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Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 32: Das Ungeheuer von Dartmoor

2018 120 Seiten

Leseprobe

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Klappentext:

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Dass es in dem ausgedehnten Gebiet von Dartmoor nicht ganz geheuer ist, haben viele Menschen aus den kleinen Dörfern in der Nachbarschaft schon längst bemerkt. An den Markttagen werden die tollsten Geschichten ausgetauscht. Aber nun behauptet ein Schäfer, dass er dort einen leibhaftigen Drachen gesehen haben will.

Während die einen ängstlich jeden Gang durch das unheimliche Gebiet vermeiden wollen, rufen andere nach einem Ritter, der das Untier erlegen soll. Feuerspeiend und fauchend soll es schon bald auch anderen begegnen und als dann ein Dorf in Flammen aufgeht, ist es für alle Menschen zwischen Cornwall und Devon klar – in den Sümpfen von Dartmoor muss ein Drache leben ...

***

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1.

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Morgan eilte durch den langen, dunklen Gang. Von der aus dem Felsen geschlagenen Decke tropfte überall Wasser herunter. Seine Stiefel platschten öfter in Pfützen, die er in der Enge nicht umgehen konnte. Er atmete schwer, und das Laufen wurde immer mühsamer, aber noch war kein Ende abzusehen. Das ferne Licht war seine einzige Orientierung, und doch schien es noch immer so unendlich fern zu sein.

Etwas, das er nicht benennen konnte, war hinter ihm her. Eine Waffe hatte er nicht bei sich, noch nicht einmal seinen Dolch, und er konnte sich nicht entsinnen, wann er das Wehrgehänge abgelegt hatte.

Der unbekannte Verfolger schien über große Kraftreserven zu verfügen, denn Morgan wusste, dass er schon lange hinter ihm herlief. Einmal war er ihm sehr nahe gekommen, ein seltsames Rauschen hatte den Gang hinter ihm angefüllt, und für einen ganz kurzen Moment war es ihm so, als hätte ihn eine Schwinge berührt. Etwas wie eine Lederhaut mit Federn strich ihm über den Rücken. Als er nach hinten schlug, ging seine Abwehr ins Leere. Doch die gerade erlebte Berührung ließ ihn seine Bemühungen verdoppeln, erneut lief er mit weit ausgreifenden Schritten auf das ferne Licht zu, das sich aber von ihm zu entfernen schien.

Dann war die Katastrophe über ihn hereingebrochen, unvorhersehbar, brutal.

Es musste ein Loch in diesem Gang existieren, das er zu spät erkannt hatte. Noch bevor er reagieren konnte, stürzte er in diesen Abgrund, suchte vergeblich, während des langen Sturzes mit den rudernden Armen, nach einem Halt und schlug schließlich schwer auf.

Benommen blieb Morgan noch liegen, bevor er seine Atmung unter Kontrolle hatte. Dann erkannte er in der ihn umgebenden Dunkelheit erste Umrisse und richtete sich stöhnend auf. Der Fußboden vor seinem Bett war kalt und sehr real. Sein zerwühltes Lager direkt neben ihm machte ihm rasch klar, dass er auf unsanfte Weise aus einem Albtraum aufgetaucht war.

Noch immer nicht vollständig wach, tastete er sich zu seiner Lagerstätte und ließ sich stöhnend darauf nieder.

Was war das? Die dritte Nacht mit diesem furchtbaren Traum in Folge, und der unbekannte Gegner kam ihm jedes Mal ein Stück näher, bevor er durch die Öffnung im Boden stürzte. Morgan nahm sich vor, am nächsten Morgen einmal die Falkenfrau zu befragen. Meraud kannte sich mit Sicherheit in solchen Dingen aus und würde ihm einen Rat geben können.

Als der erste Sonnenstrahl in seine kleine Hütte fiel, hatte er das Gefühl, überhaupt nicht geschlafen zu haben. Er fühlte sich müde und zerschlagen, zwang sich aber, aufzustehen und zum Bach hinunterzulaufen, um sich ein erfrischendes Bad zu gönnen.

Der Bach führte kristallklares, kaltes Wasser, das vom Ufer betrachtet schwarz aussah. Bei seinem ersten Anblick hatte sich auch Morgan davon täuschen lassen, bis ihm sein Freund Sir Baldwin einen Becher vom frisch geschöpften Wasser reichte.

Es war nicht nur vollkommen klar, sondern schmeckte auch herrlich. Obwohl Morgan seit Kindesbeinen kein Wasser trank und ihn seine Eltern stets vor den Gefahren einer Erkrankung durch Flusswasser gewarnt hatten, glaubte er den Beteuerungen seines Freundes und bereute es nicht.

„Das Wasser ist durch das Moor gelaufen und im Torf gereinigt worden. Du kannst ihm vertrauen wie einem guten Freund. Es belebt und erfrischt, und manch einer, der darin gebadet hat, spricht ihm sogar magische Kräfte zu!“, erklärte der Rote Jäger seinem Freund.

„Magische Kräfte?“ Morgan lachte laut heraus. „Wahrscheinlich von irgendwelchen Moorgeistern, die seit Menschengedenken im Dartmoor leben! Aber ein Bad in dem rasch fließenden Bach ist wirklich sehr angenehm, wenn auch erschreckend kalt. Ich werde es mir aber gern zur Gewohnheit werden lassen!“, hatte er schließlich geantwortet.

Mit der Erinnerung an diese kleine Szene zog sich der Löwenritter seine Cotte über den Kopf, warf das Kleidungsstück auf einen Busch und war im nächsten Moment laut prustend im Bach untergetaucht. Als er den Kopf wieder aus dem Wasser hob und dabei erneut laut schnaubte, vernahm er ein Lachen in der Nähe. Erschrocken sah er sich um, denn offenbar waren hier zwei Frauen an den Bach gekommen, die ihn bemerkt hatten.

Gerade wollte er sich hinter dem dicht am Bachufer stehenden Busch verbergen, als ihn Merauds Stimme anrief: „Zu spät, Morgan, wir haben Euch längst erkannt!“

Auch die andere Stimme kannte der Löwenritter gut. Es konnte sich dabei nur um Blejan handeln, die junge Kriegerin, die Meraud bewunderte und ihr gern folgte, wenn die Rebellen eine Ruhezeit im Dartmoorer Versteck verbrachten.

„Wie ist das Wasser heute, Sir Morgan?“

Der Ritter knirschte mit den Zähnen, dann gab er seinen Versuch, sich hinter dem Gebüsch zu verstecken auf, und schwamm stattdessen in die Mitte des Baches.

„Es ist herrlich, meine Damen! Ziert Euch nicht und springt einfach hinein!“

Ein übermütiges Lachen erfolgte, aber damit kam er den beiden jungen Frauen gerade recht. Sie nahmen die Herausforderung an, und ehe sich Morgan noch versah, sprangen die beiden in das hoch aufspritzende Wasser, machten ein paar rasche Schwimmzüge und waren dann an seiner Seite.

„Aber ... aber ... das geht doch nicht, Meraud, Blejan – ich bitte euch, wenn uns jemand sieht! Ich wusste ja gar nicht, dass ihr überhaupt schwimmen könnt!“

Blejan machte eine übermütige Armbewegung und schwappte damit eine Welle zu Morgan hinüber, die ihn verstummen ließ.

„Dorfkinder können so etwas, wenn sie an einem Fluss aufwachsen, Morgan!“, rief Blejan übermütig, und nun schlug auch Meraud auf das Wasser, um den Ritter mit einem Schwall zu erreichen.

Morgan drehte sich stumm auf den Bauch und strich mit weit ausholenden Bewegungen den Bachlauf hinunter, um so schnell wie möglich den beiden Nymphen zu entkommen. Es war ihm peinlich, mit ihnen im Wasser womöglich von den anderen gesehen zu werden, und schließlich war Meraud die Verlobte seines Freundes Baldwin. So etwas schickte sich einfach nicht, und kaum hatte er den etwas entfernten Waldrand erreicht, schwang er sich auf das Ufer und hielt mit der anderen Hand sorgfältig seine Bruche fest. Obwohl dieses große, unförmige Gebilde wie ein Sack um seine Lenden hing, war er sehr dankbar für die Entscheidung, sie beim morgendlichen Bad nicht ebenfalls abgelegt zu haben.

So aber ließ er seine Cotte über dem Busch liegen, lief quer durch das kleine Waldstück und hatte seine Hütte erreicht, bevor noch die meisten anderen im Lager überhaupt aufgestanden waren.

Neben seiner Bettstatt befand sich die längliche Truhe, aus der er jetzt neue Kleidung herausnahm, die nasse Bruche mit dem Fuß in eine Ecke schleuderte und gerade eine schlichte, hellbraun gefärbte Cotte ohne Verzierungsstreifen an den Rändern übergezogen hatte, als sein Knappe Boyd hereinplatzte.

„Sir Morgan – verzeiht mir, aber es eilt!“

„Boyd! Du siehst ja aus, als wärst du den ganzen langen Weg durch den Sumpf in aller Herrgottsfrühe geeilt und nur mit Mühe den Fallen entgangen!“

Mit einem spöttischen Lächeln musterte der Ritter seinen Knappen von Kopf bis Fuß.

Boyd wusste, dass er nach dem raschen Lauf vollkommen mit Schlamm bespritzt war, aber das störte ihn ebenso wenig wie der Spott seines Herrn.

„Sir Morgan, genauso ist es auch! Ich ...“

„Schon gut, Boyd, komm mit hinaus und lass uns in Ruhe ein Frühstück einnehmen. Dabei kannst du mir berichten, was dich durch den Sumpf getrieben hat!“

Damit drehte sich Morgan um und öffnete die einfache Holztür, aber sein Knappe bat mit dringlichem Ton: „Sir, hört mich an, es ist sehr wichtig!“

Morgan of Launceston kannte seinen Knappen gut genug, um zu erkennen, dass es kein Frühstück vor dessen Mitteilung geben würde. So nickte er ihm nur aufmunternd zu und blieb direkt vor ihm stehen.

„In Eurem Auftrag war ich gestern unterwegs, um unseren Gewährsleuten an der Straße von dem Pockennarbigen zu berichten. Ihr hattet Recht, Sir Morgan, er ist bereits vor zwei Tagen hier vorbeigekommen.“

„Das ist gut, sogar sehr gut, Boyd. Dann dürfte er auf Lahnydrock Castle eingetroffen sein, und wir haben ihn sicher in seinem Nest. Lauf rüber zu Baldwin und bitte ihn zu mir. Dann wird es aber wirklich Zeit für ein kräftiges Frühstück, ich verspüre jedenfalls großen Hunger nach meinem kleinen Bad. Und so, wie du aussiehst, brauchst du auch etwas im Magen, wenn du den heutigen Tag überstehen willst!“

Boyd nickte dankbar. Seine Wangen waren noch rot von der durchlebten Anstrengung, aber sein Atem ging bereits wieder ruhig und gleichmäßig. In den Monaten im Dienst seines Ritters hatte sich der junge Schmiedesohn prächtig entwickelt. Nicht nur seine Kampftechniken konnte er erheblich verbessern, sondern zugleich auch mit seinem ausdauernden Training durch den Waffenmeister der Rebellen seine Muskeln stärken.

Boyd war, als er in die Dienste Morgans genommen wurde, beileibe kein Schwächling gewesen. Er konnte geschickt mit einem Stock kämpfen, Bogen schießen und ausdauernd laufen. Das hatte er zusammen mit den jungen Männern seit seinem zehnten Geburtstag nahezu täglich geprobt.

Aber jetzt war er kaum noch wiederzuerkennen. Seine Oberarme zeigten die kräftigen Muskeln, wenn er das Schwert führte. Der Brustkorb war noch breiter geworden, und wer den jungen Knappen einmal beim Wettlauf mit den anderen erlebte, erkannte schnell seine ausdauernde Art, über große Strecken zu laufen.

Morgan hatte sich von einem der schon früh entzündeten Feuer etwas Fleisch geholt, erhielt von einem dafür abgestellten Bäcker noch warmes Brot und setzte sich gerade an den Tisch vor seiner Hütte, als er zu seiner Freude Baldwin mit einem Krug in der Hand über den großen Lagerplatz kommen sah.

Boyd folgte mit ein paar Bechern in der Hand und einer großen Schale, in der sich warmer Gerstenbrei befand. Offenbar war die Tonschale beim Befüllen ziemlich warm geworden, denn der Knappe hatte sichtbare Mühe, Becher und Schüssel nicht fallen zu lassen.

Während die Ritter ungeniert mit dem Knappen an einem Tisch saßen und ihr Frühstück verzehrten, berichtete Boyd von den Besuchen in den beiden Gasthäusern, die an der Straße nach Plymouth lagen.

Schon einige Zeit hatten die Wirte und ihre Helfer gute Dienste für die Rebellen geleistet, in dem sie Berichte lieferten, wer von den Gefolgsmännern des Sheriffs von Cornwall dort passierte oder sogar einkehrte. Auf diese Weise erhielten die Männer um den Roten Jäger und den Löwenritter wertvolle Hinweise und konnten mehrmals einer gut vorbereiteten Falle entgehen.

Offenbar hatte der Pockennarbige nach seinem letzten Mord neue Pferde erhalten und damit seine Rückreise schneller bewältigt, als es die Rebellen vermutet hatten. vgl. Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter # Band 31: Das Feuer der Hölle)

„Ochsenkarren oder Kettenhemd?“, fragte zum Abschluss ihres Gesprächs der Rote Jäger, und lachend antwortete ihm Morgan:

„Ochsenkarren. Nur Boyd und ich. Aber es wäre gut, eine kleine Gruppe von unseren erprobten Männern in der Nähe zu wissen. Kannst du alles vorbereiten?“

„Selbstverständlich, alter Freund!“

Die Ritter schlugen sich lachend auf die Schulter, während Boyd seinen Herrn mit fragendem Blick beobachtete. Als sich Sir Baldwin entfernt hatte und Morgan offenbar seine Behausung wieder aufsuchen wollte, räusperte er sich verlegen und wartete auf eine Aufmunterung, die auch prompt erfolgte.

„Was ist, Boyd? Wir brechen in einer halben Stunde auf.“

„Was bedeutet aber der Ochsenkarren, Sir Morgan?“

Der Ritter lachte fröhlich auf.

„Nun, wir werden nicht gewappnet ausziehen, sondern unsere schon oft bewährte Bekleidung anlegen, die uns als einfache Bauern aus Cornwall gebührt. So werden wir unbemerkt in Lahnydrock Castle Erkundigungen einziehen können.“

Boyd schaute etwas verblüfft, dann nickte er eifrig und wartete die Anweisungen seines Ritters ab.

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2.

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Von einem herrlich blauen Himmel schien die Frühlingssonne schon kräftig auf die leicht hügelige Landschaft Cornwalls herunter. Die gelben Narzissen säumten weit die Straßenränder. Es war kurz vor der Mittagszeit, und die beiden einsamen Wanderer mit ihren Körben auf dem Rücken suchten sich einen schattigen Platz unter einer weit ausladenden Buche. Hier ließ es sich gut rasten, ein leichter Wind strich von den bewaldeten Hügeln herüber und kühlte die beiden etwas ab.

„Es ist herrlich in der Heimat!“, sagte Morgan mit einem leisen Seufzer. „Diesen Anblick habe ich im Heiligen Land vermisst, Boyd, das kannst du mir glauben. Um diese Zeit war es dort bereits so heiß, dass niemand mehr aus dem Schatten trat, wenn er nicht einen sehr triftigen Grund dafür hatte.

Doch dass wir Kreuzfahrer unter der glühenden Sonne litten, wussten die Sarazenen natürlich sehr rasch und nutzten die Mittagsglut für ihre Überfälle (vgl. Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter # Band 1: Blut ist eine seltsame Farbe; Band 2: Das Massaker von Akkon; Band 3: Blutmond über Cornwall). Besonders gefährdet war die Zeit nach dem Essen, wenn alle matt und bewegungslos in ihren Zelten lagen und darauf warteten, dass es wieder erträglicher wurde.“

Boyd sah seinen Ritter aufmerksam an. Er liebte diese Geschichten von den Erlebnissen, die Morgan jedoch nur zu selten zum Besten gab. In der Zeit ihres ersten gemeinsamen Streifzuges durch Cornwall bewunderte Boyd seinen Ritter geradezu glühend für dessen Kriegszug im Heiligen Land.

Damals träumte er davon, ebenfalls einmal auf einem kräftigen Schlachtross, gerüstet mit einem Kettenhemd des besten Schmiedes, seinem treuen Schwert, Pfeil und Bogen und einer Lanze an der Seite, gegen die Ungläubigen zu ziehen und Jerusalem wieder für die Christenheit zurückzuholen. Immer dann, wenn die Fantasie mit dem jungen Mann durchging und er wie träumend den Erzählungen Morgans lauschte, gab der seiner Geschichte eine grausame Wende, die den Knappen wieder in die Realität zurückführte.

„Die Sarazenen sind gute, ausgebildete Krieger, Boyd, und nicht zu unterschätzen. Sie nennen uns ebenso Ungläubige, wie umgekehrt. Aber sie haben einen entscheidenden Vorteil uns gegenüber. Sie sind in dem Land geboren, kennen die Hitze und können sie besser ertragen als wir. Außerdem sind sie mit der Umgebung vertraut, kennen geheime Brunnen und Oasen in der Wüste und tauchen immer dann vollkommen überraschend auf, wenn wir alle müde und erschöpft sind.“

Der ernste Blick des Löwenritters, mit dem er seinen Knappen musterte, brachte diesen immer wieder rasch aus seinen Träumen zurück. Und wenn dann noch die Schilderung der Kämpfe Mann gegen Mann erfolgte, bei denen sich der Feind als wendig und sehr erfahren erwies, dann schluckte Boyd schwer. Morgan ließ auch nichts aus, berichtete von aufgeschlitzten, verstümmelten und getöteten Freunden, mit denen er noch am Vorabend lachend an einem Feuer in einer Oase gesessen hatte.

„Aber König Richard ...?“, versuchte Boyd manchmal einzuwenden, denn der König von England war für ihn eine fast heilige Figur, die noch weit über seinem hoch verehrten Ritter stand. „Der König hat doch seine Männer angeführt, und seinem Mut folgt doch jeder Ritter in die Schlacht!“

Morgan nickte und starrte wie benommen vor sich auf den Boden, als könne er dort die erlebten Dinge noch einmal sehen. Dann nickte er seinem Knappen zu, klopfte sich den Dreck von den Beinlingen und stand auf.

„Natürlich folgt ein Ritter seinem König in die Schlacht, Boyd. Das ist keine Frage. Aber während du dich damit beschäftigst, ihm den Rücken freizuhalten und dabei gegen zwei oder drei Sarazenen kämpfen musst, dann ist da wenig Zeit zum Nachdenken. Es geht nur darum, die Schlacht zu überleben und am Abend zusammen mit den anderen zu sitzen, einen Becher Wein zu trinken und darüber zu lachen, wie wir wieder dem Tod ein Schnippchen geschlagen haben. Bis es den nächsten am anderen Tag trifft. Es ist ein elendes Handwerk, Boyd, glaube mir!“

Wie schon bei früheren Gelegenheiten, so schwieg der Knappe auch diesmal.

Doch Morgan kannte ihn gut genug, um zu erkennen, dass er noch eine Frage loswerden wollte. Schließlich sah ihn Boyd wieder direkt an und erkundigte sich mit leiser Stimme:

„Sir Morgan – habt Ihr jemals wieder von der Sarazenin gehört?“

Unwillkürlich stahl sich ein leises Lächeln auf die Züge des Ritters. Er lehnte sich zurück und hatte die junge, überaus gewandte Kämpferin wieder vor Augen.

„Nazeera!“, flüsterte er, den Blick in die Ferne gerichtet. Dann aber straffte sich sein Oberkörper, er drehte den Kopf zu Boyd und das Lächeln war zurückgekehrt. „Einmal habe ich eine Nachricht von ihr erhalten. Sie will nie wieder in ihre Heimat zurückkehren, sondern sich eine neue bei uns suchen, obwohl sie die Kälte nicht mag. Aber das, was sie einst in ihrer Heimat erlebt hat und der Tod ihres Bruders, hat sie zu diesem Entschluss gebracht.“ vgl. Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter # Band 23: Sarazenen in Cornwall)

Dei investigabiles viae eius  Gottes Wege sind unergründlich, lehrt uns die Bibel, Boyd, wie du wohl schon gehört hast. Ich bin davon überzeugt, dass wir Nazeera eines Tages wiedersehen werden. Möglicherweise schließt sie sich ja uns sogar an. Wer weiß – vielleicht erinnert sie sich noch an den prächtigen Knappen an der Seite des Löwenritters?“

Boyd starrte seinen Herrn fassungslos an. Warum verspottete er ihn auf diese Weise? Hatte er sich denn in Gegenwart der jungen Frau aus dem Morgenland so seltsam verhalten? Was sollte er da entgegnen? Das Bild der durchaus reizvollen Nazeera tauchte plötzlich vor ihm auf. Für einen Moment zögerte er, dann warf er sich den großen Korb wieder an den Riemen über die Schulter und sah hinüber auf die Landstraße, die etwa zwanzig Yards von ihrem Ruheplatz verlief.

Auch in der frühlingshaft warmen Mittagszeit waren viele Menschen unterwegs und kamen entweder mit leeren Körben von Lahnydrock Castle zurück oder eilten zu dem kleinen Dorf, das sich neben dem alten Landsitz angesiedelt hatte. In der Ferne verkündete der aufgewirbelte Staub das Nahen einer Reiterschar.

„Wieder einmal Soldaten, Boyd. Schau nicht hinüber, wenn sie an uns vorbeikommen. Einfach weitergehen und den Blick auf den Boden gesenkt, dann beachtet man uns nicht. Es ist eine einfache Taktik, sogar in Kämpfen erprobt. Wenn du deinen Gegner nicht direkt anstarrst, nimmt er dich häufig auch nicht wahr. Du bist dann bei ihm, noch ehe er deine Waffe in der Hand auch nur erahnt hat.“

Die beiden gingen mit mäßiger Geschwindigkeit hinter einer Gruppe von Feldarbeitern her, die offenbar gerade ihre Arbeit auf einem der Felder beendet hatten, wie die noch frische Erde an ihren geschulterten Arbeitsgeräten zeigte. Nun ging es wohl weiter zu einem anderen Feld, das ihnen ihr Herr zugewiesen hatte.

Mit einem freundlichen Gruß überholte Morgan die Männer, die alle barfuß und nur mit der Bruche bekleidet waren. Die übergroßen, halblangen Hosen waren zum Teil von der Feldarbeit arg verschmutzt, der Dreck an den Beinen bildete bereits eine dicke Kruste. Ihre kräftigen Oberkörper, die Arme und auch das Gesicht waren bei den Männern von brauner Farbe und entsprachen so gar nicht dem Idealbild an den Höfen, wo sich ein jeder hütete, seine Haut der Sonne auszusetzen.

Morgan bot da eine Ausnahme, denn bei seiner Rückkehr vom Kreuzzug hatte er eine schon dunkelbraune Hautfarbe mitgebracht, die er im Laufe der nächsten Wochen und Monate sogar noch pflegte, um sich bei seinen Einsätzen nicht von den Menschen auf dem Land zu unterscheiden. Anders als sein Freund Sir Baldwin, der wohl aufgrund seiner blassen Haut und seinen roten Haaren nie wirklich von der Sonne gebräunt, sondern nur gerötet wurde, war Sir Morgan unter den Menschen auf dieser Landstraße durch nichts zu unterscheiden.

Auf seinen Wunsch hatte auch Boyd dafür gesorgt, dass er im Lager der Rebellen seine Haut der Sonne aussetzte, und der ungewöhnliche Hautton hatte ihnen schon oft geholfen, die Soldaten des Sheriffs von Cornwall zu täuschen.

Ob es diesmal ebenfalls gelingen würde, musste sich nun entscheiden, denn die Reiterschar war herangekommen und hatte die Pferde gezügelt. Die Gruppe wurde von einem kräftigen, nicht sehr großen Mann angeführt, der jeden der Entgegenkommenden aufmerksam musterte.

„Verdammt!“, zischte Morgan zwischen den Zähnen hindurch. „Sie suchen jemand. Jetzt keine falsche Bewegung, Boyd, lass dich auf keinen Fall provozieren!“

„Keine Sorge, Sir Morgan, ich bin ja nicht lebensmüde!“, antwortete der Knappe ebenso leise.

Morgan setzte eine gleichgültige Miene auf, richtete den Blick auf den Boden und behielt seine Gangart bei, die nicht zu rasch und damit auffällig wirken konnte.

Jetzt hielt der erste Reiter direkt vor zwei Knechten, die etwa zehn Yards vor Morgan gingen. Er trieb sein Pferd direkt vor die erschrockenen Männer, beugte sich über dessen Hals und schlug einem der Knechte den breitrandigen Strohhut vom Kopf, um ihn genauer betrachten zu können.

Der Mann gab einen unterdrückten Schrei von sich, blieb wie angewurzelt stehen und wagte es nicht, den Soldaten anzusehen. Doch der Anführer hatte sein Interesse schon verloren und hielt gleich darauf sein Pferd vor Morgan und Boyd an.

„Ihr da, schaut mir ins Gesicht!“, schrie er den beiden zu, und gehorsam sahen die beiden nach oben.

Als der Blick des Soldaten auf Morgan fiel, trieb er sein Pferd noch ein Stück heran, sodass der Ritter den Geruch des Tieres in der Nase hatte. Der Soldat streckte mit einer herrischen Bewegung den rechten Arm aus.

„Zeig mir deine Hände!“, herrschte er ihn an, und der fast fünf Fuß große, breitschultrige Morgan richtete sich auf. Er ahnte, was gleich geschehen würde, und versuchte aus dem Augenwinkel zu erkennen, ob Boyd dicht hinter ihm stand. Zögernd streckte er seine Hände vor, und der Soldat schrie laut: „Dreh die Handflächen nach oben, du Hund! Was ist das? Du bist kein Ackerknecht!“

Unwillkürlich zuckte Morgan bei diesen Worten zusammen. Der Mann hatte hervorragende Augen und schien sofort erkannt zu haben, dass die Hände zwar Schwielen aufwiesen, nicht aber über die gesamte Innenfläche. Vielmehr waren bei Morgan wie bei allen Schwertkämpfern die Stellen zwischen Daumen und Zeigefinger mit einer dicken Hornhaut überzogen, die restliche Innenhand mit einer gerade gut erkennbaren – dem typischen Merkmal eines Menschen, der täglich mit dem Schwert und nicht mit der Feldhacke arbeitet.

Der Soldat hatte die gerade noch ausgestreckte Hand an seine linke Seite geführt und riss sein Schwert heraus. Jetzt ist alles egal!, schoss es Morgan durch den Kopf, als der Mann seine Schwerthand nach vorn führte. In diesem Moment griff er mit seiner rechten Hand den Unterarm des Soldaten und riss heftig daran. Vollkommen überrascht stürzte der Mann von seinem Pferd und lag auf dem Boden, als ihm sein Angreifer das Schwert entrissen hatte. Dieser rammte es ihm im nächsten Augenblick in den Nacken. Dann war er im Sattel, riss das Pferd herum und prallte damit gegen den dahinter abwartenden Reiter.

Dieser Angriff war so schnell und überraschend geschehen, dass keiner der Soldaten reagieren konnte. Für sie waren die Männer auf der Landstraße keine Gegner, die sich plötzlich wehren konnten.

Morgan gelang es, durch den Anprall der Pferdekörper auch dem nächsten Soldaten das Schwert in den ungeschützten Hals zu schlagen, dann trieb er das Tier erneut an und war neben dem dritten Reiter. Doch der Mann hatte Zeit gefunden, sein Schwert zu ziehen, und als Morgan zuschlug, fand seine Klinge Widerstand. Klirrend trafen die Schwerter aufeinander, aber der Schlag des Ritters war mit großer Wucht geführt und lähmte den Schwertarm des Soldaten. Noch ehe der ahnte, was Morgan beabsichtigte, fuhr ihm dessen Klinge durch den Hals und ließ den Mann mit einem Gurgellaut zusammensacken.

Schon war Morgan am vierten Mann, als ihn ein Warnschrei innehalten ließ. Er war zwar dicht neben dem Reiter, der ebenfalls sein Schwert gezogen hatte, aber etwas in dem Schrei war so durchdringend, dass er seinen Angriff sofort stoppte und sich umsah. Zwei der anderen Reiter waren abgesprungen und hatten ihre kurzen Speere Boyd auf die Brust gesetzt. Der Knappe hatte zwar nach dem Angriff Morgans rasch reagiert und einen weiteren Reiter durch Anheben seines Beines aus dem Sattel geworfen, aber da waren die anderen bereits heran und hielten ihn mit ihren Speeren zurück.

Dadurch abgelenkt, bemerkte Morgan noch eine rasche Bewegung neben sich und konnte den Angriff durch das Hochreißen seines Schwertarmes abwehren, aber gleich darauf erfolgte ein so fürchterlicher Schlag gegen seinen ungeschützten Kopf, dass er zusammenbrach und aus dem Sattel rutschte. Er war ohnmächtig, noch ehe er auf den Boden schlug.

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3.

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Als Morgan aus seiner Ohnmacht erwachte, vernahm er ein seltsames Geräusch. Er spürte einen feinen Zugwind im Gesicht, richtete den Blick erstaunt nach oben und erkannte, dass er in einem Gewölbe war, dessen einzige Lichtquelle eine winzige Fensteröffnung hoch oben unter der Decke bildete. Von dort strich der Luftzug zu ihm herunter, und nun erkannte er auch die Ursache für das seltsame Geräusch, das er als erstes beim Erwachen vernommen hatte.

In der schmalen Öffnung saß ein prächtiger, tiefschwarzer Rabe, dessen Gefieder im Licht zu glänzen schien. Der Vogel legte den Kopf schief und schien aus dem einen Auge den Gefangenen höhnisch zu betrachten. Dann krächzte er noch einmal laut, schüttelte sein Gefieder auf und war verschwunden. Eine kleine, schwarze Feder taumelte im Luftzug herunter und legte sich auf die Brust des Ritters, der sich erst jetzt vorsichtig aufrichtete.

Stechender Schmerz jagte durch seinen Kopf, und als er die Hände nach oben bewegte, um die dicke Beule zu untersuchen, bemerkte er zu seinem Erstaunen, dass er nicht gefesselt war. Auch seine Beine waren frei, und so erhob er sich langsam auf die Knie, richtete sich dann ganz auf und zuckte erneut zusammen. Wieder schoss ein scharfer Schmerz durch seinen Kopf, und stöhnend hielt sich Morgan an der rauen, feuchten Wand fest, weil er das Gefühl hatte, im folgenden Schwindelanfall den Halt zu verlieren.

Er hatte gelernt, mit solchen Dingen fertig zu werden und wusste, dass langsame Bewegungen sinnvoll waren, um den Folgen des Schlages zu begegnen.

Im ungewissen Zwielicht betrachtete er das Verlies. Die Wände waren aus grob zurechtgeschlagenen Felssteinen errichtet und nur notdürftig verputzt. Der Boden bestand jedoch aus Steinplatten, die nur wenig Zwischenraum aufwiesen. Die massive Holztür würde jedem Angriff von innen trotzen, das war ihm beim ersten Blick klar geworden. Es gab weder einen Griff auf seiner Seite noch ein Fenster in der Tür, um eventuell Speisen durchzureichen.

Als er sein Verlies inspiziert hatte, hielt er plötzlich inne, weil er ein scharrendes Geräusch an der Tür vernommen hatte. Offenbar wollte man sich vom Zustand des Gefangenen überzeugen, und Morgan nahm kurzerhand seine liegende Position wieder ein und stellte sich ohnmächtig, als die Tür knarrend nach außen schwang und die Öffnung durch eine Gestalt verdunkelt wurde. Jemand schnaufte kurz, dann wurde die Tür wieder zugeschlagen und ein Riegel vorgelegt. Noch ein scharrendes Geräusch, dann war erneut Ruhe eingetreten, und Morgan atmete aus.

Er hatte sich so gelegt, dass sein Kopf zur Tür zeigte, und unter den fast geschlossenen Lidern den Blick auf die Türöffnung gerichtet. Wer da stand, war nicht zu erkennen, aber der Mann schien kräftig und in der Mitte des Lebens zu stehen. War das sein Kerkermeister, so würde es nicht leicht werden, ihn zu überwältigen. Der Umstand, dass die Tür nach außen aufschwang, konnte dabei von Nutzen sein.

Morgan sank zurück und streckte sich auf den kalten Steinplatten aus. Die Gedanken rasten durch seinen Kopf, aber er konnte seine Lage nicht einordnen. Vielleicht hätte er sich einfach überwältigen und als Gefangener verschleppen lassen – aber hätte sich seine derzeitige Lage dadurch verändert?

Andererseits wusste sein Gegner jetzt, dass er alles andere als ein einfacher Ackerknecht war. So, wie er gekämpft hatte, konnte sich nur ein lang geschulter Krieger gegen eine Übermacht stellen.

Unschlüssig, wie er sich bei der ersten Begegnung mit seinem Feind verhalten sollte, übermannte ihn die Müdigkeit. Als er hochschrak, war sein Verlies in vollkommene Dunkelheit getaucht. Gegen den nächtlichen Himmel hob sich nur das schmale Fenster etwas aus dem Gemäuer ab, und nun bemerkte Morgan das Hungergefühl, das ihn von seinem harten Lager aufgescheucht hatte.

Da niemand sich noch einmal die Mühe gemacht hatte, nach ihm zu sehen, setzte er nun alles daran, sich bemerkbar zu machen. Mit den Fäusten trommelte er gegen die glatte, schwere Tür und hatte die Genugtuung, dass gleich darauf auf dem Flur Schritte zu hören waren.

Ein Riegel kratzte über das Holz, dann wurde die Tür schwungvoll aufgerissen und sein Wächter stand erneut im Türrahmen. Morgan überflog rasch die Gestalt, in der er den Besucher wiedererkannt und bemerkte sofort dahinter das Licht einer Kienfackel in einer Halterung. Das Licht zeigte ihm aber auch, dass der Mann etwas in der Hand zum Schlag bereithielt, sollte sich ihm hier Widerstand entgegenstellen.

„Ah, der Herr ist erwacht. Ich hoffe nur, der Schlaf war gut und gründlich. Wäre es genehm, wenn ich jetzt das Abendessen serviere?“

Die heisere Stimme schien vor Hohn zu triefen, und der Mann verschwand gleich darauf aus der Türöffnung mit einem meckernden Lachen. Offenbar hatte er sich nur zur Seite gebeugt, einen Krug aufgenommen und ihn jetzt auf den Boden der Zelle gestellt. Dann rollte noch ein unförmiger Klumpen vor Morgans Füße, und die Tür flog krachend wieder zu, um gleich darauf verriegelt zu werden.

Der Löwenritter lauschte angestrengt am Holz nach draußen. Die Schritte bewegten sich nur über eine kurze Distanz, was darauf deutete, dass sein Wächter wohl in unmittelbarer Nähe auf seinem Posten war. Dann tastete Morgan nach dem Krug und rümpfte die Nase. Der saure Geruch, der ihm in die Nase stieg, verriet seinen Inhalt: Einfacher Wein, der so übel schmeckte, wie er roch. Morgan benetzte nur vorsichtig seine Lippen, dann griff er nach dem Klumpen und erkannte ein steinhartes Brot. Auch hier verging ihm durch den muffigen Geruch, der von dem harten Klumpen ausging, eigentlich der Appetit, aber er brach sich etwas davon ab, tunkte es in den Wein und füllte damit seinen Mund.

Dann reifte ein Plan in ihm.

Lahnydrock Castle war ihm gut vertraut. Nicht nur von früheren Besuchen her, sondern weil Sir Struan of Rosenannon, der Sheriff von Cornwall, hier seine Eltern gefangen gehalten hatte. Zwar war er sich nicht vollkommen sicher, dass er sich jetzt ebenfalls auf dieser Burg befand, aber sein Gefängnis gab ihm dafür einen ersten Hinweis. Einen Turm mit Räumen für Gefangene gab es in jedem Falle auf Lahnydrock Castle. Morgan war guter Dinge. (vgl. Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter # Band 15: Das Kreuz von Dartmoor)

Doch es sollte anders kommen, als geplant. Morgan hatte sich erneut in einer Ecke zusammengerollt und versuchte, die aus den Steinplatten durch seine dünne Kleidung dringende Kälte zu ignorieren. So schön die Frühlingstage in Cornwall bereits waren, so kalt waren noch die Nächte. Aber er hatte in seinem Leben als Krieger gelernt, solche Dinge auszuschalten, wenn es darum ging, Kräfte im Schlaf zu sammeln. Er konnte in der glühenden Tageshitze der Wüste ebenso schlafen wie in den eiskalten Nächten in den Zelten. Der Aufenthalt im Moor machte ihm überhaupt nichts aus, und das Baden im kalten Wasser erfrischte ihn stets. Schon nach kurzer Zeit schlief er tief und fest und schrak erst wieder auf, als ein Geräusch an der Tür ihn weckte.

Details

Seiten
120
Jahr
2018
ISBN (eBook)
9783738919707
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Mai)
Schlagworte
schwert schild morgan löwenritter band ungeheuer dartmoor

Autor

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Titel: Schwert und Schild – Sir Morgan, der Löwenritter Band 32: Das Ungeheuer von Dartmoor