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Roy Matlock - der Eisenbahnmarshal #5: Todeszug nach Green River

2017 130 Seiten

Leseprobe

Todeszug nach Green River

ROY MATLOCK

 

Band 5

 

 

 

Ein Western von Wolf G. Rahn

 

 

N E U E R R O M A N !

 

 

 

 

IMPRESSUM

 

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Edward Martin mit Firuz Askin, 2017

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

Klappe

Benjamin Ashcroft, ein hoher Beamter aus Washington, ist unterwegs nach Granger, um dort im Auftrag der Regierung Friedensverhandlungen mit den Bannack-Indianern zu führen. Der Eisenbahn-Marshal Roy Matlock soll während der Zugfahrt für Sicherheit sorgen, damit es zu keinen unliebsamen Zwischenfällen kommt. Die Reise erweist sich jedoch als sehr gefährlich, denn eine Bande von gewissenlosen Banditen will diese Verhandlungen gar nicht erst zustande kommen lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen sie sogar den Zug in die Luft sprengen. Als Roy Matlock herausfindet, was die Banditen im Schilde führen, ist es schon fast zu spät. Denn der Zug nähert sich einer großen Brücke bei Green River – und genau dort sollen die Sprengladungen explodieren. Ein dramatischer Wettlauf um Leben und Tod beginnt!

 

 

 

Roman

 

Wenn der Kerl nochmal das Maul so weit aufreißt, schlage ich ihm die Zähne in den Hals, dass er seine eigene Wirbelsäule abnagen kann", fauchte Lucius Nash und massierte seine behaarten Fäuste, die derartige Proportionen besaßen, dass seine Drohung durchaus realistisch anmutete.

Roy Matlock legte dem Bremser beschwichtigend die Hand auf die Schulter.

Sei vernünftig, Lucius“, mahnte er. „Mister Ashcroft ist ein einflussreicher Mann. Er kann dir eine Menge Ärger machen.”

Falls er noch dazu kommt. Der Bursche reizt mich bis aufs Blut. Irgendwann machen sich meine Fäuste selbständig, und dann ist er es, der Ärger kriegt.”

Den bekommt er früh genug", versicherte der Eisenbahn-Marshal. “Ashcroft ist in einer heiklen Mission unterwegs, um die ich ihn nicht beneide."

"Und dazu muss er ausgerechnet in meinem Wagen fahren?”, maulte der Bremser.

"Es ist sein Waggon”, stellte Matlock richtig. "Er kann darin anstellen, was er will, solange er nicht die Sicherheit des ganzen Zuges gefährdet."

"Das tut er aber. Sobald er mich sieht, beleidigt er mich.”

"Dann lass dich eben nicht sehen.“

Lucius Nash sah den anderen erstaunt an. "Soll ich mich verstecken?", fragte er. "Das musst du mir mal vormachen bei fast sieben Fuß Größe. Außerdem hat sich Lucius Nash sein ganzes Leben noch nicht versteckt. Das wird er auch bei diesem Klugscheißer nicht!“

"Der Mann kommt direkt aus Washington”, verriet Matlock. "Er reist im Auftrag der Regierung."

"Meine Regierung sitzt in Cheyenne. Es ist die Geschäftsleitung der Union Pacific. Nur der bin ich Rechenschaft schuldig.”

"Das ist eben dein Pech, Lucius. Die Männer in Cheyenne sind Washington verpflichtet. Die werden sich hüten, es mit der Regierung zu verderben. Für die Strecke nach Oregon wird eine Menge Geld gebraucht. Und viel Land.”

Seit über drei Jahren arbeite ich schon für die UPRR. Mir hat noch keiner was nachsagen können. Aber auf dieser Fahrt werde ich noch zum Mörder.”

"Nimm´s nicht so tragisch, Lucius. Wir sind gleich in Walcott. Da gebe ich einen aus.“

Jetzt grinste Lucius Nash endlich.

"Solche Burschen wie dich gibt es viel zu wenig”, brummte er. "Ich begreife nicht, dass du mit Ashcroft so gut auskommst.“

Matlock schmunzelte. "Tue ich das?"

Etwa nicht?”

Der Bahnmarshal senkte seine Stimme zu einem Flüstern. ”Soll ich dir was verraten? Ich kann ihn genauso wenig leiden wie du. Trotzdem werde ich ihn nicht umbringen.”

Schade. Dadurch wärst du mir noch sympathischer geworden.”

 

*

 

Benjamin Ashcroft blies aromatische Rauchwölkchen vor sich hin. Er qualmte fast so stark wie die Baldwin-Lokomotive an der Spitze des Zuges, die gerade den Wartenden in Walcott durch erste Glockensignale ihr Nahen ankündigte.

Ashcroft war weißhaarig, doch er sah nicht wie ein gutmütiger Großvater aus. Eher wie ein grimmiger General aus dem Bürgerkrieg, der es bedauert, nicht noch mehr Aufständische abgeschlachtet zu haben.

Sein Mund war verkniffen und annähernd farblos. Am linken Nasenflügel deutete eine lange Narbe an, dass jemand mit dem Messer an ihm herumgeritzt hatte. Ein Kinn war gar nicht vorhanden. Vom Mund ging der Kopf direkt in einer schrägen Partie zum Hals über.

Das Markanteste an diesem Mann aber waren seine schwarzen, glühenden Augen, die jeden anblickten, als wollten sie ihn verbrennen.

Das taten sie auch mit Roy Matlock, der in diesem Moment von der hinteren Plattform den Luxuswaggon betrat.

Alles in Ordnung, Mr. Ashcroft?”, erkundigte sich der Bahnmarshal.

Sofort brauste Ashcroft auf.

Was soll in Ordnung sein? Nichts ist in Ordnung. Ständig werde ich von den unmöglichsten Leuten belästigt, die sich die Augen aus dem Kopf glotzen. Ich finde das empörend.”

"Es tut mir leid, Ashcroft, aber jeder Waggon braucht nun mal seinen Bremser. Diese Ungetüme, und mögen sie innen noch so komfortabel ausgestattet sein, bleiben nun mal nicht von selbst stehen.“

Ich spreche nicht von dem Gorilla da draußen, Matlock“, entgegnete der Weißhaarige scharf. "Ich meine Sie! Regelmäßig schleppen Sie mir mit Ihren Stiefeln den Dreck herein. Ich kann nicht arbeiten, wenn ich fortwährend gestört werde.“

Matlock hatte eine ärgerliche Erwiderung auf den Lippen, doch er erinnerte sich, was er gerade dem Bremser gesagt hatte, und beherrschte sich.

"Es geschieht zu Ihrer Sicherheit”, erklärte er. ”Es liegt der begründete Verdacht vor, dass verschiedene Gruppen ein Interesse daran haben, dass Ihre Verhandlungen mit den Bannacks nicht stattfinden.“

"Das weiß ich selbst.“

"Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass man versuchen wird, Sie daran zu hindern, Ihr Ziel zu erreichen.”

Und was hat das mit Ihnen und Ihren schmutzigen Stiefeln zu tun?"

"Ich werde dafür sorgen, dass Sie in Granger ankommen. Und zwar lebend.”

Benjamin Ashcroft sah den Eisenbahn-Marshal eine Weile sprachlos an. Dann lachte er los. Er lachte so laut, dass ein dürres Männchen den Kopf durch die vordere Tür steckte, um sich zu erkundigen, ob es etwas Besonderes gäbe.

"Es ist nichts, Greenberg”, versicherte der Weißhaarige. "Ich habe nur gerade einen köstlichen Witz gehört.” Dann wandte er sich wieder Matlock zu. "Ausgerechnet Sie wollen mich beschützen? Sind Sie größenwahnsinnig? Ich brauche Ihren Schutz nicht. Ich habe meine eigenen Leute, deren Aufgabe das ist.“

Roy Matlock wurde nachdenklich.

Kennen Sie diese Männer schon lange?“

Was geht Sie das an?“

Sie machen keinen besonders ehrlichen Eindruck auf mich. Solchen Burschen möchte ich nicht mein Leben anvertrauen.“

Der Eindruck, den Sie auf mich machen, Matlock, ist auch nicht der beste“, konterte der Regierungsbeamte. „Deshalb wünsche ich auch nicht mehr, dass Sie meinen Wagen betreten.“

Tut mir leid! Ich bin für den ganzen Zug verantwortlich. Dazu gehört nun mal auch ihr Privatwaggon. Wenn Sie mit der UPRR reisen, müssen Sie sich wohl oder übel mit deren Gegebenheiten abfinden. Ich werde nicht Ihretwegen von Dach zu Dach springen, wenn ich die hinteren Waggons erreichen will.“

Sie können bis zur nächsten Station warten“, erwiderte Ashcroft wütend.

Passen Sie auf, Mr. Ashcroft! Sie haben Ihren Beruf und ich den meinen. Ich sage Ihnen nicht, wie Sie Ihre Verhandlungen zu führen haben, und Sie halten sich aus meinem Job heraus. So kommen wir am besten miteinander aus.“

Frechheit! Ihre Tage bei der Union Pacific sind gezählt! Das verspreche ich Ihnen schon heute!“

Roy Matlock konnte derartige Drohungen bereits singen, so oft hatte er sie schon gehört. Manch einer hatte auch schon dem Wort die Tat folgen lassen und sich höheren Orts über ihn beschwert, doch es musste schon einen Grund haben, warum sich Ernest Jenkins immer wieder vor seinen besten Bahnmarshal stellte und dessen Auftreten billigte.

Benjamin Ashcroft wetterte noch einige Zeit, doch Matlock ließ ihn schimpfen. Insgeheim lachte er über diesen Mann, der seine Stellung so stark herauskehrte.

Es war kein Wunder, dass er sich diesmal ein Vergnügen daraus gemacht hatte, den Beamten zu ärgern, denn er hätte tatsächlich bis Walcott warten können. Die Station kam nämlich bereits in Sicht.

Aber er dachte nicht daran, sich von diesem herrischen Mann Vorschriften machen zu lassen. Sie hatten noch eine gemeinsame Fahrt von ungefähr zweihundertfünfzig Meilen vor sich, und da der Zug an jeder kleinen Station hielt und in Rawlins und Rock Springs sogar längere Aufenthalte hatte, würden sie länger als vierundzwanzig Stunden aneinandergefesselt sein.

Matlock ging noch zum nächsten Waggon.

Hier war unter anderem Ashcrofts Sekretär Mr. Greenberg untergebracht. Auch Greenberg durfte den Privatwaggon des Regierungsbeamten nur dann betreten, wenn er ausdrücklich dazu aufgefordert wurde.

Matlock war bereits Zeuge geworden, wie Ashcroft seinen engsten Mitarbeiter in der gleichen unflätigen Weise beschimpfte wie jeden Fremden.

Greenberg ließ sich das gefallen. Er war zu schwach, sich gegen seinen Vorgesetzten aufzulehnen, und offensichtlich fehlte ihm auch der Stolz dazu.

Matlock hatte manchmal den Eindruck, als wollte der Sekretär ein Gespräch mit ihm beginnen, doch jedes Mal, wenn sich ihre Blicke trafen, senkte der Dürre verlegen die Lider und wandte sich fast brüsk ab.

 

*

 

Zischend ließ die Lokomotive den Dampf aus dem Ventil entweichen. Auf den Waggons traten die Bremser in Aktion. Der Zug hatte Walcott erreicht.

Hier gab es eine halbe Stunde Aufenthalt. In der Essensstation war alles für die hungrigen und vor allem durstigen Fahrgäste vorbereitet. Es musste schnell gehen, wenn die Invasion in die langgestreckte Baracke einfiel.

Roy Matlock verließ den Zug und beobachtete, für wen hier die Reise beendet war und für wen sie erst begann.

Es stieg lediglich eine einzige Familie aus. Dafür drängten acht Männer zu dem nur mäßig besetzten Zug. Es waren wilde Burschen mit zum Teil stechenden Blicken, und Matlock war sich im klaren, dass er auf sie würde besonders aufpassen müssen, zumal sie offensichtlich zusammengehörten.

Da der Zug keinen Hotelwagen mitführte, war auch Benjamin Ashcroft gezwungen, sich zu der Essensstation zu bemühen, sofern er Wert auf eine warme Mahlzeit legte.

Der Weißhaarige ließ sich von seinen Leibwächtern begleiten. Greenberg, der Sekretär, hielt sich bescheiden im Hintergrund. Bei den Leibwächtern handelte es sich um fünf hünenhafte Gestalten, die ein ganzes Waffenarsenal mit sich herumschleppten.

Zwei von ihnen hatten bereits während der Fahrt versucht, sich mit Matlock anzulegen. Sie konnten ihre Kraft kaum zügeln und sehnten sich nach einer handfesten Schlägerei, bei der sie ihre Unüberwindbarkeit unter Beweis stellen konnten.

Matlock verspürte wesentlich weniger Lust dazu. Wenn er auch keine Angst vor den Kerlen hatte, so fand er doch kein Vergnügen an einer überflüssigen Prügelei, die lediglich Kräfte verbrauchte, die einem irgendwann fehlten, wenn man sie dringender benötigte.

Dass diese Vögel seine Zurückhaltung als Feigheit auslegten, verstand sich fast von selbst, und Matlock sah die Stunde schon nahen, in der er doch würde beweisen müssen, aus welch hartem Holz er geschnitzt war.

Ashcroft verschwand mit seiner Truppe in der Baracke, und ein unmittelbar aufbrausendes Kreischen und Schreien, ein Scheppern von Blechtellern und Splittern von Glas veranlasste den Marshal, schleunigst nach dem Rechten zu sehen.

Die Essensstation verfügte über keine Tür. In der Vorderwand hatte man eine entsprechende Öffnung gelassen, die denselben Zweck erfüllte.

Bereits fünf Schritte davor schlug Matlock ein Dunst von gekochtem Huhn entgegen, der ihn daran erinnerte, dass er ebenfalls seit dem kärglichen Frühstück keinen Bissen mehr zu sich genommen hatte.

Das erste, was Matlock nach dem Betreten der Station sah, war einer der langen Holztische, den die fünf Kraftprotze von Ashcroft mutwillig umgeworfen hatten.

Ein bebrillter Mann und zwei Frauen standen verstört daneben. Der Mann versuchte, das Kleid einer seiner Begleiterinnen zu reinigen, das mit einer fetten Brühe beschmutzt war. Ein paar Teller lagen auf dem Fußboden. Ein Stück Huhn hing noch von der Sitzbank herunter.

Widerliches Pack!”, nörgelte Benjamin Ashcroft gerade.

Roy Matlock fiel es nicht schwer, sich auszumalen, was hier vorgefallen war. Trotzdem fragte er laut: "Was ist hier passiert?“

Nichts, worum Sie sich kümmern müssten, Marshal”, versicherte einer der Gorillas, ein schwarzhaariger Typ mit krausem Vollbart. "Schauen Sie lieber zu, dass Ihre Lok zu saufen bekommt.“

Matlock juckte es in den Fingern, doch er hielt sich zurück. Dafür wandte er sich an Ashcroft. "Können Sie mir eine Erklärung geben?"

"Wenn Sie das nicht selbst sehen”, gab dieser spöttisch zurück. "Meine Jungs haben dafür gesorgt, dass ich einen Platz in dieser lausigen Spelunke bekommen habe. Ich sitze mit Vorliebe in der Nähe frischer Luft."

"Diese Leute saßen vor Ihnen hier”, sagte Matlock mit verhaltenem Zorn. "Außerdem ist an dem Tisch Platz für zwanzig Menschen. Ich erwarte, dass Sie für den Schaden aufkommen, der dem Wirt und den Herrschaften entstanden ist, und dass sich Ihre Männer bei den Ladies entschuldigen.”

Der Beamte sah ihn wie einen Irren an. Dann lachte er ihm ins Gesicht.

"Jetzt schnappen Sie wohl über, Matlock? Sie scheinen vergessen zu haben, mit wem Sie reden.”

"Wie könnte ich das, Ashcroft?” Auch Matlock ließ nun den Mister weg. "Sie beweisen es mir ja immer wieder. Armes Washington! Anscheinend hat man den größten Flegel geschickt, um mit den Indianern zu verhandeln. Versprechen Sie sich durch rüdes Auftreten besonderen Erfolg bei den sogenannten Wilden?”

"Werden Sie nicht unverschämt!”

"Das Essen dieser Leute ist verdorben. Dazu die Getränke, von dem Kleid gar nicht zu reden. Sie schulden Ihnen fünf Dollar und eine Entschuldigung.”

Lassen Sie mich das erledigen, Boss”, bat der Vollbärtige grinsend. Er schob sich dicht an Matlock heran und blickte ihn provozierend an.

Die anderen traten etwas zurück. Sie wollten ihrem Kumpan vermutlich Gelegenheit geben, richtig auszuholen.

Matlock hütete sich, als Erster zuzuschlagen. Deshalb musste er besonders gut aufpassen, denn schon ein Schlag dieses Monstrums konnte ihn flachlegen.

Er erwiderte ruhig das Grinsen und hielt dem anderen seine flache Hand entgegen.

Fünf Dollar!”, wiederholte er.

Er hätte darauf wetten können, was nun folgen würde, und diese Wette hätte er gewonnen.

Der Bärtige spuckte auf seine Hand und kreischte: "Da hast du deine fünf Dollar. Willst du noch mehr?”

Seine Gefährten lachten bewundernd.

Matlock blieb ruhig.

Ich sagte fünf Dollar”, stellte er fest, ”und nicht zehn. Hier ist das Wechselgeld zurück."

Mit diesen Worten versetzte er dem anderen eine schallende Ohrfeige, dass dem Getroffenen sein eigener Speichel über den Bart lief.

Es wurde still in der Essensstation. Jedem war klar, dass nun die Hölle losbrechen musste.

Der Bärtige setzte auch tatsächlich zu einem mörderischen Hieb an, doch überraschenderweise pfiff Ashcroft ihn zurück.

Es ist genug, Oates. Stellt den Tisch auf. Mir ist der Appetit vergangen.“

Aber ...”

"Hast du nicht gehört, was ich gesagt habe?” Die Stimme des Beamten klang scharf wie eine Messerklinge. ”Du kannst dich nicht mit einem Marshal prügeln.”

Oates war sichtlich verwirrt. Er hatte Unterstützung durch seinen Boss erwartet. Beleidigt drehte er sich um und trottete hinaus. Niemand hielt ihn zurück. Die anderen vier befolgten den Befehl und stellten den Tisch wieder auf die Füße.

Benjamin Ashcroft griff in die Tasche und holte ein Goldstück heraus, das er lässig auf den Tisch warf. Eine Entschuldigung kam nicht über seine Lippen. Er drehte sich auf dem Absatz um und stiefelte hinter Oates her.

Seine Gefolgschaft begleitete ihn widerstrebend. Die Männer hätten zu gern ihre zahlenmäßige Überlegenheit ausgespielt und fühlten sich um einen riesigen Spaß betrogen.

Wir gehen, Greenberg!“, sagte Ashcroft im Vorbeigehen ungnädig. Der Sekretär, der inzwischen an einem der benachbarten Tische sein Essen in sich hineinschlang und noch längst nicht damit fertig war, wagte keinen Widerspruch. Hastig stopfte er noch in sich hinein, was eben möglich war. Dann erhob er sich gehorsam und schlich wie ein geprügelter Hund hinter den anderen her.

Matlock ging ebenfalls hinaus, aber nur, um sich am Brunnen die Hände zu waschen. Danach kehrte er zurück und verdrückte sein Essen mit gewisser Genugtuung. Er spürte die Blicke der Reisenden, die anerkennend auf ihm lagen, kümmerte sich aber nicht darum.

Während er sein Huhn aß, überlegte er, warum es Menschen wie Ashcroft gab. Er kam zu keiner einleuchtenden Antwort, was ihn auch gewundert hätte.

Er trank einen Becher Tee, der abenteuerlich schmeckte und gegen den sein Magen bereits beim ersten Kontakt revoltierte.

Der Bebrillte überschüttete ihn mit Dankesworten, was ihm eher peinlich war. Für ihn war es selbstverständlich, derartige Auswüchse nicht zu dulden. Dass er darüber hinaus den selbstherrlichen Ashcroft sehr gern in seine Schranken gewiesen hatte, kam noch hinzu.

Die beiden Frauen zeigten sich von seinem Eingreifen ebenfalls äußerst beeindruckt, wobei sich besonders die Jüngere, vermutlich die Tochter, hervortat.

"Sie sind ein richtiger Marshal?”, erkundigte sie sich begeistert.

"Eisenbahn-Marshal", sagte Matlock. "Auf dem Gelände der Union Pacific Railroad verfüge ich über Polizeigewalt. Falls Sie also wieder Schwierigkeiten bekommen, was ich nicht hoffe, können Sie sich an mich wenden.”

"Das werde ich sicher tun, Marshal”, versicherte das braunhaarige Mädchen, wobei der Klang seiner Stimme verriet, an welche Art Schwierigkeiten es dachte.

Matlock hielt sich nicht länger als nötig in der dampfenden Baracke auf. Er wollte noch ein paar Worte mit Hank Bronson, dem Lokomotivführer wechseln, den er von früheren Fahrten gut kannte. Sie hätten schon so manches Abenteuer miteinander erlebt. Wenn er auch hoffte, dass die Fahrt diesmal ruhiger verlaufen würde, so fiel es ihm doch schwer, daran zu glauben. Sorgten doch schon die, die eigentlich daran interessiert sein mussten, möglichst unauffällig ans Ziel zu gelangen, für Stunk.

Bronson tauchte seinen eckigen Schädel gerade in den Wassertrog und strahlte übers ganze Gesicht, als er ihn wieder herauszog. Er schüttelte sich prustend wie ein Seehund, und die glitzernden Tropfen besprühten den Umkreis von drei Yards.

"Habe schon gehört, dass du wieder mal für Wirbel gesorgt hast,Matlock”, begrüßte er den Marshal gut gelaunt.

"Für den Wirbel haben andere gesorgt”, stellte Matlock richtig. ”Denen ist die Fahrt anscheinend zu langweilig.”

Mir auch”, bekannte Bronson. ”Menschenskind, Matlock! Was haben wir schon zusammen für Fahrten gemacht. Da hat sich wenigstens was gerührt. Diesmal ist es zum Einschlafen.”

Matlock lachte. "Jammere nicht zu früh! Wir sind noch lange nicht am Ziel.”

Der Lokführer winkte ab. ”Ich schon. In Rawlins ist meine Schicht vorbei. Da werden Bully und ich abgelöst.”

Sei froh! Mich löst keiner ab.”

"Würdest du das wollen, Matlock?”

Der Bahnmarshal grinste. ”Du hast recht, Bronson. Das würde ich nicht wollen. Der verdammte Zug ist mein Zuhause, Schade nur, dass manchmal Besucher kommen, die man nicht ausstehen kann und die man trotzdem nicht vor die Tür setzen darf.”

Bronson spitzte die Ohren. "Oho! Das hört sich ja ganz so an, als ob der Ärger größer ist, als er sich angehört hat. Rechnest du mit Schwierigkeiten?”

"Jede Menge,”

"Können wir dir helfen?”

"Ihr und alle, die euch ablösen. Bringt den Zug so schnell wie möglich nach Granger, Haltet nicht an jeder Hütte! Mehr verlange ich gar nicht.”

"Das ist schon zuviel, Matlock. Vorschrift ist Vorschrift, und Fahrplan ist Fahrplan, Die UPRR ist da sehr pingelig. Du hast nun mal das Pech, auf der lahmsten Krücke der ganzen Woche zu fahren. Ich glaube fast, du bist bei den hohen Herren in Cheyenne in Ungnade gefallen.”

Matlock seufzte. "Noch nicht. Aber wenn sich mein Lieblingsfahrgast nicht höllisch zusammenreißt, fürchte ich, wird das bald passieren.“

 

*

 

Während in Walcott die kurze Essenspause für die Reisenden vorüber war und sich die Baldwin-Lokomotive schnaufend und prustend wieder in Bewegung setzte, lagerte ungefähr dreihundertfünfzig Meilen weiter westwärts in den Ausläufern der Rocky Mountains eine Gruppe von Männern mit finsteren Gesichtern.

Es waren sechs Burschen, denen man selbst bei viel gutem Willen nichts Gutes zutrauen konnte. Wenn nicht jedes dieser brutalen Gesichter mindestens einen Steckbrief zierte, dann lag das höchstens daran, dass sie sich bei ihren Verbrechen stets so geschickt bewegten, dass man sie nicht erkannte.

Ihr Anführer, ein Kerl mit fuchsroten Haaren und kantigen Zügen, kaute gelangweilt an einem Grashalm und starrte vor sich hin.

Möchte wissen, warum wir jetzt schon hier herumhocken“, nörgelte ein anderer und gähnte. Er war hager und heruntergekommen. Sein Hemd hatte vor vier Monaten zum letzten Mal Wasser gesehen. Damals gehörte es noch einem anderen Mann. Davon zeugte das kleine Loch auf dem Rücken mit dem schwärzlich versengten Rand.

Du weißt genau, warum, Clay”, sagte der Fuchsrote knurrig. „Wir gehen kein Risiko ein.“

Wieso Risiko?“, meldete sich Foster, ein bulliger Typ mit einem Speckgenick, dass man dachte, sein Hals sei dicker als sein Kopf. „Um diese Zeit nehmen Parrish und die anderen die Sache in die Hand. Habe noch nicht erlebt, dass denen was daneben gegangen ist. Das sind gerissene Füchse.“

Patterson, der Anführer, brauste auf. "Auch ein Fuchs gerät mal an einen Jäger, der ihn abknallt."

"Den Jäger möchte ich sehen", rief Joey, ein narbiger Halbwüchsiger. "Der muss erst noch geboren werden."

"Er wurde bereits geboren", erklärte Patterson wütend.

Foster horchte auf. "Meinst du einen Bestimmten, Boss?"

"Ich spreche von Roy Matlock. Er ist Eisenbahn-Marshal und begleitet den Zug, in dem Ashcroft fährt."

Foster sah ihn an. Sein Gesicht drückte aus, dass er auf weitere Hiobsbotschaften wartete, doch es kam weiter nichts*

"Ist das alles?”, fragte er daher ungläubig. "Ein einzelner Mann gegen acht Burschen vom Format eines Parrish? Du machst Witze, Boss!"

"Witze mache ich erst wieder, wenn alles überstanden ist. Ihr habt wohl noch nie etwas von Matlock gehört? Der ist schlimmer als drei andere seines Fachs zusammen. Wen der erst mal in den Klauen hat, den gibt er nicht mehr frei. Er ist wie ein Wolf, der tagelang seine Beute belauert, bevor er sie schließlich doch reißt."

"Da muss er aber riesige Zähne haben, um mit Parrishs Leuten fertigzuwerden", spöttelte der kleine Larry.

"Er hat etwas, was viel schwerer wiegt", sagte Patterson düster.

"Und das wäre?"

"Etwas, was euch allen fehlt - Verstand!"

Die, Männer um den Fuchsroten protestierten lautstark. Ein wütender Zischlaut brachte sie zum Schweigen.

"Ich würde noch lauter plärren", schnaubte der Boss. "Dann hören sie euch wenigstens gleich bis Walcott und wissen, was wir vorhaben. Ich habe nicht gesagt, dass Matlock es schafft, Parrish zu stoppen. Aber er ist ein ausgezeichneter Mann, und die Union Pacific hat bestimmt einen Grund, warum sie ausgerechnet ihren Besten mit diesem Bummelzug mitschickt.”

Wegen Ashcroft?”, fragte Haller, der sechste im Bunde. Er trug einen Stetson mit riesiger Krempe, der zum Glück nicht viel von seinem abstoßenden Gesicht erkennen ließ.

"Nur seinetwegen. Die haben zweifellos aus Washington entsprechende Anweisungen erhalten. Ashcroft ist für die Regierung überaus wichtig. Seine Verhandlungen mit den aufständischen Bannacks, die es nicht in ihrer zugewiesenen Reservation hält, haben große Bedeutung.”

"Nicht nur für die hohen Herren”, wusste Clay. ”Auch für uns.”

Wie recht du hast”, sagte Patterson giftig. ”Sie wollen den roten Bastarden zusätzlich das Gebiet nördlich der Rocky Mountains anbieten. Einschließlich des Berglands.”

"Genauso ist es. Aber das lassen wir nicht zu. Das Land gehört uns, wenn auch nicht offiziell. Kein Mensch ahnt, dass es dort Silber gibt. Wir brauchen mindestens drei Jahre, um das Gestein restlos auszubeuten. Danach sind wir gemachte Männer, wir sechs, Parrish mit seiner Truppe und die anderen. Wenn aber die Roten das Gebiet besiedeln, jagen sie uns zum Teufel.”

Wieder das empörte Protestieren.

Das darf nicht geschehen”, brummte Foster. ”Ich schneide jedem einzelnen Indianer die Kehle durch.“

"Das wäre ein mühseliges Unterfangen”, sagte der Fuchs. ”Und vor allem ein bisschen arg gefährlich. Die Bannacks sind jetzt nämlich misstrauisch. Bei dem letzten Vertrag wurden sie übervorteilt. Diesmal lassen sie nicht mit sich spaßen.”

Dass sie überhaupt noch verhandeln wollen”, wunderte sich der kleine Larry. ”Ich an ihrer Stelle würden einem Kerl, der mich einmal betrogen hat, die Streitaxt über den Scheitel ziehen.”

"Meines Wissens gibt es auch entsprechende Tendenzen bei den Bannacks", erklärte Patterson. "Aber ihr alter Häuptling Bloody Fox möchte den Kämpfen nach Möglichkeit aus dem Weg gehen. Er hat sich gegen die jungen Hitzköpfe seines Stammes durchgesetzt und sich bereit erklärt, den Unterhändler zu empfangen. Ashcroft soll ein sehr geschickter Redner sein. Er kriegt den Alten bestimmt herum.”

"Verdammt!”, fluchte Haller und drückte sich den Stetson noch tiefer ins Gesicht.

"Deshalb darf es keine Verhandlungen geben", fuhr Patterson fort. "Es ist leichter, einen Ashcroft auszuschalten als weit über hundert Bannacks."

"Wenn das Aas nur schon tot wäre", fauchte Joey.

"Du kapierst aber auch gar nichts", ärgerte sich Patterson. "Wir wollen ihn nach Möglichkeit lebend. Wenn wir es schaffen, einen einflussreichen Regierungsbeamten auf unsere Seite zu ziehen, sind wir fein heraus. Dann fließt das Geld in unsere Taschen, ohne dass wir es verhindern können."

Foster grinste schmierig. "Hört sich gut an, Boss. Aber wenn Ashcroft nicht mitspielen will?"

"Dann ist er selbst schuld”, entgegnete der andere hart. "Mehr als eine Chance geben wir ihm nicht. Er hat die Wahl. Wenn er sich gegen uns entscheidet, oder wenn Parrish mit seiner Meute versagt, oder wenn Matlock verrückt spielt, dann fliegen sie eben alle in die Luft. Sie haben noch vierundzwanzig Stunden. Schade, dass sie es nicht wissen.“

 

*

 

Der Bandenführer verfügte über ausgezeichnete Informationen. Tatsächlich gab es eine Strömung im Stamm der Bannacks, die die Verhandlungsbereitschaft von Bloody Fox verurteilten. Howling Wolf war ein junger, ehrgeiziger Krieger, dessen Vater 1863 am Bear River von den Soldaten General Connors niedergemetzelt worden war. Er selbst war damals noch ein Kind, sonst hätte er diesen Mord schon früher gerächt. Jetzt aber hielt er es für an der Zeit, den Weißen zu zeigen, dass ein roter Mann sich nicht in eine demütigende Reservation pferchen ließ.

Das Gebiet von Fort Hall war viel zu winzig. Ihre Leute mussten zum Teil den Hungertod sterben. Daran würde auch das neue, hinterlistige Angebot nichts ändern. Man würde sie schon bald wieder aus dem Land vertreiben, und das Elend nahm seinen Fortgang.

Howling Wolf war gegen Verhandlungen, und da er sich gegen den Stammeshäuptling Bloody Fox nicht hatte durchsetzen können, war er entschlossen, auf andere Weise die Gespräche zu verhindern.

Er stand mit seiner Absicht, die nach seiner Meinung zum besten seines Volkes war, nicht allein da. Er hatte ein Häuflein Gleichgesinnter um sich geschart, und das Bewusstsein, ihr Anführer zu sein, behagte ihm sehr. Ihm war klar, dass er sie nur dann für dauernd an sich binden konnte, wenn er erfolgreich war. Danach würde man weitersehen. Bloody Fox wurde alt. Die Bannacks brauchten bald einen neuen Anführer. Warum sollte nicht er das sein?

Howling Wolf misstraute allen Bleichgesichtern. Er kannte keine Ausnahme. Sie hatten ihm alles genommen und dafür nur leere Worte gegeben. Das ließ er sich nicht mehr gefallen. Er war bereit zurückzuschlagen. Der Unterhändler durfte keinesfalls sein Ziel erreichen.

Sein Plan stand auch schon fest. Er hatte erfahren, dass der Mann auf dem eisernen Pferd reiten würde, das in der kommenden Nacht die Stelle passieren musste, an der er mit seinen Leuten lauerte. Es würden sich viele Bleichgesichter, Squaws und auch Kinder darin befinden. Er selbst hatte nur soviel Krieger, wie er Finger an einer Hand besaß. Damit konnte er nicht alle töten.

Doch es kam ihm auch nur auf den einen an. Wenn noch ein paar andere starben, umso besser. Sein Ruhm würde umso größer werden, und vielleicht konnten sie sogar noch gute Beute machen. Howling Wolf dachte nicht darüber nach, ob er seinem Stamm durch diesen Plan nicht etwa Schaden zufügte, weil sich die Bleichgesichter die Ermordung eines ihrer Regierungsbeamten kaum würden bieten lassen und eine Strafexpedition schicken würden. Er war davon besessen, für die gerechte Sache zu kämpfen, wobei er keine Sekunde zögerte, notfalls auch sein Leben dafür zu verlieren.

Die Indianer lagerten nördlich des Shallow Lake. Es gab hier ausreichenden Baumwuchs, der ihnen nicht nur vor dem Überfall eine ausgezeichnete Deckung bot. Er würde ihnen auch danach den ungehinderten Rückzug ermöglichen.

Howling Wolf kannte den Unterhändler, der Ashcroft genannt wurde, nicht. Es spielte für ihn auch keine Rolle, ein paar Falsche zu töten. Er durfte sich nur einen Fehler nicht erlauben. Der Richtige durfte ihm keinesfalls entgehen.

Aus diesem Grund musste er unbedingt wissen, auf welchen Waggon sie ihren Überfall zu konzentrieren hatten. Aber auch dazu hatte er sich etwas überlegt.

Sein schmales Gesicht mit den eingefallenen Wangen war starr, als er zu den anderen sagte: "Rolling Thunder ist ein listiger Krieger. Er wird uns das Zeichen geben, wo wir den Mann mit der gespaltenen Zunge finden können. Es ist dann ganz leicht für uns. Wir fallen über sie her und töten alle, die sich in diesem Wagen befinden. Dann kann er uns nicht entgegen.“

Seine Mitstreiter, zum größten Teil armselige, zerlumpte Gestalten, deren stolze Erscheinung ausschließlich innerlich war, murmelten beistimmend. Sie konnten solche aufmunternden Worte gar nicht oft genug hören, denn manchem von ihnen waren längst Zweifel gekommen, ob es überhaupt möglich war, mit so wenigen Kriegern, und wenn sie auch noch so tapfer waren, das schnaubende Ungeheuer nicht nur zu überfallen, sondern auch noch einen ganz bestimmten Mann darin zu töten.

Doch Howling Wolf war der Klügste von ihnen. Auf ihn konnten sie sich verlassen. Und sein Ziel war auch das ihre. Die Verhandlungen voller Lügen mussten gestoppt werden. Es waren genug wackere Bannacks gestorben. Jetzt waren die elenden Bleichgesichter an der Reihe.

Ihre Waffen waren nicht die modernsten, aber sie verstanden, damit umzugehen. Das wollten sie schon beweisen.

Es war ja auch nicht damit zu rechnen, dass die Weißen schwer bewaffnet waren. Man würde sie im Schlaf überraschen. Bevor sie richtig zu sich kamen, waren sie schon tot.

Einer der Indianer, ein kleiner Kerl mit einem mächtigen Brustkorb, war der treueste Anhänger des Anführers. Er unterstützte ihn, wo er nur konnte, und er erkannte sofort, wenn seine Stammesbrüder eine moralische Aufrichtung brauchten. Deshalb gab er Howling Wolf die Gelegenheit, die Unfehlbarkeit seines Plans weiter zu rühmen.

"Rolling Thunder muss sehr vorsichtig sein, damit man seine Absicht nicht errät”, meinte er listig.

Details

Seiten
130
Jahr
2017
ISBN (eBook)
9783738907223
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2019 (Januar)
Schlagworte
matlock eisenbahnmarshal todeszug green river

Autor

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Titel: Roy Matlock - der Eisenbahnmarshal #5: Todeszug nach Green River