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Einarm-Johnny

2021 103 Seiten

Leseprobe

Table of Contents

Einarm-Johnny

Copyright

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Einarm-Johnny

Western von W. K. Giesa

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 103 Taschenbuchseiten.

 

Purer Zufall führt zwei Männer zusammen, und tot zurück bleibt jemand, der Jeremy Wolfe zum Verwechseln ähnlich sieht. John Carpenter, Einarm-Johnny, hatte eine Rechnung mit dem US Marshal Wolfe offen, doch als er feststellen muss, dass er einen Doppelgänger getötet hat, sucht er weiter. Die Rechnung ist noch lange nicht beglichen.

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

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© COVER FIRUZ ASKIN

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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1

Im spitzen Winkel kamen die beiden Reiter aufeinander zu. Der Mann mit dem Prinz-Albert-Rock und dem flachkronigen, schwarzen Stetson hatte die Sonne im Rücken. Er kam aus Fort Smith, war unterwegs nach Westen. Sein Fuchswallach wirkte im Gegensatz zu dem staubbedeckten Grauschimmel Johnny Carpenters noch frisch und ausgeruht. Johnny schloss daraus, dass es bis Fort Smith nicht mehr allzu weit war, wenn er auch die Silhouette der Stadt noch nicht sehen konnte. Aber um so besser … dann sah man ihn auch nicht!

Der andere war blasshäutig, und sein kantiges Gesicht zeigte eine Leichenbittermiene. Er hätte ein Totengräber sein können – wenn er nicht allein und ohne einen Leichenwagen hier draußen unterwegs gewesen wäre. Er war das genaue Gegenteil zu Johnny Carpenter, der gut dreißig Jahre jünger war, einen zerbeulten breitkrempigen Hut, eine staubige Jacke und eine Hose trug, deren speckiger Glanz jeden Rückschluss auf die ehemalige Farbe vereitelte. Der rechte Jackenärmel war hochgesteckt und leer.

Der Einarmige starrte den Blasshäutigen an. Sollte er es wirklich sein? Der Mann, den Johnny seit fast zehn Jahren mit verzehrendem Hass suchte?

Er gab die Zügel frei. Seine linke Hand näherte sich dem Perlmuttgriff des tief geschnallten Revolvers, schob mit leichtem Druck die Halteschlaufe um den Hammer zurück …

„Wolfe?“, schrie er.

Der andere hielt seinen Fuchswallach an. Irritiert legte er den Kopf etwas schräg und versuchte den Einarmigen zu taxieren.

„Jeremy Wolfe! Endlich habe ich dich gefunden!“

Er zog die Waffe und gab einen Schuss auf den Mann ab.

Der duckte sich und gab seinem Pferd die Sporen. Gehetzt galoppierte er davon. Johnny riss den Revolver abermals hoch und feuerte erneut. Es war eine blitzschnelle, fließende Bewegung – weit schneller als beim ersten Schuss.

Der schwarze Stetson wirbelte davon. Der Mann im Prinz-Albert-Rock wurde förmlich aus dem Sattel gehoben. Er warf die Arme hoch: sein Aufschrei ging im hämmernden Hufschlag seines Pferdes unter. Er stürzte in die Staubwolke, die der Fuchswallach aufwirbelte.

Das Pferd galoppierte weiter, ohne sich um seinen Reiter zu kümmern.

Ein kaltes Lächeln umspielte den Mund des Einarmigen, aber seine Augen lachten nicht mit. Carpenter ließ den Revolver um den Zeigefinger wirbeln und stieß ihn in dieser Bewegung ins Leder zurück. Er schnalzte mit der Zunge; sein Grauschimmel, der während der beiden Schüsse stocksteif gestanden und nur etwas mit den Ohren gespielt hatte, setzte sich in Bewegung. Die Zügel hingen locker, Einarm-Johnny lenkte das Tier mit den Schenkeln.

Er ritt zu dem Niedergeschossenen hinüber.

Der Mann lag auf dem Rücken. Sein Gesicht war schmerzverzerrt. Carpenter glitt aus dem Sattel und kauerte sich neben dem Mann nieder.

Er grinste ihn an.

„Warum … Mister …“, keuchte der Blasse, der jetzt womöglich noch blasser geworden war.

Mit der Linken deutete Johnny auf den leeren Jackenärmel.

„Deshalb, Wolfe“, sagte er rau. „Weißt du es nicht mehr? Dir verdanke ich das hier! Ich sagte dir doch, dass ich dich finden würde, du verdammter Hund. Jetzt fährst du zur Hölle. Du schießt niemanden mehr zum Krüppel, nie wieder!“

Er zog den Revolver abermals, richtete ihn auf den Kopf des Liegenden. Dann aber steckte er die Waffe ins Holster zurück. Er sah, dass sein Opfer ohnehin starb. Unter seinem Rücken hatte sich eine Blutlache gebildet, die schon zu groß war, als dass der Mann noch eine Chance gehabt hätte.

Carpenter stieg wieder in den Sattel. Aus der Höhe sah er den Sterbenden an. Er lächelte wieder.

„Grüß deinen Bruder, den Teufel, wenn du in die Hölle kommst, Wolfe“, sagte er. Dann ritt er an. Nach Osten, weiter auf seinem Trail. Sein Ziel war die Stadt, aus der der Sterbende gekommen war: Fort Smith.

Als dunkler Schemen verschwand er am Horizont. Er zog eine schmale Spur durch das dürre Steppengras hinter sich her.

 

 

2

Im ersten Moment glaubte Charly Wash, seinen alten Freund zu sehen.

„Jeremy!“, stieß er erschrocken hervor und trieb seinen Palomino an. „Heiliger Rauch, nein!“

Unmittelbar vor dem Mann stoppte er das Pferd und sprang aus dem Sattel direkt vor den Liegenden und kauerte sich neben ihm nieder.

Tief atmete er durch.

Das war nicht Jeremy Wolfe. Aber die beiden Männer hätten Brüder sein können. Die Gesichtszüge waren unglaublich ähnlich, die Kleidung entsprach der, die Wolfe bevorzugte. Nur der graue Bart fehlte.

Dieser Mann, der wie tot in seinem Blut lag, hätte Jeremys Doppelgänger sein können.

Vielleicht war ihm das zum Verhängnis geworden? Vielleicht hatte jemand Wolfe erschießen wollen und den Falschen getroffen?

Der Mann öffnete mühsam die Augen. Unwillkürlich zuckte Charly zusammen. Er hatte ihn für tot gehalten!

„Wolfe“, hauchte der Sterbende. „Er …“

„Was ist mit Wolfe, Sir?“, fragte Charly leise. Er sprang auf, löste die Wasserflasche vom Sattel und schraubte sie auf. Er stützte den Kopf des Sterbenden, hielt ihm die Flaschenöffnung an die Lippen. „Trinken Sie …“

„Wolfe … nannte er mich …“

Der Fremde hustete. Er schloss die Augen und zitterte im Schüttelfrost. Charly benetzte die spröden Lippen des Mannes, der seit wenigstens einer halben Stunde hier in der heißen Sonne liegen musste, mit Wasser.

„Wer?“, fragte er. „Wer nannte Sie Wolfe? Ich bin Deputy Marshal Wash …“

Aber der Fremde zitterte nicht mehr. Er atmete auch nicht mehr. Es grenzte schon an ein Wunder, dass er überhaupt so lange gelebt hatte.

Langsam ließ Charly den Kopf des Toten zurücksinken, nahm selbst einen Schluck aus der Wasserflasche und schraubte sie dann wieder zu. Er zog den Hut, neigte den Kopf und kehrte dann zu seinem Palomino zurück, wo er die Flasche wieder am Sattel befestigte.

Er betrachtete den Toten. Ein wenig war er erleichtert, dass es doch nicht sein alter Freund war, der hier lag. Wenn er Bedauern verspürte, dann eher deshalb, weil er dem Mann nicht mehr hatte helfen können.

Aber es hätte auch nichts genützt, wenn er schneller geritten wäre.

Vor etwa einer halben Stunde hatte er in der Ferne zwei Revolverschüsse zu hören geglaubt.

Das war an sich kein Grund zur Unruhe. Es konnte jemand sein, der auf Präriehunde oder Hasen schoss. Bei einem Überfall wurde meist mehr geschossen, und Duelle wurden kaum so weil außerhalb einer Stadt oder einer Heimstätte ausgetragen. Deshalb war Charly nur etwas vorsichtiger, aber nicht unbedingt schneller geworden. Er hatte einen Auftrag erledigt und kehrte heim; er hatte Zeit. Fort Smith konnte ihm nicht weglaufen.

Aber dann hatte er den Mann hier im Präriegras gesehen, das auf dem harten, von der Sonne getrockneten Boden nur noch spärlich wuchs und langsam verdorrte. Es hatte lange nicht mehr geregnet.

Charly drehte den Toten auf die Seite und betrachtete die Schusswunde im Rücken. Der Getroffene hatte schon von der ersten Sekunde an keine Chance gehabt. Die Lunge war verletzt worden. Der Schütze, der diesen Mann hinterrücks erschossen hatte, hatte das Herz wohl nur zufällig verfehlt.

Charly erinnerte sich an die letzten Worte des Toten. „Wolfe nannte er mich.“ Charlys erster Verdacht stimmte also. Jemand wollte Jeremy Wolfe ans Leder und hatte den Falschen erwischt.

Es musste jemand sein, der Jeremy Wolfe längere Zeit nicht mehr gesehen hatte. Denn sonst hätte er gewusst, dass Wolfe, seit Charly ihn kannte und von ihm ausgebildet worden war, einen Bart trug. Dieser Mann aber war glattrasiert.

Charly durchsuchte die Kleidung des Toten. Daraus ging nichts über seine Identität hervor. Alles, was Charly fand, war ein Taschentuch mit den eingestickten Initialen „P. T.“. Aber das half ihm auch nicht weiter.

Vielleicht kannte jemand in Fort Smith diesen P. T.

Charly sah sich weiter um. Er entdeckte die Spuren. Das dürre Gras hatte noch keine Chance gehabt, sich wieder aufzurichten. P. T. war aus Fort Smith gekommen, wie es aussah, und sein Mörder ritt ihm von Westen her entgegen. Sie waren sich begegnet, nahe genug, dass eine Revolverkugel treffen konnte.

Zwei Spuren entfernten sich. Die eine führte weiter in Richtung Stadt, die andere in die Prärie hinaus. Das Pferd musste geflohen sein, nachdem es seinen Reiter nicht mehr spürte.

Charly stieg wieder in den Sattel und trieb seinen Palomino an, hinter dem reiterlosen Pferd her. Die andere Spur würde ihm noch lange genug erhalten bleiben. Der Mörder hatte ohnehin schon mehr als eine halbe Stunde Vorsprung; er würde Fort Smith möglicherweise schon erreicht haben. Es brachte nichts, wie ein Wilder hinter ihm her zu hetzen.

Das Pferd des Toten war wichtiger.

Charly brauchte ungefähr eine Viertelstunde, bis er das Tier fand. Es wich ihm aus, aber er fing es mit dem Lasso ein. Er untersuchte Sattel und Satteltaschen, fand aber auch hier nichts, was auf eine Identität des Toten hinwies. Auch keine Waffe.

Das machte den Mord noch schlimmer. P. T. hatte nicht einmal eine Möglichkeit gehabt, sich zu wehren!

Charly ritt zum Tatort zurück, lud den Toten bäuchlings auf den Fuchswallach, fand den schwarzen Stetson und hängte ihn ans Sattelhorn. Dann ritt er mit dem Toten langsam weiter, der Spur nach.

Vor Fort Smith erreichte er die Wagenstraße, wo sich die Spur mit Hunderten anderer Fahrten vermischte. Die Chancen, den Mörder zu finden, waren nicht sonderlich gut.

 

 

3

Zusammen mit dem Schattenriss der Häuser von Fort Smith sah Johnny Carpenter den Planwagen. Grau, unscheinbar, mit einer verstaubten, gewellten Plane abgedeckt, von zwei braunen Pferden gezogen. Wer auf dem Kutschbock saß, war erst zu erkennen, als Johnny näher heranritt. Das Mädchen trug Männerkleidung, hatte die prachtvolle Haarmähne hochgesteckt und mit einem speckigen Filzhut verdeckt, dessen Krempe traurig herabhing. Das Gesicht wurde von einem bunten Halstuch vor dem Staub geschützt, den die Hufe der Pferde aufwirbelten. Die ausgefahrene Straße, die direkt in Fort Smith hineinführte, war an Regentagen die reinste Schlammbahn, in der Wagen an besonders heimtückischen Stellen bis zu den Achsen einsanken, jetzt aber, nach der längeren Trockenperiode, steinhart und staubbedeckt.

Fort Smith war im Jahr 1818 gegründet geworden, als militärischer Stützpunkt, um die Grenze zwischen Arkansas und dem großen Reservat zu sichern, das mittlerweile zum Territorium Oklahoma geworden war. Damals waren Indianerüberfälle auf Arkansas-Siedler an der Tagesordnung gewesen, und die Kavallerie aus Fort Smith hatte alle Hände, Säbel und Gewehre voll zu tun, die Siedler zu schützen. Als der Goldrausch in Kalifornien einsetzte und die Menschen nach Westen zog, war Fort Smith zu einer Art Sprungbrett geworden, durch das Siedlertrecks und Glücksritter zogen. Eine Stadt blühte auf, die schon bald von Unmengen Revolverhelden, Spielern und Banditen wimmelte.

Bis dann der „Hängerichter“ Isaac Charles Parker eingesetzt wurde, der mit harter, aber konsequenter Rechtsprechung und rund zweihundert US Marshals die Angelegenheit wieder in den Griff bekam – und manchmal sechs Mörder gleichzeitig hängen ließ …

Carpenter sah die Stadt mit recht gemischten Gefühlen. Zum einen gab es hier sicher ebenso gutes Geld zu verdienen wie anderswo, weshalb es keinen Grund gab, einen Umweg zu machen – sie brauchten das Geld, wie immer. Andererseits aber lag dort draußen ein Mann namens Jeremy Wolfe im Staub, mit Carpenters Kugel im Rücken. Und so wie es hier von Marshals wimmelte, fühlte Carpenter sich einfach unbehaglich.

Er war zwar überzeugt, dass keine Spur auf ihn hinwies, aber ein ungutes Gefühl blieb immer noch. Seine Rache an Wolfe war nicht anders als mit Mord zu bezeichnen.

Carpenter lenkte sein Pferd neben den Wagen. Jill winkte ihm mit der Peitsche zu. „Wo hast du wieder gesteckt?“

„Wie immer. Du weißt, dass ich manchmal etwas Alleinsein brauche.“ Im Morgengrauen, als sie von ihrem letzten Nachtlager aufbrachen, hatte er sich von ihr getrennt und war seinen eigenen Weg geritten. Er tat es oft, wenn er das Gefühl hatte, er käme Wolfe nahe. Es war ein Gefühl, das er nicht erklären konnte. Immer wieder hatte es ihn wohl getrogen. Er fand Spuren von Reitern und folgte ihnen, oder er begegnete Männern, deren Staubwolken er aus der Ferne entdeckte, aber nie hatte er Wolfe gesehen.

Heute war es ihm gelungen.

Er hätte sich erleichtert fühlen können. Eine Jagd, die zehn Jahre lang gedauert hatte, war vorüber.

Doch er fühlte sich nicht leichter. Die Last war nicht von ihm gewichen. Da war nicht einmal die Leere, die er immer gefürchtet hatte, wenn er sich vorstellte, Wolfe zu finden und endlich zu töten für das, was er ihm damals angetan hatte.

Es war eigentlich wie immer – nur dass er jetzt das Unbehagen verspürte, dass jemand den Toten zu früh fand und ihm vielleicht auf die Spur kam. Aber vorhin, als er schoss, da war der glühende Hass in ihm aufgeflammt wie damals, als Wolfe ihm die Kugel in den Arm jagte, und später, als dieser Arm amputiert werden musste …

Er hasste Jeremy Wolfe über den Tod hinaus.

Nach ein paar Minuten erreichten sie den Stadtrand. Carpenter trieb sein Pferd an und ritt voraus. Er hatte zwar eine ungefähre Ahnung, wo der beste Standort für seine Show sein könnte, aber er wollte sich erst selbst vergewissern. Und er hoffte, dass der Sheriff ihm keine Steine in den Weg legen würde.

Schließlich stieg er ab und sah sich den Platz in der Nähe des alten Forts an. Es war genug freie Fläche, und er würde Schussbahnen einrichten können, ohne dass Bürger in Versuchung kamen, Protest zu erheben – obgleich Einarm-Johnny mit jeder Kugel traf. Es gab keine Querschläger und keine verirrten Geschosse. Nicht bei ihm – wenigstens nicht in seiner Show.

Der Planwagen rollte langsamer heran. Jill brachte ihn zum Stehen und drehte an der Bremse. Dann kletterte sie vom Bock, nahm den verstaubten Hut und das Halstuch ab und schüttelte das Haar auf. Es leuchtete in der Sonne, als es auf ihre Schultern herabfiel.

Johnny trat an den Wagen und hämmerte an die Beplankung. Ein ärgerliches Knurren ertönte von drinnen.

„Raus, du Faultier!“, schrie Johnny. „Beweg dich. Wir sind da.“

„Kann man einen armen alten Mann, der in dieser stickigen Hitze fast verdurstet ist, nicht in Ruhe sterben lassen?“, ächzte jemand mürrisch. Dann kletterte eine Gestalt ins Freie, schwankte, sah sich um und setzte sich einfach auf den Boden. Ein schnauzbärtiger Mexikaner mit breitem Sombrero, einem Poncho, der den größten Teil seines Körpers verdeckte, und schmutzigen, ausgetretenen Stiefeln, an denen Sporen mit handtellergroßen Sternen befestigt waren. Johnny fragte sieh immer wieder, wozu Esteban Manuel Joaquin Perrero die Sporen brauchte – weder besaß er ein Pferd, noch konnte er reiten. Aber er besaß die bemerkenswerte Fähigkeit, Unmengen von Tequila und Rotwein niederzumachen, wild durcheinander, ohne nennenswert betrunken zu werden.

Und er konnte verteufelt gut schießen.

Das machte ihn zu einem guten Partner für Johnny Carpenter, den einarmigen Kunstschützen. Manchmal traten sie zusammen auf, manchmal gegeneinander – zuweilen zog der Mexikaner auch einfach nur selbst los, um Schieß-Wetten zu gewinnen; wie auch immer, sie waren seit ein paar Jahren ein ständig zerstrittenes, aber immer wieder einiges Team.

Sie beide und das Mädchen Jill.

Er hatte Jill nie gefragt, wer sie war und woher sie kam, und sie hatte auch von selbst nie gesprochen. Sie waren ohnehin recht schweigsam, was ihre Vergangenheit anging – alle drei. Sie hatten sich zusammengefunden, und nur die Gegenwart zählte.

Von seiner sitzenden Position aus streckte der Mexikaner anklagend einen Arm aus und deutete auf Carpenter und Jill. „Du solltest diesen verfluchten Wagen auspolstern lassen. Man findet keine Ruhe darinnen. Und du könntest ruhiger und langsamer fahren.“

„Wenn ich noch langsamer führe, kämen wir ja nie irgendwo an!“, erwiderte Jill scharf. „Schließlich müssen wir zwischendurch auch mal wieder Geld für deinen Tequila verdienen, und wir sind schon fünf Tage unterwegs!“

„Und habt in diesen fünf Tagen keinen einzigen Cent ausgeben müssen, weil wir an keinem Saloon vorbeikamen“, krächzte Perrero. „Was ist denn nun? Wollt ihr die Bude nicht aufbauen?“

„Warten wir erst ab, was der Sheriff sagt“, erwiderte Jill düster. „Da stiefelt er heran und sieht recht missmutig aus. Wenn wir Pech haben, schickt er uns wieder fort …“

Sekundenlang zuckte Carpenter zusammen, als er den Mann mit dem silbernen Stern an der Weste sah. Aber dann entspannte er sich wieder. Für das, was draußen vor der Stadt geschehen war, war der Sheriff nicht zuständig. Seine Kompetenz endete an der Stadtgrenze. Für alles andere gab es Richter Parkers Marshals.

Abgesehen davon … wer konnte ihm schon etwas nachweisen? Er musste ruhiger werden, viel ruhiger. Was sollte schon passieren? Wichtig war erst einmal, dass sie hierbleiben konnten. Der Platz war gut. Die Stadt war groß genug, dass es sich lohnen würde, hier ein paar Tage zu bleiben. Erwartungsvoll sah Johnny dem Sheriff entgegen. Wie immer würde es interessant werden, den Sheriff und den Mexikaner miteinander bekannt zu machen.

 

 

4

Charly machte einen kleinen Umweg und näherte sich der Stadt von der Seite. Hier gab es nicht so viel Rummel. Charly hatte es noch nie gemocht, mit einem Pferd in eine Stadt zu kommen, auf dessen Rücken ein Toter lag. Es war immer ein Spießrutenlaufen mit neugierigen und entsetzten Männern und Frauen, die alle einzeln wissen wollten, wer den Toten erschossen hatte, wer es war, warum es geschehen war, wann und wo … Und dann kamen immer dieselben Sprüche, dass das Gesetz viel für die Sicherheit der Bürger tun müsse und dass man doch seines Lebens nicht mehr sicher sei …

Und wenn es eine fremde Stadt war, tauchte anschließend garantiert der Sheriff oder Town Marshal auf und bemühte sich, reichlich Verdruss zu machen, bis man ihm unter vier Augen klarmachen konnte, in welchem Auftrag man unterwegs war. Hier in Fort Smith war das anders – Sheriff Wheeler erkannte natürlich Parkers Leute und erst recht Rio Grande Charly. Aber trotzdem mochte Charly nur so wenig Aufsehen erregen wie eben nötig.

Er ritt durch eine schmale Gasse direkt zum Totenhaus und in den Hinterhof, wo er endlich abstieg und beide Pferde anleinte. Mark Pitters, der Undertaker, hatte Charly Wash durch das rückwärtige Fenster gesehen und stürmte aus dem Haus. Er schlug die Hände über dem Kopf zusammen.

„Charly Wash“, sagte er tadelnd. „Wen bringst du mir da? Ist dir überhaupt klar, dass ich keinen Platz mehr habe? Dieser schießwütige Teufel Cogburn hat erst gestern wieder vier Männer gebracht. Mein Haus ist voll! Wenn Cogburn die Leute, die er niederknallt, wenigstens draußen begraben würde! Aber nein, er schleppt sie hierher, damit er nachweisen kann, dass er sie auch wirklich hat! Charly, du hättest wirklich diesen Mann …“

„Sie werden ihm ein Plätzchen in einem schönen Sarg geben und den Deckel noch offenlassen. Der Richter sollte sich den Mann ansehen.“

Er zerrte den Toten vom Sattel und trug ihn auf einen Tisch im Haus, wo Pitters und sein Gehilfe die Toten herzurichten pflegten, damit sie wenigstens etwas schön aussahen, wenn die Angehörigen kamen. Pitters sah den Toten an und erschrak. „Das ist ja – Marshal Wolfe …“

„Er könnte es sein, wenn er einen Bart trüge. Das hier ist Mister P. T.“

„Seltsamer Name. Petey, mehr nicht?“

Charly zuckte mit den Schultern. „Kümmern Sie sich um ihn. Ich muss zum Richter.“

 

 

5

Für Männer wie Rio Grande Charly, Jeremy Wolfe und ein paar andere hatte Richter Parker immer Zeit, wenn er in seinem Büro war und nicht gerade in einer Verhandlung steckte. Er wischte ein paar Papiere auf seinem Schreibtisch zur Seite und wies auf einen Stuhl. „Setz dich, mein Junge. Zigarre?“

Die hatte Charly schon immer abgelehnt. Es reichte schon, wenn er mal von den Indianern im Territorium zum Pfeifenrauchen eingeladen wurde und das nicht ausschlagen durfte. „Wo ist Mister Wolfe, Sir?“, erkundigte er sich.

Isaac Charles Parker senkte die Brauen. „Er ist nicht in der Stadt. Irgendwo unterwegs, mit einem Auftrag. Warum fragst du, mein Junge? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Fall gibt, mit dem du allein nicht fertig wirst.“

Charly räusperte sich. „Okay, Sir. Dann liegt Mister Wolfe jetzt bei Pitters.“

„Du machst Witze, Charly. Aber ich kann nicht drüber lachen“, sagte der Richter. Seine Augen begannen zu funkeln, wahrend er seine Zigarre mit einem langen Hölzchen in Brand setzte und zu paffen begann. Der Qualm im Office verdichtete sich weiter; es war nicht Parkers erste Zigarre an diesem Tag.

Charly erzählte, was draußen vor der Stadt vorgefallen war.

„Du meinst also, dass jemand Wolfe an den Kragen will?“

„Ja. Der Sterbende sagte, er wäre Wolfe genannt worden. Und es gibt hier weit und breit nur einen Wolfe, noch dazu, wenn er wie Wolfe aussieht.“

„Hm“, machte Parker. „Ich rechne damit, dass Wolfe in den nächsten Stunden oder Tagen in die Stadt zurückkommt. Man muss ihn warnen.“

„Ich reite ihm entgegen“, erbot sich Charly. Es passte ihm zwar gar nicht, schon wieder in den Sattel zu kommen, aber Jeremy war sein Freund. Und der des Richters.

„Du bleibst hier, Charly. Du packst dich zwei Nächte ins Bett und ruhst dich aus. Du weißt ja nicht mal, wo Wolfe gerade steckt. Und ich weiß es auch nicht. Wir werden ihn warnen, wenn er in die Stadt kommt.“

„Glauben Sie, dass der Mörder hier in Fort Smith ist?“

„Du sagtest doch, die Spur führt hierher.“

„Aber ich nehme nicht an, dass der Mann hierbleibt. Wahrscheinlich wird er sich in Sicherheit bringen.“

„Oder versuchen, weitere Marshals aus dem Hinterhalt abzuschießen. Es muss keine Einzelaktion sein. Vielleicht war es ein persönlicher Racheakt eines Mannes, den Wolfe vor Jahren mal ins Gefängnis brachte, vielleicht ist es aber auch die Tat eines feigen Banditen oder eines Irren, der auf alles abdrückt, was einen Stern trägt.“

„Mister Wolfe trägt seinen Stern nie offen, ebenso wenig wie ich.“

„Das spielt keine Rolle. Wahrscheinlich war sein Gesicht bekannt …“

„Bartlos, Sir?“

„Wie auch immer. Wir müssen jetzt abwarten, was er als nächstes tut. Und Wolfe muss, wenn er kommt, erst einmal von der Bühne verschwinden. Wenn der Mörder nämlich noch in der Stadt ist, wird er ihn dann erst recht erschießen.“

Charly nickte. „Okay. Was kann ich also jetzt tun, Sir?“

„Was ich vorhin sagte. Ich sehe mir heute Abend diesen Doppelgänger einmal an. Bei Pitters liegt er, sagtest du?“

Charly nickte.

„Dann hau ab!“

Charly grinste, stülpte sich den Stetson wieder auf den Kopf und tippte mit zwei Fingern grüßend an die Krempe. Er sah, wie sich Parkers Gesicht verdüsterte. Derlei lockere Grüße durfte sich nur Jeremy Wolfe erlauben. Aber Parker sah‘s Charly nach. Er wusste, was er an seinem jüngsten und besten Deputy hatte.

Charly trat nach draußen, brachte sein Pferd in den Mietstall und quartierte sich im Hotel drei Häuser von Parkers Büro entfernt ein. Dort wurden immer mehrere Zimmer für die Parker-Männer freigehalten, wenn sie in die Stadt kamen; nur die wenigsten hatten ihre eigenen Wohnungen hier. Es lohnte sich einfach nicht, ein Häuschen zu besitzen oder eine Wohnung zu mieten, wenn man nur ein paar Tage im Monat in der Stadt war.

Charly zog wieder los und ließ sich sein Geld geben. Vierhundert Meilen war er in den letzten neun Tagen geritten, die Meile zu einem Cent. Das waren gerade mal vier Dollar. Prächtig leben konnte man davon nicht. Er fragte sich, wie die anderen es schafften. Wahrscheinlich logen sie mehr zusammen, als sie tatsächlich zurücklegten. Wer sollte es ihnen nachrechnen? Aber Charly war einfach zu ehrlich …

Also blieb er ein armer Teufel. Wenigstens war sein Quartier hier im Hotel umsonst, und das Essen auch.

Aber wenn er, wie üblich, in Ryker‘s Saloon aufkreuzte, musste er selbst zahlen. Dafür gab es dort das beste Bier, den besten Whisky und die hübschesten Mädchen.

Er beschloss, zwanzig Cents für ein Bier in Ryker‘s Saloon zu opfern. Der alte Ryker schnappte ein frisch Gezapftes, das eigentlich für einen anderen Gast bestimmt war, und stellte es vor Charly hin. Wenn Charly oder ein anderer Parker-Marshal kam, war es meistens eilig – in den seltensten Fällen hatten die Jungs genug Zeit, sich in aller Ruhe hier niederzulassen und Talsperre zu spielen, um sich genüsslich volllaufen zu lassen.

„Wie lange bleibst du in der Stadt, Rio Grande?“

Charly grinste. „Mit etwas Glück zwei Tage.“ Er sah einem knapp bekleideten Mädchen nach, das langbeinig durch den Saloon stelzte und mit einem Tablett vor einem der Fenstertische stehenblieb. Das Girl hatte eine Traumfigur.

„Ah, dann wäre es mit dem Bier ja vielleicht doch nicht so eilig gewesen, wie ich dachte“, sagte Ryker. „Dann kannst du dir ja heute oder morgen Abend die Show ansehen, Rio Grande.“

„Welche Show?“

„Ach, da ist heute Mittag ein Kunstschütze in die Stadt gekommen. Sheriff Wheeler sprach davon. Drüben vor dem alten Exerzierplatz hat er seinen Stand aufgebaut. Wheeler war sprachlos. Er sagte, der Mann kam mit einem lächerlich einfachen, verdreckten Planwagen herein, für den jeder Siedler sich schämen würde, und baute dann ein prachtvolles Zelt mit einer fantastischen Bühne auf. Einarm-Johnny, der Kunstschütze, nennt sich die Show.“

„Einarm-Johnny?“

Der Salooner zuckte mit den Schultern. „Ich hab‘ ihn selbst nicht gesehen. Frag Wheeler, oder schau ihn dir am besten selbst an. Es ist verdammt schade, dass ich Abends nicht hier raus komme. Man kann das Geschäft doch keine Sekunde lang allein lassen.“

Charly grinste. „Vielleicht gibt dir Einarm-Johnny eine Privatvorstellung.“

„Gott behüte. Der schießt mir höchstens alle Gläser entzwei.“

Charly leerte das Bierglas. „Ich werde mir diesen Johnny wirklich mal ansehen.“

Wenn auch aus einem anderen Grund, als der Salooner jetzt annahm.

 

 

6

Auf dem großen Platz an der Garrison Street wimmelte es bereits von Menschen. Dennoch war der Stand, den dieser Einarm-Johnny aufgebaut hatte, von Weitem zu sehen. Ein großes, rundes Zelt, auffällig rot und weiß gefärbt. Eine Bühne mit einer fast haushohen Hinweistafel, die eine Schießszene zeigte. Ein Planwagen im Hintergrund, an dem alle möglichen bunten Schilder hingen, ein paar eigenartige Apparate …

Charly wusste vom berühmten Buffalo Bill, der früher einmal als Scout bei der Army gewesen war und jetzt mit einer großen Show durch die Städte tingelte, in der er seine Schießkünste zeigte und Indianer vorstellte und den Menschen im Osten die Rothäute nahezubringen versuchte. War das hier auch so ein Mann?

Indianer konnte Charly nicht erkennen, und es lief auch kein Weißhaariger im weißen Lederanzug herum. Es gab einen Mexikaner mit breitem, silberbesticktem Sombrero und einem ebenfalls bestickten Poncho, unter dem ein tief geschnalltes Doppelholster hervorlugte. Der Mexikaner saß auf der Bühnenkante, schaute dem zweiten Mann zu und gab kritische Kommentare von sich.

Ein einarmiger Mann im blütenweißen Rüschenhemd, Brokatweste und hellen Hut stand da, den Revolver tief geschnallt, und sah auf ein bildhübsches, junges Mädchen. Es trug ein verwegen ausgeschnittenes und fast bis zu den Hüften geschlitztes Lederkleid mit Perlenstickerei in Comanche-Motiven. Das war aber auch schon alles Indianische an ihr. Hochhackige, bunte Stiefel und ein breiter Hut mit einem türkisbesetzten Lederband vervollständigten die Erscheinung; das Mädchen trug silberne Armbänder und Ringe, eine doppelte Halskette und ein fröhliches Lächeln.

Der Mexikaner grollte eine Beleidigung der herzhaftesten Art. Der Einarmige gab eine schroffe Antwort. In diesem Moment zog das neben einem der seltsamen Apparate stehende Mädchen an einem langen Hebel.

Unwillkürlich zuckte Charly zusammen.

Er konnte nicht sehen, was es war, was da hochgeschleudert wurde. Das Katapult jagte den Gegenstand in schwindelerregende Höhen hinauf. Einen Herzschlag lang, ehe das Teil den höchsten Punkt seiner Flugbahn erreicht hatte, wirbelte der Einarmige um seine Längsachse und zog den Revolver. Die Waffe flog förmlich hoch, der Schuss krachte, und oben in der Luft wurde der Gegenstand getroffen und noch höher hinauf getrieben. Am Klang hörte Charly, dass es eine kleine Blechdose sein musste.

Im nächsten Moment steckte der Colt mit dem Perlmuttgriff wieder im Holster des Einarmigen.

Charly atmete tief durch.

Er selbst war teuflisch schnell mit dem Revolver. Er übte ständig, um schnell zu bleiben. In seinem Beruf war das lebenswichtig. Charly war kein Revolvermann, der damit sein Geld verdiente; er prahlte nicht mit seiner Schnelligkeit. Wer das tat, sammelte zwar Ruhm, aber irgendwann kam einer, der schneller war.

Charly hatte gelernt zu überleben. Und andere zu überraschen, die nicht ahnten, wie rasch er die Waffe aus dem Leder bekam.

Charly gehörte auch zu den wenigen, die nicht nur schnell zogen, sondern auch sauber trafen. Er setzte seine Kugeln immer ins Ziel, im Gegensatz zu vielen anderen, die lediglich in der Lage waren, ihre Gegner mit Schnelligkeit, nicht aber mit Treffsicherheit einzuschüchtern.

Aber dieser Einarmige …

Charly hatte so etwas noch nie gesehen. Es war einmalig, phänomenal. Der Mann hatte sich einfach umgedreht, blitzschnell gezogen, geschossen, getroffen und die Waffe zurückgestoßen, um sich wieder umzudrehen und weiter mit dem Mexikaner zu streiten. Ganz beiläufig hatte er den Schuss abgefeuert, als er wohl das Schnarren des Katapultes gehört hatte.

Charly war fassungslos.

Fast war er geneigt zu glauben, dass der Einarmige zwar geschossen, aber ein anderer den Treffer erzielt hatte. Aber solche Tricks klappten nie auf lange Sicht. Irgendwann kam jemand dem Schützen auf die Schliche, und dann war es mit Show und Ruhm vorbei. Nein, dieser Einarm-Johnny war garantiert ein erstklassiger Mann.

Und das mit der linken Hand und ohne eine Möglichkeit, mit der anderen Hand den Hammer zurückzuziehen. Charly hatte nicht gesehen, ob Johnny den Colt mit gespanntem Hammer im Holster getragen hatte oder ob er seinen Daumen benutzte. Es war einfach viel zu schnell gegangen.

Zum Teufel, das musste er noch einmal sehen. „He, noch mal!“, schrie er aus der Menge heraus. „Ich will‘s noch einmal sehen!“

Der Mexikaner erhob sich und stand leicht schwankend auf der Bühne. Von dort aus konnte er über die Köpfe der Menge hinweg sehen.

Details

Seiten
103
Jahr
2021
ISBN (eBook)
9783738952650
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v1008053
Schlagworte
einarm-johnny

Autor

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Titel: Einarm-Johnny