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Top Grusel Thriller #2: Der Gigant von Sizilien

2017 120 Seiten

Zusammenfassung

Unheimliche Begegnungen mit den Mächten des Bösen, finstere Geschöpfe des Todes, die die Lebenden mit ihren namenlosen Schrecken heimsuchen und Dämonen, die durch einen unbedachten Gedanken gerufen wurden oder einem Ort anhaften wie ein böser Fluch – darum geht es in den Romanen der Reihe TOP GRUSEL THRILLER.

Leseprobe

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Der Gigant von Sizilien

von Al Fredric

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Unheimliche Begegnungen mit den Mächten des Bösen, finstere Geschöpfe des Todes, die die Lebenden mit ihren namenlosen Schrecken heimsuchen und Dämonen, die durch einen unbedachten Gedanken gerufen wurden oder einem Ort anhaften wie ein böser Fluch – darum geht es in den Romanen der Reihe TOP GRUSEL THRILLER.

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Copyright

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Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© by Author /Cover Klaus Dill

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

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Roman

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Die Sonne hatte ihren höchsten Punkt erreicht, beherrschte den azurblauen Himmel, ein gewaltiger weißer Feuerball, der erbarmungslos seine Strahlen aussandte. Die Erde war trocken und ausgedörrt. Über den Höhen karstiger Hügelgruppen flirrte die Luft. Träge kroch die Zeit dahin, wie gelähmt von der Hitze und der Trostlosigkeit der Landschaft. Auf dem dunklen Band der Asphaltstraße kam ein Auto näher. Ein spinatgrüner Mirafiori, dessen Motor auffallend laut brummte. Sämtliche Seitenfester waren heruntergekurbelt worden. Am Steuer saß ein feister Mann mit graumelierten Haaren. Sein Hemd klaffte weit auf, auf seiner Brust baumelte ein glitzernder Talisman. Im Fond schwitzte ein junges Paar. Er – schlank, dunkelhaarig, bärtig, bebrillt – hatte seinen Arm um ihre Schultern gelegt.

Der Fahrer sah manchmal in den Rückspiegel und erfreute sich an dem Anblick des Mädchens. Blondinen waren auf Sizilien sehr gefragt, und wenn eine so hübsch war wie diese, verrenkte man sich gern einmal den Hals, zumal sie einen berückenden Körper besaß, dessen vollendete Formen sie ohne Stützen unter einem simplen T– Shirt zur Schau trug. So würde sich keine Einheimische auf die Straße wagen, nicht einmal in den großen Städten.

„Bedauerlich“, murmelte der Graumelierte. „wirklich bedauerlich.“

Der junge Mann beugte sich vor und schaute ihn von der Seite an.

„Was meinten Sie, Signor de Lorenzo? Schimpfen Sie etwa über die Hitze? Ich finde sie herrlich. Ihr Sizilianer seid durch das schöne Wetter verwöhnt, aber wer wie unsereins aus dem Betondschungel von Boston geflüchtet ist, weiß die Sonne zu schätzen.“

Lindon McGhee war gebürtiger Amerikaner, sprach jedoch auffallend gut italienisch. Er studierte Naturwissenschaften an der Universität Boston. Jennifer Lane, seine Freundin, arbeitete als Fremdsprachenkorrespondentin in einem großen Industriebetrieb.

Das Mädchen fuhr sich mit der Zungenspitze über die ausgetrockneten Lippen. „Ich möchte wissen, wann und wo dieses Feriendorf endlich aus der Einöde auftaucht. Existiert es überhaupt?“

„Sie werden staunen“, entgegnete Rosario de Lorenzo lachend.

„Für meine Begriffe ist das eine Gegend, in der man höchstens Westernfilme drehen kann – aber Fremdenverkehr? Dafür ist die Landschaft zu unterentwickelt, bietet zu wenig Reize. Marina di Palma liegt nun schon eine Ewigkeit hinter uns und wir sind immer noch nicht am Ziel.“

„Hab doch Geduld, Jennifer“, sagte Lindon. „Es wird sich ja bald herausstellen, ob die Leute vom Reisebüro, bei dem wir gebucht haben, uns richtig informiert haben.“

„Ich kann mir schon denken, was uns erwartet. Trostlose weiße Klötze, in denen außer uns vielleicht noch ein paar Dumme wohnen, die sich ebenfalls eine Reise nach Sizilien haben aufschwatzen lassen. Es wäre sicherlich besser gewesen, an die Adria oder ans Tyrrhenische Meer zu fahren ...“

„Signorina“, unterbrach de Lorenzo ihre unmutigen Äußerungen. Für einen Moment ließ er das Lenkrad los und breitete die Arme aus.

„Denken Sie doch an das Meer – an das herrliche Wasser, die Luft, die Sonne, das Firmament! Hier in Südsizilien besitzt das Leben noch Ursprünglichkeit, Romantik ...“

Jennifer lachte silberhell. „An Ihnen ist wirklich ein Poet verlorengegangen. Nun, ich lasse mich gern überraschen.“

Hinter einer kahlen Hügelkuppe tauchte endlich das Meer auf. Und vor der mit Büschelgras bestandenen Uferböschung, die auf den Strand hinabführte, duckten sich schneeweiß gestrichene Würfelbauten gegen den Hang. Es waren zwölf Bungalows, die erst vor einem Jahr errichtet und ihrer Bestimmung als Feriendorf für ausländische Urlauber übergeben worden waren.

Rosario de Lorenzo stoppte den Wagen auf dem betonierten Platz mitten zwischen den flachen Bungalows. Sie machten einen adretten und komfortablen Eindruck.

De Lorenzo stieg aus und rief „Signor Higginbotham!“

Keine Antwort. Lindon McGhee und Jennifer Lane, die ebenfalls das Auto verlassen hatten, kamen zu ihm herüber.

Lindon meinte: „Higginbotham? Wer ist das?“

„Ein Gast, den ich bereits heute morgen hierher gebracht habe.“

„Und die anderen?“ fragte Jennifer.

Der Italiener blickte sie treuherzig an. „Sie werden sich am Strand befinden und ihre Sonnenschirme weiter nordwärts aufgeschlagen haben. Deshalb konnten wir sie von der Straße aus nicht sehen.“

Er zeigte ihnen den für sie bestimmten Bungalow, der aus Wohnraum, Schlafzimmer, Küche und Bad bestand. Er war vollständig eingerichtet und sogar mit Klimaanlage versehen. Im Kühlschrank lagerte ein beachtlicher Lebensmittelvorrat.

„Donnerwetter, hier ist aber an alles gedacht worden“, meinte Lindon.

„Ich bin erstaunt“, gab Jennifer zu. „Das hätte ich nicht erwartet. Ich glaube, ich muß mich bei Ihnen entschuldigen, Signor de Lorenzo. Meine Befürchtungen waren wohl doch übertrieben. Hier können wir’s drei Wochen aushalten, und am Ende werden wir uns so gut eingewöhnt haben, daß wir nicht mehr fort wollen.“

De Lorenzo erwiderte nichts, sondern schaute nur nachdenklich aus einem der Fenster aufs Meer hinaus.

Dann riß er seinen Blick los und sah auf die Armbanduhr. „Mio Dio! Es ist schon spät. Entschuldigen Sie mich, ich muß sofort nach Marina di Palma zurück. Weitere Gäste treffen ein und brauchen meine Betreuung.“

Er ging hinaus, klappte den Kofferraum des Mirafiori auf und händigte ihnen ihr Gepäck aus, half, es ins Haus zu tragen.

„Ich komme – regelmäßig vorbei und besorge Ihnen, was Sie brauchen“, erklärte er. „Ja, in ganz dringenden Fällen rufen Sie mich am besten an. Die Nummer steht auf dem Merkblatt neben dem Telefonapparat.“

Er verabschiedete sich und stieg in sein Auto. Er schien es tatsächlich eilig zu haben. Brummend rollte der Wagen mit ihm davon.

„Komm, laß uns erst mal an den Strand gehen und das Meer begrüßen“, sagte Lindon zu Jennifer. Er küßte sie, dann zog er sie an der Hand hinter sich her. Die Tür des Bungalows schloß er sorgfältig ab und steckte den von de Lorenzo übernommenen Schlüssel in die Hosentasche. Sie schlenderten an den Würfelhäusern vorüber.

Das Mädchen blieb plötzlich stehen. „Darling, findest du nicht auch, daß es hier merkwürdig still ist?“

„Verständlich. Die Häuser sind leer, die Gäste am Strand ...“

„Das meine ich nicht. Man hört keinen Wind, der das Ufergras rascheln läßt, weder das Rauschen der Brandung noch den Schrei eines Vogels. Es ist, als halte die Natur den Atem an.“

Lindon McGhee holte ein Tuch hervor, nahm die Brille ab und trocknete sich die Stirn. „Das kommt dir nur so vor, weil unsere Nerven durch die Geräusche der Großstadt abgestumpft und überreizt sind. Du wirst dich noch wundern, wie laut das Meer sein kann – besonders nachts!“

Jennifer sah den Freund ungläubig an. „Vielleicht hast du recht“, sagte sie.

Die beiden liefen die Böschung hinab, tollten über den Strand. Und dann sah Jennifer die leichte Brandung und konnte nun doch ihrem Rauschen und Plätschern lauschen. Verträumt standen sie da und schauten auf die vorn kristallfarbene, weiter hinten türkisblaue Wasserfläche hinaus.

Als Lindon sich umdrehte, sah er den Mann. Er trug einen weißen Tropenanzug, aber statt des Helmes saß ein beigefarbener Sonnenhut auf seinem Kopf. Er beschattete das magere, blasse und melancholische Gesicht, das seine Fortsetzung in einem dürren Hals und einem gleichsam ausgemergelt wirkenden Körper fand. Der Mann sagte kein Wort, sah sie nur an.

„Himmel, haben Sie mir einen Schrecken eingejagt“, meinte Lindon ein bißchen verstimmt. „Stehen Sie schon lange da? Wer sind Sie denn?“ Der Mann trat auf sie zu und zog den Hut. Höflich verbeugte er sich. Seine Bewegungen waren linkisch. „Gestatten – Peter Higginbotham, britischer Staatsbürger. Die Reisegesellschaft, für die ich arbeite, hat mich mit einem Sonderauftrag hierhergeschickt. Ich soll ausfindig machen, ob sizilianische Bungalowdörfer für unser Ausflugsprogramm geeignet sind.“

Lindon stellte Jennifer vor und machte sich selbst bekannt, dann sagte er: „Sie sind also Mr. Higginbotham, von dem de Lorenzo sprach. Er hat Sie gesucht. Wo stecken denn die anderen?“

„Welche anderen?“

„Na, die Gäste aus den übrigen Häusern.“

Der Engländer lachte schallend. „Da hat Ihnen de Lorenzo einen Bären aufgebunden – einen ganz dicken sogar!“ Sein Gesichtsausdruck änderte sich ganz plötzlich. Er wirkte jetzt verärgert. „Tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, daß Sie und ich die einzigen Bewohner des Feriendorfes sind. De Lorenzo kann froh sein, daß ich nicht oben war, als er mit Ihnen ankam. Dem hätte ich nämlich etwas erzählt ...“

„Moment mal, der Mann machte aber einen seriösen Eindruck“, entgegnete Lindon. „schließlich ist er der für diese Gegend zuständige Agent des Touristikamtes und der Gesellschaft, die in Zusammenarbeit mit Fremdenverkehrsunternehmen in aller Welt Urlauber nach Sizilien vermittelt, wenn mich nicht alles täuscht.“

„Stimmt.“ Higginbotham hatte plötzlich einen Schreibblock in der Hand und zückte einen Kugelschreiber. „Das hindert ihn aber nicht daran, die Vorzüge der Siedlung maßlos hochzuspielen und all das zu vertuschen, was an Mängeln aufzuweisen ist. Zum Beispiel die Sache mit den fehlenden Gästen! Er täuschte vor, Sie in ein voll ausgebuchtes, vor Leben sprühendes Bungalowdorf zu bringen, nicht wahr?“

Er machte eine Eintragung auf seinen Block.

„Das gibt einen weiteren Minuspunkt“, fuhr er fort. „In Wahrheit handelt es sich um ein gottverlassenes Nest. Jeder Kontakt mit der Außenwelt fehlt – abgesehen vom Telefon, das erstaunlicherweise funktioniert. Man ist völlig auf sich selbst angewiesen. De Lorenzo kommt seltener als vorgesehen. Das heißt, man muß sich mit den vorhandenen Lebensmitteln einrichten, wenn man keine unliebsamen Überraschungen erleben will. Seit heute früh sitze ich wie ein Eremit hier herum und schlage die Zeit tot! Übrigens: Manchmal fehlen Wasser oder Strom – ein Zustand wie im Mittelalter! Ich bin schon nach dieser kurzen Zeit davon überzeugt, daß ein solcher Platz für unser Programm nicht geeignet ist und werde bei nächster Gelegenheit wieder abreisen.“

Lindon, der dem Engländer aufmerksam zugehört hatte, blickte plötzlich verdutzt in den Sand. „Täusche ich mich oder vibriert der Boden unter uns?“

„Es ist durchaus keine Halluzination, Mr. McGhee“, erwiderte Higginbotham. „Bereits am Morgen habe ich zwei Erdstöße verzeichnet. Oben, jenseits der Uferböschung, spürt man sie allerdings deutlicher.“

„Erdstöße?“ wiederholte Jennifer ungläubig.

Der Engländer nickte. „Sicherlich ist Ihnen bekannt, daß der Süden Italiens, und besonders Sizilien, zu den Gebieten der Erde gehören, die sehr häufig von Erdbeben heimgesucht werden“, sagte Higginbotham in schulmeisterlichem Tonfall.

„Mein Gott, Lindon – worauf haben wir uns da bloß eingelassen!“

Das graue Taxi sah traurig aus, wie es etwas schräg am Straßenrand stand und sich trotz aller Versuche des Fahrers, den Wagen wieder in Gang zu bringen, nicht vom Fleck bewegte. Der Mann stieg ein, betätigte probeweise den Anlasser, kam wieder heraus und beugte sich unter die offene Motorhaube, um erneut an der Maschine herumzubosseln. Es nützte nichts. Der Fiat 124 hatte mitten auf der Strecke zwischen Agrigent und Marina di Palma seinen Geist aufgegeben.

„Parbleu“, sagte der Franzose, der mit seiner Frau unweit des Chauffeurs stand und dessen Anstrengungen argwöhnisch verfolgte. „ich könnte diesen Rosario de Lorenzo auf den Mond schießen! Warum hat er nicht am Bahnhof auf uns gewartet, wie es vereinbart war? Jetzt stehen wir hier mit dieser Bruchmühle und kommen nicht weiter!“

George Malvenu, Lieutenant der französischen Armee, wollte seinen Urlaub in Sizilien verleben. Er war ein hochgewachsener, gutaussehender Mann, hinter dessen kantigen Zügen sich ein weicherer Charakter verbarg, als man auf den ersten Blick vermuten mochte. Vivien Malvenu hatte ein etwas maliziöses Lächeln aufgesetzt. Ihr schien die Panne keinen Ärger zu bereiten. Sie betrachtete sie eher als Abwechslung. Sie lehnte den Kopf leicht zurück und spürte die Sonnenstrahlen auf der Haut. Die Frau hatte die Dreißig bereits überschritten, wirkte aber dennoch attraktiv und sexy in ihrem jeansblauen Hosenanzug. Ihre Haare waren schwarz gefärbt, die kirschrot geschminkten Lippen dominierten in dem ebenmäßigen Gesicht und machten sie zu einer erotischen, vielleicht zu lasziv wirkenden Erscheinung.

„Liebling, vergiß nicht – der Zug hatte eine Stunde Verspätung“, wandte sie ein.

„Doppelter Grund für de Lorenzo, zur Stelle zu sein.“

„Vielleicht dachte er, wir würden nie mehr kommen.“

Er blickte sie aus schmalen Augen an. „Es gibt Momente, in denen habe ich nichts für deinen makabren Humor übrig. Was machen wir jetzt, hast du einen Vorschlag?“

„Ganz einfach. Wir warten.“

„Und beten, daß ein Auto vorüberkommt“, spottete Malvenu. „Der Fahrer kriegt den Wagen nicht wieder flott.“

„Muß er in eine Werkstatt?“ fragte sie.

„Ja“, sagte der Chauffeur und richtete sich verdrossen auf. „er braucht mindestens einen Satz frischer Zündkerzen, Signora. Tut mir mächtig leid, aber ich habe alles versucht, um ihn in Gang zu bringen.“

„Das macht doch nichts. Ich finde es aufregend. Und im übrigen habe ich noch nie eine echte sizilianische Autowerkstatt von innen gesehen.“ Sie lachte und genoß die bewundernden Blicke des Mannes.

George Malvenu ging erregt auf und ab. „Ein Taxi, das keiner regelmäßigen Inspektion unterzogen wird! So etwas habe ich noch nicht erlebt. Wo bleibt denn da der Service, die Sicherheit für die Fahrgäste?“ Er fixierte den Fahrer.

„In diesem Land nimmt man es wohl nicht so genau?“ Der Sizilianer wischte sich die Hände an einem öligen, schwarzen Lappen ab. „Hören Sie, Signore. Ich bin mir meiner Schuld bewußt. Aber Sie haben kein Recht, in dieser Tonart mit mir zu reden und über mein Land herzufallen! Jedes Volk hat seine Gewohnheiten. Ich komme ja auch nicht nach Frankreich und ...“

„Vergessen Sie nicht, daß Touristen Devisen bringen“, entgegnete Malvenu drohend.

„Hört doch auf“, rief Vivien. „Da kommt ein Wagen, George. Vielleicht nimmt er uns mit.“

Sie trat auf die Fahrbahn und streckte die Hand aus. Das Auto stoppte tatsächlich. Es war ein blauer Lancia Beta. Der Schlag wurde geöffnet, ein junger Mann stieg aus. Auf dem Beifahrersitz hockte ein Mädchen mit krausem Haar.

„Hallo“, sagte der Deutsche. „können wir irgendwie helfen? Brauchen Sie Benzin?“ Er war ein hagerer, aber sportlich gestählter Typ mit dünnem Schnauzbart und wachen blauen Augen.

Malvenu verstand nicht. Er umrundete den Autokühler. „Do you speak english? Sprechen Sie Englisch?“

„Ja“, antwortete er. „ein bißchen holprig zwar, aber wir werden uns schon verständigen. Sind Sie Brite?“

„Nein, Franzose.“

„Französisch können wir beide nicht. Übrigens, ich bin Wolfgang Löhr. Das“, er deutete in den Wagen. „ist meine Frau Diana. Sie liegen fest, wie ich sehe. Ich glaube, es ist am besten, wir nehmen Sie mit nach Marina di Palma.“

Malvenu und seine Frau waren hocherfreut. Nachdem sie sich alle bekanntgemacht hatten, stiegen sie ein. Auch der Fahrer, der inzwischen das Gepäck des französischen Ehepaares umgeladen hatte und sich nun überschwenglich für die Hilfe bedankte.

In Marina di Palma setzten sie ihn ab.

„Fahren Sie weiter?“ erkundigte sich George Malvenu. „Wir sind noch nicht am Ziel. Der hiesige Agent der ENIT-Gesellschaft hat uns im Stich gelassen. Wir müssen in das Feriendorf ...“

„So ein Zufall“, sagte Diana Löhr. Sie hatte eine rauchige, angenehme Stimme; eine wenig deutsch wirkende, dunkelhaarige Frau mit braunen Augen, einem hübschen Gesicht und einer ein bißchen stämmigen, aber noch nicht zu üppigen Figur. „Das Bungalowdorf ist auch unser Ziel. Wir machen dort Urlaub. Bleiben Sie ebenfalls länger?“

„Ja, drei Wochen“, antwortete Vivien.

„Großartig. Da können wir gemeinsam etwas unternehmen. Was meinen Sie?“

„Gern“, erwiderte George Malvenu. „Es freut mich, daß wir durch diesen dummen Zufall mit der Autopanne so nette Bekannte gefunden haben. Nachher müssen wir das begießen.“

Wolfgang Löhr fuhr wieder an. Häuser, die wie zufällig ineinander geschachtelt wirkten, huschten vorüber. Schwarz gekleidete Frauen saßen vor schiefen Hauseingängen. Marina di Palma war ein kleiner Ort.

„Ich habe gesehen, daß Sie Gewehre dabeihaben“, sagte Löhr. „glauben Sie, daß Sie hier jagdbares Wild finden?“

„Im Reisebüro wurde es mir jedenfalls versichert.“

„Die schwindeln manchmal.“

„Allerdings. Man kann nur hoffen, daß alles den Beschreibungen entspricht. Gehen Sie auch zur Jagd?“

„Nein“, sagte Löhr. „meine Frau und ich tauchen. Wir haben drei Aqualungen und komplette Ausrüstungen mitgebracht, um das Mittelmeer ein bißchen zu erforschen.“ „Warum drei?“ wollte Vivien wissen.

„Eine Ausrüstung als Ersatz, falls mal was kaputtgeht“, erklärte Diana Löhr. Sie drehte sich um und lächelte. „Es war nicht einfach, die Sachen durch den Zoll zu bekommen. Bis Catania sind wir mit dem Jet der Alitalia geflogen. Wir hatten einige Schwierigkeiten, den Leuten klarzumachen, daß wir keine Bomben schmuggeln wollen. Kurzum, wir mußten unser gesamtes Gepäck aus- und wieder einpacken.“

„Wenn Sie mit dem Mietwagen aus Catania kommen, haben Sie doch glatt einen Umweg gemacht“, meinte George Malvenu.

„Ja, wir haben uns vertan“, erwiderte Löhr. „Autofahren ist eigentlich nicht meine Stärke. Wir reisen sonst durch die ganze Bundesrepublik, aber immer mit der Bahn oder dem Flugzeug.“

„Falls ich richtig verstanden habe, sind Sie also Berufstaucher?“ Vivien richtete sich interessiert auf.

„Nein, wir sind Artisten und treten als Seiltänzer und Schlangenmenschen in Varietes und Nachtclubs auf.“

„Huch, wie aufregend! Ist das nicht sehr gefährlich?“

„Man gewöhnt sich daran“, meinte Löhr.

Der Lancia rollte mit heruntergelassenen Seitenfenstern durch die öde, wüstenähnliche Landschaft. Im Wagen war es still geworden – die Hitze machte müde. Doch dann kamen die kleine Siedlung und das Meer in Sicht.

„Wunderbar“, meinte Diana Löhr. „der Prospekt scheint wirklich nicht übertrieben zu haben! Das Dorf wirkt wie eine Oase in der Wüste. Ich glaube, wir werden uns wie im Paradies fühlen.“

George Malvenu spähte durch die Windschutzscheibe. „Ihr Wort in Gottes Ohr!“

Als sie aus dem Wagen stiegen, wurden sie von Lindon McGhee und seiner Freundin Jennifer Lane lebhaft begrüßt. Die Blondine war froh, endlich mehr Menschen um sich zu haben. Lediglich Peter Higginbotham verhielt sich höflich, aber distanziert, wie es von Haus aus seine Art zu sein schien.

Alle sieben einigten sich auf die englische Sprache. So gab es keine Verständigungsschwierigkeiten.

Jennifer Lane berichtete über die wechselhaften Eindrücke, die sie von dem Feriendorf erhalten hatte.

„Erdstöße?“ erkundigte sich George Malvenu am Ende ihrer Erzählung. „Wie stark waren die denn?“

„Na, der Boden vibrierte ganz schön“, entgegnete Lindon.

„Ich glaube, wir brauchen uns trotzdem keine Sorgen zu machen. Solange keine Gebäude einstürzen und die Erde aufklafft, ist es nicht weiter gefährlich. Ich bin schon öfter in südlichen Ländern gewesen. Außerdem befinden wir uns am Meer. Sandiger Untergrund fängt selbst heftige Beben im Landesinnern stets ab und dämpft deren Wirkung, reduziert sie auf ein Minimum.“

„Möglich, aber es ist fraglich, ob ich es unter diesen Umständen ganze drei Wochen aushalte“, sagte Jennifer und warf Lindon einen Seitenblick zu. „man scheint hier vor Überraschungen nicht sicher zu sein. Es ist furchtbar einsam. Das Dorf scheint in aller Eile aus dem Boden gestampft worden zu sein. Es fehlt an einigen wichtigen Dingen. Nicht mal einen Kiosk gibt es, an dem man Postkarten, Briefmarken und Sonnenöl kaufen kann.“

Lindon legte ihr die Hand auf den Unterarm. „Liebling, wir sollten zunächst einmal ein paar Tage ausruhen und prüfen, wie wir hier zurechtkommen. Ich glaube, wenn wir nicht zu hohe Ansprüche stellen und alles von der heiteren Seite betrachten, wird es doch noch ein prima Urlaub.“

„Monsieur McGhee hat recht, man sollte sich keine unnötigen Gedanken machen“, sagte Vivien Malvenu und schaute dabei zu dem Amerikaner hinüber.

„Ladys und Gentlemen“, versetzte nun Higginbotham. „ich wünsche Ihnen viel Glück zu diesem Abenteuer. Auf meine Anwesenheit werden Sie jedoch in Kürze verzichten müssen, da ich abreise. Ich habe bereits zu viele Minuspunkte gesammelt.“

„Sie wollen uns doch nicht etwa verlassen?“ Lindon betrachtete den kauzigen Engländer; irgendwie fand er ihn sympathisch. „Mr. Higginbotham, leisten Sie uns noch ein wenig Gesellschaft. Wir könnten ein Lagerfeuer am Strand entfachen, ein paar Lieder singen und mitgebrachtes Dosenbier trinken.“

Der dürre Engländer schmunzelte, fühlte sich geschmeichelt. „Nun, eigentlich hatte ich ohnehin geplant, mich erst morgen früh abholen zu lassen. Ich habe bereits mit Marina di Palma telefoniert. Aber de Lorenzo ist nicht in der Agentur. Möchte wissen, wo der steckt. Zum Glück hat er mir die Schlüssel einiger Häuser übergeben ...“

„Wahrscheinlich sucht er uns“, erwiderte Vivien und kicherte.

Etwas später trennte man sich. Die Neuankömmlinge suchten ihre Bungalows auf.

Diana Löhr bereitete in erstaunlich kurzer Zeit ein Reisgericht, zu dem sich alle im Löhrschen Bungalow einfanden. Es wurde gescherzt und gelacht. Kontaktschwierigkeiten gab es nicht.

Den Nachmittag verbrachten sie damit, sich die Bungalows häuslich einzurichten. Nur Peter Higginbotham, der ja schon länger hier war, streifte am Strand umher und machte weitere Eintragungen auf seinem Notizblock. Bei Einbruch der Dunkelheit hatte Lindon McGhee genügend trockenes Holz aus seinem Bungalow herangetragen, um am Strand ein Lagerfeuer entzünden zu können. Für den Kamin blieb noch genug, den man bei Nacht, wenn es überraschend kühl wurde, in Betrieb setzen konnte.

Bald zuckten die Flammen empor. Ihr Knistern und Prasseln mischte sich mit dem Rauschen der Brandung. Lindon holte seine Gitarre und bald versammelte sich die ganze Gruppe bei Bier und Zigaretten um das Feuer. Eine eigenartige, romantische Stimmung kam auf. McGhee spielte gut und erhielt Unterstützung von Higginbotham, der sämtliche englischen Seemanns- und Volkslieder kannte. George Malvenu trug mit lauter Stimme ein paar Chansons vor.

Zum Schluß war die kleine Gesellschaft ziemlich angeheitert. Als Vivien Malvenu zum Bungalow lief und mit zwei Flaschen Rotwein zurückkehrte, wurde die Stimmung noch ausgelassener. Sogar der Engländer hatte etwas von seiner Steifheit verloren.

Lindon legte die Gitarre weg und sagte: „Was haltet ihr von einem Bad? Ich für meinen Teil habe schon lange davon geträumt, bei Mondschein ins Mittelmeer zu steigen.“ Er deutete nach oben; fahl glänzte die Scheibe des Himmelstrabanten. „Das Wasser ist bestimmt herrlich warm. Es nimmt bei Dunkelheit einen großen Teil der Hitze auf, die die abkühlende Luft abgibt – eine Art natürlicher Speicher, falls euch das nicht bekannt sein sollte.“

„Lindon, du bist ein wandelndes Lexikon“, erwiderte Wolfgang Löhr grinsend. „Los, worauf warten wir? Diana und ich, wir sind dabei.“

„Ich auch“, sagte Vivien und stand auf. „am liebsten ohne Bikini.“ Das trug ihr einen tadelnden Blick ihres Mannes ein.

Übermütig liefen alle der Brandung entgegen. Sie sprangen über die Schaumkronen hinweg und stürmten durch das flache Uferwasser – wer sich nicht traute, wurde einfach mitgezerrt. Unter Kreischen und Lachen tauchten sie ein.

Lindon schwamm neben Wolfgang Löhr und meinte: „Meine Güte, ist das schön. Ich fange jetzt erst richtig an, die Landschaft zu genießen. Ich finde, wir könnten es nicht besser haben.“

„Ja, hier ist es wie auf einer einsamen, paradiesischen Insel.“

Diana schrie plötzlich auf und rief: „Was ist denn das? Die Wellen steigen ja immer höher!“

„Hier ist alles ruhig“, sagte Lindon. „ich verstehe nicht, wie die See an einer Stelle spiegelglatt und ein paar Meter weiter stürmisch bewegt sein kann.“

„Sieh dir das an!“ Wolfgang Löhr schwamm im Crawlstil los, auf seine Frau zu, denn die Fluten wühlten tatsächlich immer höher auf. Alle sahen, wie Diana von den Wellen hochgehoben und weiter hinausgetragen wurde, und sie spürten den Sog, der ihre Beine packte, sie ebenfalls hinausreißen wollte ...

„Verdammt“, sagte Malvenu. Er schwamm hinter den anderen her, um die junge Deutsche zurückzuholen. Das Meer war trügerisch und hinterhältig. Wenn sie sich nicht mächtig beeilten, wurde die Frau noch weiter fortgetragen.

Klugerweise tauchte Diana Löhr. Sie war eine erfahrene Schwimmerin und ließ sich deshalb nicht in Panik versetzen. Mit kräftigen Zügen hielt sie unter der Oberfläche auf das Ufer zu. Dann fühlte sie die Hände ihres Mannes. Erleichtert zog er sie an sich. Sie kehrten zu den anderen zurück, die sich noch gut halten konnten, weil sie Grund unter den Füßen hatten. Lindon McGhee und George Malvenu packten zu und halfen dem Artistenpaar, während Higginbotham sie seinerseits an den Armen hielt und mit in den Grund gestemmten Hacken den Rückzug sicherte. Keuchend erreichten sie das Ufer.

„Das verstehe ich nicht“, sagte Lindon. „seht doch, das Wasser hat sich ja wieder beruhigt. Wie ist das möglich?“

Die See wiegte sich in sanften Wellen, die Brandung verursachte nur ein feines, spülendes Geräusch auf dem Strand. Mondlicht spiegelte sich in dem ruhigen Wasser.

„Es gibt manchmal seltsame Strömungen“, wußte Higginbotham zu erklären. „aber etwas Derartiges habe ich auch noch nicht erlebt.“

„Wo stecken eigentlich Vivien und Jennifer?“ sagte Diana plötzlich.

„Ja, sind sie denn nicht zum Feuer gelaufen?“

Lindon riß entsetzt die Augen auf. „Ihr wollt doch wohl nicht sagen, daß die beiden das Land nicht erreicht haben, sondern im Meer ...“

„Unsinn, sie werden zu den Bungalows gelaufen sein.“ Malvenu drehte sich abrupt um und rannte zu den Häusern hinauf.

Lindon McGhee folgte ihm. Der Franzose hatte gerade die Eingangstür erreicht, da begann der Boden zu vibrieren. Die beiden Männer schauten sich verdutzt an. Das Beben wurde stärker, nahm immer mehr zu. Sie hörten, wie drin Gläser und Flaschen zu Boden fielen und klirrend zerbrachen.

„Erdstöße!“ rief Lindon. „Wir müssen hier weg, George. Kümmere dich um deine Frau!”

Die Tür wurde auf gerissen. Jennifer stürzte heraus und rannte an den Männern vorbei, ohne sie wahrzunehmen. Namenlose Angst stand in ihren Augen. Es krachte und knackte im Bungalow. Plötzlich klaffte ein langer Riß in der Decke, und zwei der Wände begannen sich regelrecht zu teilen. Putz rieselte zu Boden. Ein Schrank fiel mit Getöse um. Unterschwelliges Donnergrollen näherte sich drohend. George sah entsetzt auf Vivien, die regungslos auf der Erde lag.

„George!“ Lindons Schrei riß ihn aus seiner Erstarrung. Gleich darauf war er neben dem Franzosen, bückte sich und packte die Frau. Er lud sie sich auf die Schulter und stürzte ins Freie. George Malvenu stolperte hinter ihm her.

Sie waren knapp zehn Meter von dem Bungalow entfernt, da geschah es. Es krachte und dröhnte – das Gebäude stürzte ein. Mauerbrocken und Holzteile flogen bis zu der siebenköpfigen Gruppe herüber, die entsetzt verfolgte, wie das schmucke weiße Haus in sich zusammenfiel.

Peter Higginbotham schrieb mit verbissener Miene auf seinen Block. „Konstruktionsfehler“, murmelte er dabei. „Zum Himmel schreiende Schluderwirtschaft!“

„Moment“, sagte Lindon und wandte sich verblüfft um. „Das Unglück wurde durch Erdstöße ausgelöst.“

„Es gab keine Erdstöße“, widersprach Diana Löhr.

„Um das Haus bebte und wackelte der Boden. Das kann etich doch nicht entgangen sein.“

„Mag sein“, entgegnete nun Wolfgang Löhr. „aber hier draußen war es völlig ruhig. Der Beweis: Die anderen Häuser stehen noch. Sonst hätten sie doch auch kaputtgehen müssen.“

Lindon schluckte. „Allmählich begreife ich nicht mehr, was hier vorgeht. Erst der plötzliche Wellengang im Meer, dann der Hauseinsturz.“

„Mir reicht es“, knurrte Higginbotham und klappte den Block zu, daß es knallte. Er straffte seine magere Gestalt. „Ich gehe in meinen Bungalow und telefoniere mit de Lorenzo. Der Mann ist uns einige Erklärungen schuldig. Ich werde außerdem dafür sorgen, daß dieses Dorf auf die schwarze Liste sämtlicher Touristenveranstalter gesetzt wird.“ Sprach’s, machte kehrt und marschierte davon.

Vivien, die von Lindon auf den weichen Boden gelegt worden war, drehte sich auf den Rücken und schlug die Augen auf.

„Was ... was ist geschehen? George, bitte, hilf mir doch!“

Malvenu schien aus einer Art Trance zu erwachen. Verdattert ging er zu ihr, beugte sich hinab und stellte seine Frau behutsam auf die Beine.

George erklärte ihr, was sich abgespielt hatte.

„Mon Dieu“, sagte sie leise. „unsere Sachen! Was sollen wir jetzt noch unternehmen – ohne Kleidung, ohne jegliches Gepäck, ohne Unterkunft?“

„Meine Jagdausrüstung ist auch verloren.“

George Malvenu starrte zu den Trümmern des Bungalows hinüber.

„Versuchen wir doch wenigstens, ein paar Sachen zu bergen“, schlug Lindon vor. Mit Wolfgang Löhr und dem Franzosen ging er zu den Trümmern hinüber.

Innerhalb einer halben Stunde hatten sie Malvenus Gewehre und fast die komplette Jagdausrüstung hervorgeholt und mehrere Koffer mit den wichtigsten Utensilien geborgen. Die meisten Sachen waren nahezu unversehrt.

„Bitte gebt mir alle eure Hausschlüssel“, sagte Lindon. „es muß doch möglich sein, einen der leerstehenden Bungalows aufzukriegen. Schließlich brauchen die Malvenus ein Dach über dem Kopf. Notfalls schlagen wir ein Fenster ein oder brechen eine Tür auf.“

Aber er hatte Glück. Löhrs Schlüssel paßte zu einem der unbewohnten Häuser. Gemeinsam machten sie sich an die Arbeit. Sie trugen die Gepäckstücke der Franzosen in das Gebäude. Jennifer und Diana sorgten dafür, daß bald ein Feuer im Kamin knisterte und eine behagliche, wohnliche Atmosphäre entstand. Die Nacht wurde doch kühler, als sie angenommen hatten. Vivien hatte sich ins Bad zurückgezogen.

Peter Higginbotham kehrte zurück und berichtete: „De Lorenzo ist nicht aufzutreiben, er scheint vom Erdboden verschluckt zu sein. Ich habe mehrere Nummern angewählt, umsonst. Er steckt weder in seiner Agentur, noch zu Hause oder in seiner Stammkneipe.“

Details

Seiten
120
Jahr
2017
ISBN (ePUB)
9783738914320
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2017 (November)
Schlagworte
grusel thriller gigant sizilien

Autor

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Titel: Top Grusel Thriller #2: Der Gigant von Sizilien