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Chaco #8: Die Königin vom Rio Grande

2016 130 Seiten

Leseprobe

CHACO – DAS HALBBLUT

 

Band 8

 

Die Königin vom Rio Grande

 

Ein Western von Earl Warren

 

 

 

 

IMPRESSUM

 

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild: Firuz Askin, 2016

Der Roman erschien zuerst unter dem Titel „Die Pirateninsel“.

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

Klappe

Chaco Gates steckt wieder mal in Schwierigkeiten. Im Long Branch Saloon von Albuquerque gerät Chaco in eine Auseinandersetzung und landet im Gefängnis. Der Geschäftsmann J.J.Brockerickson setzt ihn auf freien Fuß – aber nur unter der Bedingung, dass er für ihn den Schlupfwinkel der berüchtigten Flusshaie ausfindig macht. Diese Piratenbande macht schon seit Monaten den Rio Grande unsicher und hat es vor allem auf die Schiffe von Brodericksons Company abgesehen.

Ein riskanter Job wartet auf Chaco. Schon bald gelingt es ihm, Kontakte zur Bande zu knüpfen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Aber seine Mission ist heikler als er angenommen hat. Denn die schöne Cora Canchal, die Königin der Rio Grande-Piraten, ist ihm alles andere als gleichgültig...

 

 

 

 

 

 

Roman

Das ist mein Girl“, sagte der bullige Schwarzhaarige. „Die Hände weg von ihr! Weshalb gibst du dich überhaupt mit so einem dreckigen Halbblut ab, Betsy?“

Im Long Branch Saloon in Albuquerque wurde es still. Feixende Gesichter wandten sich dem Tresen zu, wo der stadtbekannte Streithahn Kevin Kellogh anscheinend wieder ein Opfer gefunden hatte.

Einen Fremden, einen Mann, der keinerlei Sympathien genoss und im Long Branch wie in der ganzen Stadt keinen Rückhalt hatte. Ein Halbblut zudem noch, einer, der von vielen weißen Männern in diesem Land als kaum besser als ein Hund angesehen wurde.

Chaco betrachtete den bulligen Schläger, der breitbeinig vor ihm stand, die Fäuste in die Seiten gestemmt. Chaco hatte erst am Vortag Albuquerque erreicht und die Absicht, ein paar Tage Station zu machen und sich und seinem Pferd Ruhe zu gönnen.

Er war nicht auf Streit aus, das war er überhaupt nie. In seinem Leben war er schon zu mehr als genug Kämpfen gezwungen gewesen.

Was hast du dazu zu sagen, du gelbgestreifte Ratte?“, fragte Kellogh. Er genoss seinen Auftritt sichtlich. Er zählte zu der Menschensorte, die mindestens einmal in der Woche einen handfesten Streit braucht, weil sie sich sonst nicht wohl fühlt. Im Saloon wuchs die Spannung, denn man wusste, was man von Kellogh erwarten durfte. „Mach dein Maul auf! Was suchst du überhaupt in einem Saloon, der für richtige Menschen vorgesehen ist?“

Im Hintergrund lachte einer wiehernd. Chacos Blick streifte umher.

Hier würde niemand zu seinen Gunsten eingreifen, das stand außer Frage.

Ich wusste nicht, dass die Lady in festen Händen ist“, sagte Chaco und wies mit einer beiläufigen Handbewegung auf das grellgeschminkte Saloongirl. „Sie hat mich gefragt, ob ich ihr einen Drink bezahle, und ich habe zugestimmt.“

Das stimmt, Kellogh“, meinte das Saloongirl Betsy. „Was mischst du dich überhaupt hier ein? Du hast keinerlei Rechte auf mich, und es geht dich überhaupt nichts an, mit wem ich trinke.“

Es war Abend, der große Saloon gut besetzt, die Luft darin verräuchert, warm und stickig. Bisher hatte es wenig Abwechslung gegeben, und jetzt bot sich eine Möglichkeit.

Kevin Kellogh grinste.

Du solltest etwas wählerischer sein in deinem Umgang, Betsy“, sagte er und hob den Zeigefinger. „Wir müssen auf den Ruf dieser Stadt achten, und wir können es nicht zulassen, dass sich hier Halbblute, Schwarze oder anderes Gesindel an weiße Frauen heranmachen und sie belästigen.“

Wenn du auf den guten Ruf der Stadt achten musst, Kellogh, muss es darum verdammt schlecht bestellt sein“, fuhr die rothaarige Betsy den Schläger an. „Mit dem Mann hier trinke ich jedenfalls noch lieber als mit dir, denn er hat Manieren und ist kein ungehobeltes Großmaul. Verschwinde, lass uns in Ruhe, und kümmere dich um deinen eigenen Kram!“

Kevin Kelloghs grobes Gesicht lief rot an. Er fühlte sich beleidigt und in seiner männlichen Ehre gekränkt. Betsy konnte er deswegen nicht angreifen, denn sie war eine Frau, und es gab in dieser Beziehung den ungeschriebenen Ehrenkodex des Westens.

Hätte Kellogh Betsy in der Öffentlichkeit hart angepackt oder gar geschlagen, wären sofort sämtliche Männer im Saloon gegen ihn aufgestanden. Also blieb nur Chaco, an dem Kellogh seine Wut auslassen konnte.

Seine rechte Faust schoss vor.

Aber Chaco war darauf gefasst gewesen. Mit einer blitzschnellen Seitwärtsdrehung wich er aus und packte den schwergewichtigen Schläger.

Männer sprangen an den Tischen hoch, um besser sehen zu können. Der Keeper hinter dem Tresen reckte den Hals. Betsy stieß einen entsetzten Schrei aus. Die beiden anderen Saloongirls beobachteten ebenso gespannt wie die Männer die Szene.

Jeder erwartete, dass Kevin Kellogh und das hart aussehende Halbblut sich einen erbitterten Fight liefern würden. Wobei die Sympathien der Saloongäste einwandfrei auf Kelloghs Seite waren.

Doch es gab keine Schlägerei zwischen Chaco und Kevin Kellogh. Alles geschah so schnell, dass selbst die zunächst sitzenden oder stehenden Zuschauer kaum erkennen konnten, was sich abspielte.

Chaco wirbelte Kelloghs Arm herum, und der bullige Schläger brüllte auf und rannte vorwärts, wie von einem Katapult abgeschossen. Er fiel über den nächsten Tisch, riss ihn um und brachte dabei noch zwei Männer zu Fall, die an diesem Tisch gesessen hatten.

Es polterte, es gab ein Gebrüll, eine Flasche und Gläser zerbrachen. Ein wirres Knäuel entstand am Boden. Chaco aber blieb ruhig am Tresen stehen und schaute wachsam in die Runde.

Zwei der Gestürzten erhoben sich wieder vom Boden. Kellogh blieb sitzen und hielt sich die Schulter. Er stöhnte.

Ich kann meinen Arm nicht bewegen“, jammerte er. „Der Bastard hat mir den Arm ausgerenkt!“

Der ist wieder einzurenken“, sagte Chaco. „Lass es dir eine Lehre sein!“

Kellogh war bedient. Sein linker Arm hing schlaff herab. Aber jetzt rückten die beiden Männer, die er bei seinem Ansturm zu Fall gebracht hatte, gegen Chaco vor. Und drei Freunde Kevin Kelloghs wollten die Niederlage des Schlägers rächen.

Betsy, das Saloongirl, stellte sich vor Chaco und streckte den Männern abwehrend die Hände entgegen.

Lasst es genug sein! Kellogh hat angefangen, er wollte es nicht anders. Der Mann hier hat mir nur einen Drink bezahlt, weil ich ihn darum fragte.“

Doch Betsys Widerspruch war zwecklos. Sie wurde zur Seite geschoben. Chaco sah in grimmige, gnadenlose Gesichter. Er stand allein, mit dem Rücken zum Tresen, und er wusste, dass er sich seiner Haut wehren musste.

Es war ein wildes, primitives und brutales Land, in dem er lebte, und schon die Tatsache, dass er ein Halbblut war, brachte viele gegen ihn auf.

Wilder Zorn erfasste Chaco. Es war die Wut eines Mannes, der zum Äußersten getrieben wurde, der wieder einmal mit der Gemeinheit und Intoleranz seiner Mitmenschen konfrontiert wurde und der keine Schonung erwarten durfte.

Betsys weiteren Protest beachtete niemand, man drängte sie in den Hintergrund. Alle Saloongäste, bis auf einen Betrunkenen im Hintergrund, hatten sich erhoben. Die Männer bildeten einen Halbkreis.

Fünf Mann standen gegen Chaco, und sie würden wohl nicht seine einzigen Gegner bleiben. Lauernd betrachteten die Männer das Halbblut.

Wenn du auf den Knien aus dem Saloon rutschst, lassen wir dich vielleicht davonkommen, Bastard!“, sagte ein Kerl mit Boxernase und Bierbauch.

Was redet ihr solange?“, schrie Kevin Kellogh, der wieder aufgestanden war, aus dem Hintergrund. „Macht ihn endlich fertig, den Bastard!“

Die fünf Männer vor Chaco verständigten sich mit einem Seitenblick und griffen gleichzeitig an. Doch jetzt schien Chaco zu explodieren.

Es wurde ein erbitterter Kampf. Chaco kämpfte wie ein Löwe, immer wieder schickte er Gegner zu Boden. Aber für sie griffen andere in den Kampf ein, und rasch standen die Niedergeschlagenen wieder auf.

Auch Chaco musste einstecken. Sein Atem pfiff und rasselte. Nur sein Wille und die Angst, dass die Meute auf ihm herumtrampeln würde, hielten ihn noch aufrecht.

Die Zuschauer feuerten die Kämpfer an. Zwei Saloongirls kreischten und gebärdeten sich in ihren Worten noch wilder als die Männer. Nur Betsy schluchzte, aber sie konnte nicht zu Chacos Gunsten eingreifen noch sonst etwas unternehmen, denn man hatte sie in die Ecke gedrängt.

Sie schlagen ihn tot!“, murmelte sie, für die anderen unverständlich in dem Lärm. „Ganz gewiss schlagen sie ihn tot!“

Im Long Branch Saloon tobte die Hölle, das Gebrüll war noch zwei Straßen weiter zu hören. Der Keeper hinterm Tresen hielt einen kurzen Knüppel in den Händen, hatte bisher aber noch keine Gelegenheit gefunden, Chaco hinterrücks zu erreichen.

Weg da!“, schrie ein blonder Bursche, dessen Nase eine unliebsame Bekanntschaft mit Chacos Faust geschlossen hatte. „Lasst den Hurensohn mir!“

Er feuerte einen Schuss in die Luft ab. Männer spritzten zur Seite. Der Blonde, den rauchenden Colt in der Faust, hatte freie Bahn.

Vor Chacos Augen wirbelten rote Nebel, und das Blut rauschte so laut wie ein Wasserfall in seinen Ohren. Sein narbiges, von tiefen Linien gezeichneten Gesicht war übel zugerichtet, seine Kleider zerrissen.

Aber seinen Colt hatte er noch in der Halfter. Bisher war der harte Fight ohne Waffen ausgetragen worden. Bis der Blonde in seiner rasenden Wut zum letzten Mittel griff.

Chaco kniff die Augen zusammen. Der junge blonde Schießer grinste ihn an. Er hielt den Colt lässig in der Rechten, der Lauf war zur Decke gerichtet.

Der Schuss hatte den Lärm im Saloon jäh abbrechen lassen.

Der Blonde war ganz sicher, dass Chaco ihm ausgeliefert war.

Dich lege ich um, du Bastard!“, sagte er. „Den Saloon verlässt du nicht lebend!“

Wie immer im Augenblick höchster Gefahr war Chaco von höchster Kaltblütigkeit.

Hallo, Sheriff!“, sagte er und schaute an dem Blonden vorbei. „Es wird Zeit, dass Sie eintreffen!”

Der Blonde ließ sich bluffen. Für einen Moment wandte er den Kopf. Zeit genug für Chaco, der einen Schritt zurückwich und in die Knie ging, um den Revolver zu ziehen. Und er war schnell, trotz seiner zerschlagenen Hände.

Der Peacemaker schien ihm in die Faust zu springen. Doch auch der Blonde reagierte und richtete die Waffe auf Chaco.

Zwei Schüsse krachten wie einer. Chaco sah das Mündungsfeuer des Gegners, und hätte er sich nicht geduckt gehabt, so wäre er todsicher getroffen worden.

Der Blonde schrie auf, der Colt flog ihm aus der Hand. Fassungslos betrachtete er seinen Arm. In Höhe des Bizeps färbte sich der Stoff seiner Jacke rot.

Nach dem Krachen der Schüsse war es sekundenlang sehr still. Der Pulverdampf wolkte in sich kräuselnden Schwaden zur Decke. Chaco stand wieder gerade und wich zwei Schritte zum Tresen hin zurück, in die Reichweite des Keepers.

Die Augen des glatzköpfigen Saloonkeepers leuchteten auf, er sah seine Chance.

Ein Höllenlärm brach los. Alle schrien durcheinander und verlangten den Kopf des Halbbluts, als ob Chaco ohne Grund den Streit vom Zaun gebrochen und ungerechtfertigt geschossen hätte. Doch keiner wagte es, die Hand gegen den hartgesottenen Mann zu erheben, der die Waffe schussbereit hatte.

Der blitzschnelle, präzise Schuss hatte ihm Respekt verschafft.

Ruhe!“, donnerte er. Und als es etwas stiller geworden war, fuhr er weniger laut fort: „Ich gehe jetzt! Und keiner soll versuchen, mich aufzuhalten!“

Er stand vor seinen Feinden wie ein Tiger vor einem Rudel wilder Hunde, die ihn gestellt hatten.

Kevin Kellogh, der eigentliche Verursacher des ganzen Durcheinanders, fluchte, vermied es aber peinlich, Chaco vor die Mündung zu geraten. Der Blonde war auf einen Stuhl niedergesunken.

Chaco hielt die Meute in Schach. Aber es war ein kurzer Triumph. Er sah den Ausdruck in den Gesichtern der Männer vor sich, und ihm ging auf, dass ihm eine Gefahr drohen musste.

Der Saloonkeeper fiel ihm ein. Aber es war schon zu spät. Chaco hörte den Knüppel durch die Luft pfeifen.

Er versuchte noch, dem Schlag durch Mitgehen einen Teil der Wucht zu nehmen. Doch da wurde er schon von dem Knüppel getroffen.

Er brach in die Knie. Dass der Keeper ihn noch ein zweites Mal schlug, registrierte er schon nicht mehr richtig.

Der Colt entfiel ihm, er stürzte schwer zu Boden. Wie ein Mann fiel die Meute über ihn her.

Hängt ihn auf!“, johlten mehrere Stimmen. „Los, einen Strick herbei! Wir hängen das Halbblut an den nächsten Balken!“

Das Saloongirl Betsy weinte und verbarg das Gesicht in den Händen. Betsy wollte nicht mit ansehen, was weiter geschah. Der Saloonkeeper grinste wie ein Honigkuchenpferd. Er fühlte sich ganz wie ein großer Held, denn er hatte geschafft, was all den anderen nicht gelungen war.

Dass er das Halbblut hinterrücks niedergeschlagen hatte, störte ihn nicht.

 

*

 

Das Erwachen war grauenhaft. Chacos Schädel brummte wie ein Bienenschwarm und wollte ihm schier zerspringen. Der ganze Körper des Halbbluts schmerzte wie eine einzige große Wunde.

Zunächst erinnerte sich Chaco an nichts. Aber er glaubte, keinen einzigen heilen Knochen mehr im Leib zu haben. Er stöhnte, als jemand ihn anfasste.

Sogar der Lichtschein der Kerosinlampe, der grell in seine Augen drang, bereitete ihm bei seinem Zustand Qualen, so als löse er in seinem Kopf eine Reihe von kleinen Explosionen aus.

Chaco sah in verschwommenen Konturen ein Gesicht über sich. Sein Blick klärte sich, er erkannte einen älteren Mann mit Gehrock, steifem Kragen und grauem Spitzbart.

Chaco lag auf einer Pritsche. Neben dieser Pritsche, bei dem Mann, der ihn behandelte, standen der Sheriff und ein Deputy. Chaco befand sich in einer Gefängniszelle.

Der graubärtige Mann musste der Doc sein.

Chaco räusperte sich und hatte Mühe, mit krächzender Stimme zu sprechen.

Hallo, Doc“, sagte er mit Galgenhumor. „Lebe ich noch?“

Ein wenig“, antwortete der Graubärtige ernst. „Sie haben eine Bärennatur, Mann. Sie sehen aus, als ob Sie unter eine Stampede geraten wären.“

Es handelte sich um zweibeinige Büffel“, antwortete Chaco. „Haben Sie mich aus dem Long Branch herausgeholt, Sheriff?“

Der Sheriff nickte. Er war ein älterer, bedächtiger, aber auch sehr entschlossen wirkender Mann.

Allerdings, Mister. Gerade noch rechtzeitig, denn dort sollte eine Hängepartie stattfinden, bei der Sie als Ehrengast und Hauptteilnehmer eingeladen waren. Es hatte schon einer einen Strick über einen Deckenbalken geworfen. Verdammt Mann, was fällt Ihnen auch ein, in dem Saloon den Wilden zu spielen und einfach um sich zu schlagen und zu schießen? So behaupten jedenfalls die anderen alle, und es stehen ungefähr dreißig Aussagen gegen Ihre."

Chaco stöhnte, er hatte es sich gedacht. Der Sheriff war buchstäblich im letzten Augenblick im Long Branch erschienen. Er musste schon einige Entschlossenheit aufgewendet haben und in Albuquerque viel Respekt besitzen, da es ihm gelungen war, das Halbblut zu befreien.

Wenn ich schwöre, dass ich provoziert wurde, dass ich mich zur Wehr setzen musste, würde es wohl nicht viel nützen?“, fragte Chaco mühsam.

Der Sheriff schüttelte den Kopf. Der Doc bat um Ruhe. Er war dabei, Chaco zu verarzten, und seine Arbeit nahm ihn in Anspruch.

Chaco war bis auf die Unterhose nackt. Er hatte Prellungen, Quetschungen und Hautabschürfungen davongetragen. Mindestens zwei seiner Rippen mussten angeknackst sein. Aber er lebte noch, und das war die Hauptsache.

Der Doc behandelte ihn mit Jodtinktur und Salbe, klebte Pechpflaster auf und wickelte Chaco zum Schluss einen Korsettverband um die Brust. Chaco konnte mittlerweile klar erkennen, dass er sich in einer Einzelzelle befand.

Und vor dem Jail sammelten sich immer mehr Menschen an. Ihre Stimmen, aufgebrachte Rufe, schollen herein. Der Mob wollte Chaco ausgeliefert haben, um ihn zu hängen.

Es wird besser sein, wenn Sie hinausgehen, Sheriff“, sagte der Doc und erhob sich. „Sonst sind diese Tollköpfe noch imstande und zünden Ihnen das Dach über dem Kopf an. Ich kann für den Mann hier nichts mehr tun. Den Rest muss die Natur erledigen.“

Der Doc krempelte die Ärmel herab und packte in seine Arzttasche, was er benutzt hatte. Der Sheriff lief mit schweren Schritten hinaus, während der Deputy, ein magerer, jüngerer Mann mit abstehenden Ohren, bei der Tür stehenblieb.

Ein Stein flog durchs Gitterfenster und in die Zelle, prallte gegen die Wand und rollte über den Boden. Das Geschrei der Menge wurde noch lauter.

Außer mir ist niemand verhaftet worden?“, fragte Chaco den Deputy. Der schüttelte den Kopf.

Nein, Mister, denn dazu bestand kein Grund. Ihr Eigentum ist übrigens beschlagnahmt. Bei dem Kampf im Saloon wurde einiger Sachschaden angerichtet.“

Ganz abgesehen davon, dass Sie Benjie Curtiss den Arm zerschossen haben“, sagte der Doc. „Curtiss habe ich schon versorgt. Seien Sie froh, dass wir hier einen so tüchtigen Sheriff haben, Mann, sonst wären Sie nicht mehr am Leben.“

Einmal stirbt jeder. Was ist mit dem Saloongirl Betsy? Hat sie sich nicht geäußert?“

Nein, nichts bekannt.“

Der Doc ging, wobei er einen letzten, keineswegs freundlichen Blick auf Chaco warf. Für ihn war er ein Schläger, Revolvermann und Raufbold, ob er den Kampf im Saloon nun verursacht hatte oder nicht.

Diese Menschensorte war dem Doc, wie fast sämtlichen braven Bürgern von Alburquerque, nicht genehm. Diese Leute waren satt und zufrieden, und sie hatten harte Herzen und kannten nur den eigenen Standpunkt.

Von draußen hörte man die Stimmen des Sheriffs. Der Mob schrie dagegen. Aber es war schon abzusehen, dass der Sheriff die Oberhand behalten würde.

Geht nach Hause, Leute!“, so rief er. „Hier dulde ich keine Lynchjustiz. Der Mann bleibt in Haft, bis Richter Coleman zurückgekehrt ist. Dann wird er abgeurteilt.“

Hoffentlich schickt der Richter ihn für ein paar Jahre zur Zwangsarbeit in den Steinbruch!“, schrie Kevin Kellogh mit sich überschlagender Stimme. Chaco erkannte sie deutlich. „Es ist eine Schande, dass friedliche Bürger von so einem dreckigen Halbblut einfach grundlos angegriffen und übel zugerichtet werden können. Was ist das hier überhaupt für eine Stadt, Sheriff?“

Ohne dich wäre sie besser dran, Freundchen! Schleich dich jetzt, sonst sperre ich dich ebenfalls ein! Los, Leute, es ist spät genug, und genug geschrien habt ihr auch!“

Die Menge begann sich zu zerstreuen. Der Deputy half Chaco in der Zelle, sich anzuziehen. Chaco war völlig steif, von Schmerzen geplagt und konnte kaum die Hand heben. Er erhielt eine Decke.

Ächzend streckte er sich auf der Pritsche aus. In der Zelle roch es noch scharf nach Jodtinktur und Salbe. Der Deputy nahm die Lampe mit und schloss die Tür hinter sich ab.

Der Schlüsselbund klirrte. Die Schritte des Mannes entfernten sich, eine Tür fiel ins Schloss. Es war nach Mitternacht, und endlich trat Ruhe ein. Durchs Zellenfenster fiel eine silbrige Bahn von Mond und Sternenlicht in die Einzelzelle.

Chaco sagte sich, dass man ihm eigentlich einen ordentlichen Schluck Schnaps oder einen Esslöffel Laudanum hätte geben können, um seine Schmerzen zu lindern. Aber er war zu stolz, um sich bemerkbar zu machen und darum zu bitten.

Chaco hatte in seinem Leben schon schlimmere Schmerzen ertragen. Er lag im Dunkeln und dachte über seine Lage nach. Vielleicht sagte das Saloongirl Betsy bei der Gerichtsverhandlung zu seinen Gunsten aus.

Aber er hatte nicht viel Hoffnung. Denn Betsy musste in dieser Stadt und mit ihren Einwohnern leben und durfte sich nicht zu viele Feinde machen. Außerdem, was bedeutete schon die Aussage eines Saloongirls, das allgemein als Flittchen abqualifiziert wurde, gegen die angesehenen Bürger?

Da sitzt du wieder einmal in der Klemme, Chaco“, sagte er halblaut zu sich selbst. „Das kommt davon, wenn man in Saloons mit fremden Frauen Schnaps trinkt.“

Er schlief ein. Er war nicht besonders verzweifelt über seine Lage, er sah sie eher mit einem grimmigen Humor. Irgendwie würde er sich schon wieder aus der Klemme herauswinden, das war seine grundsätzliche Überzeugung.

Ob man ihn nun zur Zwangsarbeit verurteilte oder nicht. Akute Lebensgefahr bestand jedenfalls nicht mehr für ihn. Die Gerichtsverhandlung hätte ihn interessiert, denn der Aufwand, den man damit seinetwegen betrieb, war immerhin bemerkenswert.

 

*

 

Die Menge vor dem Saloon hatte sich zerstreut. Nur ein paar Trunkenbolde standen noch auf der Plaza, redeten über die Vorkommnisse des Abends und konnten nicht nach Hause finden.

Einer hatte ein größeres Mundwerk als der andere. Jeder gab an, dass er das Halbblut bei der Schlägerei im Saloon ganz gewiss niedergekämpft hätte, hätte man ihn nur richtig herangelassen.

Zwei Stunden später, als in der Stadt alles schlief und der Sheriff seinen Deputy nach Hause schickte, sagte er: „Das Halbblut hat die Ruhe weg! Hör nur mal, wie der Kerl in der Zelle schnarcht.“

Ein zäher Knochen“, erwiderte der Deputy. „Den bringt wohl nur eine Stange Dynamit um. Glaubst du, dass er wirklich allein den Streit mit allen im Saloon Anwesenden vom Zaun gebrochen hat, Bill?“

Ich werde nicht fürs Glauben bezahlt, sondern dafür, dass ich das Gesetz ordnungsgemäß nach den Paragrafen vertrete“, sagte der Sheriff, der hinter seinem zerkratzten Schreibtisch saß, eine Tasse Kaffee in der Hand. „Die Verhandlung zu führen und ein Urteil zu sprechen, ist die Sache des Richters. Aber ich werde mich genau erkundigen, darauf kannst du dich verlassen. Ob es allerdings viel Zweck hat - gegen einen Außenseiter und Fremden halten eben alle zusammen.“

Besonders wenn es sich um ein Halbblut handelt.“

 

*

 

Diesmal war das Erwachen nicht ganz so schlimm. Chacos Schädel dröhnte immer noch wie eine große Kesselpauke, und am Hinterkopf hatte er zwei taubeneigroße Beulen. Als er sein Gesicht in einem mit Fliegendreck verschmutzten Spiegel sah, erschrak Chaco im ersten Moment gewaltig.

Schön war er nie gewesen, und die Spuren und Narben zahlloser Kämpfe hatten seine äußere Erscheinung nicht verbessert. Aber was er jetzt sah, erinnerte ihn eher an ein zurechtgeklopftes rohes Steak mit ein paar Pflastern drauf als an das Gesicht eines Menschen.

Ans Rasieren war in den nächsten paar Tagen noch nicht zu denken. Ein Deputy, ein älterer Mann, der mit dem linken Bein hinkte und im Sheriffs Office den Tagdienst versah, brachte Chaco das Frühstück auf einem Blechtablett.

Und er zog eine flache Whiskyflasche unter seiner fleckigen Lederjacke hervor.

Wofür ist die?“, fragte Chaco.

Er hatte sich auf der Pritsche aufgesetzt, Wasser aus der Kruke getrunken, sich erfrischt und den Blechkübel in der Ecke benutzt. Der Alte rümpfte die Nase und lachte meckernd.

Nach Rosen duftet es hier nicht gerade. Den Whisky gebe ich dir dafür aus, dass du es diesen Grossmäulern Kellogh und Curtiss einmal richtig gezeigt hast. Sie sind eine wahre Plage. Curtiss wird mit seinem Revolverärmchen vielleicht nie mehr eine so schnelle Nummer sein wie zuvor, und Kellogh schadet die Abfuhr sicher auch nichts, hihihihi!“

Aber die grösste Dresche habe ich bezogen“, brummte Chaco. „Und vielleicht steckt man mich noch zur Zwangsarbeit in den Steinbruch.“

So ist das Leben. Iss und trink! Vielleicht wird’s bald wieder besser.“

Der Alte stellte das Tablett auf die Tischplatte, die mit einer Eisenkette an der Wand befestigt war. Chaco aß und trank mit Heißhunger. Der Whisky schmeckte ihm ausgezeichnet. Wie flüssiges Feuer rann er durch seine Kehle und entfachte eine angenehme Wärme in seinem Magen.

Als er gesättigt war, erhob er sich von der Pritsche. Er zwang sich dazu, sich zu bewegen, die steifen Muskeln zu lockern und den zerschlagenen Körper wieder geschmeidiger zu machen. Die Schmerzen waren schlimm. Nur die Kopfschmerzen hatten dank des Whiskys etwas nachgelassen.

Von draußen hörte Chaco gelegentlich Stimmen und verschiedene Geräusche wie das Rollen von Wagenrädern und das metallische Klingen zweier Schmiedehämmer. In Albuquerque nahm der Alltag mit all seinen Tätigkeiten seinen Verlauf.

Das Mittagessen, das Chaco erhielt, war ebenfalls reichhaltig und schmackhaft. Am Nachmittag holte man ihn aus der Zelle. Der Sheriff bemerkte nur wortkarg, dass zwei Besucher ihn sprechen wollten, als er ihn mit seinem Deputy zusammen zu dem Raum neben dem Office führte.

Zuerst roch Chaco das Fliederparfüm, das ihm schon am Vorabend bei dem Saloongirl Betsy aufgefallen war. Der Deputy öffnete die Tür. In dem einfach möblierten Raum, der zum Ausruhen diente und in dem auch ein Kochherd stand, warteten das rothaarige Saloongirl und ein rotgesichtiger Mann mit dunklem Jackett, gestreifter Weste und schwerer, goldener Uhrkette.

In dem Raum war es stickig und heiß. Der Besucher schwitzte heftig. Chaco sah ihn zum ersten Mal in seinem Leben. Aber er wusste gleich, dass es sich um einen Mann mit viel Geld und Einfluss handeln musste.

Um einen Big Boss, der nur mit dem Finger zu schnippen brauchte, damit seine Handlanger sprangen. Der Typ war unverkennbar.

Der Mann musste etwa Mitte Fünfzig sein. Er war schwergewichtig, groß und sehr von sich selbst überzeugt. Er betrachtete das Halbblut mit dem zerschlagenen, verschwollenen Gesicht und den zerrissenen, beschmutzten Kleidern scharfäugig.

Chaco wirkte wie ein Strolch. Er grinste und zeigte seine starken, makellos weißen Zähne.

Hallo, Betsy, hallo, Mister. Sie wollten mich sehen?“

Chaco!“, rief das Saloongirl theatralisch, breitete die Arme aus und fiel Chaco um den Hals. Die Umarmung war für seine angeknacksten Rippen keineswegs angenehm, sondern im Gegenteil sehr schmerzhaft. „Du Armer, wie siehst du aus?“

Das ist der Gefangene Chaco Gates, Mister Broderickson“, sagte der Sheriff und schob Chaco und die immer noch an ihm hängende Betsy vollends durch die Tür. „Die Vorschrift verlangt, dass entweder mein Deputy oder ich dabei sind, wenn Sie außerhalb der Zelle mit dem Gefangenen reden.“

Broderickson winkte ab.

Stellen Sie Ihren Deputy vor die Tür, Sheriff. Aber ich muss mit Chaco vertraulich und unter vier Augen sprechen.“

Meinetwegen“, brummte der Sheriff nach kurzem Überlegen.

Betsy, das Saloongirl, bedauerte Chaco, der auch schlimm genug zugerichtet war. Betsy war nicht besonders helle, und sie genoss die Rolle, die sie spielen konnte. Ein Mann hatte sich ihretwegen mit einem ganzen Saloon voller Gegner herumgeprügelt, so sah sie es, und sie fühlte sich geehrt, wichtig und interessant.

Sie küsste Chaco auf die zerschlagenen Lippen.

Vielleicht bist du schon bald wieder auf freiem Fuß“, flüsterte sie ihm ins Ohr. „Ich habe mich bei Mister J. J. Broderickson für dich verwendet. Mister Broderickson ist der einflussreichste Mann in der Stadt.“

Schön für ihn“, meinte Chaco knurrig.

J. J. Broderickson wurde ungeduldig und komplimentierte Betsy nicht gerade übermäßig sanft hinaus. Er schloss die Tür hinter ihr. Chaco und der Big Boss waren allein und ungestört.

Chaco plazierte sich lässig auf das durchgesessene alte Rosshaarsofa, während J. J. Broderickson mit einem Stuhl vorlieb nehmen musste. Er verzog keine Miene, wischte sich den perlenden Schweiß von der Stirn, entnahm einem Silberetui mit Namensgravur eine schwarze Zigarre und bot Chaco ebenfalls eine an.

Die beiden ungleichen Männer rauchten schweigend, nachdem Broderickson Feuer gegeben hatte. Chaco stellte keine Frage, er wartete ab, bis Broderickson von sich aus zu reden anfing.

Der Big Boss war kein Freund von langen Umschweifen.

Ich will gleich zum Kern der Sache kommen“, sagte er halblaut. „Meinen Namen kennen Sie bereits. Ich bin der Hauptaktionär und Geschäftsleiter der Rio Grande Steamboat Company. Mir gehört das Unternehmen zum allergrößten Teil, um es ganz genau zu sagen.

Nun. ich habe seit über einem Jahr eine Menge Ärger gehabt, und er nimmt nicht ab. Etliche meiner Dampfboote sind überfallen worden. Wertvolle Ladungen, Teile derselben oder Bargeld, Silber und Gold wurden gestohlen, Passagiere und Mannschaftsmitglieder ausgeraubt.

Ich besitze fast das Monopol für die Flussschifferei auf dem Rio Grande. Und nur meine Company ist von den Piratenüberfällen betroffen. Die wenigen kleinen Unternehmer sind bisher ungeschoren geblieben, aber bei ihnen gibt es ohnehin nicht viel zu holen.“

Das letzte sagte Broderickson verächtlich. Chaco hatte interessiert zugehört.

Flusspiraten überfallen also Ihre Schiffe, Mister Broderickson. Sie haben bestimmt einiges in die Wege geleitet, sind mit den Flusshaien aber bisher noch nicht fertig geworden.“

Broderickson nickte. Er erhob sich, schlich leise und erstaunlich leichtfüßig für einen so schwergewichtigen Mann an die Tür und öffnete sie lautlos einen Spalt. Der Deputy hatte sich ganz ans andere Ende des kurzen Korridors zurückgezogen.

Das Saloongirl Betsy befand sich im Office. Broderickson kehrte auf seinen Platz zurück.

Sie suchen einen besonderen Mann, der die Piraten entlarvt und der Ihnen die Möglichkeit in die Hand gibt, diese Flusshaie zu vernichten“, fuhr Chaco fort und blies Zigarrenrauch gegen die Decke. „Denn wenn Sie über die Flusspiraten, ihre oder ihren Schlupfwinkel, ihre Informanten, Helfer, Helfershelfer und Hehler genau informiert wären, hätten Sie die ganze Bande schon lange auffliegen lassen.“

Genau so ist es“, erwiderte Broderickson. „Der Gouverneur ist ein Freund von mir, ich unterstütze seine Partei und habe schon tüchtig in den Wahlkampffonds eingezahlt. Ich könnte sogar die Nationalgarde gegen die verdammten Flusshaie aufbieten, wenn ich nur wüsste, wo und wie ich sie fassen kann. Aber diese Halunken sind äußerst gerissen. Sie müssen Informanten unter meinen vertrauten Mitarbeitern sitzen haben. Die Nachforschungen haben bisher nicht viel ergeben, obwohl ich weder Kosten noch Mühen gescheut habe. Meine geschäftlichen Verluste haben mittlerweile Millionenhöhe erreicht.“

Hat es bei den Überfällen auch Tote oder Verwundete gegeben?“, wollte Chaco wissen.

Bisher nur einen Toten, vier Verletzte. Die Flusshaie schonen Menschenleben nach Möglichkeit. Sie tauchen wie aus dem Nichts auf, überrumpeln die Mannschaften und Passagiere meiner Dampfboote, lassen die Leute gefesselt und geknebelt zurück und verschwinden mit ihrer Beute wieder wie ein Spuk.“

Dass Broderickson zuerst die geschäftlichen Verluste erwähnt und nicht von den bei den Überfällen betroffenen Menschen gesprochen hatte, war typisch für ihn. Er erläuterte Chaco, was er von ihm erwartete.

Sie sollen sich bei den Flusshaien einschmuggeln. Einen ungefähren Anhaltspunkt, wo Sie ansetzen können, kann ich Ihnen geben. Dann liefern Sie einem Mittelsmann die nötigen Informationen, und damit ist Ihr Job erledigt.“

Die Flusshaie werden mir die Kehle durchschneiden, wenn Sie meine Rolle durchschauen“, gab Chaco zu bedenken. „Das ist kein Kinderspiel, was Sie mir da vorschlagen, Mister Broderickson. Wieso bieten Sie den Job ausgerechnet mir an?“

Weil Sie der richtige Mann dafür sind. Ich habe mich über Sie erkundigt, nachdem ich von der Schlägerei im Long Branch Saloon hörte, Chaco. Sie besitzen im Südwesten einen beachtlichen Ruf als Kämpfer.“

In Chacos zerschlagenem Gesicht zuckte kein Muskel.

Wieviel?“, fragte er knapp.

J. J. Broderickson musste über wirklich gute Verbindungen verfügen, wenn er so schnell alles Wissenswerte über Chaco herausgefunden hatte. Und er war ein Mann, der rasche Entschlüsse traf und der keine Zeit bei ihrem Umsetzen in die Tat verlor.

Tausend Dollar.“

Zu wenig. Zweitausend.“

Details

Seiten
130
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783738904581
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (März)
Schlagworte
chaco königin grande

Autor

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Titel: Chaco #8: Die Königin vom Rio Grande