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Braddock 9: Missouri-Terror

2016 120 Seiten

Leseprobe

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Edward Martin/Schottland, 2016

Früherer Originaltitel:  Die Super-Falle

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappe

Lars Larkinson soll hängen, weil man ihn beschuldigt, einen Mord begangen zu haben. Aber es war in Wirklichkeit Chris Whitney, der Sohn eines einflussreichen Mannes, der am Missouri das Sagen hat. Colonel Whitney und seine Revolvermänner terrorisieren eine ganze Region. Und sie glauben, dass ihnen ihr Reichtum jede Tür öffnet – egal, ob es illegal ist.

Aber die Pläne von Vater und Sohn werden empfindlich gestört. Denn Braddock und Yumah, die beiden Special Deputys, mischen sich jetzt in das Spiel ein. Und wer sich mit diesen beiden Männern anzulegen versucht, der zieht automatisch den Kürzeren. Denn Braddock und Yumah können es selbst mit einer ganzen Armee aufnehmen, wenn es die Situation erfordert!

Roman

Sie sind beide splitternackt.

Vor ihnen liegt der Fluss im Dunkeln. Sie hören das Plätschern des Wassers an der Uferböschung, und sie sehen drüben die Lichter des festgemachten Dampfers.

Braddock und Yumah treten ins flache Wasser, warten, blicken hinüber zum Schiff, von dem die Musik zu ihnen herüberklingt.

„Schöne Musik“, meint Yumah mit gedämpfter Stimme.

„Denen wird gleich der Hintern auf Grundeis gehen“, erwidert Braddock und lässt sich ins Wasser gleiten. Der Kreiselbohrer in seiner Rechten verschwindet im Fluss. Braddock schwimmt mit schnellen Stößen der Flussmitte zu.

Yumah zögert noch, hebt dann das mit Wachspapier umwickelte Päckchen auf und lässt sich nun ebenfalls ins kühle Nass sinken.

Als Yumah seinen Partner einholt, raunt er ihm zu: „Bist du sicher, dass sie alle auf diesem Riesenkanu stecken?“

„Und ob“, erwidert Braddock, „alle fünf. Wenn der Kahn im Schlamm versinkt, werden sie hoffentlich ihren Fehler machen. Los, wir müssen uns beeilen! Die Strömung treibt uns ganz schön ab.“

Aber das hatten sie vorher berechnet. Sie werden, wenn sie den Missouri durchschwommen haben, genau dort auf der anderen Seite sein, wo das Schiff liegt.

Ruhig schwimmen sie weiter und beobachten zugleich den beleuchteten Dampfer. Die Musik können sie immer deutlicher hören, und sie sehen auch Leute auf dem Deck, festlich gekleidete Frauen und Männer. Klar, Whitney lädt sich keine armen Schlucker zum Glücksspiel. Und wer viel hat, der kann auch viel verlieren, das begreift jeder, vor allem Whitney.

Sie sehen auch drei der Gorillas, die für Whitney dafür sorgen, dass es keinen Ärger an Bord gibt. Knallharte Burschen mit Gewehren und Revolvern. Braddock weiß, dass es hervorragende Scharfschützen sind. Whitney hat sich diese Jungs etwas kosten lassen. Wenn Braddock und Yumah nicht aufpassen und von Whitneys Mannjägern bemerkt werden, wird es schlimm.

„Das letzte Stück tauchen!“, mahnt Braddock, dann schwimmen sie wortlos weiter.

Das Schiff kommt immer näher, und der Lichtschein fällt jetzt bis zu ihnen herüber. Dieses viele Licht aus Karbidlampen ist nicht nur prächtiger Schmuck. Nein, das ist vor allem Sicherheit, die Whitney braucht, damit ihm niemand gefährlich werden kann.

Whitney, dieser Teufel! Der am Tod von zwei Dutzend unschuldiger Menschen die Schuld hat. Aber in dieser Nacht wird ihm die Stunde schlagen, ihm und seinem Schiff...

Wie Delphine gleiten Braddock und Yumah durchs Wasser. Und dann sind sie im Lichtkreis. Braddock taucht zuerst weg. Und Yumah, mit dem Dynamitpaket in den Händen, tut es ihm augenblicklich nach...

*

Vor der Gittertür des Zelltraktes bleibt der schlanke Marshai Joe Tuborg stehen. Rein mechanisch tasten seine Finger zum Schlüsselbund, das am Gürtel hängt. In der Linken hält er den Essensnapf.

Er lauscht der Musik, die von draußen hereindringt. Verdammt, denkt er, ich wäre jetzt auch lieber auf dem Fest als hier im Office herumzuhängen Er verzieht ärgerlich das Gesicht, nimmt dann den Schlüssel und öffnet die Zwischentür. Er geht hinein in den Gang des Zellentraktes, schließt die Tür aber hinter sich nicht ab. Es gibt nur einen Gefangenen in dieser Nacht. Die drei anderen Zellen sind leer.

Als er vor dem Gitter der besetzten Zelle stehenbleibt, sieht er den Gefangenen auf der Pritsche liegen. Aber er schläft nicht. Der etwa vierzigjährige Mann blickt in Joe Tuborgs Richtung. Seine Schläfen sind schon ergraut, das Gesicht gebräunt von Wetter und Sonne.

„Hallo, Lars, ich bringe dir etwas zu essen!“

Der Gefangene schüttelt kaum merklich den Kopf. „Schaff es fort, ich will nichts. Sag Bill, er soll seinen Dreck selber fressen!“

„Das hat doch keinen Sinn, Lars. Du kommst von Kräften. Wer weiß, wozu du sie noch brauchst.“

Der Gefangene lacht verächtlich. „Damit ich länger zapple, wenn ihr mich aufhängt? Ihr seid alle Mörder oder die Handlanger eines Mörders. Du weißt genau, Joe, dass ich mit der Sache nichts, aber auch gar nichts zu tun habe. Aber was unternimmst du? Einen Scheißdreck unternimmst du. Du weißt, dass ich es nicht war, Bill weiß es, alle wissen es. Vermutlich weiß es ganz besonders der Staatsanwalt.“

„Noch bist du nicht verurteilt, verdmmmt noch mal“, sagt Tuborg. „Lars, reiß dich zusammen, iss etwas! Vielleicht geht alles noch ganz anders aus. Als du denkst.“

„Woher nimmst du den Mut, mir solche Hoffnungen zu machen?"

Nun richtet sich Lars Larkinson doch auf, setzt sich hin. Er ist größer, als es eben noch den Anschein hatte. Ein Bär von einem Mann mit Fäusten wie Vorschlaghämmer.

„Ich will deinen Dreck nicht. Schaff ihn weg!“

„Es ist wirklich Schwachsinn, Lars, glaub es mir“, sagt Joe Tuborg. „Mach doch keinen Blödsinn, komm, nimm das Zeug!“

„Ich will es nicht, habe ich dir gesagt! Ihr wollt wohl, dass ich ein paar Pfund zunehme, damit ich schneller heruntersacke, wenn ihr mich aufhängen wollt, ihr Knechte eines Mörders. Whitney ist ein Schwein, ein gottverdammtes Schwein, und ihr wisst es. Aber was tut ihr? Nichts tut ihr!“

„Ich kann mich doch nicht dagegen auflehnen. Du weißt genau“, erwidert Joe Tuborg beschwörend, „dass ich nichts machen kann. Und Bill kann auch nichts tun. Immerhin hat der Richter den Haftbefehl unterschrieben.“

„Der Richter!“, meint Larkinson verächtlich. „Er ist genauso ein Sklave Whitneys wie alle. Gerechtigkeit, wo gibt es die denn? Du hast doch ermittelt, dass ich es nicht gewesen sein kann.“

„Aber es gibt eben noch andere Indizien“, sagt Tuborg. „Die sind offensichtlich schwerwiegender, behauptet jedenfalls der Staatsanwalt. Was soll ich denn tun?“

„Wenn du ein Kerl wärst, würdest du Bill eine über die Rübe geben und mich hier rauslassen. Du weißt doch genau, dass Whitneys Sohn den alten Marlett umgebracht hat und nicht ich. Ausgerechnet ich soll es getan haben. Ich war mit Marlett befreundet, und ich bin es mit seiner Tochter.“

„Hör auf, ich kann nichts daran tun“, sagt Tuborg wieder. „Nun nimm schon dein Essen. Ich habe es extra vom Restaurant geholt. Es ist gut. Es war ein Glücksfall, dass die Köchin noch dagewesen ist. Alle sind auf diesem Fest.“

„Um so besser. Du könntest wirklich etwas für mich tun, Joe. Ich habe dir doch gesagt, lass mich hier raus. Das mit Bill erledige ich selbst. Wenn du willst, sperre ich dich hier ein. Ich habe sonst keine Chance.“

„Du hast eine Chance, du bist noch nicht verurteilt. Die Gerichtsverhandlung ...“

Lars Larkinson unterbricht ihn mit einem wütenden Fluch. Dann sagt er: „Hör mit dieser verdammten Gerichtsverhandlung auf! Das ist doch Kindertheater! Der Richter, die Geschworenen, alles Leute, die nach Whitneys Pfeife tanzen. Glaubst du, der lässt zu, dass es herauskommt, was sein Sohn getan hat? Dass sein Sohn ein Mörder ist? Und die Sache mit dem alten Marlett ist ja nicht das einzige. Dieser Chris Whitney und seine Freunde, das ist eine Bande von Mördern. Aber mich sperrt ihr ein! Wenn ich schon diese zynischen Behauptungen von Bill höre. Bill, der ist einmal mein Freund gewesen. Aber seit er Sheriff ist, kannst du den Kerl in der Pfeife rauchen. Den kann man glatt vergessen. Früher, als er noch mit mir zusammen Vieh getrieben hat, da war er ein Kamerad. Und jetzt spielt er sich auf als der große Sheriff und ist genauso verlogen und bestechlich wie alle hier. weißt du, ich mache mir keine Illusionen, Joe. Hängt mich ruhig auf. Eines Tages begreift ihr, dass Whitney euch auch ans Leder will. Allen will er ans Leder, bis er alles hat. Es ist schon genug, was er hat. Aber er will immer mehr, dieser Nimmersatt, dieser Schweinehund!“

„Willst du jetzt dein Essen oder nicht?", fragt Tuborg ungeduldig. „Ich habe keine Lust, mich mit dir über etwas zu streiten, was ich nicht ändern kann.“

„Nimm den Dreck wieder mit!“, knurrt Larkinson. Dann steht er auf, stellt sich mit dem Gesicht vor die Wand, verschränkt die Arme vor der Stirn und lehnt sich dagegen.

„Du bist ein Narr, ein unverbesserlicher Narr", sagt Tuborg. „Das Wasser fließt nun einmal nicht den Berg hinauf. Wir sind zu klein, du und ich, um etwas daran zu ändern.“

Er nimmt den Napf und schiebt ihn einfach unten durch das Gitter. Dann verlässt er den Zellentrakt, schließt hinter sich ab und kehrt ins Office zurück.

Dort sitzt im Licht einer Kerosinlampe Sheriff Bill Madsen. Ein großer Mann mit mächtigen Narben im Gesicht, die Nase wirkt wie zerhackt. Die Stirn ist wulstig, und wo die Narben sind, feuerrot. Er hat den Hut ins Genick geschoben und schreibt etwas in die Kladde, die vor ihm liegt.

„Er wollte sein Essen nicht“, sagt Joe Tuborg und schließt die Tür hinter sich. Dann lässt er sich auf die Bank vor dem Gewehrrechen sinken und sieht hinüber zu seinem Vorgesetzten.

Er weiß, dass Bill Madsen und Lars Larkinson gleichaltrig sind. Und er weiß nicht nur von Larkinson, dass sie einmal Freunde waren. Aber das ist lange her, wie Madsen immer behauptet. Dazwischen, das sagt Madsen ebenso oft, liegen Welten.

Die Narben im Gesicht, das weiß Tuborg, hat sich Madsen vor zehn Jahren bei einem Messerkampf eingehandelt. Damals war er noch nicht Sheriff. Aber mit diesem Messerkampf hat er einem von Whitneys Vormännern das Leben gerettet. Der Dank des mächtigen Whitney war der Vorschlag, Bill zum Sheriff zu machen. Und wenn ein Whitney etwas vorschlägt, dann wählt die Bevölkerung genau so, wie es Whitney wünscht. Whitney, das weiß Tuborg, ist hier in der ganzen Gegend so etwas wie ein Gott. Sie nennen ihn auch nicht beim Nachnamen, sondern sagen einfach der Colonel, Ein Colonel war Whitney in den Indianerkriegen. Auch das ist schon lange her. Aber hier nennen sie ihn schon immer so. Und sie sprechen es voller Ehrfurcht, manchmal sogar voller Angst aus.

„Wenn er seinen Fraß nicht will, dann soll ihn der Teufel holen“, meint Bill. „Ich habe es satt, mich mit diesem Dickkopf herumzuzanken. Hat er dir nicht wieder denselben Quatsch erzählen wollen?“

„Hat er", bestätigt Tuborg und sieht den Sheriff ein wenig missbilligend an. „Aber im Grunde, das wissen wir beide doch, hat er recht."

Bill Madsen lehnt sich zurück, schaut zu Tuborg hinüber, und im Licht der Lampe wirken die Narben, als brenne ein Feuer darin. „Alles Quatsch, du weißt es. Ich bin doch nicht verrückt und lehne mich gegen Whitney auf. Es war gut, dass du aufgehört hast, in diesem Loch herumzubohren.“

Tuborg sagt nichts, er weiß, was Madsen meint. Die Spuren, und alle übrigen Hinweise, die darauf deuten, dass nicht etwa Larkinson den alten Marlett umgebracht hat, sondern Whitneys Sohn Chris. In der Stadt weiß jeder, ebenso wie draußen auf den Farmen, dass der junge Whitney hinter Marletts Tochter Donna her war. Aber Donna war die Freundin von Larkinson, und sie ist es noch. Joe weiß, dass der alte Marlett seine Tochter niemandem lieber als Larkinson gegeben hätte. Der Alte und Lars haben sich sehr gut verstanden. Im Grunde glaubt deshalb auch keiner, dass Lars Larkinson den alten Marlett getötet hat. Niemand glaubt es. Und doch würden sie das niemals laut aussprechen. Keiner würde das wagen.

„Im Grunde", sagt Joe in diesem Augenblick, „sind wir Feiglinge, weißt da das. Bill? Du wie auch ich. Alle hier. Wir haben einen Unschuldigen eingebuchtet, und keiner wagt es, etwas dagegen zu tun. Und ich will dir sagen, dass ein Gericht Lars auch noch verurteilt. Darauf wette ich.“

„Die Wette würdest du gewinnen, und deshalb kommt es gar nicht in Frage, dass ich mit dir wette“, meint Bill und verzieht das Gesicht zum Grinsen. Jetzt wirkt es noch furchterregender als sonst.

„Ich habe also recht, wenn ich sage, dass wir Feiglinge sind", erwidert Joe.

Madsen zuckt die Schultern. „Mag sein. Aber ich lebe, und das ist doch schon etwas. Ich habe ausreichend zu essen, ich bekomme mehr Geld, als ich ausgeben kann, ich mache meine Arbeit, ich tue meine Pflicht, und ich werde sie noch tun, wenn kein Mensch mehr weiß, wer Lars Larkinson war, denn Whitney wird es noch länger geben. Und ich möchte nicht irgendwo verscharrt werden, weil ich eine Kugel von hinten eingefangen habe. Ich möchte auch nicht in eine Intrige verwickelt werden, so wie mein Vorgänger.“

Joe kann sich daran erinnern. Denn Madsens Vorgänger hatten drei Zeugen belastet, er habe es mit einer Minderjährigen - einer Fünfzehnjährigen - getrieben. Es gab nur diese drei Zeugen. Der damalige Sheriff bestritt bis zuletzt, dass es stimmte. Dann wurde er vor die Wahl gestellt, sein Amt zur Verfügung zu stellen oder in einem Prozess vor aller Welt bloßgestellt zu werden. Der Mann verließ bei Nacht und Nebel die Stadt. Aber die empörte Menge folgte ihm. Von mehreren Schüssen in den Rücken getroffen, fand man ihn später. Ihn, das Opfer, aber nicht die Mörder.

„Es gibt keine Gerechtigkeit, hat er gesagt“, meint Joe, „und er hat recht. Einmal, da wird die Bombe platzen.“

„Was meinst du damit?“, fragt Bill Madsen und zieht die Augenbrauen hoch.

„Ich meine", erwidert Tuborg und fährt sich mit der Hand übers blonde Haar, „dass eines Tages irgend etwas passiert, was zuviel ist. Was man nicht mehr unterbuttern kann. Und dann läuft Whitney in sein eigenes System.“

„Begreife ich nicht. Was meinst du mit System?"

„Überlege dir doch, was hier wirklich geschieht. Unten am Fluss, da feiern die feinen Leute auf diesem Schiff. Und sie feiern nicht nur, sie treiben Glücksspiele. Er lässt sie von überallher kommen und zieht ihnen dann das Geld aus der Tasche. Und damit hier keiner neidisch wird, wenn die feinen Leute das Allerbeste vom Besten bekommen und auf diesem Schiff sich vergnügen, da arrangiert Whitney noch ein Fest hier direkt in der Stadt. Für die Armen sozusagen Er lässt Freibier spendieren, und die Leute überschlagen sich, um vor Whitney zu katzbuckeln, aus lauter Dankbarkeit für ein paar schale Biere.“

Bill Madsen hebt warnend die rechte Hand und streckt den Zeigefinger hoch. „Sei vorsichtig, Joe, du redest dich um Kopf und Kragen. Hier in dieser Stadt haben die Wände Ohren. Du verdankst deinen Job ebenso Whitney wie ich. Mit einem Federstrich kann er uns nicht nur an die Luft setzen, sondern in eine Situation bringen, wo wir nicht mehr ein und aus wissen. Du hast eine Frau, Joe, vergiss das nicht! Und sie erwartet ein Baby. Hoffentlich denkst du daran, wenn du das Maul aufreißt!“

„Das ist es ja“, seufzt Tuborg. „Das ist es, was mich zum Feigling macht. Die Rücksicht auf meine Frau und das Kind, das sie erwartet. Manchmal verfluche ich mich selbst dafür, geheiratet zu haben. Wenn ich jetzt frei wäre, würde ich etwas anderes tun.“

Bill Madsen lacht verächtlich. „Was denn? Willst du vielleicht Whitney erschießen? Du kommst gar nicht an ihn heran. Abgesehen davon hängen sie dich anschließend auf. Ich rate dir das eine, und das ist der beste Rat, den dir jemand geben kann: Tu du hier deine Pflicht, mach das, was ich dir sage, und schau nicht links und rechts. Dann wirst du alt in deinem Amt. Eines Tages kannst du meinen Job übernehmen.“

Joe Tuborg sagt nichts. Erst nach einer ganzen Zeit murmelt er mehr zu sich selbst als zu Madsen: „Manchmal könnte ich mich anspucken, wenn ich mich früh beim Rasieren betrachte."

„Irgendwann ergeht uns das allen so“, erwidert Madsen. Dann erhebt er sich, zieht seinen Stuhl hinter sich her und setzt sich dicht vor Tuborg wieder hin. Ihre Köpfe sind nur ein paar Handbreiten voneinander entfernt, als Madsen leise, aber sehr eindringlich sagt: „Was glaubst du denn, Joe? Meinst du im Ernst, ich wäre mit allem zufrieden? Denkst du denn, ich zerfließe vor Dankbarkeit für Whitney? Ich könnte diesen Mistkerl erschlagen. Ich könnte tausend Dinge tun, um die Whitneys zum Teufel zu jagen. Aber ich schaffe das gar nicht, ich bin viel zu klein dafür. Der hat die Macht, mich wie eine Laus zu zerquetschen. Der hat Freunde überall, bis ins ferne Washington. Immerhin ist er Senator. Manchmal bilde ich mir ein, er will auch noch Präsident werden. Die Macht, die er hier hat, sie ist viel zu groß für einen Mann wie mich, und zudem ist es bei mir noch schlimmer als bei dir. Was heißt schlimmer, ich bin ganz zufrieden, fünf Kinder zu haben. Ich verdiene so viel, dass ich sie ernähren kann. Meine Älteste ist Fünfzehn, der Kleinste Vier. Was soll ich denn tun? Du weißt noch gar nicht in deinem Alter, was es kostet, Kinder aufzuziehen. Du fängst gerade erst damit an, und noch hat Julie dir das Kind nicht geboren. Und Julie, die noch sehr jung ist, mag jetzt so nett sein wie sie will, aber wenn die Frauen älter werden, dann ist es nicht mehr so einfach mit ihnen. Wenn ich an meine denke, kränklich wie sie ist, und immer nervös und gereizt. Sie keift bei jeder Gelegenheit, dass ich froh bin, wenn ich hier im Dienst in diesem Office sitzen kann und mir diesen ganzen Blödsinn nicht anzuhören brauche. Und deshalb, Joe, tue ich hier meine Pflicht."

Joe lacht höhnisch auf. „Was du und ich dafür halten. Aber mit Pflicht, verdammt noch mal, hat das nichts zu tun, gar nichts. Wir sperren einen Säufer ein, sorgen in den Saloons für Ruhe, bestrafen einen Steuersünder und achten im übrigen darauf, dass die Ordnung, wie Whitney sie versteht, von allen Bürgern respektiert wird. Und wenn einer in der Mine sich beschwert über die unerträglichen Zustände, dann sperren wir ihn ein. Und das nennen wir unsere Pflicht tun. Indessen trickst Whitney die Leute aus, raubt ihnen den Grundbesitz mit den fadenscheinigsten Mitteln, lässt Leute erschießen, bringt andere in Schimpf und Schande, indem er ein Lügengewebe aufbaut, das von den Gerichten auch noch unterstützt wird. Ihm glauben sie, nicht irgendeinem armen Schwein, das einmal die Klappe aufreißt, um sich zu beschweren. Er kann machen, was er will, er ist ein Gott hier. Und wir alle sind seine Sklaven. Weißt du, was ich manchmal wünsche, Bill, was ich herbeisehne? Dass es irgendeine Macht gibt, die sich einen feuchten Kehrricht an Whitney stört, an dem großen Colonel, der hier das Sagen hat, der bestechen kann, wen er will, der unterdrücken kann, wen er will, der umbringen lassen kann, wen er will. Und sein Sohn, der ja auch tut, was ihm Spaß macht, der auf irgendein Mädchen scharf ist, und als er dabei erwischt wird, wie er diesem Mädchen Gewalt antun will, als der Vater dieses Mädchens auftaucht, dann schießt er ihn einfach über den Haufen. Aber nicht vor dem Mädchen, nein, nein, damit lässt er sich Zeit. Das tut er ein paar Schritt weiter, wo sie es nicht sehen kann. Und schließlich wird wieder ein Lügengewebe geflochten, das einen völlig Unschuldigen, in diesem Falle Lars Larkinson, zum Mörder stempeln soll. IBM wünschte, es käme mal einer, der diesen Whitneys die Furcht einjagt und sich den Teufel daran stört, wie mächtig, wie durchtrieben, wie gewissenlos sie sind.“

„Joe, du bist ein Traumtänzer. Auf dieser Welt gibt es keine wirkliche Gerechtigkeit. Und das, wovon du sprichst, wird ein Traum bleiben. Da ist keiner weit und breit, der sich gegen Whitney stellt. Der Colonel hat sie alle in der Tasche, die ganzen Sheriffs, die Nationalgarde, die Armee, wen immer du willst. Und natürlich die Gerichte. Sein Arm reicht bis nach Washington. Er und der Präsident sind Freunde, so hat man es mir jedenfalls erzählt. Und ich glaube es sogar. Du kannst zwei Dinge tun: entweder machen, was Whitney will, oder deinen Kram packen und zwanzig Tagesritte zwischen dich und diese Stadt legen. Zwischen dich und das Land, das Whitney beherrscht. Eine andere Möglichkeit, Joe, wird es für uns hier nie geben. Du kannst nur davon träumen. Und ich will dir sagen, ich träume auch. Ich wünsche mir genau wie du, dass eines Tages einer kommt, der es Whitney zeigt. Aber den gibt es nicht, glaub mir, den wird es nie geben ...“

*

Sie sind unter die großen Schaufelräder getaucht, ziehen sich dann daran hoch und schöpfen Luft. Das Wasser kommt ihnen gar nicht mehr so warm vor wie vorhin. Sie spüren das Beben des Schiffes, hören die Geräusche oben wie durch eine dicke Wand, und gleichzeitig rauscht das Wasser, rauscht an den Schaufelrädern vorbei. Das Schiff liegt an mehreren Trossen fest. Drei sind es, wie Yumah weiß, der sich das alles angesehen hat.

Braddock zieht sich noch weiter zum Schiffsrumpf hin. Wenn jetzt die Schaufelräder anfangen zu laufen, würde es ihnen beiden den Schädel einschlagen. Aber sie stehen still. Und oben auf dem Schiff spielt die Musik, werden Glücksspiele so manchen an diesem Abend reicher und einen anderen ärmer machen. Aber vor allen Dingen wird Whitney gewinnen oder vielmehr Whitneys Sohn, dem dieses Schiff gehört und der alles, was Rang und Namen hat in diesem Land, zum großen Fest eingeladen hat. Ein Fest, bei dem er selbst einen guten Schnitt machen möchte und gleichzeitig den Anwesenden etwas bietet, worüber sie noch lange erzählen werden.

Braddock weiß auch, dass für dieses Fest ein paar Dutzend hübsche junge Mädchen aus den Städten herangeschafft wurden. Keine billigen Dirnen, das würden die Whitneys nicht tun. Diese Mädchen hier riechen das Geld. Und wer keins hat, mit dem gehen sie auch nicht ins Bett. Braddock weiß auch, wie viele Kabinen auf dem Schiff für diese schöne Zweisamkeit jener, die es sich leisten können, eingerichtet sind. Ein schwimmendes Edelbordell mit einer Spielhölle, und als Gäste die sogenannte feine Gesellschaft. Auch der Richter des Bezirksgerichtes ist da, einige Beigeordnete und zwei Staatsanwälte. Sie alle sind hier. Keiner will sich der Einladung Whitneys entziehen.

Braddock hat seinen Kreiselbohrer herausgenommen und beginnt in den hölzernen Schiffsrumpf zu bohren.

Dann ist das Loch tief genug. An einem Strick, den er um den Hals hängen hat, sind vier kräftige Schraubösen aufgereiht. Er öffnet diesen Strick, nimmt eine davon und schraubt sie in die Bohrung ein. Dann macht er das nächste Loch, dreht eine Schrauböse hinein, bis es vier sind, die etwa auf gleicher Höhe im Abstand von zwei Armlängen voneinander am Rumpf angebracht sind.

Das Wasser ist nur ein paar Handbreit unter diesen Ösen.

Indessen hat Yumah das in Ölpapier gewickelte Päckchen geöffnet, während er sich in die Streben des Schaufelradgehäuses stemmt. Er hat vier Dynamitstangen. Jede davon passt mit einiger Mühe in einen der vier Ösenringe.

Braddock schiebt jetzt alle vier Stangen in die Ringe ein. Dann nimmt er die Schnur, an denen er die Ringe aufgereiht um den Hals getragen hatte, aber es ist kein gewöhnlicher Strick. Es handelt sich um eine Wachsschnur, in deren Mitte Magnesiumpulver gefüllt ist. Eine Zündschnur also. Man kann sie auseinanderspleißen.

Braddock tut es. Er lässt sich Zeit dabei. Als er sie auseinander hat, ist sie mit einem Mal so lang wie drei Pferde.

Er verbindet die kurze Zündschnur der ersten Dynamitpatrone damit, zieht dann diese Schnur wohlüberlegt durch die Streben des Schaufelradgehäuses nach außen.

„Es ist soweit!", flüstert Braddock, und Yumah holt aus seiner dichten Haarpracht eines der umwachsten Zündhölzer heraus. Er muss sie etwas kräftiger reiben. Aber das Wachs verhindert, dass sie durchnässt werden.

Yumah reißt an einer eisernen Strebe über den rauen Rost hinweg das erste Zündholz an, und es brennt sofort. Er hält es in der hohlen Hand, und Braddock richtet das Ende der Zündschnur in die Flamme. Mit feinem Sprühen beginnt die Schnur zu brennen.

„So", sagt Braddock leise, „jetzt haben wir zehn Minuten. In dieser Zeit müssen die Trossen los sein. Beeilen wir uns.“

Sie lassen sich in die Flut sinken, werden von der Strömung sofort am Schiffsrumpf entlanggetrieben, können sich dann hinten am Ruder festhalten, ziehen sich herum und arbeiten sich auf das Ufer zu, Hand über Hand am Schiffsrumpf entlang.

Sie sehen den Steg, der zum festen Land hinüberführt, und vorn brennen Kerosinlampen, die alles erhellen.

Oben auf dem Deck, aber auch auf dem Steg stehen Leute, die sich unterhalten. Das Lachen einer Frau hallt über die Wasserfläche.

Braddock und Yumah sind gute Schwimmer. Und sie können gut tauchen. Unter der Wasseroberfläche schnellen sie zielsicher dahin, kommen jetzt an das hier gemauerte Ufer, wo aus den Fugen zwischen den großen Steinen Gesträuch herausgewachsen ist.

Im Schutze der Sträucher ziehen sie sich hoch, gleiten wie Wesen aus einer anderen Welt ein Stück am Ufer entlang, ziehen sich dann hoch, als sie im Schlagschatten eines Vorsprunges sind. Sie sind an Land, splitternackt, aber niemand sieht sie.

Mit der Geschmeidigkeit eines Pumas gleitet Yumah zum ersten Poller, an dem eine der drei Trossen des Schiffes festgemacht ist.

Es gelingt ihm, mit wenigen Handgriffen die Trosse zu lösen.

Inzwischen ist Braddock ebenfalls an Land. Weiter vorn, dort wo der Steg ist, stehen einige Kutschen dieser feinen Herrschaften, die da an Bord sind. Die Kutscher selbst hocken im Kreis neben einem der Wagen, und Braddock sieht, wie einer von ihnen die Flasche an den Mund setzt.

Na wenigstens, denkt Braddock, werden die Pferde nüchtern sein.

Kein Mensch achtet auf ihn, als er in weitem Bogen um den beleuchteten Platz herumläuft, sich dann wieder dem Ufer nähert und die vordere Trosse erreicht.

Er kann diese noch nicht lösen, damit muss er bis zuletzt warten. Er nimmt eine, die etwas weiter zurückliegt, und er muss sehr schnell sein, viel, viel schneller als Yumah, der dort hinten abwarten kann.

Es gelingt ihm, die Trosse mit einem Ruck zu lösen. Er läuft zur vordersten, macht sie los, und im selben Augenblick wirkt schon die Flut auf den Schiffsrumpf. Das Schiff wird vom Ufer weg gedrückt.

Im gleichen Augenblick rattert, poltert das Ende des Steges über das Gestein am Ufer. Das Schiff zieht den Steg mit.

Immer weiter drückt die Strömung den Schiffsbug zur Strommitte hin. Das Heck poltert jetzt gegen die Uferbefestigung.

Auf dem Schiff bricht die Musik jäh ab, Leute schreien. Braddock sieht, wie zwei Männer den Steg entlangrennen, der in diesem Augenblick aber von der Ufermauer heruntergerissen wird und unten in den Schlick schlägt, dann tiefer sackt, während die beiden Männer wie auf einer Rutschbahn ins Wasser stürzen.

Auch die Kutscher sind aufmerksam geworden. Ein paar springen auf, blicken aus weit aufgerissenen Augen und mit offenen Mäulern auf die Szene.

Das beleuchtete Schiff dreht sich jetzt, als wollte es auf dem Fluss wenden.

Und nun hat es die Strömung voll gepackt, schießt in das querstehende Schiff und treibt es sofort stromabwärts.

An Bord entsteht ein Chaos. Frauen kreischen, Männer brüllen. Einer springt über Bord, um ans Ufer zu schwimmen. Sofort erfasst ihn die Strömung, weil er unglücklicherweise in Richtung flussaufwärts gesprungen ist. Und nun wird er von der Strömung wieder zurück ans Schiff gedrückt. Er schafft es nicht, zum Ufer zu schwimmen.

Yumah und Braddock haben genau abgesprochen, was sie tun müssen. Braddock weiß, dass er sich auf Yumah verlassen kann. Als er im Dunkeln ins Wasser gleitet und dann mit kräftigen Bewegungen der Flussmitte entgegenstrebt, ist das Schiff schon ein gutes Stück abgetrieben. Irgendwo weiter unten muss auch Yumah sein. Aber er wird ebenso zum anderen Ufer schwimmen wie Braddock.

Und dann erfolgt plötzlich die Explosion. Erst ein einzelner Schlag, und unmittelbar danach ein viel mächtigerer.

Braddock, der die ganze Zeit zum Schiff geblickt hat, sieht die gewaltige Stichflamme, die zum Himmel schießt, sieht gleichzeitig, wie Stücke des Schaufelradaufbaues durch die Luft fliegen. Und dann dauert es gar nicht lange, bis das Schiff sich neigt, es sich immer mehr neigt.

Noch immer brennt Licht an Bord. Aber das Schreien der Menschen hört Braddock bis zu sich.

Er hofft, dass nicht allzuviel passieren wird. Er kennt die Sandbank etwas stromabwärts, und das Schiff treibt, noch immer quer zum Strom, rasch darauf zu.

Braddock hofft, dass seine Berechnungen stimmen. Das Schiff muss noch mehr Schlagseite bekommen, um auf der Sandbank aufzulaufen und daran hängenzubleiben. Geschieht das nicht, gleitet das Schiff darüber hinweg.

Aber die Schräglage des Schiffes nimmt rasch zu. Braddock sieht es von weitem an den Lichtern der Brücke und auch an den Positionslampen. Das Schiff hängt mit Steuerbord nach unten, und jetzt droht es schon zu kentern.

Da ist die Sandbank erreicht. Das mittlerweile so schräg liegende Schiff, das fast zu kentern droht, schlägt mit dem Schaufelrad der Steuerbordseite in den Sand. Die Wucht der Strömung schiebt den Koloss noch etwas auf die Sandbank hinauf, und dann hört Braddock schon ein Splittern, Krachen, Dröhnen, und plötzlich liegt das Schiff still.

Aber die Strömung des Missouri rauscht dagegen. Ist das Wasser oberhalb der Sandbank schon normalerweise weiß von Gischt, branden die Wogen des Stromes jetzt gegen das Schiff wie die Wellen des Pazifiks an die Küste Kaliforniens.

Das Schiff ist aufgelaufen, und ein paar Stunden lang wird es wohl der Strömung trotzen können. Aber irgendwann bricht dieses Schiff in zwei Teile.

Braddock weiß, dass Whitney auf diesem Schiff ist. Er, sein Sohn und viele Mächtige in dieser Gegend, die hier bestimmen, als wären sie Götter.

Braddock schwimmt, als er die Strommitte erreicht hat, mit Hilfe der Strömung rasch auf die Unglücksstelle zu. Das Schreien der Menschen an Bord wird immer deutlicher. Aber auch das jener, die am Ufer stehen. Es werden da immer mehr.

Im Grunde kann keinem auf dem Schiff etwas geschehen. Aber die Panik ist schon da. Die Menschen glauben, das Schiff würde in Stücke gerissen. Die Wogen donnern nur so an den querliegenden Rumpf, dazu die Schlagseite. Einige der Lichter auf dem Schiff sind aus.

Es wird ein Kinderspiel sein, vom Ufer aus Boote zum Schiff hinzubringen und die Leute herunterzuholen. Aber im Augenblick ist nicht ein einziges Boot unterwegs. Die da am Ufer stehen, sind nur Gaffer.

Und jetzt müsste Yumah auftauchen. Da ist er schon!

Braddock sieht nur den Arm seines Freundes. Er hält auf ihn zu, und beide versuchen jetzt in der Strömungsmitte zu bleiben, um nicht auf die Sandbank getrieben zu werden wie das Schiff.

Es gelingt ihnen. Sie sind in der Fahrrinne, die an der Sandbank vorbeiführt.

Und nun, als sie in Höhe des Schiffes sind, hält Braddock beide Hände trichterförmig an den Mund, holt tief Luft und brüllt dann:

„Hört ihr da an Bord?“

Der Lärm an Bord lässt etwas nach. Braddock brüllt noch einmal. Und jetzt sind die meisten still. Sie haben den Schrei auf dem Wasser gehört.

Und wieder brüllt Braddock:

„Whitney, pass gut auf! Das ist nur eine Warnung! Das nächste Mal fliegst du in die Luft, du selbst und diese Bande von Unterdrückern. Seht euch vor!“

Mehr sagt Braddock nicht. Er taucht weg, und da fallen schon von Bord aus die ersten Schüsse. Die Gorillas sind offenbar nicht in solcher Panik, dass sie jetzt nicht wüssten, was zu tun ist.

Sie feuern auf den Fluss hinaus in die Dunkelheit, ohne ein Ziel zu haben. Aber auch solche ungezielten Schüsse sind gefährlich.

Braddock und Yumah tauchen, solange sie können, kommen kurz hoch, schnappen Luft und tauchen wieder.

Als sie dann wieder völlig auftauchen, sind sie weit vom Schiff entfernt und befinden sich außer Schussweite.

Ohne jede Hast halten sie jetzt allmählich aufs Ufer zu. Die Stelle, wo sie das Ufer erreichen wollen, ist vorgeplant. Dort werden trockene Sachen liegen und zwei Pferde auf sie warten.

Aber sie haben das Ufer noch nicht erreicht, als Yumah plötzlich sagt: „Sieh hin! Blick zurück!“

Braddock dreht sich um, und da sieht er selbst, dass die obersten Aufbauten des Schiffes in Flammen stehen.

„Da wird wohl irgend so ein Idiot mit einer Fackel herumgewedelt haben", meint Braddock. „Das ist nicht mehr unser Bier. Wenn sie aufeinander aufpassen, wird ihnen nicht viel mehr als der Schreck bleiben. Die haben alle Dreck am Stecken. Es war wirklich eine Warnung, die schon längst hätte geschehen müssen. Vielleicht sieht er sich etwas vor.“

„Glaubst du das wirklich?“, fragt Yumah. „Ich glaube es nicht. Aber der Schreck ist ihm sicherlich in die Glieder gefahren. Jetzt hat es ihn einmal selbst getroffen. Sie werden suchen. Sie werden in den nächsten Tagen nichts anderes tun als suchen, wem sie das verdanken.“

Braddock lacht „Na prächtig! Wer suchet, der findet. Mal sehen, welchem armen Wicht sie das diesmal anhängen möchten.“

„Auf alle Fälle“, meint Yumah, „wird es für viele ein Signal sein. Die werden merken, dass Whitney gar nicht mehr so mächtig ist. Wir müssen nur den nächsten Streich folgen lassen, bevor er zur Ruhe kommt und die Leute etwa annehmen könnten, er wäre doch noch mächtig“

Sie haben das Ufer erreicht, ziehen sich an Land, und Braddock spürt die Kälte. Er zittert am ganzen Körper.

„Wir sind zu weit oben. Wir müssen noch ein Stück weiter hinunter, dort sind die Pferde und die Sachen. Los, beeilen wir uns! Mir ist saukalt.“

„Mir ist auch nicht mehr warm, Bruder“, meint Yumah. „Ich kann gar nicht so schnell zittern, wie ich friere.“

Dann sind sie ein Stück am Ufer entlang gelaufen und haben die Stelle gefunden, wo die Pferde stehen und ihre Sachen liegen. Das ist ein verborgener Platz zwischen Büschen. Als sie dort anlangen, schnaubt das Pferd von Yumah, ein Falbe, freudig auf. Und obwohl er friert, streichelt Yumah seinen Hengst und sagt: „Du bist schön brav gewesen, mein Junge. Und dein Wallach auch, Braddock!"

„Wird sich wohl auch so gehören“, knurrt Braddock, tätschelt aber dem Rotfuchs freundschaftlich den Hals. Dann trocknen sie sich ab, ziehen sich an, satteln die Pferde und reiten los. Sie reiten in die Nacht hinein, während an dem anderen Ufer immer mehr Menschen zusammenlaufen und die ersten Boote zu Wasser gebracht werden. Auf dieser Seite ist niemand, hier ist alles dunkel, und man hört nur die Geräusche der Nacht.

„Jetzt haben wir vierundzwanzig Stunden Zeit“, sagt Braddock. „Bis dahin müssen wir wieder über den Fluss sein, und das werden wir ein paar Meilen östlich machen. Von da sind es acht Meilen bis zu den Hügeln. Ich hoffe nur, dass unsere Berechnung stimmt und sich nicht die Windrichtung ändert.“

Yumah schüttelt den Kopf. „Er bläst hier den ganzen Sommer über aus Süden. Er wird also genau auf die Stadt zuhalten.“

„Wunderbar! Hoffentlich täuschen wir uns nicht. Und wenn, dann haben wir ganz einfach Pech gehabt. Ein paar von diesen Zetteln werden immer gelesen. Aber je mehr davon bis in die Stadt fliegen, um so besser.“

Yumah dreht sich, als müsse er sich vergewissern, halb im Sattel um. Hinter ihm in der Packtasche sind diese geheimnisvollen Zettel, von denen Braddock eben gesprochen hat. Nur bedrucktes Papier, aber Braddock verspricht sich davon verdammt viel. Das wird wirkungsvoller sein als eine Ladung heißes Blei!

*

In Decken gehüllt sitzt der alte Whitney in seiner Kutsche und blickt durch das Fenster zum Fluss hinaus. Alles ist hell vom Feuer, das auf dem Schiff tobt. Es liegt noch immer quer im Strom, festgerammt auf der Sandbank, und die Flammen schlagen hoch zum Himmel.

Der alte Mann begreift, dass er dieses Schiff verlieren wird. Es hat ihn ein Vermögen gekostet. Aber das ist es nicht, worüber er sich am meisten ärgert. Er hat dieses Gebrüll aus dem Wasser gehört, diese Drohung. Und jetzt möchte er wissen, wer ihm das angetan hat, ihm, an den sich bis jetzt niemand heranwagte. Und auf einmal ist da einer, der sich nicht scheut, einen Whitney anzugreifen, einen Mann, der mit einem Fingerschnippen über Leben und Tod entscheiden kann.

Am Ufer stehen die Menschen, die von der Fiesta gekommen sind. Sie starren auf den Fluss, starren zum Feuer hinüber. Und wenn auch alle Passagiere gerettet sind, der Versuch, das Schiff selbst zu retten, das Feuer zu löschen, musste eingestellt werden. Und nun ist dieses Schiff menschenleer mitten im Strom, und die Flammen lodern heraus.

Ein Schauspiel, das den Bewohnern der kleinen Stadt nicht jeden Tag geboten wird.

Auf Whitneys Befehl hin sind die Gäste, die vom Schiff gerettet worden sind, sofort in die Stadt in beide Hotels geschafft worden.

Aus dem Dunkel taucht Whitneys Sohn Chris auf. Ein hagerer Mann um die Dreißig, der einst elegante Anzug ist beschmutzt und durchnässt. Seine Hose ist aufgerissen, die Lackschuhe sind voller Lehm und Dreck.

Er tritt neben den Wagen, schaut zu seinem Vater hinauf, dessen wie aus Stein gemeißeltes Gesicht unverwandt dem Fluss zugerichtet ist. Die zuckenden Flammen des Feuers lassen mit ihrem Schein dieses Gesicht in ständiger Bewegung sein, jedenfalls sieht es so aus. Aber Chris erkennt die Wut, den ohnmächtigen Zorn in den Augen seines Vaters.

„Warum fährst du nicht in die Stadt?“, fragt er. „Du wirst dich erkälten, du bist durch und durch nass."

„Diese Narren! Werfen auch noch das Boot um!“, knurrt der Alte. „Nein, ich bleibe hier. Ich muss sehen, wie sie abbrennt.“

„Wir haben das Geld herausgeholt. Es ist mehr, als das Schiff wert ist“, sagt der Sohn. „Und versichert ist das Schiff auch. Einen Teil davon bekommen wir wieder. Es gibt keinen Grund, sich aufzuregen. Das ist ein Freudenfeuer für die Leute, mehr nicht.“

Der Alte wendet sich empört seinem Sohn zu, sieht ihn an. „Du bist dumm“, sagt er. „Wie kannst du nur so etwas sagen? Wie viele haben gehört, was dieser Kerl geschrien hat. Dieses Feuer da ist ein Fanal. Sie werden aufbegehren, du wirst es sehen.“

„Dann werden wir sie mit aller Härte unterdrücken. Wir haben genug Männer, wir machen sie klein. Ich habe mir etwas überlegt, Vater. Ich habe mir überlegt, dass wir gleich morgen früh diese drei renitenten Burschen, die nicht verkaufen wollen, von ihren Farmen jagen. Wir übernehmen das Land. Und ich muss es übernehmen. Du weißt genau, dass die Herde aus dem Süden nach hier unterwegs ist. Das wird wieder Rinderland. Du hast es gesagt, und so wird es gemacht.“

Der Alte wirft einen anerkennenden Blick hinab zu seinem Sohn. Dann nickt er. „Gut. Das war wieder gut. Also, triff alle Vorbereitungen. Und damit sie gleich wissen, dass wir zur Sache gehen, werden wir auch die Geschichte mit Larkinson erledigen. Übermorgen wird die Gerichtsverhandlung sein. Lass es den Richter wissen. Er war ja unser Gast. Verdammt noch mal, ich wünschte, er hätte das nicht gehört, was dieser Kerl geschrien hat!“

„Ein Einzelgänger“, meint der Sohn. „Komm, wir fahren beide in die Stadt. Was hier zu laufen hat, regeln andere.“ Der Sohn blickt zum Kutscher, der auf dem Bock sitzt und auf einen Befehl wartet. „Jim, in die Stadt mit uns“, sagt Chris und öffnet die Tür, setzt sich in den Wagen und blickt seinen Vater an. Hier drinnen im Wagen ist wenig Licht. Er kann nur die Umrisse der großen Gestalt seines Vaters sehen.

Der Alte wendet sich ihm zu. „Die Sache mit Marlett war eine Dummheit! Ich hatte dir das schon gesagt. Ich möchte nicht, dass sich solche Dummheiten wiederholen. Natürlich kommst du hier heil aus der Sache wieder heraus. Wir werden Larkinson hängen. Aber das nächste Mal passt du besser auf!“

„Wenn ich nur wüsste“, meint Chris, „wo Donna steckt. Sie ist unmittelbar nach dem Begräbnis verschwunden. Es ist gut, wenn wir die Gerichtsverhandlung so schnell wie möglich machen. Nicht dass sie am Ende noch auftaucht und als Zeugin auftritt.“

„Und wenn es so ist, was willst du dagegen tun?“, fragt der Alte und beugt sich noch weiter vor. Aber das tut er, weil er schlecht hört.

Chris zögert mit der Antwort und sagt schließlich: „Wir werden es eben verhindern. Sie wird gar nicht bis zum Gerichtssaal durchkommen."

„Sie darf gar nicht erst in die Stadt kommen, mein Junge. Wenn sie auftaucht und es viele wissen, dass sie da ist, ist es nicht mehr so einfach, sie loszuwerden. Wäre sie ein Mann, hätten wir da kein Problem. Aber sie ist eine Frau. Und in diesem Land kannst du mit einer Frau nicht so umspringen wie mit einem Mann. Du solltest daran denken.“

Chris sagt nichts. Um den Alten aber auf andere Gedanken zu bringen, wartet er eine ganze Weile, bis er erklärt:

„Der Kerl, der da gebrüllt hat, scheint mit Dynamit gearbeitet zu haben. Mir wurde gesagt, dass am Steuerbordschaufelrad der Schiffsrumpf aufgerissen wurde. Es ist ein riesiges Loch. Ein Mann kann aufrecht hindurchgehen, wurde mir berichtet. Deshalb bekam das Schiff auch so schnell Schlagseite.“

„Und das Feuer?“, will der Alte wissen.

„Das Feuer ist durch einen dummen Zufall ausgebrochen. Es hängt mit einem Leuchter zusammen. Durch die Schlagseite fing eine Bordüre Feuer. Aber mir geht es um das Dynamit, Vater. Ein Kerl mit Dynamit. Ich zerbreche mir schon die ganze Zeit den Kopf, ob es hier einen gibt, der das gemacht hat.“

„Vielleicht ein Fremder, einer, den sie sich gekauft haben. Vielleicht steckt auch Donna dahinter. Dass sie damals verschwunden ist, will mir nicht gefallen. Ich habe so ein Gefühl, mein Junge, dass diese Frau in der Nähe ist.“

„Dann hätte sie längst versucht, ihren Freund zu befreien, meinst du nicht?“

Der Alte nickt. „Das habe ich mir auch gedacht. Aber vielleicht kommt das noch.“

„Das kann stimmen“, bestätigt Chris. „Bis jetzt ist er nicht in Gefahr gewesen, die Gerichtsverhandlung hat noch nicht stattgefunden. Aber übermorgen wird er in Gefahr sein. Wenn die Gerichtsverhandlung gelaufen ist, steht Larkinsons Tod fest.“

Der alte Whitney beugt sich seinem Sohn zu. „Hast du das damals mit Marlett selbst getan, oder war noch einer von deinen Jungs dabei, und hat der vielleicht geschossen?"

„Warum fragst du das?“, will Chris wissen. „Ich habe ihn erschossen. Dieser Idiot wollte mit einer Schrotflinte auf mich los.“

„Und du warst allein?“

„Ich war allein. Meine Jungs waren ein paar Meilen weiter."

„Dann sehe ich keinen Zeugen.“

„Warum, zum Teufel, willst du das wissen, Vater?“

„Weil ich annehme“, erwidert der Vater, „dass jemand, der unser Schiff kaputtmacht und der uns so frech droht, nicht irgendein Stümper und Anfänger ist. Und deshalb glaube ich auch nicht, dass er von hier stammt. Du solltest aufpassen, mein Sohn, und deinen Leuten sagen, dass sie auf Fremde achten. Jeder Fremde ist verdächtig, besonders wenn er ein Kerl ist, dem man zutrauen kann, so etwas zu tun. Er muss im Strom geschwommen sein. Ihr solltet die Ufer absuchen, auch auf der anderen Seite. Irgendwo gibt es Spuren. Irgendwo finden wir Hinweise darauf, wer das gewesen ist. Ob es ein einzelner war oder mehrere. Mir kommt es so vor, als hätte der Kerl noch Helfer gehabt.“

„Wir haben ein paar Trümmer gefunden“, sagt Chris. „Es deutet wirklich auf eine professionelle Sache hin. Das ist jemand, der sich da genau auskennt. Du wirst vielleicht recht haben, Vater. Ich weiß hier keinen weit und breit, der das so fachmännisch gemacht haben könnte.“

„Siehst du, da sind wir wieder in völliger Übereinstimmung. Wenn wir in der Stadt ankommen, werde ich da bleiben. Es hat keinen Sinn, hinaus auf die Ranch zu fahren. Man muss dort sein, wo sich das Geschehen abspielt, in der Stadt. Noch so eine Aktion, und der erste Widerstand kommt auf. Wir haben Großes vor. Wenn wir erst einmal unsere Rinderherden auf diesem ganzen Land stehen haben und es wieder Ranchland ist und diese verdammten Maulwürfe vertrieben sind, können wir uns Zeit lassen. Dass es Silber gibt, weiß ich, das steht einwandfrei fest. Was ich nicht weiß, ist, wie ertragreich die Funde sind. Ob es sich überhaupt lohnt, im großen Stil danach zu suchen. Auf alle Fälle aber lohnt sich die Ausbeute des Kupfers. Und das kann man nur im allergrößten Stil tun. Bis wir die Voraussetzungen geschaffen haben, müssen wir erst einmal das ganze Land unter Kontrolle bekommen. Solange da noch einzelne Farmen herumstehen, ist das sinnlos. Und wenn wir damit fertig sind, kehren wir die Stadt aus. Dann wohnen nur noch unsere Leute dort.“

„Aber, Vater, das ist ja schon überwiegend der Fall. In der Stadt tanzt alles nach unserer Pfeife, von Bill Madsen angefangen bis zum letzten Stallknecht."

„Um Bill Madsen mache ich mir keine Sorgen“, meint der Alte. „Der ist mir ewig dankbar und verpflichtet. Ohne mich wäre der nicht Sheriff.“

„Denkst du das auch von Joe Tuborg, seinem Deputy?“

Der Alte nickt. „Der tut nur, was Bill sagt. Er hat eine junge Frau, die ein Kind bekommt. Das ist dann so wie bei Bill Madsen, der mit seinen Kindern keinen Schritt mehr aus der Stadt tut, ohne mich um Erlaubnis zu fragen."

Der Wagen nähert sich der Stadt. Aber hier sind nur wenige Leute, und es beginnt bereits zu tagen. Wer die Zeit dazu hat, zum Fluss hinunter zu gehen, der ist dort, um sich dieses Schauspiel anzusehen.

Dem alten Whitney ist kalt. Er krümmt die Schultern, zieht die Decke fester an sich. Sein Sohn bemerkt es und sagt: „Du musst in ein warmes Zimmer, am besten in ein Bett. Verdammt noch mal, das hat uns noch keiner angetan! Wenn ich den Burschen erwische, den lass ich in kleine Würfel schneiden!“

„Erst", meint der Alte lakonisch, „musst du ihn haben, mein Junge. Und dann sehen wir weiter. Halte die Augen offen, und sag das vor allen Dingen unseren Männern. Jeder Fremde ist verdächtig, jeder, denke daran. Ich glaube nie im Leben, dass das einer von hier getan hat. Aber ich vermute, dass Donna sich Männer angeheuert haben könnte, die das für sie tun.“

„Immerhin haben wir Donnas Freund", meint Chris. „Und solange wir ihn haben, ist er wie ein Köder. Früher oder später müssen sie in die Stadt. Und wenn wir den Gerichtstermin für übermorgen ansetzen, dann haben sie es sicher sehr eilig, in die Stadt zu kommen. Denn sie wollen bestimmt einen Befreiungsversuch unternehmen. Aber das wird das Ende dieser Burschen sein, darauf möchte ich wetten.“

„Halt die Augen offen!“, sagt der Alte noch einmal, als ihm später sein Sohn aus dem Wagen hilft.

Die Whitneys haben ein Stadthaus, ein prächtiges Gebäude, massiv gebaut. Nicht nur eine Bretterbude mit einer falschen Fassade. Alles hier zeugt vom Wohlstand der Besitzer.

Der schwarze Butler Whitneys kommt dem alten Mann entgegen, und Chris sagt zu dem Diener:

„Nap, kümmere dich um ihn! Er friert und ist müde. Habt ihr den Kamin angeheizt? Ist sein Bett warm?“

„Alles gerichtet, Sir“, sagt Nap.

Chris Whitney verlässt rasch wieder das Haus. Indessen warten schon draußen fünf seiner Männer, harte, eiskalte Gestalten, in deren Antlitz sich die Gnadenlosigkeit spiegelt, die diesen Männern eigen ist.

Zusammenfassung

Lars Larkinson soll hängen, weil man ihn beschuldigt, einen Mord begangen zu haben. Aber es war in Wirklichkeit Chris Whitney, der Sohn eines einflussreichen Mannes, der am Missouri das Sagen hat. Colonel Whitney und seine Revolvermänner terrorisieren eine ganze Region. Und sie glauben, dass ihnen ihr Reichtum jede Tür öffnet – egal, ob es illegal ist.
Aber die Pläne von Vater und Sohn werden empfindlich gestört. Denn Braddock und Yumah, die beiden Special Deputys, mischen sich jetzt in das Spiel ein. Und wer sich mit diesen beiden Männern anzulegen versucht, der zieht automatisch den Kürzeren. Denn Braddock und Yumah können es selbst mit einer ganzen Armee aufnehmen, wenn es die Situation erfordert!

Details

Seiten
120
Jahr
2016
ISBN (ePUB)
9783738906165
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016 (Dezember)
Schlagworte
braddock missouri-terror

Autor

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Titel: Braddock 9: Missouri-Terror