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Der Platin-Coup: N.Y.D. – New York Detectives

2021 108 Seiten

Zusammenfassung

Der Privatdetektiv Bount Reiniger freut sich auf einen wohlverdienten Urlaub, doch jemand scheint etwas dagegen zu haben. Reiniger ahnt, dass ihn die hübsche Heather verführen soll. Als ihr das nicht gelingt, sorgen drei kräftige Kerle dafür, dass er seinen Urlaub nicht antreten kann. Doch wer steckt dahinter? Und warum? Dann erfährt der Detektiv, dass das Schiff, mit dem er reisen wollte, auf hoher See untergegangen ist …

Leseprobe

Table of Contents

Der Platin-Coup: N.Y.D. – New York Detectives

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Der Platin-Coup: N.Y.D. – New York Detectives

Krimi von Cedric Balmore

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 108 Taschenbuchseiten.

 

Der Privatdetektiv Bount Reiniger freut sich auf einen wohlverdienten Urlaub, doch jemand scheint etwas dagegen zu haben. Reiniger ahnt, dass ihn die hübsche Heather verführen soll. Als ihr das nicht gelingt, sorgen drei kräftige Kerle dafür, dass er seinen Urlaub nicht antreten kann. Doch wer steckt dahinter? Und warum? Dann erfährt der Detektiv, dass das Schiff, mit dem er reisen wollte, auf hoher See untergegangen ist …

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© COVER STEVE MAYER

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Die Hauptpersonen des Romans:

Angela Gregg — Sie spielt in ihrer Ehe die erste Geige und schießt dabei oft übers Ziel hinaus.

Wilbur Gregg — Er beweist seine Tüchtigkeit am falschen Objekt.

Heather Forrest — Sie weiß zu viel, und man zieht sie aus dem Verkehr.

Bruno Krovac — Er wählt den falschen Weg, um reich zu werden.

June March – ist Bounts Assistentin und hilft ihm bei seinen Fällen.

Bount Reiniger – ist Privatdetektiv.

 

 

1

„Geben Sie mir Feuer?“, bat das Mädchen.

Bount befolgte die Aufforderung. Die graugrünen Augen des Mädchens hielten seinen Blick fest.

„Danke“, sagte sie.

Die Bar war gut besucht. Einige der männlichen Gäste starrten auf das Mädchen, das sich neben Bount am Tresen niedergelassen hatte. Sie hatte das gewisse Etwas. Aschblondes, bis zu den Schultern reichendes Haar, ein schmales Gesicht mit markanten Backenknochen, schwellende Lacklippen und ein sphinxhaftes Lächeln. Sie trug einen Trenchcoat, ein dünnes Popmodell, das bewusst um zwei Nummern zu groß gewählt worden war. Jetzt stand es offen und zeigte, was darunter war. Bount hatte keinen Anlass, die offene Bewunderung aus seinem Blick zu bannen. Das Mädchen war rundherum super. Er hatte keine Ahnung, wie sie hieß, deshalb nannte er sie in Gedanken Marlene. Sie erinnerte ihn an die Dietrich. Tatsächlich hatte sie etwas von ihr, insbesondere im Gesicht, aber auch die überlangen Beine konnten sich sehen lassen.

Bount hob die Hand. Der Keeper, ein Hawaiianer, war sofort zur Stelle. Bount orderte seinen zweiten Whisky. Er fühlte sich blendend, was keineswegs nur an der Blonden lag. Er war nach San Diego gekommen, um hier seinen Urlaub zu beginnen. Am kommenden Morgen erwartete man ihn an Bord der 'Cynthia Chase', einem Frachter, der nach Europa auslief und dessen sieben Passagierkabinen für Leute gedacht waren, die einmal richtig ausspannen und dabei auf den üblichen Kreuzfahrtrummel verzichten wollten.

„Gin“, sagte das Mädchen. „Pure.“

Sie war nicht älter als 22 und so ungewöhnlich wie ihre Trinkgewohnheiten. Girls, die den Gin unverdünnt tranken, waren Ausnahmeerscheinungen.

„Sind Sie in San Diego zu Hause?“, fragte Bount.

„Das fehlte mir gerade noch“, meinte sie bitter und schaute sich in dem Lokal um.

Über dem Flaschenregal hing ein Fernsehgerät. Es übertrug ein Baseballspiel. Der Ton war abgeschaltet. Niemand interessierte sich für das Geschehen auf dem Bildschirm. Vor ihm hingen dicke Rauchschleier. Die Gäste waren bunt zusammengewürfelt.

Der Keeper brachte die Getränke. Das Mädchen beschnupperte den Gin und zog ein Gesicht, als enthielte das Glas Gift, dann kippte sie den Inhalt hinab.

„Sie haben einen guten Zug“, lobte Bount.

„Den hätten Sie auch, wenn Sie in meiner Lage wären“, meinte das Mädchen bitter.

„Ärger?“

„Der Laden gefällt mir nicht“, sagte sie. „Gehen wir?“

„Hm“, machte Bount. „Wohin?“

„Zu mir. Ich wohne im Hotel.“

Bount nahm einen Schluck aus seinem Glas. Am Vorabend seines Urlaubs hatte er im Prinzip nichts gegen ein kleines Abenteuer, aber da war ein Punkt, der ihm missfiel, und er sagte deshalb: „Sie sind mir gefolgt. Ich muss wissen, warum. Ich habe keine Einwände gegen einen handfesten, kleinen Flirt, aber erwarten Sie von mir bitte nicht, dass ich das Geschehen mit einer Handvoll Banknoten honoriere.“

„Sehe ich aus wie jemand, der sich dafür bezahlen lässt?“, fragte das Mädchen mit blitzenden Augen. Bount zuckte mit den Schultern. Er fand, dass das Mädchen besonders jetzt sehr reizvoll aussah, aber erstens hatte sie ihm noch nicht geantwortet, weshalb sie hinter ihm her war, und zweitens hatte er den Eindruck, dass ihr Zorn gespielt war.

„Also - warum sind Sie so scharf darauf, mich kennenzulernen?“, fragte er.

Das Mädchen seufzte und starrte auf den Bildschirm.

„Denken Sie mal nach, falls Ihnen das nicht zu schwerfällt. Ich will einen anderen vergessen. Das ist’s. Sie sehen aus wie einer, der mir dabei helfen könnte.“

„Okay“, sagte Bount und legte ein paar Scheine auf den Tresen. „Gehen wir.“ Als sie die Straße betraten, nieselte es sanft. Das Mädchen stellte den Kragen ihres Trenchcoats hoch. „Wir müssen ein Taxi nehmen“, sagte sie. „Das Hotel ist in der Stadt.“

„Ich weiß nicht mal, wie Sie heißen“, meinte Bount. als sie im Fond eines Yellow Cabs saßen. „Mein Name ist Bount. Bount Reiniger.“

„Ich bin Heather Challmers.“

„Verheiratet?“

„Ja,“

„Ich glaube, ich steige lieber wieder aus.“

„Zerbrich dir nicht den Kopf über meinen Alten“, riet das Mädchen. „Er ist mit der Yacht unterwegs. Nicht allein, versteht sich. Wahrscheinlich tanzt er irgendwo mit seiner sogenannten Sekretärin Hula Hula.“

„Wollen Sie sich scheiden lassen?“

„Du kannst mich ruhig duzen. Nein, Scheidung kommt nicht in Frage. Er hat die Brötchen, weißt du.“

„Wenn du es richtig anstellst, muss er dich abfinden“, meinte Bount.

„Er ist cleverer als ich. Ich würde dabei das Nachsehen haben. Nein, ich muss zu halten versuchen, was ich besitze“, erklärte Heather. Sie beugte sich nach vorn. „Zum Marvelin“, teilte sie dem Taxifahrer mit.

Das Hotel, vor dem sie zehn Minuten später stoppten, gehörte zur Luxuskategorie. Der Portier geleitete sie mit aufgespanntem Regenschirm zum Eingang. Der Kristalllüster war groß genug, um einen Palast zu füllen.

Bount und seine Begleiterin schritten geradewegs zum Lift. Niemand kümmerte sich um sie, denn mitten in der Halle befand sich eine vor Stimmung überschäumende Hochzeitsgesellschaft. Ein Fotograf war unentwegt damit beschäftigt, das Geschehen im Bilde festzuhalten. Bount und Heather fuhren in die zweite Etage. Das Mädchen, das eine Frau war, hatte die Suite 21.

Die Zimmerflucht bestand aus drei Räumen und einem Bad. Auf dem Sideboard im Wohnzimmer standen ein paar Flaschen und Gläser. Heather schlüpfte aus dem Trenchcoat, warf ihn über einen Sessel und sagte: „Ich will vergessen. Du musst mir dabei helfen.“ Sie entkorkte eine Flasche, füllte zwei Gläser randvoll mit einer honigfarbenen Flüssigkeit und meinte: „Hier, das wird uns in Schwung bringen.“

Bount lächelte.

„Ich brauche das Zeug nicht“, erklärte er.

Heather sah erstaunt aus.

„He, wie soll ich das verstehen? Du bist in der Pinte doch auch nicht als Abstinenzler aufgetreten.“

Er lächelte immer noch. „Warum packst du nicht endlich aus?“

„He, was meinst du damit?“, murmelte sie verblüfft.

„Du bist mir gefolgt. Von meinem Hotel bis in die Bar. Meine Bleibe liegt am anderen Ende der Stadt. Also lässt sich ein Zufall ausschließen. Wer hat dich auf mich angesetzt ... und warum?“, fragte Bount.

„Du spinnst. Sehe ich aus wie ein Lockvögelchen?“

„Genau so“, grinste Bount.

Heather lachte schrill.

„Du machst Witze.“

Bount lehnte sich zurück. Heathers Figur war wirklich fantastisch, insbesondere die Oberweite, die sich prall unter einem dünnen, anschmiegsamen Kaschmirpullover spannte. Vielleicht war es dumm, die Gunst der Stunde nicht zu nutzen, aber mit den Erfahrungen, die Bount mit der Zeit gemacht hatte, war es nun mal schwer, an das Wirken einer gütigen Fortuna zu glauben.

„Ich warte“, sagte er.

Heather setzte sich. Sie starrte ihm ins Gesicht.

„Okay, ich habe nichts zu verbergen. Ich bin losgezogen, um einen Mann zu finden, stimmt. Als ich dich sah, flog ich buchstäblich auf dich. Du bist mein Typ. Hochgewachsen, breite Schultern, einen Haufen Muskeln, ein gestandener Mann. Der oder keiner, sagte ich mir. Ich bin dir gefolgt, stimmt, ich habe dich angequatscht. Na und? Nirgendwo steht geschrieben, dass es verboten ist, jemand seine Sympathien zu zeigen. Wir leben nicht mehr im viktorianischen Zeitalter. Wenn ich dir nicht gefalle, steht deinem Abgang nichts im Wege. Zufrieden?“

Bount entspannte sich. Heather hatte lebhaft, engagiert und durchaus überzeugend gesprochen. „Also gut“, sagte er und griff nach einem der beiden Gläser. „Auf ein paar harmonische Stunden!“

„Auf eine lange Nacht“, erwiderte Heather und hob ihm ihren Tumbler entgegen.

Bount sah, wie sie ihn an die Lippen setzte, aber er wartete vergeblich auf die Schluckbewegung des Kehlkopfes.

„Was ist?“, fragte sie und stellte das Glas ab.

„Du trinkst nicht.“

„Du auch nicht.“

Er probierte den Whisky behutsam mit geschlossenen Augen.

„Was ist das für'n Zeug?“, fragte er und hob die Lider. „Schmeckt ausgesprochen komisch.“

„Es ist das Beste, was sie im Hause haben.“

Bount setzte das Glas ab und stand auf. Er fing an, sich im Zimmer gründlich umzusehen. Heather folgte ihm mit den Blicken.

„Was bist du bloß für'n Typ?“, fragte sie leicht gereizt. Bount öffnete einen Schrank und blickte hinein.

„Das ist so ’ne Angewohnheit von mir“, sagte er. „Es ist keineswegs auszuschließen, dass sie auch dir zugute kommt.“

„Warum?“

„Bis könnte immerhin sein, dass dein Alter dich aufs Kreuz zu legen versucht. Er wartet möglicherweise bloß darauf, dich mit irgendjemand in flagranti zu ertappen. Ich habe keine Lust, auf diese Weise in die Schlagzeilen zu geraten. Ich will Urlaub machen, aber keinen Putz.“

„Du brauchst vor ihm keine Angst zu haben. Er ist gut zwanzig Jahre älter als du.“

Bount stoppte an einem Blumentopf, in dem eine Zimmerpalme stand. Die Oberseite des Topfes war mit Kunstkies abgedeckt. Bount griff hinein und zog einen münzgroßen, kreisrunden Gegenstand daraus hervor. Er hielt ihn hoch.

„Sieh mal an, was wir hier haben“, sagte er.

„Was ist das?“

„Eine Wanze.“

Heathers lang bewimperte Augen wurden groß und rund.

„Nein!“, hauchte sie.

Bount warf die Mini-Kombination aus Mikrofon, Verstärker und Sender in die Luft und fing sie wieder auf.

„Ein Top-Fabrikat“, stellte er fest. „Enorm leistungsfähig.“

„Willst du damit sagen ...“, begann das Mädchen..

Er warf ihr die Wanze zu. Heather fing sie auf.

„Sie konnten verfolgen, was hier zwischen uns gesprochen wurde“, sagte Bount. „Wort für Wort.“

„Dieser Mistkerl!“, presste Heather durch die Zähne.

„Angst?“

„Noch ist nichts passiert“, sagte Heather, warf die Wanze auf den Boden und zerstampfte sie wütend mit ihren hochhackigen Absätzen. „Lass uns das Hotel wechseln!“

„Danke, die Mission ist nicht nach meinem Geschmack“, lehnte Bount die Aufforderung ab.

„Du bist ein Feigling.“

„Sagen wir es so - ich bin ein Mann, der keine Lust hat, sich den Urlaub vermasseln zu lassen“, erklärte Bount.

„Bitte küss mich!“, hauchte Heather. Sie ging auf ihn zu, schlang ihre Arme um seinen Hals und presste ihren kurvenreichen, biegsamen Körper mit forderndem Druck gegen Bount. Der lächelte matt und merkte, dass sein Atem anfing, sich zu beschleunigen.

Sie küssten sich.

Bount machte sich behutsam frei. Sehr leicht fiel ihm das nicht.

„Hat mich gefreut, dich kennenzulernen“, sagte er.

Heather starrte ihm fassungslos in die Augen, dann drohte sie zu explodieren. Sie ballte die Fäuste, sie trommelte damit gegen seine breite Brust.

„Du Mistkerl“, keuchte sie. „Du hast kein Recht, mich so zu behandeln!“

„Reg’ dich ab“, bat Bount unbeeindruckt, „ich reagiere nun mal sauer, wenn man mich für dumm verkaufen will.“

„Was soll das heißen?“

„Du bist auf mich angesetzt worden. Ich weiß wirklich nicht warum. Ich bearbeite zur Zeit keinen Fall und will nichts anderes als Urlaub machen.“

„Du siehst Gespenster!“

Bount lächelte, holte eines der gefüllten Gläser vom Tisch, hielt es Heather entgegen und sagte: „Trink!“

„Ich will nicht.“

„Das überrascht mich nicht. Ich wette, der Whisky enthält 3% Alkohol und 7% eines Schlaf- oder Betäubungsmittels.“

Heather schlug ihm das Glas aus der Hand.

„Ich hasse dich!“, fauchte sie.

Bount zuckte mit den Schultern, machte auf den Absätzen kehrt und verließ die Suite. Heather versuchte nicht ihn aufzuhalten. Bount fuhr mit dem Lift ins Erdgeschoss. Die Hochzeitsgesellschaft befand sich immer noch in der Halle, nur das Brautpaar fehlte. Die Stimmung war gut, aber weniger ausgelassen als vorher.

Ein Taxi brachte Bount zu seinem Hotel zurück.

Als er sein Zimmer betrat, brannte darin Licht. Auf dem Bett saß ein Mann, der sich langsam erhob und dabei einen großkalibrigen Revolver auf Bount richtete.

„Ich habe Sie mit großer Ungeduld erwartet“, höhnte der Mann. „Würden Sie bitte die Liebenswürdigkeit besitzen, Ihre Hände zu heben und Ihre Visage der Wand zuzukehren?“ Der Gangster war das, was Bount einen George-Raft-Verschnitt zu nennen pflegte, die Kopie eines klassischen Filmgangsters der dreißiger und vierziger Jahre. Der Mann gefiel sich darin, sein schmutziges Handwerk mit passablen Manieren auszustatten.

Bount gehorchte schweigend.

Der Gangster trat von hinten an ihn heran. Die Art, wie er Bount von Kopf bis Fuß abklopfte und nach Waffen durchsuchte, war profihaft. Während der ganzen Prozedur presste er die Waffenmündung in Bounts Rücken.

„Nanu, keine Kanone?“, wunderte er sich.

Bount wandte sich um und ließ die Arme sinken, unaufgefordert.

„Es genügt doch wohl, wenn du eine hast“, sagte er gelassen.

Der Gangster grinste. Er war schätzungsweise 35, kaum mittelgroß und sehr schlank. Sein taillierter Nadelstreifenanzug war mit einem Ziertüchlein bestückt und die rote Krawatte hatte ein Muster, das so laut war wie eine voll aufgedrehte Stereoanlage. Der Gangster hatte dunkles Haar, dunkle Augen und ein Schnurrbärtchen, das wie gewichst aussah.

„Sind wir allein?“, fragte Bount, da der Gangster nicht antwortete.

„Aber ja“, höhnte der Gangster. „Es ist ein ganz intimes Zusammentreffen.“

„Welchem Zweck dient es?“

Der Gangster grinste schief, mit schmallippigem Mund.

„Ich lege dich ein bisschen auf Eis. Wie findest du das?“

„Nicht so lustig, wie es sich anhört“, erwiderte Bount. „Ich möchte mir nämlich meinen wohlverdienten Urlaub nicht auf diese Tour vermasseln lassen.“

„Den kannst du erst mal streichen.“

„Was hat das alles zu bedeuten?“

„Ich sage dir doch, worum es geht. Ich lege dich auf Eis“, erklärte der Gangster.

„Verwechslung ausgeschlossen?“

„So ist es.“

„Wie lange soll der Zauber dauern?“

„Das liegt an dir. Wenn du nicht spurst, wird daraus eine Ewigkeit, aber wenn du ...“

Weiter kam er nicht. Die Tatsache, dass sein Gegner unbewaffnet war, machte ihn leichtsinnig. Er fühlte sich dank seines Revolvers so überlegen, dass er keinen Grund zu besonderer Vorsicht sah.

Bounts urplötzlich und praktisch ansatzlos hochfliegender Arm belehrte den Gangster, wie trügerisch die Sicherheit war, in die er sich gewiegt hatte.

Bounts geschulte Handkante traf. Sie fegte dem Gangster den Revolver aus der Hand, noch ehe der am Abzug liegende Finger mit einem Reflex zu antworten vermochte. Die Waffe knallte gegen die Fußbodenleiste und blieb liegen.

Der Gangster stand wie erstarrt, aber nur für den Bruchteil einer Sekunde. Dann kam Bewegung in ihn. Er hechtete nach der Waffe. Bounts vorschnellender Fuß brachte ihn aus der angepeilten Richtung. Der Gangster knallte hart zu Boden, war aber sofort wieder auf den Beinen. Er lief geradewegs in Bounts Rechte.

Der Gangster ging auf Distanz, dann konterte er wütend und mit einigem Schneid. Er hatte keine Wahl und versuchte Bounts größere Reichweite und Kraft mit schmutzigen, kleinen Tricks zu unterlaufen, vor allem mit gezielten Tiefschlägen, aber Bount blieb auf der Hut und bot ihm keine Blößen.

Bounts nächster rechter Haken traf. Der Gangster fiel um und blieb liegen, ohne sich zu rühren.

Bount bewegte sich auf den Revolver zu. Er stoppte, als er einen kühlen Luftzug im Nacken verspürte und drehte sich um. Die Tür hatte sich geöffnet. In ihrem Rahmen standen zwei hochgewachsene Männer. Sie waren ungefähr so alt wie das Opfer des Knockouts, aber weniger elegant. Einer war rothaarig, der andere blond. Der Blonde hatte die Rechte in die Tasche seines olivgrünen Cordblousons geschoben. Unter dem Stoff zeichnete sich deutlich die Mündung einer Pistole ab.

Sie war auf Bount gerichtet.

Die beiden Männer betraten den Raum und drückten die Tür hinter sich ins Schloss.

„An Keilereien sind wir immer interessiert“, höhnte der Blonde. „Natürlich stehen wir auf der Seite des Schwächeren. Wir sind hier, um ihm zu helfen.“

Der Rothaarige ging an Bount vorbei und hob den Revolver vom Boden auf. Er stellte sich damit hinter Bount. Bount hörte, wie der Gangster die Magazintrommel rotieren ließ.

Bount schwieg.

Die Situation hatte sich eindeutig zu seinen Ungunsten gewandelt. Es war nicht notwendig, sie zu kommentieren.

„Gib’s ihm!“, forderte der Blonde.

Bount spannte die Muskeln. Er stemmte sich gegen den zu erwartenden Schlag, aber sein Aufbegehren erwies sich als völlig nutzlos. Bounts Bewusstsein reagierte mit einem Feuerblitz und stechendem Schmerz, dem totale Dunkelheit folgte. Er brach ohnmächtig zusammen.

Als er wieder zu sich kam, lag er gefesselt und geknebelt auf dem Bett in seinem Hotelzimmer. Die Gangster hatten sich nicht damit zufriedengegeben, seine Arme und Beine zu verknoten, sie hatten ihn darüberhinaus noch an das Bett gebunden, so dass er sich nicht herunterrollen und zu Boden fallen lassen konnte. Immerhin, er war unverletzt geblieben.

Zwar spürte er beim Spannen der Stirn verkrustetes Blut an der Schläfe, aber sein Schädel war hart und konnte einiges vertragen, auch wenn er im Augenblick mit einem zähen, lastenden Kopfschmerz reagierte.

Die Gangster hatten gute Arbeit geleistet. Mehr als einen Würgelaut vermochte er nicht herauszubringen, und das war zu wenig, um jemand außerhalb des Zimmers auf sich aufmerksam machen zu können.

Im Zimmer brannte Licht. Bount konnte den Kopf gerade weit genug herumdrehen, um durch einen Blick auf seine Armbanduhr festzustellen, wie spät es war.

Zehn nach Elf.

Er war fast eine Viertelstunde auf Tauchstation gewesen und seine Gegner hatten es verstanden, diese Zeitspanne optimal für ihre Zwecke zu nutzen. Der Umstand, dass sie es versäumt hatten, ihm die teure Armbanduhr abzunehmen, machte ihm klar, dass es sich nicht um gewöhnliche Hoteldiebe handelte, sondern um Leute, die mit einem bestimmten Auftrag zu ihm geschickt worden waren.

Sie waren in dem Augenblick in Aktion getreten, als Heathers Methoden sich als nicht zugkräftig genug erwiesen hatten.

Bounts Problem bestand darin, dass schon die leiseste Bewegung zu einer Straffung der Knoten führte und seine Lage noch weiter erschwerte.

Es war zu befürchten, dass er bis zum Auftauchen eines Stubenmädchens ausharren musste. Wenn dies, wie zu befürchten war, nicht vor neun oder zehn Uhr morgens geschah, würde die ,Cynthia Chase' ohne ihn auslaufen.

Wem war daran gelegen, ihn unter allen Umständen von dieser Reise fernzuhalten - und warum?

Wenn das Schiff ohne ihn auslief, war sein Urlaub im Eimer, dann konnte er allenfalls versuchen, nach Europa zu fliegen und in Rotterdam, dem ersten Zielhafen der ,Cynthia Chase', an Bord des Schiffes zu gehen, aber er hatte keine Lust, die damit verbundenen, zusätzlichen Kosten auf sich zu nehmen. Womit sollte er sich zudem während einer fast zehntägigen Wartezeit in Rotterdam beschäftigen?

Bounts Befreiung erfolgte erst gegen zwölf Uhr mittags. Die Erklärung dafür war einfach: die Gangster hatten das DO NOT DISTURB-Schild an die Tür gehängt.

Der von dem farbigen Zimmermädchen herbeigerufene Hoteldetektiv hieß Bruce Cantor und hatte einige Mühe, die kunstvoll verschlungenen Knoten zu lösen. Schließlich griff er zu seinem Taschenmesser und machte der Quälerei mit einigen raschen, geschickten Schnitten ein Ende.

Bount massierte sich Arme und Beine, um die unterbrochene Blutzirkulation wieder anzuregen. Dann machte er ein paar Freiübungen.

„Soll ich die Polizei holen lassen?“, fragte Cantor, der die Stricke aufsammelte.

„Nicht nötig“, winkte Bount ab und schilderte das Aussehen der Männer, die ihn überfallen hatten. Cantor schüttelte den Kopf.

„Kenne ich nicht, aber die müssen doch zu finden sein, bei einem Rotschopf.“

„Die hatten einen Brooklyn Slang“, sagte Bount. „Ich möchte fast wetten, dass sie nicht aus dieser Stadt stammen. Vermutlich haben sie sie schon wieder verlassen.“

„Sehen Sie bitte nach, was gestohlen wurde!“, bat Cantor.

„Die Reiseschecks sind verschwunden“, stellte Bount fest. „Sonst fehlt nichts.“

„Die Schecks? Mit denen können sie ohne Ausweis und Gegenzeichnung doch gar nichts anfangen“, wunderte sich Cantor.

„Das wissen die auch. Es soll wie’n Raubüberfall aussehen, aber das Ganze dient anderen Zwecken“, sagte Bount.

Cantor bekam schmale Augen.

„Wie heißen Sie?“ fragte er.

„Reiniger. Bount Reiniger.“

„Aus New York?“

„Ja.“

„Privatdetektiv?“

„So ist es.“

Cantor strahlte.

„Mann, das nenne ich Glück! Bount Reiniger persönlich! Ich hätte mir wahrhaftig nicht träumen lassen, dass ich einmal in die Lage versetzt werden könnte, Sie aus einer schwierigen Lage zu befreien.“ Er schüttelte den Kopf. „Bis jetzt habe ich Sie für einen Supermann gehalten, für einen Unbesiegbaren. Aber offenbar ist es drei kleinen Gangstern gelungen, Sie aufs Kreuz zu legen.“

Bount grinste.

„Da sehen Sie mal, wie falsch es ist, andere auf ein Podest zu stellen“, sagte er, trat ans Telefon und rief die Reederei an.

„Reiniger“, sagte er, als er die zuständige Sachbearbeiterin an der Strippe hatte. „Ich habe die Kabine 3 auf der ,Cynthia Chase‘ gebucht und bin ...“

Die Frau am anderen Leitungsende fiel ihm ins Wort.

„Wir haben Ihretwegen das Auslaufen um eine volle Stunde verzögert, mehr war nicht drin ... der Lotse und der Schlepper konnten unseretwegen ihren Terminplan nicht ändern. Jetzt befindet sich das Schiff schon auf hoher See.“

„Danke“, sagte Bount und legte auf.

Ihm fiel Heather ein. Falls sie wirklich den Namen trug, den sie ihm genannt hatte - was freilich mehr als zweifelhaft war - konnte er versuchen, über sie an das Gangstertrio heranzukommen, denn dass zwischen den Männern und dem Mädchen Verbindungen bestanden, unterlag kaum einem Zweifel.

„Was werden Sie jetzt tun?“, fragte Cantor gespannt.

„Frühstücken“, erwiderte Bount und ging zur Tür.

 

 

2

Der Mann im dunkelblauen, uniformähnlichen Anzug, der hinter dem Rezeptionstresen stand, hieß Pecker. Das stand jedenfalls auf dem kleinen Namensschild, das er am Revers trug.

„Ich möchte zu Mrs. Challmers, Suite 21“, sagte Bount.

„Bedaure, Sir. Mrs. Challmers ist abgereist, ganz plötzlich“, erklärte Pecker. „Sie hat ein Telegramm bekommen. Die Mutter ist ernsthaft erkrankt.“

„Ich brauche die Adresse“, sagte Bount.

„Ich bin leider nicht befugt ...“, begann Pecker und unterbrach sich, als Bount ihm seine Licence-Card unter die Nase hielt.

„Sie sehen nicht aus wie'n Privatdetektiv“, wunderte sich Pecker.

Bount steckte die Karte ein.

„Wie sehn die denn für gewöhnlich aus?“, fragte er.

Pecker lächelte matt.

„Klein, schmal und verschlagen. Sie sind einfach nicht der Typ.“

„Ich bin der Typ, der Mrs. Challmers sucht. Wo finde ich sie?“

Pecker schlug das Gästebuch auf.

„New York, N. Y., Gotham Street 87, Telefon GE 96099.“

Bount bedankte sich, suchte die nächste Telefonzelle auf und stellte fest, dass es die genannte Nummer zwar gab, dass sie aber zu einem Kindergarten in Brooklyn gehörte. Eine Mrs. Challmers war dort nicht bekannt.

Er legte auf, kehrte an den Tresen zurück und sagte: „Haben Sie Mrs. Challmers Papiere eingesehen?“

„Sie hat sich bei mir angemeldet, ja. Sie hatte den Führerschein dabei.“

„Das beweist nur, dass sie Challmers heißt“, sagte Bount. „Sie hat Ihnen eine erfundene Adresse angegeben.“

„Solche Dinge passieren“, bedauerte Pecker schulterzuckend. „Wir sind dagegen machtlos.“

Bount hatte eine Idee. „Wo finde ich den Hotelfotografen?“

„Im Verwaltungskorridor, an seinem Ende, um genau zu sein“, sagte Pecker. „Der Zugang liegt hinter den Liftschächten.“

 

 

3

Bount hatte keine Mühe, ihn zu finden. Er öffnete eine Tür und betrat einen langen Korridor, von dem zu beiden Seiten Türen abzweigten. Bount hörte das Tickern eines Fernschreibers, das Tippen von Schreib- und Buchungsmaschinen und ein paar Stimmen, deren Besitzerinnen offenbar telefonierten.

Über der Tür am Ende des Ganges brannte eine rote Lampe. LABOR stand darauf. Und darunter DO NOT ENTER. Bount klopfte. Niemand antwortete.

Ihm schien es so, als hörte er ein Stöhnen. Er öffnete die Tür und trat in einen abgedunkelten Raum. An seinem Ende brannte eine gelbe Lampe. Ihr blasser Schein fiel auf einen Wassertank, in dem einige entwickelte Fotos schwammen. Irgendwo tickte eine laute Uhr.

„Hallo?“, rief Bount.

Niemand antwortete. Bount durchquerte den Raum, das heißt, er versuchte es, aber schon beim zweiten Schritt stieß sein Fuß gegen einen Widerstand.

Es war ein Mensch.

Bount beugte sich nach unten, streckte die Hand aus und griff an etwas Nassklebriges. Es war Blut an einem männlichen Kopf.

Der Mann stöhnte.

„Bewegen Sie sich nicht“, stieß Bount hervor. „Ich rufe den Notarztwagen und die Polizei. Wo ist das Telefon?“

Der Mann murmelte etwas, das Bount nicht verstand. Bount richtete sich auf, streckte die Hand in die Hosentasche und säuberte seine Finger mechanisch am Taschentuch. Seine Augen hatten sich soweit an die Dunkelheit gewöhnt, dass er das Telefon erkannte. Er tätigte die notwendigen Anrufe, legte auf und öffnete eine Tür, die in einen Nebenraum führte. Er hatte, genau wie das Labor, kein Fenster und entpuppte sich als kleines Büro mit mehreren Akten- und Karteischränken. Die Tür zum Hof stand offen.

Bount ging hindurch und erreichte über drei Stufen ein asphaltiertes Geviert, auf dem eine Batterie von Müllcontainern stand. Ein Farbiger war damit beschäftigt, den Inhalt eines Eimers in einen der Container zu entleeren.

„Ist hier gerade jemand rausgekommen?“, fragte Bount.

Der Farbige grinste. „Sie, Sir.“

Bount behielt die Ruhe.

„Und vor mir?“

„Ein Typ mit’m schicken Glencheck-Anzug“, sagte der Farbige. „Dunkelhaarig, fast so groß wie sie, aber dünner.“

„Bin ich etwa dick?“, schnaufte Bount und begann zu rennen. Das Hotel war U-förmig angelegt. Die offene Seite des ,U‘ führte zu einer Nebenstraße. Bount stoppte, als er sie erreichte. Er sah gerade noch, wie ein Mann im grauen Glencheck-Anzug um die Ecke bog. Bount begann zu rennen.

Er brauchte nur eine halbe Minute um den Mann zu erreichen.

„Hallo“, sagte Bount.

Der Mann blieb stehen, drehte sich um und machte keinen Hehl aus seinem Erstaunen.

„Kennen wir uns?“, fragte er.

„Nein, aber das möchte ich gern nachholen. Mein Name ist Reiniger - und wie heißen Sie?“

Der Mann war schätzungsweise 35. Er hatte ein südländisch anmutendes Gesicht mit dunklen Augen, eine fein ziselierte Nase und eine hohe, gewölbte Stirn. Sein schwarzes Haar war gewellt und glänzte ölig. Sein Anzug machte den Eindruck, als käme er von einem guten Schneider, aber irgend etwas im Gesicht des Mannes ließ erkennen, dass seine Sorgfalt in der Wahl der Kleidung die einzige Noblesse war, die er sich zu leisten wagte. In seinen Augen war ein kalter Glanz und die Art, wie er seine Lippen krümmte, war ein Gefahrensignal, das niemand übersehen konnte.

„Wie ich heiße, muss Ihnen wurscht sein“, schnappte der Mann. „Ich lasse mich nicht auf der Straße anquatschen.“

Bount griff nach der rechten Hand des Mannes. Die Geste kam so überraschend, dass der Mann sich nicht wehrte. An der Hand des Mannes klebte Blut. Bount ließ sie los.

„Danke“, sagte er. „Das genügt. Würden Sie bitte die Freundlichkeit haben, mir zu folgen?“

Der Mann schlug zu, urplötzlich. Bount fand gerade noch Zeit, den Kopf zur Seite zu reißen. Die Faust flog ins Leere.

„Wenn Sie nicht aufhören, mich zu belästigen, schicke ich Sie auf die Bretter!“, zischte der Mann.

Bount grinste.

„Das möchte ich erleben“, sagte er.

Der Mann holte erneut aus. Bount war schneller. Er konterte mit der Linken und traf. Der Mann stolperte gegen die Hauswand und riss die Augen auf.

„He, was zum Teufel hat das alles zu bedeuten?“, murmelte der Getroffene.

„Sie waren bei dem Hotelfotografen, stimmt’s? Ich möchte Sie bitten, sich bei ihm zu entschuldigen und der Polizei zu erklären, was Sie dazu brachte, ihn niederzuschlagen.“

„He, Sie ticken wohl nicht sauber? Ich habe niemand niedergeschlagen, schon gar nicht Baggers.“

„Ist das der Name des Fotografen?“

„Ja, was dagegen?“

„Kommen Sie jetzt!“

Ein paar Leute, die die kurze Auseinandersetzung aus gebührender Entfernung verfolgt hatten und stehengeblieben waren, gingen weiter. Bount kümmerte sich nicht um sie.

Der Mann stieß sich von der Hauswand ab. Er tat immer noch so, als könne ihn niemand an den Wagen fahren, aber in Wahrheit war er ziemlich kleinlaut geworden.

„Hören Sie“, sagte er, „ich möchte mich da ’raushalten. Sie müssen mir glauben, wenn ich Ihnen versichere, dass ich Baggers nicht auf die Matte gelegt habe. Er lag schon dort, als ich hinkam. Ich habe ihn angefasst, stimmt, dann bekam ich’s mit der Angst zu tun und bin abgehauen. Wer hat schon Lust, in einen Kriminalfall verwickelt zu werden?“

„Sie sind wirklich ein Herzchen“, sagte Bount grimmig. „Sie haben ihn also einfach so liegenlassen. Ihnen war's egal, ob er verblutet oder nicht, was?“

„Nun machen Sie mal nicht aus einer Mücke einen Elefanten. Er hat 'ne Platzwunde am Kopf, aber sein Puls ist okay, er wird durchkommen“, sagte der Mann.

„Wie heißen Sie?“, fragte Bount und fasste den Mann am Ellenbogen. Sie gingen den Weg zurück, den sie gerade gekommen waren.

„Stark“, sagte der Mann mürrisch. „Clyde Stark.“

„Okay, Clyde. Was wollten Sie von Baggers?“

„Das ist meine Sache.“

Details

Seiten
108
Jahr
2021
ISBN (eBook)
9783738954135
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (Mai)
Schlagworte
platin-coup york detectives

Autor

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Titel: Der Platin-Coup: N.Y.D. – New York Detectives