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Die Nacht der Mumie: Tony Ballard 69

2017 120 Seiten

Zusammenfassung

Dämonenhasser Tony Ballard Band 69
von A. F. Morland

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.
Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

Leseprobe

Die Nacht der Mumie

Dämonenhasser Tony Ballard Band 69

von A. F. Morland

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

 

Tony Ballard ist der Dämonenhasser. Er kämpft gegen die Mächte der Finsternis und begegnet dem Unfassbaren. Vampire, Dämonen, Werwölfe und andere Kreaturen der Schattenwelt sind seine unbarmherzigen Gegner.

Erfolgsautor A. F. Morland schuf diese einzigartige Horror-Serie, die jetzt endlich auch im E-Book vorliegt.

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

„Edition A. F. Morland“ ist ein Imprint von Alfred Bekker & Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte des Titelbild-Logos by Jörg Martin Munsonius/Edition Bärenklau

Illustrator: Michael Sagenhorn, 2017

 

 

Prolog

Das Böse kann Ewigkeiten überdauern. Wenn es einem nicht gelingt, es vollkommen zu vernichten, dann schlummert es wie ein erkalteter Vulkan, der irgendwann einmal wieder aktiv werden kann.

Es kam eine große Gefahr nach London, doch wir hatten davon keine Ahnung.

Vielleicht wäre alles anders verlaufen, wenn sich nicht verbrecherische Elemente eingeschaltet hätten. Sie brachten eine mörderische Lawine ins Rollen.

Und so müsste es einfach dazu kommen.

Zur Nacht der Mumie!

 

 

1

War das eine Nacht gewesen. Sie hatte es ganz schön in sich gehabt, und ich war froh, sie heil überstanden zu haben. Rufus, der Dämon mit den vielen Gesichtern, hatte eine Zombie-Armee schaffen wollen, doch mir war es gelungen, ihm einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen.

Ich war erst gegen Mittag nach Hause gekommen und hatte bis zum Abend geschlafen. Vicky Bonney, meine Freundin, Roxane, die Hexe aus dem Jenseits, und Mr. Silver, der Ex-Dämon, waren nicht zu Hause, als ich aus dem Schlafzimmer trat.

Auf dem Wohnzimmertisch lag ein Zettel.

Sind Essen gegangen. Kommen bald wieder. Küsschen Vicky.

Ich nickte nachdenklich, ließ den Zettel auf den Tisch zurückflattern und verzog mich ins Bad. Fünfzehn Minuten später war ich angezogen. Ich kochte mir Kaffee und lutschte anschließend ein Lakritzbonbon.

Die letzte Zeit war ziemlich hektisch gewesen. Eigentlich hätte mir die Ruhe nun guttun müssen, aber ich empfand nichts weiter als Langeweile. Jemand schien zu ahnen, dass ich eine Beschäftigung brauchte, und rief mich an.

Das Telefon läutete.

Ich hob ab. »Tony Ballard.«

»Guten Abend, Mr. Ballard.« Eine heisere Stimme.

»Soll ich raten, wer Sie sind, oder verraten Sie's mir?«

»Mein Name ist Johnnie Waite.«

»Wie schön für Sie. Sollte ich Sie kennen?«, fragte ich.

Er lachte. »Klar. Wer Johnnie Waite nicht kennt, hat umsonst gelebt.«

»Interessant. Was kann ich für Sie tun, Mr. Waite?«

Er lachte wieder. »Sie können den Mister ruhig weglassen, Mr. Ballard. Nennen Sie mich einfach Johnnie, wie es alle tun.«

»Na schön ... Johnnie. Was kann ich ...«

»Nicht Sie können«, fiel er mir ins Wort. »Ich kann etwas für Sie tun, Mr. Ballard.«

»Da bin ich aber gespannt wie ein Regenschirm.«

»Sie sind Privatdetektiv, nicht wahr?«

»Allerdings. Aber ...«

Er ließ mich schon wieder nicht ausreden. »Sehen Sie und ich bin so etwas wie ein Spitzel. Ich habe gute Ohren. Ich höre sogar die Flöhe husten. Wenn mir etwas Interessantes zu Ohren kommt, versuche ich es postwendend an den Mann zu bringen. Für Geld natürlich. Wo kriegt man heutzutage noch was umsonst?«

»Finden Sie nicht, dass Ihr Tipp bei der Polizei mehr Anklang finden würde?«

»Bestimmt nicht.«

»Ich bin kein gewöhnlicher Privatdetektiv. Ich ...«

Allmählich gewöhnte ich mich daran, dass ich keinen Satz zu Ende sprechen konnte. »Ich weiß, was Sie sind, Mr. Ballard, haargenau weiß ich es. Man nennt Sie den Dämonenhasser. Sie übernehmen im Allgemeinen keine gewöhnlichen Kriminalfälle.«

»Sehr richtig.«

»Sie machen Jagd auf Geister und Dämonen, sind auf Ihrem Gebiet ein äußerst erfolgreicher Mann. Deshalb wende ich mich an Sie. Weil das, was ich anzubieten habe, genau auf Ihrer Linie liegt.«

»Sie fangen an, mich neugierig zu machen«, sagte ich.

Er lachte. »Genau das wollte ich erreichen. Jemand hat etwas ziemlich Mieses geplant. Noch könnten Sie es verhindern.«

»Worum geht es konkret?«, wollte ich wissen.

Johnnie Waite lachte mich aus. »Mein lieber Mr. Ballard, ich gebe doch meine Trümpfe nicht so einfach aus der Hand. Sehen Sie mal, das Leben ist verdammt hart, und es packt mich nicht gerade mit Samthandschuhen an. Jedermann will Geld von mir. Niemand schenkt mir etwas. Ich muss sehen, wo ich bleibe.«

»Was wollen Sie haben, Johnnie?«

»Ich kann abschätzen, was eine Information wert ist. Das lernt man im Laufe der Jahre. Was ich Ihnen zu bieten habe, ist gut und gern fünfhundert Pfund wert.«

»Sie wollen sich heute Abend wohl gesundstoßen, he?«, sagte ich ärgerlich.

»Fünfhundert Piepen, oder die Sache ist gestorben, Ballard, und die Dinge nehmen ihren Lauf.«

Er setzte mir damit das Messer an die Kehle. Ich hatte keine Ahnung, was passieren würde, wenn ich auf dieses Geschäft nicht einging, aber mein sechster Sinn sagte mir, dass dann wirklich schreckliche Dinge geschehen würden.

»Fünfhundert Pfund sind viel Geld, Johnnie«, versuchte ich den Preis für die Information zu drücken.

»Finden Sie's nicht schäbig zu feilschen, Mr. Ballard? Wo vielleicht das Leben vieler Menschen auf dem Spiel steht! Fünfhundert Pfund sind für Sie doch kein Vermögen. Außerdem brauchen Sie's nicht aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Ich weiß, dass der schwerreiche Industrielle Tucker Peckinpah Sie finanziell unterstützt. Sie können ihm den Betrag in Rechnung stellen. Er wird ihn bezahlen, ohne mit der Wimper zu zucken.«

Das stimmte. Tucker Peckinpah war einer der reichsten Männer Englands, und er setzte diesen Reichtum rückhaltlos im Kampf gegen die schwarze Macht ein.

»Nun mal ehrlich, Mr. Ballard, was gibt es für Sie denn noch zu überlegen? Wenn Sie nicht anbeißen wollen, biete ich meine Information woanders an.«

Nun, so einfach, wie er das darstellte, war das auch wieder nicht. Es gab nicht viele Personen, an die er sich wenden konnte. Dämonenjäger sind dünn gesät.

Um das Schicksal nicht herauszufordern, erwiderte ich: »Also gut, ich bin mit Ihrem Preis einverstanden.«

Johnnie Waite lachte zufrieden. »Ich wusste gleich, dass das Geschäft mit ihnen zustande kommen würde. Sie sind ein vernünftiger Mann, der mit sich reden lässt.«

»Ich hoffe, Sie nehmen einen Scheck, Johnnie. Die Bank ...«

»Selbstverständlich, Mr. Ballard. Ein Scheck – ausgestellt von einem Ehrenmann – ist so gut wie Bargeld.«

»Nachdem Sie mir genügend Honig um den Mund geschmiert haben, würde ich gern wissen ...«

Er behielt seine Unart bei, mich nicht ausreden zu lassen. »Ich wohne Birdcage Walk 4, Mr. Ballard. Wissen Sie, wo das ist?«

»Ja.«

»Gut. Ich erwarte Sie. Aber kommen Sie nicht ohne den Scheck, sonst war die Fahrt umsonst.«

 

 

2

Der schwarze Vauxhall blieb im Lichtkegel einer Straßenlaterne stehen, die Scheinwerfer erloschen, das leise Blubbern des Motors verstummte, doch niemand stieg vorerst aus.

Reglos saß der Fahrer hinter dem Volant. Sein kalter Blick streifte das Straßenschild.

Birdcage Walk.

Hier wohnte Johnnie Waite, der mickrige kleine Spitzel, der mal wieder zu viel gehört hatte. Es sollte zum letzten Mal geschehen sein. Kein weiteres Mal sollte Waite seine Ohren zu langmachen können. Johnnies letzter Abend war angebrochen!

Ohne Eile öffnete der Killer den Wagenschlag. Er beobachtete die Straße aufmerksam. Keine Passanten. Die Leute saßen bereits vor ihren Fernsehapparaten. Eine internationale Sucht. Überall auf der Welt, wo es Fernsehen gab, war die Glotze zum Hausaltar geworden, auf dem der Feierabend geopfert wird.

Der Mann stieg aus.

Langsam.

Bedächtig.

Er überquerte die Straße und betrat das Haus, in dem Johnnie Waite wohnte. Ein kaltes Lächeln huschte über sein Gesicht, während er die Haustür hinter sich schloss.

Johnnie würde Augen machen, wenn er sah, wer ihn besuchte. Zum letzten Mal in seinem Leben würde er mächtig staunen – und dann sterben.

 

 

3

Johnnie Waite wartete voller Ungeduld auf Tony Ballard. Er war ein kleiner Mann mit schmalem Kopf, an dem fettig glänzendes Haar klebte. Seine Nase war schlank und spitz wie ein Eispickel, die Augen ruhelos. Graue Ringe umschlossen sie.

Waite war noch nicht alt, erst siebenundzwanzig. Vielleicht hätte er noch ein langes Leben vor sich gehabt, wenn ihm nicht das Rauschgift in die Quere gekommen wäre.

Die Sucht hatte in seinem Leben die Weichen gestellt. Zuerst hatte er es mal aus Neugier versucht. Nur mit Tabletten. Valium. Mandrax. Und dergleichen mehr. Er hatte einen Freund gehabt, einen Musiker. Der hatte von den Tabletten immer gleich eine Handvoll eingeschmissen. »Versuch's mal«, hatte der Freund gesagt. »Auf das Zeug kannst du ganz geil abfahren.«

Waite hatte sich damals seelisch nicht besonders gut gefühlt. Er erhoffte sich von den Tabletten Hilfe, und es ging ihm am Anfang tatsächlich etwas besser.

Aber schon bald waren ihm die Tabletten nicht mehr genug. Er kriegte davon nicht mehr das ersehnte Highgefühl und entschloss sich zu seinem ersten LSD-Trip, von dem er beinahe nicht mehr zurückgekehrt wäre.

So ging es weiter.

Immer mehr bergab.

Sein Freund, der Musiker, war ihm immer um einen Schritt voraus – und Johnnie Waite folgte ihm. So fingen sie an, Kokain zu schnupfen. Noch spritzten sie kein Heroin, denn davor hatten sie einen Horror. Sie schnupften bloß, putschten sich auf, das genügte ihnen eine Zeitlang.

Eines Tages setzte sich Waites Freund dann die erste Spritze. Er sagte, das wäre ganz irre. Kein Vergleich zum Kokain. Waite meinte: »Ich habe Angst vor der Spritze.«

»Die legst du schnell ab«, sagte sein Freund.

Und Waite verpasste sich den ersten Schuss. Aber er betonte, niemals von H – so nannten sie das Rauschgift nur noch – körperlich abhängig werden zu wollen. Auch sein Freund wollte das nicht. Sie waren beide davon überzeugt, jederzeit wieder aufhören zu können, wussten nicht, dass sie in ganz kurzer Zeit schon ‚körperlich voll drauf‘ waren, wie das im Fachjargon hieß.

Wenn sie länger auf H verzichteten, stellten sich schmerzhafte Entzugserscheinungen ein. Sie brauchten das Zeug immer häufiger, um über die Runden zu kommen.

Das Geld wurde knapp.

Johnnie Waite verlor seinen Arbeitsplatz.

Er geriet in einen Teufelskreis, aus dem es nur noch einen einzigen Ausweg gab: den Tod!

Eines Tages setzte sich Johnnie Waites Freund den Goldenen, den Todesschuss, weil er diesen »ganzen verdammten Mist nicht mehr aushielt«, wie er in seinem Abschiedsbrief schrieb.

Der Schock nach dem Tod seines besten Freundes ließ Waite zusammenklappen. Er versuchte in den Entzug zu gehen, wusste aber, dass er es allein nicht schaffen konnte. Doch wer sollte ihm helfen? Verzweifelt bemühte er sich um einen Therapieplatz. Aber die Anstalten, die einen guten Namen hatten, waren überfüllt, und die verbleibenden Organisationen hatten den Ruf, für die Katz zu sein. Er entschied sich trotzdem für eine davon und arbeitete ehrlich und verbissen auf den Entzug hin, aber er schaffte es nicht.

Schon nach einer Weile riss er aus, besorgte sich Dope und war gleich wieder voll auf H.

Seither befand er sich ständig in Geldschwierigkeiten, denn das Rauschgift war teuer. Er machte deshalb bei Einbrüchen mit, beklaute jeden, der nicht gut genug aufpasste und machte jede Information im Handumdrehen zu Geld, denn es gab für ihn nichts Schlimmeres, als ohne Stoff zu sein.

Ungeduldig blickte Johnnie Waite auf seine Uhr.

Er wusste, dass Tony Ballard in Paddington wohnte.

Eigentlich müsste der Schnüffler jeden Augenblick eintreffen.

Fünfhundert Pfund. Waite lächelte. Damit ließ sich einiges anfangen. Er rechnete das Geld in Dope um und rollte die Augen. Mann, dachte er begeistert. Du wirst ein paar Tage lang so high sein wie schon lange nicht mehr.

Er leckte sich nervös die Lippen.

Verdammt, es war Zeit, dass Tony Ballard erschien.

Er klopfte.

Johnnie Waite zuckte zusammen. Er nickte grinsend. »Das ist er«, flüsterte er. »Endlich.« Er eilte zur Tür und öffnete sie. Draußen stand jedoch nicht Tony Ballard, sondern ein Mann, den Waite gut kannte und den er zu verpfeifen beabsichtigte.

Gordie Bedford.

Ein eiskalter, gewissenloser Kerl.

Ein Killer!

 

 

4

Johnnie Waite prallte zurück. Gordie Bedford grinste ihn an. Waite wollte die Tür zuwerfen, doch Bedfords Fuß schnellte nach vorn, und die Tür prallte dagegen. Sie wippte gleich wieder zurück und traf Waite an der Schulter. Der Süchtige kreiselte herum und hetzte heiser schreiend ins Wohnzimmer.

Bedford trat ein und schloss die Tür.

Waite eilte hinter das alte Sofa. Seine Finger krallten sich in den Stoff. Die Knöchel schimmerten weiß durch die Haut.

»Hallo, Johnnie«, sagte Gordie Bedford mit gespielter Freundlichkeit. »Freut mich zu sehen, dass du fast ausflippst, weil ich mal zu dir komme.« Bedford trug Jeans, einen schwarzen Rollkragenpullover und darüber eine Lederjacke. Er war dunkelhaarig und sah aus wie ein Dressman.

Johnnie Waite zitterte heftig. »W‑was w‑willst du von mir, Gordie?«

»Bloß mal guten Tag sagen und sehen, wie du wohnst. Ich war noch nie hier.«

»Das stimmt nicht. Dein Kommen hat einen anderen Grund.«

Gordie Bedford tat erstaunt. »Ach, tatsächlich? Welchen denn?«

»Du ... du willst mir etwas antun!«

»Aber Johnnie. Wie kommst du denn auf die verrückte Idee? Warum sollte ich dir denn ein Leid zufügen wollen?«

»W‑weil ich zu viel weiß.«

Bedford hob eine Augenbraue. »Wovon denn?«

»Von eurem Coup. Ich habe gehört, wie du mit Teddy Todd darüber gesprochen hast, und du weißt es. Dir ist bekannt, dass ich nichts für mich behalte, dass ich jede Information sofort verkaufe, weil ich ständig in finanziellen Schwierigkeiten stecke. Daran ist das verdammte H schuld.«

»Warum entziehst du nicht?«

»Weil ich's einfach nicht bringe.«

»Du würdest Hilfe brauchen, nicht wahr?«

»Ja.«

»Die kannst du gerne kriegen«, sagte Gordie Bedford und angelte eine Pistole aus seiner Schulterhalfter.

Als Johnnie Waite die Waffe sah, riss er entsetzt die Augen auf. »Um Himmels willen, nein, Gordie!«

Bedford schraubte seelenruhig einen Schalldämpfer auf seine Kanone. »Ich verstehe dein Gezeter nicht, Johnnie. Ihr Fixer seid doch ohnedies nur noch wandelnde Leichen. Potentielle Selbstmörder. Ihr wisst, dass ihr dem Tod geweiht seid. Du willst von der Nadel herunterkommen, und ich helfe dir dabei mit einer Kugel, rasch und schmerzlos.«

Waite rang die Hände. »Gordie, ich flehe dich an ...«

»Teddy und ich können es uns nicht leisten, dich am Leben zu lassen. Wenn du die Situation vernünftig überdenkst, wirst du das einsehen«, sagte Bedford. »Du stehst vielen Leuten schon bis Unterkante Oberlippe, mein Freund. Es wird Zeit, dass dir endlich mal jemand das Handwerk legt. Es ist das Schicksal vieler Spitzel, eines Tages ins Gras beißen zu müssen. Damit müssen sie rechnen.«

Waite brach der kalte Schweiß aus allen Poren.

Herrgott noch mal, wo blieb nur Tony Ballard so lange?

Der Detektiv war seine einzige Chance.

Nur Ballard konnte ihn jetzt noch retten.

Versuche Zeit zu gewinnen!, sagte sich Johnnie Waite. Halt ihn hin!

»Gordie!«, sagte der Fixer eindringlich. »Gordie, ich weiß zwar, was ihr vorhabt, aber ich würde euch niemals verraten. Nicht Teddy und dich. Es gibt für mich irgendwo Grenzen, die ich nicht überschreite. Zugegeben, ich verpfeife schon mal diesen und jenen, aber das sind immer Kerle, die ich kaum kenne, Fremde, bei denen es mir nichts ausmacht, wenn sie in den Knast müssen. In eurem Fall liegt die Sache jedoch ganz anders. Es würde mir nie im Traum einfallen, euch ...«

»Schön von dir«, sagte Bedford feixend. »Aber Teddy und ich wollen auf Nummer Sicher gehen, verstehst du? Du könntest jemanden finden, der für deine Information reichlich Moos springen lässt.«

»Bestimmt nicht. Ich hab's noch nicht mal versucht, Gordie, Ehrenwort.«

Bedford machte eine wegwerfende Handbewegung. »Das Ehrenwort eines Fixers, was ist das schon wert?«

»Gordie, ich schwöre dir hoch und heilig, dass ich den Mund halten werde.«

»Klar. Weil ich ihn dir schließe.«

»Du ... du kannst mich doch nicht so einfach ... Das ... das darfst du nicht, Gordie!«

»Sei froh, dass die ganze Misere zu Ende geht. Sieh's von der positiven Seite. Das Leben hat dir sowieso nichts mehr zu bieten, nur noch Siechtum und ein langes Warten auf den Tod. Ich kenne Fixer, die sind bei lebendigem Leibe verfault. Ist das denn so erstrebenswert?«

Waites Augen füllten sich mit Tränen. »Bitte, Gordie, bitte ...«, flehte er.

Doch der Killer kannte keine Gnade.

Langsam hob er die Pistole, zielte – und drückte ab.

 

 

5

Birdcage Walk 4. Das war die Adresse, zu der ich müsste. Ich schrieb schnell eine kurze Mitteilung für meine Freunde auf den Zettel, den sie für mich auf den Wohnzimmertisch gelegt hatten, holte meinen weißen Peugeot 504 TI aus der Garage und fuhr los.

Zwanzig Minuten später erreichte ich mein Ziel.

Ich war neugierig, was mir Johnnie Waite, der Spitzel, zu bieten hatte. Die Angelegenheit sollte auf meiner Speziallinie liegen, hatte er gesagt. Meine Neugier war also durchaus berechtigt.

Der Spitzel schien durch Zufall hinter ein schwarzes Geheimnis gekommen zu sein. Was immer die Hölle plante, ich wollte nichts unversucht lassen, um ihr die Tour zu vermasseln. Das hatte ich mir zur Lebensaufgabe gemacht.

Ich stoppte meinen Wagen vor dem Haus, in dem Johnnie Waite wohnte, stieg aus und betrat das Gebäude. Ein Blick auf dem Postkasten verriet mir, dass der Spitzel im ersten Stock wohnte.

Während des Hinauflaufens nahm ich immer gleich zwei Stufen auf einmal. Oben angekommen, war ich kein bisschen außer Atem. Mein tägliches Jogging war eben doch einiges wert.

Ich eilte auf Waites Tür zu und begrub den Klingelknopf unter meinem Daumen. Drinnen tat sich nichts. Es läutete nicht. Also klopfte ich. Dabei fiel mir auf, dass die Tür nachgab. Sie war nicht ganz geschlossen.

Sofort sträubten sich meine Nackenhärchen.

Wenn Türen nicht verschlossen sind, hat das zumeist einen unangenehmen Grund.

Ich legte meine Hand auf das Holz und drückte dagegen. Die Tür schwang zur Seite. Ich trat jedoch nicht gleich ein, sondern holte zuerst meinen Colt Diamondback aus der Schulterhalfter. Um mich gegen Angriffe der Hölle wehren zu können, war der Revolver mit geweihten Silberkugeln geladen. Meine Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen.

»Johnnie?«

Keine Antwort.

»Johnnie!«

Nichts.

Ich setzte meinen Fuß auf die Schwelle und stand unter Strom. Johnnie Waite wollte mir eine nicht alltägliche Information verkaufen. War er dazu nun nicht mehr in der Lage? Hatte die Gegenseite rechtzeitig reagiert und ihm den Mund gestopft?

Ich lauschte angestrengt.

War überhaupt jemand in der Wohnung?

Ich schaute mich gewissenhaft um, denn ich wollte keine unliebsame Überraschung erleben. Misstrauisch betrat ich das Wohnzimmer. Mir stieg ein süßlicher Geruch in die Nase.

Blut!

Ich befürchtete für Johnnie Waite sofort das Schlimmste und suchte ihn. Er lag hinter einem alten Sofa auf dem Rücken. Bleich. Ein Loch in der Herzgegend. Das Hemd blutgetränkt.

Zu spät!, sagte ich zu mir. Du bist zu spät gekommen! Mist!

Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass ich mit Johnnie Waite allein war, steckte ich den Diamondback weg. Meine Pflicht war es nun, die Polizei zu benachrichtigen. Während ich den Hörer abhob, dachte ich, dass ich nun nie erfahren würde, was demnächst lief. Menschen würden in Gefahr geraten und vielleicht auch ihr Leben verlieren – und ich konnte es nicht verhindern. Das nagte schmerzhaft in mir.

Plötzlich geisterte ein Röcheln durch den Raum.

Johnnie Waite!

Wie durch ein Wunder lebte der Spitzel noch. Ich hatte das nicht für möglich gehalten. Für mich war er mausetot gewesen. Doch nun dieses Röcheln! Ich ließ den Hörer in die Gabel fallen und eilte zu dem Schwerverletzten. Seine Lider flatterten. Er hatte Mühe, die Augen zu öffnen und offenzuhalten.

»Ich bin Tony Ballard«, sagte ich hastig.

Er wollte etwas erwidern, aber er bewegte nur tonlos die Lippen.

»Ich werde einen Krankenwagen ...«, sagte ich, doch er schüttelte müde den Kopf. Er wusste, dass ihm kein Doktor mehr helfen konnte, dass es mit ihm zu Ende ging. Aber er schien nicht sterben zu wollen, ohne die Information losgeworden zu sein.

»Was für einen Tipp wollten Sie mir verkaufen, Johnnie?«

Es kamen nur unartikulierte Laute aus seiner Kehle.

»Wer hat auf Sie geschossen?«

»G‑g‑g ...« Er strengte sich schrecklich an. »G‑o‑r‑d‑i‑e ...« Er brach ab. Ich war wütend, weil ich ihm nicht helfen konnte. Es gab nichts, was ich für ihn hätte tun können. Ich konnte ihm nur zuhören. »B‑e‑d‑ford ...«, rang er sich ab.

»Gordie Bedford?«

Er nickte.

»Ein Bekannter von Ihnen?«

Er nickte.

»Hat er mit der Sache zu tun, die Sie mir ...? «

Er nickte noch einmal, dann war es mit seiner Kraft vorbei. Mit einem langgezogenen Seufzer hauchte er sein Leben aus.

Er hatte mir zwar nicht verraten können, was genau geplant war, aber er hatte mir den Namen seines Mörders genannt. Gordie Bedford. Und dieser Kerl musste mit einem Fall zu tun haben, der einen ungewöhnlichen Background hatte. Aus diesem Grund hatte sich Johnnie Waite an mich gewandt.

Okay, ich wollte am Ball bleiben.

Zunächst rief ich die Polizei an. Ich fasste mich betont kurz, nannte meinen Namen nicht, sagte nur, dass man sich um den erschossenen Johnnie Waite kümmern solle, gab dessen Anschrift bekannt und legte auf.

Anschließend schnappte ich mir das Telefonbuch und blätterte darin.

Nach kurzem Suchen fand ich einen einzigen Gordie Bedford. Er wohnte in der Baker Street. Ich merkte mir die Adresse, klappte das Buch zu, legte es an seinen Platz und verließ die Wohnung.

Mein Jagdfieber erwachte. Ich war einem Geheimnis auf der Spur, das ich unbedingt lüften wollte. Und Gordie Bedford würde mir dabei helfen müssen.

Ich würde ihm keine andere Wahl lassen.

Ich kann verdammt unangenehm sein, wenn es sein muss.

Beim Verlassen der Wohnung Schloss ich die Tür, eilte dann die Treppe hinunter und trat auf die Straße. Niemand begegnete mir. Das war mir sehr recht, so konnte wenigstens niemand der Polizei einen falschen Täter unterjubeln.

Ich setzte mich in den Peugeot und fuhr los. In Marylebone drosselte ich das Tempo, bog in die Baker Street ein und ließ den Wagen vor einer Bretterwand ausrollen. Das Haus, in dem Gordie Bedford wohnte, war ein altes Backsteingebäude. Sechs Stufen führten zum Eingang hinauf. Ich öffnete die schwere Tür.

Wieder Stufen. Dann ein kurzer Gang, abgeteilt durch zwei Flügeltüren. Anschließend eine gewundene Treppe. Ich stieg sie hoch. Auf dem Gang im ersten Stock stand ein Kinderdreirad. Die Kurbel war gebrochen, die Lenkstange verbogen. Mit einem Wort: Totalschaden.

Ich lief zum zweiten Stock weiter.

An allen Türen standen Namen.

Ferdy Minnings.

Abel Jetty.

Lena Ernest.

Gordie Bedford ... Hier schellte ich, und diese Klingel funktionierte. Ich läutete mit der linken Hand, während meine rechte ins Jackett glitt. Die Finger legten sich um den Kolben des Diamondback. So wartete ich. Sobald Bedford die Tür aufmachte, wollte ich ihn in die Mündung meiner Kanone gucken lassen. Aber er tat mir diesen Gefallen nicht. Die Tür blieb geschlossen. Der Killer schien nicht zu Hause zu sein.

Shit! Warum konnte nichts glattgehen?

Ich verlor die Lust am Läuten und ließ den Klingelknopf los.

Im selben Augenblick öffnete sich die Nachbartür, an der Lena Ernest stand, und ein Mädchen kam aus der Wohnung, das Ähnlichkeit mit Vicky Bonney hatte. Blond, schlank, gut gebaut, veilchenblaue Augen, hübsches Gesicht, moderne Kleidung.

Sie musterte mich, als hätte ich die Pest. Bestimmt hielt sich mich für einen Freund von Gordie Bedford.

Es war mir ein Herzensbedürfnis, diesen Irrtum aufzuklären. »Verzeihung, Miss Ernest ...«

Sie schaute mich erstaunt an. »Woher kennen Sie meinen Namen?«

Ich lächelte. »Er steht an der Tür.«

»Ach so.«

»Mein Name ist Tony Ballard. Ich bin Privatdetektiv ...«

Jetzt wurde der Ausdruck ihrer Augen freundlicher. Die kalte Wand, die sie zwischen sich und mir errichtet hatte, fiel in sich zusammen, verschwand. Es schien ihr zu gefallen, dass sich ein Detektiv um Gordie Bedford kümmerte. Bestimmt wünschte sie ihrem Nachbarn alle erdenklichen Schwierigkeiten an den Hals. Um meine Behauptung glaubhaft zu machen, wies ich mich aus. Sie nickte zufrieden.

»Sie wollen zu Gordie Bedford, Mr. Ballard?«

»Ja.«

»Er hat garantiert etwas ausgefressen«, sagte sie, und es blitzte leidenschaftlich in ihren Augen.

»Sie mögen ihn nicht, habe ich recht?«

»Allerdings.«

»Darf ich fragen, weshalb nicht?«

Wieder dieses leidenschaftliche Blitzen in ihren Augen. »Er ist ein schlechter Mensch, und er belästigt mich fortwährend. Es wäre schön, wenn sich endlich jemand fände, der ihn ins Gefängnis bringt. Auf dem Kerbholz hat er bestimmt genug.«

»Wenn Sie mir sagen können, wo ich ihn finde, mache ich Ihnen gern die Freude«, bemerkte ich.

»Versuchen Sie's mal in Barry's Pub.«

»Ist das sein Stammlokal?«

»Ja. Er lungert da häufig herum.«

»Und wo ist das?«

»Euston Road. Ein knallrotes Portal. Sie können es nicht verfehlen.«

»Vielen Dank für den Tipp.«

»Keine Ursache«, sagte Lena Ernest. »Weswegen sind Sie hinter ihm her?«

»Mord.«

Das blonde Mädchen riss die Augen auf. »Wenn das so ist, bin ich ihn für immer los.«

»Vorausgesetzt, ich erwische ihn.«

»Das wünsche ich Ihnen, Mr. Ballard.«

Ich lächelte. »Ich mir auch.«

 

 

6

Barry's Pub war kein großes Lokal, die Entlüftung war miserabel, das Publikum unter dem Durchschnitt. Dicke Rauchschwaden hingen in der Luft, neben der Tür zur Toilette hing ein Wurfpfeilspiel. Davor standen Gordie Bedford und sein Freund und Komplize Teddy Todd.

Todd glich einem seriösen Geschäftsmann, war tipptopp gekleidet. Er hatte abstehende Ohren, ein blasses Gesicht und wasserhelle Augen. Soeben warf er einen Pfeil mitten ins Zentrum der Scheibe. Grinsend wandte er sich an Bedford.

»Mach das mal nach.«

»Kann ich nicht. Ich war mit diesen verdammten Dingern noch nie gut, das weißt du.« Gordie Bedford warf. Der Pfeil bohrte sich weit rechts in die Scheibe. Schon fast in die Holzwand. »Ich sag's ja«, brummte der Killer, und leise fügte er hinzu. »Mit der Kanone würde ich deinen Pfeil in der Mitte auseinanderschießen.«

»Apropos Kanone«, sagte Teddy Todd. »Wie ging's mit Johnnie Waite?«

»Ohne Schwierigkeiten.«

»Hat er noch nicht versucht, die Information zu Geld zu machen?«

»Er sagte nein.«

»Glaubst du, er sagte die Wahrheit?«

»Er hatte nicht viel Zeit für das Geschäft«, meinte Gordie Bedford und warf wieder einen Pfeil, der jedoch noch schlechter saß als der vorherige. »Ich geb's auf«, sagte er und schleuderte die restlichen zwei Pfeile gleich auf einmal in Richtung Scheibe.

»Ich war inzwischen nicht untätig«, sagte Teddy Todd.

»Hast du den Kastenwagen besorgt?«

Todd nickte. »Geklaut und mit anderen Nummernschildern versehen. Die Bullen brauchen Jahre, um ihn wiederzufinden.«

»Prima. Wann machen wir uns an die Arbeit?«

»Von mir aus gleich.«

»Okay«, sagte Gordie Bedford und bezahlte die Drinks, die sie sich genehmigt hatten.

Sie verließen das Lokal.

»Wo steht die Rostlaube?«, erkundigte sich Bedford.

»Gleich um die Ecke. Mann, ich bin schon ein bisschen kribbelig. Du nicht?«

»Nee. Weshalb denn?«

»Weil wir so etwas noch nie gemacht haben«, sagte Teddy Todd.

Bedford zuckte mit den Schultern. »Es ist ein Einbruch wie jeder andere.«

»Eben nicht. Wir haben bisher schon eine ganze Menge zusammengeklaut. Pelze. Schmuck. Elektrogeräte. Uhren. Aber noch nie eine ...« Todd unterbrach sich. »Das ist der Wagen«, sagte er und wies auf das Fahrzeug, das er sich vor einer knappen Stunde vom Gelände einer Brotfabrik geholt hatte. Die Reklameaufschrift hatte er mit einer schwarzen Folie überklebt. »Wie gefällt dir die Karre?«

»Mir egal, wie sie aussieht«, erwiderte Gordie Bedford. »Hauptsache, sie lässt uns nicht im entscheidenden Moment im Stich.«

»Das garantiert nicht. Ich hab' mir was Gutes ausgesucht.«

»Wunderbar«, sagte Bedford und stieg auf der Beifahrerseite ein.

Zwei Minuten später bogen sie schon in die Bloomsbury Street ein. Teddy Todd wies auf eine schwarze Ledertasche, die wie die Bereitschaftstasche eines Arztes aussah. »Da ist alles drin, was wir brauchen.«

Bedford grinste. »Das gefällt mir so an dir. Man kann sich immer auf dich verlassen.«

Das Ziel der Verbrecher war das Museum der Freunde ägyptischer Kultur in der Fleet Street. Ein altehrwürdiges Gebäude. Groß. Mit geräumigen Sälen, in denen häufig auch Sonderausstellungen abgehalten wurden – wie eben gerade wieder.

Todd fuhr an dem Haus vorbei, bog um die Ecke, steuerte den Kastenwagen in eine düstere Gasse und erreichte die Rückfront des Museums. Er ließ das Fahrzeug auf den Gehsteig rumpeln und tippte anschließend kurz auf die Bremse.

»Da sind wir«, sagte er.

»Stell den Motor ab. Licht aus«, sagte Gordie Bedford.

»Schon geschehen«, erwiderte Teddy Todd.

Bedford warf einen Blick in den Außenspiegel. Todd wollte aussteigen. Er griff nach der Ledertasche. Doch Gordie Bedford hielt ihn zurück. »Warte noch einen Augenblick.«

»Worauf?«

»Da ist ein Mann!«

»Verdammt.« Todd schaute in den Außenspiegel auf der Fahrerseite. Der Mann, den Gordie Bedford entdeckt hatte, taumelte den Gehsteig entlang. »Der ist schwer besoffen«, stellte Todd fest.

Der Mann lehnte sich an die Hausmauer. Bedford regte sich nicht. Er beobachtete nur den Betrunkenen.

»Warum geht er denn nicht weiter?«, brummte Todd ungeduldig.

»Er muss erst einen neuen Anlauf nehmen.«

Der Betrunkene stieß sich von der Mauer ab. Aber er kam nicht weit. Nur bis zur Kannte des Bürgersteigs. Dort blieb er stehen, beugte sich vor und würgte.

»Auch das noch«, sagte Teddy Todd. »Hoffentlich ist er damit bald fertig. Ich sitze hier wie auf glühenden Kohlen.«

»Immer mit der Ruhe, mein Junge. In einer halben Stunde ist der Coup gelaufen.«

Details

Seiten
120
Jahr
2017
ISBN (ePUB)
9783738907421
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2017 (Januar)
Schlagworte
nacht mumie tony ballard

Autor

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Titel: Die Nacht der Mumie: Tony Ballard 69