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Texas Mustang #19: Osbornes blutige Rechnung

©2017 120 Seiten

Zusammenfassung

Der Rancher James Osborne vermisst Rinder, die während eines Gewittersturms verschwunden sind. Mit einigen Cowboys begibt er sich auf die Suche und trifft schließlich auf einen Mexikaner, der fünf Rinder bei sich hat, aber keinen Nachweis, ob ihm die Tiere auch wirklich gehören. Osborne macht kurzen Prozess mit dem Mann und lässt ihn aufhängen, denn in seinen Augen ist das ein dreckiger Viehdieb. Als einer seiner Männer bei dem Toten tatsächlich einen Kaufvertrag über die Rinder findet, beschließt Osborne, diese grausame Hinrichtung einfach zu vergessen und alle Spuren zu verwischen, die zu ihm führen könnten. Er weiß aber nicht, dass der Mexikaner noch seinen Neffen bei sich hatte, der von einem Versteck die Hinrichtung beobachtete. Und dieser Junge ist es, der die Behörden in Santa Fé informiert. US Marshal Jim Allison bekommt den Auftrag, die Mörder zu stellen und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Als Osborne dem US Marshal zum ersten mal gegenübersteht, ahnt er schon, dass sein Plan ins Wanken gerät. Denn Allison wird niemals Ruhe geben ...

Leseprobe

Table of Contents

Title Page

OSBORNES BLUTIGE RECHNUNG

Klappentext:

Roman:

TEXAS MUSTANG

 

Band 19

 

OSBORNES BLUTIGE RECHNUNG

 

Ein Western von Heinz Squarra

 

 

 

IMPRESSUM

 

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Klaus Dill, 2017

Redaktion und Korrektorat: Alfred Wallon

© dieser Ausgabe 2017 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

Klappentext:

Der Rancher James Osborne vermisst Rinder, die während eines Gewittersturms verschwunden sind. Mit einigen Cowboys begibt er sich auf die Suche und trifft schließlich auf einen Mexikaner, der fünf Rinder bei sich hat, aber keinen Nachweis, ob ihm die Tiere auch wirklich gehören. Osborne macht kurzen Prozess mit dem Mann und lässt ihn aufhängen, denn in seinen Augen ist das ein dreckiger Viehdieb. Als einer seiner Männer bei dem Toten tatsächlich einen Kaufvertrag über die Rinder findet, beschließt Osborne, diese grausame Hinrichtung einfach zu vergessen und alle Spuren zu verwischen, die zu ihm führen könnten. Er weiß aber nicht, dass der Mexikaner noch seinen Neffen bei sich hatte, der von einem Versteck die Hinrichtung beobachtete. Und dieser Junge ist es, der die Behörden in Santa Fé informiert. US Marshal Jim Allison bekommt den Auftrag, die Mörder zu stellen und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Als Osborne dem US Marshal zum ersten mal gegenübersteht, ahnt er schon, dass sein Plan ins Wanken gerät. Denn Allison wird niemals Ruhe geben ...

 

 

 

 

 

Roman:

Ein berstender Donnerschlag erfüllte die Luft, noch während der weiße Blitzschlag durch die Nacht zuckte und sein grelles Licht auf die Ranch warf. In dem scharfen Licht wurden die Gebäude und die Korrals sichtbar. Die Pferde in dem einen Korral stoben ängstlich wiehernd durch die Umzäunung, und im anderen Korral taten das die jungen Rinder, die ihre Angst nicht zu bändigen vermochten.

Das Vieh jagte am Zaun entlang, der sich ächzend bog, wenn die Tiere dagegen prallten. Regen rauschte nun vom Himmel und trommelte in den Sand.

Aus dem wuchtigen Haupthaus der Ranch fiel Lichtschein aus mehreren Fenstern, und manchmal war das helle Lachen eines Mädchens zu hören.

Es blitzte wieder. In gezackter Linie fuhr der lange Strahl vom Himmel, übergoss die Gebäude und die Büsche in der Nähe mit seinem hellen Licht und fuhr auf dem Hügel in den Boden. Urgewaltig donnerte es, dass der Boden bebte. Die Rinder und Pferde machten Luftsprünge und stoben immer schneller durch die Korrals.

Im Ranchhaus hatten James Osbornes neun wilde Cowboys die aus der Stadt Hondo geholten drei Barmädchen auf den langen Tisch gestellt und klatschten mit den Händen.

„Na los, Bewegung!“, schrie Osborne, der Rancher, ein vierschrötiger breiter Kerl mit roten Borstenhaaren. Er war vierzig Jahre alt und sechs Fuß groß, ein Kerl wie ein Berg, dem der Kopf direkt zwischen den breiten Schultern saß, als hätte er keinen Hals. Osborne lachte und klatschte mit seinen Cowboys.

Und auf dem langen Tisch, der mit Flaschen und Gläsern, mit leeren Tellern und herumliegenden Bestecken überladen war, begannen die drei Mädchen aus Hondo zu tanzen. Sie sahen ziemlich bleich aus und schienen Angst vor dem wilden, grölenden Haufen zu haben. Aber es war ihnen keine Wahl geblieben. Sie hatten mitgehen müssen, als die Cowboys sie holen wollten, weil sie unbedingt die paar Dollar brauchten, die es hier zu verdienen gab.

Draußen zuckte erneut ein weißer Blitzstrahl vom Himmel und raste nun schon vor dem Hügel in den Boden. Das Donnern rüttelte am Haus, um das noch in der gleichen Sekunde ein Sturmstoß tobte. Regenwände wurden gegen die Fenster geworfen. Das Wiehern der Pferde und das Brüllen der zu Tode erschrockenen Jungrinder schallte herein.

Aber niemand achtete darauf. Die Mädchen tanzten in ihren langen Flitterkleidern auf dem Tisch zwischen den schwankenden und klirrenden Flaschen entlang und versuchten den gierigen Händen zu entgehen, die immer wieder nach ihnen griffen. Das Gelächter verstärkte sich.

Die strohblonde Rachel, zweiundzwanzig Jahre alt und von großer, gut gewachsener Gestalt, bekam eine Whiskyflasche von Vormann Kid zugeworfen. Aber als sie die Flasche mit beiden Händen auffing, konnte sie sich nicht mehr verteidigen, und Kid riss am Saum ihres Kleides mit solcher Kraft, dass die Naht bis zu ihrer Hüfte aufplatzte und ihr schlankes Bein aus dem Stoff mit den Papiersternen ragte. Kid griff sofort danach. Er lachte schallend und riss das Mädchen vom Tisch herunter.

Das ermunterte auch die anderen zu größerem Eifer. Sie schoben sich gegenseitig aus dem Weg, packten die plötzlich kreischenden Mädchen und zerrten sie vom Tisch. Gläser, Flaschen und Teller flogen hinterher und zerschellten auf dem Boden.

Osborne lachte schallend, packte einen der Kerle, feuerte ihn an die Wand, schmetterte dem zweiten die Faust gegen das Kinn, dass es krachte und der Cowboy bis unter den Tisch flog, und dann hatte der Rancher das bleiche Mädchen Debbie vor sich, das ihn aus großen Mandelaugen und starr vor Angst anschaute.

„Siehst aus wie eine Mexikanerin!“ Osborne grinste das Mädchen an. „Bist aber keine, was?“

„Nein, Mister Osborne.“ Debbie wollte rückwärts.

Er lachte und folgte ihr, bis sie am Tisch war und nicht mehr weiter konnte. Da packte er sie an den Hüften und presste sie an sich.

„Du bist mir gerade recht, hörst du!“

Sie wollte sich freimachen, aber es gelang ihr nicht.

Indessen zogen die anderen die beiden Mädchen aus, um die sie immer noch stritten.

Draußen blitzte es. Der lange weiße Strahl fuhr in die Blutbuche im Hof, über die das Regenwasser in Strömen lief. Der Blitz spaltete den Baum bis hinunter zur Wurzel, und Feuer und Rauch quollen heraus. In das infernalische Krachen hinein war das Splittern der Buche zu hören, deren Stamm sich nach zwei Seiten auseinanderneigte. Die Wurzel knackte, und der auseinandergebrochene Baum schlug in den Hof. Aber noch mehr Holz barst, und das Brüllen der Rinder entfernte sich.

„Boss!“, schrie einer der Männer, riss das Fenster auf und hielt das Gesicht in den peitschenden Regen hinaus.

Osborne fuhr herum und ließ Debbie mit der einen Hand los. Das Mädchen wand sich aus seinem Griff und schob sich zurück.

„Die Rinder!“, rief der Cowboy.

Wind und Regen fuhren durch das Fenster. Die Lampen flackerten und warfen bizarre, lange Schatten durch den Raum.

Osborne rannte zur Tür und riss sie auf. Der Sturmstoß fuhr in das Zimmer und warf die Kleider der ausgezogenen Mädchen gegen die Wand. Sie kreischten, als die ersten Lampen verloschen. Ein Bild wurde von der Wand gerissen und zerbarst auf dem Boden.

Die Männer rannten hinaus und sahen Osborne am Rinderkorral, dessen Zaun ein Loch hatte. Der größere Teil der Rinder jagte noch immer brüllend durch die Umzäunung, aber im Hof waren ein paar Spuren zwischen den Pfützen zu sehen.

„Da war jemand hier, der hat die Rinder geklaut!“, schrie Osborne gegen den heulenden Sturm.

Hinter der Ranch im Süden blitzte es wieder. Geisterhaftes Licht wurde über die Gebäude geworfen und beschleunigte den Lauf der verängstigten Tiere.

Auch die Mädchen tauchten oben an der offenen Tür über der Freitreppe im Licht auf. Sie zogen noch die Kleider an. Rachel versuchte, die Naht zusammenzuhalten, die es nicht mehr gab.

„Los, die Pferde satteln und Fackeln holen!“, befahl Osborne.

„Sie sind vielleicht nur ausgebrochen und weggelaufen!“, schrie Kid gegen den Sturm.

„Was, weggelaufen?“

„Ja, Boss. Kann doch sein!“

„Blödsinn, Rinder laufen nicht von selbst weg!“

„Aber in ihrer Angst“, widersprach der junge Vormann. „Das soll doch schon vorgekommen sein!“

„Dass sie einen Zaun umwerfen?“

„Ja, ich habe es gehört, Boss.“

„Dummes Zeug. Los, zum Teufel, holt die Pferde. Ihr seid doch nicht bei mir, um alles besser zu wissen, ihr Halunken!“

Die Männer liefen zum Korral, nahmen ihre Lassos und öffneten das Gatter.

Das Pferderudel stob wiehernd durch die Koppel. Die Cowboys schimpften auf die ängstlichen Tiere, folgten ihnen und sprangen immer wieder zurück. Der erste warf sein Lasso. Es straffte sich jäh, und das Pferd riss den Mann von den Beinen. Er ließ aber nicht los und wurde ein Stück mitgeschleift. Dann blieb das Pferd mit zitternden Flanken und Schaum vor dem Mund stehen. Der Cowboy stand auf, ohne den Zug des Lassos zu lockern.

Die anderen folgten nun dem Beispiel ihres Kameraden und gingen beherzter auf die jagenden Pferde los.

„Auch welche für die Weiber!“, rief Osborne.

Weiter von der Ranch entfernt blitzte es, und ein paar Sekunden später erfolgte der Donnerschlag.

James Osborne ging zu der gespaltenen und umgestürzten Blutbuche, an deren Wurzel das Holz verbrannt war. Er spürte, wie der Sturm und der Regen von einer Minute zur anderen nachließen, und er hörte seine Männer kommen.

Die Mädchen standen frierend oben an der Tür.

Osborne nahm Kid sein großes Pferd ab und schwang sich in den Sattel.

„Holt Ölumhänge!“, befahl er. „Auch für die Mädchen!“

Andy und Burt gingen zum Bunkhaus.

„Wir reiten in die Stadt, Mister Osborne!“, rief Rachel herunter.

„Ausgeschlossen, allein könnt ihr nicht reiten!“, schimpfte der Rancher. „Was bildet ihr euch denn ein, was uns die Leute erzählen. Es sind Banditen unterwegs, die das Sauwetter für sich genutzt haben, das seht ihr doch! Sie haben Rinder geklaut. Wenn ihr denen in die Hände fallt, ist der Teufel los.“

„Kein größerer Teufel als hier“, sagte Debbie mit blitzenden Augen so leise, dass sie im Hof unten nicht verstanden werden konnte.

Madeleine, das dritte Mädchen, stieß ein leises Zischen aus.

„Ist doch wahr!“, stieß Debbie hervor und stampfte mit einem Fuß auf die derben Bohlen der Veranda.

„Kid, sieh nach, wie viele Rinder fehlen!“, kommandierte der Rancher. Er schwang sich in den Sattel. „Und schafft genügend Fackeln und ein paar Sturmlaternen heran, damit wir die Spuren nicht verlieren.“ Er schaute zur Veranda hinauf. „Nun kommt schon, verdammt!“

„Es ist besser, wir machen keine Umstände“, sagte Madeleine leise. „Wir können froh sein, dass es zu Ende ist.“

„Er hat noch nicht bezahlt!“, schimpfte Debbie.

„Daran werden wir ihn schon erinnern.“ Rachel überquerte die Veranda und stieg die Treppe hinunter. „Wo sollen wir denn nun hin, Mister Osborne?“

„Ihr kommt mit uns. Und wenn wir in die Nähe der Stadt kommen, dann schaffen wir euch hin.“

Andy und Burt kamen mit den Ölhäuten, die sie im Hof verteilten. Auch der Rancher hängte sich eine der schützenden Planen um. Dann wurden Fackeln entzündet. Heston löschte im Haus das Licht und schloss die Tür. Kid kam vom Korral zurück.

„Und, wie viele?“, fragte der Rancher barsch.

„Fünf.“

„Nur fünf?“

„Ja, Boss.“

„Hast du genau gezählt?“

„Genau, Boss. Es sind nur fünf. Und die sind sicher von selbst ausgebrochen und weggelaufen.“

„Fünf nur? Du spinnst doch, fünf Rinder werfen doch keinen Zaun um! He, Clyde, können fünf junge Rinder einen Zaun umwerfen?“

Clyde war ein gewaltiger Bursche, wuchtig wie ein Bulle und so groß wie sein Boss. Sein einfältiges Schlägergesicht legte sich in grinsende Falten, und der Hohn, den es auszustrahlen vermochte, traf den Vormann, den er sowieso nicht besonders leiden konnte.

„Ich werfe den Zaun ganz allein um, Boss!“

Osborne lachte selbstgefällig. „Das weiß ich, Clyde. Na los nun, helft den Mädchen, damit wir wegkommen!“

Die drei Mädchen rannten zu den Pferden, die für sie gesattelt worden waren und versuchten den Händen der Cowboys zu entgehen. Auch die restlichen Cowboys saßen auf. Und während die Mädchen noch die Ölhäute umbanden, ritten die Männer schon los. Mit zwei brennenden Fackeln leuchteten sie auf die Spur, die an dem umgestürzten Baum vorbeiführte, um den Schuppen herum und dann nach Süden.

 

*

 

Sie hatten sich eine Reihe von Meilen von der Ranch entfernt und noch weiter von der Stadt Hondo, so dass die Mädchen noch bei ihnen waren. Am Rande des weit nach Westen und Osten reichenden Gehölzes hielten sie an. Da sie die Spuren der verschwundenen Rinder schon lange verloren hatten, leuchteten sie den Boden ab. Zwei Männer entfernten sich mit ihren Fackeln am Saum des Waldes entlang nach den beiden Seiten.

Der Rancher und die anderen warteten. Die Mädchen froren in den dünnen, trotz der Ölhäute nass gewordenen Flitterkleidern, und Rachel schlugen die Zähne aufeinander. Der Rancher schaute nach Westen, wo im ersten fahlen Schimmer des nahenden Tages die Berghänge der Sacramento Mountains Konturen annahmen.

„Wer weiß, ob wir noch richtig sind, Boss“, brummte Kid. „Und Spuren von Reitern haben wir auch nicht gefunden!“

„Du fängst an, mich sträflich zu langweilen“, gab der Rancher zurück. „Willst du, dass ich dich von meiner Lohnliste streiche?“

„Nein“, erwiderte der Vormann erschrocken und mit großen, runden Augen. „Nein, das will ich nicht.“

„Na also, dann halte gefälligst die Klappe. Ich bin der Boss, und was ich denke, ist richtig. Klar?“

„Klar, Boss.“

Osborne nickte zurfrieden. „Will ich auch hoffen, zur Hölle.“

Die Fackeln hatten sich auf beiden Seiten schon hundert Yard weit entfernt.

„Wenn wir die Rinder wirklich sehen, wissen wir nicht einmal, ob sie es sind“, sagte Kid wieder.

Osborne kniff die Augen zusammen und reckte den Kopf vor.

„Du willst wohl von meiner Lohnliste verschwinden, wie?“

„Nein, Boss. Aber es stimmt doch! Die jungen Rinder haben keine Brandzeichen. Kein Mensch könnte beschwören, dass es unsere Rinder sind.“

„Meine Rinder, verdammt!“

„Ja. Entschuldige, Boss. Deine Rinder, ist doch klar.“

Osborne fluchte leise und blickte nun nach Osten. Die Fackel auf dieser Seite wackelte, und der Mann schien etwas zu rufen.

„Boss, Perce will was!“, stieß einer der anderen hervor. „Er scheint was gefunden zu haben!“

„Dann los!“

Osborne lenkte sein Pferd herum und ritt am Saum des Waldes auf den Mann mit der Fackel zu. Der Haufen folgte ihm. Der andere Cowboy mit der zweiten Fackel wurde von der Westseite des Gehölzes zurückgerufen.

Als Osborne den Mann erreichte, sprang er vom Pferd.

„Da!“ - der Mann zeigte in den Wald.

Osborne blickte in das tiefe Dunkel zwischen den Stämmen. „Was ist da?“

„Ein Feuer, Boss! Siehst du es nicht?“

Osborne strengte seine Augen an, bis er meinte, Feuerschein zwischen den Bäumen zu sehen. „Ja, tatsächlich.“

„Aber das ist noch nicht alles, Boss. Hier, sieh her!“

Der Mann zeigte mit der Fackel links von sich auf den Boden, und Osborne sah die Spuren von ein paar Rindern und von einem größeren und schweren Tier.

„Alle Teufel! Sehr gut, mein Junge, daran denke ich, wenn der Lohn ausgezahlt wird.“

„Danke, Boss!“

Osborne spähte wieder in das Dunkel. Auch die Cowboys und die drei mitgenommenen Mädchen schauten nun in das Dunkel zwischen den Stämmen, in dem hin und wieder undeutlich der Widerschein eines Feuers zu erkennen war.

Osborne zog den Revolver, drehte die Trommel durch und schob die Waffe locker in die Halfter zurück. Die Cowboys folgten seinem Beispiel.

„Fertig?“, fragte Osborne.

Sie nickten.

„Und wenn der Halunke zu fliehen versucht, dann knallt ihn ab“, erklärte der Rancher. „Viehdiebe haben bei uns nicht mit Gnade zu rechnen!“

Der Rancher wollte sein Pferd antreiben, zögerte aber, als Debbie fragte: „Werden wir nach Hondo reiten, wenn Sie den Mann gefangen haben, Mister Osborne?“

„Gefangen haben?“, fragte Osborne gedehnt.

Ein paar der Cowboys lachten rau auf.

„Ist sie nicht goldig?“, fragte Ray, ein junger, drahtiger Bursche.

„Was sollten wir denn mit dem Viehdieb in Hondo?“ Der Rancher legte den Kopf schief.

„Ich dachte ... Ich dachte, dem Marshai übergeben“, sagte Debbie. „Damit er ihn nach Santa Fé bringt.“

„Solche Umstände werden wir dem Stadtmarshal von Hondo ganz sicher nicht machen!“

Osborne trieb sein Pferd an und ritt in den Wald hinein, in dem das herumliegende Geäst unter den Hufen zerbarst.

 

*

 

Der alte, weißbärtige Mexikaner hatte sich neben dem fast erloschenen Feuer auf der Lichtung gesetzt und schaute auf die Bäume, die sich aus der scheidenden Nacht schälten.

Das Rascheln der Büsche und leise knackende Geräusche erreichten die Ohren des Mannes. Er setzte seinen großen Strohsombrero auf, ein schäbiges, durchlöchertes Ding von einem Hut, dann stieß er den Jungen an, der neben ihm in die Decke gerollt lag und noch schlief.

Der Junge bewegte sich und seufzte im Schlaf.

„Juan, wach auf!“, stieß der weißbärtige alte Mexikaner hervor. Er rüttelte den Jungen wieder, der die Augen öffnete und verwirrt um sich schaute.

Die Geräusche im Wald waren lauter geworden. Manchmal war Fackelschein zu erkennen. Ein Pferd wieherte.

Der Junge hatte sich gesetzt und rieb seine Augen aus.

Die jungen Rinder, die der Mexikaner mit seinem Maultier an einen Baum gebunden hatte, stießen die Hufe auf den Boden.

„Was ist?“, fragte der Junge. „Versteck dich im Wald!“

„Im Wald? Warum?“

„Es kommt jemand, Juan.“

„Warum soll ich mich deswegen im Wald verstecken?“

Der Mexikaner war aufgestanden und zog den ungefähr zwölfjährigen Jungen auf die Beine. „Ich spüre, dass es Ärger gibt.“

„Was für Ärger, Onkel Pedro?“

„Frag nicht soviel, versteck dich im Wald und verhalte dich ganz still, auch wenn etwas geschieht! Hast du verstanden?“

„Ja, Onkel Pedro.“

„Dann mach!“

Der weißbärtige Mexikaner stieß den Jungen auf das dichte Unterholz am Rande der Lichtung zu. Dann schaute er wieder auf die jungen Rinder und auf sein Maultier.

Der Lichtschein im Wald war nun so deutlich geworden, dass der Mexikaner auch Gesichter wie helle Flecken sah. Der Kopf eines Pferdes schob das Gestrüpp auseinander.

Der Mexikaner rollte die Decke hastig zusammen und trat vor das Feuer.

Ein Reiter nach dem anderen kam auf die Lichtung und hielt an. Die Männer schauten über den freien Platz mitten im Wald und auf die Tiere, die an den Baum gebunden waren. Niemand sagte etwas.

Der Mexikaner verneigte sich schließlich und nahm den Hut ab.

„Guten Morgen, Senores!“

„Kid, sieh nach, ob es die Rinder sind!“, befahl Osborne, ohne dem Mexikaner zu antworten.

Der Vormann rutschte geschmeidig aus dem Sattel.

„Ich friere“, sagte Rachel.

„Halte die Klappe, verdammt!“, stieß der Rancher barsch hervor.

Kid war zu dem Mexikaner herübergekommen, erkannte dessen Zittern und blickte auf das Lager, auf das Feuer, das Maultier und die Rinder.

„Was wollt ihr?“ Der Mexikaner trat zurück. „Was wollt ihr denn von mir?“

Kid schaute wieder auf die Rinder. „Und, Kid?“

„Es sind fünf.“ Kid wandte sich um. „Fünf junge Rinder, die kein Brandzeichen tragen.“

Clyde, der bullige Kerl mit dem breitflächigen, wenig intelligenten Gesicht lachte polternd, machte das Lasso vom Sattel los und legte eine Schlinge zurecht.

Auch ein paar andere begannen schallend zu lachen.

Der Mexikaner ging weiter zurück und prallte gegen einen Baum.

„Was wollt ihr von mir?“

Die Kerle auf ihren Pferden lachten noch immer im Gefühl einer wilden Vorfreude, die bereits als dunkle Ahnung im Kopf des Mexikaners dämmerte.

„Woher hast du die Rinder?“, fragte Kid.

Der Rancher und seine Meute kamen über die Lichtung geritten. Clyde stieg ab, trat nach dem Maultier und blickte auf die jungen Rinder.

„Und genau fünf, Boss! Das passt wie die Faust aufs Auge!“

„Woher hast du sie?“, fragte Kid noch einmal.

„Ich habe sie gekauft!“

„Gekauft?“, fragte der Rancher.

„Ja! In Santa Fé!“

„Du meinst wohl, in meinem Korral, was? Ich bin James Osborne, der Besitzer der Ranch, auf der du heute Nacht während des Gewitters gewesen bist.“

„Ich habe keine Ranch gesehen, Senor.“

Der Mexikaner wollte um den Baum herum, aber Kid hielt ihn fest.

„Wenn du die Rinder in Santa Fé gekauft hast, dann weißt du ja sicher auch noch von wem, was?“

„Ja, Senor! Von Senor Pascal Richard! Er hat den Store in der Frontstreet!“

„Das weiß ich nicht.“ Kid ließ den Mann los und ging zurück. Er schaute wieder auf die Rinder.

„Was hast du denn?“, fragte Osborne grinsend. „Denkst du, es sind nicht meine Rinder?“

„Es können deine Rinder sein oder auch nicht, Boss. Jungvieh sieht sich so ähnlich, da sehe ich keinen Unterschied.“ Kid ging zu seinem Pferd und stieg auf. „Aber man könnte ja in Santa Fé fragen, ob es einen Pascal Richard gibt, der einem Mexikaner Rinder verkauft hat. Es ist ja nicht außer der Welt?“

„Spinnst du, Kid?“, knurrte der Rancher.

„Er scheint wirklich im Kopf nicht mehr richtig zu sein!“ Clyde lachte kichernd. „So was Verrücktes, der würde nach Santa Fé reiten und Pascal Richard suchen!“

Ein paar der Kerle waren abgesprungen und schnappten den alten Mexikaner, bevor der im Wald verschwinden konnte. Die Cowboys schleuderten ihn vor die Pferde der anderen.

„Wenn du die Rinder gekauft hast, besitzt du bestimmt eine Quittung, was?“

Osborne grinste teuflisch zu dem Mexikaner hinunter, weil der für ihn der Viehdieb war, den sie in ein paar Minuten an einem der Bäume hängen würden.

„Ja, Senor, ich habe eine Quittung!“

Der Mexikaner stand auf, raffte seinen Hut auf, durchsuchte das abgefetzte Band darin, stülpte den Hut auf, suchte in den Taschen seiner Hose, im fadenscheinigen Hemd und dann wieder in den Tauschen der Hose.

Die Cowboys, die einen Moment ernst geworden waren und ihre Felle davonschwimmen sahen, grinsten schon wieder triebhaft und tückisch und sicher, dass sie ihn doch hängen würden.

„Na?“, fragte Osborne, der nun den einen Ellenbogen auf das Sattelhorn lehnte.

„Ich finde sie nicht, Senor!“

Osborne nickte. „Hab’ ich mir gleich gedacht.“

Der Mexikaner begann wieder in seinen Taschen und in seinem Hemd zu suchen, ging dann zu dem Maultier und durchsuchte auch seine Satteltasche. Dann kroch er über den Boden, herum um das ganze Lager, schüttelte die Decke aus und suchte wieder in seinem Hut.

„Nun ist es genug, was?“ Osborne richtete den Oberkörper auf. „Los, Leute!“

Sie sprangen von den Pferden und packten den Mexikaner an den Armen. Er wehrte sich, wollte sich losreißen, hatte aber keinen Erfolg gegen die eisernen Griffe der Cowboys.

„Ich muss sie verloren haben, Senor!“, rief er. „Ich hatte eine Quittung, ich weiß es genau. Senor Pascal Richard sagte, man müsste immer eine Quittung haben, damit man beweisen kann, dass man bezahlt hat. Ich hatte keine Quittung haben wollen, Senor.“

Osborne nickte freundlich und winkte seinen Leuten.

„Los, dort unter den Baum!“

Clyde ritt zu dem Baum hinüber, einer stämmigen Buche, wie sie der Blitz im Hof der Ranch gefällt hatte. Die anderen schleppten den Mexikaner hinterher. Clyde warf die Lassoschlinge über einen beindicken Ast, und die Schlinge pendelte vor dem Gesicht des Mexikaners.

Die Mädchen vermieden es, auf den Mexikaner und das Lasso zu blicken. Rachel zitterte heftig, Debbie war bleich geworden und Madeleine schlugen die Zähne aufeinander.

„Aber ich habe bestimmt eine Quittung!“, jammerte der alte Mexikaner, dessen weißer Bart nun ebenfalls zitterte. Schweiß war dem Mann ausgebrochen.

„Von uns bekommst du jetzt die Quittung, Mex.“

„Um den Hals!“ Clyde lachte schallend, sprang von seinem Pferd und trat mit dem Ende des Lassos in den Händen an den Stamm der Buche. „Sind wir soweit, Boss?“

Osborne nickte.

Da schoben sie den Mexikaner unter die Schlinge, die sie ihm über den Kopf zogen. Dann wurde er von den beiden unter den Armen gepackt und angehoben, und Clyde zog das Lasso straff und band es am Baum fest.

Der Mexikaner schrie und jammerte und bettelte um Gnade, aber es nützte ihm nichts mehr. Die beiden Kerle ließen ihn los, jäh straffte sich das Lasso, das Schreien des Mexikaners wurde zu einem Röcheln, und die Augen quollen ihm aus den Höhlen. Sein Kopf schwoll wie eine Tomate an, und die Zunge kam mit einem krächzenden Laut aus seinem Mund. Er zappelte noch, wollte mit den Händen über sich greifen, aber das gelang ihm nicht.

Rachel übergab sich hinter den Männern, und Debbie hustete erstickend. Das dritte Mädchen weinte schluchzend.

Osborne nickte Clyde zu. Der ganze Haufen grinste gnadenlos und in dem Gefühl der Überlegenheit, nur Kid, der mittelgroße Vormann, nicht.

„Los, Clyde, bring es mit ihm zu Ende!“, schimpfte der Rancher. „Das kann man ja gar nicht mit ansehen, wie der sich sträubt, in die Hölle zu kommen!“

Clyde zog den Revolver und spannte den Hammer.

Der Mexikaner bewegte sich immer noch, während sein Körper an dem Seil unter dem dicken Ast gedreht wurde.

Clyde feuerte. Die Kugel traf den Gehenkten ins Genick und tötete ihn endgültig. Pulverrauch hüllte ihn ein, als würde er in einer Wolke schweben.

Clyde blies den Rauch noch immer grinsend von der Mündung seiner Waffe und schob sie in die Halfter. Er ging um den Toten herum, öffnete die große Satteltasche des Maultieres, pfiff durch die Zähne und zog ein paar Flaschen aus der Tasche.

„Verdammt und zugenäht, das gibt es doch gar nicht!“, rief Ray, der junge Kerl mit der drahtigen Gestalt. „Zeig her, Clyde!“

Clyde lachte, schlug auf den Boden der einen Flasche, bis der Korken aus dem Hals sprang, und dann trank er.

Da sprengten sie alle von den Pferden und rauften um die Flaschen, weil jeder einen Schluck haben wollte. Nur Kid und der Rancher saßen noch auf den Pferden, und außerdem die drei Mädchen mit den bleichen Gesichtern.

Die Kerle lachten und schlugen aufeinander ein, bis der letzte Tropfen des Schnapses gesoffen war.

Osborne hatte geduldig gewartet. Immer wieder blickte er verstohlen auf Kid. Als der Schnaps nun alle war, sagte er: „Nehmt die Rinder und das Maultier mit!“

Die Tiere wurden von dem Baum neben dem Gehenkten losgebunden und an den Pferden vorbeigeführt. Clyde stand noch vor dem Gehenkten, der ausgebeulte Cordhosen mit großen Flicken trug, aber ein paar wunderschöne neue Texasstiefel an den Füßen hatte.

„Was ist noch?“, fragte der Rancher barsch.

„Er könnte meine Schuhgröße haben, Boss. Und er hat ein paar nagelneue Stiefel!“

„Das sehe ich.“

Clyde wischte sich über den Mund. „Ich meine nur, ob die nun hier hängen, oder ob ...“

„Also von mir aus, nimm sie dir!“, knurrte der Rancher.

Clyde riss dem Gehenkten erst den einen Stiefel vom verdrehten Fuß, dann den anderen. Aus dem zweiten flatterte ein Zettel, der auf dem Boden landete.

Plötzlich war es ganz still auf der Lichtung. Clyde stand mit den Stiefeln in den Händen vor dem Gehenkten, der sich unter dem Ast wieder um seine Achse drehte.

„Sieh nach, was auf dem Zettel steht, Clyde!“, befahl der Rancher schließlich mit krächzender Stimme.

„Ich ... Ich kann nicht lesen, Boss. Das weißt du.“ Clyde ging rückwärts.

Da stieg der Vormann ab, ging zu dem Gehenkten, hob den Zettel auf und schaute darauf. Als er den Kopf hob, sagte er: „Es ist eine Quittung über vierzig Dollar, Boss. Für drei Flaschen Rum und fünf junge Rinder.“ Kid knüllte den Zettel zusammen. „Ausgestellt in Santa Fé von Pascal Richard. Für Mister Pedro Gonzales.“

Der Vormann warf den Zettel in das Unterholz, ging zu seinem Pferd und stieg in den Sattel.

„Verflucht“, sagte der Rancher.

Kid wendete sein Pferd und ritt auf der Spur zurück, die ihre Pferde auf dem Weg hierher hinterlassen hatten.

„Verflucht“, sagte Osborne noch einmal.

Clyde setzte sich auf den Boden und zog die neuen Stiefel an. „He, Boss, die passen!“

„Halte die Schnauze, du Idiot!“

Clyde stand auf und machte ein paar Gehversuche. Dann schaute er den Rancher an. „Was hast du denn? Wo gehobelt wird, fallen Späne. Und es ist doch nur ein Mex!“ Mit finsteren Blicken schaute der Rancher von einem zum anderen, zuletzt auf die bleichen Mädchen. „Das bleibt unter uns, verstanden!“, stieß er barsch hervor.

Die Mädchen hatten schwarze Ringe unter den Augen, waren alle bleich wie neu getünchte Wände und zitterten.

„Habt ihr verstanden, Ihr verdammten Huren?“, schrie der Rancher wütend. „Ich drehe euch eigenhändig die Hälse um, wenn ihr auch nur ein Wort verlauten lasst!“

Die Mädchen zitterten heftiger. Debbie weinte. Silberbäche liefen ihr über die bleichen Wangen.

„Ich komme selbst in die Stadt und mache euch fertig!“, versicherte der Rancher noch einmal. „Wir haben damit nichts zu tun. Wir haben die Ranch die ganze Nacht nicht verlassen, und uns sind nie Rinder weggelau ... weggekommen!“

Auch die anderen beiden Mädchen begannen in ihrer wahnsinnigen Angst vor den gewalttätigen Kerlen zu weinen.

„Verstanden?“, schrie Osborne.

Sie zuckten zusammen. Rachel raffte sich dazu auf, zu nicken und zu sagen: „Wir reden nicht. Aber wenigstens unser Geld wollen wir haben, wie ihr es versprochen habt, als ihr uns geholt habt!“

„Ihr bekommt Geld, ihr dummen Gänse! Ihr bekommt mehr, als ihr euch verdient habt! Aber wenn ihr ein Wort sagt, komme ich in die Stadt. Und dann gnade euch Gott! Los jetzt!“

Die Rinder wurden an den Lassos über die Lichtung und in den Wald geführt, genau wie das Maultier. Sie verschwanden einer nach dem anderen, zuletzt der Rancher Osborne, der vom Saum der Lichtung noch einmal zurückschaute. Aber außer ein paar Spuren, die wieder verschwinden würden, und dem gehenkten Mexikaner hatten sie nichts zurückgelassen.

Osborne ritt in den Wald hinein. Allmählich entfernten sich die Geräusche und verklangen. Die Äste eines Busches bewegten sich, Juan, der Junge, kroch heraus und blickte auf den Gehenkten. Auch ihm liefen Tränen, wie den Mädchen, über die Wangen, und er musste schlucken. Er ging hinüber zu dem Toten, stieß ihn mit einem Finger an und sagte: „Onkel Pedro?“

Der Gehenkte drehte sich an dem Strick weiter herum.

Juan sah den Zettel im Unterholz und hob ihn auf. Dann blickte er wieder auf den Gehenkten, und die Tränen tropften von seinem Kinn auf das Leinenhemd, das er trug.

 

*

 

US Marshal Jim Allison kam auf seinem schwarzweiß gescheckten Hengst King langsam auf die kleine Stadt Hondo in der Ebene vor den Sacramento Bergen zugeritten. Allison schaute in die breite Straße des kleinen Nestes hinein, das aus einem runden Dutzend weißer Adobelehmhäuser bestand. Der mehr hohe als breite Saloon überragte die anderen Flachdächer wie eine Kiste, und das Sonnenlicht brach sich auf dem Gemäuer.

Allison war ein großer, breitschultriger Mann mit dunklem Haar und dunklen Augen, die aus einem schmal geschnittenen, kantigen Gesicht scharf auf das Nest blickten. Er trug Lewishosen, Texasstiefel, eine Lederjacke und einen flachen, dunklen Hut, dessen Conchoband kleine Silberkuppen zierten. Den Stern des US Marshals hatte Allison von der Lederjacke entfernt und in die Tasche gesteckt.

Er schlug dem herrlichen Hengst leicht gegen den Hals und sagte: „Dann wollen wir mal sehen, King!'*

Details

Seiten
120
Jahr
2017
ISBN (ePUB)
9783738914849
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2017 (November)
Schlagworte
texas mustang osbornes rechnung

Autor

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Titel: Texas Mustang #19: Osbornes blutige Rechnung