick aufgetragenen Charme.

Eva antwortet ein wenig zu eilends und heftig:

»Hier ist Eva. Hoffentlich störe ich nicht. Ich habe Ihre Telefonnummer von Sylvia. Sylvia, Sie erinnern sich, sie studiert Literatur und Theaterwissenschaften. Ja, es ist schon länger her, ich habe Ihre Nummer auch schon länger, seit einem Jahr. Ich würde Sie gerne treffen und sprechen, bitte – ja ...«

 

 

6

Sie treffen sich in Yvonnes Stamm-Café >Espresso<. Das Publikum ist Halbwelt, Eva meint: halb oberhalb, halb unterhalb. Die Moderne entsendet ihren letzten Schrei, der kopuliert mit der bewährten Tradition, damit ein konventionelles Geschäft herauskomme.

Yvonne, die aufreizende, nur wenig angealterte Schöne, taucht aus einer Gruppe von schräg an der Theke hängenden Männern auf. Eva traut sich nicht, auf sie zuzugehen und nimmt an einem Tisch beiseite Platz. Yvonne kommt auf sie zu, und ihr entgegenblickend spürt Eva eine leichte Anwandlung von Unsicherheit.

»Du wolltest mich sprechen?«

Yvonnes Stimme verzichtet jetzt auf den Kunden-Charme. Auch eine Begrüßung ist nicht vorgesehen. Die andere will was von ihr, nicht sie von der andern. Die Machtverhältnisse müssen klargestellt werden, soll alles gut gehen. Yvonne duzt Eva. Eva bleibt beim Sie:

»Darf ich uns etwas zu trinken bestellen? Sie tun mir doch den Gefallen? Ich möchte Sie zu einem Drink einladen, Yvonne!«

Sie einigen sich auf Campari-Soda. Der Ober betreibt seine Geschäfte mit dem Gleichmut des gut geölten Automaten, da sind sie schon mitten in der Verhandlung, denn Yvonne gibt nicht nach, bleibt beim Du und geht sofort auf Kurs:

»Also, womit kann ich dir helfen?«

Eva schweigt unschlüssig. Fühlt jetzt Angst und verdoppelte Unsicherheit.

»Du brauchst Geld, stimmt's? Entweder hast du das Geld für die Miete, dann reicht es nicht für den Friseur. Oder du gehst mal aus, dann weißt du nicht, wovon du dir neue Schuhe kaufen sollst. Wenn du dir aber die Schuhe kaufst, dann kannst du damit nicht ausgehen.«

Eva war erleichtert, dass Yvonne sich mit dieser Erklärung zufriedengab. Sie hatte neugierige Fragen erwartet oder sogar eine Art Prüfung. Interessierte es Yvonne gar nicht, warum eine Frau wie Eva, die sich so offensichtlich von ihr selbst unterschied, beschließt, ihren >Lebenslauf< zu wechseln? Yvonne wartete auf Bestätigung. Eva gab sie ihr.

»Ich habe es satt, ohne Geld zu sein. Ich will verreisen können, wenn ich verreisen will. Ich will tun können, was ich tun will und wenn ich Lust dazu habe.«

Yvonne blickt Eva mit beinahe übertriebener Neugier in die Augen. Sie beugt sich dazu vor, als gäbe es sonst was zu beobachten.

 

 

7

Eva war damals nicht weit weggegangen, nur fort von daheim und auf die Universität. Sie wohnte nicht mehr bei den Eltern, sondern in ihrem eigenen kleinen gemieteten Zimmer, allerdings bezahlt von Papas Geld, doch schon unter sich verändernden Umständen.

Eva war es, die sich am meisten veränderte.

In der Schule hatte sie gelernt, weil alle lernten und gelernt werden musste.

Aber es langweilte sie.

Manchmal saß sie nur einfach da und atmete aus. Halt an, atme nicht wieder ein, rief sie sich innerlich zu. Durch einfaches bloßes Luftanhalten zu sterben ist eine große Kunst. Nur Götter meistern diese Kunst.

Bevor Eva wegstarb, musste sie erneut einatmen. Sie tat es, beleidigt, ihres Ungeschicks wegen.

An der Universität lernte Eva, weil sie dabei Freude empfand. Das Wissen war keine Pflicht, es flog ihr jäh zu, sie nahm es leicht an.

Sie begann, Menschen um sich herum zu entdecken. Es war nicht wie vorher daheim. Es war anders. Keine befreundeten oder verfeindeten Nachbarsfamilien.

An einem Abend lernte sie Markus kennen. Das war nicht geplant und beabsichtigt. Es war unvorbereitet und plötzlich. Eva nahm neue Bekanntschaften an wie den Wissensstoff der Herren Professoren.

Markus trat aus der Menge der anderen Kommilitonen heraus. Ihr war auch, als hätte sie ihn schon mal gesehen, und sie vernahm seine Worte, es war eine besondere Stimmlage und Sprechweise, die Markus eigen war, der sich nie erregte und nie erregt klang.

 

 

8

Sie hatten beide getrunken, und die Fahrt in Markus' Wagen schaukelte Eva in einen kurzen traumlosen Schlaf. Eine zu heftige Bremsung weckte sie auf.

Markus machte in der Wohnung Licht, drehte wortlos zur Seite ab und entschwand. Sie vernahm von nebenan Badezimmergeräusche, ließ sich in einen Sessel fallen und schlief wieder halb ein.

Als sie die Augen öffnete, stand Markus dicht vor ihr.

»Du kannst jetzt ins Bad gehen«, meinte Markus und wies mit dem Kopf die Richtung.

Sie folgte seiner Anweisung, und so wurden fünf Jahre Zusammenleben daraus, was sie beide anfangs »Liebe« nannten, so wie das Wort eben gesprochen wird, in unendlich vielen Tonlagen, Tonarten, Dehnungen, Bedeutungen, Andeutungen, endlich mit leicht gehemmter Zunge und verkniffenen Lippen.

Bevor das Wort nicht mehr ausgesprochen wird, bedeutet es schon das ganz und gar Entgegengesetzte.

 

 

9

»Was ist? Was haben Sie?«, fragte Eva.

»Sprich dich aus, sag alles, was dir einfällt, da gibt es zwischen uns keine Missverständnisse, und das ist bestimmt nützlich.« Yvonne wendet sich der anderen voll zu. Vertraulichkeit ist in ihren Worten und in ihrem Blick. Nähe.

Eva schluckt und sagt:

»Bei Markus, mit dem ich ein paar Jahre zusammenlebte, kannte ich schon alle Antworten. Jetzt möchte ich es einfach mal mit dem Unerwarteten versuchen.«

Sie verstummt, die Erklärung erscheint ihr ausreichend.

Yvonne erwidert nichts, hat aber aufmerksam zugehört. Dann sieht sie zu den Männern hin, die noch immer behaglich plaudernd an der Bar stehen.

»Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist, dass du was empfindest bei einem Kunden. Dann geht's dir ganz dreckig. Hast du Erfahrungen im Geschäft?«

»Erfahrung ja, aber nicht im Geschäft.«

»Gut. Punkt eins: Eva solltest du nicht heißen. Nenn dich lieber Chantal oder Carmen, das macht mehr her. Mein Name ist auch nicht Yvonne, sondern Karin.

 

 

10

Es folgte die wirkliche Einführungslektion. Ein Tempo war angeschlagen worden, dabei blieben sie, denn Zeit ist Geld, unter Schwestern, die es den Brüdern abnehmen wollen. Irgendwann haben die gemächlichen Schwestern den flinkeren Brüdern die Geschwindigkeit abgelauscht, ihr Geheimnis, seither trainieren sie mit Fleiß, Umsicht und Härte.

Im Lokal schwirrt es von Stimmen, geflüsterten Versprechungen und Kasse machen. In den Toiletten rauschen die Anlagen, eine heisere Frauenstimme singt vom Band.

Yvonne sagt:

»Ich arbeitete zuerst nur an den Wochenenden oder nach Feierabend, die typische Doppelverdienerin. Ich bin von Beruf Arzthelferin. Doch immer nur mit Kranken zusammen sein, dafür sind zwölfhundert Mark im Monat kein Ausgleich. Jetzt bin ich Gesellschafterin. Das ist, sage ich dir, auch kein Traumberuf. Ob du es schaffen wirst, weiß ich nicht. Ich rate dir sogar ab davon, du solltest lieber dein Studium richtig beenden - ein akademischer Grad kann nicht schaden.«

Das aus Yvonnes Mund zu hören, amüsiert Eva. Yvonne mag es nicht, wenn man über sie lacht, und sie hat ein feines Gespür dafür.

Noch ist sie die Überlegene.

»Zeig dich mal!«

Eva stehend, sich um sich selbst drehend, kreisend, kreiselnd, das geschieht noch nicht mit dem notwendigen Können, doch es ist ein Versprechen.

Yvonnes Stimme klingt geschäftlich, als sie feststellt:

»Ich bekomme für jede Vermittlung 25% Provision. Das ist üblich bei uns.«

»Ich brauche nur so viel Geld, dass ich damit keine Probleme mehr habe. Meine 75% sollten so hoch liegen, dass ich auf Ihre 25% mit Leichtigkeit verzichten kann.«

Der Anflug eines Lächelns auf Yvonnes gelackten Lippen verschwindet fast schneller als er gekommen ist.

»Du musst die Pille durchgehend nehmen«, ordnet sie an, »damit die Blutung wegbleibt. Dann hast du keine Ausfallzeiten. Die normale Arbeit sieht so aus: Du liegst, Beine breit, auf dem Bett. Ohne Bewegung. Alles andere kostet extra. Das Übliche bringt dir einen Hunderter. Mit Gummi. Ohne hundertfünfzig. Mit Ausziehen zweihundert. Beine hoch plus zwanzig. Handentspannung fünfzig. Französisch hundert. Französisch total einhundertfünfzig. Die ganze Nacht durch fünfhundert. Über fünfhundert solltest du nie hochgehen, selbst wenn es angeboten wird. Nachher fühlen sie sich betrogen, reagieren sauer und bereiten dir mehr Ärger als du vertragen kannst. Nachher fühlen sich zwar sowieso alle betrogen, aber anal lehnst du rigoros ab, obwohl sie alle davon träumen. Ihre Frauen daheim wagen sie nicht einmal danach zu fragen. Lass dir sagen, es ist nicht ungefährlich, ein zu arges Risiko, manche werden dabei wild, du musst danach zum Arzt gehen, das kostet Geld und bringt Ausfallzeiten. Und, ich sagte es schon, keine Gefühle, wenn du bei einem Gefühle kriegst und nachgibst, wird es dir dreckig ergehen. Und noch eins: Lass dich nie auf den Mund küssen, der ist tabu.«

»Ich besitze ein gutes Gedächtnis, aber lieber wär mir, ich hätte es schriftlich.«

»Okay, dann schreib's dir auf!«

 

11

Da ein Küken nicht allein und schutzlos unter hundert Gockel gelassen wird, begleitet Yvonne ihre neue Schülerin in den Privat-Club, der meist von älteren, wohlhabenden, höchst distinguiert wirkenden Herren bevölkert wird, die aus den verschiedensten Branchen kommen und die Nacht in der einzig wirklichen und abenteuerlich-interessanten Branche verbringen, wonach sie am Morgen danach ein so schales Gefühl der Ernüchterung verspüren, dass sie den ganzen langen Arbeitstag nichts anderes als den brennenden Wunsch nächtlicher Wiederholung haben.

Immerhin sind sie am Abend beinahe wirklich so distinguiert, wie sie es im Geschäft tagsüber weder sind noch sein dürften, denn das wäre geschäftsschädigend, weil Ellbogenfreiheit und Distinktion nicht recht aufeinanderpassen. Nachts aber sind sie freudvoller und also auch netter als vordem.

Die Frauen im Privat-Club setzen sich zusammen aus arbeitslosen Fotomodellen, Hostessen und anderen Semi-Professionellen. Meist sehen sie so gelangweilt aus, dass es zum Fürchten ist. Das kommt von der harten Tagesarbeit, wenn sie lange genug in der Sonne liegen oder in Bräunungsstudios, weil gebräunte Haut, nahtlos, zum Erfolg gehört in der Branche, die Schönheit verkauft, das Versprechen der Lust, ihre Außenhaut, das Image des Vergnügens für den Mann von Welt.

Zunächst wirkt der Privat-Club wie eine übliche Party. Das ist ganz normal, weil alles so normal ist, also langweilig, zäh und teuer. Die Gespräche summen, das Kalte Büfett wird geleert, die ersten Tänze könnten bei Hofe stattfinden, doch den haben nur die Holländer, Engländer, Schweden zu bieten.

Yvonne und Eva-Carmen sind frühzeitig erschienen, um die größte Auswahl vorzufinden. Das männliche Publikum wird gnadenlos unter rein geschäftlichen Interessen inspiziert. Wo wächst der Baum, den Eva als ersten fällen wird. Yvonne weist ihre Schülerin in die Mysterien der Männerwelt ein.

»Das ist einer von denen, die im Bett die ganze Zeit quatschen und dich dauernd fragen, ob es dir auch gefallen hat. Hinterher reut ihn sein Geld, und er möchte es am liebsten zurückverlangen, weil er sich einbildet, du hättest die größten Genüsse mit ihm erlebt. Der dort an der Bar kippt gerade sein drittes Glas. Wenn er es austrinken sollte und das vierte bestellt, ist er für dich passé. Schnelle Trinker machen nur Ärger. Der kleine Dickliche daneben scheidet vollkommen aus, ein Spanner, solche schleichen sich öfter ein, wegen der Atmosphäre, sie geben nie was aus, haben keinen Fünfzigmarkschein in der Tasche. Dort drüben, der mit dem Jesus-Gesicht, das ist einer, der will dich erlösen und unbedingt hier herausholen, der liegt dir dauernd damit in den Ohren, dass du zu gut bist für dieses Leben! Was du brauchst, ist ein zahlungsfähiger Zielbewusster mit keinerlei Nebenabsichten. Er muss nur scharf drauf sein!«

Eva sagt verträumt: »Es fällt mir immer schwer, mir Leute zusammen im Bett vorzustellen.«

Yvonne reagiert gereizt: »Du sollst dir das nicht vorstellen, du sollst dir die Männer ins Bett holen. Dann hängt es von dir ab, wie die Geschichte läuft.«

Die beiden Frauen wenden sich zwei Herren in mittleren Jahren zu, die sich gedämpft miteinander unterhalten.

»Die nehmen wir uns vor!«, flüstert Yvonne, »sie sind seriös genug, nett und kultiviert.«

 

 

12

Eva gab sich alle Mühe, so ruhig zu erscheinen, wie sie hätte sein müssen. Sie fühlte mehr Angst vor Yvonne und dem Eindruck, den sie auf ihre Lehrmeisterin machte, als vor der Feuerprobe mit den beiden Kunden.

Die Herren stellten sich ganz konventionell vor, mit korrekter Verbeugung, dann alberten sie: »Herr Johnny - Herr Walker!« und auf die Damen deutend: »Frau Moet - Frau Chandon!«

Eva fand das nicht sehr witzig, aber sie lächelte, weder dieser Ebert noch sein Freund Güntzel konnten sie mehr ängstigen. Die beiden boten Zigaretten an. Eva lehnte ab. Güntzel wandte sich an sie: »Kommen Sie öfter zum Jour Fix?«

Eva antwortete: »Ich bin zum ersten Mal hier.«

Ebert investierte ein paar Schmeicheleinheiten: »So ein hübsches Mädchen wäre uns auch sicher schon aufgefallen.«

Sie wusste, es war eine Floskel. Dennoch freute sie sich. Es lief alles so glatt, als wäre es vorher geprobt worden.

Yvonne brachte sich energisch ins Gespräch: »Ich bin jede Woche hier!«

Damit hatte sie wieder die Führung übernommen, und es konnte keinen Zweifel über den professionellen Hintergrund geben.

»Champagner?«, fragte Herr Ebert.

Im Club wurde man nicht bedient, die beiden Freunde machten sich auf, eine Flasche zu holen. Eva blickte ihnen nach.

»Der eine ist ganz schön lang. Können wir uns nicht nach der Größe zusammentun? Wenn ich mit großen Männern zusammen bin, fühle ich mich so unsicher. Ich versuche dann immer, auf Zehenspitzen zu gehen.«

Yvonne warf ihr einen prüfenden Blick zu. Kein Erstaunen in den grauen Kältetod-Augen, nur die kurze Frage, was an Evas Poesien ernst gemeint sein könnte. Geschäftsgefährdende Ideen mussten zurückgewiesen werden.

Yvonne entschied, Eva habe es nicht so ganz ernst gemeint. Die Herren erschienen mit dem Champagner. Kurze Zeit später fragte Herr Güntzel:

»Wollen wir nicht ein bisschen nach hinten gehen?«

Zusammenfassung

Frustriert und gelangweilt bricht Eva aus ihrer Ehe aus und trennt sich von ihrem Mann. Vor Eintönigkeit und Angepasstheit flüchtend, beschließt sie, Callgirl zu werden, um sich den Luxus zu gönnen, tun und lassen zu können, was sie will. Bald darauf lernt sie Chris kennen, in den sie sich sofort verliebt, das ändert sich auch nicht, als sie erfährt, dass er ein Gigolo ist, der seine Dienste Frauen wie Männern anbietet. Ihre geradezu obsessive Liebesbeziehung wird hart auf die Probe gestellt, als sie in eine gemeinsame Wohnung ziehen und dort unabhängig voneinander ihren Geschäften – Eva inzwischen als erfolgreiche Domina – nachgehen. Eifersucht, mangelndes Vertrauen und Enttäuschung auf beiden Seiten lassen die Situation schließlich eskalieren ...
Der Roman von Wolfgang Fienhold wurde 1983 von Robert van Ackeren verfilmt.

Details

Seiten
105
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783738921229
ISBN (Buch)
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Juli)
Schlagworte
frau

Autor

Zurück

Titel: Die flambierte Frau