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Die Raumflotte von Axarabor #22: Samen der Unsterblichkeit

2018 100 Seiten

Leseprobe

Die Raumflotte von Axarabor # 22: Samen der Unsterblichkeit

Axarabor

Bernd Teuber

Published by Uksak Sonder-Edition, 2018.

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Samen der Unsterblichkeit

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Die Raumflotte von Axarabor -  Band 22

von Bernd Teuber

Der Umfang dieses Buchs entspricht 82 Taschenbuchseiten.

Die STARFIRE nimmt die Besatzung eines havarierten Raumschiffs an Bord. Doch die Geretteten zeigen sich wenig dankbar. Sie bringen die STARFIRE in ihre Gewalt und zwingen den Captain zu einem Kurswechsel. Ihr Ziel ist ein Planet, auf dem angeblich die Blume der Unsterblichkeit wächst.

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Copyright

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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover 3000AD 123rf Steve Mayer

© Serienidee Alfred Bekker und Marten Munsonius

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

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Mit rasender Geschwindigkeit flog das schwarze Schiff durch den Weltraum und versuchte, seinem Verfolger zu entkommen. Doch so einfach ließ sich die STARFIRE nicht abschütteln. Das Schiff gehörte zur Raumflotte von Axarabor und hatte den Auftrag, Passagier- und Raumfrachter vor Überfällen durch Piraten zu schützen. Vor acht Monaten verschwand ein kommerzieller Erzfrachter, der sich auf dem Rückflug von den reichhaltigen Minenfeldern des Tamera-Systems befand, ohne eine Spur zu hinterlassen.

Kurz darauf meldete ein aus fünf Einheiten bestehender Frachterkonvoi, dass er von unbekannten Raumschiffen angegriffen wurde. Dann verschwand auch er. Die Regierung des gewählten Hochadmirals von Axarabor setzte ein Schiff in Marsch, um das fragliche Gebiet zu erkunden, fand jedoch nichts, das zur Lösung des Falles beitrug. Es gab keine Hinweise auf einen Unfall oder irgendeine andere Katastrophe. Etwa einen Monat später erwartete man auf den Minenfeldern des Tamera-Systems die Ankunft eines Händlerschiffes, das unterwegs war, um die Arbeiter mit Waren und Luxusgütern zu versorgen. Das Schiff erreichte niemals sein Ziel.

Auch diesmal fand man keine Spur. Alles, was man wusste, war, dass sich die verschwundenen Schiffe auf einer wichtigen und stark befahrenen Handelsroute befunden hatten, die nicht nur von kommerziellen Frachtern, sondern auch von Privatschiffen frequentiert wurden. Zwei Wochen später wurde ein großes Passagierschiff angegriffen. Der Überfall scheiterte nur daran, weil zufällig eine Raumpatrouille in der Nähe war und dem Schiff zur Hilfe kam. Nun war man auf Axarabor endlich davon überzeugt, dass etwas getan werden musste.

Doch schon bald erfolgte der nächste Abgriff auf ein Passagierschiff. Den großen Raumfluggesellschaften machten die schwindenden Buchungen schwer zu schaffen. Panikstimmung breitete sich aus, obwohl die Fluglinien wie auch die Vertreter der Regierung des gewählten Hochadmirals von Axarabor die Öffentlichkeit zu beruhigen versuchten.

In den letzten Fällen waren die Piraten besonders brutal vorgegangen. Es hatte Tote unter den Passagieren und Besatzungsmitgliedern gegeben. Die Frachtraumschiffe wurden nach den Überfällen häufig zerstört. Einmal hatte man ein Passagierschiff gezwungen, auf einem Asteroiden zu landen. Die Aktion endete mit einer Katastrophe. Keine Leiche konnte identifiziert werden, auch nicht die der Piraten. In anderen Fällen hatte man die Passagiere auf einem abgelegenen Planeten ausgesetzt und das Schiff gesprengt.

Und stets hatte Gegenwehr oder Zögern den sofortigen Tod von Besatzungsmitgliedern, Passagieren, und sogar Kindern zur Folge. Der scheußlichste Fall bisher war der Raub von achtzig Tonnen Gold. Sobald die Piraten die Beute in ihren Besitz gebracht hatten, töteten sie das Sicherheitspersonal und sprengten das Schiff. Die großen Fluglinien hatten am meisten unter diesen Überfällen zu leiden. Nach dem letzten grauenhaften Zwischenfall entschloss sich die Regierung des gewählten Hochadmirals von Axarabor dazu, sämtliche Schiffsrouten unauffällig zu überwachen.

Eine Woche kreuzte die STARFIRE die wichtigsten Handelsrouten, ohne dass etwas geschah. Dann empfing sie plötzlich den Notruf eines Frachters, der von mehreren Schiffen angegriffen wurde. Ohne zu zögern entschloss sich Captain Simon Hackett, dem Frachter zu Hilfe zu kommen. Als die STARFIRE aus dem Hyperraum auftauchte, zeigte der Panoramabildschirm drei schwarze unidentifizierbare Schiffe und einen hellen, gebündelten Energiestrahl, der gerade den Bug des Frachters zerschnitt.

Die STARFIRE ging sofort zum Angriff über. Es gelang, eines der schwarzen Schiffe zu zerstören und ein Zweites lahm zuschießen. Doch dem dritten Gegner gelang die Flucht. Die STARFIRE nahm zwar umgehend die Verfolgung auf, doch nach einiger Zeit musste Hackett neidlos anerkennen, das der Pilot sein Handwerk verstand. Immer wieder gelang es ihm, den Energiestrahlen, die von den Kanonen der STARFIRE abgefeuert wurden, auszuweichen.

Wenn doch ein Schuss traf, wurde er von dem starken Schutzschirm absorbiert. Aber Hackett dachte nicht daran, die Verfolgung aufzugeben. Das schwarze Schiff war zwar wendiger als die STARFIRE, aber keineswegs schneller. Früher oder später würden sie den Gegner eingeholt haben. Da flammte der Schutzschirm auf. Die Piraten hatten sich von der Überraschung erholt und das Feuer erwidert.

Das Leuchten des Panoramabildschirms war matt und rötlich. Die Salve hatte das Schiff nur gestreift. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit benötigte die Zielautomatik der Piraten noch eine Weile, bis sie den Verfolger erfasste. Die Entfernung zwischen den beiden Schiffen wurde von Sekunde zu Sekunde geringer. Dann erfolgte ein zweiter Treffer. Diesmal war die Leuchterscheinung kräftiger und hielt länger an, aber noch bestand keine Gefahr für die STARFIRE.

Die Piraten mochten ihre Zielautomatik adjustiert haben, trotzdem war das Ergebnis immer noch zu ungenau. Dem zweiten Treffer folgte rasch ein Dritter. Mühelos absorbierte ihn der Schutzschirm. Die Kanonen der STARFIRE erwiderten das Feuer. Einige Schüsse trafen, aber die meisten verpufften wirkungslos im Weltraum. Hackett hatte nicht die Absicht, das Schiff zu vernichten. Nach Möglichkeit wollte er die Besatzung lebend fangen, um sie verhören zu können. Vor allem ging es ihm darum, endlich zu erfahren, wo sich das Hauptquartier der Piraten befand.

„Das Schiff fliegt direkt auf ein Asteroidenfeld zu“, meldete der Offizier an der Steuerkonsole.

„Die müssen verrückt sein“, rief Commander Gavin Overdic. „Wenn sie einem der großen Brocken zu Nahe kommen, dann war‘s das.“

„Ich glaube nicht, dass sie verrückt sind“, meinte Hackett. „Sie wissen ganz genau, was sie tun. Der Schutzschirm des Schiffes ist stark genug, um auch größere Kollisionen zu überstehen.“

„Soll ich hinterherfliegen?“, fragte der Mann an der Steuerkonsole.

Hackett blickte auf den Panoramabildschirm und schüttelte den Kopf. „Nein, wir brechen die Verfolgung ab. In dem Asteroidenfeld haben wir keine Chance.“

Die STARFIRE verlangsamte ihren Flug und ging in Warteposition. Overdic warf einen Blick auf den Ortungsschirm. Das Signal des Piratenschiffes war nicht mehr zu sehen. Vermutlich enthielten einige der Asteroiden Metallvorkommen, die das Ortungssignal störten.

„Und was nun?“, fragte er. „Sollen wir abwarten, bis das Schiff wieder auftaucht?“

„Sinnlos“, antwortete Hackett. „Selbst wenn wir das Asteroidenfeld umfliegen, werden wir sie nicht mehr einholen.“

Plötzlich sprachen die Ortungsgeräte an.

„Notrufsignal!“, rief der Funker aufgeregt.

„Koordinaten?“, fragte Captain Hackett.

„Kurs eins-sieben-vier.“

Hackett blickte nachdenklich auf den Panoramabildschirm, der die Längsseite der Kommandozentrale einnahm. Jemand rief die Besatzung der STARFIRE um Hilfe. Handelte es wieder um einen Piratenüberfall, oder war es eine Falle?

„Die Signale kommen jetzt klar durch. Offenbar hat das Schiff Probleme mit dem Antrieb.“

„Können Sie feststellen, um was für ein Schiff es sich handelt?“, fragte Hackett.

„Es ist ein kleiner Sternenkreuzer. Maximal acht Mann Besatzung.“

Hackett wandte sich an Commander Overdic, der neben ihm stand. „Was halten Sie davon?“, wollte er wissen.

„Jemand braucht anscheinend unsere Hilfe“, erwiderte er. „Trotzdem finde ich es merkwürdig, dass so ein kleines Schiff allein hier draußen herumfliegt.“

„Vielleicht gehörte es zu einem Konvoi und hat den Anschluss verpasst.“

„Möglich. Trotzdem sollten wir vorsichtig sein.“

Hackett wandte sich an den Mann, der die Steuerkonsole bediente. „Setzen Sie Kurs eins-sieben-vier.“

„Ja, Captain.“

Die STARFIRE beschleunigte und tauchte in den Hyperraum ein. Das Schiff durchbrach die Lichtbarriere. Die mächtige Hülle ächzte unter der enormen Belastung. Auf dem Panoramabildschirm leuchtete die graue Farbe des Linearraums auf. Sekunden später tauchten Konsolen, Sessel, Monitore und Schalttafeln aus der Konturlosigkeit der Transition zurück und gewannen die vertrauten Formen wieder. Auf dem Bildschirm erschien die vertraute Schwärze des Weltraums mit den zahllosen Sternen. Dazwischen schwebte ein Raumschiff.

„Ziemlich klein“, stellte Overdic fest. „Was hat es in diesem Sektor zu suchen? Hier gibt es weit und breit keinen bewohnten Planeten.“

„Vielleicht ist es vom Kurs abgekommen“, vermutete Hackett.

„Ich habe eine Abtastung vorgenommen“, sagte der Kommunikationsoffizier. „Es handelt sich um die DESTINY. Laut Kennung stammt das Schiff von Catula Alpha.“

„Dann ist es aber ganz schön weit von seinem Heimatplaneten entfernt“, erwiderte Overdic. „Gibt es irgendwelche Informationen über den Besitzer?“

„Der Datenbank zufolge gehört es einem gewissen Lester Marok.“

„Wurde es als gestohlen gemeldet?“

„In den Datenbanken ist nichts verzeichnet.“

„Wer ist dieser Marok? Gibt es weiterführende Informationen?“

„Er besitzt auf Catula Alpha eine Softwarefirma mit 30 Mitarbeitern. Hat im letzten Jahr einen Umsatz von mehr als 800.000 gemacht. Engagiert sich für zahlreiche humanitäre Projekte und ist Vorsitzender einer Stiftung, die sich für benachteiligte Kinder einsetzt.“

„Stellen Sie eine Verbindung her“, befahl Hackett.

„Ja, Captain.“ Der Kommunikationsoffizier betätigte einige Tasten auf seiner Konsole. „Verbindung hergestellt. Raumschiff STARFIRE an DESTINY. Können Sie mich hören?“

Auch wenn es Schwierigkeiten an Bord gab, ließ sich die Anfrage mit einer Standartantwort bestätigen. Aber es kam keine Antwort. Nach dreißig Sekunden wiederholte der Offizier seine Frage.

Keine Antwort.

Sechzig Sekunden.

Immer noch keine Antwort.

Hackett blickte auf den Panoramabildschirm, aber dort gab es nur ein schwarz-weißes Rauschen zu sehen.

„Visuelle Verbindung fehlgeschlagen“, meldete der Kommunikationsoffizier. Auch die Audioübertragung funktioniert nur eingeschränkt. Aus den Lautsprechern dringen lediglich ein paar unverständliche Wortfetzen.“

„Gibt es ein Problem?“, wollte Hackett wissen.

„Ich habe es auf sämtlichen Kanälen versucht“, antwortete der Kommunikationsoffizier, „aber ich bekomme keine stabile Verbindung.“

„Offenbar hat die Besatzung nicht nur Schwierigkeiten mit dem Antrieb“, sagte Overdic.

„Ja“, stimmte Hackett ihm zu. „Sieht ganz so aus.“ Er wandte sich an den Offizier an der Steuerkonsole. „Führen Sie einen Thermo-Scan durch.“

„Ja, Captain.“

Sekunden später kam das Ergebnis.

„An Bord befinden sich vier humanoide Lebensformen.“

„Empfangen Sie Lebenszeichen?“

„Ja. Alle vier leben.“

„Aktivieren Sie den Traktorstrahl. Wir werden das Schiff an Bord holen.“

„Ja, Captain.“

Hackett beobachtete den Vorgang auf dem Panoramabildschirm. Der große flimmernde Leuchtpunkt war die STARFIRE. Der kleine Leuchtpunkt symbolisierte den Sternenkreuzer. Die Flugbahn des kleinen Schiffes erschien als gelbe Linie auf dem Bildschirm. Sie führte genau zu dem Leuchtpunkt, der identisch war mit der STARFIRE. In ein paar Minuten musste es in den Hangar des großen Schiffes einfliegen.

Und dann ...

Hackett versuchte, seine innere Anspannung dadurch zu unterdrücken, dass er mit beiden Händen die Sitzlehnen umklammert. Er sah, wie der kleine Leuchtpunkt an der projizierten Linie entlangwanderte und langsam aber sicher dem großen Leuchtpunkt näher kam. Der Sternenkreuzer schien jetzt schneller zu werden. Die Linie, die seine Flugbahn darstellte, schmolz immer mehr zusammen. Auf dem Bildschirm war sie höchstens noch zwei Zentimeter lang, was bedeutete, dass nur noch ein paar Kilometer zwischen den beiden Schiffen lagen.

Trotz mehrmaliger Versuche war es dem Kommunikationsoffizier immer noch nicht gelungen, Kontakt mit der Besatzung herzustellen. Auf sämtlichen Kanälen ertönte nur ein Rauschen, das hin und wieder von unverständlichen Wortfetzen unterbrochen wurde. Ein Zentimeter auf dem Bildschirm trennte die beiden Schiffe noch. Dann verschmolzen die Lichtpunkte ineinander. Die Markierung der Flugbahnlinie war verschwunden.

„So, dann werden wir unsere Gäste mal begrüßen“, sagte Hackett, während er sich aus dem Sessel erhob und auf die Tür zuging. Overdic folgte ihm. Zischend glitt das Schott zur Seite. Die beiden Männer verließen die Kommandozentrale, stiegen in einen Lift und fuhren in die unteren Etagen, wo sich die Hangars befanden. Während sie darauf warteten, dass die Halle mit Sauerstoff geflutet wurde, hatte Hackett Gelegenheit, das Schiff durch das Fenster etwas genauer in Augenschein zu nehmen.

Soweit er erkennen konnte, handelte es sich um ein ausgemustertes Exemplar der 34-F-Ranger, einem schnellen Patrouillenschiff, an dem einige Umbauten vorgenommen waren, um größere Entfernungen überbrücken zu können. Einziger Schwachpunkt dieser Modellreihe war der schwache Schutzschirm. Wenige Treffer genügten bereits, um ihn unbrauchbar zu machen.

Nach zwei Minuten war der Hangar mit Sauerstoff gefüllt. Eine grüne Lampe über der Tür zeigte an, dass man die Halle nun gefahrlos betreten konnte. Hackett betätigte eine Taste auf der Konsole. Zischend glitt das Schott zur Seite. Die beiden Männer betraten den Hangar, gingen zu dem Schiff hinüber und warteten. Doch nichts geschah.

„Sieht nicht so aus, als ob uns jemand für seine Rettung danken würde“, meinte Overdic.

Bevor Hackett etwas erwidern konnte, glitt das Schott des kleinen Schiffes zischend zur Seite. Vier Männer stiegen nacheinander aus der Luke. Der erste, der die Rampe hinunterkam, schien der Besitzer des Schiffs zu sein. Er hatte schwarzes, glatt zurückgekämmtes Haar. Seine Gestalt war hager und langgliedrig, mit einem schmalen, gebräunten Gesicht, dunklen Augen und abstehenden Ohren, die ihm ein etwas ländliches Aussehen gaben. Er hatte einen dünnlippigen Mund, der zu einem verkniffen-spöttischen Lächeln verzogen war. Sein Auftreten wirkte sehr selbstbewusst.

„Wir verdanken Ihnen unser Leben“, sagte er. „Ohne Sie wären wir verloren gewesen. Unser Schiff hatte einen Triebwerksschaden. Mein Name ist übrigens Lester Marok.“

„Ich bin Captain Hackett. Und das ist Commander Overdic.“

„Freut mich, Sie kennenzulernen.“ Marok stellte seine drei Begleiter vor. „Meine Geschäftspartner: Sefton Jacklar, David Norick und Rex Ponter.“

Hackett und Overdic nickten den Männern zu. Jacklar besaß eine mittelgroße, athletische Statur sowie ein breites, flächiges Gesicht mit kleinen, tiefliegenden Augen und einem kahlen Kopf. Norick war etwas größer, jedoch schlank, fast schmächtig. Alles in allem wirkte er wie ein harmloser Büroangestellter. Der dritte Mann namens Ponter war groß und hohlbrüstig. Er hatte einen ungekämmten roten Schopf, und sein Lächeln wirkte aufgesetzt. Die Kleidung der Männer bestand aus einfachen, hellbraunen Kombinationen. Keiner von ihnen trug eine Waffe.

„Sie befinden sich auf einer Geschäftsreise?“, fragte Overdic.

„Nun ja, wie man‘s nimmt“, erwiderte Marok ausweichend. „Ich würde es nicht direkt als Geschäftsreise bezeichnen ... obwohl, in gewisser Weise ...“

„Aber dieser Sektor liegt abseits sämtlicher Schiffsrouten“, sagte Hackett. „Was für Geschäfte wollen Sie denn hier machen, wenn ich mal fragen darf?“

„Ich glaube kaum, dass Sie das etwas angeht“, antwortete Jacklar gereizt.

Marok warf ihm einen vernichtenden Blick zu und wandte sich wieder an Captain Hackett.

„Entschuldigen Sie Seftons unfreundliches Benehmen. Er meint es nicht so. Aber unsere Nerven liegen ein wenig blank.“

„Schon gut“, wehrte Hackett ab. „Ich bin nicht so empfindlich. Aber Sie haben immer noch nicht meine Frage beantwortet.“

„Nun ja, ich weiß nicht so recht, wie ich Ihnen das erklären soll“, sagte Marok zögernd. „Wir waren auf dem Weg nach Setarah.“

„Der Name sagt mir nichts.“

„Hätte mich auch gewundert. Der Planet ist relativ unbedeutend. Für die meisten zumindest. Wenn ich Ihnen die Koordinaten gebe, könnten Sie uns wohl dorthin bringen?“

„Tut mir leid, das ist vollkommen ausgeschlossen“, erwiderte Hackett. „Sie müssen solange an Bord bleiben, bis wir unseren Auftrag erledigt haben. Danach werden wir Sie nach Axarabor bringen.“

„Ich fürchte, das geht nicht“, sagte Marok in einem bedauernden Tonfall.

„Darf ich fragen, warum?“

„Die Sache ist ein bisschen kompliziert.“

„Ein Scheißdreck ist sie“, rief Jacklar. „Wir wollen das Schiff, und damit basta.“

Marok grinste. „Ja, stimmt. Ich wünschte, es würde einen anderen Weg geben, aber leider ...“ Er zuckte mit den Schultern.

„Glauben Sie ernsthaft, ich würde Ihnen so einfach mein Schiff überlassen?“, fragte Hackett.

„Selbstverständlich nicht“, antwortete Marok. „Wenn Sie das täten, wären Sie vermutlich ein sehr schlechter Captain.“ Mit einer schnellen Bewegung griff er in die Tasche seiner Kombination und holte eine bronzefarbene Metallkugel hervor. „Sollten Sie sich jedoch weigern, werde ich diese Thermorit-Bombe zünden.“

„Dann würden Sie bei der Explosion aber auch sterben“, gab Overdic zu bedenken.

„Ja, das wäre bedauerlich, deshalb hoffe ich, dass Sie einsichtig sind und keinen Widerstand leisten.“

„Ich habe wohl keine andere Wahl, oder?“, fragte Hackett.

„Nicht, wenn Sie leben wollen.“

„Darf ich wenigstens den Grund erfahren? Was wollen Sie auf Setarah?“

„Alles zu seiner Zeit. Und nun legen Sie bitte Ihre Waffen ab.“

Zögernd kamen Hackett und Overdic der Aufforderung nach. Mit Daumen und Zeigefinger zogen sie ihre Blaster aus den Holstern und legten sie vor sich auf den Boden.

„Sehr gut“, sagte Marok. „Schieben Sie die Waffen mit dem Fuß zu uns herüber.“

Hackett und Overdic versetzten den Blastern einen Fußtritt. Mit einem scharrenden Geräusch rutschten die Waffen über den Boden. Norick und Ponter hoben die Blaster auf. Jacklar verschwand im Schiff. Nach wenigen Minuten tauchte er wieder auf und hatte vier Waffengürtel mit Blastern in den Händen. Drei davon verteilte er an Marok, Norick und Ponter. Den vierten behielt er.

„Ich schlage vor, wir begeben uns jetzt in die Kommandozentrale“, sagte Marok, nachdem er sich den Gürtel umgeschnallt hatte. „Dort werde ich Ihnen alles Weitere erläutern.“

Hackett und Overdic verließen den Hangar durch die Schleuse. Die vier anderen Männer folgten ihnen. Marok umklammerte die Thermorit-Bombe wie eine Trophäe. Für einen Moment spielte Overdic mit dem Gedanken, sich auf ihn zu stürzen und ihm die Bombe abzunehmen, doch dann erschien ihm das Risiko zu groß. Außerdem fiel es ihm schwer, Marok einzuschätzen. Würde er wirklich die Thermorit-Bombe zünden und das Schiff in die Luft jagen? Auch auf die Gefahr hin, dabei zu sterben? Overdic wusste es nicht.

Deshalb hielt er es für besser, erst einmal abzuwarten. Vielleicht ergab sich später eine günstige Gelegenheit, um die Männer auszuschalten. Mit dem Lift fuhren sie nach oben, betraten einen kurzen Gang und gelangten in die Kommandozentrale. Die Männer und Frauen hinter den Konsolen warfen den Ankömmlingen erstaunte Blicke zu.

Marok hob die Thermorit-Bombe und wandte sich an den Kommunikationsoffizier. „Sorgen Sie dafür, dass meine Anordnungen überall auf dem Schiff gehört werden.“

Der Offizier warf Hackett einen fragenden Blick zu. Der Captain nickte.

„Tun Sie, was der Mann sagt.“

Der Angesprochene betätigte einige Tasten auf seiner Konsole. „Sämtliche internen Kanäle sind offen“, meldete er dann.

„Sehr gut“, sagte Marok. „Dieses Schiff befindet sich in meiner Gewalt. Solange Sie sich ruhig verhalten, wird keinem etwas passieren. Aber wenn jemand versucht, uns an unserem Vorhaben zu hindern, werden wir entsprechende Schritte einleiten. Und ihr Captain wird der erste sein, der es zu spüren bekommt.“

„Verraten Sie mir nun endlich, weshalb Sie mein Schiff gekapert haben?“, wollte Hackett wissen.

„Wir brauchen eine Möglichkeit, um nach Setarah zu kommen. Das sagte ich Ihnen doch bereits“

„Setarah?“, fragte Captain Hackett verwundert. „Was gibt es denn dort so Besonderes?“

„Ein alter Freund hat mir eine unglaubliche Geschichte erzählt. Zuerst hielt ich das Ganze für ein Märchen und glaubte nicht, dass diese Überlieferung den notwendigen Faktor an Authentizität besaß. Das heißt: Bis vor wenigen Wochen glaubte ich es nicht.“

„Welche Überlieferung?“, wollte Hackett wissen. „Worum geht es überhaupt?“

„Um Blumen.“

„Blumen?“, wiederholte Hackett ungläubig.

Voller Tatendrang begann Marok, seinen Plan auseinanderzusetzen.

„Wir werden auf Setarah landen und uns nach Charbona begeben. Sobald wir die Blumen erst einmal gefunden haben, sind wir alle Sorgen los.“

„Wir?“

„Meine Geschäftspartner und ich“, erwiderte Marok. „Vielleicht sogar die gesamte Menschheit.“

„Und was haben diese Blumen damit zu tun?“

„Niemand kennt ihre genaue Bezeichnung. Aber ihre Wirkung ist fantastisch. Laut der Überlieferung sind sie gelb-violett gefärbt und haben eine ovale Form. Wenn man die Samen einnimmt, wird man unsterblich. So steht es zumindest geschrieben.“

„Unsterblichkeit?“, fragte Commander Overdic skeptisch. „Das ist doch lächerlich.“

„Nun ja, wie man es nimmt“, gab Marok zu. „Die Samen verleihen natürlich keine Unsterblichkeit, aber sie verlängern das Leben. Der Extrakt in den Samen regeneriert sämtliche Körperzellen und sorgt dafür, dass man sechsmal länger lebt als gewöhnlich.“

Hackett bemühte sich, das soeben gehörte ernst zu nehmen, doch schließlich begann er zu lachen.

„Diese Geschichte hört sich vollkommen verrückt an. So eine Blume gibt es nicht.“

„O, doch. Sie existiert“, beharrte Marok. „Zwar weiß niemand genau, wo sie wächst, aber es sind ein paar Anhaltspunkte überliefert worden. Koordinaten, um genau zu sein. Sie führen zu dem Planeten Setarah und einer verschollenen Stadt tief im Dschungel. Dort soll die Pflanze wachsen.“

„Das ist doch Unsinn“, widersprach Hackett. „Selbst wenn an dieser Geschichte etwas Wahres ist, wie wollen Sie diese Stadt finden?“

„Genau aus diesem Grund benötigen wir das Schiff. Ich gebe Ihnen die Koordinaten und Sie bringen uns hin.“

„Und wenn ich mich weigere?“, fragte Hackett.

„Dann wird es Tote geben.“

„Sie sind verrückt.“

„Überlegen Sie doch mal, Captain. So eine Chance bekommen Sie nie wieder. Wenn wir die Blume finden, können wir einen neuen Markt erschließen. Innerhalb kürzester Zeit werden wir im Geld schwimmen.“

Hackett schüttelte den Kopf. „Das ist doch Blödsinn. Hören Sie auf, sich in diese Sache zu verrennen. Glauben Sie wirklich an eine Blume, die niemand kennt und die das Leben verlängert? Das sind Märchen für kleine Kinder. Oder sind Sie wirklich davon überzeugt, dass Sie einen Ort finden, der einer stets neugierigen Wissenschaft bis heute verborgen bleiben konnte?“

„Ja, das glaube ich. Außerdem gibt es eine logische Erklärung, warum bisher kaum jemand diese Pflanze zu Gesicht bekommen hat. Offenbar sind alle anderen, die von dieser Geschichte gehört haben, genauso ungläubig gewesen wie Sie, Captain“, erwiderte Marok aufgebracht. „Warum bringen Sie uns nicht einfach zu diesem Planeten? Sie verlieren nichts dabei.“

„Weswegen sollte ich dieses Schiff und seine Besatzung unnötig in Gefahr bringen?“, fragte Hackett. „Gesetz den Fall, Sie würden diese Blume finden und könnten sie tatsächlich züchten. Sind Sie der Meinung, dass sich mit einem lebensverlängernden Serum ein Geschäft machen lässt?“

„Selbstverständlich“, antwortete Marok. „Wenn Sie eines Tages die Möglichkeit bekommen, Ihr Leben um ein Vielfaches zu verlängern, würden Sie ein solches Geschenk nicht ausnutzen?“

Hackett sah ein, dass eine weitere Diskussion sinnlos war. Marok hatte sich sein Urteil gebildet und nichts konnte ihn davon abbringen. Um seine Mannschaft und das Schiff zu schützen, beschloss er, auf die Forderung einzugehen. Den Berechnungen des Bordcomputers zufolge musste der gesuchte Planet etwa zweihundertzwanzigtausend Lichtjahre von ihrer derzeitigen Position entfernt sein. Auch die Richtung stand fest, allerdings nicht mit hundertprozentiger Genauigkeit. Und das war schlecht, denn es würde ihre Suche erschweren.

„Der Flug beginnt in wenigen Minuten“, sagte Hackett.

Marok nickte.

„Ich habe lange genug auf diesen Augenblick warten müssen.“

„Und was werden Sie tun, wenn die Suche nach der Blume ergebnislos verläuft?“

Marok lächelte.

„Es kann keinen Zweifel daran geben, dass sie existiert. Und ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um sie zu finden.“

Hackett schaute ihn wortlos an, dann sah er wieder in die Unendlichkeit des Alls. Er wusste, dass er genauso handeln würde.

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Nach einem Flug von zweihundertzwanzigtausend Lichtjahren verließ die STARFIRE den Linearraum. Sie flog nun mit Unterlichtgeschwindigkeit weiter, um dem Bordcomputer eine Orientierung zu ermöglichen. Im Umkreis von vielen Lichtjahren tasteten die Scanner nach Materie, aber kaum jemand an Bord rechnete damit, Setarah zu finden. Es war mehr eine Routineangelegenheit. Auf dem Panoramabildschirm gab es nicht viel zu sehen.

„Da ist irgendetwas“, sagte Leutnant Chris Barrows und deutete auf den Ortungsbildschirm.

Lester Marok wandte den Kopf. „Wo ist irgendetwas?“, fragte er und durchquerte mit schnellen Schritten die Zentrale. Neben dem Leutnant blieb er stehen. Er bückte sich, um das Namensschild auf der Uniformjacke lesen zu können.

„Eine Ortung, Leutnant Barrows?“

„Allerdings.“

„Wie groß? Entfernung?“

„Zwei Lichtjahre. Eine Sonne mit fünf Planeten.“

Marok studierte die Anzeige auf dem Bildschirm. „Wir haben es geschafft“, rief er triumphierend. „Wir sind am Ziel.“ Er betätigte einige Tasten und übertrug das Bild auf den großen Panoramabildschirm, damit jeder in der Zentrale einen Überblick gewinnen konnte.

„Nun, was halten Sie davon?“, fragte er.

Hackett hob die Schultern. „Was soll ich davon halten?“

Marok wurde wütend. „Welchen Beweis brauchen Sie denn noch?“, rief er. „Eine Sonne mit fünf Planeten. Genauso steht es in den alten Schriften. Die Koordinaten sind korrekt.“

Die STARFIRE steuerte die gelbe Sonne an. Allmählich wurden die Planeten sichtbar. Die Scanner führten eine Abtastung vor. Wenige Minuten erschienen die Ergebnisse auf dem Monitor.

„Wenn die Daten stimmen“, sagte Leutnant Barrows, „dann muss der dritte Planet fast richtig gemütlich sein. Sauerstoffatmosphäre mit Anteilen von Stickstoff, Kohlenstoffdioxid, Neon und Argon, Meere und einige Kontinente. Gravitation 9,7 g. Äquatordurchmesser: 11.522,60 Kilometer. Rotation zwanzig Stunden. Klima etwa wie zu Hause.“

„Sehen Sie“, sagte Marok erregt. „Ich hatte recht. Der Planet existiert. Er ist kein Hirngespinst. Dort befindet sich die Blume der Unsterblichkeit. Wir müssen sofort landen.“

Captain Hackett wusste nicht warum, aber irgendetwas dieser seltsamen Euphorie, der Marok zum Opfer gefallen war, übertrug sich nun auch auf ihn. Dann stand ein unbekannter Planet vor ihm im All, den noch nie eines Menschen Fuß betreten hatte. Und dort sollte es eine Pflanze mit lebensverlängernden Eigenschaften geben. Sekunden später kehrte die nüchterne Überlegung zurück.

„Bringen Sie uns näher an den Planeten heran!“, befahl Hackett.

Der Mann an der Steuerkonsole betätigte einige Tasten. Kurz darauf erreichte die STARFIRE die Umlaufbahn. Auf dem Panoramabildschirm erschienen die ersten Bilder von der Oberfläche des Planeten.

„Eine recht einladende Welt!“

Commander Overdics Stimme durchbrach als erster die Stille, die sich über die Zentrale gelegt hatte. Hackett konnte das Schweigen der Mannschaft nachvollziehen. Sie waren Tausende von Lichtjahren von Axarabor entfernt. Und hier sahen sie plötzlich eine Landschaft, die auch auf ihrer Heimatwelt existieren könnte. Die Erinnerung hatte die Männer und Frauen übermannt. Ein Teil von ihnen lebte schon seit Jahren ununterbrochen im Weltraum und auf fremden Planeten.

Keine einzige Wolke schirmte die Oberfläche vor den Blicken ab. Hackett sah einzelne Meere, weite Savannen, Gebirge, Wälder und verschiedene Binnenseen.

Maroks Augen wirkten ausnahmsweise nicht völlig ausdruckslos, als sie sich auf den Planeten richteten. Im Gegenteil sie leuchteten.

„Setarah!“

Er sprach nicht zu Hackett oder Overdic, sondern zu sich selbst oder zu einem abwesenden, unsichtbaren Geschöpf.

„Und wie soll es jetzt weitergehen?“, wollte Hackett wissen.

„Ganz einfach“, antwortete Marok. „Wir werden eine Fähre startklar machen und auf Setarah landen. Sie werden uns begleiten. Sollte jemand von Ihrer Mannschaft irgendeine Dummheit versuchen, bezahlen Sie dafür mit Ihrem Leben. Verstanden?“

Hackett nickte.

„Gut.“

„Dann lassen Sie uns aufbrechen.“

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Captain Hackett kletterte in den Pilotensitz und machte sich an den Kontrollen zu schaffen. Mit fast traumwandlerischer Sicherheit glitten seine Finger über die Tasten der Steuerkonsole. Plötzlich blinkten mehrere rote, gelbe und grüne Lichter. Erst beim Anlassen des Triebwerks würden sie erlöschen. Lester Marok setzte sich auf den Sitz des Copiloten. Während er jede Bewegung von Hackett genau beobachtete, hielt er den Griff des Blasters fest umklammert. Die drei anderen Männer nahmen im hinteren Bereich der Fähre Platz. Nach wenigen Minuten war die Kontrolle abgeschlossen.

„Fähre startbereit“, meldete Hackett.

„Verstanden, Captain“, ertönte die Stimme von Commander Overdic.

Hackett ließ das Triebwerk anspringen. Die Fähre begann zu vibrieren. Schlagartig erloschen die bunten Lichter auf der Steuerkonsole. Die Luft wurde aus dem Hangar abgesaugt. Das Außenschott glitt zur Seite. Gleich darauf schoss die Fähre hinaus in die eisige, luftleere Finsternis des Weltraums. Hackett beschleunigte sofort, nachdem er einen letzten Funkspruch mit Commander Overdic ausgetauscht hatte.

Ringsum war die Sicht nach allen Seiten frei. Die STARFIRE befand sich hinter dem Heck und wurde schnell kleiner.

„Ich hoffe, Sie sind sich darüber im Klaren, dass diese Aktion nicht ohne Konsequenzen bleiben wird“, sagte Hackett. „Sie haben ein Schiff der Regierung des gewählten Hochadmirals von Axarabor in Ihre Gewalt gebracht. Man wird Sie dafür zur Verantwortung ziehen.“

„Nicht, wenn es mir gelingt, diese Blumen zu beschaffen.“

Details

Seiten
100
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783738921113
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v433501
Schlagworte
raumflotte axarabor samen unsterblichkeit

Autor

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Titel: Die Raumflotte von Axarabor #22: Samen der Unsterblichkeit