Lade Inhalt...

Die Hochnäsige - Schicksale im Haus an der Ecke #6

2018 120 Seiten

Leseprobe

image
image
image

Die Hochnäsige

image

Schicksale im Haus an der Ecke #6

von G. S. Friebel

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

Ulrike Bergmann, die Neue im Haus an der Ecke, hält sich für was Besseres. Sie ist Studentin und hofft, als Nutte das schnelle Geld zu verdienen, um sich das Studium zu finanzieren. Wenn Ulrike sich nur nicht so kaltschnäuzig und hochnäsig gegenüber den Kunden und den anderen Mädchen verhielte ... Deike, die Bordellmutter, die Tüllen vom Eckhaus und sogar Ida, die sonst so brummige Köchin, geben sich alle Mühe, sie in die >Familie< aufzunehmen, aber Ulrike lässt sie abblitzen. Auch die Kommilitonen an der Uni bedeuten ihr nichts; insbesondere Felix, dem reichen Fabrikantensohn, der scharf auf sie ist, zeigt sie die kalte Schulter, was den jungen Mann richtig wütend macht ...

image
image
image

Copyright

image

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

image
image
image

Die Hauptpersonen:

image

Ulrike Bergkamm - Studentin, muss unbedingt zu Geld kommen.

Hans Lohmann - ihr Studienfreund, will ihr helfen und wird abgewiesen.

Vico - Zuhälter, reißt ein neues Mädchen auf, das ihm Ärger macht.

Felix Grüner - Fabrikantensohn, meint, mit Geld alles kaufen zu können.

Dazu die Bewohner vom Haus an der Ecke.

image
image
image

1

image

Tumult, Trubel, Musik, viele ausgeflippte Typen! Das liebte sie besonders. Sie konnte gar nicht genug davon bekommen. Wenn andere schlappmachten, war sie noch immer frisch und wollte nicht aufhören. Sie stand jetzt auf dem Tisch und tanzte wie verrückt! Die blonden Haare flogen um das schmale Gesicht. Sie wirkte graziös und anziehend. O ja, Ulrike Bergkamm war sich ihrer Ausstrahlung sehr wohl bewusst. Das war sozusagen ihr Kapital!

»Warum macht ihr nicht mit?«, rief sie jetzt herunter. »Los! Es ist doch toll hier. Legt eine neue Platte auf. Ich will tanzen, tanzen!«

Hans Lohmann runzelte die Stirn. Seine Freunde amüsierten sich schon lange über ihn. O ja, auch Hans war nicht blind. Er wusste sehr wohl, dass viele auf Ulrike scharf waren. Doch sie war sein Mädchen. Man getraute sich nicht an sie heran, wenn er in ihrer Nähe war. Warum Ulrike ausgerechnet den langwelligen Hans bevorzugte, das wusste niemand so recht. Wahrscheinlich, weil er ihr so treu ergeben war und für sie wohl durch die Hölle ging, wenn sie es verlangte. Zumindest tat er auf dieser Erde einfach alles für sie. Und wenn es möglich gewesen wäre, hätte er auch noch für sie studiert. Doch so weit konnte auch eine ergebene Freundschaft nicht gehen. Er half ihr zwar, wo er nur konnte. Doch die Klausuren musste sie schon selber schreiben.

»Komm«, sagte er jetzt und wollte sie von dem Tisch herunterziehen. »Wir müssen heimgehen. Du hast morgen einen anstrengenden Tag.«

Ulrike blickte ihn unmutig an.

»Du kannst mir jeden Spaß verderben, Hans! Wirklich! Du bist manchmal ziemlich sauertöpfisch.«

»Du musst morgen frisch sein. Schon das zweite Mal versuchst du, diese Hürde zu nehmen.«

»Ach was! Studieren macht doch Spaß!«

Ein Freund neben Hans meinte vergnügt: »Sie weiß das Leben zu nehmen. Ulrike hat recht! Wenn man fertig ist, dann wird es nicht mehr so lustig. Dann ist man dazu gezwungen, Geld zu verdienen.«

Hans Lohmann bekam einen roten Kopf.

»Ist es dir denn nicht peinlich, so lange Geld von deinen Eltern zu fordern?«

»Ganz und gar nicht«, meinte der Freund achselzuckend. »Dazu sind sie ja schließlich da!«

»Eben«, lachte auch Ulrike und sprang jetzt doch vom Tisch herunter. »Warum soll ich mich beeilen? Nee, ich finde es hier in Hamburg dufte! Ich will gar nicht anders leben.«

»Du wirst noch einmal eine ewige Studentin sein, Ulrike, wenn du so weitermachst.«

Sie zuckte nur kurz mit den Schultern.

»Wollt ihr schon wirklich gehen?«, fragte jetzt auch Ev, ihre Freundin.

»Na ja, von wollen ist hier nicht die Rede.«

»Warum schickst du ihn nicht fort?«

Ulrike warf einen Blick zurück auf Hans. Er löste sich jetzt aus der Gruppe, die ihn umstand.

»Es ist schon in Ordnung. Ich glaube, wenn Hans nicht auf mich aufpassen würde, wäre ich schon längst versumpft.«

»Hans glaubt, dass du ihn wirklich liebst!«

Ulrike blickte Ev mit ihren dunklen Augen verdutzt an.

»Lieben? Du, da lachen ja die Hühner! Das war mal zu Großvaters Zeiten. Meine Güte, damit kann man doch keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken.«

»Du redest manchmal wirklich komisches Zeug«, sagte Ev ein wenig ärgerlich.

»Ach, lass mich, ich bin müde!«

So war sie! Wenn irgendetwas kompliziert wurde, warf sie sofort alles über Bord. Sich anstrengen war so lästig. Manche Freunde fragten sich allen Ernstes, ob sie noch ganz dicht war. Wie sie wohl ihr Abi geschafft hatte? Sie kam vom Lande. Niemals hatte jemand aus ihrer Clique die Bekanntschaft ihrer Eltern machen dürfen. Ulrike hielt sich in dieser Beziehung ziemlich bedeckt. Sie sprach nie von ihrem Zuhause. Auch in den Semesterferien blieb sie für gewöhnlich hier in Hamburg. Niemand wusste etwas Genaues von dem schönen Mädchen. Auch Hans Lohmann nicht. Er hatte Ulrike erst hier an der Uni kennengelernt und sich unsterblich in sie verliebt. Er musste sich ständig in ihrer Nähe aufhalten, sonst fehlte ihm etwas. Ulrike behandelte ihn oft wirklich ziemlich schlecht. Wenn sie die Grenzen überschritt, wurde sie sofort wieder nett und schmeichelte ihm alles mögliche ab. Hans, sonst ein heller Kopf, wollte einfach nicht wahrhaben, wie Ulrike wirklich war. Die Freunde machten sich schon Sorgen um ihn.

Ulrike war ärgerlich. Alles war so schön gelaufen! Bis Hans mit seiner blöden Mitteilung gekommen war, dass sie morgen die Klausur schreiben musste. Verdammt, ich hätte ohne ihn kommen sollen, dachte sie unwillkürlich. Ulrike sah gar nicht, dass die Freunde auch erschöpft waren. Sie wollten heim.

»Komm!«, sagte sie und zog Hans mit sich.

Dessen Gesicht glühte.

Unterwegs wollte er ihr doch noch tatsächlich ein paar Regeln für die Klausur einpauken. Sie ging an seiner Seite; die Nerven gespannt wie noch nie.

»Sei still!«, zischte sie ihn endlich an. »Ich bin müde. Du machst mich noch ganz kaputt!«

»Verzeih, ich habe es doch nur gut mit dir gemeint!«

»Komisch, das sagen sie alle, und dann treten sie auf einem herum«, meinte sie kalt. »Ich gehe jetzt rauf. Muss morgen frisch sein. Tschau!«

Hans hatte so sehr gehofft, mal wieder mitkommen zu dürfen. Jetzt konnte er nicht mal betteln. Sie musste ja die Klausur schreiben.

Mit weicher Stimme sagte er nur: »Ich hole dich morgen ab. Dann kann ich dir noch ein wenig Mut zusprechen.«

Ulrike stieg die Treppe hinauf und schimpfte leise vor sich hin. Warum musste sie in so einem billigen Haus wohnen? Seit sie in Hamburg lebte, stank ihr vieles. Doch sie wusste auch, wo ihre Grenzen waren, zumindest glaubte sie es. Was sie im Augenblick nicht wusste, war, dass sie diese schon längst überschritten hatte. Unmutig wollte sie sich sofort ins Bett legen. Das Kissen über die Ohren ziehen und nichts mehr sehen oder hören. Vielleicht verschlief sie morgen? Sie war schlecht vorbereitet. Wie üblich! Der Professor mochte ihre Art und drückte oft ein Auge zu. Vielleicht auch diesmal?

Sie war schon fast eingeschlafen, da läutete das Telefon. Ulrike brummte ärgerlich vor sich hin. Hielt sich das Kissen auf die Ohren. Es half nicht! Das Telefon hörte nicht auf zu klingeln. Voller Zorn sprang sie auf. Egal wer dran war, der würde jetzt sein Fett wegbekommen! Eine Frechheit war das, mitten in der Nacht so anhaltend zu läuten.

Sie riss den Hörer von der Gabel und ließ gleich eine Schimpfkanonade los. Schon wollte sie daraufhin den Hörer auf die Gabel werfen, als sie die Stimme am anderen Ende der Leitung hörte. Ulrike brauchte ein paar Sekunden, bis sie endlich begriff, wer da am Apparat war.

Die Nachbarin von daheim!

Sie versuchte sich hastig damit zu entschuldigen, dass sie den Schlaf bitter nötig habe, sie würde doch morgen eine Klausur schreiben. Was denn los sei?

»Ulrike, ich habe den ganzen Abend versucht, dich zu erreichen. Es tut mir leid, wenn ich dich gestört habe. Aber ich muss dir doch sagen, dass deine Mutter heute gestorben ist. Wir haben in den letzten Tagen ständig versucht, sie zu überreden, Kontakt mit dir aufzunehmen, doch deine Mutter wollte es nicht. Erst als sie tot war, fand ich deine Telefonnummer.«

Ulrike brauchte ein paar Minuten, um die Nachricht wirklich zu verstehen. Die Mutter war tot!

»Oh, das wusste ich nicht«, sagte sie leise. »Ich konnte es doch nicht ahnen. Wir haben gearbeitet, weißt du?«

»Ja, ja, ich weiß, Kind«, sagte die Nachbarin. »Deine Mutter war ja so stolz auf dich. Du bist wirklich ein gutes Kind für sie gewesen. All die Zeit hast du ihr Freude gemacht.«

Ulrike glaubte, ein Stein würde auf ihren Kopf niedersausen.

»Woran ist sie denn gestorben?«

»Das Herz! Hast du es denn nicht gewusst?«

»Was soll ich nicht gewusst haben?«

»Ihr Herz war schwach. Dann die viele Arbeit! Ach Kind, wann kommst du? Du musst dich doch um alles kümmern.«

Ulrike glaubte, der Boden würde ihr unter den Füßen fortgerissen. Vor zwei Stunden war sie noch ausgelassen und fröhlich gewesen. Die Mutter war tot. Vielleicht war sie gestorben, als sie wie wild getanzt hatte?

Sie schob die schrecklichen Gedanken zur Seite.

»Ja, ich komme. Natürlich! Selbstverständlich!«

»Musst du denn nicht die Klausur schreiben?«

Sie würde sie ja doch nicht schaffen! Warum also sollte sie sich deswegen quälen? War es nicht sogar vielleicht ganz gut, dass alles so gekommen war?

»Das kann ich später nachholen«, sagte sie eifrig. »Ich werde den ersten Zug nehmen.«

»Gut, mein Kind!«

Ulrike legte auf. Sie ging hin und her und dachte nach. Die Mutter war tot! Wenn sie einer hin und wieder gemahnt hatte, dann war es die Mutter gewesen. Als es ihr auf den Wecker gegangen war, war sie nicht mehr heimgefahren. Mit der Begründung, sie könne die Bahnfahrt sparen und schneller lernen. Die Mutter hatte wirklich alles geschluckt. Sie war so voller Stolz gewesen, dass ihre einzige Tochter in Hamburg studierte. Es war für sie etwas so Einmaliges, dass sie alles geglaubt hatte, was Ulrike ihr vorgelogen hatte. Und in den letzten Jahren war es ziemlich viel gewesen. Na ja! Das brauchte sie jetzt nicht mehr zu tun. Sie war frei! Brauchte niemandem mehr Rechenschaft zu geben und würde Geld genug haben. Sie musste nur schnell das Haus verkaufen.

Sie geriet in Erregung und steigerte sich so hinein, dass sie nicht mehr müde war. Schon packte sie den kleinen Koffer. Hans anzurufen, auf diese Idee kam sie nicht einen Augenblick.

Sie würde fort sein, bevor jemand sie noch anrufen konnte, um ihr für die Klausur Glück zu wünschen. Ulrike wusste, dass sie alles spielend schaffen konnte, wenn sie nur wollte. Doch sie war faul und egoistisch.

image
image
image

2

image

Sie stieg aus dem Zug.

Wie lange war sie nicht mehr in ihrer Heimatstadt gewesen! Alles kam ihr so spießbürgerlich und kleinkariert vor. Sie war ein wenig sauer. Sie hatte fest damit gerechnet, dass man sie abholen würde. Schließlich war sie doch wer!

Die Nachbarin hatte schon Kaffee gekocht. Sie hatte auch den Schlüssel für Ulrikes Elternhaus. Die Mutter war schon aufgebahrt worden.

»Willst du sie sofort sehen?«

Sie bekam ein flaues Gefühl in der Magengegend. »Ach, ich muss erst was essen! Sonst kipp ich aus den Latschen!«

Ulrike wurde von der Familie nett aufgenommen. Sie genoss es, dass man sie heimlich betrachtete. Ja, sie stellte etwas dar, glaubte sie.

Die Nachbarin war sehr nett zu ihr. Später ging sie dann in die Leichenhalle. Wie sehr erschrak sie, als sie die Mutter sah! So dünn hatte sie diese gar nicht in Erinnerung. So abgearbeitete Hände hatte sie. Konnte man ihr keine Handschuhe überziehen? Sie ertrug diesen Anblick nicht mehr. Gleichzeitig dachte sie: Ich bin froh, dass keiner meiner Freunde das sehen muss! Ulrike trieb sich ja nur bei reichen Freunden und Freundinnen herum. Hoffte, von ihnen anerkannt zu werden. Ulrike begriff nicht, dass es ein sehr schlechter Wesenszug war, wenn man sich seiner Abstammung schämte.

Die Nachbarin hielt es für tiefe Betroffenheit und legte den Arm um sie.

»Jetzt bist du ganz allein auf dieser Welt. Hast du denn ein paar Freunde in Hamburg?«

Ulrike nickte nur.

Als sie wieder im Haus der Nachbarin war, sagte Ulrike gelassen: »Das Beste wird wohl sein, wenn ich das Haus sofort verkaufe!«

Die Nachbarin blickte sie groß an.

»Welches Haus?«

»Na, mein Haus! Ich werde doch wohl alles erben, oder?«

Wieder wurde sie sehr merkwürdig von der Seite her betrachtet. »Dann hat dir deine Mutter also nie etwas erzählt?«

»Was soll sie mir denn erzählt haben?«

»Dass sie es schon vor langer Zeit verkaufen musste.«

Ulrike runzelte die Stirn.

»Warum?«

»Sie konnte die Hypotheken nicht mehr bezahlen. Kind, hast du das denn nicht gewusst? Sie hatte doch keine sehr hohe Rente. Du brauchtest so viel Geld in Hamburg. Wegen der vielen Bücher, Wohnung und Kleidung, deswegen hat sie dir fast alles geschickt. Dann ist sie noch putzen gegangen. Sie musste doch auch leben. Sie hat nur die oberen Zimmer im Haus noch bewohnt. Ja, ja, deine gute Mutter wollte dich wohl nicht damit belasten. Ich habe ihr immer gesagt: >Friedchen, du musst es Ulrike sagen! Sicher passt es ihr gar nicht, wenn sie sieht, wie sehr du dich abplagst.< Weißt du, was sie mir immer geantwortet hat? >Ich habe ein gutes Kind. Wenn Ulrike mal fertig ist, dann wird sie mich zu sich holen. Dann kann ich mich von all der Mühe ausruhen. Siehst du, sie beeilt sich doch so mit dem Studium, sie verkneift sich sogar die Fahrt hierher. Es ist ja auch viel Geld, was die Bahn dafür verlangt. Nein, ich darf nicht klagen. Mein Kind arbeitet und arbeitet! Die paar Jahre werden vorbeigehen, dann werden wir es gut haben!<«

Ulrike wurde weiß wie die Wand.

Da war zuerst der Schlag, dass kein Geld vorhanden war! Er war schon groß, doch dann kam die ganz tiefe Beschämung. So schlecht und haltlos war sie nun auch wieder nicht, dass die Mitteilung sie nicht berührt hätte.

Sie hatte überhaupt nicht gelernt. Sie hätte ja schon längst fertig sein können. Während sie flott gelebt hatte, hatte die Mutter an allen Ecken sparen müssen.

Das tat weh!

Diese Scham! Diese Pein!

Sie hätte aufschreien mögen. Doch der Nachbarin wollte sie kein Schauspiel bieten.

»Kann ich rübergehen?«, stieß sie hervor.

Sie stieg die schmale Treppe hinauf und befand sich dann in der kleinen Wohnung. Die hübschen alten Möbel der Großmutter waren fort. Verkauft! Wie einfach hatte die Mutter gelebt! Ulrike rannen die Tränen aus den Augen. Es war einfach zu viel.

Sie fühlte sich gemein und schmutzig. Wie sinnlos hatte sie das Geld ausgegeben! Nicht einen Gedanken hatte sie an die Mutter verschwendet! Hatte nur immer gejammert! Dann hatte die Mutter wieder einen Schein in einen Briefumschlag gelegt. Und sie hatte oft sogar vergessen, danke zu sagen! Tränen rannen über ihre Wangen. Sie konnte gar nicht aufhören zu weinen. Alles in ihrem Herzen war wund und weh. Als es dämmerte, ging Ulrike zur Leichenhalle. Im Schein der Lampen wirkte die Mutter nicht mehr so verhärmt. Ulrike hielt eine lange Zwiesprache mit ihr.

»Ich schwöre dir, ich werde jetzt ernsthaft studieren. Das bin ich dir schuldig. Bitte verzeih mir! Du sollst nicht umsonst gelitten haben. Du sollst auf mich stolz sein! Ich bitte dich, verzeih mir!«

Sie hatte keine Tränen mehr.

Stumm ging sie danach durch die Straßen. Sie sah die vielen neugierigen Blicke. Man wagte sie nicht anzusprechen. Ulrike wollte auch mit niemandem Kontakt aufnehmen.

Drei Tage blieb sie in der kleinen Wohnung.

Da gab es wirklich nicht viel zu regeln. Sogar für ihren Tod hatte die Mutter gespart. Damit Ulrike keine Unkosten hatte. Sie hätte auch nichts bezahlen können. Sie besaß ja so wenig. Nichts mehr!

Die Möbel und das Geschirr würden gar nichts einbringen. Die Sachen konnte man nur noch verschenken. Hamburg lag im Augenblick so weit weg!

Dann fiel ihr wieder Hans ein.

Die Klausur! Sie wollte Hans anrufen, alles erklären. Doch sie musste mit dem Geld haushalten.

Das Geld!

Wie viel Zeit hatte sie vergeudet! Wovon sollte sie jetzt leben?

Ulrike hatte Angst vor der Zukunft.

Viele waren gekommen, um ihre Mutter zu Grabe zu tragen. Ulrike spürte die Blicke im Rücken. Sie waren auch gekommen, um sie zu sehen. Sie fühlte eine tiefe Hilflosigkeit in sich aufsteigen. In Hamburg hatte sie alles gemeistert. Da lag man ihr zu Füßen. Und hier? Nur weil die Leute sie schon als Kind gekannt hatten, durften sie sich jetzt das Recht herausnehmen und sie ausfragen? Die Mutter hatte selbst für einen einfachen Kaffee nach dem Begräbnis vorgesorgt. Die Nachbarin hatte alles schon richten lassen. Ulrike konnte nicht kneifen.

Ihre Freundinnen von früher waren zum Teil schon verheiratet. Oder sie hatten schon lange einen Beruf und konnten sich selbst ernähren. Schließlich war Ulrike ja auch schon fünfundzwanzig Jahre alt.

»Du wirst es einmal gut haben«, sagten sie bewundernd. »Du bist ja zur höheren Schule gegangen und studierst jetzt. Du wirst mal sehr viel Geld verdienen. Ja, in Hamburg, da muss das Leben wirklich schön sein. Bist du bald fertig? Was willst du denn werden?«

Seinerzeit hatte sie das Studium Chemie begonnen. Nur weil es noch freie Plätze in Hamburg gegeben hatte. Für das Fach hatte sie sich nie interessiert. Immer hatte sie alle Prüfungen zweimal ablegen müssen. Dem Alter nach hätte sie jetzt langsam fertig sein müssen.

Ulrike hatte sich in ihrem ganzen Leben noch nie so geschämt wie jetzt. Sie konnte sich nur freuen, dass man hier so wenig von dem Leben in Hamburg wusste. Auch gab sie keine genaue Auskunft darüber, wie weit sie jetzt mit dem Studium war. Man konnte ja nie wissen!

»Wie lange bleibst du hier?«

»Ich muss gleich wieder nach Hamburg.«

»Wirst du zurückkommen?«

»Das kann ich noch nicht sagen.«

Endlich hatte sie alles überstanden und war frei. Sie fühlte sich erst wieder sicher, als sie im Zug saß. Nur vier Tage waren vergangen. Vier Tage, die sie total verändert hatten. Was sollte werden? Was nur? Die wenigen Geldscheine, die noch verblieben waren, nachdem sie alles bezahlt hatte, würde sie in nur zwei Monaten verbraucht haben. Und dann? Sie musste Miete bezahlen, Lebensmittel kaufen. Was sollte sie tun? O du liebe Güte, dachte sie, jetzt kommen die Sünden zurück. Ich habe immer geprahlt, welch tolles Elternhaus ich habe. Jetzt kann ich nicht mal meine Freunde um Geld an gehen. Dann müsste ich ja zugeben, dass ich die ganze Zeit gelogen habe. Nur das nicht! Alles, aber nur das nicht! Ich will alles tun, aber ich will nicht zu Kreuze kriechen müssen. Das ertrage ich einfach nicht. Ich will jetzt fleißig sein. Ich will wirklich alles nachholen. Ich schwöre es hier und jetzt! Als sie dann in Hamburg ankam, vor ihrer Wohnung stand, lief ihr in der Tat die Hilfe über den Weg, die sie jetzt brauchte. Doch so verblendet wie sie war, begriff sie nichts. Noch dachte sie zu viel an sich. Sie wusste nicht, dass man nur frei sein kann, wenn man seinen eigenen Schatten übersprungen hat. Sich selbst zu besiegen, war am schwersten.

Hans stieß mit ihr zusammen. Sein Gesicht war aufgewühlt. Als er dann sah, dass sie es war, fühlte er einen Stein von seinem Herzen fallen. »Ulrike!«, rief er leidenschaftlich. »Meine Güte, ich wollte gerade die Polizei verständigen. Ich dachte, dir wäre etwas zugestoßen.«

Sie schob ihn zur Seite und öffnete die Tür. »Warum denn? Du bist wohl verrückt geworden!«, herrschte sie ihn an.

»Ich komme täglich und treffe dich nicht an. Bei der Klausur hat man dich auch nicht gesehen. Ulrike, was ist denn jetzt los?«

Später, viel, viel später sollte sie begreifen, wenn sie jetzt den Mut gehabt hätte, die Wahrheit zu sagen, wäre ihr Leben in ruhigen Bahnen verlaufen! Viel zu spät sollte sie das alles begreifen! Ulrike sah einfach nicht, dass Hans sie wirklich liebte. Er hätte sich über alles hinweggesetzt. Liebe konnte das! Sie dachte jedoch nur an die Niederlage. Sie wollte nicht buckeln und kriechen. So presste sie die Lippen für einen kurzen Augenblick zusammen. Nein, dachte sie wild, ich werde ihm nichts sagen! Ich denke nicht daran. Der wird alles herumtragen, und dann macht er mich unmöglich. Wenn sie erst merken, dass ich mir nichts mehr leisten kann, werden sie mich alle schneiden.

»Ich musste fort. Meine Mutter ist gestorben.«

Hans wollte sie trösten, in die Arme nehmen. Bat sie sofort um Verzeihung, weil er ein wenig heftig gesprochen hatte. Er wollte alles für sie tun.

»Geh!«, sagte sie nur. »Ich brauche jetzt Ruhe.«

»Das kann ich verstehen«, sagte er mit weicher Stimme. »Du weißt, wo du mich erreichen kannst. Ich werde die ganze Zeit neben dem Telefon sitzen. Ach Ulrike, es muss sehr leer in deinem Herzen sein.«

»Geh doch endlich!«

Hans ging fort. Aber auch als sie allein war, fühlte sie sich nicht wohl. Was sollte sie nur tun? Sie musste sich sehr schnell für irgendetwas entscheiden. Aber was? Wie sollte sie Geld beschaffen?

Sie hielt es in der kleinen Wohnung nicht mehr aus. Sie musste fort! Vergessen! Sie nahm die Jacke und stürzte davon. Nicht zu den Lokalen, in denen sie sich sonst mit ihren Bekannten traf. Weit ab von allen Studenten suchte sie ein kleines Lokal aus. Sie wollte einfach vergessen können.

Es dauerte eine Weile, bis sie den Mann an ihrer Seite bemerkte. Es war ein smarter Bursche. Er verstand sich zu kleiden und wusste auch um seine Wirkung auf Frauen. Er hatte ihr einen Drink spendiert. Seine Augen ließen sie nicht mehr los. Sie hatten einen seltsamen Glanz. Er musterte sie von allen Seiten. Der Mann roch förmlich, wenn ein Mädchen sich in Schwierigkeiten befand. Er war direkt und geradeheraus. Ulrike hatte so etwas noch nicht erlebt. Sie lachte zuerst kurz auf.

»Sie können mich mal«, sagte sie ein wenig grob. »Als wenn ich das glaube, dass Sie sich was daraus machen, wie es mir geht!«

»Warum nicht? «

Sie starrte ihn an.

»Ja, ich habe Schwierigkeiten, aber ich werde schon damit fertig!«

»Nun, in dieser Zeit einen guten Job zu bekommen ist nicht ganz einfach.«

Ulrike war baff. Woher wusste er, dass sie Geldsorgen hatte? Konnte man ihr das so klar von der Stirn ablesen? Sie fragte ihn danach. Er lachte leise auf.

»Entweder Geld oder Liebeskummer! Beim Letzteren ist man in der Regel total betrunken.«

»Nun gut, ich brauche in der Tat Geld. Also lassen Sie mich zufrieden.«

»Ich könnte es Ihnen bieten!«

Ulrike blickte ihn groß an. »Sie sehen nicht danach aus, als würden Sie ein Geschäft oder Ähnliches haben. Außerdem kann ich am Tag nicht arbeiten.«

»Warum nicht?«

»Ich studiere!«

»Das habe ich mir fast gedacht. Das ist doch ideal. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich jemandem dazu verhelfe, schneller fertig zu werden.«

»Sie haben doch nicht zufällig einen sozialen Tick?« Ulrike lachte hart auf. Dazu lebte sie schon zu lange in dieser Stadt. So leicht konnte man ihr nichts mehr vormachen. Gerade in Hamburg bekam man nichts umsonst. Gar nichts!

»Sehe ich so aus? Nein, das habe ich wirklich nicht. Geschäft ist Geschäft.«

»Und wie sieht das aus?«

Vico, so hatte er sich ihr vorgestellt, blickte sie kurz an. Sollte er die Katze aus dem Sack lassen? Sie war ein Mädchen, das sich nicht so leicht etwas vormachen ließ. Sie war eine kühle Rechnerin. Er musste es einfach versuchen. Wenn es nicht klappte, nun, dann würde er halt eine andere Frau ansprechen.

»Was halten Sie davon, wenn Sie nachts ein paar Männer sehr glücklich machen? Dann hätten Sie so viel Geld, dass Sie nicht nur flott zu Ende studieren könnten, sondern auch sich noch so manches leisten könnten, was Sie sich bis jetzt verkneifen mussten.«

Ulrike hatte sofort verstanden.

»Zisch ab!«, sagte sie wütend.

»Du bist sauer, weil ich dir dieses Angebot gemacht habe? Hör mal, ich habe da eine Superadresse! Denk mal darüber nach. Viele Studentinnen in Hamburg leben so. Hast du das denn nicht gewusst?«

Ulrike sah ihn kalt an. »Ich bin aber nicht so eine, verstanden!«

»Das behaupte ich ja auch nicht. Es soll doch nur ein Geschäft auf Zeit sein. Und du wirst dich nicht überarbeiten müssen. Du wirst sehr zufrieden sein.«

»Und dann stehe ich da herum, und die Freunde von der Uni kommen vorbei. Dann bin ich geliefert«, sagte sie ätzend. »So blöde bin ich nun auch wieder nicht.«

»Das Haus, in dem du sein wirst, kann sich kein Student leisten. Die Preise sind dort gepfeffert. Du könntest jede Nacht dreihundert für dich ziehen.«

Ulrike starrte ihn unwillkürlich an. Dreihundert pro Nacht! Der hatte wohl ein paar Schrauben locker? Das waren im Monat ... Herrje, dachte sie wütend, jetzt fange ich schon an, alles durchzurechnen.

Sie wollte ihn abwimmeln.

»Und wie viel muss ich dir davon abgeben?«, war die Gegenfrage.,

»Die dreihundert bleiben dir. Da ist schon alles abgezogen!«

»Ich soll mehr als dreihundert in der Nacht machen?«

»Sicher! Du brauchst nicht mal die ganze Nacht dafür. Der Mensch muss ja auch schließlich noch schlafen, nicht wahr?«

Ulrike hing schon im Netz und ahnte es nicht einmal. Sie glaubte sich noch immer frei.

»Das kann ich einfach nicht glauben«, sagte sie ruhig. »Ich kann nämlich auch Zeitung lesen, musst du wissen. Und ich höre auch von den Leuten, dass das leichte Gewerbe jetzt gar nicht mehr so gut läuft. Du kannst mich nicht dazu bekommen, mich auf die Straße zu stellen. Das ist mir zu primitiv. Das mache ich einfach nicht!«

»Du wirst auch nicht auf der Straße stehen müssen. Ich habe dir doch gesagt, ich habe die besten Verbindungen.«

»So? Und wo wäre das jetzt?«

»Hast du schon einmal etwas vom Haus an der Ecke gehört?«

Ulrike schüttelte den Kopf.

»Nun, hin und wieder berichtet man auch davon. Es ist die beste Adresse hier in Hamburg, musst du wissen. Und die Mädchen, die dort stehen, können sich wirklich beglückwünschen. Du wirst zufrieden sein.«

Ulrike sah ihn starr an.

Sie überlegte sich jetzt die ganze Zeit: Wie oft habe ich hier schon mit Männern geschlafen? Wenn ich jedes Mal Geld dafür genommen hätte, wäre es mir wirklich nicht übel ergangen. Ich hätte dann meine Mutter nicht dauernd anpumpen müssen. Sie hätte nicht so schwer arbeiten müssen, und vielleicht würde sie jetzt noch leben! O nein, ich darf gar nicht daran denken. Soll ich sein Angebot wirklich annehmen?

»Du kannst es dir bis morgen überlegen«, sagte Vico. »Ich bin wieder hier!«

»Morgen?«

Er lachte leise auf. »Mädchen, du glaubst ja gar nicht, was du dir da entgehen lassen willst. Ich bin nicht auf dich angewiesen, Schätzchen!«

Er sagte es so gelassen und kühl. Er wirkte tatsächlich wie ein Geschäftsmann.

»Ich glaube nicht, dass ich darauf zurückkommen werde«, war ihre Antwort.

»Wir werden ja sehen!«

Sie wollte zahlen.

»Betrachte dich als eingeladen!«

Ulrike stürzte aus dem Lokal. Sie war zu verwirrt. In ihrem Innern war ein toller Wirbel. Der Kerl ist wirklich verrückt, dachte sie wütend. Mir so ein Angebot zu machen! Der hat wohl ein paar Schrauben locker. Das mir! Na, der wird sich wundern, das Geld hat er umsonst ausgegeben. Ich habe so etwas nun wirklich nicht nötig.

Am nächsten Morgen verließ sie so früh die Wohnung, dass Hans mal wieder Pech hatte. Sie ging zum Arbeitsamt. Als sie dann im Flur die Riesenschlange erblickte, wurde sie ein wenig blass um die Nasenflügel. Und sobald sie an den Gesprächen der Leute hörte, dass die schon viele Monate lang kamen und immer vergebens, sank ihr Mut beträchtlich. Sie hielt aber dann doch durch. Von dem wenigen, was der Staat ihr schon bezahlte zum Studium, konnte sie nicht leben. Man versprach ihr keine Arbeit. Vielleicht ergab sich etwas, man konnte ja nie wissen! Die Sachbearbeiterin riet ihr, sie solle es doch mal selber versuchen, sich bei verschiedenen Firmen zu bewerben. Und überhaupt, so lange sei sie schon beim Studium und nicht viel weitergekommen? Da würden auch bald die Mittel vom Staat gestrichen. Ja, ob sie denn nicht wisse, dass man kein Geld mehr habe. Die Löcher im Staatssäckel würden auch immer größer. Ulrike starrte die Sachbearbeiterin hinter dem Schreibtisch entsetzt an.

»Ja, wovon soll ich dann leben?«

»Nun, dann müssen Sie halt das Studium aufgeben! Wir könnten Sie umschulen. Dann erhalten Sie wieder Unterhalt und später vielleicht eine Stelle. Mehr kann ich im Augenblick nicht für Sie tun. Ich habe draußen noch ganz andere tragische Fälle. Junge Frauen mit Kindern, die plötzlich arbeitslos geworden sind. Tut mir leid!«

Ulrike stand wieder auf der Straße. Sie fühlte sich elend. Sollte sie wirklich alles hinwerfen? Sie musste doch Geld haben zum Leben. Aber dann würde sie eines Tages vielleicht auch so eine kleine graue Büromaus werden. Ihr Herz krampfte sich zusammen.

Hans fiel ihr wieder ein.

Er hatte schon so oft von Heirat gesprochen. Wenn sie seinen Antrag jetzt annahm, konnten sie zusammenziehen, und sie brauchte dann keine Miete mehr zu zahlen. Musste er nicht als ihr Mann für sie aufkommen? Schon war sie bereit, wirklich diesen Weg zu gehen. So übel war Hans ja nun auch nicht. Er betete sie doch an. Sie würde sich alles bei ihm erlauben können! Doch dann fiel ihr wieder ein, dass sie ihm zuvor die ganze Wahrheit sagen musste. Ihr Gesicht wurde hart. Nein, aus Mitleid wollte sie auch nicht genommen werden. Niemals! Bestimmt würden Hans’ Eltern auch Krach schlagen.

Warum habe ich nur so schrecklich gelogen, dachte sie verzweifelt. Jetzt begreife ich erst, dass alles, was man von sich gibt, unbarmherzig zurückgerollt kommt! Wenn mir das doch nur früher klargeworden wäre!

Langsam ging sie zurück.

Sie war am Ende!

Es gab nichts mehr. Wie sollte sie sich nur behaupten, ihr Gesicht wahren? Jetzt, wo sie endlich wild entschlossen war, fertig zu studieren, da wurden ihr die Türen vor der Nase zugeschlagen. Das war schon bitter!

Ulrike litt sehr unter dieser Erkenntnis.

Irgendwann an diesem Tag packte sie aber dann doch die Wut!

»Ich lasse mich nicht unterkriegen! Niemals! Ich habe immer alles bekommen, was ich wollte! Warum nicht jetzt auch?« Dann spuckte ihr wieder die Summe im Kopf herum, die der Mann am Abend zuvor in der Bar genannt hatte.

Wahnsinn, dachte sie. Ich könnte mir alles leisten, wonach sich mein Herz verzehrt! Ich könnte behaupten, das sei mein Erbteil! Dann finge das Leben erst richtig an. Ich könnte studieren! Das könnte mir keiner nehmen. Ich werde es durchziehen. Das bin ich mir selber schon schuldig. Und der Mutter!

Zusammenfassung

Die Hochnäsige
Schicksale im Haus an der Ecke #6

von G. S. Friebel

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

Ulrike Bergmann, die Neue im Haus an der Ecke, hält sich für was Besseres. Sie ist Studentin und hofft, als Nutte das schnelle Geld zu verdienen, um sich das Studium zu finanzieren. Wenn Ulrike sich nur nicht so kaltschnäuzig und hochnäsig gegenüber den Kunden und den anderen Mädchen verhielte ... Deike, die Bordellmutter, die Tüllen vom Eckhaus und sogar Ida, die sonst so brummige Köchin, geben sich alle Mühe, sie in die >Familie< aufzunehmen, aber Ulrike lässt sie abblitzen. Auch die Kommilitonen an der Uni bedeuten ihr nichts; insbesondere Felix, dem reichen Fabrikantensohn, der scharf auf sie ist, zeigt sie die kalte Schulter, was den jungen Mann richtig wütend macht ...

Details

Seiten
120
Jahr
2018
ISBN (ePUB)
9783738920789
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Juli)
Schlagworte
hochnäsige schicksale haus ecke

Autor

Zurück

Titel: Die Hochnäsige - Schicksale im Haus an der Ecke #6