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Die Raumflotte von Axarabor #11 - Der Todesflug der FATUM

2018 80 Seiten

Leseprobe

Die Raumflotte von Axarabor #11 - Der Todesflug der FATUM

Axarabor, Volume 11

Bernd Teuber

Published by Uksak Sonder-Edition, 2018.

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Der Todesflug der FATUM

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Die Raumflotte von Axarabor -  Band 11

von Bernd Teuber

Der Umfang dieses Buchs entspricht 82 Taschenbuchseiten.

Zehntausend Jahre sind seit den ersten Schritten der Menschheit ins All vergangen. In vielen aufeinanderfolgenden Expansionswellen haben die Menschen den Kosmos besiedelt. Die Erde ist inzwischen nichts weiter als eine Legende. Die neue Hauptwelt der Menschheit ist Axarabor, das Zentrum eines ausgedehnten Sternenreichs und Sitz der Regierung des Gewählten Hochadmirals. Aber von vielen Siedlern und Raumfahrern vergangener Expansionswellen hat man nie wieder etwas gehört. Sie sind in der Unendlichkeit der Raumzeit verschollen. Manche errichteten eigene Zivilisationen, andere gerieten unter die Herrschaft von Aliens oder strandeten im Nichts. Die Raumflotte von Axarabor hat die Aufgabe, diese versprengten Zweige der menschlichen Zivilisation zu finden - und die Menschheit vor den tödlichen Bedrohungen zu schützen, auf die die Verschollenen gestoßen sind.

Die FATUM gehörte zu den ersten Raumschiffen, die von Axrabor aufbrachen, um Siedler zu fernen Planeten zu bringen. Ihr Ziel erreichte sie jedoch nie. Das Ausbleiben einer Nachricht beunruhigte nur wenige Menschen. Die immer schneller vorangetriebene Expansion ins All ließ kaum noch Zeit für Spekulationen über den Verbleib des Siedlerschiffs.

Schließlich wurde ihr Verschwinden – wie so oft – einem Navigationsfehler zugeschrieben. Erst viele Hundert Jahre später eröffnet sich für die STARFIRE, ein Schiff der Raumflotte von Axarabor die Gelegenheit, das Schicksal der FATUM zu ergründen. Doch an Bord erwartet die Erkundungsmannschaft das Grauen ...

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Copyright

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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover: 3000AD 123rf Steve Mayer

© Serienidee Alfred Bekker und Marten Munsonius

© dieser Ausgabe 2018 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

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Der Weltraum, diese Unendlichkeit aus Schwärze und ewiger Stille, stürzte über den Panoramabildschirm der STARFIRE in die Kommandozentrale herein. Das 400-Meter-Schiff – ein schwerer Kreuzer der Raumflotte von Axarabor bewegte sich in der Dünung von Zeit und Raum. 835 Lichtjahre von seinem Heimatplaneten entfernt, flog das Schiff – einem winzigen Staubkorn gleich – zwischen nahen und fernen Sonnen, die mit ihrem punktscharfen Leuchten seit ihrem Bestehen versuchten, gegen die Dunkelheit des Universums anzukämpfen.

Ruhig, kalt, wenn auch farbig, war das Leuchten, doch selbst die nächste Sonne wuchs über einen scharf gestochenen Punkt nicht hinaus, und ihr Licht spiegelte sich auf der polierten Außenhaut nicht wider. Plötzlich brach das Unheil über die STARFIRE herein. Es kam in Form von zehn  Kampfjägern aus den Tiefen des Alls herangerast. Sie waren nicht besonders groß, aber äußerst wendig. In der Kommandozentrale herrschte gespannte Aufmerksamkeit. Captain Simon Hackett starrte auf den großen Panoramabildschirm, der wie ein schräg geneigtes Fenster in die Stirnseite der Zentrale eingelassen war.

„Schutzschirm aktivieren!“, befahl er.

Im nächsten Moment wurde das Schiff von einem roten Glühen eingehüllt. Gleich darauf setzte das Heulen der Alarmanlage ein. Die gegnerischen Raumschiffe schossen heran, als seien die Piloten davon überzeugt, dass sie einen Giganten wie die STARFIRE mühelos vernichten könnten. Captain Hackett wusste, dass die Waffen einsatzbereit waren. Trotzdem wollte er abwarten, bis die Gegner das Feuer eröffneten. Vielleicht überlegten sie es sich noch einmal anders und zogen sich zurück.

Doch diese Annahme erwies sich als Irrtum. Die Kanonen der Kampfjäger überschütteten die STARFIRE mit einem Feuersturm. Der Schutzschild hielt stand. Es gab lediglich ein leichtes Flackern. Dann schoss die STARFIRE zurück. Ein Feuerschlag aus den Kanonen genügte, um das erste gegnerische Schiff in einen atomaren Glutball zu verwandeln. Die restlichen neun Angreifer aktivierten ihre Schutzschirme und umschwirrten die STARFIRE wie zornige Insekten. Selten hatte die Mannschaft so manövrierfähige Kampfjäger gesehen.

„Ausweichmanöver!“, befahl Captain Hackett.

Mit rasender Geschwindigkeit steuerte die STARFIRE in die Tiefe. Die feindlichen Schiffe verharrten einen Augenblick in ihrem eingeschlagenen Kurs, um festzustellen, was Captain Hackett beabsichtigte. Dann jagten sie heran. Schnell und gnadenlos.

„Angriffsmodus Delta 7!“, befahl Hackett.

In einer steilen Kurve zog die STARFIRE nach links oben. Mit vollem Schub und aktivierten Korrekturtriebwerken drehte sich das Raumschiff einmal im Kreis, gewann an Höhe und fiel wieder nach unten. Wie ein Raubvogel stürzte sie auf die Gegner hinab. Der linke Kampfjäger wanderte ins Zentrum der Zieloptik. Der Feuerleitoffizier betätigte einige Tasten. Eine gleißende Glutbahn schlug beim Gegner ein und prallte wirkungslos am Schutzschirm ab.

„Beschleunigung!“, rief Captain Hackett. „Vollschub!“

Der Mann an der Steuerkonsole handelte bereits. Doch da stießen die gegnerischen Schiffe schon von oben auf die STARFIRE herab. Ein orangeroter Energiestrahl schoss dicht am Rumpf vorbei. Die STARFIRE rollte einmal über ihre Längstachse und entging dadurch knapp dem Energiestrahl des zweiten Kampfjägers. Im nächsten Augenblick ertönte die Warnautomatik. Der Ortungsreflex schwoll unheimlich schnell in Flugrichtung an. Das Schiff raste geradewegs auf die STARFIRE zu.

Der Mann an der Steuerkonsole betätigte einige Tasten und zog die STARFIRE um dreißig Grad nach unten. Dann gab er Gegenschub. Das gegnerische Schiff raste knapp an der dunklen Bordwand vorbei. Wieder tauchten die Gegner auf dem Ortungsschirm auf. Schemengleich jagten sie neben der STARFIRE her.

„Sie wollen uns in die Zange nehmen“, sagte Commander Gavin Overdic.

„Das wird ihnen nicht gelingen“, entgegnete Hackett. „Angriffsmodus Beta 3!“, befahl er.

Die STARFIRE bremste kurz ab. Gleich darauf tauchte einer der feindlichen Jäger im Fadenkreuz der Zieloptik auf. Der Mann an der Waffenkontrolle löste mit einer Reflexbewegung Dauerfeuer aus. Der Schutzschirm des Jägers flackerte, als er von den Energiestrahlen getroffen wurde. Nach wenigen Sekunden brach er zusammen und das Schiff löste sich in seine Einzelteile auf. Metallstücke flogen umher. Dünne Flammen, die sich mit immenser Geschwindigkeit zu dicken Feuerbündeln vereinigten, breiteten sich wie ein Vorhang über das zerfetzte Gebilde, das nun trudelnd zur Seite flog.

Die anderen Jäger erwiderten das Feuer. Die Strahlschüsse zersprühten am Schutzschirm der STARFIRE. Es gelang dem Feuerleitoffizier, einen weiteren Jäger abzuschießen. Die acht übrigen Gegner stoben auseinander, um sich sofort neu zu formieren. Mündungsfeuer blitzte auf. Um die STARFIRE bildete sich ein Tunnel aus unzähligen Feuerstrichen, der immer enger wurde.

Der Mann an der Waffenkontrolle visierte den nächsten Jäger an und feuerte in rascher Folge mehrere Schüsse auf dieselbe Stelle des Schutzschirms ab, der unter der immensen Belastung zusammenbrach. Das Schiff verglühte in einer gewaltigen Explosion. Die letzten sieben Jäger zogen in die Höhe, um sich für eine neue Attacke zu konzentrieren. Unbarmherzig ging der Kampf weiter. Die feindlichen Maschinen feuerten einen Schuss nach dem anderen. Leicht und behände schwangen sie sich durch den luftleeren Raum, stießen zunächst von oben herab, dann – eine andere Taktik anwendend – im Geradeausflug von hinten in die Triebwerke der STARFIRE zielend.

Der Mann an der Steuerkonsole kippte das Schiff nach unten weg und brachte es aus der Schusslinie. Die Jäger stürzten augenblicklich nach. Sofort flog die STARFIRE eine extreme Kehre, um hinter die Verfolger zu kommen. Dann eröffnete der Mann an der Waffenkontrolle das Dauerfeuer. Die Energiestrahlen prasselten in den Pulk der Jäger hinein. Bei einem versagte der Schutzschirm bereits nach wenigen Treffern. Wie ein Komet, eine dicke rotschwarze Brandfahne hinter sich herziehend verschwand der Jäger in den Tiefen des Weltalls.

Die anderen Piloten reagierten prompt und brachten ihre Maschinen mit einem waghalsigen Manöver aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Dann starteten sie eine neue Attacke. Wieder begann ein Kampf mit den verschiedensten Abwehrbewegungen, bei denen der Mann an der Steuerkonsole jedes Mal blitzschnell reagierte. Die Jäger schraubten sich in die Höhe. Eine der Maschinen löste sich aus dem Verband, eine lange Rauchfahne hinter sich herziehend. Dann erfolgte die Explosion.

Ungeachtet der zur Verfügung stehenden Technologie, wussten die Männer in der Kommandozentrale der STARFIRE, dass der Ausgang dieses Kampfes ganz allein von ihnen abhing. Die Computer waren lediglich Hilfsmittel, um jene komplexen Berechnungen durchzuführen, für die ein menschliches Gehirn nicht schnell genug war. Von allen Seiten wurden die STARFIRE von grellen Blitzen eingehüllt. Mehrmals flackerte der Schutzschirm. Wie lange konnte er der Belastung noch standhalten?

Das Schiff befand sich im schwersten Feuer. Aber jetzt gab es kein Zurück mehr, nur ein Vorwärts. Im Zickzackkurs flog die STARFIRE durch diese Hölle mit ihrer brodelnden zuckenden Masse aus feurigen, hellen Blitzen. Ein weiterer Jäger verlor durch intensiven Dauerbeschuss seinen Schutzschirm und löste sich in einer Explosion auf. Drei Gegner waren noch übrig.

Die STARFIRE flog in einer Steilkurve nach oben und zog eine große Schleife. Nun befand sie sich genau hinter den drei Jägern. Sie versuchten einige Ausweichmanöver, doch es gelang ihnen nicht. Der erste Gegner setzte zu einem selbstmörderischen Flug an.

Ganz nah raste er an die STARFIRE heran und wich geschickt den Energiestrahlen aus. Nur noch zwanzig Kilometer trennten ihn von dem gigantischen Schiff. Der Feuerleitoffizier ließ seine Finger blitzschnell über die Tasten gleiten. Ständig musste er die Kanonen neu ausrichten, doch schließlich hatte er den Jäger im Zentrum der Zieloptik und feuerte. Einen Sekundenbruchteil zuvor wich der Gegner aus. Die Energiestrahlen verschwanden nutzlos im Raum.

Am liebsten hätte der Feuerleitoffizier einen lauten Fluch ausgestoßen, weil ihm dieses verdammte Schiff immer wieder entkam, doch dann entschloss er sich zu einer anderen Taktik. Er justierte die Zieloptik so, dass sie immer ein paar Millimeter vor dem Ziel lag. Dann betätigte er abermals die Tasten für die Kanonen und schaltete auf Dauerfeuer. Nach wenigen Sekunden brach der Schutzschirm zusammen. Das Schiff explodierte.

Die expandieren, glühenden Gase erreichten die STARFIRE und brachten den Schutzschirm zum flackern. Die Glut hüllte das Schiff vorübergehend ein. Sofort ließ der Mann an der Steuerkonsole die STARFIRE eine Rolle drehen, zog sie scharf nach links und schaffte es, dass die sich langsam ausbreitende Glut hinter ihnen zurückblieb. Als das Schiff mit Vollschub aus der flammenden Hölle schoss, leuchtete der Panoramabildschirm rot auf.

Dann war wieder die Schwärze des Weltraums sichtbar. Was war passiert? Der Mann an der Steuerkonsole warf einen Blick auf die Instrumente.

„Das hält der Schutzschirm nicht mehr lange aus!“, meldete er.

„Sämtliche Reserven aktivieren!“, entgegnete Captain Hackett.

Sofort entbrannte der Kampf mit verstärkter Heftigkeit. Der Feuerleitoffizier bekam wieder alle Hände voll zu tun, als die STARFIRE von den beiden Jägern unter Dauerbeschuss genommen wurde. Hackett beobachtete den Panoramabildschirm aus zusammengekniffenen Augen. Er sah das grelle Leuchten der Energiestrahlen und das punktförmige Aufblitzen des Schutzschirms.

Unmittelbar vor der STARFIRE entstand ein gigantischer Feuerball. Der Schutzschirm flackerte. Das Schiff schob die Flammen auseinander und schoss hindurch, als gäbe es sie überhaupt nicht.

„Das war eine Tausend-Gigatonnen-Bombe“, sagte der Feuerleitoffizier mit belegter Stimme.

Captain Hackett nickte nur, während er die Instrumente betrachtete. Der Schutzschirm war mit neunzig Prozent der Kapazität belastet worden. Noch war der Beschuss der beiden Jäger unkontrolliert, doch wenn sie anfingen, ihr Feuer zu koordinieren ...

Die feindlichen Piloten schienen seine Gedanken zu erraten. Mit Vollschub jagten sie auf die STARFIRE herab und feuerten konzentriert. Für den Mann an der Steuerkonsole kam der Angriff so schnell, dass er zu keinem Ausweichmanöver fähig war. Abermals flackerte der Schutzschirm auf. Dann brach er endgültig zusammen. Von nun an musste die STARFIRE jedem noch so schwachen Energiestrahl ausweichen, wenn sie nicht vernichtet werden wollte.

Die beiden Jäger änderten ihren Kurs. Sie flogen über die STARFIRE hinweg und zogen in die Höhe um sich von oben herab auf das Schiff zu stürzen. Dadurch befanden sie sich im toten Winkel der Geschütze und konnten selbst nicht unter Beschuss genommen werden. Der Mann an der Steuerkonsole reagierte sofort. Er ließ die STARFIRE eine Drehung vollführen und über die rechte Seite abrollen. Danach beschleunigte er wieder mit Vollschub.

Die gegnerischen Piloten waren durch diese Aktion dermaßen irritiert, dass sie für einen Augenblick das Feuer einstellten. Doch nach wenigen Sekunden blitzten die Mündungen der Kanonen wieder auf. In halsbrecherischen Manövern jagte die STARFIRE zwischen den aufzuckenden Energiestrahlen der Jäger hindurch, wendete und richtete den Bug auf die Angreifer.

Sobald einer der Jäger in der Zieloptik auftauchte, betätigte der Feuerleitoffizier den Auslöser für die Geschütze. Einen Abschuss konnte er damit jedoch nicht erzielen. Die Angreifer wichen immer im letzten Moment aus. Dann jagten sie wieder auf die STARFIRE zu.

„Angriffsmodus Alpha 4!“, befahl Captain Hackett.

Der Mann an der Steuerkonsole verringerte die Geschwindigkeit und vollführte abermals eine Drehung. Die Jäger reagierten zu spät. Einer wurde getroffen und kam ins Taumeln. Teile der rechten Tragfläche brachen ab und wirbelten davon. Funken sprühten. Überall zuckten Flammen auf und verbreiteten sich mit rasender Schnelligkeit. Lautlos verwandelte sich das Schiff in eine treibende Gaswolke. Nun war noch ein Jäger übrig. Der Pilot schien zu wissen, dass der Kampf verloren war. Deshalb setzte er zum Sturzflug an.

Verzweifelt versuchte der Feuerleitoffizier, das wendige Schiff mit der Zieloptik zu erfassen. Erst beim dritten Versuch gelang es ihm. Sofort deckte der den Gegner mit Schüssen ein. Der Pilot des Jägers sah den Energiestrahl erst, als sich dieser in die Stahlhülle seines Schiffes fraß. Im Mittelteil des Rumpfes bildete sich ein rasch anwachsendes Loch. Metallplatten wirbelten davon. Ein weiterer Treffer sorgte dafür, dass der Jäger von einer imaginären Faust zur Seite gestoßen wurde und sich rasend schnell überschlug.

Verzweifelt versuchte der Pilot, die Maschine wieder unter Kontrolle zu bringen. Das Triebwerk arbeitete unregelmäßig. Nichts hielt die Rollbewegungen des Jägers auf. Die Besatzung in der Kommandozentrale der STARFIRE wusste, dass das Schicksal des Piloten besiegelt war. Doch wider Erwarten gelang es ihm nach einigen Sekunden, die Rollbewegung des Kampfjägers in ein erträgliches Schlingern zu verwandeln. Sofort gab er Gegenschub.

Abermals schoss das kleine Schiff auf die STARFIRE zu. Flimmernde Energiebahnen zuckten aus den Kanonen, streiften die Außenhülle des gewaltigen Kreuzers, richteten jedoch keinen nennenswerten Schaden an. Der Feuerleitoffizier wartete, bis der Angreifer von der Zieloptik erfasst wurde, dann betätigte er die Tasten für die Geschütze.

Ein greller Blitz huschte über den Panoramabildschirm. Bleiches Licht folgte ihm und füllte die Kommandozentrale der STARFIRE sekundenlang geisterhaft aus. Danach war alles wieder normal. Auf dem Bildschirm erschien das sternendurchglühte Schwarz des interstellaren Weltraums. In der Kommandozentrale wurde es still.

„Ausgezeichnet!“, sagte Captain Hackett zufrieden. „Die Übung ist hiermit beendet. Die Simulation war für uns alle wohl genauso strapaziös wie die Teilnahme an einer echten Raumschlacht. Sie können sich jetzt in ihre Quartiere zurückziehen und einige Stunden schlafen.“ Dann wandte er sich an Commander Overdic. „Ich bin in meiner Kabine.“

Der Angesprochene nickte „In Ordnung.“

Captain Hackett wandte sich ab und verließ die Kommandozentrale. Ein Ausdruck der Zufriedenheit spiegelte sich auf seinem Gesicht. Die Übung war im Großen und Ganzen genau so abgelaufen, wie er sich das vorgestellt hatte. Sollte die STARFIRE eines Tages in eine Auseinandersetzung mit feindlichen Schiffen geraten, wäre die Mannschaft auf jeden Fall gut vorbereitet.

Natürlich gab es noch ein paar Kleinigkeiten, die man verbessern konnte, aber genau aus diesem Grund wurden solche Übungen in unregelmäßigen Abständen angesetzt.

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Leutnant Chris Barrows saß vor dem Ortungsbildschirm, umklammerte mit beiden Händen sein Tablett und versuchte seit fast einer Stunde, den Level des Videospiels erfolgreich abzuschließen. Doch es gelang ihm nicht. Jedes Mal, wenn die Energieleiste des Endgegners nur noch zweiundzwanzig Prozent anzeigte, und Barrows zum entscheidenden Schlag ansetzte, wurde sein Avatar von einem mächtigen Speer durchbohrt. Rund drei Dutzend virtuelle Tode war seine Figur schon gestorben, doch Barrows gab nicht auf. Er wollte diesen Level endlich abschließen.

Außer ihm befand sich nur noch der Navigationsoffizier auf der Brücke. Mehr Personal war aufgrund der automatischen Einrichtung der Flugkontrolle nicht notwendig. Die übrigen Besatzungsmitglieder hielten sich in ihren Kabinen, in der Messe oder auf dem Freizeit-Deck auf.

Barrows war gerade an der Stelle des Spiels angekommen, an der er wieder einmal dem Endgegner des Levels gegenübertrat, als er das blinkende Licht auf dem Pult bemerkte. Sofort legte er das Tablett beiseite und richtete sich in seinem Sessel auf. Sein Blick richtete sich auf den Bildschirm. Doch da gab es nur den schwarzen Weltraum und einige helle Sterne zu sehen. Seine Finger glitten über die Tastatur.

Ein grünes Rechteck wanderte über den Bildschirm. Dann gab es ein kurzes Aufflackern. Barrows drückte eine Taste, um den Ausschnitt zu vergrößern. Doch auch jetzt konnte er nur einen kleinen Punkt erkennen. Abermals vergrößerte er den Bildausschnitt. Aus dem Punkt war ein länglicher weißer Fleck geworden, der langsam vom Bildschirmrand auf das Zentrum zugekrochen kam. Barrows verfolgte die Anzeige mit zusammengekniffenen Augen.

Er versuchte herauszufinden, was für ein Objekt das sei; aber außer der Größe ließ sich aus der Anzeige auf dem Monitor so gut wie gar nichts schätzen. Auffällig war lediglich, dass sich der Fleck sehr langsam bewegte. Mit einer fahrigen Geste strich er sich über die Augen. Vielleicht handelt es sich um einen Asteroiden, dachte Barrows. Doch dann schüttelte er den Kopf. Nein, das konnte kein Asteroid sein.

Dafür waren die Umrisse zu gleichmäßig. Es fehlte die unebene, von Spalten, Löchern und buckligen Erhebungen bedeckte Oberfläche. Offensichtlich handelte es sich um ein Raumschiff. Die Abtastung bestätigte seine Annahme. Barrows drückte auf die Alarmtaste. Nach vier Stunden Eintönigkeit empfand er es als wahre Freude, den heulenden Lärm zu hören, mit dem die Sirenen die Gänge des Raumschiffs erfüllten. Barrows hörte einige Augenblicke zu und malte sich aus, wie die anderen Mannschaftsmitglieder in ihren Kabinen erleichtert aufatmeten – glücklich über den Alarm, der die ereignislosen Stunden des einsamen Dienstes unterbrachen.

Barrows wandte sich einem kleineren Bildschirm an der linken Seite zu und drückte eine Taste. Sekunden später sah er das aufgedunsene Gesicht des Offiziers vom Dienst auftauchen. James O‘Kane hatte einen wuchtigen Schädel und schien ständig unter hohem Blutdruck zu leiden. Man sah ihn selten ohne Schweißtropfen auf der Stirn, und fast immer wirkte er so, als hätte gerade der Blitz bei ihm eingeschlagen.

„Was ist los?“, brüllte er Barrows an.

Barrows machte ein gelangweiltes Gesicht und erklärte ihm, was er entdeckt hatte.

„Ein Schiff?“, fragte O‘Kane ärgerlich.

„Es scheint sich um ein Wrack zu handeln“, antwortete Barrows vorsichtig. Er erwartete, dass O‘Kane ihm zustimmte, aber das tat er nicht.

„Warum glauben Sie, dass es ein Wrack ist, das den Impuls ausgelöst hat?“, wollte er wissen.

„Wäre es ein intaktes Schiff, würde es schneller fliegen“, erwiderte Barrows. „Zumindest hätte es irgendeinen Ortungsschutz eingeschaltet.“

„Es gibt viel Gründe, warum auch ein intaktes Schiff langsam fliegen kann“, hielt O‘Kane ihm entgegen. „Wie kommen Sie darauf, dass dieses Schiff von seinen Überlichttriebwerken Gebrauch machen würde, wenn es dazu in der Lage wäre?“

„Die Auswertung ergab, dass das Schiff seine Triebwerke überhaupt nicht eingeschaltet hat. Wäre der Antrieb intakt, gäbe es zumindest eine Partikelsignatur.“

„Das ist alles? Und deswegen schlagen Sie Alarm?“, fauchte O‘Kane. „Weiß der Himmel, was für einem Weltraumschrott Sie da aufgesessen sind.“

„Dienstregel zwölf, Absatz drei“, hielt Leutnant Barrows ihm mit stoischer Ruhe entgegen. „Der diensthabende Offizier hat jede Beobachtung, die er für außergewöhnlich hält, unverzüglich dem Offizier vom Dienst zu melden.“

„Deswegen brauchen Sie nicht gleich Alarm auszulösen“, knurrte O‘Kane.

„Dienstregel zwölf, Absatz ...“

„Ach, Blödsinn! Bleiben Sie an Ort und Stelle und nehmen Sie weitere Messungen vor.“

„Jawohl.“

O‘Kanes verschwitztes Gesicht verschwand. Mit spöttischem Grinsen sprangen Barrows‘ Finger über die Tasten. Trotzdem wusste der zweiundzwanzigjährige Mann nicht das Geringste mit seiner Entdeckung anzufangen. Seine Kenntnisse erschöpften sich in eher belanglosen Dingen wie der ungefähren Größe und der Bahn, die das Raumschiff zog. Trotzdem fragte er sich, was es wohl damit auf sich haben mochte.

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Captain Hacketts Kabine lag in der Bugsektion des 1. Oberdecks, am Ende eines langen von Türen gesäumten Korridors. Der Raum war behaglich eingerichtet. Die Wand mit dem verglasten Durchgang zur Nasszelle wurde zur Hälfte von einem komfortablen Bett eingenommen. Es gab einen gut bestückten Bartisch, drei bequeme Sitzelemente und eine Kommode. Auf dem Regal über dem Bett standen verschiedene Auszeichnungen.

In einer Ecke gegenüber dem Eingang befand sich eine Multimediakonsole zum Empfang der bordeigenen Unterhaltungsprogramme. Unter der Decke hing eine faustgroße Lampe, die warmes, gelbes Licht verbreitete. Teresa Peterson und Captain Hackett lagen eng umschlungen in seinem Bett. Ihre Kleidung hatten sie achtlos auf dem Boden verteilt. Teresa küsste Hackett mit Hingabe, Ausdauer und Leidenschaft. Dann löste sie sich von ihm und blickte ihn ernsthaft aus halbgeschlossenen Augen an.

„Du bist überhaupt nicht bei der Sache“, warf sie ihm vor. „Seit einer halben Stunde hast du kaum ein Wort gesprochen. Du bist verdammt engstirnig.“

„Du weißt, dass das nicht wahr sein kann“, entgegnete er. „Ich bin sehr sorgfältig für diesen Job durchleuchtet worden. Mit Engstirnigkeit wäre ich sofort rausgeflogen.“

„Das weiß ich, Schatz, aber sie haben dich nur da oben getestet. Dein Verstand ist in Bestform.“ Sie zeigte mit dem Finger zwischen seine nackten Schenkel. „Aber da unten, das macht mir Sorgen. Dieser hübsche kleine Schwanz, der nicht mitmachen will.“

Hackett hob die Augenbrauen und sah sie erstaunt an. „Was meinst du mit ‚klein‘?“

Sie kuschelte sich wieder an ihn. „Es ist wegen deiner Mittelklassen-Kleinstadt-Erziehung, nicht wahr?“, fragte sie. „Sag‘ mir, hat dein Priester wirklich versucht, dir Gott mit einem Elektroschocker einzubläuen, als du klein warst, oder verarscht du mich?“

„Das ist die Wahrheit. Die ganze Stadt war verrückt. Ich glaube, die haben irgendetwas ins Wasser gemischt.“ Er sah sie fragend an. „Was meinst du mit ‚klein‘?“

„Es wird schon besser“, stellte sie befriedigt fest, während sie ihn weiter streichelte.

„Ich weiß ja nicht, was du gewöhnt bis, Teresa. Vielleicht ist es besser, wenn wir nur eine platonische Beziehung haben.“

„Gib‘ jetzt nicht auf, Simon. Es klappt doch so gut ...“

Seit drei Monaten führten sie nun schon eine Beziehung. Teresa Peterson war die Chefin der Datenanalyse-Abteilung. Als sie sich zum ersten Mal begegneten, wirkte Teresa enttäuscht und frustriert, weil ihr bei der Arbeit ein Fehler unterlaufen war. Sie saß in der Kantine und stocherte lustlos in ihrem Essen.

„Gibt es etwas, womit ich Sie aufheitern kann?“, fragte plötzlich eine angenehme Stimme.

Überrascht blickte sie auf. Ein gutaussehender Mann, mit dunklem Haar, stand vor ihrem Tisch und lächelte sie an. Teresa mochte ihn sofort. Captain Simon Hackett strahlte Wärme und Lebensfreude aus. Seine sanften grünen Augen waren von vielen Lachfältchen umgeben, und ein großer sinnlicher Mund beherrschte sein markantes Gesicht.

„Oh“, sagte sie lächelnd. „Das tun Sie gerade.“

„Das ist schön.“ Sein Blick ließ sie nicht los. Es war, als könne er bis auf den Grund ihrer Seele schauen. „Ich mag es, wenn meine Besatzung glücklich ist.“

Was für ein charmanter Mann, dachte Teresa und freute sich, als er sie fragte, ob er sich einen Moment zu ihr setzen dürfte. Aus dem Moment wurden mehrere Stunden. Er schien alle Zeit der Welt zu haben und gab Teresa das Gefühl, das nur sie im Augenblick von Bedeutung war. Aber auch die schönste Zeit ging einmal zu Ende. Er musste wieder zurück in die Kommandozentrale

Zum Abschied griff er nach ihrer Hand und küsste sie. Teresas ganzer Körper geriet bei dieser Berührung in Aufruhr. So etwas war ihr noch nie passiert. Sie fand diesen Mann einfach zum Dahinschmelzen. Und seine Zuwendung tat ihr so gut. Sie bedauerte, dass er schon aufbrechen musste.

„Wie wär‘s, wenn wir uns bald wieder treffen würden?“, unterbrach seine samtige Stimme ihre Gedanken. „Vielleicht morgen?“ Er sah sie fragend an.

Teresa zögerte keine Sekunde. Etwas Besseres konnte ihr schließlich nicht passieren. „Sehr gern!“, sagte sie strahlend und dankte ihm für sein Angebot. Sie wollte diesen attraktiven Mann nur allzu gern wiedersehen und soviel wie möglich in seiner Gesellschaft verbringen. Der ersten Verabredung mit Captain Hackett folgten weitere.

Und bald waren sie ein Paar, auch wenn ihre Beziehung diese Bezeichnung nicht verdiente. Der Job ließ ihnen kaum Zeit für gemeinsame Unternehmungen oder Intimitäten. Und dann kam vermutlich auch irgendwann der Tag, an dem sie beruflich getrennte Wege gingen. Eine Beziehung auf Distanz kam für beide nicht infrage.

An Bord war es zwar oberste Regel, nie etwas mit einem Kollegen anzufangen, doch wo sollte man sonst jemanden kennenlernen? Sie verbrachten fast ihr ganzes Leben auf Raumschiffen, und nur wenige Wochen zu Hause auf Axarabor. Dort gab es für Raumfahrer kaum Gelegenheiten, um einem anderen Menschen nahe zu kommen.

Teresa blickte ihn an. „Du bist so schweigsam“, sagte sie nach einer Weile. „Woran denkst du?“

„Woran soll ich denken?“

„Ich weiß es nicht. Sag du‘s mir.“

„Nichts besonderes. Es ist nur ... manchmal kommt mir dieser Job unendlich langweilig vor. Man wird niemals richtig müde. Physisch oder geistig. Es gibt keine großen Herausforderungen.“

„Ist dir das Risiko nicht groß genug?“

„Unkalkulierbare Risiken“, sagte er. „Wie beim Glücksspiel.“

Seine Herkunft und seine Vergangenheit machten ihn zu einem strengen Richter, der am strengsten mit sich selbst war.

„Wir sind keine Sklaven“, erwiderte sie. „Wir können jederzeit aufhören.“

„Ich wollte es ja ...“ Er ließ den Satz unbeendet. „Ich dachte, es wäre anders ...“

„Vermutlich hast du gehofft, Abenteuer zu finden.“

„Ja. Aber nach einer Weile bleibt nichts weiter übrig, als ein dumpfes Gefühl von Gefahr. Ich wollte fremde Welten kennenlernen. Ich wollte ... darin war ich ziemlich egoistisch.“

„Ach, hör auf. Egoistisch? Niemand tut es aus irgendeinem anderen Grund.“

„Vielleicht nicht. Aber ich hatte ein anderes Motiv. Ich weiß noch ...“ Wieder brachte er den angefangenen Satz nicht zu Ende.

„Was weißt du noch?“

Er schüttelte den Kopf. „Nichts.“

Teresa hatte gehofft, dass er aus seiner Reserve herauskommen würde, dass er ihr etwas über seine Vergangenheit erzählte, doch er tat es nicht.

„Wir verbringen die meiste Zeit damit, nach verschollenen Siedlerschiffen zu suchen.“

„Na und? Es ist ein Beruf, bei dem man viel Geld verdient. Das Geld, das man zum Leben braucht.“

Er schüttelte den Kopf. „Das ist nicht richtig.“

„Es ist richtig. Und es ist immer so gewesen.“

Ein lautes Piepen ertönte.

„Verdammt noch mal“, fluchte Hackett. „Ein Funkspruch aus der Kommandozentrale. Ausgerechnet, wo ich anfange ...“

„Ignorier‘ ihn.“

„Du weißt, dass das nicht geht.“

Er löste sich von ihr, stand auf und zog sich an.

„Das verstehst du doch, oder?“

„Sicher.“

Er beugte sich zu ihr hinunter und hauchte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Lippen.

Teresa lächelte, doch dann wurde sie ernst. „Sei vorsichtig.“

Er winkte ab. „Keine Sorge, ich pass schon auf mich auf.“

„Kommst du wieder?“, fragte sie.

„Ich weiß es nicht.“ Bevor er die Kabine verließ, wandte er sich noch einmal um. „Aber rechne lieber nicht damit.“

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Leutnant Chris Barrows wunderte sich selbst, wie leicht es ihm fiel, sich darüber aufzuregen. Bisher war er ein duld- und fügsamer junger Offizier gewesen. Er war Berufssoldat geworden – nicht, weil ihn das Abenteuer lockte, sondern weil es in seiner Familie zum guten Ton gehörte, Offizier zu werden. Sein Vater war Oberst und leitete eine kleine Wachflotte. Sein Onkel war im Generalstab und hatte auf Axarabor einen einflussreichen Posten inne. Selbst sein Bruder, nur vier Jahre älter als er, hatte es schon zum Adjutanten eines Generals gebracht.

Barrows hinkte hinterher. Er war kein begeisterter Soldat. Deswegen hatte es ihn bisher wenig gekümmert, wie viel man ihn wissen ließ und wie viel nicht. Jetzt, nachdem er seine erste wichtige Beobachtung gemacht hatte, änderte er seine Ansicht. Er wollte erfahren, worum es ging. Er ärgerte sich darüber, dass man es ihm nicht schon längst mitgeteilt hatte. Er war schließlich Offizier. Wie konnte er seinen Posten ausfüllen, ohne zu wissen, wozu er es tat. Er nahm sich vor, James O‘Kane zu fragen, sobald er abgelöst wurde.

Barrows war sicher, dass der Offizier vom Dienst auch nicht mehr wusste als er, aber vielleicht kannte er jemanden, an den er ihn verweisen konnte. Er musste es versuchen. Von einer Sekunde zur anderen war ihm plötzlich aufgegangen, dass es nichts Schlimmeres gab, als im dunkeln zu tappen und sich für ein Ziel abzumühen, das man nicht kannte. Andererseits war es vielleicht doch besser, der kleine unwissende Leutnant zu bleiben. Das ersparte ihm unter Umständen einige graue Haare.

Während er noch weiter darüber nachdachte, betraten Captain Hackett und Commander Gavin Overdic die Zentrale.

„Wo befindet es sich?“, fragte Hackett

„In Sektor vier-d-acht-sechs“; antwortete Barrows.

„Legen Sie das Bild auf den Hauptschirm.“

Barrows drückte blitzschnell einige Tasten. Der betreffende Sektor wurde auf den Panoramabildschirm übertragen und dort vergrößert wiedergegeben.

„Es handelt sich um ein einzelnes Schiff“, sagte Barrows.

„Nehmen Sie eine Abtastung vor. Wenn es sich um ein Schiff von Axarabor handelt, muss es in den Archiven verzeichnet sein.“

Abermals drückte Barrows einige Tasten. Sekunden später erfolgte das Ergebnis der Abtastung.

„Es handelt sich um die FATUM. Die Triebwerke sind offenbar defekt, denn es bewegt sich im freien Fall durch den Weltraum.“

„Was halten Sie davon?“, wandte sich Captain Hackett an Commander Overdic.

„Ich habe darüber gelesen. Das Schiff verschwand damals unter mysteriösen Umständen. Glauben Sie, dass es an Bord noch Überlebende gibt?“

„Eher unwahrscheinlich.“ Hackett wandte sich an den Funkoffizier. „Senden Sie ein Rufsignal.“

„In Ordnung.“

Barrows betätigte einige Tasten und wartete.

Details

Seiten
80
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783738919882
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v426427
Schlagworte
raumflotte axarabor todesflug fatum

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Titel: Die Raumflotte von Axarabor #11 - Der Todesflug der FATUM