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Callgirls leben gefährlich: N.Y.D. – New York Detectives

2021 107 Seiten

Leseprobe

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Callgirls leben gefährlich: N.Y.D. – New York Detectives

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

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Callgirls leben gefährlich: N.Y.D. – New York Detectives

Krimi von A. F. Morland

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 107 Taschenbuchseiten.

 

Das Callgirl Terry Bird will aussteigen. Allein der Gedanke daran bringt ihren Boss auf die Palme, denn Terry weiß zu viel. Um das lästige Problem zu lösen, schickt er ein paar Killer los. Auf der Flucht fällt Terry dem Privatdetektiv Bount Reiniger praktisch vor die Füße, und der Detektiv hat etwas gegen frei herumlaufende Killer. Er nimmt sich des Falles an.

 

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books, Alfred Bekker, Alfred Bekker präsentiert, Casssiopeia-XXX-press, Alfredbooks, Uksak Sonder-Edition, Cassiopeiapress Extra Edition, Cassiopeiapress/AlfredBooks und BEKKERpublishing sind Imprints von

Alfred Bekker

© Roman by Author

© COVER STEVE MAYER

© dieser Ausgabe 2021 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Die ausgedachten Personen haben nichts mit tatsächlich lebenden Personen zu tun. Namensgleichheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt.

Alle Rechte vorbehalten.

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Die Hauptpersonen des Romans:

Paul Arlac – Ein mittelmäßiger Gauner, der mit einer guten Idee viel Geld verdient. Plötzlich läuft einiges für ihn schief.

Terry Bird – Sie ist ein hübsches Callgirl, aber von Mord hält sie nichts, deshalb steigt sie aus. Und Arlac setzt sie auf die Todesliste.

Rocky Pryce und Ken Hazzler – Für Geld tun sie alles. Doch sie müssen lernen, dass sich Verbrechen nicht lohnt.

June March – ist Bounts Assistentin und hilft ihm bei seinen Fällen.

Bount Reiniger – ist Privatdetektiv.

 

 

1

Als Vance Vandell zuschlug, schrie Terry Bird auf. Der Schlag hatte das Callgirl völlig unvorbereitet getroffen, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. „Bist du verrückt geworden?“, schrie das schwarzhaarige Mädchen ihm ins Gesicht.

Sie war erst halb ausgezogen, trug noch die hautenge knallgelbe Hose und die hochhackigen Pumps. Nur den blutroten Pulli hatte sie abgestreift, und weil sie darunter nichts weiter anhatte als sündhaft schöne Haut, bekam Vandell einiges geboten. Das war jedoch kein Grund, sie zu schlagen.

Vandell schlug gleich noch einmal zu, dann schlossen sich seine Finger um den schlanken Hals des Mädchens. Er warf sie auf die breite französische Liege und ließ sich mit ihr fallen. Tausendfach waren sie in den Spiegeln zu sehen, die sie umgaben.

Der Mörder und sein Opfer?

So sah es aus, und auch Terry Bird glaubte, ihre letzte Stunde hätte geschlagen. Aber Vandell war nicht gekommen, um sie umzubringen. Er wollte etwas von ihr wissen, und er war entschlossen, sie zum Reden zu bringen.

Mit Gewalt kann ein Mann bei einem Mädchen alles erreichen, glaubte er.

„Du verdammtes Miststück!“, keuchte er, dabei schlossen sich seine Finger so fest um Terrys Hals, dass ihr die Luft knapp wurde.

Sie riss die hübschen grünen Augen auf, und ihr makelloses Gesicht verzerrte sich zu einer gequälten Grimasse.

Sie wehrte sich verzweifelt, aber Vance Vandell war stark. Er hatte Ähnlichkeit mit Sylvester Stallone, hatte auch diesen verträumten Schlafzimmerblick, auf den seine weiblichen Fans so flogen, und er besaß ähnlich beachtliche Muskelpakete wie dieser.

Fast hätte man meinen können, hier wäre „Rambo in Action“.

„Ich will jetzt von dir ein paar Namen hören“, knurrte Vandell.

Terry starrte ihn nur groß an, ihre Lippen voll und kirschrot, bebten, aber sie sagte kein Wort. Ihr Herz klopfte wie wahnsinnig. Noch nie hatte sie so schreckliche Angst gehabt.

Dieser Mann war rabiat, ein Irrer, der sich nicht beherrschen konnte, jähzornig und gefährlich. Und sie war allein mit ihm in diesem Spiegelzimmer, in dem sich schon so viele heiße Szenen abgespielt hatten.

Terry war einiges gewöhnt. Das Leben hatte sie schon verdammt hart angepackt. Sie war herumgestoßen und gedemütigt worden, und man hatte sie auch schon mal geschlagen, aber noch nie auf so brutale Weise.

„Namen!“, brüllte Vandell sie an. „Ich will alle Namen wissen. Mit wem arbeitest du zusammen? Für wen schaffst du an? Rede! Verdammt, rede endlich, sonst drehe ich dir den Hals um!“

Terry schwieg. Es fiel ihr nicht leicht, aber sie wusste, was für sie auf dem Spiel stand. Wenn sie Namen verriet, war sie erst recht tot, denn dieses Superschlafzimmer mit allem Komfort wurde von Videokameras überwacht.

 

 

2

Das Haus, in das Terry mit Vance Vandell gegangen war, gehörte ihr nicht. Es stand auf einem großen gepflegten Grundstück in Nassau, also etwas außerhalb von New York. Von hier aus hatte man einen traumhaft schönen Ausblick auf den Long Island Sound.

Die Nachbarn, seriöse Leute, hatten keine Ahnung, was in diesem Haus geschah. Sie kümmerten sich nicht um andere, es hätte sich auch nicht geschickt, einen neugierigen Blick über die hohe efeuumrankte Mauer zu werfen, die das Grundstück an drei Seiten einfriedete.

Man kann sagen, Terry Bird hatte sich mit Vance Vandell auf eine einsame grüne Insel begeben, und das deshalb, weil er angeblich mehr Geld als ein Hund Flöhe hatte.

Leute mit Geld waren nicht nur für sie, sondern mehr noch für die Männer interessant, mit denen sie zusammenarbeitete, denn solche Kunden ließen sich, nachdem sie von verbotenen Früchten genossen hatten, leicht erpressen.

Zu diesem Zweck gab es die Videokameras hinter den Einwegspiegeln im Schlafzimmer.

Und im Keller des Hauses saßen zwei Männer, die ein bisschen was von Elektronik und ein wenig mehr von Kanonen verstanden: Rocky Pryce und Ken Hazzler.

Ihre Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass die Akteure oben im Schlafzimmer richtig und gut erkennbar ins Bild, und somit auf das Band in der Videokassette kamen. Vor allem war das wichtig, was der Kunde mit Terry anstellte.

Je mehr er aus sich herausging, desto besser war das für später. Pryce und Hazzler kamen bei manchen Darbietungen ganz schön ins Schwitzen, denn so mancher Laiendarsteller entpuppte sich als großer Star.

Ihre Aufgabe bestand jedoch nicht nur darin, die ferngesteuerten Kameras zu bedienen, sondern auch einen reibungslosen Ablauf des Geschäfts zu gewährleisten.

Der war auf einmal nicht mehr gegeben, deshalb mussten sie schnellstens eingreifen.

Als Terry den Pulli abstreifte, stieß Rocky Pryce einen anerkennenden Pfiff aus.

„Es ist immer wieder eine Wonne, ihr dabei zuzusehen“, sagte er grinsend zu seinem Komplizen. „Sieh dir bloß diesen hübschen Busen an. Mann, ich könnte mich glatt vergessen.“

Ken Hazzler lachte trocken. „Das würde der Boss aber gar nicht gern haben. Terry ist sein Prachtstück und nur für die Dollarprotzer da. Für uns ist sie zu schade.“

„Die Ansicht kann ich nicht teilen“, sagte Pryce und biss in ein großes Sandwich.

An diesem Bissen wäre er beinahe erstickt, als Vandell mit der Prügelei begann. Pryce sprang auf.

„Ich will jetzt von dir ein paar Namen hören“, kam es aus dem Lautsprecher.

Pryce spuckte den Bissen in den Papierkorb und stieß Hazzler an. „Komm, Ken, wir müssen eingreifen. Der macht uns sonst die Puppe kaputt.“

Sie verließen den Videoüberwachungsraum. Auf den Monitoren war weiter zu sehen, wie Vandell auf das Mädchen einschlug, aber Pryce und Hazzler bekamen das nicht mehr mit.

Sie stürmten die Kellertreppe hoch, um Terry Bird zu Hilfe zu eilen. Das Mädchen wusste, dass es aufgenommen wurde. Wenn Terry geredet hätte, wäre das in Bild und Ton festgehalten worden, und Paul Arlac, der Boss, hätte das zu hören und zu sehen gekriegt.

Terry war zwar seine Superbiene, aber wenn sie nicht dichthielt, war sie dran, da kannte er nichts.

Die Gangster erreichten die Schlafzimmertür. Sie hörten Terry schluchzen.

Pryce stieß die Tür auf.

„Das war Spaß genug, jetzt wird es ernst“, stieß er grimmig hervor und riss Vandell zurück. „Sie ist meine Schwester. Ich mag nicht, dass du ihr was verbiegst, da kann ich verdammt unangenehm werden.“

Vandell landete neben dem Bett auf dem Boden. Er schnellte herum und starrte Pryce hasserfüllt an. Es hatte den Anschein, als wollte er aufspringen und sich auf den Gangster stürzen, aber Hazzler hatte seinen Ballermann gezogen, und das machte Vandell friedlich.

„Alles okay, Terry?“, fragte Pryce, ohne das Mädchen anzusehen. Er konzentrierte sich auf Vandell, damit dieser ihn nicht mit einem Angriff überraschen konnte.

„J-ja“, schluchzte das zitternde Mädchen.

Dass sie oben ohne war, interessierte in dieser Situation keinen. Pryce und Hazzler hatten jetzt ein Problem, und sie mussten es so bewältigen, dass Paul Arlac mit ihnen zufrieden war.

Terry sah schrecklich aus. Ihr Gesicht war fahl, nur an den Wangen brannten rot die Ohrfeigen, die sie bekommen hatte. Schweiß glänzte auf ihrer Haut, an der das schwarze Haar klebte. Sie blutete aus der Nase, und ihre Oberlippe war geschwollen. An ihrem Hals waren dunkle Druckstellen zu sehen.

„Los, aufstehen!“, kommandierte Ken Hazzler angespannt. „Beweg dich, Mann! Mach schon!“

Vance Vandell gehorchte zögernd.

„Jetzt bist du dran, ein paar Fragen zu beantworten“, sagte Rocky Pryce. „Wer bist du wirklich? Wie ist dein richtiger Name? Du heißt nicht Jeremy Crocker, stimmt‘s?“

„Stimmt“, knirschte Vandell mit erhobenen Händen und blutunterlaufenen Augen. Wenn ihn Hazzler nicht mit der Waffe bedroht hätte, hätte er zugeschlagen.

Er fühlte sich stark genug, um mit beiden Gangstern fertig zu werden. Es gab einen Jeremy Crocker. Vandell kannte ihn flüchtig. Crocker gehörte ein aufstrebender Elektronikkonzern, das wussten die Verbrecher, deshalb hatte sich Vandell dieses Namens bedient.

Er wollte, dass die Gangster dachten, sie hätten wieder ein Schaf erwischt, das sich leicht scheren ließ. Jeremy Crocker hatte eine Menge „Wolle“, wie man wusste.

„Mein richtiger Name ist Vance Vandell“, sagte das Stallone-Double nun.

Bei Pryce und Hazzler klingelte es. Es war noch nicht lange her, da hatte sich William Vandell von Vandell Industries mit Terry recht heftig vergnügt.

Als man den leidenschaftlichen Mittfünfziger dann erpressen wollte, hatte er sich die Pistole an die Schläfe gesetzt und abgedrückt.

Solche Pannen gab es schon mal ab und zu. Nicht jeder ließ sich erpressen. Manche zogen es vor, nicht zu zahlen und sich jeglicher Verantwortung durch Selbstmord zu entziehen.

„Vance Vandell“, sagte Rocky Pryce. „Sieh einer an, der Sohn vom alten Bill Vandell. Dein alter Herr war ein geiler Bock, Freund. Er hat es ganz schön toll mit Terry getrieben. Nicht wahr, Terry? Du erinnerst dich doch noch an diesen grauhaarigen Sexprotz, der sich so viele verrückte Spielchen einfallen ließ. Er lieferte die perfekte Show. Das würdest du nicht bringen. Dafür bist du noch zu jung. Dazu braucht man Jahre. Und ‘ne kleine perverse Ader muss man natürlich auch haben.“

„Halt dein dreckiges Maul!“, brüllte Vance Vandell, und dann explodierte er.

Es war ein Fehler gewesen, ihn so sehr zu reizen, denn plötzlich war es ihm egal, ob Ken Hazzler eine Waffe in der Hand hielt oder nicht.

Er drosch zu und hatte das Glück, dass Pryce gegen seinen Komplizen fiel. Hazzler konnte nicht abdrücken, und Vandell nützte diese Chance. Er landete einen Volltreffer und trat Hazzler die Kanone aus der Hand.

Mit seinem Aufwärtshaken beförderte er Pryce gegen die Spiegelwand. Der Gangster zertrümmerte gleich drei Spiegel auf einmal, und die Videokameras kamen zum Vorschein.

Als Vandell sie sah, drehte er vollends durch. Er hämmerte auf Pryce und Hazzler ein, als hätte er die Absicht, sie mit bloßen Fäusten zu erschlagen.

Er ließ die Verbrecher nicht aufkommen. Pryce und Hazzler waren keine Schwächlinge, aber Vandell war ein durchtrainierter, stahlharter Hüne, ausgebildet in mehreren fernöstlichen Kampfsportarten, und die Luft im Boxring hatte er auch schon geschnuppert. Gegen einen solchen Gegner hatte man es schwer.

Vandell zerschlug mit Pryce und Hazzler die gesamte Einrichtung. Auch die restlichen Spiegel gingen kaputt. Sogar der große runde Spiegel an der Decke blieb nicht ganz.

Die Stehlampen lagen mit geborstenen Glühbirnen und verbogenen Schirmen auf dem Boden, einem Stuhl fehlte ein Bein, dem anderen die Lehne. Es war ein Wunder, dass den Gangstern noch keine Zähne fehlten.

Doch Vance Vandell begnügte sich nicht damit, die Verbrecher nach allen Regeln der Kunst zusammenzunageln. Der Ernst des Lebens sollte für sie erst noch kommen.

Er verblüffte die Kerle mit einem blitzschnellen Griff ins Jackett, und als seine Hand wieder zum Vorschein kam, umklammerte sie den Kolben einer Luger.

Pryce, der so groggy war, dass er sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, hob sofort die Hände. Hazzler hingegen ließ sich fallen, als wäre sein Gleichgewichtssinn nicht mehr in Ordnung.

In Wirklichkeit aber griff er nach der Pistole, die ihm Vandell aus der Hand getreten hatte. Pryce lenkte Vandell ungewollt ab. Er torkelte auf ihn zu.

„An die Wand!“, blaffte Vance Vandell.

Er stieß Rocky Pryce zurück.

„Und du“, schnauzte er Ken Hazzler an, „komm auf die Beine, aber ein bisschen plötzlich!“

Vandell sah nicht, dass Hazzler seine Waffe wieder hatte. Die Hand des Gangsters befand sich unter dem Bett. Während sich Hazzler umständlich erhob, hoffte er auf eine Gelegenheit, das Blatt zu wenden.

Pryce sorgte dafür. Kaum hatte er die Hiebe, die er einstecken musste, halbwegs verdaut, griff er zum Revolver. Aber er war nicht schnell genug.

Die Sache wäre für ihn katastrophal ausgegangen, wenn er auf sich allein gestellt gewesen wäre. Aber er hatte Hazzler zur Seite, und der rettete ihm das Leben.

Ken Hazzler, der Schutzpatron!

Die Luger spie Blei, aber Hazzler drückte einen Sekundenbruchteil früher ab, wodurch der Getroffene verriss. Die Kugel pfiff gefährlich nahe an Pryces Ohr vorbei und bohrte sich in die Wand.

Hazzlers Geschoss hingegen saß mitten in Vance Vandells Leben.

 

 

3

Terry Bird starrte entgeistert auf den Toten. Vandell lag auf dem Rücken, die Augen weit aufgerissen. Er war umgeben von Spiegelscherben.

Er war Terrys erste Leiche, und sie konnte das Entsetzen nur schwer verkraften. Übelkeit stieg in ihr hoch. Sie rannte ins Bad, und Pryce und Hazzler hörten, wie sie immer wieder die Spülung betätigte.

Als sie zurückkam, war ihr Gesicht nass. Sie hatte es mit kaltem Wasser gewaschen, um wieder klar denken zu können, aber sich nicht abgetrocknet.

Ein großer Wassertropfen zitterte kurz an ihrem Kinn und fiel dann zu Boden. Sie griff nach ihrem Pulli, schüttelte die Scherben ab und zog sich an.

Pryce und Hazzler entspannten sich erst jetzt.

„Nun sieh dir mal dieses Chaos an“, sagte Pryce kopfschüttelnd. „Man könnte meinen, hier drinnen wäre ein Weltkrieg geprobt worden.“

„Wird eine Menge Geld kosten, den Urzustand wieder herzustellen.“

„Und Zeit“, sagte Pryce.

Terry konnte es nicht fassen. Diese gefühlskalten Kerle redeten über den Schaden. Dass es einen Toten gegeben hatte, kümmerte sie anscheinend überhaupt nicht.

„Ich hau ab“, sagte das Callgirl.

„Wo willst du hin?“, fragte Pryce.

„Nach Hause.“

„Wir fahren zu Arlac“, entschied Pryce.

„Wozu? Was soll ich da?“

„Du musst ihm erzählen, was passiert ist.“

„Könnt ihr das nicht tun?“

„Er will es von uns allen hören.“

„Befürchtest du, er könnte euch nicht glauben?“, fragte Terry mit schmalen Augen. „Ihr habt einen Mann umgebracht. Ich möchte damit nichts zu tun haben.“

„Hast du aber“, sagte Pryce grinsend. „Du warst dabei.“

„Ich mach ja bei vielem mit, aber bei Mord raste ich aus“, sagte Terry heiser.

„Hast du ‘n Vogel? Was heißt hier Mord? Es war der klassische Fall von Notwehr. Vandell wollte mich umnieten, das hat Ken verhindert.“

„Auf jeden Fall hat es einen Toten gegeben, und da spiele ich nicht mehr mit.“

„Honey, du solltest ein bisschen dankbarer sein“, sagte Rocky Pryce vorwurfsvoll. „Was hätte der Knabe mit dir angestellt, wenn wir dir nicht zu Hilfe geeilt wären, he?“

„Er hätte aus dir eine hübsche flache Frikadelle gemacht“, sagte Hazzler. „Oder hättest du deine Haut mit ein paar Namen zu retten versucht?“

Terry schaute ihn wütend an. „Ich verrate niemanden, das weißt du.“

„Gehen wir“, sagte Pryce.

Hazzler wies auf den Toten. „Was machen wir mit ihm?“

„Vorläufig gar nichts. Er kann nicht mehr weglaufen. Wir lassen ihn hier liegen. Der Boss wird entscheiden, in welchem Kanal er verschwinden soll.“

Pryce nahm die Bänder mit, um dem Boss vorführen zu können, wie die Sache verlaufen war.

Eine Stunde später wurde dieses Programm über Paul Arlacs Fernsehapparat vorgeführt.

In der Unterwelt hatte man Arlac lange Zeit für einen mittelmäßigen Gauner gehalten. Man war sich einig gewesen, dass aus ihm nie etwas Großes werden würde, denn dazu fehlte ihm angeblich das Format.

Er war ein unscheinbarer Mensch mit schlaffen Zügen und dicken Tränensäcken unter den wasserhellen Augen. Es war eine Sternstunde in seiner Karriere, als er auf die Idee kam, mit Hilfe von rassigen Mädchen reiche Männer zu erpressen.

Es gab kaum nennenswerte Startschwierigkeiten, und nun lief das Geschäft schon eine ganze Weile recht zufriedenstellend. Arlac hätte sich selbst nicht träumen lassen, dass er einmal so leicht so viel Geld verdienen würde.

Er hatte eine attraktive Freundin, die ihm jeden Wunsch erfüllte, und konnte sich mehr leisten als so mancher von denen, die früher geringschätzig auf ihn hinuntergesehen hatten.

Kitty Carroll, seine rothaarige Dauerfreundin, saß auf der Lehne seines Sessels und kraulte ihm die Nackenhärchen. Sie wusste, dass er das gern hatte, doch es war nicht die richtige Zeit dafür.

Kitty war zwar umwerfend sexy, aber sie hatte nicht viel Grips unter dem Pony. Arlac fegte unwillig ihre Hand weg.

„Lass das!“, zischte er und zog an seiner dicken, langen Zigarre.

„Aber Paul …“

„Halt‘s Maul, Kitty!“, blaffte Arlac und verfolgte gespannt das Geschehen auf dem Bildschirm. Als die Schüsse fielen und Vance Vandell zusammenbrach, sagte Arlac: „Shit!“

Er schaltete das Gerät mittels Fernbedienung ab.

„Der Typ hat wie ein Berserker gewütet“, sagte Hazzler.

„Hab ich gesehen“, sagte Arlac. „Ihr lasst ihn heute Nacht verschwinden, klar?“

„Und wo sollen wir ihn zur letzten Ruhe betten?“

„In der Gowanus Bay ist noch genug Platz“, sagte Arlac. „Verpasst ihm Zementschuhe, und dann ab mit ihm. Er darf nicht wieder zum Vorschein kommen.“

Terry Bird hatte nicht auf den Bildschirm gesehen, aber sie hatte alles gehört, und sie war wieder blass geworden.

„Die Sache hat dich geschlaucht, was?“, sagte Arlac. „Warst noch nie dabei, wenn ein Mann umgelegt wurde?“

„Nein, und ich will so etwas auch nie wieder erleben, Paul.“

„Uns allen ist es lieber, wenn es nicht dazu kommt, aber manchmal lässt sich so etwas einfach nicht vermeiden. Gib ihr einen Drink, Kitty.“

Kitty Carroll erhob sich folgsam und brachte Terry einen dreistöckigen Bourbon. Sie trug ein mitternachtsblaues Seidenkleid, seitlich bis zum Slip geschlitzt. Bei jedem Schritt zeigte sie viel Bein, aber das war für Männer nicht der einzige Blickfang. Kittys Kleid war außerdem so tief ausgeschnitten, dass der Nabel die Brosche bildete.

„Danke, Kitty“, sagte Terry und nahm das Glas entgegen.

Kitty Carroll kehrte an ihren Platz zurück und ließ sich wieder auf die gepolsterte Sessellehne nieder. Terry trank den Bourbon, als wär‘s Tee.

Sie wollte sich Mut antrinken, denn sie hatte die Absicht, Paul um einen ganz großen Gefallen zu bitten.

„Du kriegst diesmal das Doppelte“, sagte Arlac großzügig. „Betrachte es als Schmerzensgeld oder als Trostpflaster. Es wird dir helfen, leichter darüber hinwegzukommen.“

Behalt‘ dein Geld, dachte Terry. Ich will es nicht mehr. Es klebt Blut daran.

Aber sie wagte das nicht auszusprechen. Sie nickte nur stumm und wartete, bis der Bourbon wirkte.

„Paul, ich – ich bin ziemlich fertig“, sagte sie dann.

„Das ist klar. Vandell hat dich nicht mit Samthandschuhen angefasst. Du siehst auch ein bisschen ramponiert aus, könntest einen Urlaub vertragen. Weißt du was? Du gehst jetzt mal nach Hause und versuchst den ganzen Ärger zu vergessen. Ich werde mir überlegen, wo ich dich hinschicke, und morgen rufe ich dich an, um dir deinen Urlaubsort zu nennen. Kitty wird dir im Laufe des Tages das Ticket bringen. Der Urlaub geht natürlich auf meine Kosten. Ich weiß zu schätzen, was du bisher für mich geleistet hast.“

Aber Terry Bird wollte sich nicht nur für eine gewisse Zeit von Paul Arlac trennen, sondern für immer. Sie hatte genug von diesem Leben, wollte schon lange nicht mehr. Der Tote hatte das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht.

Sie sagte dem Boss das alles sehr vorsichtig, mit sorgsam ausgewählten Worten, und sie hoffte auf sein Verständnis. Doch wie behutsam sie es ihm auch beibrachte, es blieb die Tatsache bestehen, dass sie nicht mehr für ihn arbeiten wollte, und das missfiel ihm.

In seinem Gesicht regte sich nichts. Er spielte Pokerface, rauchte nur und schwieg. Er sagte so lange nichts, dass Terry schon fast versucht war zu glauben, er hätte sie nicht verstanden.

Als er ihr endlich sein Gesicht zuwandte, glaubte sie, Verständnis in seinen Augen zu erkennen. Durfte sie aufatmen?

„Du bist durcheinander, Terry“, sagte er sanft. „Überschlaf das Ganze erst mal, okay?“

Bedeutete das, dass er sie nicht gehen ließ? Sie wollte es genau wissen und fragte ihn.

„Wir können uns nicht trennen Terry“, sagte er, weiterhin sanft.

„Warum nicht? Ich bin nicht das einzige Callgirl, das für dich arbeitet.“

„Du bist eine Henne, die goldene Eier legt. Es wäre ein unverzeihlicher Fehler, wenn ich dich hergeben würde. Außerdem weißt du zu viel.“

„Es versteht sich doch von selbst, dass ich mein Wissen für mich behalte.“

Arlac schüttelte bestimmt den Kopf. „Nichts zu machen, Süße. Drei Wochen Urlaub auf meine Kosten. Mehr kann ich dir leider nicht bieten. Ich denke, dass ich mich damit großzügig genug erweise.“

Terry blieb dabei: Sie wollte ihren derzeitigen Beruf an den Nagel hängen und in Zukunft weder für Paul Arlac noch für irgendeinen anderen Mann arbeiten.

Sie sicherte ihm noch einmal absolute Verschwiegenheit zu, dann ging sie. Sie hätte nicht gedacht, dass es Paul so gelassen hinnehmen würde.

Da ihr der Schock ziemlich tief in den Gliedern saß, begab sie sich nicht sofort nach Hause, sondern besuchte ihr Stammlokal und nahm dort mehrere Drinks.

Sie fühlte sich bald besser. Vor allem deshalb, weil sie endlich die Ketten abgestreift hatte, mit denen sie nicht mehr leben wollte. Paul würde sich vielleicht eine Weile über sie ärgern, aber dann würde er sie durch ein anderes Mädchen ersetzen und sie vergessen.

Er konnte sich auf ihre Verschwiegenheit wirklich verlassen. Sie hatte nicht die Absicht, ihm zu schaden. Es genügte ihr, frei zu sein und nicht mehr von Paul eingespannt zu werden.

Es dämmerte, als Terry Bird die Bar verließ. Was für ein Tag, dachte sie. Er bringt eine große Wende in meinem Leben.

Sie hielt ein Taxi an und nannte dem Fahrer ihre Adresse.

Es war herrlich, frei, sein eigener Herr zu sein. Terry hatte schon nicht mehr gewusst, wie das war.

Sie würde das Leben von nun an in vollen Zügen genießen. Sie hatte bei Paul gut verdient und nicht auf großem Fuß gelebt. Sie hatte Rücklagen, und sie würde sich überlegen, wo sie ihr Geld gewinnbringend anlegen konnte.

Das Yellow Cab stoppte vor dem Haus, in dem sie wohnte. Terry bezahlte den Fahrpreis und stieg aus. Als sie das Haus betrat, waren auf einmal Pryce und Hazzler da.

Paul Arlac hatte sie geschickt, aber nicht, um sie zu überreden, sondern um sie zu töten.

Als der erste Schuss fiel, ergriff Terry die Flucht. Sie stürzte aus dem Haus, bog um die Ecke und rannte um ihr Leben. Pryce und Hazzler hetzten ihr nach, wollten sie nicht entkommen lassen.

Terry schleuderte die Schuhe von den Füßen, um schneller laufen zu können. Es gelang ihr tatsächlich, ihren Vorsprung zu vergrößern.

Die Gangster liefen mit verzerrten Gesichtern hinter ihr her. Ehe sie wieder feuern konnten, bog Terry abermals um die Ecke, und als sie die Straße überquerte, rannte sie direkt vor die Motorhaube eines Wagens.

Sie stieß einen heiseren Schrei aus. Der Fahrer reagierte ohne Verzögerung, dennoch konnte er nicht verhindern, dass das Mädchen von der Stoßstange hochgeschleudert wurde.

Sie landete auf der Motorhaube, drehte sich, rollte auf die Windschutzscheibe zu und fiel neben dem Auto auf die Straße.

 

 

4

Bount Reiniger war bester Laune. Er hatte sich seinen Scheck abgeholt und mit seinem großzügigen Klienten nach getaner Arbeit einen guten Scotch getrunken.

Nun war er rundum zufrieden und befand sich auf dem Heimweg. Aus den Stereoboxen seines silbergrauen Mercedes 450 SEL kam die neueste Nummer von Prince. Nicht ganz so hitverdächtig wie „Purple Rain“, aber auch nicht übel.

Bount hatte die Absicht, sich in „Musis Bar & Grill“ mal wieder so richtig verwöhnen zu lassen, und wenn June March Lust hatte, konnte sie mitkommen.

Prince wurde von einer Verkehrsmeldung unterbrochen. Auf dem Interstate Highway 678, drüben in Queens, gab es einen Blechsalat. Uninteressant für Bount. Er wollte da sowieso nicht hin.

Prince kam wieder, und mit ihm kam ein schwarzhaariges Mädchen: blutroter Pulli, knallgelbe Hosen, barfuß und schnell wie der Blitz. Bount war bekannt für sein hervorragendes Reaktionsvermögen, aber diesen Unfall hätte niemand verhindern können.

Es gab einen dumpfen Aufschlag, dann purzelte das Mädchen über die Motorhaube und war einen Moment später wieder weg, wie ein Spuk. Bount hatte den Mercedes auf kurze Distanz zum Stehen gebracht.

Er stieß den Wagenschlag auf. Terry Bird erhob sich benommen.

„Sind Sie verletzt?“, fragte Bount.

Sie wollte weiterlaufen, aber das ließ Bount nicht zu. Er griff nach ihrer Hand und hielt sie fest.

„Lassen Sie mich los!“, keuchte Terry.

„Unmöglich. Wenn Sie an der nächsten Straßenecke zusammenbrechen, belangt man mich wegen Fahrerflucht.“

„Bitte! Ich werde verfolgt.“

Rocky Pryce und Ken Hazzler erschienen. Als Terry die Gangster sah, weiteten sich ihre Augen. Sie disponierte sofort um. Sie bat Bount, sie mitzunehmen.

„Fahren Sie!“, stieß sie im Mercedes ungeduldig hervor. „Um Himmels willen, so fahren Sie doch endlich!“ Sie saß neben Bount und starrte entsetzt durch das Heckfenster.

Pryce und Hazzler fingen an zu schießen.

Terry zog unwillkürlich den Kopf ein. Jedes Mal wenn ein Mündungsfeuer aufflammte, zuckte das Callgirl zusammen. Bount gab Gas. Die Pneus drehten sich pfeifend durch, und bläulicher Rauch stieg von den Laufflächen hoch. Der Mercedes beschleunigte mit großer Kraft und ließ die Verbrecher hinter sich.

Pryce und Hazzler rannten zu ihrem Wagen und nahmen die Verfolgung auf.

„Nette Freunde haben Sie“, sagte Bount und warf einen grimmigen Blick in den Spiegel. „Und so anhänglich.“

„Sie müssen sie abhängen“, stieß Terry aufgeregt hervor. „Die – die wollen mich umbringen.“

„Ach, tatsächlich? Also darauf wäre ich nie gekommen.“

„Sparen Sie sich Ihren Sarkasmus. Zeigen Sie mir lieber, wie gut Sie fahren können.“

„Besser als Ihre Freunde.“

„Das sind nicht meine Freunde.“

„Das Gefühl habe ich auch“, sagte Bount und drehte voll auf.

Er raste durch Manhattan in verschiedenen Richtungen. Eine Zeitlang konnten die Gangster sein Tempo mithalten, aber dann fielen sie etwas zurück.

Bount fuhr die 23. Straße nach Westen. Am Ufer des Hudson River stand ein altes Parkhaus.

„Festhalten!“, rief Bount, als die Einfahrt in Sicht kam, dann drehte er das Lenkrad mit großer Kraft nach rechts. Im Powerslide rutschten sie auf die Einfahrt zu und verschwanden Augenblicke später in dem schäbigen Gebäude.

Bount schraubte sich mit dem Mercedes eine Auffahrtsschnecke hinauf und eine andere wieder hinunter. Als sie das Parkhaus später verlassen hatten, konnte Bount etwas Gas wegnehmen.

Die Gefahr schien gebannt, die Verfolger waren wohl abgehängt.

Jetzt erst hatte Bount Gelegenheit, sich das Mädchen genauer anzusehen. Sie war im Moment ein bisschen zerzaust und ramponiert. Dennoch war unschwer zu erkennen, dass sie ein ausnehmend hübscher Käfer war, den er im wahrsten Sinne des Wortes „aufgegabelt“ hatte.

„Tut Ihnen irgend etwas weh?“, fragte Bount, als Terry leise stöhnte.

„Mein Knöchel. Hoffentlich ist er nicht gebrochen.“

„Soll ich Sie zu einem Arzt bringen?“

„Nein“, sagte Terry schnell.

„Dann werde ich mich um Ihren Knöchel kümmern, falls Sie mir soviel Vertrauen entgegenbringen. Mein Name ist übrigens Bount Reiniger.“

„Terry …“ sagte sie zögernd. „Terry Miller.“

„Sehr erfreut, Miss Miller. Ich habe noch nie auf eine so ungewöhnliche Art die Bekanntschaft eines so reizenden Mädchens gemacht. Sagen Sie mal, wollten diese finsteren Kerle Sie tatsächlich erschießen?“

„Hatten Sie einen anderen Eindruck?“

„Warum wollten die das tun?“

„Ich habe keine Ahnung.“

„Auf so ein hübsches Mädchen schießt man doch nicht. Kennen Sie die beiden?“

„Nein“, sagte Terry unfreundlich. „Hören Sie, Mr. Reiniger, ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie nicht soviel fragen würden.“

„Ist Ihnen unangenehm, hm?“

„Allerdings. Vielleicht wäre es besser, wenn Sie mich dort vorn absetzen würden.“

„Das kann ich nicht verantworten. Stellen Sie sich vor, diese Männer tauchen plötzlich wieder auf.“

„Sie haben sie abgehängt.“

„Ja, so sieht es aus, aber der Schein kann auch trügen. Deshalb denke ich, es ist besser, wenn Sie noch eine Weile bei mir bleiben. Wo wohnen Sie?“

„Dort kann ich nicht hin.“

„Ach, die Gangster kennen Ihre Adresse. Tja, dann brauchen Sie für eine Weile eine andere Bleibe.“

„Ich fürchte, ich weiß, was jetzt kommt“, sagte Terry kühl. „Sie möchten mich in Ihre Wohnung nehmen. Ein bisschen Samariter spielen und dann sanft auf den Busch klopfen. Ich hab ‘ne ganze Menge für dich getan, Baby. Denkst du nicht, dass du dich dafür erkenntlich zeigen solltest? Man kennt diese Taktiken.“

„Sagen Sie mal, in welchen Kreisen verkehren Sie eigentlich?“, fragte Bount.

„Tun Sie nicht so, als wären Sie der letzte Gentleman. So sehen Sie nicht aus.“

Bount grinste. „Niemand kann etwas für sein Aussehen, aber ich schwöre Ihnen, dass ich ein Herz aus hochkarätigem Gold habe.“

„Darauf falle ich schon lange nicht mehr rein“, erwiderte Terry trocken.

„Sie machen es einem nicht leicht, Ihr Freund zu werden.“

„Ich brauche keine Freunde.“

Details

Seiten
107
Jahr
2021
ISBN (eBook)
9783738951462
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2021 (März)
Schlagworte
callgirls york detectives

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Titel: Callgirls leben gefährlich: N.Y.D. – New York Detectives