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Das Grauen von Block C

2017 120 Seiten

Leseprobe

Das Grauen von Block C



Unheimlicher Roman






IMPRESSUM


Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Allan Swart 123RF/ mit Steve Mayer, 2017

ehem. Titel: DAS GRAUEN WOHNT IN ZELLE 7

Korrektorat: Dr. Frank Roßnagel

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de





Klappe

In der Haftanstalt von Percha stirbt ein Insasse unter grauenvollen Umständen. Kommissar Bialek leitet die Ermittlungen und wird mit Geschehnissen konfrontiert, die sein Vorstellungsvermögen übersteigen. Markus „Max“ Gruber, der Doppelmörder in Percha, scheint auf unerklärliche Weise Ereignisse voraussehen zu können. Selbst die Ärzte und Psychologen sind ratlos. Bei seinen Recherchen stößt der Kommissar auf weitere Todesfälle, deren mysteriöse Umstände immer wieder zu Gruber führen. In Bialek keimt bald schon der Verdacht, dass Gruber zukünftige Ereignisse sogar beeinflussen und herbeiführen kann. Als sich sein Verdacht bestätigt, ist es schon beinahe zu spät, denn die Uhr tickt: Wenn Bialek Menschenleben retten will, muss er sich Grubers teuflischem Plan stellen …








Roman

Der Schlüsselbund entfiel den Händen des Justizwachtmeisters Josef Falter. In seine Kehle drängte sich ein Schrei, gellte durch die kleine Zelle und über das grauenvolle Bild, das sich ihm bot.

Norbert Grabowski war nie ein angenehmer Häftling gewesen, doch das hatte er nicht verdient.

Sein Blut bedeckte den Boden der Zelle.

Die Hände waren immer noch um den Rand des Abtrittes gekrallt, gegen dessen Rand sein Schädel geknallt war. Josef Falter würgte.

Ekel vor dem Unfassbaren saß wie ein schleimiger Ball in seinem Hals. Kalter Schweiß bedeckte plötzlich seine Stirn. Ihm wurde schwindelig. Er musste sich am graugestrichenen Türbalken festhalten.

Sofort zog er seine Hand wieder zurück.

Auch hier klebriges Blut.

Jemand musste den Schädel Norbert Grabowskis mit ungeheurer Wucht gegen den Rand der Porzellanschüssel geschmettert haben.

Mit einer Kraft, die ein Mensch nicht aufbrachte ...


*

Wurde irgend etwas verändert?“, fragte Kommissar Bialek.

Dr. Frank Arnold, der Direktor des Percha-Gefängnisses, war fast beleidigt.

Natürlich nicht. Alles wurde so gelassen, wie es war. Das stimmt doch, Herr Falter?“

Der Justizwachtmeister nickte nur stumm. Er brachte immer noch keinen Ton heraus. Und das hatte nichts damit zu tun, dass er erst seit einem knappen Jahr in diesem Job war.

Bialek hatte die Hosenbeine hochgerollt. Er musste aufpassen, damit er nirgends ausrutschte. Es sah wirklich schlimm aus, hier in dieser Zelle. Als Leiter der Mordkommission hatte er sich bisher immer für abgebrüht gehalten, doch dieser Anblick ging auch an die Grenzen seiner Belastbarkeit.

Und es ist mit Sicherheit auszuschließen, dass jemand hier Grabowski - na, sagen wir mal - unterstützt hat?“

Die Zelle war die ganze Nacht abgeschlossen“, antwortete Falter tonlos. „Ich habe die Kontrollgänge gemacht wie immer.“

Keine besonderen Vorkommnisse?“

Nein. Gar nichts. Es war eine ruhige Nachtschicht.“

Wann kamen Sie das letzte Mal an Grabowskis Zelle vorbei?“

Gegen vier. Ich horche immer an den Zellen. Aber ich habe nur ruhige Atemgeräusche gehört.“

Und Sie haben sich nicht getäuscht?“

Nein - ich glaube nicht.“

Bialek brummte irgendetwas Unverständliches.

War der Arzt schon hier?“

Nein“, sagte Dr. Arnold.

Er hatte die Frage auf sich bezogen.

Dr. Bernheim, der Anstaltsarzt, wurde erst vor einer Stunde benachrichtigt. Er wohnt etwas außerhalb der Stadt, und ...“

Geschenkt!“, schnitt im Bialek das Wort ab.

Er hatte Erfahrung genug, um zu sehen, dass Grabowski vor etwa eineinhalb Stunden aus dem Leben geschieden war. Das Blut begann eben zu gerinnen. Aber die Dienstvorschriften verlangten nun einmal, dass ein Arzt sein letztes Urteil dazu abgeben musste.

Bialek brummte nochmals.

Schlimm genug, dass man ihn früh um sechs geweckt hatte. Er war aus dem Bett gesprungen und ohne Frühstück hierher gehetzt. Inzwischen sah er ein, dass ein Frühstück vollkommen überflüssig gewesen wäre. Er hätte sich die Mühe umsonst gemacht.

Weshalb war Grabowski im Gefängnis?“

Wegen Betruges“, antwortete der Direktor. „Er hat alte Seniorinnen um ihre Ersparnisse geprellt. Nicht einmal sehr erfolgreich. Er war nur ein kleines Licht. Außerdem stand er kurz vor der Entlassung.“

Wann wäre er frei gekommen?“

In drei Wochen.“

Dann hatte er keinen Grund für einen Selbstmord.“

Ich wüsste keinen. Könnte es nicht ein Unfall gewesen sein?“

Unfall ...“, grunzte Bialek missmutig. „Sehen Sie sich das doch an! Selbst wenn er unglücklich gefallen wäre, könnte er sich diese Verletzungen nicht zugezogen haben. Ein Schädelbruch, ja. Da würde ich vielleicht noch zustimmen. Aber so, wie der aussieht ...“

Dr. Frank Arnold wurde bleich.

Aber Sie meinen doch nicht etwa dass ein Dritter ...“

Bisher meine ich gar nichts“, murmelte Bialek nachdenklich. „Ich weiß nur, dass so ein schmächtiges Bürschchen wie dieser Grabowski das nicht alleine gemacht haben kann.“

Entschuldigen Sie, meine Herren.“

Ein etwa vierzigjähriger Mann mit goldgefasster Brille und leicht angegrautem Haar drängte sich durch.

Ich bin Dr. Bernheim, der Anstaltsarzt. Was ist passiert?“

Kommissar Bialek trat zur Seite.

Bitte sehr. Sehen Sie sich alles nur in Ruhe an!“

Er grinste zufrieden, als sich auf dem Gesicht des Arztes Überraschung und dann Schrecken ausmalten.

Den operieren Sie umsonst, Doktor.“

Dr. Bernheim sagte nichts. Er suchte einen freien Platz, an dem er seinen Arztkoffer abstellen konnte, ohne ihn mit Blut zu besudeln.

Wie ist das passiert?“, fragte er schließlich.

Das frage ich Sie Doktor. Glauben Sie, dass Grabowski gestürzt ist und sich den Kopf gestoßen hat?“

Gestoßen nennen Sie das? Sehen Sie sich doch seine Verletzungen an. Er sieht aus, als ob man ihm eine Brechstange über den Kopf gezogen hätte.“

Das scheidet wohl aus“, meinte Kommissar Bialek. „Sehen Sie sich mal die Kloschüssel genau an. Sehen Sie diesen roten Ritz? Der Schädel ist mit solcher Wucht gegen die Schüssel gekracht, dass sie dabei einen Sprung abbekommen hat.“

Aber das gibt es doch gar nicht. Ein Mann von der schmächtigen Statur Grabowskis ist gar nicht in der Lage, seinen Kopf mit derartiger Vehemenz gegen ...“

Dann sind wir ja einer Meinung“, brummte Bialek. „Es muss ihm jemand dabei geholfen haben, nicht wahr?“

Dr. Bernheim stand auf und schob sich die Brille zurecht.

Ich muss Sie enttäuschen, Kommissar. So eine Verletzung kann ihm auch kein Mithäftling beigebracht haben. Kein Mensch hätte die Kraft dazu. Außerdem müssten dann Spuren weiterer Gewaltanwendung zu sehen sein. Die gibt es jedoch nicht. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Oder sehen Sie hier irgendwo Kampfspuren?“

Bialek zog die Stirn kraus.

Soll das bedeuten, dass Sie auch ausschließen, dass ihm ein anderer den Schädel gegen das Becken geknallt hat?“

Wenn wir davon ausgehen, dass die Schädelverletzung durch den Beckenrand hervorgerufen wurde, und das steht ja wohl fest, dann ja. Genaueres kann ich natürlich erst sagen, wenn die Untersuchung abgeschlossen ist.“

Franz Bialek schwieg. Der Arzt hatte ihm hier einen Brocken vorgeworfen, der nicht so schnell - wenn überhaupt - zu verdauen war.

Wie denken Sie, dass der Mord, so wie es aussieht, geschehen sein könnte?“

Dr. Bernheim räusperte sich.

Wenn die Geschichte nicht hier passiert sein müsste, dann würde ich nach der Art der Verletzung annehmen, dass Grabowski auf einem schweren Motorrad bei 100 Stundenkilometer gegen eine Betonwand gefahren ist.“

Prächtig“, grunzte Bialek. „Sie haben mir sehr geholfen, Doktor. Hoffentlich haben Sie sich geirrt.“

Dr. Bernheim warf dem Kommissar einen mitleidigen Blick zu. Er beneidete ihn nicht um die Aufgabe, dieses Rätsel zu lösen.

Bialek unterdrückte einen Fluch. Er zwängte seine massige Gestalt durch die enge Tür. Er fühlte, wie die anderen ihn anstarrten und Antworten auf Fragen von ihm erwarteten, auf die es keine Antwort gab.

Auf die es noch keine Antworten gab.

Bialek seufzte.

An diesem Morgen fand er wieder einmal mehr, wie sehr doch ein Müllkutscher um seine Arbeit zu beneiden war.

Kann ich irgendwo einen freien Raum für mich haben?“, brummte er. „Ich möchte endlich mit den Verhören beginnen.“


*


Name? Alter? Beruf?“, fragte Franz Bialek.

Seine Laune hatte sich nicht verbessert, seit er ins Konferenzzimmer getreten war.

Josef Falter, 21, Justizwachtmeister“, kam es wie aus der Pistole geschossen. Dass Falter immer noch nervös war, verriet nur die Tatsache, dass er ständig die Schirmmütze in seinen Händen drehte.

Setzen Sie sich! Es wird doch etwas dauern.“

Der junge Wachtmeister angelte sich einen Stuhl und ließ sich nieder.

Also“, nahm Bialek Anlauf, schaute auf die leere Seite seines Notizblocks und lehnte sich zurück.

Sie hatten also vergangene Nacht im C-Block die Aufsicht?“

Ja.“

Wie viele Kollegen hatten noch Dienst mit Ihnen?“

Normalerweise drei.“

Was heißt hier normalerweise?“

Der Kiefermann ist krank geworden. Ich meine, Justizoberwachtmeister Helmut Kiefermann ist gestern Abend nicht zum Dienst erschienen. Er hat sich telefonisch krankgemeldet.“

Wer war noch bei Ihnen?“

Hans Löhner, Herr Kommissar. Ich meine Justizhauptwachtmei ...“

Lassen Sie endlich diese verdammten Titel weg! Sie zertrampeln mir die letzten Nerven damit. Ist der Löhner schon länger im Geschäft?“

Schon seit zwölf Jahren. Ich bin erst seit einem dreiviertel Jahr dabei.“

Dann haben Sie wohl auch noch nicht die richtige Erfahrung, wie?“

Obwohl Falter noch nicht einmal beamtet war, reagierte er beamtengemäß. Er war eingeschnappt, weil jemand es wagte, an seinem Können zu zweifeln.

Ich wurde sehr eingehend ausgebildet“, sagte er eisig und setzte sich noch steifer zurecht.

Nun spielen Sie nicht den Beleidigten!“, meinte Bialek freundlicher. „Ich wollte Sie nicht in Ihrem Berufsethos treffen.“

Falter wurde noch ärgerlicher. Ein Schluck Essig hätte seine Miene froher gemacht.

Es heißt nicht „Wärter“. Wenn ich Sie darauf aufmerksam machen darf, dass es im justizinternen und auch externen Sprachgebrauch ...“

Rundschreiben dieser Art werfe ich immer in den Papierkorb. Ich weiß auch so, dass der Ausdruck „Wärter“ bei euch verpönt ist. Wenn wir da so empfindlich wären! „Bulle“ klingt schließlich auch nicht viel schöner. Aber weiter im Text. Ich will mich mit Ihnen weder um den justizinternen noch externen Sprachgebrauch herumstreiten. Ich will nur, dass Sie meine Frageh beantworten. Knapp und präzise. Haben wir uns verstanden?“

Jawohl, Herr Kommissar.“

Na endlich. Ist Ihnen irgendetwas aufgefallen; etwas Außergewöhnliches? Ein seltsames Geräusch öder so was?“

Eigentlich nicht ...“

Was heißt hier eigentlich?“

Ich wollte sagen, mir ist gar nichts aufgefallen.“

Bravo. Knapp und präzise sollen Sie antworten. Sie haben also keinerlei Lärm aus Grabowskis Zelle gehört?“

Nein“, presste Falter mühsam heraus.

Habt ihr bei euren Rundgängen immer denselben Turnus?“

Natürlich“, wunderte sich der Wachmann. „Hier hat alles seine Ordnung.“

Natürlich“, erwiderte Bialek leicht ironisch. „Phantasie wird in eurem Geschäft ja nicht gerade verlangt. Dann weiß wohl auch jeder der Gefangenen auf die Minute genau, wann ihr vor ihren Zellen aufkreuzt. Wenn Grabowskis bei Ihrem letzten Rundgang beispielsweise schon tot war, dann könnte auch ein anderer für die „Schlafgeräusche“ gesorgt haben, wie Sie sich ausdrückten.“

Es war niemand in der Zelle“, blieb Justizwachtmeister Falter bei seiner Aussage.

Natürlich nicht“, grinste Bialek säuerlich. „Deshalb ist Grabowski ja jetzt auch tot. Er hat sich in Hundert-Kilometer-Tempo den Schädel an der Kloschüssel eingerannt. Sie können gehen, Falter.“

Bialek schenkte dem wie begossen dasitzenden Wachtmeister keinen einzigen Blick mehr. Teilweise auch aus einem Schuldgefühl heraus, das er sich nicht erklären mochte. Der arme Tropf konnte schließlich nichts dafür. Aber hätte er - Kommissar Frank Bialek - sich eingestehen sollen, dass er nicht mehr weiterwusste?

Nichts für ungut“, besiegte er den inneren Schweinehund und wandte sich zur Tür, deren Klinke der Wachtmeister schon in der Hand hielt. „Es tut mir leid, wenn ich ein wenig grob gewesen sein sollte. Aber die Sache schlaucht einen eben.“

Falter schaute den Kommissar einen Augenblick an, wie er so zusammengesunken und nach vorne gebeugt in seinem Stuhl hing.

Ist schon recht“, sagte Falter, nickte kurz und ging endgültig hinaus.


*


Kommissar Bialek starrte auf seinen offenen Notizblock. Er hatte ein Männchen hineingemalt, das ihn bösartig angrinste. Wütend klappte er den Block zu und trat ans Fenster, wo soeben grau der Morgen hochkroch. Schon wieder ein regnerischer Tag.

Der schwarze Telefonapparat glotzte ihn an, als er sich wieder ins Zimmer zurückdrehte. Arnold hatte gesagt, er solle ihn in seinem Direktionszimmer anrufen, wenn er etwas brauchte.

Jetzt brauchte Kommissar Bialek etwas. Er griff sich den Hörer und wählte die direkte Nummer.

Hallo, Arnold“, sagte er. „Sorgen Sie bitte dafür, dass mir Kaffee gebracht wird. Aber nicht aus dem Eimer, aus dem Sie hier Ihre Gäste bedienen. Dazu noch ein paar belegte Brote und die Akte von Grabowski.“

Wird erledigt. Ich sorge dafür, dass Sie zu Ihrem Frühstück kommen. Die Akte Grabowski bringe ich selbst vorbei.“

Kommissar Bialek wunderte sich, dass Dr. Arnold jetzt fast so aufgeregt schien, wie eine knappe Stunde vorher im Block C, als er in das Konferenzzimmer stürzte.

Hatte er in Grabowskis Akte so ungeheuer Interessantes entdeckt?

Den roten Schnellhefter hatte er unter den linken Arm geklemmt. In der rechten Hand flatterte ein auseinandergefalteter Zettel. Ein Brief.

Bialek!“, rief er, und seine Lungen keuchen wie ein Blasebalg. „Es ist etwas Unglaubliches passiert!“

Hat einer Ihrer Häftlinge ein Kind bekommen?“

Dr. Arnold war nicht zum Scherzen aufgelegt.

Hier“, sagte er und knallte den engbeschriebenen Brief vor Bialek auf den Tisch. „Das ist ein Brief, den ein Häftling vor zwei Tagen geschrieben hat. Ich habe gerade Stichproben der Post gemacht.“

Na und?“

Lesen Sie ihn! Da hat einer vor zwei Tagen minutiös geschildert, was wir heute früh vorgefunden haben ...“


*


Kommissar Bialek hatte die Sache diplomatisch angehen wollen. Deshalb hatte er Markus Gruber auch nichts davon gesagt, dass er von seinem Brief wusste. Die Post aus den Zellen wurde nur sporadisch überprüft.

Es war reiner Zufall, dass Dr. Arnold Grubers Zeilen in die Finger bekommen hatte.

Kennen wir uns nicht?“, fragte Bialek jovial.

Er hatte sich von der Aufregung des Anstaltsleiters nicht anstecken lassen und zuerst gefrühstückt. Er war sogar richtig froh gewesen, dass es diesen Brief gab. Er war das wichtigste Stück in diesem Puzzlespiel, dessen Lösung ihm nun in greifbare Nähe gerückt schien.

Was sagte dieser Brief schließlich dem Kenner?

Dass es ein Komplott gegen Grabowski gegeben haben musste. Dass mehrere davon gewusst hatten. Grabowski war von einem oder mehreren Mithäftlingen bestialisch umgebracht worden. Soviel war sicher.

Wie diese Männer in der Zelle kamen und war um der Betrüger hatte dran glauben müssen, das würde sich noch herausstellen. Das war nur eine Frage der Zeit. Einer der Vögel sang immer. Wenn dieser Gruber nicht so abgrundtief dumm gewesen wäre und diesen Mord in seinem Brief erwähnt hätte, dann wäre vielleicht eine harte Nuss zu knacken gewesen.

Aber so?

Kommissar Bialek schaute sein Gegenüber fast freundlich an. Obwohl es draußen jetzt zu regnen begonnen hatte und dick die Tropfen gegen die vergitterten Scheiben klatschten, fühlte sich Bialek wie an einem sonnigen Sonntagmorgen, an dem er dienstfrei hatte.

Nein, Herr Kommissar“, antwortete Markus Gruber auf Bialeks Frage. „Sie müssen sich täuschen. Wir kennen uns noch nicht. Weshalb haben Sie mich rufen lassen?“

Du weißt, was heute Nacht passiert ist?“

Gruber senkte traurig den Kopf.

Eine grässliche Geschichte. Hat Norbert Selbstmord begangen?“

Sie nennen ihn Norbert? Kannten Sie ihn so gut?“

Wir waren ein paar Wochen zusammen in derselben Zelle.“

Aha. Wie war er denn so, der Norbert?“

Gruber zuckte die Schultern.

Ich kümmere mich wenig um die anderen. Ich mache mir auch keine Meinung über sie. Wissen Sie, ich bin ein Lebenslänglicher. Da betrachtet man alle, die wieder hinauskommen, nur als flüchtige Bekannte.“

Und dieser Grabowski war auch nur ein flüchtiger Bekannter.“

Genau so ist es, Herr Kommissar.“

Hatten Sie jemals Streit mit ihm?“

Mit Grabowski? Nein, Herr Kommissar. Mit dem habe ich mich nie gestritten. Warum sollte ich auch?“

Warum auch“, wiederholte Bialek. „Wo Sie ihn doch nur flüchtig kannten.“

Eben.“

Kommissar Bialek blätterte in der Akte, die er sich von Arnold hatte bringen lassen.

Sie sitzen wegen Doppelmordes, nicht wahr?“

Das habe ich schon fast vergessen, Herr Kommissar. Im Knast vergehen die Stunden viel langsamer als draußen.“

Wie lange sind Sie jetzt hier?“

Offiziell seit vier Jahren. Aber mir kommt es vor, als seien es schon zwölf.“

Und wenn man schon so lange hier ist wie Sie, da fühlt man sich doch fast wie zu Hause. Oder sagen wir besser, wie in einem Mietshaus, in dem man schon seit einem halben Leben wohnt. Da erfährt man doch auch so manches.“

Worauf wollen Sie hinaus, Herr Kommissar?“

Bialek schaute Gruber gerade an. Er ließ noch eine Kunstpause verstreichen, bevor er den Brief unter dem Ordner hervorzog und triumphierend auf den Tisch knallte.

Auf das!“, rief er mit erhobener Stimme.

doch wenn er geglaubt hatte, Gruber wäre jetzt irritiert, so sah er sich enttäuscht. Der Lebenslängliche grinste nur.

Ach das meinen Sie. Hat der Arnold wieder einmal das Schnüffeln nicht lassen können. Das macht er immer, dieser alte Knacker. Er sucht immer nach den Stellen, wo die Männer ihren Frauen draußen etwas Intimes schreiben.“

Bialek riss die Augen auf. Die Sicherheit Grubers verstörte ihn.

Der Mann schien gar nicht zu begreifen, was er mit seiner Bemerkung gemeint hatte. Es dauere fast fünf Sekunden, bis der Kommissar sich gefasst hatte.

Ja wissen Sie denn nicht mehr, was Sie in diesem Brief geschrieben haben?“

Markus Gruber grinste dünn. Er war ein kleines, schmächtiges Männchen von etwa 45 Jahren. Sein Haar begann grau und schütter zu werden. Die Nase sprang scharf aus den eingefallenen, faltigen Wangen. Wenn er zuhörte, rieb er sich ständig die dürren, abgearbeiteten Hände, als würde er sich über irgendetwas freuen. Wenn er sprach, hörte dieses Reiben wieder auf. Jetzt hielt er die Hände wieder ruhig.

Nein, Herr Kommissar. Ehrlich gesagt, ich weiß das nicht mehr. Ich habe das ja schon vor zwei Tagen geschrieben, und mein Gedächtnis lässt in der letzten Zeit immer mehr nach. Das ist doch der Brief an meine Tochter, nicht?“

Bialeks cholerisches Temperament kam wieder zum Durchbruch. Er schnaubte wie eine alte Dampflok und schob sich in eine Positur, von der er annahm, dass sie einschüchternd

wirkte. Steile Zornesfalten traten aus der Stirn. Seine Stimme war dem Gesichtsausdruck angemessen: grob und ziemlich laut.

Dann werde ich deinem Gedächtnis ein wenig nachhelfen, du lausiger Doppelmörder. Du glaubst wohl, ich hätte den ganzen Vormittag nicht besseres zu tun, als mit dir zu plaudern, wie? Da hast du dich geschnitten, Bürschchen. Jetzt mal heraus mit der Sprache. Lies selbst mal, was du deiner Tochter geschrieben hast. Nimm den Brief und lese ihn laut. Dort, wo ich meinen Finger habe!“

Kommissar Bialek hatte den Brief umgedreht. Sein feister Finger wies auf die Stelle, als wolle er den Brief samt der Tischplatte durchbohren.

Markus Gruber beugte sich vor und knetete seine Finger.

Ach das haben Sie gemeint?“

Lesen sollst du das. Laut vorlesen, hörst du?“

Gruber holte umständlich Luft und kniff die Augen zusammen, als könne er seine eigene Schrift nur schwer entziffern.

Wenn Sie meinen, Herr Kommissar, dann lese ich eben.“

Er räusperte sich nochmals, bevor er begann.

Liebe Else ...“

Verdammt nochmal. Du sollst dort lesen, wo ich meinen Finger habe!“

Grubers Augen wanderten den Text herunter.

Sie müssen Ihren Finger wegnehmen. Er verdeckt das erste Wort.“

Bialeks Augen schossen Blitze ab. Es war ihm anzusehen, dass er sich nur mühsam in der Gewalt behielt.

Also! Da steht: Heute morgen hat sich einer in seiner Zelle den Kopf zerstoßen. Stell dir vor, er ist mit dem Kopf gegen die Kloschüssel gerannt. Ist das nicht lustig? Haben wir alle gelacht. Eine Menge Blut war in der Zelle. Sie können Sie bestimmt längere Zeit nicht mehr benutzen. Mir geht es gut. Und wie geht es dir und dem Kind? Ich hoffe, dass bei euch zu Hause ...“

Bialek riss den Brief zurück auf seine Seite des Tisches.

... alles in Ordnung ist“, vollendete Markus Gruber den Satz. „Warum soll ich nicht mehr weiterlesen, Herr Kommissar? Jetzt kommt die Stelle, wo ich Else frage, ob Sie immer noch ...“

Dieser Satz blieb unvollendet, denn Kommissar Franz Bialek fing zu brüllen an. Und das in einer Lautstärke, dass die Fenster klirrten.

Ja bist du denn blöd, Gruber! Du sitzt hier, als hättest du den Heiligenschein schon in der Tasche! Woher hast du gewusst, dass Grabowski mit dem Kopf gegen die Kloschüssel rennt? Woher, frage ich dich, du Ratte!“

Markus Gruber schien nicht im mindesten beeindruckt. Entweder er war ein Idiot oder das unverfrorenste Exemplar von Ganove, das Bialek je über den Weg gelaufen war.

Aber in dem Brief steht doch gar nichts von Grabowski“, sagte er mit erstaunten Kinderaugen, die zu seinem ausgemergelten Gesicht passten, wie Senf zu Erdbeerkonfitüre. Der Kerl hatte sie wirklich nicht alle auf dem Kasten.

Bialek kam nur schwer wieder auf normale Touren herunter. Sein Blutdruck stand noch auf 180, als sich die Zornfalten in seinem Gesicht schon wieder geglättet hatten. So war Gruber nicht beizukommen.

In seiner Stimme lag immer noch ein fernes Grollen, als er sagte:

Gut, Gruber. Machen wir’s mal ganz langsam. Du hast hier geschrieben, dass einer sich den Kopf angerannt hat, nicht? Und dass er daran gestorben ist. Das stimmt doch?“

Natürlich stimmt das. Ich habe es Ihnen doch gerade vorgelesen.“

Okay, okay“, sagte Bialek, und die entsprechende Handbewegung, die er dabei machte, sollte wohl mehr ihn selbst beruhigen.

Das hast du geschrieben, und ich frage dich jetzt, warum du das geschrieben hast? Vor allem frage ich dich, warum du das schon vor zwei Tagen geschrieben hast?“

Da gibt es nicht viel zu erzählen“, meinte der schmächtige Gruber und schlug die Beine übereinander. „Wie ich den Brief schrieb, war mir das halt eben so eingefallen. Meine Else ist ein gutes Mädchen. Sie mag mich. Und sie soll nicht denken, dass ich mich hier langweile. Sie würde sich sonst zu große Sorgen um mich machen. Deshalb schreibe ich ihr manchmal Sachen, die gar nicht passiert sind. Meistens schreibe ich Sachen, die ich in der Nacht oder einige Tage vorher geträumt habe.“

Bialek baute sich zu seiner vollen Größe auf. Es hielt ihn nicht mehr auf seinem Stuhl. Er hatte plötzlich irrsinnige Lust, den Tisch zu packen und ihn gegen die Wand zu schleudern. doch seine Stimme war freundlich wie die einer Kinderärztin, der ein kleiner Patient gerade den Finger halb abgebissen hat.

So, so. Du hast also nur so geträumt, wenn ich dich richtig verstanden habe. Nur so geträumt.“

Da haben Sie mich vollkommen richtig verstanden, Herr Kommissar. Das ist die Wahrheit.“

Und du hast deiner lieben Tochter sicher schon öfter von deinen Träumen geschrieben, und später ist das dann immer alles schön eingetroffen, nicht wahr?“

Bialek hatte spötteln wollen, doch unerwartet nickte Gruber mit dem Kopf.

Jetzt, wo Sie’s sagen, Herr Kommissar, fällt es mir auch auf. Das ist tatsächlich schon ein paar Mal passiert. Beim letzten Brief erst, da war doch auch so etwas. Warten Sie mal, mir fällt es gleich wieder ein. Was war das denn gleich wieder ...“

Obwohl Bialek kurz vor dem Explodieren war, wartete er ab, bis Gruber wieder den Finger von der Nase nahm und sein grüblerischer Ausdruck aus seinen Augen verschwunden war.

Jetzt weiß ich es wieder“, strahlte Gruber. „Ich hatte geträumt, dass unser Gefängniskoch sich verbrüht und tatsächlich, eine Woche später war’s passiert. Der arme Kerl ist im Krankenhaus gestorben.“

Bialeks Augen hatten sich ungläubig geweitet. Er fühlte sich wie ein Mathematiklehrer, dem ein Schüler soeben mit wissenschaftlichen Methoden bewiesen hat, dass zwei und zwei fünf ist.

Und das hast du auch an deine Tochter geschrieben? Vorher meine ich?“

Hmmm“, nickte Gruber. „Sie können Else ja fragen. Das gute Kind hat bestimmt alle meine Briefe aufgehoben.“

Ich werde das nachprüfen“, sagte Bialek mühsam beherrscht. „Verlasse dich darauf! Und wehe dir, du hast mich angelogen.“

Markus Gruber stand auf. Er schaute, als wäre er der Erfinder der Einfalt.

Kann ich dann wieder gehen, Herr Kommissar?“

Ja, Gruber. Hau ab! Aber wir sehen uns wieder.“

Wird der Brief an meine Tochter abgeschickt? Sie könnte sich Sorgen machen. Ich schreibe nämlich pünktlich alle zwei Wochen.“

Nein, Gruber. Der Brief bleibt vorläufig bei mir. Du wirst einen neuen schreiben müssen. Du kannst ja dann gleich deinen neuesten Traum erzählen.“

Das ist eine prima Idee“, strahlte der Doppelmörder. „Ich habe sogar einen neuen Traum gehabt. Draußen vor dem Gefängnis wurde ein Mann überfahren. Und dieser Mann sah genauso aus wie Sie, Herr Kommissar ... Auf Wiedersehen, Herr Kommissar.“


*


Sofort, nachdem Gruber gegangen war, ließ Bialek Dr. Bernheim, den Anstaltsarzt, zu sich kommen.

Sagen Sie mal“, empfing er den Arzt, „ist dieser Gruber eigentlich normal?“

Gruber? Gruber?“, dachte Dr. Bernheim nach. „Ach der. Unser Lebenslänglicher. Ich kenne ihn gut, aber über Ihre Frage haben sich auch schon andere den Kopf zerbrochen. Es wurde sogar schon öffentlich gestritten darum. Damals, in seinem Prozess. Wissen Sie näheres darüber?“

Über den Prozess? Nein. In der Anstaltsakte liegen nur das Urteil und die Formulare für den Strafvollzug. Dann nur mehr die Personalbogen. Aber Sie können mir sicher etwas darüber sagen.“

Kann ich“, meinte Dr. Bernheim. „Mein Hobby ist die Psychiatrie, müssen Sie wissen. Wenn mir während meines Studiums nicht das Geld ausgegangen wäre, hätte ich mich spezialisiert. Dieser Gruber ist ein sehr interessanter Fall, müssen Sie wissen.“

Er hat mir bereits eine Probe seines Könnens gegeben“, brummte Bialek. „Er hält sich für einen Hellseher. Ist Ihnen auch darüber etwas bekannt?“

Dr. Bernheim schaute verdutzt.

Jetzt haben Sie mich überrascht. Von dieser Seite habe ich ihn bisher noch nicht kennengelernt.“

Seien Sie froh! Mir blieb es nicht erspart. Aber lassen Sie sich nicht aufhalten! Sie wollten mir sagen, was Sie bereits wissen.“

Markus Gruber ist jetzt 45 Jahre alt. Ein ungelernter Arbeiter. Er hat als Kind noch die beiden letzten Kriegsjahre mitgemacht. Seine Eltern sind bei einem Bombenangriff umgekommen. Geschwister hatte er keine. Und weil er nur das Töten gelernt hatte, wurde auch nach dem Kriege nichts rechtes aus ihm. Er verdingte sich als Tagelöhner.“

Und er wurde zum Dieb, öfters eingebuchtet, die alte Leier.“

Eben nicht. Bis zu diesem Doppelmord ist er strafrechtlich überhaupt nicht in Erscheinung getreten. Er hatte vorher eine weiße Weste.“

Und dann gleich lebenslänglich?“

Der arme Hund musste das Armenrecht in Anspruch nehmen. Er bekam als Pflichtverteidiger so ziemlich die größte Niete, die überhaupt aufzutreiben war. Er hatte von Anfang an keine Chance gegen das Gericht. Er wurde überfahren, wie man so schön sagt. Wenn er lebenslänglich bekommen hat, dann lag das mehr an der Art, wie er seine beiden Opfer umgebracht hat. Es war ein Liebespaar, wie Sie sich sicher erinnern. Das Mädchen hat er noch einigermaßen normal gekillt, wenn dieser Ausdruck überhaupt hier noch am Platze ist. Er hat ihr einen Genickschuss verpasst.“

Dr. Bernheim holte Atem.

doch dem Mann ging es schlimmer. Gruber ließ ihn sich ausziehen. Und das in einer Winternacht. Vorher hatte er das Mädchen schon getötet. Er hat die beiden in einem Wald erwischt. Sie haben im Auto herumgeschmust. So war zumindest bei dem jungen Mann nicht mehr viel auszuziehen. Gruber fesselte ihn dann splitternackt an einen Baum und wartete nach seinen eigenen Worten erst einmal, bis er richtig blaugefroren war. Als es ihn selber zu sehr fror, stach er ihm in die Herzgegend und ging seelenruhig heim. Die Polizei fand ihn erst nach einer Woche. Er ließ sich ohne Gegenwehr abführen.“

Das scheint ja eine besondere Bestie zu sein.“

Ich finde, man hat während der Schwurgerichtsverhandlung Grubers Persönlichkeitsstruktur viel zu wenig Beachtung beigemessen. Man muss wissen, dass dieser junge Mann vorher Grubers Tochter geschwängert und sie dann sitzengelassen hat. Das erklärt auch, wie der Mann sein Opfer ins Jenseits befördert hat. Ihm wurde das als Grausamkeit ausgelegt. In Wirklichkeit war’s nur Naivität oder Primitivität. Sie können sich aussuchen, was Ihnen besser gefällt. Jedenfalls hatte er lauter Männer als Geschworene, die sich mit dem Opfer mehr oder weniger identifiziert haben. Ich persönlich bin überzeugt, dass Gruber nur mit einem biblischen Gerechtigkeitssinn ausgestattet ist. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Er hat es auch vollkommen in Ordnung gefunden, dass man ihm für seine Tat ein Lebenslänglich aufbrummte. Er wollte seiner Rolle als aufopferungsvoller Vater, der er vorher nachweislich war, bis zum bitteren Ende weiterspielen. Seine Frau ist schon früh mit einem anderen durchgebrannt und hat ihn mit der Tochter sitzenlassen.“

Hat es denn keine Revision bei dem Urteil gegeben?“

Gruber hat es angenommen. Ich glaube, da haben sich sogar die Richter gewundert.“

Der Mann scheint ja hochgradig schwachsinnig zu sein. Der gehört doch dann gar nicht hierher.“

Das ist auch meine Meinung. doch bisher hat sich noch niemand gefunden, der eine Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt hätte. Und um ihn von hier aus in eine Heil- und Pflegeanstalt einweisen zu können, müsste er erst einmal etwas anstellen. Er müsste durchdrehen, Amok laufen, oder sonst irgendetwas Unsinniges tun. doch das tat er bisher nicht. Sie hatten übrigens eben erwähnt, er behauptet von sich, ein Hellseher zu sein. Böte sich da nicht ein Anhaltspunkt?“

Er hat es ja nicht behauptet“, musste Bialek zugeben. Diese Schlussfolgerung ist auf meinem Mist gewachsen.“

Etwas ist schon seltsam bei ihm“, sagte Dr. Bernheim darauf. „Ich habe Gruber immer regelmäßig untersucht. Und weil ich an seinem Fall meiner Leidenschaft wegen ein besonderes Interesse habe, habe ich ihm auch regelmäßig die Gehirnströme gemessen. Die Alpha-Kurve zeigt in der letzten Zeit immer deutlichere Abweichungen vom Spektrum der Normalkurven.“

Details

Seiten
120
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783738908220
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (April)
Schlagworte
grauen block

Autor

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Titel: Das Grauen von Block C