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Tony Ballard #78: Die Mühle des Unheils

2016 120 Seiten

Leseprobe

Klappe

Die nackte Todesangst krallte sich in sein Herz. Er stöhnte und keuchte, wehrte sich mit letzter Verzweiflung. Fingerdick glänzte der Schweiß auf seinem Gesicht.

»Nein!« röchelte er. »Ich will nicht ... Ich will nicht sterben!«

Aber da waren Schatten. Fremde Wesen. Ungeheuer wahrscheinlich. Er konnte ihre Gesichter nicht sehen, aber er spürte den mitleidlosen Druck ihrer Pranken.

Sie schleppten ihn vorwärts. Er stemmte die Beine auf den Boden. Sie schleiften ihn weiter. Erbarmungslos.

»O mein Gott!« schrie er. »Was habe ich getan, daß ich so enden muß?«

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author/ Titelbild Michael Sagenhorn

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Mühle des Unheils

Er bekam keine Antwort. Sie zerrten ihn durch eine dichte, schwarze Dunkelheit, in der man kaum die Hand vor den Augen sehen konnte. Auf einen kantigen Altar zu, vor dem eine bildschöne rothaarige Frau stand. Das Gewand, das ihren geschmeidigen Körper einhüllte, war ein Blutornat.

Earl Wadsworth wußte das, ohne daß es ihm jemand gesagt hätte.

Die Frau wandte sich ihm zu und blickte ihn mit ihren grünen Augen durchdringend an.

Und plötzlich wußte er noch etwas: daß das Ding, das sie fest in ihren Händen hielt, ein Seelendolch war — ein Dolch, mit dem man ihm die Seele aus dem Körper schneiden würde ...

*

Ein krächzender Schrei löste sich von Earl Wadsworths Lippen. Weit riß er die Augen auf. Er schnellte hoch und starrte in die Finsternis.

Allein.

Er war allein. Niemand hielt ihn fest. Es gab die grausame Frau im Blutornat nicht. Der Seelendolch existierte nicht, und auch nicht die dämonischen Schatten.

Es war ein schrecklicher Alptraum gewesen. Wadsworths Herz klopfte immer noch heftig gegen die Rippen, und Schweißtropfen rannen ihm über das Gesicht.

Er bemühte sich, ruhiger zu werden, drehte sich zur Seite und knipste das Licht an. Er hatte Angst vor dem Rest der Nacht. Er befürchtete, daß sich der quälende Traum fortsetzen würde, wenn er weiterschlief.

Nervös zündete er sich eine Zigarette an. Seine Hände zitterten.

Wadsworth war fünfundvierzig. Ein gutaussehender Mann, der auf seine Gesundheit achtete, regelmäßig Sport betrieb, weder zuviel aß noch zuviel trank. Einmal wöchentlich schaltete er einen Apfel-Joghurt-Tag ein, um zu entschlacken. Seine Liebe verteilte er gerecht auf seine Tochter Gena und auf seinen Beruf. Er war ein bekannter Antiquitätenhändler. Sein Spürsinn für wertvolle Dinge, die gut an den Mann zu bringen waren, hatte ihn reich gemacht.

Es war nun nicht mehr erforderlich, daß er ständig in London weilte. Die vier Geschäfte, die er da in vornehmen Bezirken besaß, wurden von zuverlässigen Kräften betreut. Er kümmerte sich nur noch um die prachtvollsten und wertvollsten Stücke und führte die Verhandlungen mit schwierigen Verkäufern, die den Wert der Gegenstände, von denen sie sich zu trennen beabsichtigten, oft viel zu hoch einschätzten.

Wadsworth war ein geschickter Taktiker. Im Handeln war er unschlagbar. Bisher hatte er noch jedes Ziel, das er sich steckte, erreicht.

Er besaß einen Bungalow in Wales, ein Apartment in Liverpool, eine Garconniere in Paris und ein Haus in Alton, nicht ganz hundert Kilometer von London entfernt.

Hier befand er sich mit seiner Tochter zur Zeit, um dem Frühling beim Erwachen zuzusehen.

Das alte Haus, das er unter seinem Wert hatte erwerben können, sollte eine mysteriöse Vergangenheit haben, hieß es, aber Wadsworth war nicht abergläubisch. Die Leute im Dorf reden viel. Je schauriger, desto lieber erzählen sie's weiter. Angeblich sollte der einstige Besitzer des Hauses eines Tages den Verstand verloren und seine Familie ausgerottet haben.

Draußen, unter der alten Eiche, sollte es geschehen sein. Ein furchtbares Gemetzel. Anschließend sollte der Mann sich selbst das Leben genommen haben. Seither trug die Eiche den Namen der Todesbaum.

All die Greuelgeschichten, die im Umlauf waren, hatten Earl Wadsworth nicht davon abgehalten, das schön gelegene Haus zu kaufen. Man hatte ihm in Alton davon abgeraten, doch er war über alle Warnungen mit einem Schulterzucken hinweggegangen.

War das vernünftig gewesen?

Wadsworth rauchte die Zigarette zu Ende.

Hatte der peinigende Traum mit diesen alten Spukgeschichten zu tun? Griff eine unbekannte Macht nach ihm? Wollte sie nun ihn verrückt machen? War dann seine Tochter in Gefahr?

Er schüttelte heftig den Kopf.

Unsinn! dachte er. Du versteigst dich da in etwas ... Wegen eines einzigen Alptraums. Du hast dich doch noch nie vor Gespenstern und unheimlichen Geschichten gefürchtet. Warum sollte sich an deiner Einstellung plötzlich etwas ändern?

Er verließ das Bett. Der Pyjama klebte an seiner Haut. Er zog ihn aus.

Bevor er in dieses Haus eingezogen war, hatte er es von Grund auf umbauen lassen, ohne am alten Kern oder an der angenehmen Atmosphäre des Gebäudes etwas zu verändern. Nun verfügte das Haus über die Annehmlichkeiten der Neuzeit – Bad, Klimaanlage, Elektronikherd —, ohne daß sie einem auf Schritt und Tritt ins Auge sprangen. Sie waren vorhanden, man konnte sich ihrer bedienen, aber sie waren niemals aufdringlich.

Wadsworth begab sich ins Bad und duschte sich den Schweiß vom Körper. Dann zog er seinen weinroten Frotteemantel an und begab sich in die Küche hinunter. Er nahm eine Dose Ingwerbier aus dem Kühlschrank, füllte sein Glas und löschte seinen Durst.

Wadsworth trat an die Tür, die von der Küche ins Freie führte. Er schob den rotweiß-karierten Vorhang zur Seite und schaute in die Nacht hinaus.

Breit und wuchtig ragte der Todesbaum auf. Er schien das Firmament mit seiner großen Krone zu stützen.

Zum erstenmal spürte Wadsworth, daß der Baum eine anziehende Kraft auf ihn ausübte. Zum erstenmal versuchte er sich die blutige Katastrophe vorzustellen, die unter diesem Baum vor vielen Jahren stattgefunden hatte. Wenn das stimmte, was sich die Leute erzählten, mußten sich unter dem Todesbaum grauenvolle Szenen abgespielt haben.

Der Vater mit der blutigen Axt. Die Frau. Die weinenden Kinder ... Schrecklich.

Wadsworth schüttelte sich. Es mußte nicht stimmen. Die Menschen bauschten solche Geschichten gern auf.

Er griff mechanisch nach dem Türknauf und drehte ihn. Eigentlich wollte er nicht aus dem Haus treten. Gedankenverloren tat er es dennoch.

Es war eine milde Nacht, Mitte April. Vor einer Woche hatte es danach ausgesehen, als würde der Winter noch einmal zurückkommen, doch nun strich eine laue Brise über das Land, und es war eigentlich ein bißchen zu warm für die Jahreszeit. Das störte Earl Wadsworth jedoch nicht. Er genoß es. Der Winter war ohnedies streng gewesen. Und lang. Kein Ende hatte er nehmen wollen.

Wadsworth haßte den Winter. Er war kein Schifahrer. Deshalb vermochte er der weißen Pracht nichts abzugewöhnen. Von wegen weiße Pracht. Wenn in London Schnee fiel, verwandelte er sich in den Straßen binnen kurzem in unansehnlichen, graubraunen Matsch, der, von Autoreifen gequetscht, in Richtung Fußgänger flog und ihre Kleidung verdarb. Weit und breit nichts von einer Pracht.

Ein geisterhaftes Wispern und Raunen wehte dem Antiquitätenhändler entgegen.

Es kam aus der Krone des Todesbaums. Wadsworth ging langsam darauf zu. Unwillkürlich fiel ihm sein Alptraum wieder ein. Warum ausgerechnet jetzt?

Unheimlich sah die alte Eiche aus.

Wadsworth fragte sich, ob er auch so empfunden hätte, wenn er die Schauergeschichte nicht gekannt hätte. Bisher war ein Baum für ihn einfach ein Baum gewesen. Natürlich sah die Eiche nachts anders aus als am Tage, aber unheimlich war sie ihm noch nie vorgekommen.

Wieso auf einmal jetzt? War der Nachhall des Alptraums an dieser Empfindung schuld?

Earl Wadsworth blieb stehen. Er hob den Kopf und blickte in die Schwärze der weit ausladenden Baumkrone.

Plötzlich stutzte er.

War da nicht ein trübes Licht in der Finsternis? Eine bleiche Fläche! Ein Gesicht!

Konturen wurden scharf, Züge prägten sich in dieses blasse Oval. Augen, Nase, Mund — umrahmt von brandrotem Haar.

Tatsächlich ein Gesicht.

Mindestens zehnmal so groß wie ein normales Antlitz. Grüne Augen starrten Earl Wadsworth grausam an. Er erschrak bis ins Knochenmark hinein, denn er begriff, daß er dieses Gesicht erst vor kurzem gesehen hatte. In seinem schrecklichen Alptraum!

*

Da war es wieder, und sofort flackerte in Wadsworths Brust die Angst wieder auf. Sein Mund trocknete aus. Er wich einen Schritt zurück, wollte ins Haus zurückkehren, doch der furchterregende Blick des unheimlichen Mädchens bannte ihn. Er mußte bleiben.

»Earl Wadsworth!« flüsterte sie.

Es rann ihm eiskalt über den Rücken.

»Earl Wadsworth!«

Wie ein Todeshauch wehte ihm ihre unheimliche Stimme entgegen. »Wer bist du?« fragte er heiser. »Was willst du von mir?«

»Wir sind uns vorhin schon mal begegnet. Ich trug den Blutornat und hielt den Seelendolch in meinen Händen.«

»J-ja ... In meinem Alptraum!«

Das hübsche und doch furchteinflößende Gesicht verzog sich zu einem kurzen bösen Lächeln. »Das war kein Traum, Earl Wadsworth!«

Er schluckte benommen. »Kein Traum? Was war es denn?«

Wieder dieses böse, tückische Lächeln. »Eine Vision. Was du gesehen hast, wird wirklich mit dir geschehen.«

»Wann ...?«

»Bald schon. Die Schatten werden dich holen. Wir werden uns wiedersehen, Earl Wadsworth. Die Schatten werden dich auf den Altar des Schreckens werfen, und ich werde dir mit dem Seelendolch ...«

»Neiiin!« schrie Wadsworth, preßte die Hände auf seine Ohren, wirbelte herum und rannte davon. Das gemeine Lachen der unheimlichen Erscheinung peitschte hinter ihm her. Er stürmte ins Haus, schloß die Tür, sperrte ab, hastete in die Halle und goß sich an der Bar einen vierfachen Scotch ein.

Plötzlich hatte er das Gefühl, beobachtet zu werden. Erschrocken fuhr er herum. Am Treppenende stand eine schlanke, weiße Gestalt ...

Es war Gena im knöchellangen weißen Nachthemd. Seine Tochter. Er trank hastig und versuchte die innere Verkrampfung loszuwerden. Wieder trommelte sein Herz aufgeregt gegen die Rippen. Was für eine Nacht. Unsicherheit breitete sich in Wadsworth aus. Bisher hatte er immer über den Dingen gestanden. Spukgeschichten tangierten ihn kaum, sie amüsierten ihn höchstens. Doch nun war er in eine mitten hinein geraten, und das machte ihn konfus, brachte in gehörig aus dem Gleichgewicht. Er hoffte, Gena sah ihm das nicht an. Er wollte nicht, daß sie sich auch ängstigte. Er beabsichtigte, über dieses Problem mit seinem kalten, analytischen Verstand nachzudenken, sobald es wieder Tag war. Die Sonne würde alles in ein anderes Licht rücken. Er würde herausfinden, was das alles zu bedeuten hatte, und er würde zu einer Entscheidung kommen.

»Kannst du nicht schlafen, Daddy?« fragte Gena.

Sie war eine bildhübsche Person, glich ihrer Mutter, die vor sieben Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war, aufs Haar. Brünette Locken fielen bis auf ihre wohlgerundeten Schultern. Sie war 24, und ihr Verhältnis zu ihrem Vater hätte nicht besser sein können.

Vor zwei Jahren hatte es einen Mann in ihrem Leben gegeben. Es hatte nach Heirat ausgesehen, aber dann hatte ihr dieser Mann sehr wehgetan, und seither wollte Gena von Männern nichts mehr wissen.

Wadsworth war davon überzeugt, daß sich das ändern würde. Aber er war so klug, seine Tochter diesbezüglich nicht zu drängen. Sie mußte von selbst darüber hinwegkommen. Nur dann konnte sie doch noch ihr Glück finden.

Ihr Nachthemd raschelte leise, als sie auf ihn zukam. »Kannst du nicht schlafen?« wiederholte sie.

Er lächelte. »Sieht so aus.«

»Ich habe dich im Bad gehört.«

»Das tut mir leid, ich wollte dich nicht wecken.«

»Es macht nichts. Warst du vorhin draußen?«

»Ja.«

»Bei der Eiche?«

»Ja.«

»Du hättest dich erkälten können.«

»Es ist mild draußen. Vielleicht ist da der Grund, weshalb ich nicht schlafen kann. Ich bin ein bißchen wetterfühlig, wie du weißt.«

Gena sah ihn prüfend an. »Ist es wirklich nur das, Daddy?«

»Aber ja.«

»Oder hast du Sorgen?«

Er schüttelte den Kopf und schaffte sogar ein beruhigendes Lächeln. »Es ist alles in Ordnung, mein Kleines.« Er küßte sie auf die Stirn. »Lieb von dir, daß du dich so um mich kümmerst.«

Stets hatte er allen Kummer von ihr fernzuhalten versucht. In den meisten Fällen war ihm das auch gelungen. Sie sollte nicht erfahren, was ihn zu Tode erschreckt hatte. Er würde ohne ihre Hilfe darüber hinwegkommen.

»Kann ich auch einen Drink haben, Daddy?« fragte sie.

»Selbstverständlich.« Er goß ihr Cherry-Brandy ein und reichte ihr das Glas. Während er seinen Scotch trank, beschäftigte er sich mit der Erscheinung im Todesbaum. Gab es dieses grausame Mädchen wirklich? Wer war sie?

Eine Halluzination! versuchte sich Earl Wadsworth einzureden. Deine Sinne haben dir einen Streich gespielt!

Aber er ahnte, daß das nicht der Fall war, und das machte ihm weiterhin Angst.

*

Ich holte meinen weißen Peugeot 504 TI aus der Werkstatt. »Jetzt ist Ihr Wagen wieder wie neu, Mr. Ballard«, sagte der Mechaniker, der sich meines fahrbaren Untersatzes angenommen hatte.

Ich gab ihm das Trinkgeld, das er erwartete. »Vielen Dank.« Er hatte nicht nur den Kofferraumdeckel wieder fachgerecht montiert, sondern das Fahrzeug gleich von vorn bis hinten durchgecheckt.

Mago, der Schwarzmagier, der Jäger der abtrünnigen Hexen, war zum zweiten Mal erschienen, und einer seiner Schergen hatte mit seiner Todespeitsche den Kofferraumdeckel von meinem Wagen heruntergeschlagen. Eine vernichtende schwarzmagische Kraft befand sich in dieser Höllenwaffe. Mit ein paar Schlägen hätte das Wesen aus der Unterwelt meinen ganzen Wagen in seine Bestandteile zerlegen können.

Und aus mir wäre ein wandelndes Skelett geworden, wenn die Peitsche mich getroffen hätte. Zum Glück war es dazu nicht gekommen.

Mago.

Seit einiger Zeit hatten wir mit einem Angriff gerechnet. Mr. Silver war nicht von Roxanes Seite gewichen, um zur Stelle zu sein, wenn der Schwarzmagier sich die abtrünnige Hexe aus dem Jenseits holen wollte.

Zunächst passierte nichts. Aber dann tauchte Oda, eine weiße Hexe, die dem Bösen ebenso abgeschworen hatte wie Roxane und mit dieser auch befreundet war, in der Ruine Death Stone auf, und ihr waren Magos Schergen auf den Fersen.

Das brachte den Stein ins Rollen.

Es passierte viel. Zuviel!

Mago schaffte es, Roxane und Oda auf den Scheiterhaufen zu stellen. Mr. Silver verlor durch die Höllenpeitsche eines Schergen seine übernatürlichen Fähigkeiten, und wir hatten große Mühe, die beiden Mädchen zu retten. Es gelang uns in allerletzter Minute. Wir töteten sämtliche Schergen, doch Mago schaffte es, sich in eine andere Dimension abzusetzen, ehe wir seiner habhaft werden konnten.

So würde er weiterhin wie ein Damoklesschwert über Roxane — und nun auch über Oda — hängen. Er konnte jederzeit wieder auftauchen, mit neuen Schergen. So lange, bis er sein Ziel erreichte — oder bis es uns gelang, ihn zu vernichten.

Ich setzte mich in meinen Wagen. »Auf Wiedersehen, Mr. Ballard«, sagte der Automechaniker.

»Wiedersehen«, gab ich zurück und zündete die Maschine. Das Werkstattor öffnete sich automatisch, ich ließ den Peugeot hinausrollen, fädelte mich in den Verkehr ein und fuhr nach Hause.

Während der Fahrt lutschte ich vier Lakritzbonbons. Ich erreichte Paddington, bog wenig später in die Chichester Road ein und ließ meinen Wagen vor dem Haus Nummer 22 ausrollen.

Fünf Personen beherbergte das Gebäude nun schon: Roxane und Mr. Silver, Vicky Bonney und mich — und neuerdings auch Oda, die weiße Hexe, der wir das Gästezimmer zur Verfügung gestellt hatten. Sollte sich das Ballard-Team weiter vergrößern, würde ich aufstocken müssen.

Ich betrat das Haus.

Im Living-room saßen Vicky, meine blonde, blauäugige Freundin, die als Schriftstellerin Karriere gemacht hatte, und Mr. Silver, der Ex-Dämon, ein Hüne mit Silberhaaren, silbernen Augenbrauen und perlmuttfarbenen Augen, aus denen er früher gefährliche Blitze rasen lassen konnte.

Damit war es vorbei. Mr. Silver war zu nichts mehr fähig. Er stand auf meiner Stufe und mußte froh sein, überhaupt noch zu leben. Ob er seine übernatürlichen Fähigkeiten für immer oder nur vorübergehend verloren hatte, wußten wir nicht. Jedenfalls litt der Ex-Dämon darunter, und es fiel ihm schwer, sich auf diese neue Situation einzustellen.

Ich gab Vicky einen zärtlichen Kuß.

»Einen Drink?« fragte sie.

»Warum nicht?« gab ich lächelnd zurück.

»Ist der Wagen wieder okay?« erkundigte sich Mr. Silver.

»Er fährt wie eine Rakete. Wenn du am Steuer sitzt aber nur bis zum nächsten Baum«, sagte ich schmunzelnd.

»Du hältst wohl nicht allzuviel von meinen Fahrkünsten«, brummte der Ex-Dämon.

»Gar nichts, wenn ich ehrlich sein soll. Du bist ein Getriebekiller.«

Der Hüne mit den Silberhaaren schüttelte den Kopf und seufzte: »Was ich mir von diesem Angeber alles sagen lassen muß ...«

Vicky brachte mir einen Pernod. »Wo sind Oda und Roxane?« erkundigte ich mich.

»Bummeln«, sagte Vicky Bonney.

Das Telefon läutete. »Ich geh' schon ran«, sagte ich. »Jetzt ist ja wieder der Chef im Haus.«

»Chef?« meldete sich der Ex-Dämon. »Das will ich nicht gehört haben. Wir sind Partner — und gleichberechtigt.«

»Du sieh erst mal zu, daß du wieder zu Kräften kommst, dann können wir darüber reden. Im Augenblick bist du für mich kein Partner, sondern ein Klotz am Bein.«

Der Ex-Dämon rollte die perlmuttfarbenen Augen. »Meine Güte, kann der den Mund vollnehmen.«

Ich nahm das Pernodglas in die linke Hand und fischte mit der rechten den Hörer von der Gabel. »Tony Ballard«, meldete ich mich.

»Guten Tag, kann ich bitte Vicky Bonney sprechen, Mr. Ballard?«

»Augenblick«, sagte ich zu dem Mädchen am anderen Ende der Leitung und hielt meiner Freundin den Hörer hin. »Für dich.«

Mr. Silver grinste breit. »Was denn, da drängst du dich vor, und dann ist der Anruf gar nicht für dich? Was soll ich denn davon halten?«

Vicky Bonney nahm den Hörer in Empfang. »Hallo.«

»Hallo, Vicky. Hier ist Gena. Gena Wadsworth!«

»Gena!« rief die Schriftstellerin erfreut aus. Sie war mit der Tochter des Antiquitätenhändlers gut befreundet. »Bist du schon wieder zurück? Ich dachte, ihr wolltet ein paar Wochen in Alton bleiben.«

»Wir sind noch in Alton.«

»Es ist bestimmt herrlich da.«

»Wunderschön. Aber manchmal ein wenig einsam. Deshalb wollte ich dich fragen, ob du nicht Lust hast, das Wochenende bei uns zu verbringen. Daddy würde sich darüber riesig freuen. Von mir ganz zu schweigen.«

»Ein Wochenende bei euch würde mir gefallen.«

Gena jubelte. »Du sagst also zu?«

»Darf ich eventuell jemand mitbringen?«

»Tony Ballard?«

»Vielleicht.«

»Auch er wäre uns herzlich willkommen«, sagte Gena Wadsworth. »Dann hätte Daddy einen Gesprächspartner, und wir beide hätten viel, viel Zeit für uns.«

»Mal sehen, ob ich Tony überreden kann.«

»Wenn nicht, kommst du auf jeden Fall allein, okay?«

»Abgemacht«, sagte Vicky und legte auf. Gena rief am anderen Ende noch, sie würde sich ungemein freuen, dann war die Verbindung getrennt.

Ich nippte an meinem Drink. »Wozu überreden?« fragte ich.

»Gena Wadsworth hat mich übers Wochenende nach Alton eingeladen«, sagte Vicky. »Kommst du mit?«

Ich schüttelte den Kopf. »Keine Lust.«

»Du würdest mir eine große Freude machen, Tony.«

»Hör mal, wenn du mit Gena zusammen bist, merkst du überhaupt nicht, daß ich nicht da bin. Gena wird wie immer mit Haut und Haaren von dir Besitz ergreifen.«

»Bleibt für dich Earl Wadsworth«, sagte Vicky.

»Ich habe nichts gegen den Antiquitätenhändler. Wirklich nicht. Er ist sicher ein Pfundskerl. Aber wir haben nicht dieselbe Wellenlänge, wie du weißt. Ich würde mich in seiner Gesellschaft langweilen. Da bleibe ich lieber hier bei Oda, Roxane und Silver.«

Vicky gab es seufzend auf. Sie wußte, daß sie mich nicht überreden konnte. »Na schön«, sagte sie. »Wie du willst.«

»Böse?« fragte ich und nahm sie in die Arme.

»Nein. Ich verstehe dich schon.«

Dafür bekam sie von mir einen dicken Kuß.

Wenn ich geahnt hätte, welche Ereignisse in Alton ihren Lauf genommen hatten, hätte ich Vicky Bonney niemals allein dorthin fahren lassen, aber woher hätte ich es wissen sollen?

*

Susan Kent war ein gut gebautes Mädchen. Sie war ein bißchen unglücklich über ihre riesige Oberweite, aber damit mußte sie genauso leben wie flachbrüstige Frauen, sie sich grämten, weil sie keinen Busen hatten. Sie ärgerte sich über die unverschämten Blicke der Männer, wenn sie auf der Straße ging. Daran konnte sie sich einfach nicht gewöhnen. Die meisten Kerle zogen sie mit den Augen aus. Eine Moral war das.

Susan wußte, daß sie den Job bei Seymour Luckett, dem Makler, nie bekommen hätte, wenn ihn ihre Oberweite nicht so sehr beeindruckt hätte. Seit zwei Wochen arbeitete sie für den Lustmolch. Jedesmal wenn er sie ansah, schien ihm das Wasser im Mund zusammenzulaufen, und es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis er seinen ersten Annäherungsversuch wagte.

Susan fürchtete sich vor diesem Moment. Drei Stellungen hatte sie deswegen schon verloren. Diese hätte sie gern behalten. Sie kleidete sich so dezent wie möglich, um nur ja keine Gelüste in Luckett zu wecken, aber was nützte die dezenteste Kleidung, wenn sie vor seinen Augen nackt dastand. Er hatte genug Phantasie, um sie sich ganz ohne vorzustellen. Allein dieser Gedanke brachte ihn stets zum Schwitzen. Es war schon ein Jammer mit den Männern.

Susan entnahm der Schreibtischlade einen kleinen Handspiegel und betrachtete sich darin. Sie sah nicht übel aus. Stupsnäschen, sinnlicher Mund, herzförmiges Gesicht, dunkles Haar mit kecken Naturwellen. Sie zog mit dem Stift die Lippen nach.

»Miß Kent!« schnarrte die Stimme ihres Chefs aus der Gegensprechanlage.

»Ja, Mr. Luckett.«

»Würden Sie bitte mal kommen?«

»Sofort, Mr. Luckett.« Sie erhob sich, zupfte ihr hochgeschlossenes Kleid zurecht und begab sich in Lucketts Büro.

Seymour Luckett stand hinter seinem Schreibtisch am Fenster und blickte nach draußen. Elegant gekleidet. Nadelstreifenanzug mit dazu passender Weste, die jedoch den Bauch des Maklers nicht zum Verschwinden brachte. Er rückte seine randlose Brille zurecht, drehte sich langsam um. Sie spürte seinen Blick sofort wieder auf ihrer Haut. Ein unangenehmes Gefühl, das sie zu überspielen versuchte, indem sie fragte: »Sie wünschen, Mr. Luckett?«

Er schob ihr einen Schreibblock und einen Bleistift zu. »Setzen Sie sich. Ich möchte Ihnen einige Briefe diktieren.«

Er sichtete seine Unterlagen und begann dann mit dem Diktat. Zuerst ging er hinter seinem Schreibtisch auf und ab. Dann kam er hervor und marschierte da hin und her. Schließlich blieb er hinter Susan Kent stehen. Er war inzwischen beim vierten Brief angelangt. Jetzt diktierte er schon schleppend. Er konnte sich nicht mehr konzentrieren. Er roch den betörenden Duft, der ihm aus ihrem Haar entgegenwehte, und Schweißperlen traten auf seine hohe Stirn. Sein Atem ging schneller. Er brach das Diktat ab. »Sie haben eine so hübsche Figur. Warum verstecken Sie sich in so einfachen Kleidern, Susan?«

»Ich bin hier, um zu arbeiten, Mr. Luckett, nicht, um meine Reize spielen zu lassen. Dafür werde ich nicht bezahlt.«

Er lachte heiser. »Oh, vielleicht kriegen Sie Ihr Geld auch dafür. Ein Kleid mit einem dezenten Dekollete würde Ihnen bestimmt besser stehen. Besitzen Sie so etwas?«

»Natürlich, Mr. Luckett.«

»Warum ziehen Sie es nicht an?«

»Ich trage es in meiner Freizeit.«

»Und weswegen nicht im Büro?«

Sie lächelte verlegen. »Damit Sie nicht auf dumme Gedanken kommen, Mr. Luckett.«

»Sie dürfen mich Seymour nennen.«

»Wenn Sie erlauben, bleibe ich lieber bei Mr. Luckett.«

»Warum? Haben Sie etwas gegen mich?«

»Aber nein.«

»Bin ich Ihnen unsympathisch?«

»Durchaus nicht, Mr. Luckett.«

»Haben Sie Angst vor mir?«

»Vielleicht.«

»Dummchen, Sie brauchen sich vor mir doch nicht zu fürchten.« Er legte seine Hände auf ihre Schultern, sie waren feucht. Susan zuckte leicht unter dieser Berührung zusammen. Sie merkte, wie der Mann zitterte. Er schien seine Erregung kaum noch unterdrücken zu können.

Geht das schon wieder los! dachte Susan Kent ärgerlich.

»Ich bin ein ganz und gar harmloser Mensch«, behauptete Seymour Luckett mit belegter Stimme.

»Möchten Sie nicht weiter diktieren, Mr. Luckett?«

»Später. Sie sind so schön, Susan. Hat Ihnen das schon mal jemand gesagt? Vermutlich hören Sie es jeden Tag. Sie haben bestimmt viele Verehrer. Sie verstehen es, die Männer mit Ihrer unterkühlten Art verrückt zu machen, Susan. Mich mit eingeschlossen. Ich bin auch nur ein Mann.« Er keuchte schwer. »Und ich bin verrückt nach Ihnen!«

Sie wollte sich erheben. Er faßte unter ihren Armen durch und legte seine feuchten Hände auf ihre Brüste. Damit war das Maß voll. Susan schnellte hoch, wirbelte herum, rief: »Da, Sie Schwein!« - und gab ihm eine schallende Ohrfeige.

Schreibblock und Bleistift fielen auf den Boden. Susan scherte sich nicht darum. Sie hatte soeben ihren Job wieder verloren, stürmte aus dem Raum, packte ihre Handtasche und verließ das Maklerbüro.

Seymour Luckett begab sich in den Waschraum. Seine Wange war feuerrot und brannte auch. »Wildes Biest«, sagte er und behandelte die Wange mit kaltem Wasser. Er war wütend, aber die Wut verrauchte bald, und er beschloß, dem Mädchen wegen der Ohrfeige nicht zu kündigen, wie er es ursprünglich vorgehabt hatte. Er hatte die Backpfeife ja schließlich herausgefordert - und auch verdient, wie er sich selbst ehrlich eingestehen mußte.

Susan Kent war eine gute Kraft. Wenn sie bleiben wollte, würde er sie behalten.

Vielleicht war er ihr zu früh ans Eingemachte gegangen. Er würde sich mit dem zweiten Versuch Zeit lassen und einen günstigeren Moment abwarten. Vielleicht ergab sich mal die Gelegenheit, ein Gläschen mit Susan zu trinken. Oder zwei. Oder drei ... Kam ganz darauf an, wie viele sie vertrug.

Seymour Luckett trocknete sein Gesicht ab, setzte die randlose Brille auf und kehrte in sein Büro zurück.

Er erschrak.

Denn im Raum standen zwei Männer, die wenig vertrauenerweckend aussahen.

*

»Mr. Luckett?« fragte der eine. Ein kräftiger Brocken mit bösen Augen. Seine Stirn war gewölbt, als wollten Hörner sie von innen her durchbohren.

Seymour Luckett nickte. »Ja, der bin ich. Was kann ich für Sie tun?«

»Mein Name ist Portius Tannc. Und das ist Vernon Scurrah.« Tannc wies dabei auf den Mann, der neben ihm stand. Ein muskulöser Bursche mit grausamen Lippen.

Der Makler hatte das Gefühl, von den Besuchern, die ihm irgendwie unheimlich waren, würde eine unerklärbare Kälte ausgehen.

Luckett wies auf die beiden Besucherstühle und bat die Männer, Platz zu nehmen. Er hob den Notizblock und den Bleistift auf und hatte dabei den Eindruck, Tannc würde gierig auf seine Halsschlagader starren.

Um Gottes willen, was sind das für Gesellen! dachte Seymour Luckett und zog sich rasch hinter seinen großformatigen Schreibtisch zurück. Dahinter fühlte er sich ein bißchen wohler. Der Schreibtisch stellte eine Barriere dar, die Tannc und Scurrah hoffentlich nicht zu überwinden versuchten.

»Wir möchten etwas kaufen«, sagte Portius Tannc.

»Ein Grundstück? Ein Haus? Ich bin in der Lage, Ihnen einige erstklassige Objekte zu offerieren«, sagte der Makler.

»Wir interessieren uns für die alte Mühle«, sagte Scurrah mit einer seltsam schnarrenden Stimme.

Die paßt zu euch! dachte Luckett.

Die Mühle des Unheils wurde sie von den Leuten in Alton genannt. Noch keinem Besitzer hatte sie Glück gebracht. Alle hatten ein vorzeitiges Ende gefunden. Durch Krankheit oder Unfall. Die Menschen mieden die Mühle, und es wäre niemandem in Alton in den Sinn gekommen, sie zu kaufen. Luckett hatte sich damit abgefunden, daß er auf der Mühle sitzenbleiben würde.

Nun lächelte er erfreut. Daß mit diesem Objekt doch noch ein Geschäft zustande kommen würde, begeisterte ihn. »Ein schönes altes Bauwerk. Noch gut in Schuß«, pries er seine Ware an. »Ein Zeuge der Vergangenheit. Man kann sogar noch darin wohnen.« Ich würde mich davor hüten, dachte der Makler. Wenn ihr es aber tun wollt, ist das eure Sache. »Und äußerst preiswert.«

»Wir nehmen die Mühle«, entschied Portius Tannc.

»Soll ich sie Ihnen nicht vorher zeigen?«

»Wir haben sie uns bereits angesehen. Sie ist genau das, was wir seit langem suchen.«

»Möchten Sie den Preis nicht erfahren?«

Tannc grinste kalt. »Wenn Sie sagen, daß die Mühle preiswert ist, genügt uns das.«

Seymour Luckett rieb sich die Hände, als würde er sie waschen. »Es geht mich zwar nichts an, aber ich würde doch gern wissen, was Sie mit der Mühle im Sinn haben, Gentlemen.«

»Wir werden sie umbauen und sie bewohnen«, sagte Vernon Scurrah. »Mr. Tannc und ich sind Künstler. Maler. Wir werden in der Mühle Happenings veranstalten, sie wird zu einem Kulturzentrum avancieren, zu dem die Menschen von weither kommen werden.«

»Ein Kulturzentrum in Alton«, sagte Luckett und nickte zustimmend. »Nicht schlecht. Das ist wirklich nicht schlecht. Das können wir hier alle nur begrüßen. Auf kulturellem Gebiet wurde bei uns bisher leider viel zuwenig getan.«

Scurrah bleckte kräftige Zähne. »Das wird sich ändern.«

Nun wollte Portius Tannc den Preis hören. Luckett holte die Karteikarte. Viermal war er schon mit dem Preis heruntergegangen, ohne die Mühle des Unheils anzubringen. Er startete einen Versuchsballon und nannte den ersten, den höchsten Preis, und zu seiner großen Freude akzeptierte Tannc sofort. Die beiden Maler schienen in Geld zu schwimmen.

Sie hatten das Geld sogar bei sich.

Tannc legte die Bündel auf Lucketts Schreibtisch und verlangte eine Quittung. Der Makler stellte sie ihm mit zitternder Hand aus.

Ein paar Unterschriften. Dann sagte Luckett: »So, nun sind Sie stolze Besitzer einer prachtvollen Mühle. Mögen Sie viel Freude damit haben.«

»Sonst noch was?« fragte Portius Tannc.

»Den Rest erledigt der Anwalt, mit dem ich zusammenarbeite«, sagte Seymour Luckett. »Reine Formalitäten. Ich bringe Ihnen die Papiere, sobald sie sich in meinen Händen befinden.«

Tannc und Scurrah waren damit einverstanden. Sie erhoben sich, und Luckett war froh, daß sie gingen. Sie reichten ihm zum Abschied die Hand. Kräftige Hände waren es. Aber kalt. So kalt wie die eines Toten!

Die Männer waren dem Makler schrecklich unheimlich. Nervös begleitete er sie hinaus, und er hatte eigentlich nicht den Wunsch, sie wiederzusehen.

Die Mühle des Unheils war verkauft.

Und die neuen Besitzer paßten so gut zu ihr wie niemand sonst.

*

»Brauchst du deinen Wagen, Tony?« fragte mich Vicky Bonney anderntags.

»Nein, du kannst ihn haben«, antwortete ich und warf ihr die Peugeotschlüssel zu. Klirrend flogen sie durch die Luft, und Vicky fing sie gekonnt auf.

»Hast du's dir inzwischen anders überlegt?«

Ich schüttelte den Kopf. »Es bleibt bei meinem Entschluß. Ich werde das Wochenende in London verbringen.«

Details

Seiten
120
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783738902969
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016 (April)
Schlagworte
tony ballard mühle unheils

Autor

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Titel: Tony Ballard #78: Die Mühle des Unheils